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  • #1

Kann man sich mit der Zeit an Stiefkinder gewöhnen?

ich drehe mich gedanklich nur im kreis...ich habe eine tolle frau kennengelernt, von der sache her paßt alles ziemlich gut zusammen.wir haben ziemlich die gleichen vorstellungen vom leben und bewegen uns auf einer ebene.
jetzt ist es aber so, dass diese frau bereits 2 kinder aus erster beziehung hat. ich komme mit diesen beiden mädchen gut aus. wir mögen uns und bisher gab es keinerlei problem. meinerseits habe ich auch ein kind aus erster beziehung, zu welchen ich regelmäßig und sehr engen kontakt habe. meine trennung ging nicht von mir aus, daher habe ich einen erheblich größeren verlust hinnehmen müssen.
in den letztens monaten mußte ich feststellen, dass ich immer stärker in einen loyalitätskonflik bezügliches meines kindes komme. wenn ich mit den kindern meiner freundin zusammen bin, überkommt mich in letzter zeit immer mehr das gefühl, dass ich mein kind "betrüge".
das führt dazu, dass ich mich immer weiter von meiner freundin distanziere. an meinen kinderwochenenden ziehe ich mich meist vollständig zurück um alleine zeit mit meinem kind zuverbringen. hinzu kommt, dass ein gewünschtes zusammenziehen über den weiteren verlauf der beziehung entscheidet. ganz oder garnicht ist von ihrer seite angesagt.
ich möchte mir aber meinen rückzugsort erhalten, was aber als desinteresse an der beziehung gewertet wird. meinerseits habe ich bedenken ob ich es wirklich kann, jeden tag mit "fremden" kindern zusammen zu leben.
kann man das zusammenleben mit stiefkindern lernen? oder ist es eine kopfsache?
diese problematik entscheidet über diese beziehung...schade eigentlich.

danke für gedankenund anregungen

>>>Mod: Bitte achten Sie auf Groß- und Kleinschreibung.<<<
 
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  • #2
Das ist ein echt blöder Konflikt, in dem du dich da gerade befindest.
Gleichzeitig drückt es genau das Dilemma von Patchwork aus.
Hinzu kommt, dass nur du doppelt bestraft bist, hast deine Familie verloren, und nun versuchst du etwas Neues aufzubauen, kannst es aber im Grunde aus Liebe zu deinem Kind, nicht zu lassen.
Hier einen Rat zu geben, ist im Prinzip nicht möglich.
Ich als Vater würde eher auf eine Beziehung verzichten. Da ist zwar hart, aber deine Situation lässt sich nicht ändern.
Vielleicht später, wenn dein Kind groß genug ist, kannst du einen neuen Versuch starten.
Mütter haben es da einfacher, das Kind lebt ja eh' bei ihnen, entweder sie finden einen Partner der es so akzeptiert. Oder eben nicht. Und mittlerweile gibt es genug Männer, welche aus verschiedenen Gründen (z.B. lieber kein Kind, als lebenslang Zahlpapa zu sein) keine eigenen Kinder haben möchten. Diese wenden sich dann sehr gern solchen Frauen zu.
 
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  • #3
Ich denke es wird sich so entwickeln, dass ich lieber auf eine Beziehung verzichte und meinem Kind geradewegs in die Augen schauen kann.
Ist zwar nicht gerade mein Lebensentwurf aber was soll ich machen?
Meinerseits hatte ich kein Vorurteil bezüglich "fremder" Kinder aber mit der Zeit muß ich mir eingestehen, dass ich dafür nicht geschaffen bin. Es fühlt sich ständig falsch an...
Scheint so als müsse ich noch noch 15 Jahre warten, bis meine Tochter ihren eigenen Weg geht.
Es macht schon traurig.

gruß
 
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  • #4
Wer sich derart selbst im Weg steht, muss sich nicht wundern, wenn er auf Dauer unglücklich bleibt und immer mehr psychisch abrutscht. Das Kind braucht Dich als Vater und nicht als Mann, das ist eine ganz andere Ebene. Irgendwann braucht das Kind Dich gar nicht mehr. Dann wirst Du allein sein. Ich lebe mit Frau, Stieftochter und Sohn schon seit Jahren wundervoll zusammen. Meine Stieftochter mag ich nicht nur, ich liebe sie wie ein leibliches Kind. Deshalb habe ich noch nie ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Sohn gehabt, den ich natürlich sowieso über alles liebe. Man kann sicher immer wieder irgendeine Frau finden, die Richtige ist aber ein Glücksfall, der einem selten - einigen nie - begegnet. Die Frau, mit der ich für den Rest meines Lebens zusammen sein will, lasse ich nicht grundlos ziehen.
 
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  • #5
Hallo!
Erst einmal möchte ich dir sagen, das ich es ganz wunderbar finde, wie du über die Beziehung mit deinen Kindern, egal ob eigene oder nicht, denkst. Das ist heutzutage leider wohl eher die Ausnahme.
Als alleinerziehende Mutter zweier Kinder kann ich es etwas nachempfinden, in welchem Dilemma du zur Zeit steckst.

Ich bin der Meinung, das man mit den jeweiligen Betreffenden die Probleme besprechen sollte, die einen beschäftigen, dann erreicht man am ehesten eine Lösung, die allen gerecht wird.
Vielleicht reagiert deine Freundin zur Zeit so heftig, weil sie nicht weiß, was für Gedanken du dir über dein eigenes Kind machst.
Also hier mein Rat:Reden,reden,reden.Versuch`, alle ins Boot zu holen und zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen, mit der alle dann auch leben können.
Wenn dein Kind schon groß genug ist, kannst du auch mit ihm sprechen und ihm die Situation erklären.(Aber erst, wenn die Erwachsenen zu einer Lösung gekommen sind.)
Sollte es so sein, das deine Ex dein Kind allein großziehen möchte, mußt du dir keine grauen Haare wachsen lassen, weil du mit deinem Kind weniger Zeit verbringen wirst als mit den Kindern deiner Freundin.Du solltest dafür Sorge tragen, das du die Zeit, die du dann mit deinem eigenen Kind verbringst, zu einer besonders schönen Zeit wird.
Es zählt die Qualität der Beziehung, nicht die Quantität.
Ich hoffe sehr für dich, das du auf offene Ohren und Herzen stößt bei deinem Vorhaben und wünsche dir viel Glück für dich und deine ganze Familie.
W / 48
 
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  • #6
meinerseits habe ich bedenken ob ich es wirklich kann, jeden tag mit "fremden" kindern zusammen zu leben.
kann man das zusammenleben mit stiefkindern lernen? oder ist es eine kopfsache?
Kinder sind Kinder - egal von wem. Warum Unterschiede machen ?

Der FS könnte für alle drei Kinder ein guter Vater sein. Wenn er seine "Schuldgefühle" aus seinem Kopf verbannt. Und jedes Kind so annimmt, wie es ist. Und damit ihre Offenheit belohnt.
Also reine Kopfsache, beim FS selber.

Kinder machen keine solchen Unterschiede - also sollte der FS auch keine Unterschiede machen.

Ich habe meinen Stiefsohn von Anfang an geliebt - über vier Jahre täglich zusammen - und habe nach insgesamt über zehn Jahren immer noch jeden Monat persönlichen Kontakt mit ihm.
Er weiss stets, wer sein leiblicher Vater ist (der ihn auch jeden Monat besucht)
Aber er empfindet mich als seinen besten Vater.

Sein leiblicher Vater ist inzwischen froh um mich. Weil ich seinem Sohn Vieles erleben und vermitteln kann, was er nicht kann. Und sein Sohn sich dadurch besser entwickelt. Also profitieren Alle davon.
 
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  • #7
1. Ihr müsst nicht zusammen ziehen, um eine Partnerschaft zu leben. Wenn deine LG das von dir verlangt - insbesondere, weil auch ihre Kinder noch bei ihr wohnen, dann ist das unfair und spiegelt anscheinend nur ihre Wünsche und Erwartungen wider.

2. Wenn ich davon ausgehe, dass die Kinder deiner LG auch 14tägig beim Vater sind, legt die WEs so, dass ihr immer ein kinderfreies WE und ein Kinder-WE habt. So habt ihr Zeit für Zweisamkeit und Beziehung.

3. Urlaube mal nur ihr zwei - mal mit allen Kindern - oder mal jeder nur mit seinem/n Kind/ern. So kommt keiner zu kurz.

4. Lerne dich zu lösen, dass du deinem Kind nicht gerecht wirst. Wenn trotzdem das Gefühl da ist, versuche ein 50:50 Wechselmodell anzustreben (auch inkl. finanzieller Ausgleich!!!), dann hast du dein Kind mehr um dich und du musst keine Bedenken haben, es käme zu kurz.

5. Wenn deine LG deinen Wunsch, dass du eben NICHT mit ihren Kindern zusammenwohnen willst, nicht akzeptieren kann, ist es die falsche LG. Mann muss nicht bei der Partnerin einziehen und dann gleichzeitig mit ihren Kindern denn Alltag teilen. Ist gerade in meinem Bekanntenkreis schief gegangen. Als Paar ja - mit ihren Kindern Vollzeit nicht, auch weil seine Kinder von der Ex aufgehetzt wurden und er sie eben auch nur 14tägig sah.

Schade, dass ihr das nicht von Anfang an geregelt habt. Wir haben damals beide gesagt - mit den Kindern des anderen - NIE! Nun leben wir das Wechselmodell - in der Woche ohne Kinder leben wir zu zweit in seiner Wohnung, in meiner Woche mit Kind lebe ich in meiner Wohnung und er in seiner, und wir sehen uns am WE mit den Kind(ern).
 
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  • #8
Ich würde deiner Freundin deine Gedanken mitteilen und ihr sagen, dass du sie liebst, aber noch Zeit brauchst.
 
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  • #9
Kinder sind Kinder - egal von wem. Warum Unterschiede machen ?

.
Also Bernd bitte, solche politisch korrekten Phrasen sind ja sehr löblich. Können aber wirklich nur von einem selbst kinderlosen kommen.
Nein, eigene Kinder sind grundsätzlich etwas anderes, als fremde Kinder.
Wenn du eigene hättest, würdest du das aber gewiss ganz anders sehen!
 
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  • #10
Deine Überlegungen zeigen, dass du ein ernsthafter Mensch bist; aber zu schwer solltest du es dir selbst auch nicht machen. Schließlich hat deine Frau dich zusammen mit dem eigenen Kinde verlassen. Es ist für dich sehr wünschenswert, dass du eine neue Lebenspartnerin findest und die nächsten Jahre nicht einsam wirst. Du wärest als verbitterter trauriger Vater für dein eigenes Kind auch kein guter Vater. Am besten wäre es, du triffst erst mal keine endgültige Entscheidung, sondern suchst psychologische Hilfe, damit dein Kopfkarussell mal zur Ruhe kommen kann.

Und du solltest von dir selbst niemals verlangen, die fremden Kinder so zu lieben wie dein leibliches Kind. Es ist doch klar, dass niemand an diese Bindung heranlangen kann. Aber du kannst den Kindern deiner Freundin trotzdem ein guter Ersatzpapa sein. sie haben ja noch einen leiblichen Vater.
Falls dein Kind schon alt genug für ein Gespräch ist, könntest du auch in Ruhe die anstehenden Pläne diskutieren und danach siehst du auch hoffentlich klarer.
 
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  • #11
Also Bernd bitte, solche politisch korrekten Phrasen sind ja sehr löblich. Können aber wirklich nur von einem selbst kinderlosen kommen.
Nein, eigene Kinder sind grundsätzlich etwas anderes, als fremde Kinder.
Wenn du eigene hättest, würdest du das aber gewiss ganz anders sehen!
Selbst nicht kinderlos, stimme ich Bernd 100 % zu. Wer ein hinreichend großes Herz hat, sich von der Eifersucht, dass die geliebte Frau ein Kind mit einem anderen Mann hat, freimachen kann und dazu noch ein liebenswertes Stiefkind hat, macht gefühlsmäßig und auch in anderer Hinsicht keinen Unterschied. Diejenigen, die das eindoch tun, verfolgen meistens eigene Motive - so wie meine Exfrau, die Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, damit ich mein Stiefkind nicht adoptiere. Sie wollte nicht, dass ich dass ich das immer noch sehr stattliche Erbe unseres gemeinsamen Sohnes reduziere und durch die Unterhaltspflicht für ein weiteres Kind ihren ebenfalls noch stattlichen Unterhalt herabsetze.
 
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  • #12
Schliesse mich voll und ganz Nr. 6 an.

Bei mir bin ich diejenige, die ein Kind hat, allerdings schon fast erwachsen (17 Jahre alt).

Ich lebe im Moment noch mit meinem Sohn zusammen, am WE bin ich meistens bei meinem Partner, ohne Sohnemann.

Und für ein Zusammenleben mit meinem Partner haben wir noch genügend Zeit.
 
  • #13
@8 ich sehe das genau so wie Bernd50. Und bei mir sind das keine Phrasen einer kinderlosen. Mein Partner und ich leben das so. w51
 
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  • #14
@5 + 12: hier spielen viele Faktoren eine entscheidende Rolle:

a) ist das Kind noch sehr klein und "biegsam" und damit ohne/mit wenig Erfahrungswerten

b) welche Rolle spielt der wirkliche Vater / Mutter - wird das Kind gegen den neuen Partner/Partnerin manipuliert oder darf das Kind den neuen Partner / die neue Partnerin wirklich auch von Herzen mögen und lieb gewinnen

c) will das Kind überhaupt (ab Teeniealter schwierig) den anderen annehmen. Wenn Freundschaft entsteht und der/die "Neue" um Rat gefragt wird, bzw. dieser Rat genommen wird, ist doch schon viel gewonnen - es muss doch kein Vater/Mutterersatz sein bzw. werden.
 
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  • #15
fs

danke für die Ratschläge und Gedanken

Ich habe das ganze letzte Jahr versucht mit der Mutter meines Kindes zusammen einen Weg zu finden der allen drei Parteien gerecht wird, im Bezug auf Umgangsregelungen. Dies ist aber nicht möglich, wir haben es mit Gesprächen, Beratungsstellen, Jugendamt usw. versucht. Fehlanzeige!
Meinerseits habe ich auch ein Wechselmodell angestrebt, welches aber absolut ausgeschlossen wird. Mit meinem Kind kann ich nicht in dem Sinne reden, es ist erst knapp 4 Jahre alt.

Meine Beziehung zur Mutter bestand 12 Jahre. (Mutter Dauerstudentin, kein Abschluß, einseitige Schwangerschaftsplanung...:) )
Mutter des Kindes ist sehr besitzansprechend, "das ist mein Kind"
Borderline Symptome mehrfach vorhanden (erklärt auch die Beziehung in den letzten Jahren)
Dagegen habe ich mich aufgelehnt und wurde dafür entsorgt. Sorgerecht besteht nicht, weil Mutter dagegen (ja ich weiß ich könnte jetzt Klagen aber für die 2000-3000Euro kann ich schöne Tage mit meinem Kind verbringen)

Ich würde behaupten, ich bin ein fürsorglicher, mitfühlender Vater, welcher sich in seiner Rolle bewußt ist. Daher auch mein Kopfkino...

Also zurück zum Thema, die Gestaltungsmöglichkeiten halten sich in Grenzen. Mein Einfluß hierauf ist sehr überschaubar.

Meine neue LP und ich arbeiten beide im Dienstsystem, was die Zeit zusätzlich verknappt.
Aber dennoch haben wir viel in jeglichen Varianten mit und ohne oder nicht allen Kindern unternommen. Es funktioniert.

Das Verhältnis zu den Stiefkinder ist gut, wir mögen uns. Ich bin bestrebt, sie nicht in einen Loyalitätskonflikt zu bringen, was ihre Beziehung zum Vater angeht. Meinerseits bekunde ich Interesse an den Papa WE`s , so dass sie wissen es ist völlig ok für mich. Es gibt keine negative Stimmung in Bezug auf die Bindung innerhalb der alten Familie.

Also es läuft für die ganze Unglücksverwaltung ziemlich rund. Dennoch habe ich mein Problem im Kopf.

Ich fühle mich gedrängt, was das zusammenziehen betrifft. LP hat ein Haus mit den dazugehörigen Verpflichtungen usw....

Es ist komplex, Gefühle und Probleme in Kombination...
 
  • #16
Entweder mag man Kinder oder man mag sie nicht. Ich kann das Problem nicht nachvollziehen.

Natürlich kann man mit einem vierjährigen Kind kein Wechselmodell leben, dafür ist es viel zu klein. In dem Alter braucht das Kind einen stabilen Rahmen im Alltag und kein ständiges hin und her. Hast Du schon mal einen Antrag auf das alleinige Sorgerecht gestellt - insbesondere wenn die Frau psychisch angeschlagen ist?
 
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  • #17
Tja, ich kann nur für mich sprechen. Ich bin wegen den Stiefkindern wieder ausgezogen. Zwei herzige Mädchen, auch von der Ex sehr gut erzogene Mädchen (6 und 8 Jahre) aber da ich Vollzeitarbeite und dann an den Wochenende noch quasi Ersatzmutter-Rolle übernehmen musste, habe ich das nicht geschafft. Die einten schaffens und die einten eben nicht. Ich habe das akzeptiert das ich das nicht konnte.
 
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  • #18
Sorry constanze - aber ich mag Kinder, die Kinder meines LGs jedoch gehen mir gewaltig auf die Nerven und ich würde NIE mit ihnen zusammen wohnen wollen. Das liegt aber weniger an den Kindern vom Ursprung her selbst, sondern an der Nicht-Erziehung, die sich durch die Mutter genießen mussten.

Lieber FS - was erwartet denn deine LG von Dir? Dass du ihr beim Abbezahlen des Hauses hilfst und ihr die hälftige ortsansässige Miete zahlst? lass dich nicht bedrängen - DU musst entscheiden, ob du das Haus und die Kinder wirklich übernehmen willst - emotional und auch finanziell - denn darauf läuft es aus meiner Sicht nach deinem Posting hinaus.

Ich würde es an deiner Stelle nicht tun, sondern alleine wohnen bleiben und die Beziehung pflegen, wenn es die FRAU wert ist.

Und was deine Ex angeht - hier geht es wohl auch nur um Geld - sie will das Kind nicht im Wechselmodell (könnte ja auch 3,5 Tage und 3,5 Tage statt wochenweise sein) haben, weil ihr dann ganz viel Geld verloren geht und sie keine Legitimation mehr hat, wenig oder nicht arbeiten zu müssen. Stimmt?

Wünsche Dir viel Glück - du hast noch einige Baustellen!
 
G

Gast

  • #19
Ich habe mich vor einigen Jahren auch auf eine Beziehung mit einer tollen Frau eingelassen, sie hat auch zwei Mädels, damals im Alter von 10 und 13 Jahren. Nach nunmehr mehr als 6 Jahren muss ich sagen, dass ich mich NIEMALS an die Kinder gewöhnen konnte. Für mich fühlte sich dies immerzu falsch an. Ich könnte diese Kinder niemals als meine eigenen betrachten.

Ein Zusammenziehen war beiderseits nie gewünscht, und dies halte ich auch in so einer Konstellation nicht für sinnvoll, solange die Kinder mit im Haus wohnen. Ich kann Dir nur dingend davor abraten, mit einer Frau mit Kindern zusammenzuziehen. Dies hat meines Erachtens diese gravierenden Nachteile für Dich.

- In Erziehungsfragen hast Du nichts zu sagen, Du bist den Erziehungsmethoden der Mutter "ausgeliefert".
- Alle Entscheidungen bzgl. der Kinder werden ausschliesslich von der Mutter getroffen werden.
- Kommt es zu einem Konflikt, wird die Mutter immer zu ihren Kindern stehen.
- Die Kinder sind immer präsent. Irgendwann übernachten deren Freunde bei ihnen usw. (noch mehr Kinder - noch weniger Privatsphäre).

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Mich haben die Kinder meiner Partnerin immer nur genervt. Jeder Freiraum zu zweit musste mühsam erkämpft werden. Heute würde ich jedem Mann nur empfehlen, sich nicht auf eine AE mit Kindern einzulassen. Da ist das Leben als Single meistens lebenswerter, denn das o.g. hat schon fast etwas mit Selbstaufgabe zu tun.

In Deinem Falle verstehe ich den Druck Deiner Freundin nicht. Ihr könntet Euch doch einfach noch mehr Zeit lassen. Es wäre für beide Parteien besser, wenn jeder entsprechende Rückzugsmöglichkeiten hat.

m45
 
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Gast

  • #20
Auf das Bauchgefühl hören.

Und zusätzlich - auch wenn es blöd klingt - jemand Aussenstehenden fragen.
Ich persönlich bin mit meinen familiären Problemen bei einer Familientherapeutin.

Ich staune wirklich darüber, wie sehr sie mir hilft ( sie gibt mir Kraft, lässt mich die Konflikte aus anderen Blickwinkeln betrachten !) Jedoch ist es Arbeit. Arbeit an sich selbst. Entwicklung.
Falls Du keine aufsuchen willst:
Hier das Beispiel:
6 Kissen, auf jedem Kissen sitzt in Gedanken eine andere Person: Du, dein Kind, deine Ex, die neue Frau, jedes der neuen Kinder:
Du fühlst setzt Dich aufs Kissen Deines Kindes und fühlst hinein. Dann betrachtest Du aus den Augen Deines Kindes Dich, den Papa .........
Was Du dabei fühlst, wie es Dir dabei geht, was Du (Dein Kind ) sich wünscht.......verändert plötzlich oder langsam Deinen Konflikt.
Viel Glück dabei ! Du wirst Dich bald besser fühlen.
LG
 
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  • #21
FS

danke für die vielen Sichtweisen, es hilft mir wirklich.
Ich brauche nur in die Augen meiner Tochter zu sehen um zu wissen, was eigentlich richtig ist.
Was aber auch einer Selbstaufgabe entspricht aber ich verkrafte. Als ich gehen mußt habe ich es ihr (Tochter) versprochen, alles zu tun um ihr geradewegs in die Augen schauen zu können.
Ja klingt schwülstig aber dennoch...
Denke auch das bei meiner LG etwas Angst hat und mich versucht zu binden. Das geht aber nach hinten los...
Ich möchte zwei Haushalte, sie sieht es aber als keine Beziehung an. Mmmh und schon entsteht eine weitere Baustelle.
Vielleicht ist es besser erstmal wieder alleine zu sein und die Zeit mit Kind geniesen. Arbeiten, die kinderfreien Tage mit Dingen füllen die mir gut tun. Ich bin kein Mensch der schnell flüchtet aber es scheint schon wieder stressig zu werden. Am Ende gerade ich wieder in eine Sache die ich so eigentlich nicht möchte.Das muß nicht sein...
Hilfe habe ich mir auch schon gesucht, es macht schon was aus Sichtweisen einer geschulten Person zu erhalten.

Ich denke auch das finanzielle Ziele das Wechselmodel ins Abseits drängen.
Mutter des Kindes ist völlig ziel und planlos unterwegs, was die berufliche Zukunft betrifft.
Ich drehe mich im Kreis, auf der einen Seite kann ich nicht viel machen und auf der anderen Seite bin ich gehemmt.
Besser eins nach dem anderen...
über weitere Gednaken würde ich mich sehr freuen.

vielen Danke bisher
 
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Gast

  • #22
Hier die *16 nochmals

Was ich noch vergessen habe zu schreiben ist, dass ich ausgezogen bin aber das ich mit meinem LG immer noch zusammen bin. Er hat mich verstanden aber eben, wir haben auch sehr viel miteinander kommuniziert - über unsere Gefühle, das er seine Kinder überalles liebt das habe ich verstanden, und das es für mich auch stimmen muss, dass hat er auch verstanden. Somit leben wir den Kompromiss - aber eben es stimmt jetzt für Alle. Ich hoffe Ihr findet auch eine gute Lösung die für Euch stimmt.
 
G

Gast

  • #23
16
17
18


ich denke mal es liegt ein Haufen Wahrheit in euren Aussagen.

Meine Wohnung bleibt, mit allen Konzequenzen die daraus entstehen. Ich habe mich jahrelang unwohl gefühlt, warum soll ich es auf eine ähnliche Art wiederholen?
Wuerde ich einziehen, dann würde ich etwas tun was ich eigentlich nicht will.
Das ist mir diese Tage bewußt geworden.

Es sollte allen dabei gut gehen, dass ist doch das a und o.

Und eigene Kinder sind eigene Kinder, daran gibt es nichts zu rütteln. Es ist ein riesengroßer Unterschied, der sich auch nicht ausblenden läßt.
Und es ist nicht leicht, wenn die Ex-Partner ständig mit im Leben umherwandern.

Die größe Probleme sind nicht die Gene sondern die Kleinigkeiten, das Nichtverstehen, die fehlende Geschichte, keine Erinnerungen usw...

Gefühle kann man nicht austauschen...