• #1

Kann man wegen des Vornamens für solange Single bleiben?

Bei einen Dating-Portal hat eine Studie über die attraktivsten und unattraktivsten Vornamen herausgegeben. Im Test wurden Singles potenzielle Partner vorgeschlagen, allerdings ohne Bild, nur mit Angabe des Vornamens Da die Singles die regionale Suche schon im Vorhinein einstellen konnten, war der Vorname ausschlaggebendes Kriterium.

Bei Frauen war der Vorname Gaby, Johanna und Sylvia negativ und bei Männern Uwe, Mike und Peter.

Hat hier jemand eine Absage gegeben wegen den Vornamen des Anderen.

PS: ich habe keinen dieser Namen.
 
  • #3
Also, ich denke, das ist wie bei "Kevin" und Erwartungen von Lehrern. Bestimmte Namen werden in bestimmten Jahrzehnten/Jahren gegeben und dann in bestimmten Milieus. Akademiker geben andere Vornamen als andere Leute, weil sie sich an unterschiedlichen Sachen ausrichten, z.B. eher keine Star-Namen geben.
Der Name Mike war in der DDR recht verbreitet, wegen der Sehnsucht nach Amerika (wie auch Mandy), aber glaube ich auch mehr im Arbeiter-Milieu. Ich denke, dass solche Strömungen durchaus unterbewusst von Leuten wahrgenommen werden und diese damit vielleicht eher etwas nicht so Ideales für Partnerschaften verbinden, was natürlich eine Art Vorurteil dem einzelnen gegenüber ist, aber eben einen Grund hat. Leute aus adligen Familien, die ich bisher kennengelernt habe, hatten wirklich immer andere (eher "altehrwürdige") Namen als die Kinder von den arbeitslosen Familien, die beim Studium in der Plattenbausiedlung im Hof spielten, die hießen eher Chantal.
Für mich wäre das ein Grund, wirklich sorgsam über die Namensgebung bei meinem Kind nachzudenken und keinen total ausgefallenen schrägen Namen auszusuchen.
Ich habe nie Online-Dating betrieben und daher auch niemanden wegen seines Namens abgelehnt.

w, 36
 
  • #4
Haha, super Frage!
Ich muss zugeben, einige Namen sind schon wirklich unerotisch, da überlegt man insbesondere in einer Partnerbörse zwei Mal. Bisher habe ich zwar noch nie auf Grund des Namens nein gesagt, aber manchmal zögerte ich doch.
Das sind einerseits auch diese "Ossi" Namen, wie Mike, Kevin, Brian etc. sofern das nicht wirklich Menschen aus dem englischen Sprachraum sind, und dann Namen, die auch einer anderen Generation klingen: Roland, Jürg, Wolfgang, etc.
Was ich auch merkwürdig fände, wenn der Mann wie mein Vater oder Bruder heissen würde.
In dem Buch "freaconomics" wird das übrigens ganz wunderbar erklärt. Auch wie sich die Namen wandeln, und erst von den Intellektuellen genommen, werden und dann in die einfacheren "Milieus" rutschen.
 
  • #5
Im Test wurden Singles potenzielle Partner vorgeschlagen, allerdings ohne Bild, nur mit Angabe des Vornamens
Liebe Astrid82
Das ist ja doch aber zu erwarten, dass wenn die Menschen nur den Vornamen als Merkmal haben, sich eine Hierarchie bildet, gemäss den beliebtesten Vornamen.
Ein viel interessanteres Experiment wäre gewesen, die Fotos von verschiedenen Männern jeweils mit unterschiedlichen Vornamen zu versehen und mehreren Gruppen von Frauen vorzulegen, die dann deren Attraktivität beurteilen sollen. Also dass das Bild desselben Mannes einer Gruppe als "Kevin", einer Gruppe als "Gerhard" und einer Gruppe als "Tomas" vorgestellt wird. Und dann zu schauen, ob der gleiche (!) Mann auf einer Skala von 1-10 unterschiedlich attraktiv eingestuft wird. Wenn dann dasselbe Foto von einer Gruppe nur eine 4 kriegt und von einer anderen Gruppe eine 8, dann weiss man, es muss am Vornamen liegen. Also natürlich müsste man zuvor noch die Homogenität der Frauengruppen statistisch beurteilen, so dass z.B. ausgeschlossen werden kann, dass in einer Gruppe nur 20-Jährige sind und in der anderen 60-Jährige, etc.
Und man müsste das Ganze mit mehreren Fotos durchspielen um zu schauen, ob eine Gruppe z.B. systematisch schlechtere Ratings gibt. Dies alles wäre jedoch statistisch recht einfach zu kontrollieren. Und dann könnte man sinnvollere Aussagen machen.
 
  • #6
Ach nee, liebe @Astrid82 , da wären wir jetzt nicht drauf gekommen (hier fehlt wieder irgendein Emoticon, liebe Admins, welches anzeigt, dass ich das jetzt gar nicht böse meine, aber diese Steilvorlage einfach nutzen musste).

Es kommt wirklich immer drauf an, wo man herkommt. Die von dir oben genannten Namen, die in der Umfrage als negativ bewertet werden, sind da wo ich herkomme, völlig normale Namen, wohingegen eine Astrid, die 1982er Baujahr ist (gleiches wie ich) schon extrem altmodisch und altbacken rüberkommt. Ich würd ne Sylvia ohne Foto eher anschreiben als eine Astrid. Astrid klingt halt wie die Anna Maria vom Gymnasium, die jedes Weihnachten vor der Klasse mit ihren geflochtenen Zöpfen und Geige Weihnachtsständchen vorgetragen hat. Stinkend langweilig. Schlimme Assoziationen, die sich mit diesem Namen verbinden. Aber das kann jemand anders ganz anders sehen, ist wahrscheinlich auch so. Vielfalt ist schön, und jeder Topf findet einen Deckel.
Es kann ja keiner was für seine Herkunft und den Namen den man trägt.
Da dies aber eine Umfrage war, muss man einfach sagen: tja, das Leben ist gemein und ungerecht, manchmal.
 
  • #7
Sobald ein Gesicht hinter dem Namen steht, ist für mich der Vor- und auch der Nachname uninteressant, bspw. Kevin. So und nun denke an Kevin Bacon, Kevin Spacey, Kevin Trapp.
Und ich kenne auch ein echt junges hübsches Mädel namens Jacqueline, benannt nach ihrer Patentante, die wiederum den Namen wg. Jacqueline Kennedy-Onassis bekam. Wenn Du jemanden sympathisch & attraktiv findest, dann schreckt Dich nicht Heinrich oder Alfred, und auch keine Johanna oder Uschi.
Falls Dir die Person zusagt, werden Namen nebensächlich, jedenfalls für mich und sollte Dir der Name dennoch Bauchschmerzen bereiten, dann gibst Du deinen/deiner Auserwählten einen passenden Kosenamen.
Und es klar, wenn man nur den Vornamen als Alleinstellungsmerkmal zu Auswahl hat, dass man dann für sich, genau den Namen wählt, welcher irgendeine Phantasie beflügelt oder nach Erfahrung, weil man jemanden schon mit diesem Namen kennt/kannte und damit eine einem noch völlig unbekannte Person (ohne Gesicht) positiv oder negativ assoziiert. Geht gleichfalls auch so mit Nachnamen.
 
  • #8
Und auf den meisten Partnerbörsen wird gar nicht der Vorname genutzt, sondern ein Nickname. (oder eine Chiffrenummer)
Manche Singles wollen wohl ewig Single bleiben :).
Beim passenden Mann ist auch sein Vorname egal...

Als ich schwanger mit meinem Älteren war, fiel mir spontan ein Name ein, und der passte einfach. Keine Recherche, kein Überlegen. Gedanke, DAS wird ein... Der Vater war einverstanden.

1 Jahr später stellte sich heraus, dass es einer DER Modenamen dieses Jahres war, Platz 1(Ost) bzw.2 (West).
Und?
Er hat schon länger eine liebe Partnerin, der Name war wohl nicht so schlecht. Und er lebt damit, dass er zwar ein Unikat ist, aber es viele mit gleichklingendem Namen gibt - in unterschiedlichsten Schreibvarianten.

Nein, ich habe noch nie jemanden wegen seines realen Vornamens abgelehnt, aber durchaus wegen seines Nicknamens.

W,50
 
  • #9
Fixe Antwort auf deine Frage: Eine Absage NUR wegen des Vornamens habe ich in meiner Online-Dating-Zeit nicht gegeben. Aber wenn jemand Dieter hieß, mir in der ersten Mail seine Lebensgeschichte in mehr als 3000 Zeichen geschildert hat, dann auch noch ein kariertes Hemd über dickem Bauch, Sandalen und Schnurrbart trug UND im Profil „attraktiv“ stand, dann, ja dann war er raus.

Auf einer anderen Plattform hatte ich als Profilname mal „Hannah...“ angegeben - kam sehr gut an, und die Enttäuschung war schon spürbar, wenn ich dann sagte, das sei nur mein Profilname und mein echter Name sei [hier typischen 60er-Jahre-Namen einsetzen]. Als Astrid mit marktüblichen Bildern ist nicht jegliche Hoffnung vergebens, würd ich mal sagen.

Viel Glück und Erfolg dir!
w56
 
  • #10
Ich würde niemals einer Frau nur wegen ihres Namens eine Absage geben. Mir kommt es eher auf die inneren Werte an. Auch wenn jetzt ein Name sich vielleicht nicht ganz so schön anhört kann es doch trotzdem sein, dass die inneren Werte richtig sind.
 
  • #11
Beim Online-Dating arbeiten die meisten doch mit einem Pseudonym, insofern halte ich die Umfrage für's Online-Dating nicht relevant. Wenn dann einer schreibt und dabei seinen richtigen Namen nennt, kommt es trotzdem vor allem auf das Geschriebene an. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass mich ein Vorname so geschockt hat, das ich denjenigen deswegen aussortiert hätte.

Ein viel interessanteres Experiment wäre gewesen, die Fotos von verschiedenen Männern jeweils mit unterschiedlichen Vornamen zu versehen und mehreren Gruppen von Frauen vorzulegen, die dann deren Attraktivität beurteilen sollen. Also dass das Bild desselben Mannes einer Gruppe als "Kevin", einer Gruppe als "Gerhard" und einer Gruppe als "Tomas" vorgestellt wird. Und dann zu schauen, ob der gleiche (!) Mann auf einer Skala von 1-10 unterschiedlich attraktiv eingestuft wird.
Das kommt dazu.

Ich habe offline mal einen gutaussehenden Ingenieur kennengelernt, der Kevin hieß. Warum sollte ich ihm nur deswegen einen Korb geben? Er hatte halt das Pech, dass sein Name ein paar Jahre nach seiner Geburt einer Filmfigur gegeben wurde und daraufhin Hinz und Kunz ihre Kinder nun auch so nannten. Was meint ihr wie die Alexas seit ein paar Jahren leiden.

Das sind einerseits auch diese "Ossi" Namen, wie Mike, Kevin, Brian etc.
Ich weiß was du meinst, aber Ossi-Namen sind das nicht. Ronny, Cindy und Mandy gehören dazu und gingen u.a. mit mir auf's Gymnasium, sind also nicht per seh mit 'bildungsfern' gleichzusetzen.

Bei unserer Tochter haben wir genau überlegt, welchen Namen sie erhalten soll. Einfach sollte er sein, kein Potential für Hänseleien bieten, nichts exotisches wie im bildungsfernen Mileu beliebt und hoffentlich nicht in den nächsten Jahren über irgendwelche Filmfiguren oder technische Geräte traurige Berühmtheit erlangen. Letzteres kann man leider nicht vorhersehen, aber ich denke wir haben eine gute Wahl getroffen.

W34
 
  • #12
Man wird gesellschaftlich schon stark beeinflusst, typischer Kevin, Chantal, Mandy... etc.

Ich kenne auch einen Kevin und der ist nicht so wie man es denkt : )

Ich würde niemals eine Person wegen ihres Namens ablehnen.
Ich selber habe einen relativ selten vorkommenden amerikanischen Vornamen. Häufig werde ich nach der Bedeutung gefragt bzw.
„oh interessant“ oder
„das habe ich noch nie gehört, schöner Name.“
Für unseren Sohn haben wir uns einen wenig bekannten biblischen Namen ausgesucht, hatten aber auch vorher nach erfolgreichen Namen recherchiert, Vorstände großer Firmen etc.

Jungennamen sind so schwer zu finden, einen Mädchennamen hatten wir total schnell.
Wir wussten schon in SSW 12 was es wird.

Ich denke trotzdem, dass man Nachteile aufgrund seines Namens haben kann.
Manche Menschen denken etwas beschränkt...
Ich selber habe noch keine solche Erfahrung gemacht.
 
  • #13
Gut, wenn es ausschließlich um Namen geht, sind Vorurteile am Werk, mit Erinnerungen an bestimmte Personen, die nicht gerade aus der positiven Vergangenheit her rühren!
 
  • #14
Es zählt nur das Herz, alles andere ist nebensächlich. Was nützt ein Doktor-Titel, wenn es im Herzen nicht stimmt?
 
  • #15
Ein Mann, den ich sowohl online als auch im real life kannte und bei ich dem ich eine Zeitlang dachte aus uns kann was werden sprach mich nie mit Vornamen an, so dass ich dachte er mag meinen Namen nicht obwohl dass vorher noch nie vorgekommen war. Auch als ich ihn darauf ansprach war er nicht dazu zu bewegen mich mit Namen anzusprechen. Mich hat das verletzt. Warum hat er mir letztendlich nie gesagt. Mich würde ein Name stören, den ich nicht richtig aussprechen kann oder der sehr bieder klingt. Aber letztendlich geht es ja um die Person.
 
  • #16
Bei Frauen war der Vorname Gaby, Johanna und Sylvia negativ und bei Männern Uwe, Mike und Peter.
Ich persönlich kenne einen Gustav A...f (er ist Schwede, und so hieß halt auch ihr großer König). Das sind ein schlimmer und der wohl allerschlimmste Name auf einmal. Er hatte trotzdem immer Erfolg bei Frauen.

Meine ersten Assoziationen: Gaby ist eine kleine, süße hellblonde, Johanna irgendwie eine Ritterin (wahrscheinlich wegen Jeanne d'Arc), und Sylvia trägt sexy Stiefel. also alle drei ok.

Bei den Männern ist das irgendwie anders für mich. Ich kann mir keinen coolen Typen vorstellen, der Lutz, Ulf oder Günther heisst, das muss ich zugeben.

Abel mal ehrlich: wenn jemand einen anderen wegen seines Namens nicht will, ist das schon völlig verrückt...
 
  • #17
Das einzige Problem könnte es geben, wenn die potentielle Partnerin wie die eigene Mutter heißt. Ansonsten ist es völlig egal, oft hat die potentielle Partnerin sowieso auch einen Spitznamen, den sie liebt (nein, "Schatz" ist es nicht...).
ErwinM, 51
 
  • #19
wenn es ausschließlich um Namen geht, sind Vorurteile am Werk,
Eigentlich sollte dies ein Mann mit viel Erfahrung wissen oder ist die Erfahrung doch nicht so hoch, wie er denkt.

Bei der Umfrage nahmen über 550 Menschen teil und so viele Menschen schreiben hier auch nicht. Man mahct aus einer Minderheit eine Mehrheit.

Geht es nicht ausschließlich um Vorurteile prinzipiell?

Dann wird ein Lagerarbeiter abgelehnt und ein Arzt oder Anwalt kommt in die engere Wahl. Gut bei EP entscheidet halt nicht der Vorname, aber der Job und das ist nichts anderes. Vorurteil bleibt Vorurteil.

Hätte mich ein Mann nur mt den Nickname und ohne Vornamen abgeschrieben, dann wäre er gleich weg für mich.
 
  • #20
Es kommt halt immer darauf an .....
Ich mag bspw italienische Namen ... klingen kraftvoll und haben eine Sprachmelodie.
Als Tom (bürgerlich Thomas) geht es mir wie vielen Mikes (oft Michael) ... das sind für Männer der 60er keine Namen sondern Sammelbezeichnungen. Allerdings bin ich wohl bekannt genug - zwecks kompliziertem, altem und seltenem Nachnamen bestelle ich bspw einen Tisch im Restaurant einfach als Tom. Gab noch nie Probleme....
Natürlich mag man manche Namen nicht. Sylvia ist bei mir No Go - würde V so heissen, wäre es aber kein Problem. Denn russische Eigenheit ist, dass offizieller Name und Nennnamen bei Familie und Freunden sich unterscheiden. Religiöse Namen finde ich grausam - als Fürchtegott oder so hätte ich längst den Vornamen gewechselt. Dagegen kenne ich einen Kevin - und der war mir sofort sympathisch. Allerdings heisst er auch nach dem Fussballer .....
Dass der Sohn mit zweitem Vornamen nach dem Vater heisst ist in meinen Augen eine schöne Tradition.
Manche Namen funktionieren auch nur gemeinsam mit dem entsprechenden Nachnamen -- Johanna oder Kunigunde geht, wenn ein Adelstitel dabei ist. Aus heutiger Sicht hat Greta zu Sylvia aufgeschlossen - dabei mochte ich den Namen mal.
Aus meiner Sicht ganz gut ist, dass in D Namen ein wenig eingeschränkt werden. Warsteiner, Jägermeister, Zigarre oder Lady Whiskey muss als Vornamen nicht sein. König Ludwig hätte allerdings was.
Aber um die Frage zu beantworten - mancher Name kann schon dazu beitragen, dass man länger Single bleibt. Oder wolltest du deinen Mann als Winnetou Müller vorstellen müssen verehrte Astrid ?
 
  • #21
Also das mit Sylvia kann ich überhaupt nicht verstehen. Das Ypsilon muss dann allerdings skandinavisch ausgesprochen werden. Also als ü nicht als i.
Kann mich hier bitte jemand aufklären warum Sylvia negativ besetzt ist. @Tom26
Bei mir es so, dass ich auf bestimmte Frauennamen positiv reagiere. Maike, Heike, Freya, Thea mag ich.
Doppelnamen finde ich schrecklich, noch schrecklicher wenn die Inhaberin darauf besteht mit dem Doppelnamen angesprochen zu werden. Bei mir wird aus einer Anna-Lena eine Anna oder eine Lena.
 
  • #22
Bei uns in Österreich gibt es dieses Phänomen nicht. Bei uns werden die Frauen einfach "Oide", also "Alte", genannt.
Oida, wo bistn du augrennt?

Übersetzung für unsere deutschen Freunde: Alter, hast du nen Dachschaden?

Es ist natürlich auch in Österreich nicht üblich, seine Partnerin als "Oide" zu betiteln.

Das ist Mundl-Niveau ("Ein echter Wiener geht nicht unter", eine Serie aus den 70ern über eine Arbeiterfamilie mit einem cholerischen und derben Vater).
 
  • #23
Nein aber manche meine Freunde denken die absage liegt an ihrer Herkunft und das deutsch mädchen nur mit deutschen was haben. Ich sage, jemand der aufgrund der Herkunft angst hat oder nicht will dann ist die person sowieso nichts für dich.
 
  • #24
Ein Mann, den ich sowohl online als auch im real life kannte und bei ich dem ich eine Zeitlang dachte aus uns kann was werden sprach mich nie mit Vornamen an, so dass ich dachte er mag meinen Namen nicht obwohl dass vorher noch nie vorgekommen war. Auch als ich ihn darauf ansprach war er nicht dazu zu bewegen mich mit Namen anzusprechen. Mich hat das verletzt. Warum hat er mir letztendlich nie gesagt.
Also entweder war das der Name irgendeiner ollen Verwandten von ihm oder der Name eines Mädchens, das er entweder sehr doof fand oder das ihn mal sehr mies behandelt hat. Oder es ist noch was anderes, das ich mal versuche zu beschreiben. Ich habe auch so eine komische Hemmung. Frag mich nicht, woher das kommt. Wenn ich total verliebt bin, kann ich es kaum, also den Mann mit Namen ansprechen, weil ... ???

Ich kann ungehemmt nur schöne, liebe Bezeichungen finden, Kosenamen.
Und es heißt ja auch manchmal, wenn man seinen Partner mit seinem "richtigen" Namen anspricht, gibt es gleich Ärger.

Vielleicht überhöhe ich den Mann doch irgendwie und schaffe es nicht, ihn so gewöhnlich anzusprechen, wie alle anderen es auch tun? Vielleicht sehe ich dann auch eher den Menschen mit meinem Gefühl, und die Worte zu fassen, fällt mir auch schwer, weil ich denke, alles klingt so profan und drückt es nicht richtig aus. Ich glaube, das ist es auch bei der Namensnennung. Ich springe sofort emotional drauf an, wenn der Name fällt. Und wenn ich ihn selbst sagen würde, würde ich mich ja selbst elektrisieren?

Keine Ahnung. Vielleicht kennt noch jemand das Phänomen und kann es erklären. Das wäre wirklich interessant.

Ansonsten zum Thema. Es kann ja keiner was für seinen Namen. Also ablehnen oder sich drüber lustig machen, wenn die Person daneben steht, geht für mich überhaupt nicht.
Aber ich habe auch schon gedacht: SO hätte ich mein Kind nicht genannt. Dabei ging es nie um "Kevin" oder "Maximilian-Constantin", sondern eher um
Ich gebe zu, ich habe gerade gelacht. Aber ich kenne niemanden, der so heißt, und wenn Fürchtegott der Name des Mannes wäre, in den ich mich total verliebt habe, dann käme der Name mir nicht mehr seltsam vor. Aber ich könnte den Mann, siehe oben, wohl schwer damit ansprechen, wie bei jedem anderen Namen.

Oder wolltest du deinen Mann als Winnetou Müller vorstellen müssen verehrte Astrid ?
Ich habe schon von Kindern gehört, die merkwürdige Vornamen-Nachnamen-Kombinationen hatten. Die taten mir leid, aber vermutlich hießen einige ihrer Klassenkameraden aus Modegründen auch so ähnlich wie Persephone Schulz oder Madonna Fiedler.
Wenn sich Winnetou Koslowski bei EP anmelden würde, hätte der aber bestimmt viele Zuschriften ...
 
  • #25
Keine Ahnung. Vielleicht kennt noch jemand das Phänomen und kann es erklären. Das wäre wirklich interessant.
Individualisierung ... Tom sagen alle, Bär nur wenige, Teddybär nur V. Es ist ein wenig so wie dem eigenen Kind einen Namen zu geben. Zusätzlich wird durch einen solch exclusiven Namen eine gewisse Zugehörigkeit ausgedrückt.
Kann mich hier bitte jemand aufklären warum Sylvia negativ besetzt ist. @Tom26
Bei mir auf der einen Seite eine sehr persönliche Sache. Ich bitte darum, nicht weiter ausführen zu müssen.
Allgemein waren wir - also die Männer aus den 60- ern in meinem Umfeld - uns immer einig: die Tinas sind fröhlich und unkompliziert, die Susis lieb, die Sylvias Zicken, die Doppelnamenfrauen arrogant.
Bei uns gabs den Spruch: Wie steigert man Cholera ? Lepra - Sylvia
(Mit Sicherheit keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, aber offenbar gar nicht sooooo selten)
Achja, den Gabys wurde wohl der Song "Lieber doof sein als Gaby heissen" zum Verhängnis. Die waren früher nicht so verrufen.
 
  • #26
Ein Mann, den ich sowohl online als auch im real life kannte und bei ich dem ich eine Zeitlang dachte aus uns kann was werden sprach mich nie mit Vornamen an, so dass ich dachte er mag meinen Namen nicht obwohl dass vorher noch nie vorgekommen war.
Liebe Justemoi,
ich gehöre auch zu dem Menschen, die andere sehr selten mit ihrem Namen anreden.
Schriftform ja, ansonsten sehr selten - da muss ich mich bewusst darauf konzentrieren, auch im Beruf.

Vielleicht - das ging mir durch den Kopf - war es für mich einfach das Erleben, dass die Anrede mit Namen eher Ärger bedeutete, als etwas Positives. Ansonsten war die Anrede mit Namen Zuhause eher nicht üblich.

Ich übe gerade daran.

W,50
 
  • #27
Im Großen und Ganzen denke ich nein, ich kenne Frauen die haben sich selbst einfach unbenannt, eine hatte einen altdeutschen Namen der mit
-gard endete und gabe sich einen schicken Namen. Jeder wie er mag.
 
  • #28
Ich habe schon von Kindern gehört, die merkwürdige Vornamen-Nachnamen-Kombinationen hatten. Die taten mir leid, aber vermutlich hießen einige ihrer Klassenkameraden aus Modegründen auch so ähnlich wie Persephone Schulz oder Madonna Fiedler.
Haha ja wie den Namen Rosa und Schlüpfer.

Als ich geheiratet habe und wir vorher beim Standesamt die Formalitäten geklärt haben, musste ich weinen, ich mag meinen, nun ehemaligen Nachnamen. Ganz kernig, streng. ähnlich wie Richter, allerdings ein männerlicher Vorname, nur anders geschrieben, meine Freundin und ich waren immer Werner und R.
Mein Mann kommt aus Russland, hat aber eigentlich einen ganz akzeptablen Nachnamen. Ich konnte ihn nicht von meinem Nachnamen überzeugen, als Vornamen für unseren Sohn wollten ihn die Schwiegereltern gerne, nur ich nicht. 😅
Meinen neuen Nachnamen muss ich häufig buchstabieren, das nervt. Ein doppelter Nachname wär zu viel gewesen.
Mein Vorname hat schon 7 Buchstaben.
Ich finde es nach wie vor komisch anders zu heißen und fühle mich manchmal nicht angesprochen.
 
  • #29
Nein, eher im Gegenteil. Ich habe mich meistens in Männer verliebt, die einen ungewöhnlichen Vornamen hatten.

Aber eher ungewöhnlich im Sinne von klassischen Namen als Modenamen.

Liegt vielleicht auch daran, dass ich selbst einen solchen Namen habe, keine Mlassenbezeichnung, was meine Mutter für die Auswahl meines Namens wichtig fand.

Früher fand ich ihn furchtbar mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt ich, bin halt individuell 😁


Ich habe auch so eine komische Hemmung. Frag mich nicht, woher das kommt. Wenn ich total verliebt bin, kann ich es kaum, also den Mann mit Namen ansprechen, weil ... ???

Ich kann ungehemmt nur schöne, liebe Bezeichungen finden, Kosenamen.
Und es heißt ja auch manchmal, wenn man seinen Partner mit seinem "richtigen" Namen anspricht, gibt es gleich Ärger.
Witzig, das geht mir genauso. Von mir bekommt fast jeder Mann ziemlich schnell einen Spitz-/kosenamen. Ob er will oder nicht. Meist nicht. 😌

Aber warum? Keine Ahnung.

Allgemein spreche ich eigentlich nur meine Chefs mit Namen an.

Habe mal gelesen, dass es für den Angesprochenen wohl angenehm sein soll, mit Namen angesprochen zu werden, dass man das machen soll.

Mein Partner hingegen ruft mich oftmals mit meinem Namen, auch wenn er sonst liebevolle Kosenamen hat. Da zucke ich auch immer erstmal.

Meinen angeheirateten Nachnamen finden alle toll. Daher kann ich nie wieder neu heiraten.

Generell bevorzuge ich die Ansprache eher mit "königliche Hoheit ", "euer Ehren," etc.
 
  • #30
Natürlich haben Vornamen einen enormen Einfluss darauf wie jemand wahrgenommen wird. Ob das gerecht ist? Nein ist es nicht. Aber du könntest damit anfangen nicht mehr so zu denken. Ich versuche auch gerade an mir zu arbeiten.
Persönlich mag ich Menschen mit ungewöhnlichen Namen lieber. Wenn ich mit dem Namen keine Assoziationen habe, bin ich neugierig und möchte diese Person eher kennenlernen und mag auch Menschen, die ähnlich ticken wie ich. Aber wie gesagt, ich arbeite gerade daran diese Art Schubladenleben abzulegen.