• #1

Ist mein Partner geizig oder sehe ich die Dinge falsch?

Ich (39) bin mit meinem Partner (51) seit über 6 Jahren zusammen. Mein Partner ist geschieden und hat eine Tochter (18) aus erster Ehe. Meine Kinder sind 17 und 12.

Wir haben 2,5 Jahre zusammen gewohnt. Vor einem halben Jahr bin ich ausgezogen, da es öfter Streit gab und bin jetzt immer am Wochenende bei meinem Partner, seitdem ist es besser. Seine Tochter hat erst die ganze Zeit bei uns gelebt und hat sich vor 2 Jahren dazu entschieden zu Ihrer Mutter zu gehen und ist jetzt jedes zweites Wochenende bei meinem Partner. Mein Partner hatte mir gesagt, dass ich daran schuld sei, dass seine Tochter gegangen ist. Ich habe ihr aber noch nie etwas getan und habe mich bewusst immer zurück gehalten. Sie ist von Ihrer Mutter sehr beeinflusst worden. Ihre Mutter ist nach der Trennung meines Partners sofort schwanger geworden und hat direkt wieder geheiratet. Sie arbeitet nicht und ihr neuer Mann muss alles bezahlen. Von meinem Partner verlangt Sie für die Tochter natürlich auch Unterhalt. Mein Partner springt auch immer wieder wenn monatlich wieder Geld gefordert wird und bringt es dann zu Exfrau und Tochter.

Mein Partner ist selbstständig und hat 3 Euro mehr zur Verfügung wie ich. Ich habe einen normalen Bürojob und erhalte nur Unterhaltsvorschuss für meine Kinder.

Mein Partner kauft sich immer nur die besten und teuersten Sachen. Vor einem Jahr hat er sich ein richtig teures Auto gekauft, obwohl er schon eins hatte.

Für mich ist noch nicht mal eine Kleinigkeit drin.

Ich komme da irgendwie ganz schlecht mit klar vor allen Dingen, weil er auch jeden Monat ohne murren und knurren den Unterhalt zu seiner Exfrau und Tochter bringt und ich jeden Euro zusammenhalten muss.

Seine Tochter ist jetzt 18 und macht ein Jahrespraktikum wo sie 200 € verdient. Er redet nie mit ihr über Ihre Zukunft und das sie vielleicht mal eine Ausbildung machen soll und ihr eigenes Geld verdienen soll. Sie bekommt bei Ihrer Mutter auch das Leben vorgelebt, dass immer andere für deren Leben bzw. Finanzen zuständig sind.

Wenn ich meinen Freund frage, was denn ist wenn ihm was passiert? Ich darf dann ja rein rechtlich noch nicht mal sein Haus betreten. Ich frage ihn das so oft, er weicht immer aus und sagt er hat sich da noch keine Gedanken drum gemacht.

Nach über 6 Jahren weiß ich so langsam nicht mehr wie das weiter gehen soll. Irgendwie fühle ich mich auch nicht so ganz gewertschätzt von meinem Partner.

Sehe ich das vielleicht alles zu eng?? Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich.
 
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  • #2
Ich glaube Du verstehst Eure Beziehung falsch. Du bist ziemlich fixiert wer wieviel welches Geld zur Verfügung hat. Lass das außen vor, denn das geht Dich gar nichts an. Sorge für Dich, sei damit zufrieden. Du hast einfach nicht mehr Geld zur Hand, das ist nicht schlimm. Auch wenn er sich drei Mal im Jahr ein teures Auto leisten könnte, es ist sein Geld. Bleibe bitte bei Dir und sei froh dass Du eine eigene Wohnung hast. Wenn Dir das nicht gefällt das er seine Ex noch mitversorgen kann, dann ziehe Dich zurück. Geld ist immer zweitrangig, zuerst zählen nur Gefühle die Verbundenheit und die Leichtigkeit die eine Zweisamkeit ausmachen.

Heiraten istdoch kein Thema mehr bei Dir, oder?
 
  • #3
Wieso bringt er den Unterhalt zu seiner Exfrau und Tochter? Das verstehe ich nicht ganz?
Kindesunterhalt überweist man doch normalerweise.
Und für die Exfrau muss er gar nichts mehr bezahlen, da sie erneut verheiratet ist.

Mit 18 ein Praktikum zu machen ist doch nichts Ungewöhnliches, da verdient man auch nicht viel. Was ist daran auszusetzen erstmal ein Praktikum zu machen?

Und lädt dein Partner dich nie mal zum Essen ein oder hat eine kleine Überraschung für dich? Wie kommt er mit deinen Kindern zurecht?
 
  • #4
Nein, geizig ist dein Partner nicht, er gibt ja sehr viel Geld für sehr viele Dinge aus, nur dir gibt er kein Geld und dich heiratet er nicht, sodass du nach seinem Tod etwas von seinem Vermögen erben könntest, und das stört dich. In eurer Beziehung gibt es ein finanzielles Ungleichgewicht: Er verdient ganz gut, du hast es nicht so dicke und musst immer aufs Geld schauen. Du wünschst dir, dass er dich als dein Partner versorgt oder zumindest unterstützt. Und du bist etwas neidisch auf seine erste bzw. seine Familie (ihr selbst habt ja keine gemeinsamen Kinder oder seid verheiratet oder wohnt zusammen, sondern seid "nur" "locker" zusammen), die diese Unterstützung von ihm bekommt. Er ist dir zu nichts verpflichtet.

Nach über 6 Jahren weiß ich so langsam nicht mehr wie das weiter gehen soll. Irgendwie fühle ich mich auch nicht so ganz gewertschätzt von meinem Partner.
Bedeutet Wertschätzung für dich, dass er dir Geld gibt? Du möchtest, dass er dich berücksichtigt, falls ihm was passieren sollte. Aber ihr seid nicht verheiratet und wohnt nicht zusammen, du bist seine Wochenend-Freundin. Und wie gesagt, er hat das Familienprogramm schon durch, erben wird seine Tochter. Möchtest du mehr von ihm, mehr Verbindlichkeit? Dann stellt sich die Frage, ob die getrennten Wohnungen der Schritt in die richtige Richtung sind und ob ihr -- wenn ihr zusammen wohnt, streitet ihr -- überhaupt richtig zusammenpasst. Momentan seid ihr zwei Leute, die sich am Wochenende treffen und eine schöne Zeit miteinander haben. Das kann sehr schön sein. Willst du das dauerhaft?
 
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  • #5
Nun ja, ich weiss nicht, ob Geiz das richtige Wort ist. Ich würde eher sagen, er hat halt andere Prioritäten.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwierig Patchwork sein kann, besonders in finanziellen Dingen. Ich muss nämlich noch kräftig querfinanzieren.
Aber ich finde, solange du nicht querfinanzieren musst, kann er mit seinem Geld machen was er will.
Ist denn kein Geld mehr für gemeinsame Aktivitäten da? Wie ist es wenn ihr Essen geht oder in den Urlaub fahrt? Musst du dann zahlen, weil er sein ganzes Geld für Ex, Kind und Auto ausgibt?
Wenn ja, würde ich etwas sagen. Wenn nein und ihr teilt, finde ich es in Ordnung.
Ob die Tochter eigenes Geld verdient oder vom Papi bis zum Sankt Nimmerleinstag finanziert wird, geht Dich nichts an, solange er seine Kosten nicht auf Dich abwälzt.
 
  • #6
Die Beziehung lebt Nu ht nur von schönen Worten, sondern auch Materialien wie Urlaub, Essen gehen usw. und noch viel mehr wie Miete, Einkaufen, Reparaturen, wenn man zusammen wohnt. Man geht Beziehung ein, weil man den anderen am eigenen Leben teilhaben lässt. Nein, es geht einen nichts an, wer wieviel Geld ausgibt, aber wenn einer schicke Autos kauft und der andere gerade so über die Runden kommt, dann ist das keine Teilhabe, sondern ausnutzen, weil der wenigerverdienende die Kosten teilt und somit entlastet, dem anderen bleibt mehr Geld zu Verfügung, das er aber für sich ausgibt.
FS, leite Trennung ein, weil geizig Männer auch in anderen Sachen geizig sind. Und ja, wenn Frau wieder verheiratet, dann bekommt sie keinen Ehegattenunterhalt. Dein "Partner" rechnet sich arm, stattdessen spart er Geld um zum Beispiel noch mal ein Auto zu kaufen und du schaust dumm in die Röhre, weil du dann als "berechnend und materialistisch" dastehst.
 
  • #7
Ich bin mit meinen Mitmenschen, die ich liebe immer sehr großzügig und würde für meinen Partner meinen letzten Cent ausgeben. Ich bin nicht aus wirtschaftlichen Gründen mit einem Partner zussammen, ich verdiene ja selber mein Geld. Wieso er den Unterhalt dort hinbringt und nicht überweist weiss ich nicht. Wir gehen so gut wie nie Essen, am Wochenden bekomme ich mal ein bis zwei Dosen Whiskey Cola, dass muss seiner Meinung nach reichen. Eine kleine Überraschung war für mich noch nie drin. Mit meiner Tochter (17) versteht er sich mittlerweile gut. Zu meinem Sohn (12) hat er nicht so die Verbindung.

Es geht mir einfach nur um ein bisschen Wertschätzung, in welcher Form auch immer. Wenn er sagen würde, dass er stolz auf mich ist, wie ich mein Leben meister wäre das ja schon großartig. Oder ein gepflücktes Gänseblümchen vom Straßenrand das von Herzen kommt.
 
  • #8
Was ist denn jetzt genau Dein Problem?
Ich lese aus Deinen Zeilen, das Du nicht damit klar kommst, das er seine Tochter unterstützt, er mehr Geld hat wie Du und Dir davon nix abgibt oder Dich gar absichert.

Wo ist Deine Leichtigkeit in Sachen Beziehung geblieben?
Scheinbar ist diese auf der Strecke geblieben.... Ihr streitet, wenn ihr länger zusammen seid. Du wohnst wieder alleine usw.

FRAGE:
Wo ist Dein Selbstwert geblieben?
Was erhoffst Du Dir weiterhin von dieser Beziehung?
Wie soll er denn sein?
Warum fühlst Du Dich nicht wertgeschätzt?

Mal ehrlich, warum sollte er Dir was von seinem Geld abgeben?
Er hat es sich erarbeitet! Und ER kann damit machen was er möchte.
Bedeutet LIEBE für Dich, das er Dich mit GELD verwöhnt?

Wenn ER Dir zu geizig ist, dann trenn Dich!

Ich verstehe so manche Frauen nicht !!
Ich bin froh von keinem Mann abhängig zu sein, mein eigenes Geld zu haben und wenn es zu wenig ist, muss FRAU eben was tun um den Geldbeutel besser zu füllen.

Mein EX-Mann hat auch das 4-fache von mir verdient. Dafür hat er auch viel gearbeitet und ich habe ihm bei der Scheidung nicht die Hosen auszogen, denn es ist sein Geld.

Mein TiPP :)
Lade ihn zum essen ein, redet darüber, sag Ihm wie Du es Dir wünschst. Frag auch Ihn was er sich von Dir wünscht!
Dann bist Du einen Schritt weiter und kannst entscheiden, ob Du die Beziehung weiterführen magst.

w/52
 
  • #9
Ich verstehe nicht, wie man in einer Beziehung denken kann, dass der Partner geizig ist oder nicht genug lieb, nur weil er für die Partnerin kein Geld ausgibt. Du hast doch dein Geld, mit dem du klar kommen muss und er seins. Wenn die Wohnsituation nicht geklappt hat, was soll das dann jetzt für Beziehung sein? Hast du auch Positives an eurer Beziehung? Du kommst mir leider nicht gerade glücklich vor. Und dir so eine Schuld zu geben mit der Tochter finde ich ziemlich hart. Was soll das? Ist der jetzt stinkig, weil er jetzt Unterhalt zahlen muss, wenn die Tochter nicht mehr bei ihm wohnt?
Also ich bin echt dankbar, dass ich gar nicht auf die Idee komme mich zu fragen, ob mein Partner geizig ist, weil er mich mit seinem Geld nicht glücklich macht. Meiner könnte es locker machen tut er aber nicht und ich will es auch gar nicht. Was möchtest du ganz genau von deinem Partner von der finanzielle Seite? Geschenke, Unterstützung?
 
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  • #10
Da das Mangelgefühl wegen deinem Geld so dominant in deinem Text ist, habe ich im Grunde nur diesen Rat: ".... Es verhält sich damit wie bei einem armen Mann, der Tag und Nacht damit verbringt, den Reichtum seines Nachbarn zu zählen, doch dabei selbst auch nicht ein halbes Geldstück hinzugewinnt." Japan, aus einem Brief von 1255. Deine Blindheit anderen vorzuwerfen, was du selber so völlig verkörperst ist also nichts neues.
Da du ja selber zwei Kinder hast würde ich dich fragen wie umgekehrt sowas bei dir ankommen würde: "Mein Partner ist selbstständig und hat 3 Euro mehr zur Verfügung wie ich. Ich habe einen normalen Bürojob und erhalte nur Unterhaltsvorschuss für meine Kinder. " Was genau hat nun dein Partner mit eigener Familie die er zu unterhalten hat, damit zu tun, das du nur 3 Euro weniger im Monat zusammenbekommst? Was ist denn nun mit dem Vater DEINER Kinder? Das ist die Baustelle. Und wie unverschämt ist das, das es dir nicht passt das ER seinen Verpflichtungen ordentlich und "ohne Murren und Knurren" nachkommt?
Auch nicht nachvollziehen kann ich dieses hier: "Seine Tochter ist jetzt 18 und macht ein Jahrespraktikum wo sie 200 € verdient. Er redet nie mit ihr über Ihre Zukunft und das sie vielleicht mal eine Ausbildung machen soll und ihr eigenes Geld verdienen soll. Sie bekommt bei Ihrer Mutter auch das Leben vorgelebt, dass immer andere für deren Leben bzw. Finanzen zuständig sind. " Das möchte ich sehen, wenn dein Partner sich in das Leben, die Ausbildung deiner Kinder einmischt und dir anrechnen würde wenn einer von beiden Zeitungen austrägt! Was dann ist, wenn ihm was passiert, wenn er in der Wohnung umfällt oder sonst was ist, weißt du doch? Die Angehörigen haben die Rechte im Krankenhaus die Angelegenheiten zu regeln. Ist eine Beziehung so zerrüttet ist, das man wieder auseinanderzieht, würde ich mich doch fragen, ob diese überhaupt Bestand hat? w53
 
  • #11
Geizigkeit sehe ich keine. Er hat andere Prioritäten als Du. Und ganz ehrlich: Es geht Dich nichts an, wofür er sein Geld ausgibt. Wenn er meint, das Geld in die Ex und Kind zu stecken, kann er das gerne machen. Aber dann ist er der falsche Partner für dich!!!! Nur weil Du etwas anders siehst, muss das nicht heißen, das er das auch so zu sehen hat.

Was seine Tochter macht, geht dich auch nix an. Du musst doch nicht dafür aufkommen.

Du bist sehr auf das finanzielle konzentriert. Ich kann dir sagen wie ich das nach meiner Scheidung mit einem neuen Partner halte: Seins ist seins, meins ist meins. Gemeinsame Kosten für z.B. Urlaub werden geteilt. Der Rest geht mich nix an und ich hoffe auch nicht, das mein Freund mich irgendwann versorgt. Ich habe mir Rücklagen geschaffen damit ich mich selbst versorge! Selbst ist die Frau!!!!!

Es kommt mir so vor, als bist Du enttäuscht, das er andere Prioritäten setzt, als Dich zu heiraten und zu versorgen. Dann kommst Du ja auch nicht an das Haus...

Wenn ich eins gelernt habe aus der Vergangenheit, dann das, dass ich mich finanziell so aufstelle, das ich mich selbst versorgen kann in jeglichen Dingen. Damit bin ich unabhängig und nicht abhängig von einem Mann. Es gibt nix schlimmeres als finanziell abhängige Frauen...
 
  • #12
Ich möchte noch dazu sagen, dass ich auf meiner Arbeitsstelle so gut wie nur männliche Kollegen habe. Diese sind so im Alter meines Freundes. Hin und wieder redet man ja auch mal über was privates. Für meine Kollegen ist es selbstverständlich, Ihren Fauen kleine Aufmerksamkeiten zu machen und sie im täglichen Leben zu unterstützen. Für meinen Vorgesetzten ist es wichtig, dass eine Frau abgesichert ist, wenn ihm was passiert. Das Zitat, dass er ja 3 Euro mehr verdient, stammt von einem anderen Kollegen, der mich gefragt hat, ob mein Freund mich nicht hin und wieder mal bei Kleinigkeiten unterstützen würde. bei dem ganzen kommt man natürlich ins Grübeln. Deshalb auch meine oben gestellte Frage.
 
  • #13
Ich bin mir da irgendwie unsicher, was ich dazu denken soll. Ihr habt beide gleich viel Geld, er muss für seine Tochter und die Ehefrau zahlen - warum muss er der Ehefrau überhaupt noch Unterhalt zahlen? Ich dachte, das ist heutzutage nicht mehr so viele Jahre der Fall, ich kenn mich mit sowas aber auch nicht aus. Warum überweist er das nicht?
Wenn ihr nicht zusammen wohnt und beide gleich viel Geld habt, dann würd ich auch nicht erwarten, dass er für dich viel Geld ausgibt. Wofür er sein Geld ausgibt, ist ja erstmal egal, du hast ja deins und bezahlst auch nichts für ihn. Wertschätzung hängt für mich auch nicht am Geld.
Wenn er aber sich selbst teure Autos kauft, mit dir aber - obwohl du den Wunsch äußerst! - nie Essen geht und dir in den Jahren nicht mal was kleines mitgebracht hat, was du ja für ihn aber sicher machst, dann würde mir das schon zu denken geben. Aber die offensichtliche Lösung wäre doch, dass du mit ihm darüber mal redest? Er sieht das vielleicht ganz anders und weiß gar nicht, dass du dir dazu Gedanken machst?
Mit der Tochter: Also ich finde, da hast du dich nicht einzumischen, ob sie jetzt eine Ausbildung anzufangen hat. Sie macht ja scheinbar was, ein Praktikum, und vielleicht will sie auch studieren? Also, es ist nicht dein Kind und du hast da nichts zu sagen und ich würde mich da einer Meinung auch enthalten, wenn ich keine enge Bindung zu ihr habe. Ich finde, mit 18 darf man auch noch überlegen, was man machen möchte und nicht aus Geldgründen in eine Ausbildung gezwungen werden, nur, damit man endlich selbst Geld verdient. Ich bin da vielleicht so, weil meine Eltern mir da viel Freiheit gelassen haben, ohne selbst viel Geld zu haben; ich hab beim Studium ein Urlaubssemester mit einem Praktikum im Ausland gemacht, statt ganz schnell fertig zu studieren, und bin ihnen für diese Möglichkeit sehr dankbar. Ich habe Freunde in ihnen verhassten Berufen, weil die Eltern ihnen vorgeschrieben haben, sie sollen jetzt eine Ausbildung machen, statt zu studieren o.ä.

w, 37
 
  • #14
Ja @Inanna* , Post #5, trifft es mMn genau. Als Du die Beziehung mit ihm eingegangen bist, werden die Weichen (oder auch Dynamiken) für die Beziehung gestellt, was man möchte und wie man sich verhält, danach wird es Gewohnheit und "wächst in Beton". Du hast dich 6 Jahre um deine finanziellen Angelegenheiten für Dich und deine Töchter gekümmert, er um seine. Mit seiner damaligen Frau hat er seine Tochter bekommen, an der es ihr nichts mangeln soll; und da ist es jetzt unerheblich, ob seine Ex von einem anderen Mann gesponsert wird. Seine Tochter hat lange Zeit bei Euch gewohnt und wohnt nun bei der Mutter, er weiß wie viel Unterhalt er für sie an seine Ex zahlen möchte. Seine Tochter ist sein Fleisch & Blut, seine originäre Familie und da verhält er sich großzügig.
Du hast fast 3 Jahre mit deinen beiden Kindern in seinem Haus gelebt und auch dadurch sicherlich auch Annehmlichkeiten gehabt, bestimmt hat er deine Familie querfinanziert und dich dadurch finanziell unterstützt. Großzügige Geschenke an Dich und deine Kinder, warum? Deine Kinder haben einen Vater, Du und dein Freund ihr habt beide Kinder und ein gleichhohes Einkommen, Du wohntest bei ihm in seinem Haus, wie kommt es, dass er trotz Unterhalt an Ex und Tochter, sich Autos und Luxus leisten kann und Du jeden Euro zweimal umdrehst? Ihr habt euch als letztes nur gestritten und du bist bei ihm ausgezogen, das ist der Sargnagel eurer Beziehung, wenn sie vorher nicht schon so innig familiär war, Dir und deinen Kindern großzügig mal Geschenke zu verteilen und ihr eine keine gemeinsame Kasse hinbekommen habt, sondern jeder nur für sich gewirtschaftet, dann bist du jetzt nach deinem Auszug und jetzt LAT-Angebot, wirklich nur eine lockere Bekannte, die halt Kinder hat, aber nicht seine sind.
 
  • #15
So, wie das für mich aussieht, bist Du wirklich nur, wie es hier schon genannt wurde, eine WE-Freundin. Jedenfalls hat er nach seiner Ehe keinen neuen Ehefrauenplatz besetzt, bei dem diese neue Frau den Platz der Ex einnimmt, und das meine ich nicht wegen des Geldes. Du bekommst ja auch nichts Nicht-Materielles. Keine Wertschätzung, Anerkennung, stattdessen gibt er Dir die Schuld, dass seine Tochter ausgezogen ist. Was vielleicht sogar wirklich als Grund Deine Anwesenheit hat. Aber das ist ja egal, er kann sich nicht eine Partnerin wünschen und dann eine Tochter haben, die die Partnerin nicht akzeptiert. (Falls das so war, also ich gehe jetzt davon aus, dass Du das Kind nicht vergrault hast.)

Ich sehe verschiedene Dinge, die ich falsch finde.
Einmal denke ich, dass er gar keine neue Frau wollte, die denselben Platz wie in seinem "alten Leben" einnimmt. Und dann glaube ich auch, dass Du ziemlich früh den Eindruck erwecktest, auf sein Geld aus zu sein. Ich will damit nicht sagen, dass Du das wirklich warst, ich glaube nur, dass ER das so empfindet. Vielleicht hat sich das auch so eingependelt, weil er von Anfang an vermittelt hat, dass er Dir gegenüber nichts ausgeben will und Du Dich schon recht früh dadurch gekränkt fühltest, dass er bei Dir "zu viel Halbe/Halbe" macht.

Auf jeden Fall ist das Thema "Geld geben" bei euch drin in der Beziehung, und das geht nicht wieder raus. Und ich glaube leider nicht, dass er Dich wirklich wertschätzt und wirklich denkt, dass Du die Partnerin für den Rest seines Lebens bist. Du bist eine Lückenfüllerin, denke ich. Das, was er als Lücke empfand, stopfst Du - wieder ab und an ne Frau da, mit der man dies und das machen kann (was ihr so macht als Paar). Für den ganzen emotionalen Rest ist er einfach ein Geschiedener, ein Ex, der DIESE Ressourcen woanders gibt (damit ist nicht nur Geld gemeint, sondern auch die Zeit, Liebe, Energie, die er in die Beschäftigung mit den Menschen reinsteckt).

Wenn ich mich nicht wertgeschätzt und gewollt fühle in einer Beziehung, dann will ich früher oder später gehen. Ihr seid 6 Jahre zusammen, nicht 2. Also ich glaube nicht, dass Du da noch was rumreißen kannst an dem Bild, das er von Dir hat, oder an der Bedeutungslosigkeit, die er Dir zuschreibt in seinem Leben.
 
  • #16
Da ihr beide in einer sehr ähnlichen Einkommensklasse seid, verstehe ich nicht warum einer für den anderen überhaupt etwas finanzieren muss?
Das verstehe ich, wenn die kleine Büroangestellte den Luxusurlaub nicht zahlen kann, den ihr großer Macker unbedingt machen möchte - aber bei euch kann sich doch jeder selbst sein Leben bezahlen und die Dinge kaufen, die er will. Ihr wohnt aktuell nicht mal zusammen - also seid ihr auch wirtschaftlich kein Team.
 
  • #17
Aus meiner Sicht geht es nicht nur um "Geiz", auch wenn das ein gerne genommenes Attribut für Männer in Überschriften ist...

Mein Partner springt auch immer wieder wenn monatlich wieder Geld gefordert wird und bringt es dann zu Exfrau und Tochter.
Da Du eigene Kinder hast, finde ich diesen Satz fast schon unverschämt. Dein Partner hat eine Unterhaltsverpflichtung, die Du ja für Deine Kinder von deren Vater auch bekommst. Wählbar oder freiwillig ist das nicht.

Mein Partner ist selbstständig und hat 3 Euro mehr zur Verfügung wie ich. Ich habe einen normalen Bürojob und erhalte nur Unterhaltsvorschuss für meine Kinder.
Macht klar: die Forumsteilnehmer bezahlen das mit ihren Steuern und Du beklagst Dich, dass es nicht genug ist. Wie wäre es also mit dem Vater der Kinder?

Wir haben 2,5 Jahre zusammen gewohnt. Vor einem halben Jahr bin ich ausgezogen, ...
Wenn ich meinen Freund frage, was denn ist wenn ihm was passiert? Ich darf dann ja rein rechtlich noch nicht mal sein Haus betreten. Ich frage ihn das so oft, er weicht immer aus und sagt er hat sich da noch keine Gedanken drum gemacht.
Wenn man irgendwo auszieht, gibt man die Schlüssel ab und hat kein Recht mehr, die Wohnung zu betreten. Hat er einen Schlüssel von Deiner Wohnung? Was wäre Deine Lösung? Rein rechtlich nützt Dich ja auch ein Schlüssel nichts. Zielst Du auf eine Heirat ab oder was möchtest Du erreichen?

Ich komme da irgendwie ganz schlecht mit klar vor allen Dingen, weil er auch jeden Monat ohne murren und knurren den Unterhalt zu seiner Exfrau und Tochter bringt und ich jeden Euro zusammenhalten muss.
Wenn Du mit Deinem Geld nicht klarkommst, ist das doch zunächst mal Dein Problem. Lebensstandard runter oder eben mehr oder woanders arbeiten... Bei LAT doch sowieso...

Nach über 6 Jahren weiß ich so langsam nicht mehr wie das weiter gehen soll. Irgendwie fühle ich mich auch nicht so ganz gewertschätzt von meinem Partner.
Mir ist die Zielsetzung von Deinem Gejammer nicht ganz klar. Dein Einkommen ist zu gering. Er hat offenbar auch nicht übermäßig viel mehr, weil er Unterhalt zahlt. Wenn "Wertschätzung" für Dich finanzielle Unterstützung ist, hast Du den falschen Partner. Er aber irgendwie Recht, mindestens aus männlicher Sicht.

Und ganz grundsätzlich: "geizig" ist er wohl nicht. Er gibt sein Geld nur nicht da aus, wo Du es gerne hättest...
 
  • #18
Noch zur Ergänzung: Dies ist meine zweite längere Beziehung. Mit dem Vater meiner Kinder, zu dem seit Jahren kein Kontakt besteht (seinerseits aus) war ich sieben Jahre zusammen, danach sieben Jahre alleinerziehend und jetzt diese 6jährige Beziehung.
 
  • #19
Wir gehen so gut wie nie Essen, am Wochenden bekomme ich mal ein bis zwei Dosen Whiskey Cola, dass muss seiner Meinung nach reichen.
Tja, wenn frau sich mit sowas abspeisen lässt... wie darf ich mir das vorstellen? ihr geht zusammen einkaufen und er spendiert dir großzügig aus dem Kühlregal eine Dose Whisky Cola oder an der Tankstelle? Oder bringt er die mit, wenn er dann zu dir abends kommt?

Andererseits frage ich mich wie er zu dem Spruch kommt "das muss reichen." Hast du dich beschwert, statt dich zu bedanken? Ich glaube dir fehlt auch irgendwie das Feeling, einen Mann dazu zu bringen, etwas für dich zu tun. ( Meckern und Beschweren ist das denkbar Dümmste, was frau tun kann)

Deine Vorstellung finde ich aber auch überzogen. Wenn er mehr verdient und dann ein Haus besitzt, geht dich das nun mal nichts an, er muss es dir auch nicht vererben. Du hast ja auch zur Anschaffung schließlich nichts beigetragen oder?

Und wenn du dort jahrelang kostenlos wohnst, kannst du ja die eingesparte Miete für den Fall, dass ihm was passiert, sparen, um ein finanzielles Polster zu haben.

Dass er Unterhalt für das Kind zahlen muss ist normal und gesetzlich vorgeschrieben.

Dass er dies in bar vorbeibringt, hat sicherlich mit Gründen zu tun,die das Finanzamt sicher sehr interessieren würden.

Dass eine 18-jährige noch nicht genau weiß, was sie beruflich machen will, vielleicht ein Praktikumsjahr macht und dann erst studiert oder dann erst danach eine Ausbildung macht, finde ich auch völlig normal und nicht zu beanstanden, es besteht ja eben kein Grund, schnellstmöglich Geld verdienen zu müssen, wenn Papa sie finanziert.

Aber auch hier es ist das Geld, was er verdient und nicht du, also hast nichts darüber zu bestimmen, was er damit macht.

Ich sehe da eine Menge Neid bei dir und Ansprüche, die du schlichtweg nicht zu haben hast.

Auf der anderen Seite sehe ich aber eben auch diesen Partner, der dir nichts Gutes tun will. Anderen gegenüber aber durchaus großzügig ist, also niemand, der grundsätzlich geizig ist.

Also ist die Frage, warum er dir gegenüber nicht großzügig ist.

Kennt er deine Anspruchshaltung und deine Vorwürfe hinsichtlich dessen, was er mit seinem Geld zu machen hat?

Ich denke grundsätzlich kommt man mit Bescheidenheit weiter als mit Anspruchsdenken.

Ich denke hier ist von Anfang an bei euch einiges schiefgelaufen. Du hast an ihn als Mann zu geringe Ansprüche gestellt, was Aufmerksamkeit und Wertschätzung betrifft. Stattdessen schielst du eben neidisch auf das, was er anderen zukommen lässt und was er hat.

Und diese Dynamik hat sich bei euch eingeschlichen seit vielen Jahren, ich glaube nicht, dass sich daran jemals noch etwas ändern lässt.
 
  • #20
Also mal ganz abgesehen davon, dass man sich schon fragt, wie eure gemeinsame Wochenendgestaltung so aussieht, wenn du da öfter mal ein bis zwei Dosen (Dosen?!) Whiskey-Cola bekommst...

Für mich hört sich das sehr nach Neid auf die Ex-Frau und Tochter an an. Dass die Ex sich komplett von ihrem Neuen finanzieren lässt, sollte dich aber nur insoweit interessieren, als dass sie damit keine Unterhaltsansprüche für sich selbst an deinen Freund mehr hat (falls ihm das echt nicht bekannt sein sollte, kannst du ihn ja einmal drauf hinweisen). Du solltest dir ihre Lebensweise aber nicht zum Maßstab deiner eigenen machen bzw. daraus ähnliche Ansprüche an deinen Freund ableiten. Schon garnicht, wenn ihr fast auf den Euro genau gleich viel verdient.

Mit dem eigenen Geld kann jeder machen, was er will. So blöd das klingt, aber wenn du zwei Kinder haben wolltest und deswegen mehr aufs Geld schauen musst als er, ist das deine Lebensentscheidung. Wenn er sich von seinem Geld lieber ein neues Auto gönnt, ist das auch okay und hat mit dir nichts zu tun.

Ich könnte mir zudem vorstellen, dass ihm nach diesem "Zurück" in eurer Beziehung klar geworden ist, dass ein klassisches Zusammenleben (inklusive Heirat, Familienleben und Co.) mit euch nie funktionieren wird. Ihr habt es versucht und es gab nur Streit. Möglicherweise zieht er daraus den Schluss, dass diese Beziehung keine langfristige Perspektive hat bzw. nur in der bestehenden Form weiterlaufen kann, und investiert entsprechend wenig – auch in emotionaler Hinsicht.

Das ist etwas, was mir als Partnerin sauer aufstoßen würde. Eine liebevolle, wertschätzende und von gegenseitiger Unterstützung geprägte Beziehung sieht in der Tat anders aus. Aber auch da denke ich, wenn sich das jetzt sechs Jahre so eingespielt und auch für dich funktioniert hat, wird es schwierig werden, das jetzt noch von Grund auf zu ändern. Nichtsdestotrotz kannst du es versuchen. Dazu müsstest du ihm mitteilen, was dir (an nicht-materiellen (!) Dingen) fehlt und was du dir wünschen würdest, anstatt im Stillen Erwartungshaltungen aufzubauen und Missgunst gegen Ex und Tochter zu hegen.

Es gibt auch den Tipp, in einer Beziehung genau das zu geben, was man sich selber wünscht. Mehr Umarmungen? => Den Partner mehr umarmen. Kleine Aufmerksamkeiten? => Den Partner von sich aus mit solchen bedenken. Einladungen zu schönen Aktivitäten? => Dem Partner eine solche machen. Das ist insofern schön, als dass er sich in der Regel freut, es selbst genießen lernt und sich normalerweise revanchieren will, wodurch eine aufwärts-Spirale entstehen kann. Wohingegen bei "Mach du erstmal und zeig mir, wieviel dir an mir liegt! "-Gesprächen schnell negative Stimmung, Druck und Trotzhaltung entstehen können.

Unabhängig davon solltest du dir überlegen: Wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist – wärst du damit glücklich? Wenn nicht, zieh Konsequenzen.

W, 27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #21
Ich finde "geizig" hat auch etwas mit fehlender Grosszügig zu tun. Das ist nicht nur materiell gemeint, sondern auch innerlich. Ich weiss nicht, ob du wirklich darunter leidest, dass er sein Geld für sich ausgibt. Ist es nicht eher auch eine innere Haltung der Grosszügigkeit, die du vermisst? Ich kenne geizige Menschen, habe auch solche im Freundeskreis. Es stört mich nicht, dass ich immer den Kaffee für beide zahle oder grundsätzlich grosszügiger bin. Viel eher irritiert mich eine gewisse Kleinlichkeit im Denken/Handeln und das fühlt sich für mich unfrei an.

Ein Partner, der innerlich nicht grosszügig ist, ist es äusserlich oft auch nicht. Innere Grosszügigkeit hat für mich auch damit zu tun, dass ich dazu beitragen möchte, dass es einem Menschen gut geht, ich eine wohlwollende Atmosphäre schaffe.

Ein Partner, der nie das Bedürfnis hat, mich einmal einzuladen, oder etwas zu liebe zu tun, einfach weil "schenken" Freude macht, würde ich selbst nicht suchen. Es wäre mir zu eng, innerlich.
 
  • #22
weil er auch jeden Monat ohne murren und knurren den Unterhalt zu seiner Exfrau und Tochter bringt
Ja sicher macht der das. Dazu ist er doch auch verpflichtet, oder?
Wäre ja unmöglich, wenn er plötzlich seine Tochter nicht mehr finanzieren würde. Sie hat Anspruch darauf.
Deshalb "springt" er nicht, sondern er erfüllt seine Pflichten.
und erhalte nur Unterhaltsvorschuss für meine Kinder.
Tja das war deine Ausgangssituation. Dein aktueller Partner zahlt eben den Kindesunterhalt für SEIN Kind, so wie sich das gehört. Dein Ex tut dies für seine Kinder nicht.
Es wäre jetzt vermessen, zu verlangen, dass dein aktueller Partner auch keinen Kindesunterhalt mehr zahlt.
Es gibt nicht den geringsten Grund, sich deshalb ungerecht behandelt zu fühlen.
Ihre Mutter ist nach der Trennung meines Partners sofort schwanger geworden und hat direkt wieder geheiratet
Die Situation dieser Mutter und Tochter, geht dich überhaupt nichts an.
Schau auf dich selbst und nicht auf andere.
Er redet nie mit ihr über Ihre Zukunft und das sie vielleicht mal eine Ausbildung machen soll und ihr eigenes Geld verdienen soll
Das weißt du nicht und es geht dich auch nichts an. Es ist ekelhaft, dass du das Kind sofort in die Selbstständigkeit ekeln willst. Die Tochter darf überlegen, welche Ausbildung sie machen will. Ob sie studieren gehen will usw. Auch das wird der Vater mitfinanzieren und nicht plötzlich alle Zahlungen einstellen.
Von daher sehe ich das hier, als nicht ganz richtig an:
Ich habe ihr aber noch nie etwas getan und habe mich bewusst immer zurück gehalten.
Du hältst dich nicht zurück, sondern willst, dass die Tochter so schnell wie möglich ihr eigenes Geld verdient, damit du vom Geld des Vaters mehr hast.
Außerdem bist du es, die über die Ex deines Partners lästert.

Dein Partner ist nicht dafür verantwortlich, dass du mit 22 bereits Mutter wurdest und jetzt zwei Kinder hast, die keinen Kindesunterhalt erhalten.
Der Ursprung dieser Lage entspringt DEINER Vergangenheit, nicht seiner.
Irgendwie fühle ich mich auch nicht so ganz gewertschätzt von meinem Partner.
Ich würde mich an Stelle deines Partners wie der Geldesel fühlen und nicht wertgeschätzt.
 
  • #23
Noch zur Ergänzung: Dies ist meine zweite längere Beziehung. Mit dem Vater meiner Kinder, zu dem seit Jahren kein Kontakt besteht (seinerseits aus) war ich sieben Jahre zusammen, ....
Die spannende Frage ist doch: zahlt er Unterhalt oder nicht. Und wenn nicht, warum nicht?

Wie ist Dein Beitrag zum gemeinsamen Wochenende, wenn Du ja offenbar regelmäßig bei ihm bist? Bist Du auf zwei Dosen Whisky-Cola angewiesen?

Für meine Kollegen ist es selbstverständlich, Ihren Fauen kleine Aufmerksamkeiten zu machen und sie im täglichen Leben zu unterstützen. Für meinen Vorgesetzten ist es wichtig, dass eine Frau abgesichert ist, wenn ihm was passiert.
Du verwechselst da etwas. Bei Deinen Kollegen wird es sich oft um eine langjährige Ehe mit gemeinsamen Kindern handeln. Aus meiner Sicht ein grundlegender Unterschied zu späteren Beziehungen.
Frage doch Deinen Vorgesetzten, was er sonst so macht. Ich habe da wenig Verständnis.
Die "Frau" wolltest Du nicht werden, denn die Streitereien waren Dir so zuwider, dass Du ausgezogen bist. Damit ist aus meiner Sicht die langfristige Perspektive doch sowieso erstmal vom Tisch. Jetzt den Anspruch an eine Absicherung zu haben, ist irgendwie eigenartig. Absichern ist ein Thema bei gemeinsamen Kindern oder in langjährigen Beziehungen.
Heutzutage eigentlich ein Thema, bei dem sich jeder selbst kümmert. Dein Partner gibt einen Teil seiner Vorsorge an seine Exfrau ab, die sich um die Kinder gekümmert hat. Für diese Lücke ist er bei Dir nicht zuständig. Deine Absicherung ist zunächst Deine Baustelle. Sein Vermögen wird üblicherweise bei seiner Tochter landen.

Wie handhabst Du das umgekehrt? Steht er als Erbe in Deinem Testament? Gibt es eine Vorsorgevollmacht zu seinen Gunsten?
 
  • #24
Ich finde "geizig" hat auch etwas mit fehlender Grosszügig zu tun. Das ist nicht nur materiell gemeint, sondern auch innerlich. Ich weiss nicht, ob du wirklich darunter leidest, dass er sein Geld für sich ausgibt. Ist es nicht eher auch eine innere Haltung der Grosszügigkeit, die du vermisst? Ich kenne geizige Menschen, habe auch solche im Freundeskreis. Es stört mich nicht, dass ich immer den Kaffee für beide zahle oder grundsätzlich grosszügiger bin. Viel eher irritiert mich eine gewisse Kleinlichkeit im Denken/Handeln und das fühlt sich für mich unfrei an.

Ein Partner, der innerlich nicht grosszügig ist, ist es äusserlich oft auch nicht. Innere Grosszügigkeit hat für mich auch damit zu tun, dass ich dazu beitragen möchte, dass es einem Menschen gut geht, ich eine wohlwollende Atmosphäre schaffe.

Ein Partner, der nie das Bedürfnis hat, mich einmal einzuladen, oder etwas zu liebe zu tun, einfach weil "schenken" Freude macht, würde ich selbst nicht suchen. Es wäre mir zu eng, innerlich.
Danke für Deinen Beitrag, du sprichst mir aus der Seele. Genau das meine ich mit meinem Post. Ich denke, dass ich mich nicht richtig ausgedrückt habe.
 
  • #25
Für mich ist noch nicht mal eine Kleinigkeit drin...Wenn er sagen würde, dass er stolz auf mich ist, wie ich mein Leben meister
Ich weiß, es klingt vermutlich hart, aber Du bist kein 3-jähriges Kind mehr, welches sich nur bei Gesten gemocht fühlt und welchem man in Bezug auf alltägliche Dinge gut zureden müsste, damit es nicht zu weinen beginnt. Wieso sollte er denn Dinge bewundern, an denen er nichts Außergewöhnliches erkennen kann? Erklärst Du ihm denn, dass Du stolz darauf bist, wie er sein Leben meistert?

Im Gegensatz zu Dir, scheint er Deine Lebensweise bw. Dein Umfeld wenigstens zu akzeptieren und nicht abzuwerten. Du wertest ihn hingegen als geizig ab...wertest es ab, dass er anders mit seiner Tochter umgehen müsse bzw. nicht in eine Ausbildung drängt..wertest es ab, dass der Tochter vorgelebt und gefördert würde, nicht für sich selber sorgen zu brauchen..wertest es ab, dass er "springt", wenn Ex und Tochter etwas fordern...Du wertest es ab, dass er Spaß daran hat, sich ein teures Auto zu leisten...Du wertest es ab, dass er sich keine Gedanken über Deine Absicherung machen würde...

Was hast Du denn veranlasst, um ihn abzusichern, wenn Dir etwas zustoßen sollte?

Ich komme da irgendwie ganz schlecht mit klar vor allen Dingen...weil ich jeden Euro zusammenhalten muss.
Vielleicht hat er Deinen Ratschlag in Bezug auf seine Tochter ja ernst genommen, dass man anderen vorleben sollte, dass man sein eigenes Geld verdienen soll und dass man für sein Leben und seine Finanzen selber zuständig ist.

Mit anderen Worten, Du nervst ihn mit Deinem Anspruchsdenken und respektierst ihn nicht, wenn er diesbezüglich zur Zeit keinen weiteren Klärungsbedarf sieht, weil man solche Dinge erst recht dann nicht gerne macht, wenn der Gegenüber es quasi als Selbstverständlichkeit betrachtet und Anspruchsdenken hat.

Ihr habt es bisher ja doch nicht einmal hinbekommen, dauerhaft harmonisch und zufrieden zusammen in einem Haushalt zu wohnen ("öfter Streit") bzw. Vertrauen in Nachhaltigkeit zu erarbeiten.

Wie würdest Du es finden, wenn er von Dir bei einen solchen "unfesten" Beziehung bereits die Erwartungshaltung formulieren würde, dass Du ihn doch abzusichern solltest und Dein Vermögen als Sicherheiten der Bank im Hinblick auf seine Risikogeschäfte übertragen sollst? Würdest Du es als wertschätzend empfinden, wenn er das Thema immer wieder vorwurfsvoll anspricht und nicht respektiert, dass Du so eine Entscheidung bisher nicht treffen möchtest (vielleicht auch weil Du bisher mehr Verantwortung in Bezug auf Deine eigenen Kinder fühlst und wenn überhaupt Deinen Kindern zukommen lassen möchtest)?

Mit Deinem Erwartungshaltungen und Gernerve erreichst Du nur, dass der Gegenüber sich genausowenig gewertschätzt fühlt und erst recht bei seiner Ansicht bleibt.
 
  • #26
Da ihr beide in einer sehr ähnlichen Einkommensklasse seid, verstehe ich nicht warum einer für den anderen überhaupt etwas finanzieren muss?
Nun, Sie scheint deutlich weniger zu verdienen - die "3€ mehr" stehen für mehr.
Und nachdem er bei allen "großzügig" ist, möchte sie auch etwas davon.

Großzügig - er zahlt Unterhalt, das ist seine Pflicht.
Und die 18 jährige macht ja Ausbildung, vielleicht studiert sie, dann wird es weiter gehen mit Unterhalt?
Das ist aber nicht großzügig.
OK, und er hat sich ein Auto gegönnt. Nun, das ist seine Entscheidung, was er kauft, wie teuer...
Ich käme nicht auf den Gedanken, meinen Partner zu fragen, ob ich mir eines kaufen kann. Wenn ich entscheide, ich brauche, dann kaufe ich, und zwar das, das ich möchte (und was ich mir leisten kann).

Ich sehe es generell so, jede*r hat sein Auskommen, warum soll da jemand den /die andere querfinanzieren?
Es ist was anderes, wenn man zusammen lebt, dann wird man schauen müssen, wie sich die Lasten verteilen - am Ende wird es bei uns eine gemeinsame Kasse für den Alltag geben, wo jede*r die gleiche Summe hinein gibt... Fertig. Machen wir in Urlaub auch schon, klappt gut.
Aber, FS, ihr lebt nicht mal zusammen, das hat nicht funktioniert. Warum soll er da querfinanzieren?

Einladungen, beidseitig, oder mal eine immaterielle Grfälligkeit, oder eine kleine Aufmerksamkeit ist ein anderes Thema. Allerdings eben beidseitig, keine Einbahnstraße.

FS, wo warst Du schon großzügig?

W, 51
 
  • #27
den Tipp, in einer Beziehung genau das zu geben, was man sich selber wünscht. Mehr Umarmungen? => Den Partner mehr umarmen. Kleine Aufmerksamkeiten? => Den Partner von sich aus mit solchen bedenken. Einladungen zu schönen Aktivitäten? => Dem Partner eine solche machen. Das ist insofern schön, als dass er sich in der Regel freut, es selbst genießen lernt und sich normalerweise revanchieren will, wodurch eine aufwärts-Spirale entstehen kann.
Ja, volle Zustimmung, das ist wirklich ein guter Rat! Hier im Forum liest man öfters, dass Frauen teilweise jahrelang darauf warten, dass ihr Partner sie im Alltag mehr umarmt oder mehr Aufmerksamkeit gibt -- anstelle es einfach selbst zu tun! Bring du ihm doch beim nächsten Treffen mal spontan Blumen oder selbstgebackene Kekse mit, sei fröhlich, umarme ihn, sage ihm, wie lieb du ihn hast. Schei* auf Geschlechterrollen, Frauen können ihre Partner auch beschenken. Man soll immer das schenken, was man selbst gerne hätte.
Für meine Kollegen ist es selbstverständlich, Ihren Fauen kleine Aufmerksamkeiten zu machen und sie im täglichen Leben zu unterstützen. Für meinen Vorgesetzten ist es wichtig, dass eine Frau abgesichert ist, wenn ihm was passiert.
Das macht man so in ernsthaften Langzeitbeziehungen/Ehen, wenn man zusammen lebt und gemeinsame Kinder hat. Du bist aber nicht wirklich seine Lebensgefährtin, sondern die nette Wochenend-Freundin. Ihr habt beide ein eigenes Leben und seht euch gelegentlich für ein paar nette Stunden. Das kann funktionieren, wenn es beiden reicht. Dir reicht es scheinbar nicht.
Noch zur Ergänzung: Dies ist meine zweite längere Beziehung.
Du hast noch nicht viel Beziehungserfahrung und bist noch relativ jung. Kann es sein, dass du dir eigentlich keine Wochenend-Beziehung, sondern eine "Lebensbeziehung" wünschst, also so was wie eine Ehe, wo ihr für immer zusammenbleibt, euch unterstützt, Geld und Haus teilt? Frage dich selbst: Was für eine Beziehung möchtest du EIGENTLICH?
 
  • #28
Hier im Forum liest man öfters, dass Frauen teilweise jahrelang darauf warten, dass ihr Partner sie im Alltag mehr umarmt oder mehr Aufmerksamkeit gibt -- anstelle es einfach selbst zu tun
Nee, das machten die schon zig Jahre vorher und dann fiel ihnen auf, dass vom Partner dahingehend nie was kommt. Die Frau macht immer den Anfang, er nie.
Schei* auf Geschlechterrollen, Frauen können ihre Partner auch beschenken.
Darum geht es nicht. Es geht darum, dass man was gibt, was man sich auch wünscht, aber NIE zurückbekommt, egal, wieviel man "reingibt". Wenn Umarmungen dazu gehören, dass ich so meine Liebe ausdrücke, und mein Partner umarmt mich nie von selbst, fühle ich mich irgendwann nicht geliebt und vielleicht nie geliebt.

Man soll immer das schenken, was man selbst gerne hätte.
Nee, auch nicht. Man sollte das schenken, was der andere sich wünscht.

Oder war Dein Abschnitt Ironie 🤔
 
  • #30
Ich lese da sehr viel Widersprüchliches. Viel Neid auf materielle Werte der anderen, und im nächsten Post behauptest du, du wärest auch mit einem Gänseblümchen zufrieden. Und was soll die Frage, was mit seinem Haus ist? Ihr wohnt getrennt, und wenn ihm was passiert, holst du deine Sachen und gut ist. Ums Ausräumen können sich ja dann seine Angehörigen kümmern.

Denk doch mal gründlich nach. Du bist aus seinem Haus wieder ausgezogen, weil ihr euch so viel streitet. War das eure gemeinsame Idee? Nach allem, was du hier so schilderst, fühlst du dich von ihm schlecht behandelt. Eure Wochenenden findest du anscheinend eher öde, dir fehlt es an Aufmerksamkeit. Da geht es doch um viel mehr als nur materiellen Geiz.

Und dein Neid auf die Tochter, die mit 18 so langsam mal Geld verdienen soll..... aber dazu haben dir hier ja schon einige andere was gesagt. Du hast doch selber Kinder, wie würdest du es finden, wenn dein Lebensgefährte so über sie denken würde, wenn du die gut Betuchte wärst und er der, der aufs Geld gucken müsste?

Ich würde mich übrigens trennen, mit 39 muss man sich sowas nicht antun.