• #91
Zum einen das, und zum anderen ist es sogar der Garant für gewisses Unglück, weil solche Menschen ja immer auch Leute anlocken, die sie auf das Äußere reduzieren, als Trophäe sehen, ihnen Eigenschaften andichten - gute und schlechte und beides ist Mist. Bei den guten wie z.B. Sanftmut und liebevolles Wesen, wird überrascht geguckt, wenn man mal aggressiv wird, wenn einer ne Grenze übertritt oder überhaupt. Und dann ist es gleich ne Zicke und man hat sich ja soooo getäuscht. Bei den schlechten Eigenschaften geht es um Untreue, unterstellte Oberflächlichkeit, Promiskuität usw. Und das alles mal ganz abgesehen von Unterstellungen, man sei eingebildet, nur weil man den Leuten, die es erwarten, nicht entgegenkommt oder sie dichter an sich ranlässt.

Menschen, die immer auf ihr Äußeres reduziert wurden, denken oft selber, dass sie nichts weiter zu bieten haben. Und weil von ihnen verlangt wurde, lieb und nett zu sein, so dass es zur Oberfläche passt, können sie nicht rüde und abweisend sein, um sich andere vom Leib zu halten. Die müssen auch unterscheiden lernen, wie einer sich verhält, der wirklich an ihnen interessiert ist. Aber leider interessieren sich auch Menschen, die auf mehr als nur Oberfläche gucken, nicht für die Hübschen, weil sie durch die "glatte" Wirkung und das "glatte" Aussehen uninteressant rüberkommen, da keine wahrnehmbaren Ecken und Kanten (ich meine nicht in der Optik, sondern im Wesen). Und leider sind Menschen, die gelernt haben, mit ihrem Aussehen Wirkung zu erzielen, manchmal wirklich langweilig, weil sie von sich aus nur noch drauf aus sind, vom anderen schön gefunden zu werden und deswegen auch so "glatt" daherkommen. Also verhalten sie sich auf eine gewisse Weise flirtend, gefällig, reibungsarm, so dass vom Gegenüber Bestätigung kommen soll. dass sie hübsch, lieb und nett sind. Ich bin der Meinung, dass genau diese Schranke verhindert, dass man auch interessant wirkt als Mensch und damit potentielle Partner anzieht, die mehr wollen als nur Fassade.

Männer können wohl ihren Glatzkopf kompensieren - für Frauen scheint das schwieriger zu sein.

Ich denke, das ist allgemein das Problem, sich immer nur auf die Dinge zu konzentrieren, die man an sich schlecht findet, statt zu gucken, was man gut findet. Irgendwas wird es schon geben, bei dem man besser als andere abschneidet.
 
  • #92
Das Aussehen ist quasi nie der Grund, warum jmd kein erfülltes und erfüllendes Liebesleben hat.

Die mit Abstand mächtigsten Bremsen sind:

  • Nr 1: Das Ego
  • Angst das Gesicht zu verlieren
  • Angst die eigene Comfortzone zu verlassen
  • Angst vor Ablehnung
  • Nr. 2 most powerful force holding men and women back: Angst vor der berüchtigten Rufschädigung, Angst vor der Gesellschaft
  • Angst sich nicht gut zu fühlen
  • Angst vor Risikien
  • Angst davor tatsächlich nach den Dingen und Menschen zu streben, die man in seinem Leben will
  • Die lähmende Angst gewissen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Nicht so gut zu sein wie andere Menschen und es dann überhaupt nicht erst zu versuchen
  • Angst nicht männlich und souverän zu sein
  • Angst nicht weiblich zu sein
  • Angst was die Nachbarn, die Stadt, die Kollegen, selbst völlig fremde Menschen von einem denken
  • Angst aufzufallen
Fear is the one force that holds ppl back. Not their looks.

Langzeitkonditionierungen, die Einflüsse einer Gesellschaft, als emotionale Wahrheit wahrgenommene gesellschaftliche, vermeintliche Normen und Regeln.....

Würde ich sagen, dass das mächtige Einflüsse sind, wäre das untertrieben. Es gibt kaum Wörter oder Phrasen, die verdeutlichen könnten, wie heftig der Einfluss auf unser Handeln ist. Es sind diese Kräfte, die fast immer richtungsweisend und entscheidend sind.

Wer tatsächlich strebt und sich seinen Dämonen und Ängsten stellt, wird unweigerlich live und ungläubig erleben, was alles möglich ist. Das kostet jedoch mentale und emotionale Anstrengung. Man muss (für sich) unbekanntes Terrain erforschen. Sehr viel risikolustiger Leben, als wahrscheinlich so 99,9 % der Leute um dich herum, Hörensagen, Klischees, Meinungen quasi komplett ignorieren und alles 100 % selbst erforschen.

Das tun Menschen meist jedoch nicht.

Als mir klar wurde und gesagt und gezeigt wurde, dass Angst mich massiv zurückhält und ich begann meine Comfortzone zu verlassen und mich selbst den größten Ängsten zu stellen, wurde mir mit Ende 20 klar, was alles möglich ist.

Ich lernte Frauen kennen, die ich auch tatsächlich aufregend fand. Ich verlor komplett die Angst vor Körben oder was irgendwer von mir denkt.

Wer das alles nie konfrontiert, wird sich immer entschuldigen, bemittleiden, sich vergleichen und Anst haben.

Es ist absolut möglich sich Traummänner oder Traumfrauen zu fangen. Nicht jedoch so, wie die meisten Leute das tun. Abwarten, möglichst keine Risiken eingehen, auf die Initiative anderer warten, stets im sicheren Strom der gesellschaftlichen Masse schwimmen.

That is not the way. Took me 3 decades to finally realize that.
 
  • #93
wie ich genau diese sogenannten Makel so sehr an ihnen liebte.
Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: wir lieben nicht das (austauschbare) Muster, sondern ein einzelnes Individuum. In einen Menschen, der in hundertfacher Schema-F-Ausfertigung herumläuft, könnten wir uns nicht verlieben. Folglich muß der Partner individuelle Merkmale aufweisen, die ihn vom Idealbild unterscheiden. Ausgehend von diesem Ideal muß es sich dabei zwangsläufig um „Schwächen” handeln, nur: dieses Bild muß ich für mich ja nicht anerkennen – ich lege meine Schwerpunkte so, wie sie mir selbst taugen. Das Idealbild der Mehrheit meiner Geschlechtsgenossen (und der Medien) kann mir dabei gestohlen bleiben.
 
  • #94
Als mir klar wurde und gesagt und gezeigt wurde, dass Angst mich massiv zurückhält und ich begann meine Comfortzone zu verlassen und mich selbst den größten Ängsten zu stellen, wurde mir mit Ende 20 klar, was alles möglich ist.
Ist das nicht ein wenig theatralisch formuliert?
Einer Frau "Hallo" zu sagen, selbst wenns eine Promidame mit dem Label "Weltstar" ist - das kann doch nicht die "grösste Angst" eines Mannes sein ?!
Ich gebe dir insofern recht, dass Mann die eigene Comfortzone verlassen muss, aber das Risiko an sich ist doch überschaubar. Richtig ist, dass du daheim alleine mit der PS keine Frau kennen lernen wirst - du musst raus, unter Menschen. Du wirst auch keine Frau damit beeindrucken, dass du mit 5 Kumpels zusammen stehst und den Hintern jeder vorbeikommenden Dame kommentierst. Aber Risiko? Kein Interesse von ihrer Seite aus - ok. Kann passieren. Und der Grund ist vielleicht der Mann, der ihr gerade einen Drink holt. Ich selber habe bisher noch nie auch nur eine Ohrfeige für schlechtes Anbaggern bekommen - also, was soll passieren?
Und genau das gilt auch für die FS - einfach mal einem Mann, den du interessant findest, einen Elfmeter auflegen. Wie das geht ? Ganz einfach - erzähle mal einem Mann, wo du gerne Eis essen gehst. Mit einem charmanten Lächeln - egal, wie toll die Typen sind, die du so köderst - machst du das nur halbwegs gut, wird jeder Dritte dich zum Eis einladen. Natürlich solltest du dir nicht die Vergebenen aussuchen. Und schon hast du ein Date, die Möglichkeit, deine Schokoladenseite zu präsentieren. Versuchs mal - und denke bei dem Date an das, was dir gut an dir gefällt. Und wenn du gar nichts an dir mögen solltest - dann kauf dir selber einen schönen Ring und denk daran. Suche nicht die kleinen "Fehler" - sondern sehe, was dir Tolles mitgegeben wurde. Alleine diese Ausstrahlung macht dich begehrenswerter.
 
  • #95
Einer Frau "Hallo" zu sagen, selbst wenns eine Promidame mit dem Label "Weltstar" ist - das kann doch nicht die

Die größte Angst ist das, was die eventuelle Zurückweisung in ihm auslöst und mit ihm macht. Das sind Urängste, die tief sitzen und nichts mit der Frau XYZ zu tun haben, sondern mit eigenem Selbstverständnis und das hat sich über zig Jahre entwickelt aus verschiedensten Gründen. Man lässt es lieber statt den Schmerz zu ertragen, nicht gut genug zu sein. Und das hat überhaupt nichts mit objektiven Kriterien zu tun. Auch nichts mit Dramatik. Nur weil man selbst etwas nicht versteht muss man doch das bei anderen nicht dauernd in Frage stellen. Einfach mal akzeptieren und respektieren, dass andere Menschen andere Themen in ihrem Leben haben als man selbst.
 
  • #96
Moin,

die FS fragt, ob das jemand so kennt... Nun, in Ansätzen.

Über große Teile meines Lebens hinweg hielt ich mich für komplett unattraktiv, gerade auch im Vergleich mit Freunden, Kollegen etc. Beim Weggehen immer das Gefühl, dass alle Frauen nur auf meine Kumpel schauen... und wahrscheinlich WAR das auch so, weil ich sicher alles andere als männliche Sicherheit ausstrahlte. Erst etwa im Alter der FS änderte sich diese Selbstwahrnehmung langsam, und heute ist es eher das Gefühl "ich könnte jede haben" ;)
Meine Freundin ist sicher kein Modeltyp, hat aber eine unglaublich sichere, furchtlos-offene, dabei aber sehr zugewandte Art. So hatte sie vor mir lange Beziehungen mit - neidlos anerkannt - wirklich guten Typen. Vielleicht würde sie in einer Flaute die Aufmerksamkeit und den Sex auch von einem Mann annehmen, der nicht erste Sahne ist... aber es wäre dann komplett sie, die dieses Spiel spielt, und es wäre ihr egal, ob der Mann es ernst meint oder nicht.
Das wäre mein Tipp an die FS:
Lass den Gedanken daran fallen, dass dich irgendwelche Männer nur ausnutzen. Sei DU diejenige, die bestimmt, ob du jetzt ein bisschen Spaß mit jemandem haben willst. Finde es komplett gleichgültig, wie ernst es der Mann meint. Sei dir sicher, dass DU der Jackpot bist, und der Mann ein armer Vollpfosten, wenn er das nicht kapiert bzw. dass er leiden wird, wenn ihm das später klar wird.

manchmal
 
  • #97
Ist der Mann Kellner, dann ist er unattraktiv für eine längere Beziehung oder nur attraktiv für einen ONS oder Affäre. Ist derselbe Mann dann plötzlich Arzt oder Anwalt wird er plötzlich schon sehr attraktiv. Eine Frau wird niemals wegen ihren Job attraktiv.

Ja, es gibt auf beiden Seiten Menschen, denen dann "Oberflächlichkeit" vorgeworfen wird, weil sie nach solchen Kriterien auswählen. Letztlich entziehen sich aber Kriterien einer objektiven Beurteilung. Jeder darf eben subjektiv aussortieren, wen er oder sie möchte.
Männer beklagen sich hier nur selten, weil sie wegen ihres Berufes oder Status aussortiert werden. Frauen ständig, weil sie wegen ihres Aussehens aussortiert werden. Warum? Aus meiner Sicht unter anderem, weil Frauen meinen, dass sie diejenigen sein müssten, die auswählen. Das tun sie zu einem gewissen Grad auch. Aber es gibt eben auch Fälle, in denen der Mann aussortiert.
 
  • #98
Jeder darf eben subjektiv aussortieren, wen er oder sie möchte.
Natürlich wählen beide aus - meist wählt doch der Mann die Frau aus, die er ansprechen möchte. Dann sagt die Frau, ob sie Interesse hat.
Ich denke auch nicht, dass Attraktivität nur mit einem Parameter zu tun hat. Wobei Frau natürlich das Problem hat, dass sie optisch gefallen muss. Sonst wird sie kaum angesprochen werden.
Es gilt wie immer im Leben - wer keine Auswahl hat, kann auch nicht wählen.
 
  • #99
Wobei Frau natürlich das Problem hat, dass sie optisch gefallen muss. Sonst wird sie kaum angesprochen werden.
Aber das ist sie doch schon, von wenigen Ausnahmen abgesehen, weil sie eben erkennbar eine Frau ist. Und ich spreche hier nicht von Kleidung, Frisur, Lippenstift und dergleichen, sondern von Gesichtszügen, Stimme, Körperbau etc., der Wunsch des Kennenlernens muß auch nicht zwingend an visuellen Merkmalen hängen. Für mich braucht es da schon ein wenig mehr. Frau sieht nett aus, hat aber eine Piepsestimme: nope. Frau ist von Beruf Wissenschaftlerin: ah, interessant.
 
Top