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Gast

  • #1

Ist man geldgierig wenn man Unterhalt für die Kinder nimmt?

Hallo,
Ich musste jetzt hier einfach mal nachfragen da ich jetzt so unsicher bin. Ich (35) bin seit 7 Jahren geschieden und bin seit 3 Jahren in einer neuen Beziehung. Mein Ex zahlt 1000 euro für Unterhalt für die 3 Kinder da er gut verdient. Das wurde per Jugendamt berechnet und von ihm eingefordert.
Jetzt kam die Schwester meines Freundes und meinte warum ich so viel Unterhalt nehme. Ob ich kein schlechtes Gewissen habe. Sie fände es nicht so toll. Vor allem wenn man neuen Partner hat wäre es für die neuen Partner kein schöner Gedanke das da Geld vom ex kommt.
Sie ist auch geschieden und hat drei Kinder aus der ehe und hat neu geheiratet und noch ein Kind bekommen. Ihr ex hat nie Unterhalt bezahlt da er einfach ins Ausland abgehauen ist und nichts von seinen Kindern wissen will. Mein ex kümmert sich aber um die Kinder und hat regelmäßig Kontakt.
Mein Freund sagt das es meine Sache ist. Zudem wohnen wir nicht zusammen und er will auch die nächsten zwei Jahre nicht zusammen ziehen. Meine Kinder gehen alle zur schule. Das jüngste ist 9 jahre alt und die älteste ist 14. Ich arbeite auch Teilzeit und verdiene damit aber nicht genug.
Muss ich jetzt wirklich ein schlechtes Gewissen haben? Ihrer Meinung müsste ich darauf verzichten und selbst klar kommen. Wir haben auch Altschulden von der ehe die wir beide abzahlen und alles andere wegen Kinder wird auch gemeinsam entschieden. Mein ex würde am liebsten auch keinen Unterhalt zahlen oder weniger. Ich hatte ihm aber auch gesagt das er weniger zahlen kann wenn ich mehr verdienen werde.
Mir geht das jetzt nicht mehr aus dem Kopf das die Schwester mir das so sagte.
Vor allem drückte sie sich so aus als wäre ich eine geldgierige Frau.
Dabei habe ich auf meinen Trennungsunterhalt verzichtet und fordere kein weiteres Geld oder Hilfe.
Wie seht ihr das?
Gruß
Die FS
 
  • #2
Du dürftest gar nicht auf den Kindesunterhalt verzichten, der steht nämlich per Gesetz den Kindern zu.

Du kannst auf Deinen eigenen Unterhalt verzichten, das habe ich auch gemacht, weil es nicht nötig ist und ich vollumfänglich frei sein wollte, mein Ex aebenfalls.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Vater, der seine Kinder liebt und viel verdient (beides!), seine finanzielle Beteiligung an den Kindeskosten streichen MÖCHTE. Mein Exmann zahlt für die drei, die bei mir sind, sogar mehr, und ich könnte trotzdem problemlos aufschlüsseln, wohin dieses Geld fließt. Auch ich zahle für meinen großen Sohn, der nicht mehr bei mir wohnt, in ähnlicher, aber auch für mich völlig vertretbarer Größenordnung.

Kinder brauchen eben Geld, das war absehbar, und die Höhe ist abhängig vom gemeinsamen Lebensstil. Auch in Ordnung! Hab kein schlechtes Gewissen, es wäre ja noch schöner, zukünftige Partner von AEs finanziell für die Kinder eines anderen Mannes mithaften zu lassen, und wenige AEs verdienen so viel, dass sie das allein stemmen könnten. Vor allem MÜSSEN sie es nicht aus moralischen Gründen- es sind und bleiben gemeinsame Kinder!
 
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Gast

  • #3
Jetzt kam die Schwester meines Freundes und meinte warum ich so viel Unterhalt nehme. Ob ich kein schlechtes Gewissen habe. Sie fände es nicht so toll. Die FS
Ach Mami, die "liebe" Schwester deines Freundes kann denken wie sie will, selbstverständlich kann sie ihre Meinung sagen, die ich übrigens als absolut daneben finde, aber wir sind ja ein Land mit Meinungsfreiheit.

Ich verstehe nicht, warum du deren Gedanken ernst nimmst, denn deine Kinder haben ein Anrecht auf gesetzlichen Unterhalt. Du als Vormund bist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass deine Kinder zu ihrem Unterhalt des Vaters kommen.

Mir scheint, diese Frau ist nur neidisch, weil sie leider Pech mit ihrem Kindesvater hatte und will ihren innerlichen Frust an dir auslassen. Lass das nicht zu!

Also, denke nicht so viel drüber nach und lass so ein Geschwätz ins Leere laufen bzw. frage mit Charme und Lächeln zurück, was sie das angeht und das andere Menschen bzw. Frauen nicht so denken und handeln müssen wie sie.

eine Mutter, die selbstverständlich den Kindesunterhalt eingefordert hat
 
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Gast

  • #4
Kindesunterhalt ist für Miete, alle Kleider und Schuhe, Ausflüge, Essen, Versicherungen etc. 1000 Euro sind in einer Großstadt nicht so viel (was die Miete betrifft). Außerdem kümmerst Du Dich um die Kinder die meiste Zeit... Du bist nicht geldgierig!!!
 
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Gast

  • #5
Es sind Eure Kinder !

Lass Dich nicht einschüchtern, wahrscheinlich hat sie es nötig sich selbst auf deine Kosten zu erhöhen, weil ihr Ex sich nicht kümmert. Sie ist neidisch auf einen Vater , der sich trotz Scheidung kümmert und darauf, dass du etwas Luft hast.
So wie ihr es macht ist es in Ordnung und 1000 Euro für 3 Kinder ist jetzt auch nicht übertrieben ! Man kann sich als Paar trennen , nicht von seinen Kindern !
 
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Gast

  • #6
Unterhalt für die Kinder zu nehmen, finde ich völlig in Ordnung, auch wenn Frauen damit im umgekehrten Fall oft Probleme haben. Ich habe von meiner Exfrau nie einen Cent für unseren Sohn erhalten, für den ich den ganzen Lebensunterhalt bestreite. Nicht in Ordnung finde ich nur, für sich selbst Unterhalt zu nehmen. Das wirkt erbärmlich. Frauen, die Geld vom Exmann oder Nochehemann genommen haben und sich um mich bemüht haben, habe ich sofort aussortiert. Es war auch völlig klar, dass sie sich nur aushalten lassen wollten - Fragen nach der Mitarbeiterzahl etc.
 
  • #7
Der Kindesunterhalt steht den Kindern zu. Punkt.
Deine Schwägerin in spe ist wahrscheinlich nur neidisch, weil sie ihre drei Kinder ohne Unterstützung vom Kindsvater durchbringen musste und nun an Deinem Beispiel sieht, wie viel einfacher das Leben mit einer solchen Unterstützung hätte sein können...
 
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Gast

  • #8
Viele Frauen sind geldgierig und fordern mehr und mehr Unterhalt für die Kinder, zusätzlich angeblichen Mehrbedarf und Sonderbedarf, den sie dann für sich selbst nutzen. Zusammen mit dem Kindergeld kommst du auf über 1.600 Euro monaltlich!!! für drei Kinder! Das ist sehr viel Geld, das drei Kinder in "normalen" Familien definitiv nicht kosten bzw. verbrauchen dürfen. Zumal du sagst, der Vater kümmert sich - heißt also auch, er hat weitere Kosten pro Monat wie Kinderzimmer, Fahrtkosten, Ausgaben für Aktivitäten, Essen usw.

Inwieweit dein Ex "viel" Geld verdient, wissen wir nicht. So unsagbar viel wird es aber nicht sein, und er dürfte am Selbstbehalt herumdoktern. Heißt: er hat 1000 bis 1200 für sich - du hast 1.600 + dein Einkommen in Höhe von mindestens ebenfalls 1000 oder sogar mehr für dich und die Kinder. Er muss genauso Miete, KFZ, Nebenkosten, Lebensmittel, Versicherungen und die zusätzlichen Kosten für die Kinder am WE sowie im Urlaub zahlen.

Sicherlich steht es im Gesetz, dass das Geld den Kindern zusteht - aber hinterfrage bei der nächsten automatischen Erhöhung durch die Düsseldorfer Tabelle einfach mal, ob er diese auch zahlen muss. Das jüngste Kind ist 9, da kannst du schon wieder ordentlich arbeiten gehen und Geld verdienen.
 
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Gast

  • #9
Der Kindesunterhalt ist gesetzlich vorgeschrieben und das nicht ohne guten Grund. Schließlich geht es um das Wohl der Kinder und diese haben ein Recht darauf. Natürlich kannst Du das mit Deinem Ex-Mann auch intern regeln, sofern Ihr Euch einig seid. Ist das nicht der Fall, hilft eben das Gesetz.

Entscheidend ist, dass es allein Eure Sache ist. Die Schwester Deines Freundes geht das absolut NICHTS an, sie hat da nicht mitzureden. Und deshalb ist ein schlechtes Gewissen auch völlig unangebracht, lass' Dir da bloß nichts einreden, egal von wem. Moralisch zu argumentieren und deshalb den Lebensstandard zu senken, wäre absurd und wohl kaum im Interesse Deiner Kinder.

w, mit Kind, für das der Unterhalt leider eingeklagt werden musste, weil der Vater meinte, nichts zahlen zu müssen
 
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Gast

  • #10
Liebe FS,

beim Lesen Deiner schwillt mir der Hals.

So einen ausgemachten Blödnis von Deiner Schwester trifft man seltsamer Weise leider viel zu oft.

Ja, der Kindesunterhalt steht Deinen Kinder, per Gesetz, zu und ist keine Verhandlungsmasse.

Kinder benötigen nun mal Geld und daran haben sich gefälligst beide Elternteile zu beteiligen. Unabhängig was man(n) oder frau für sonstige Lebensumstände haben. "Notfalls" könntest Du es ja für sie anlegen. ES IST IHR/IHNEN ZUSTEHENDES GELD.

Unsere Kinder leben bei mir und meine Ex zahlt auch den Kinderunterhalt, obwohl ich das Geld nicht bräuchte. Es gibt nicht nur eine menschlich, soziale und moralische sondern auch eine finanzielle Verpflichtung sich (gemeinsam) um gemeinsame Kinder zu kümmern.

Also blase Deiner Schwester mal ordentlich den Marsch.

44m
 
G

Gast

  • #11
Hallo,

da das Geld für Ausgaben für die Kinder ist, hat das nicht mit geldierig zu tun sondern mit dem Umstand, dass Kinder halt einmal Geld kosten!

Ich zahle auch Unterhalt für meinen 16 jährigen Sohn und das ist auch recht so.

Über das Gerede einer Anderen würde ich mir keinen Kopf machen. Es ist nun mal so, dass du mit deinem Ex Kinder hast und er auch einen Teil dazu beitragen muss/soll/darf.

Viele Grüße
 
G

Gast

  • #12
Lass dir von dieser Frau keinen Schwachsinn einreden. Selbstverständlich steht dir der Kindesunterhalt zu. Wenn du darauf verzichten würdest, könnte man deinem Exmann sagen, was er für ein schlechter Vater sei, der nicht mal für seine Kinder Unterhalt zahlt.
Du erhältst das, was dir vom Gesetz her zusteht. Nicht mehr und nicht weniger! Auf eigenen Unterhalt hast du bereits verzichtet, das ist doch sehr großzügig.
Lass dir also von Leuten, die nur neidisch sind, nichts einreden. Glaubst du, die Frau würde den Kindsunterhalt zurückweisen, wenn sie ihn erhalten würde? Der Neidfaktor ist allzu offensichtlich zu sehen. Höre dran vorbei oder erwidere mal ein passendes Wort.
 
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Gast

  • #13
Kindesunterhalt ist gesetztlich geregelt - und das mit Recht. Du nimmt den vom JA berechneten Teil, das ist nur fair.

Was du aber tun solltest: Rede nicht mit anderen (Schwester des Freundes etc.) über finanzielle Dinge wie Unterhalt! Das geht sie nämlich rein gar nichts an. Wie kommt man dazu, mit jemanden über die Höhe des UNTerhaltes zu sprechen? Mal ehrlich. Behalte sowas für dich, dann mischt sich auch niemand ein. Ansonsten: Halte dich an die amtlich geregelten Beträge und alles hat seine Ordnung.
 
  • #14
Kann es sein, dass die Schwester deines Freundes es dir einfach nicht gönnt. Das Geld steht den Kindern zu, darauf würde ich an deiner Stelle nie verzichten. 1000 € für drei Kinder ist sowieso nur der Mindstsatz. Je älter sie werden um so teurer. W53, die nie Unterhalt für ihre Kinder bekommen hat
 
G

Gast

  • #15
Der Unterhalt für die Kinder ist dazu da um ihnen den Lebensstandard zu ermöglichen, den sie hätten wenn beide Elternteile zusammen in einer Beziehung leben würden. Wenn Du mehr verdienst erhöht sich durch dein zusätzliches Einkommen der Lebensstandard der Kinder, es entbindet den Vater nicht von seiner Zahlungsverpflichtung den Kindern gegenüber. Du hast auch nicht das Recht von deinen Kindern zu verlangen, dass sie ihren Lebensstandard reduzieren, weil du nicht möchtest, dass sie weiterhin Geld von ihrem Vater annehmen.

Einem fürsorglichen Elternteil, (egal ob Vater oder Mutter), ist es normalerweise wichtig, dass es seinem Nachwuchs gut geht. dass dadurch die betreuende Person teilweise mit profitiert z.B. durch komfortablen Wohnraum und höherwertiges Essen, ist ein Nebeneffekt den der zahlende Elternteil mit akzeptieren muss. Vergleiche es mit einem Kindermädchen, dass bei den Kindern lebt und dadurch auch den Vorzug der komfortablen Wohnräume hat, hier würde niemand auf die Idee kommen das Kindermädchen dafür zu beschimpfen, dass es bei den Kindern im Haus schläft und das gleiche Bad nutzt.

Die Reaktion der Schwester deines Freundes empfinde ich als reine Neid-Reaktion. Lass dich nicht beirren, du machst alles richtig und bist alles andere als geldgierig.

W 47 (ebenfalls alleinerziehend mit 2 Kindern)
 
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Gast

  • #16
Ja, ich wäre mir damals tatsächlich auch ein Stück weit geldgierig vorgekommen, wenn ich von meiner Ex-Frau auch noch Geld für die Kinder gefordert hätte. Sie war schon bestraft genug. Und sie hätte ein Riesen-Theater gemacht, wenn sie für ihre Kinder hätte zahlen müssen. Auf diesen Terror hatte ich keine Lust. Klingt abartig, aber genau so war es. Dabei hat sie nicht mal weniger verdient als ich. Und das Kindergeld für eines der Kinder hat sie obendrein beansprucht (weibliche Logik).

Wie auch immer. Ich hatte die Kinder. Die hatten sich schon vor der Trennung dafür entschieden, im Falle des Falles bei mir zu leben. Ich war dafür so dankbar - das war mit Geld gar nicht aufzuwiegen. Es war zwar finanziell nicht immer einfach - aber um keinen Preis der Welt hätte ich mit ihrer armseligen Mutter tauschen mögen. Daß die Kinder sich ihrem Terror entzogen haben, war für sie Strafe genug.

Die Konstellation, daß Mütter den Unterhalt verweigern, schein gar nicht so selten zu sein. Mein Mieter berichtete neulich ähnliches. Solange sein Sohn bei der Mutter lebte, hatte er Unterhalt zu zahlen. Jetzt, wo der Sohn bei ihm lebt, verweigert die Mutter den Unterhalt, obwohl sie verdient. Und er hat keine Lust, sich mit diesem Drachen zu streiten.

M
 
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Gast

  • #17
Ob es unmoralisch ist, wenn ein Vater Zeit und Geld in seine eigenen Kinder investiert und die Mutter das zulässt?
Wäre es erlaubt, wenn Vater und Mutter zusammenwohnen? Oder erst wenn sie verheiratet sind und ein gemeinsames Konto führen?

Ich kann nichts falsches daran erkennen, wenn beide Eltern sich um die gemeinsamen Kinder kümmern. Es wäre doch viel schlechter, wenn ein Elternteil davon abgehalten wird.

Und: wenn man jemanden fragt "willst du viel Geld für xy ausgeben, oder wärst du damit einverstanden xy gratis zu bekommen" würden sich wohl die meisten Menschen für "gratis" entscheiden. Du, FS, fände es doch auch schön, wenn der Vater 100% der Kinderkosten tragen würde und du dein Geld nur für dich alleine ausgeben könntest. In der Realität ist das aber kein gutes Finanzierungskonzept.
 
  • #18
Die Höhe des Kindesunterhaltes wurde mal von jemand Schlauem, der rechnen kann, festgelegt, richtet sich nach dem Einkommen des Barunterhaltspflichtigen und muss nicht diskutiert werden.
Du könntest auch Großverdienerin sein. Egal. Er ist der Vater, Kinder lösen sich nicht in Luft auf.

Ich stelle mir gerade vor, dass du klammheimlich den Kindesunterhalt am Jugendamt vorbei an den Vater zurückgibst und deinem Freund mitteilst, dass er euch jetzt unterstützen muss, weil ihr doch jetzt eine Familie seid. Da würde das Schwesterherz wahrscheinlich sparsam gucken. Bruderherz auch.

Gönn dieser Schwester vom Freund doch einfach ihre Heldenhaftigkeit. Glückwunsch. Sie hat es hingekriegt. Irgendwie. Deine Kinder müssen jedenfalls nicht irgendwie über die Runden kommen und deren Mutter auch nicht. Stress, der wegen Geldmangels aufkommt, kann einer Familie nicht guttun.

Und natürlich ist es so, dass getrennt lebende Elternteile unterm Strich weniger Geld für sich zur Verfügung haben. Zwei Wohnungen kosten eben mehr...
 
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Gast

  • #19
Kindsunterhalt ist die eine Seite - happy Family auf Kosten des Zahl-Vaters spielen die andere.

Dies mag möglicherweise nicht auf diesen Vater zutreffen, aber: Viele Väter wissen nicht mehr, wie sie den geforderten Kindsunterhalt überhaupt aufbringen und erwirtschaften sollen, leben in der Einzimmer-Wohnung, können sich trotz Vollzeitjob weder Auto noch Urlaub noch eine nächste Familie leisten - nur damit die Erstfamilie gut überleben kann. Die Sätze zum Überleben für Zahlväter sind schon sehr knapp bemessen - und der neue Mann an AE-Mütter-Seite darf das Familienleben mit den Kindern in vollen Zügen genießen. Wenn dann noch hinzukommt, dass die Mutter die Kinder entfremdet und dem Vater entzieht - weil sie ja Happy-Family mit dem neuen Mann spielen will, dann schlägt es dem Fass den Boden aus.

Daher sollte genau dieser neue Mann, der die Vorteile einer Familie genießt, auch die Nachteile leben dürfen - nämlich die finanzielle Versorgung. Denn ein reiner (ggf. wegen Fremdpo.pens entsorgter) Zahl-Vater hat nichts mehr von seinen Kindern, kein Lachen, keine Schulnoten, keine Nöte beim Liebeskummer oder aufgeschlagenen Knien - er hat nur noch den monatlichen Minus-Betrag auf seinem Kontoauszug und sein erbärmliches Leben, dass ihm nach Abzug aller Verbindlichkeiten bleibt. Schaut mal raus in die Welt, wie vielen Vätern es genau so geht! Und dann denkt bitte nochmal darüber nach! Danke!
 
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Gast

  • #20
Ich bekomme einen heiligen Zorn, wenn ich sowas höre, noch dazu wenn der Kommentar von einer Frau kommt, die genau weiß, was es heißt, Kinder ohne Unterstützung aufzuziehen.
Und ja, ich habe bei der Scheidung auf meinen Unterhalt verzichtet, arbeiten kann ich selbst, das Geld für die Kinder haben wir aber beide als Selbstverständlichkeit angesehen.
Wenige Jahre später, nach der schweren Erkrankung meines Ex, habe ich dann - nicht formal, aber de facto - in Absprache mit den Kindern ganz darauf verzichtet, um meinen Exmann, der für seine Erkrankung nichts kann, aber immer ein liebevoller Vater und Freund war, nicht vor Gericht zu zerren und komplett ins finanzielle Out zu schießen, das wäre nicht in Frage gekommen, zum Glück auch für die Kinder nicht, damals Jugendliche, nicht. Leicht war´s dann nicht, aber ich bereue es keine Sekunde.

Dennoch steht den Kindern der Unterhalt zu und aus deiner Schwägerin spricht ausschließlich der Neid. Hab ja kein schlechtes Gewissen. Alles Liebe!
w, 47
 
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Gast

  • #21
Ich sehe die Sache von zwei Seiten. Ich selber war auch einige Jahre alleinerziehend mit zwei, damals noch sehr jungen, Kindern und habe auf Unterhalt verzichtet. Mein Ex hat sich geweigert zu zahlen und ich habe ihn damit "durchkommen" lassen, sprich, den Unterhalt nirgends eingeklagt und auch keinen Unterhaltsvorschuss beantragt. Ich war (dank eines guten Jobs) schon damals in der Lage, den Lebensunterhalt für uns drei komplett alleine zu finanzieren und es ging uns immer gut dabei. Irgendwie stand mir mein Stolz im Weg und ich hatte Gedanken ala "warum soll ich ihm hinterherrennen und ihn um Geld anbetteln / bzw. ihn verklagen, wenn er es weder für nötig hält, sich weiterhin um seine Kinder zu kümmern, noch für sie finanziell aufzukommen. Dann verschwindet er eben komplett aus unserem Leben, in einigen Jahren wird er (hoffentlich) sehen, was er davon hat...!" Und für dieses Verhalten habe ich in meinem Umfeld stets nur Unverständnis geernet ala "aber das steht dir / euch doch zu, warum lässt du ihn damit durchkommen...?" Das war mir egal und ich stehe auch heute noch zu meiner Entscheidung und bin irgenwo auch stolz darauf, alles gut alleine hinbekommen zu haben!

ABER, ich finde generell nicht, dass du (oder andere Mütter) ein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn sie Unterhalt einfordern und annehmen! Es kommt eben immer auf die persönlichen Lebensumstände an. Das Hauptaugenmerk sollte immer darauf liegen, dass es den Kindern (weiterhin) gut geht und sie abgesichert sind! Und manchmal (meistens) klappt das eben nur, wenn der Vater Unterhalt zahlt und dann ist das auch gut und richtig so!
 
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Gast

  • #22
Sie hat eben Angst, dass ihr Bruder später abgezockt wird. Währet den Anfängen, ich würde meinen Bruder ebenfalls schützen wollen, kenne doch die Frauen...

Wenn dein Ex 1000 € zahlt, dann verdient er alles andere als gut, kann jeder ausrechnen!

Es sind alle Kinder in der Schule. Warum kein Vollzeitjob?
Ehrlich das kommt nicht gut rüber und man will für seinen Bruder eben eine gute Frau! Nichts für ungut, aber da wärest du auch nicht meine Wunschschwägerin...
 
  • #23
Daher sollte genau dieser neue Mann, der die Vorteile einer Familie genießt, auch die Nachteile leben dürfen - nämlich die finanzielle Versorgung. !
Dass der neue Mann in den Kindern nur Vorteile sieht, scheint doch sehr weit hergeholt. Sehr oft liest man von den Problemen, die in zusammengewürfelten Familien auftauchen.
Wenn es tatsächlich eine neue glückliche Familie wird, ist es den Kindern und auch der Mutter zu gönnen. Das Glück findet allerdings nicht seine Ursache in dem Kindesunterhalt des Vaters.
Dass du als Vater - vermute ich mal - keinen guten Draht zu Mutter und Kind hast, tut mir sehr leid.
Denn beides ist möglich: Glückliche Kinder in glücklicher (neuer) Familie und glücklicher Vater. Nur leider viel zu selten.
Mit dem Fall der FS hat dies jedoch nichts zu tun.

@ #15
Wenn man es sich WIRKLICH leisten kann, kann ich diesen Verzicht verstehen. Es ist doch immer ein Abwägen zwischen Pest und Cholera. Entscheidend für mich ist immer, wie kann ich den Kindern die glücklichste Kindheit bieten? Wie kann ich den Stress möglichst gering halten? Und da kann es durchaus das kleinere Übel sein, die Gerichtsdramen zu meiden.
Von Mütter sind so und Väter so, möchte ich mich jedoch distanzieren. Von nichtzahlenden Vätern liest man hier häufig - siehe Schwester des Freundes. Von nichtzahlenden Müttern auch. Beides ist verwerflich.
 
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Gast

  • #24
Mit 3 Kindern hast Du einen ordentlichen Teil dazu beigesteuert, dass ER weiter arbeiten gehen darf und du jahrelang nicht/kaum/Teilzeit arbeiten konntest und mehr nicht.
Du wirst nie so viel verdienen wie dein Exmann, gerade WEIL du eben auch den Erziehungs- und Versorgungsjob hattest.
Ich finde so gesehen, dass nicht nur den Kindern, sondern auch Dir Geld zustände.

Und was sind schon 1000€ im Monat bei 3 Kindern?? Große Sprünge können deine Kinder da nicht machen - Kleidung, Miete, Essen, Urlaube, Geburtstage, Geschenke, Restaurantbesuche, Friseur, evtl. ne Putzfrau, Ausflüge, Sport- /Musikunterricht muss ja auch bezahlt werden.
Und Du brauchst ja auch noch Geld zum Leben.
 
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Gast

  • #25
Nein, man ist nicht geldgierig, wenn die Kinder ihren Unterhalt erhalten!

Das ist ganz normal. Würden eure Kinder bei deinem Ex-Mann leben, würdest du mehr arbeiten und den Kindesunterhalt an ihn zahlen.

Die Schwester deines Freundes scheint eine dumme Nuss zu sein.
An ihrer Argumentation sieht man, dass sie Kindesunterhalt mit Lebensunterhalt für sich selbst gleichsetzt.

Solche Frauen mag keiner!

M49.
 
G

Gast

  • #26
Das ist absoluter Quatsch von Deiner Schwester. Meiner Erfahrung nach kosten Kinder sowieso viel mehr, als wie man Unterhalt für sie bekommt.

Und ehrlich, 1000 Euro für drei Kinder sind gar nicht mal so viel. Man hat die Miete, die Kleider, den Kühlschrank, Landschulheime, Schulmaterialien, sowieso die Fürsoge und Erziehung usw. usw., die ja man nicht konkret berechnen sollte. Trotzdem.

Außerdem haben ja Deine Schwester und Du ganz andere Lebensumstände. Sie ist verheiratet, Du hast "nur" einen Partner, der noch nicht einmal bei Dir wohnt, somit wahrscheinlich auch nicht großartig Dich bzw. Deine Kinder unterstützen wird.

Und, je älter die Kinder werden, desto mehr kosten sie. Sie brauchen einen Computer, ein Handy, irgendwann mal den Führerschein, die Landschulheime von den staatlichen Schulen werden auch immer teurer usw.

Hab kein schlechtes Gewissen, sei froh einfach, dass der Kindsvater bezahlt und Du ihm nicht hinterherrennen mußt.

Nicht ohne Grund gibt es die Düsseldorfer Tabelle.

Also, Du hast einen Rechtsanspruch darauf, sage das Deiner Schwester und damit ist gut. Vielleicht ist sie nur neidisch darauf, dass es bei Dir mit dem Kindsvater in dieser Hinsicht klappt und bei ihr nicht. Sie hätte halt nicht heiraten sollen, vielleicht macht jetzt ihr Mann ihr Vorwürfe, dass er ihre Kids mitfinanzieren muss.

Nur eine Mutmassung.

Also, es ist Alles ok bei Dir.

Viele Grüße
 
G

Gast

  • #27
Da muss ich doch noch mal klarstellen:

Kindesunterhalt ist abhängig vom Einkommen des zur Zahlung verpflichteten Elternteils geregelt und zwar per Gesetz.

Was soll das schwachsinnige Argumentieren mit den ach so armen am Hungertuch nagenden Männern, das Dritte bitte schön einspringen sollen, das man doch mehr eigenen Beitrag leisten sollte/muss, das "freiwillige" Verzichten oder gar "hinten herum" Zurückzahlen?

Der Kindesunterhalt ist ein eigener gesetzlicher Anspruch der Kinder und nicht der eines wie auch immer sich anders erdreistenden Erwachsenen.

Liebe FS,

Du handelst vollkommen richtig (zum Wohle Eurer gemeinsamen Kinder).

44m
 
G

Gast

  • #28
Da Du den Unterhalt als Stellvertreter eurer Kinder erhälst, bist Du nicht geldgierig. Denn das Geld gehört euren Kindern - nicht Dir. Aus dieser Frau spricht der blanke Neid.

w
 
  • #29
Auch Kinder brauchen Geld für ihren Lebensunterhalt.

Grundsätzlich ist also ein Bedarf = für Unterhaltszahlungen.
Und er sollte angemessen sein, für alle Betreffenden.
(Kindergeld wird immer angerechnet. Schmälert also den Kindesunterhalt.)

Es mag für den Unterhaltszahlenden viel Geld sein.
Aber das Kind hat seinen nachweisbaren Bedarf dafür.

Wenn aber z.B. die alleinerz. Mutter einen neuen Partner hat, dann fragt sich der Zahlende: Ist mein Geld für das Kind denn noch nötig ?
Tja, Pech. Der neue Partner ist ja nicht unterhaltspflichtig. Das Kind hat trotzdem seinen Bedarf.

Trotzdem kann es befremdlich wirken, wenn der neue Partner über höheres Einkommen verfügt.

Keine Gewissensbisse bitte - wenn man den Unterhalt braucht.

Braucht man ihn aber nicht zum leben, und er wäre nur ein Taschengeld,
dann sollte man sich moralisch fragen, ob man den Unterhalt Zahlenden weiter damit belasten will ?
Denn für ihn kann der Unterhalt eine große Belastung sein. Was sein eigenes Leben, und ggf. Partnersuche enorm einschränken kann, ggf. bis auf vgl. Hartz-4 Niveau.

Darüber soillte sich Jede/r klar werden, bevor er Kinder in die Welt setzt.
Was Kinder kosten. Und wieviel Unterhalt sie kosten, bei Trennung.

Ich kenne auch Fälle, wo es den Anschein hat, daß die AE-Mutter keinen Unterhalt bräuchte, aber trotzdem kassiert. Aber man kennt nicht die genauen Hintergründe im einzelnen Fall.
 
G

Gast

  • #30
Der Kindesunterhalt gehört den Kindern nicht Dir. Du bist überhaupt nicht berechtigt, zum Nachteil der Kinder auf Kindsunterhalt zu verzichten. Du hast Vorstellungen!

Wenn Du den Kindsunterhalt nicht für die laufenden Kosten brauchst, dann leg es auf das Sparkonto Deiner Kinder. Die freuen sich, wenn sie für Ausbildung und die 1. Wohnung ein Polster haben.