• #1

Können sich Menschen grundlegend ändern?

Wenn ein Mensch bis Mitte 20 die Unverbindlichkeit genossen hat. Wenn er die stetige sexuelle Abwechslung samt dahingehender Hemmungslosigkeit mitgenommen hat..
Kann er sich plötzlich - mit Ende 20 - schlagartig ändern, wenn er "den/die Richtige/n" gefunden hat und dieser Person für immer treu bleiben?
Ich freue mich über Einschätzungen und Erfahrungen die dafür und dagegen sprechen.
 
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  • #2
Lass mich raten. Du glaubst / hoffst, diejenige zu sein, bei der dann alles anders ist? Stimmts? Und Du hast da Deine Zweifel, sonst würdest Du hier nicht schreiben.

Nein, ich glaube nicht, dass sich jemand einfach so mal ändert. Warum auch? Man ist generell gut beraten, die Beziehungsvergangenheit potenzieller neuer Partner genau anzusehen, sofern das ersichtlich ist. Denn schon bald könnten wir die künftige Ex sein.
 
  • #3
Menschen ändern sich nur durch Erfahrung und Schmerz .
Mit Ende 20 haben viele noch nicht die nötige Reife und Weitsicht erkannt und leben in ihrem Chema .
Man lebt ein Leben vorwärts, aber versteht es nur rückwärts......

Er wird sich nicht ändern !
 
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  • #4
Lass mich raten. Du glaubst / hoffst, diejenige zu sein, bei der dann alles anders ist? Stimmts? Und Du hast da Deine Zweifel, sonst würdest Du hier nicht schreiben.
Nein, es geht nicht um mich. Ich persönlich glaube nämlich nicht, dass sich so jemand ändert und würde deshalb auch keine Beziehung mit so jemandem eingehen.
Die Diskussion kam im Freundeskreis auf weil eine Freundin so ist und sagt, dass sie es für den richtigen Mann problemlos aufgeben kann aber so lang eben ihren Spaß haben will.
 
  • #5
Warum nicht, mit Ende 20 wissen auf einmal manche, was sie wollen. Aber ne Garantie gibt es natürlich nicht, vielleicht glaubt sie das nur, dass sie sich dann ändert, lebt ein paar Jahre so und denkt dann, dass ihr das zu langweilig geworden ist. Vielleicht trickst sie sich auch selbst aus und wartet auf "den Richtigen", findet den aber nie, weil sie die Hürde so hoch gelegt hat, um nicht ihr spaßiges Leben aufgeben zu müssen. Man will ja manchmal was, aber ist nicht bereit, was dafür zu tun, und so braucht man Ausreden.
 
  • #6
Natürlich können Menschen ihr Verhalten ändern und anpassen - allerdings nicht in ihren Grundwerten.
Wenn es um Vertrauen und absolute Verlässlichkeit geht, sind die charakterlichen Eigenschaften entscheidend.
Im vorliegenden Fall geht es ja darum, ob es möglich/realistisch ist, die bisher praktizierte promiskuitive Lebensweise fuer den fiktiven "richtigen" Partner aufzugeben und zukünftig monogam zu leben..

Treue (das ist meine ganz persönliche Sichtweise) ist für mich ein Grundwert, der auf Loyalität und Vertrauen basiert. Also ein Wert an sich, eine ganz persönliche Entscheidung, die auf lange Dauer und Konstanz angelegt ist. Den Wert hat man.. oder eben nicht. Unverbindliche Menschen teilen diesen Wert eher nicht.

Damit kein Missverständnis aufkommt, ich habe kein Problem mit promiskuitiver Lebensweise, wenn Offenheit zwischen den Partnern herrscht , jeder weiss woran er ist und keiner den anderen täuscht.

Also to make things short.. nein ich glaube nicht, dass Deine Freundin sich dauerhaft ändern wird.
 
  • #7
sagt, dass sie es für den richtigen Mann problemlos aufgeben kann aber so lang eben ihren Spaß haben will.
Ich kann mir das vorstellen. Bis Mitte 20 ist ja noch vieles "Jugendsünde". Es kann gut sein, dass der Eine, oder die Andere gesettelter wird, nachdem sie sich die Hörner abgestoßen haben. Oder evtl sogar "klüger".
Ich denke, das können sogar viele Personen nicht, die es nicht so wild getrieben haben.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass jemand der mehr Erfahrung mitbringt, sich den passenderen Partner sucht und das dann auch entsprechend mehr Bestand hat.
 
  • #8
Die Diskussion kam im Freundeskreis auf weil eine Freundin so ist und sagt, dass sie es für den richtigen Mann problemlos aufgeben kann aber so lang eben ihren Spaß haben will.
Da geht's dann aber nicht um schlagartige Änderung, oder?

Da hätte sie dann unterschiedliche Beziehungsmodelle in Petto und traut sich zu, mit unterschiedlichen Männern unterschiedliche Beziehungsformen zu leben - wenn alles für sie passt?

Das kann ich mir durchaus vorstellen, dass es das gibt, ich kenne jedenfalls selbst einen Fall aus dem Freundeskreis. Er, als Student der absolute Lebemann, hatte eine Frau nach der anderen und viele gleichzeitig, er war sozusagen ein veritabler Andreas - und dann kam SIE als beide Mitte/Ende 20 waren. Er wusste aber immer, irgendwann würde er ganz klassisch Familie und SEINE Frau wollen. Und er wüsste schon, wenn er die richtige träfe. Das war auch so. Das mit der Familie haben die beiden irgendwann in den Dreißigern umgesetzt und sie sind mit Ende 40 noch ein super Paar. Ein monogames, soweit ich weiß :)

Was ich mir allerdings nicht vorstellen kann: dass sich Menschen schlagartig ändern. Das kommt eigentlich eher nicht vor - Beziehungsverhalten wird in der Kindheit geprägt. Veränderung ist möglich, aber braucht Zeit.
 
  • #9
Nein, die Frage ist sinnlos. Wäre eine grundlegende Änderung möglich, wäre es nicht der Grund. Das Fundament ist unverrückbar. "Grundlegende Veränderung" ist ein Widerspruch in sich.

Des Menschen Natur ist im Übrigen die Polygamie. Weshalb mit Anfang 20, Ende 20 oder jedem beliebigen anderen Alter der Mensch nach mehr als einem Sexualpartner strebt. Das ist sein unverrückbarer Grund.
 
  • #10
Weil eine Freundin so ist und sagt, dass sie es für den richtigen Mann problemlos aufgeben kann aber so lang eben ihren Spaß haben will.
Ja, manchmal ändern Leute plötzlich alles, wenn der richtige Mensch kommt. Möglich ist es schon. Es soll ja auch Leute geben, die nie Kinder wollen und dann plötzlich mit dem richtigen Partner doch. Oder nie heiraten wollen oder sonst was. Natürlich können Menschen sich und ihre Einstellung ändern.
 
  • #11
Ich glaube nicht, dass sich Menschen grundsätzlich ändern,
ABER in deinem Fall glaube ich, dass Lebenserfahrung zu einem anderen LebensWandel führt. Kenne das aus dem weiteren Bekanntenkreis: Männer, die voll die Aufreißer waren, wurden mit 30 zahm und gründeten eine Familie. Bei einem weiß ich, dass er extrem weiter rumwilderte, d.h. die Familie ist nur Fassade für jemanden, der alles will und es durch Lug und Betrug erreicht. Bei zwei anderen scheint es nach Hörensagen Klick gemacht zu haben und sie wurden monogam, weil es die Eine war.
Ich denke, gerade wenn man Eltern wird, bekommt man eine völlig andere Sichtweise auf das Leben, und dann braucht man das wilde Leben nicht mehr. Man hat ja ab 30 durch Arbeit und Familie auch ein ganz anderes Zeit- und vor allem Energielevel.

Aber an sich die Charaktereigenschaften bleiben m.E. in einem Menschen tief verwurzelt, also z.B. Hilfsbereitschaft und dgl.

W36
 
  • #12
Ich finde die Frage schon etwas schräg. Du möchtest nach seiner Sturm und Drang Phase die Eine letzte sein. Bisschen früh mit Ende 20. Nebenbei bemerkt, wer sich in seinen 20ern nicht ordentlich ausgelebt hat, hat wirklich viel verpasst. Das wäre echt schade.
 
  • #13
Kann er sich plötzlich - mit Ende 20 - schlagartig ändern, wenn er "den/die Richtige/n" gefunden hat und dieser Person für immer treu bleiben?
Liebe Lynnea
Mit 18 Jahren war ich jeden Samstag im Club. Nun bin ich meist zuhause.
Mit 15 Jahren war Tanzen mein wichtigstes Hobby. Nun ist das Wichtigste mein Hund und ich richte meine Pläne danach. Tanzen tue ich gar nicht mehr.
Mit 25 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich heute den Job mache, den ich jetzt habe. Man wächst eben mit.
usw.
Sein Verhalten zu ändern aufgrund eines neuen Lebensabschnitts, aufgrund sich entwickelnder Wünsche und Ziele, das ist keine "grundlegende" Veränderung. Das ist normaler Wandel.
Von daher halte ich das für möglich. Wenn der Wandel selbst gewollt ist, der Anstoss dazu von innen kommt.
Die Diskussion kam im Freundeskreis auf weil eine Freundin so ist und sagt, dass sie es für den richtigen Mann problemlos aufgeben kann aber so lang eben ihren Spaß haben will.
Wenn es doch deine Freundin ist, warum denkst du so negativ über sie? Glaubst du nicht, dass sie sich zu ändern und zu wandeln vermag, wie viele von uns sich im Laufe des Lebens eben wandeln?
So was kann man nicht vorhersagen. Sie wird es sicher nicht können, wenn sie es "nur" einem Mann zuliebe macht. Aber wenn sie vielleicht eines Tages selbst möchte, glaube ich durchaus, dass sie ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen kann.
 
  • #14
Ich denke schon, dass Menschen sich ändern können, allerdings ist jede Änderung auch ein Prozess. Es gibt Leute, die auf einmal religiös werden oder sich in jemanden verlieben und um diese Person zu erreichen, sich verändern. An sich ist das ganze Leben eine ewige Veränderung.
 
  • #15
Doch in dem Alter ist das doch ganz normal.
Die meisten toben sich doch in jungen Jahren aus, haben Partys und wechselnde Beziehungen.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte mal, dass diejenigen sogar danach eine bessere Beziehung führen können.....weil sie sich eben ausgetobt haben.
Ich habe oft gehört von diesen soliden Paaren, die sich mit Anfang 20 schon fest gebunden haben, dass es dann später zu so einer Unruhe kommt.
Das Gefühl, man hätte was verpasst.
Ich würde immer wieder einen Mann nehmen, die sich von 17-27 ausgetobt haben, denn meiner Erfahrung nach haben die irgendwann genug vom herumtoben und freuen sich auf ein Ankommen im Zuhause.
Hat allerdings auch echt was mit dem Alter zu tun.
Ein Mann der mit 30 und 40 immer noch rastlos durch die Betten hüpft, der wird sich wirklich wohl eher nicht mehr ändern
 
  • #16
Ich war eine davon... Ich denke ehrlich gesagt auch, dass es ein Unterschied ist, was hinter diesem Lebenswandel steckt. Bei mir waren es vor allem mangelnder Selbstwert und zu dem Zeitpunkt habe ich meinen psychischen Zustand noch nicht wahrhaben wollen. Nach 2 Jahren Psychotherapie konnte ich mich auf einen Mann einlassen und lebe jetzt seit 7 Jahren in einer Beziehung. Seit einem Jahr sind wir verheiratet, haben ein gemeinsames Kind und ich vermisse nichts in meinem Leben. Vielleicht auch weil ich in dieser Zeit genug erlebt habe! Mit 28 war das dann übrigens vorbei....
 
  • #17
Mit Ende 20 sind die Grundwerte eines Charakters gelegt. Es geht also nicht um »Veränderung«, sondern um Verhalten. Um Entscheidungen, hier dies oder jenes zu leben. Und diese Entscheidungen wiederum richten sich nicht selten nach den Umständen bzw. Phasen, die man durchlebt.

In einem Forum wie diesem geht es meist um die Vorstellung von Treue. Also darum, ob ein/e Fremdgänger/in einmal oder immer »fremdgehen« wird. Eine/r der/die einmal klaut, muss nicht zwangsläufig immer klauen. Es kann aus Not, aus »sportlichen« Gründen oder aufgrund der Gelegenheit geschehen. Oder ich lasse es, weil ich moralisch nicht dahinter stehe. Damit habe ich mich als Dieb nicht »geändert«, ich habe nur eine neue Entscheidung getroffen.

Schau dir also die Person an, von der du dir eine grundsätzliche Änderung erhoffst. Ein gereifter, stabiler Charakter hat grundsätzliche Werte. Geht er (sie) fremd, evtl. auch mehrmals, heißt das nicht, dass er (sie) das sein Leben lang so halten wird. Er wird es heute so wollen, morgen aber vielleicht nicht mehr. Weil das Bedürfnis sich ändern kann - dazu muss sich der Mensch nicht ändern.

»Ändern« werden einen eher gemachte Erfahrungen. Zumindest wäre das manchmal gut.
 
  • #18
Die Frage ist: was ist grundlegend ? In der inneren Einstellung oder im Verhalten?

Wenn jemand sehr offen ist, wird sich diese innere Einstellung sicher nicht zum Spießer hin ändern.

Jedoch kann man irgendwann auch zu dem Punkt kommen, dass man alles erlebt hat, was einen interessiert hat und man dann keinen Reiz mehr danach verspürt. Wenn das 'Verbotene" nichts mehr besonderes ist, weil es nicht mehr verboten ist.

So ist es bei meinem Partner und mir. Wir sind aber beide gleich und haben kein Problem mit dem Vorleben des anderen, haben vieles auch gemeinsam erlebt. Hin und wieder gönnen wir uns mal was besonderes.

Aber es haben sich andere Prioritäten gefunden, andere Interessen und Ziele.

Also ich sage ja, eine Änderung ist möglich, wenn sie freiwillig und von innen heraus kommt.

W,47
 
  • #19
Ich habe genau so eine Person in meinem Bekanntenkreis gehabt. In jungen Jahren nichts anbrennen lassen und ganz viele Hörner abgestoßen. Dann kam die richtige Frau und nun sind sie fast 30 Jahre verheiratet. Gerade mit Ende 20 ändert man doch meistens sein Leben. w59
 
  • #20
Kommt drauf an - geht es um Feiern und sexuell Ausleben oder um Untreue und Leute hinters Licht führen? Ersteres kann ja bei vielen eine Phase sein und irgendwann reicht es dann. Dabei kann man ja trotzdem ehrlich sein mit den ONS oder Affären und hat dann irgendwann Sehnsucht nach einer richtigen Beziehung. Oder eben noch niemanden getroffen, der einen so umhaut. Ständiges Lügen und Betrügen dagegen halte ich eher für einen Charakterzug, der sich seltener grundlegend ändert, weil es da um Respekt vor anderen und im gewissen Sinne auch moralische Werte geht. Nach deiner Beschreibung würde ich aber bei der Freundin eher auf Punkt 1 tippen. Es gibt natürlich Leute, die können mit dieser Art wildem Leben gar nichts anfangen und haben immer eher "langweilige" Beziehungen (dazu gehöre ich auch). In meiner Umgebung gibt es aber schon Leute, die das früher mal sehr genossen haben, jetzt aber mit Mann und Kind ein normales Familienleben führen und auch gar kein Bedürfnis mehr nach dieser vergangenen Phase spüren. Grundlegend ändert sich der Charakter nie, denke ich, aber Interessen, Prioritäten usw. sind im Leben ja nun nicht unveränderbar. Sonst könnte ja auch keine Partymaus später eine hingebungsvolle Mutter werden o.ä.
w, 37
 
  • #21
Natürlich kann sich ein Mensch grundlegend ändern.
Es gibt ja auch Männer, die früher eine Vorliebe für Frauen mit langen Haaren hatten und jetzt eher Frauen mit kurzen Haaren. Mit persönlich ist eine Frau mit kurzen roten Haaren lieber als eine Frau mit langen blonden Haaren. 1980 war dies zwar andersrum wie 2020.

Wie sich manche Menschen ändern können, sieht man auch am beruflichen Werdegang. Ich kenne 5 Menschen, die trotz Uni-Abschluss 20 Jahre später was ganz anderes machen. Alles ist möglich und nichts ist fest. Das gilt ja auch für unser ganzes Universum und nicht nur für die Bewohner.
 
  • #22
Liebe Lynnea
Mit 18 Jahren war ich jeden Samstag im Club. Nun bin ich meist zuhause.
Das ist ja auch was ganz anderes. Das hat mit dem ja nichts zu tun. In dem Alter war ich auch immer im Club. Wir sind da manchmal sogar vom Club aus direkt zur Ausbildungsstelle gegangen. Dass man das nicht mehr macht ist ja was anderes. Ab einem gewissen Alter geht man da nicht mehr hin da die meisten ziemlich jung sind.

Die FS meinte eher ob man sich in seinen Werten in bzw allgemein ändern kann. Also wenn beispielsweise früher jemand immer untreu war und immer alle abgeschleppt hat wird es sich normalerweise nicht ändern. Er wird fast immer noch so sein. Es mag vielleicht Ausnahmen geben. Das ist aber extrem selten.
 
  • #23
Wenn ein Mensch bis Mitte 20 die Unverbindlichkeit genossen hat. Wenn er die stetige sexuelle Abwechslung samt dahingehender Hemmungslosigkeit mitgenommen hat..
Kann er sich plötzlich - mit Ende 20 - schlagartig ändern, wenn er "den/die Richtige/n" gefunden hat und dieser Person für immer treu bleiben?
Ich freue mich über Einschätzungen und Erfahrungen die dafür und dagegen sprechen.
Du hättest deine Frage, bezüglich der jungen Frau, anders stellen sollen. Besser fände ich: Können Menschen ihr Verhalten ändern, was Verbindlichkeit in Beziehungen zum anderen Geschlecht betrifft?

Ansonsten, ich bin der Meinung, dass sich jeder Mensch jeden Tag, bis ins hohe Alter ändert. Morgen bin ich nicht mehr die die ich heute bin.

Was Treue betrifft, ja, auch da kann sich der Mensch bzw. Mann ändern. Da sind schon erstaunliche Dinge passiert, die keiner nachvollziehen kann, aber plötzlich war der Hallodri, der jede Frau, die ihm über den Weg gelaufen ist flachgelegt hat, dann ein ganz treuer lieber Familienvater geworden. Dazu bei einer Frau, die weder innerlich noch äusserlich besonders viele attraktive Qualitäten hat. Tja, wo die Liebe halt hinfällt.

W Ü55
 
  • #24
Welche Änderung ist gemeint? Die beschriebene Person geht mit 20 nicht fremd, warum dann mit 40? Es gibt Beziehungen, die zerbrechen mit 30, weil einer von beiden meint, etwas verpasst zu heben. Muss sich da der Charakter fundamental geändert haben?
Ich denke, da ist schlicht nichts vorhersehbar.
 
  • #25
Nebenbei bemerkt, wer sich in seinen 20ern nicht ordentlich ausgelebt hat, hat wirklich viel verpasst. Das wäre echt schade.
Quatsch. "Ausleben" ist was für Leute, die Angst haben, sonst etwas zu verpassen. Das Gefühl hatte ich nie und habe ich mit über 50 jetzt immer noch nicht.

Das einzige, was ich wirklich bereue, ist, dass ich nicht viel früher die Reißleine in meiner Ehe gezogen und mir einen Mann gesucht habe, der tatsächlich _mich_ liebt und nicht vor allem seine Karriere und seine Bequemlichkeit. Und nicht, dass ich nicht möglichst viele "durchprobiert" habe.

Im Fall der Freundin der FS bin ich der Meinung, dass "ausleben" nichts mit untreu sein und lügen zu tun haben muss. Was sollte da also einer späteren monogamen Beziehung im Wege stehen?
 
  • #26
Quatsch. "Ausleben" ist was für Leute, die Angst haben, sonst etwas zu verpassen. Das Gefühl hatte ich nie und habe ich mit über 50 jetzt immer noch nicht.
Das ist auch nicht ganz richtig so. Menschen, die viele Erfahrungen gesammelt haben, die machen deinen Fehler zB nicht und heiraten einen Menschen, der nicht zu ihnen passt.
Die treffen eher eine Entscheidung, die Hand und Fuß hat, weil sie genauer wissen, was sie wollen und was nicht. Die Erfahrung machst möglich ;)
 
  • #27
@Anna1309: Ja, die Lebenserfahrung macht es möglich, nicht die möglichst vielen Sexerfahrungen 😉.
Wenn man mit Anfang 20 heiratet, ist die Gefahr, dass man falsch liegt, natürlich höher. 10 Jahre Sexeskapaden hätte ich aber ohnehin nicht hinbekommen, weil ich dafür nicht der Typ bin. Simple as that. 🤷‍♀️
 
  • #28
Ich lebe. Leben ist Veränderung.
Was hindert mich, heute das zu lernen, was ich nun 58 Jahre lang nicht wusste ?
Unterschiedliche Lebensphasen, wer kennt das nicht ? Auffällig oft gesehen - junge Frau, top gepflegt und gestylt, nur unterwegs, ehrgeizig im Job - und plötzlich wird sie mit 28 Mutter, Beruf hängt am Nagel, die Nägel und Haare kommen ab, die chicen Kleidchen zur Sammlung .... und mit 45 arbeitet sie wieder, geht wieder aus, ist vielleicht wieder solo und schaut wieder "WOW" aus .....
Oder der Spätstarter - bis 30 nur Gitarre gespielt, mit 35 Workaholic und Millionär ....
Oder ich selber - bis mItte 50 alles exzessiv ... Arbeit, Hobby, Sport und Mädels .... inzwischen läuft es aus in beruflicher Hinsicht, Mädel gibts nur noch eines, die Autos sind alt und werden nicht mehr Vollgas gefahren, lieber ruhiger Genuss als Highlife bis der Doc kommt ....
Wie weit Veränderung geht ? Unterschiedlich, bei manchen extrem, bei anderen kaum. Aber selbst für den kleinen Verwaltungsbeamten der seit 20 Jahren den gleichen Bürostuhl quält, beim Beamtenmikado meist gewinnt, ändert sich täglich das Datum.
 
  • #29
Natürlich können Menschen ihr Verhalten ändern und anpassen - allerdings nicht in ihren Grundwerten.
Menschen können sich ändern in ihren Werten.
mit Anfang 20 sind einem noch Dinge wichtig, die mit Anfang 40 vielleicht gar keine Rolle mehr spielen.
Auch die Menschen, die einen umgeben, nehmen starken Einfluss auf den eigenen Charakter.
Ich verstehe die Frage, ehrlich gesagt, nicht ganz.
wenn der Mensch fair war und niemanden betrogen hat dabei, dann kann er/sie natürlich treu sein, wenn er/sie sich verliebt hat. Wo genau ist da jetzt ein Widerspruch ?
Es ist schwer, eine solche Frage zu beantworten, weil man keine pauschale Antwort drauf geben kann.

Viele scheinen Vorurteile zu haben und oberflächlich zu sein. Sie beobachten ein Verhalten und schließen daraus auf die Motivation. Aber so läuft das nicht....

du schreibst was von „sexueller Abwechslung“ , das ist aber nicht die einzige Motivation, die Menschen dabei haben, wenn sie viele verschiedene Sexualpartner hatten. Manche tun es aus Betätigungsbedürfnissen heraus, andere wollen sich einfach nicht binden, weil andere Dinge wichtiger waren usw.
Wenn man anderen Menschen zuhören kann und die richtigen Fragen stellt, dann kommt man da schnell an die entscheidenden Punkte, die einem verraten, was man wissen will.....
 
  • #30
Also wenn beispielsweise früher jemand immer untreu war und immer alle abgeschleppt hat
Die Freundin ist aber nicht untreu, sondern bevorzugt momentan unverbindliche Kontakte.
Das ist momentan ihr Lebensstil. Und süße Frau sagt von sich, mit dem Richtigen zum richtigen Zeitpunkt wird sie einen anderen Lebensstil führen.
Das ist keine Veränderung in der Persönlichkeit, sondern sie halt verschiedene Seiten, und lebt momentan ihr Leben so.

Ob man etwas versäumt hat, wenn man sich nicht die Hörner abgestoßen hat?
Wohl nur dann, wenn man es vermisst.

Ich denke, ich habe zu allem Zeiten mein Leben so gestaltet, wie es passte. Passte es nicht, habe ich es verändert.
Ich vermisse nichts...

W, 51