G

Gast

  • #1

Kann man von seinem Partner erwarten, auf Dinge, die ihm im Leben wichtig sind, zu verzichten?

Wo zieht ihr da Grenzen? Zu was würdet ihr bereit sein? Was ist nicht verhandelbar?
 
G

Gast

  • #2
Ich finde nicht dass man das kann. Meiner Meinung nach sollte man den Partner so nehmen wie er/sie ist und nicht versuchen ihn zu aendern.
Ich persoenlich wuerde mich unwahrscheinlich bevormundet fuehlen, wenn ein Partner das verlangen wuerde, auch wenn er selber bereit waere auf etwas zu verzichten (denn das ist ja wohl die Grundvoraussetzung wenn man etwas fordert, dass man auch bereit ist, etwas zu geben).
Es kann sein, dass ihm ein Hobby vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr wichtig ist, aber dann ist er selber drauf gekommen und hat es nicht fuer mich aufgegeben. Das ist ein wichtiger Unterschied. Es kann aber genauso gut sein, dass er dieses Hobby intensiver betreiben moechte, auch darauf muss ich mich einstellen, wenn ich mich fuer diesen Menschen entscheide.
 
  • #3
also ich mag keine vorhänge stattdessen habe ich bei mir vertikal jalousien, darüber kann man verhandeln, natürlich werde ich nachgeben und ihr ihre vorhänge lassen, wenn glücklich macht.

ich tanze nicht, natürlich werde ich für frau der begierde tanzen lernen.. ist also verhandelbar.

ich habe 2 mal die woche training... nicht verhandelbar
ich mag keine gekochten rosinen... nicht verhandelbar
ich ziehe keine rosa t-shirts an... nicht verhandelbar
ich stehe beim pinkeln... nicht verhandelbar
ich esse ab und zu fleisch ... nicht verhandelbar
 
G

Gast

  • #4
sich selbst aufgeben geht nicht.
eine zeitlang zurückstecken ihm zuliebe, weil etwas gerade wichtig und aktuell ist. o.k.
eine zeitlang sich selbst in die zweite reihe stellen, weil es gut für ihn oder sie ist, das gehört dazu.
eine zeitlang die eigenen bedürfnisse und wünsche und hobbys hinten an stellen.
das geht alles nur eine zeitlang und die zeit dürfte nicht länger sein als ein paar wochen oder wenig monate, es sei denn mein partner ist krank und bedarf meiner hilfe und vielleicht pflege und ich habe beschlossen bei ihm zu bleiben. Aber selbst hierbei braucht es dringend frei zeit für sich selbst und wegbegleiter, die einspringen und einen ablösen. und wegbegleiter, die einem gut zuhören und seelisch entlasten.
sich selbst aufzugeben und sich nicht weiter zu entwickeln bedeutet alles zu verdrängen und vieles für eine lange zeit zu vergessen, bedeutet auch, dass man hart wird gegen sich selbst und sich gefühlsmässig abschottet gegen andere, damit man das durchhält. das funktioniert nicht für ein langes leben. bei mir war nach 5 jahren schluss und nach einigen jahren erholung habe ich gemerkt ich bin lebendig. habe angefangen, von vorne und bin auf dem weg mir wieder freundeskreis und leben und hobbies aufzubauen.
zieh grenzen, frühzeitig und rede mit ihm/ihr darüber. bleibe konsequent und erhalte dir stunden und tage für dich - freie zeit und deine hobbys. deine bekannten und freunde gib sie nicht auf, du wirst sie brauchen. ein ungleichgewicht muss in einer partnerschaft immer angeprochen werden.
nicht verhandelbar ist erotik und sexualität, wenn man ganz weit differierende vorlieben hat, nicht verhandelbar ist ein kinderwunsch, denn der sollte von beiden kommen, nicht verhandelbar sind werte und grundsaetze, rechtsbewusstsein.
 
S

Sra.Palomar

  • #5
definitiv nein, es wäre eine beschneidung seiner individualität und freien entscheidung.
eine mensch ist zwar formbar, jedoch geht im durch fremdeinwirkung die flexibilität in der persönlichkeitsentwicklung verloren. irgendwann würdest du für daraus resultierende defizite die verantwortung übernehmen müssen. viele beziehungen scheitern daran.
 
G

Gast

  • #6
Butterweiche Frage, etwas genauer geht es nicht, Fragensteller?

Wenn man wichtige Dinge von sich aufgibt, gibt man sich selbst auf, das macht keinen Sinn. Mann kann unwichtige Dinge aufgeben oder reduzieren oder vorübergehend einstellen.
 
A

alhanifa

  • #7
ich stimme @1 vollkommen zu!
 
D

Dinah

  • #8
Wow Thomas, Du stehst beim pinkeln??? Das ist in Deinem Leben sooo wichtig? Okay, wenn Du anschließend Deine Spuren mit dem Lappen selbst wegmachst.... tja, kein Problem! *gg* Ansonsten stinkt's mit der Zeit!
Ich denke, für ihn/sie wichtige Sachen sollte man(n)/frau klugerweise nicht versuchen zu überreden darauf zu verzichten. Das bringt mit der Zeit Unfrieden. Man muß sich in einer Partnerschaft sowieso etwas anpassen - so zu leben, als wäre man weiterhin Single geht eh nicht mehr.
 
  • #9
#7 für so was habe ich eine putzfrau, die ich nicht kündigen werde nur weil eine partnerin in mein leben tritt
 
  • #10
Der Knackpunkt der Frage liegt darin, was man als "wichtige Dinge" definiert. Natürlich sollte kein Partner die zentralen Ziele seines Lebens in Frage stellen müssen. Auf der anderen Seite sollten schon für fast alle Aspekte irgendwie Kompromisse geschlossen werden können.

Unverzichtbar sind z.B.:
* Kinderwunsch
* Auffassung von Treue und Exklusivität
* Auffassung von Freiheit vs. Nähe

Ich möchte zum Beispiel in Deutschland wohnenbleiben. Aber gut, falls es sich so ergibt, dass man einige Jahre nach England ziehen würde... wäre vielleicht, so unerwartet es auch wäre, doch verhandelbar, wenn auch meine beruflichen Interessen dort zumindest ansatzweise umsetzbar wären.

Ich glaube, dass hier viel zu viele ganz hart auf "ihren Interessen" bestehen, so als ob jede Veränderung gleich Verbiegen wäre, jeder Verzicht gleich lebensbedrohend. Nein, letztlich kann man in fast allen Bereichen Kompromisse schließen, wenn man nur wirklich liebt und will. Es muss sich halt bloß dann auch richtig anfühlen und nicht aufgezwungen sein. Aber man muss sich eben auch anpassen und verändern wollen.

Ich gebe zu, dass auch ich mich bzgl. Religion nicht anpassen würde, auf Fleischessen nicht verzichten würde, nicht jede blöde Sportart mitmachen würde, nicht damit leben könnte, wenn mein Partner fünfmal die Woche Training hätte. Bestimmte Faktoren, die Partnernähe, Alltagsvorlieben und Lebensrhythmus betreffen, müssen halt einfach passen.
 
I

Ingeborg

  • #11
Ach Thomas... diese Dinge, die für Dich nicht verhandelbar sind, damit könnte eine Frau, die Dich liebt, leben (denke ich)....das ist ehrlich gesagt ja alles Peanuts! Vielleicht aber nicht Deine Pinkelei im Stehen! Naja, nur dann, wenn Deine Putzfrau am Tag einige Male kommt *gg*!!!!
Ehrlich gesagt, mir ist in meinem bisherigen Leben noch kein Mann begegnet, der meinethalben auf irgendetwas verzichten hätte müssen oder auch umgekehrt. Ich will damit nicht sagen, daß immer alles paletti war, es hat auch Kämpfe gegeben, aber wir haben uns immer irgendwie in der Mitte getroffen. Wenn man liebt, dann klappt es auch - ist meine Erfahrung.
 
G

Gast

  • #12
Diese Pinkelei im Stehen ist wirklich das Allerletzte! Da müsste der gute Thomas dann
doch einmal den Putzlappen in die Hand nehmen, oder kommt deine Putzfrau jeden
Tag?
Ist wohl noch so ein Urinstinkt im Manne, viele gehen ja auch gerne in den Garten...
Erinnert mich immer an einen Rüden, der sein Revier markieren möchte....
Bei meinen Söhnen würde es sich glatt lohnen ein Trinkgeldschälchen fürs
putzen aufzustellen.
Aber verbieten hat auch keinen Sinn, dann wirds heimlich gemacht;)
Keiner sollte auf irgendetwas verzichten müssen, man sollte sich in der
Mitte treffen können. Partnerschaft hat ja immer etwas mit Rücksichtnahme
zu tun. Wer liebt, der gibt!
 
G

Gast

  • #13
Bin eine Fleischfressende Pflanze----aufgeben---NoGo

!!!!!!!!!


Liebe es mir Abends noch Folienkartoffeln zu machen---aufgeben---NoGo
Liebe es schwimmen zu gehen-----aufgeben---Nogo
Liebe Segeln aber auch Spoortboote-----Aufgeben----Nogo
Liebe Pilze-----aufegen----- verhandelbar
Liebe gute Weine -------aufgeben---Nogo
Liebe es zu grillen----aufgeben Nogo
Liebe Reisen---aufgeben----Nogo
Liebe es meiner Partnerrin zu verwöhnen...bekochen, Ausführen, Massage usw.----aufgeben----Nogo

Liebe langes Haar bei Frauen----aufgeben---...eventuell verhandelbar
Bin beruflich projektbezogen (bin selbständig) bis 23 Uhr telefonisch ansprechbar-----aufgeben....Nogo

Zurück ins Angestelltenverhältnis damit es geregeltere Arbeitszeiten sind...NIEMALS

:)


L
 
  • #14
@Dinah und #10: Keine Sorge, Mädels, es gibt auch noch Sitzpinkler. Ich muss aber zugeben, dass ich damit erst angefangen habe, als ich meine eigene Wohnung hatte. *g*

Frederika, du sprichst da einen interessanten Punkt in #9 an: "Ich möchte zum Beispiel in Deutschland wohnenbleiben." Unheimlich viele Frauen im Alter zwischen 30 und 37 haben enorme Auslandserfahrung. Oft waren sie mindestens ein Jahr in den USA, und weitere beliebte Regionen sind Australien, Großbritannien und Spanien. Im Gespräch schwärmen sie oft von den Erlebnissen und nennen weitere Länder, an denen sie gerne eine Zeit leben würden. Ich frage mich dann immer, wie ich mit diesen speziellen Wünschen umgehen soll. Ich hätte absolut Lust, jeden Ort dieser Welt im Urlaub (!) zu besuchen. Selbst eine einjährige Auszeit für eine ausgiebige Weltreise wäre sehr reizvoll - aber auf Dauer leben möchte ich nur in Deutschland (und auch nicht unbedingt in einem Dorf).

Haben eigentlich Männer in der genannten Alters-Range auch schon so viel im Ausland zugebracht?

@#12: Du willst deine Partnerin verwöhnen, bekochen, ausführen und massieren? Na, da wirst du es sicherlich schwer haben, ne Freundin zu finden. ;)
 
  • #15
@#13: Richtig. Auslandserfahrungen sollte man gemacht haben, bevor man seine endgültige Partnerschaft sucht. Nur in jungen Jahren gelingt es vielleicht mal, eine Beziehung mit einem gemeinsamen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Ab 30 ist das fast unmöglich. Wenn eine Frau das noch schreibt, dann entweder, weil sie sich interessant machen will oder aber sie hat noch nicht begriffen, was eine Partnerschaft und Familiengründung bedeutet.

Vielleicht solltest Du da ganz ehrlich sein und sagen: Ja, Ausland hätte mich auch gereizt, aber inzwischen möchte ich lieber einen festen Lebensmittelpunkt suchen und irgendwann eine Familie gründen.
 
  • #16
#11 nicht nötig ich bin single *lol* aber wenn ich eine wie dich abbekomme, dann kommt sie halt jeden tag für eine stunde, die 10€ am tag ist es mir wert.

ausserdem gehe ich zu 90% dor wo cih die meiste zeit verbringe also in der firma. mir kommt die sache immer so lächerlich vor, da geht es in wirklichkeit gar nicht um das putzen.

im härtefall würde ich ein zweites wc einrichten, wegen so etwas streite ich mich mit keiner frau.
 
G

Gast

  • #17
also mir hat ne ex auch das stehpinkeln abgewöhnt, es geht also. allerdings ist auch bei mir ein alter und noch nicht aufgegebener lebenstraum ein badezimmer mit extra-pissoire... ;)
 
  • #18
@#16: Was gibt es alles für verkrampfte Frauen. Ich beobachte meinen Partner nicht auf der Toilette und selbstverständlich kann jeder Mann pinkeln, wie er möchte. Manchmal ist es mir regelrecht peinlich, wie meine Geschlechtsgenossinnen da feministische Erziehungsmaßnahmen durchführen. Männer, bleibt einfach Männer und fertig. Eine Frau, die solchen Drill durchzieht, ist es eigentlich nicht wert. Wollt Ihr Euch überall erziehen lassen?

Seltsam, dass es zu diesem Thema noch keinen Thread gibt... :)
 
G

Gast

  • #19
Also Frederika... wenn man(n) im Stehen pinkelt.... selbst wenn er treffsicher ist (er ist es nicht!!).... da renn ich doch nicht immer hinterher und wische den Toilettenrand und die Fliesen ab! Jetzt erzähl mir nicht, es ist nicht nötig! Was meinst Du, wie das nach einiger Zeit muffelt.
Ja, da verkrampfen meine Hände (nicht ich) - vor Wut! Mein Sohn hat sich über mich zu Hause auch immer aufgeregt - bis er seine eigene Wohnung hatte ...... und mir dann Recht gab. Das sind doch keine feministischen Erziehungsmaßnahmen.
#15: Thomas... wenns nicht ums Putzen geht, worum gehts es denn dann bitteschön?
#13: Thomas HH.... Du bist mir sehr sympathisch!
 
G

Gast

  • #20
Gerd
Ein Niederrheinisches Sprichwort sagt: Eine Frau meckert so lange an ihrem Mann herum,bis sie endlich sagen kann,"du bist auch nicht mehr der den ich mal kennengelernt habe."
 
G

Gast

  • #21
Ihr habt wirklich "Sorgen" mir ist es im Grunde "scheissegal" was und wie gepinkelt wird, oder was alles sonst noch!

Ich suche ganz einfach eine nette Partnerin.Wenn es sich dann lohnt ist alles "verhandelbar" finde ich. Selbst "aufgeben" braucht sich keiner.Irgend etwas bleibt immer über.
Ich mit meinen 61 Jahren/166 gross höre nur immer "Er ist mein Freund, nicht mein Partner" Das geht mir auf die Nerven.Dabei bin ich gut drauf, gesund und vielseitig interessiert. Vielleicht gibt es ja noch eine Frau in diesem Universum, die sagt genauso wie ich. "Wir können ja versuchen daran zu arbeiten"
LG
Günter
 
G

Gast

  • #22
Wozu die ganze Afregung!??? Wir haben doch Frühling!!! Man kann sich doch einigen.

Ewa