• #61
Mit dem wäre ich auch sofort durchgebrannt; hat sich leider nicht ergeben.
Und nun schere ich mal, für dich Tom, hier aus und schwenke vom Buch zu einem Video, das dich umhauen wird - falls du es noch nicht kennst: Mit Herz und Hand. Hauptrolle: Anthony Hopkins. Irgend jemand hat mir diesen Film mal vor die Nase gelegt, und obwohl ich weder Video noch Hörbuch-Fan bin, DEN Film habe ich mir mehrere Male angesehen.
Es ist die Geschichte eines alten Hern, Neuseeländer, der sein komplettes Geld in sein uraltes Rennmotorrad steckt, um sich damit zur Speed Week auf dem großen zugefrorenen Salzsee im US-Bundesstaat Utah anzumelden.
Großes Kino.
 
  • #62
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Frauen die sich als "sapiosexuell" bezeichnen gar nicht so helle sind. Da steckt nur Überlegenheitsdünkel dahinter.
Also die Frage kam von @Jochen1. Vermutlich ein Mann. Verbindungen zu irgendeiner Form von Sexualität hat er nicht hergestellt.
Wenn sie merken, man hat etwas intelektuell auf dem Kasten, fällt die Anmaßung in sich zusammen und sie bekommen kalte Füße.
Du meinst, ihnen fällt beim Nachschlagen von "intellektuell" vor Schreck der Duden auf die Füße?
Ich lese immer zehn Seiten vor dem Einschlafen. So habe ich im Monat auch 300 Seiten runter. Zur Zeit Hannah Arendts Klassiker zum Totalitarismus.
Schwere Kost. Was sagt eine Frau dazu, wenn Du das auf dem Nachttisch liegen hast? Ich habe ernsthaft schonmal überlegt, ob ich mir die kritische Ausgabe von "Mein Kampf" kaufe. Da wäre der Nachttisch wohl zusammengebrochen :)

Ich lese beruflich bedingt viel technischen Fachkram. Nun ja, die Autoren üben zum Teil eher noch. Nebenbei aktuell gerade "Moving organisations" (agile Organisationen) und weitere Bücher zum Thema "agil", das mich gerade umtreibt. Für mich interessant, aber protzen kann man damit nicht.

Neben dem Bett liegt Suter, aktuell vertiefe ich mich zwischendrin in "Der Fall Rotkäppchen". Märchen unter juristischen Gesichtspunkten. Irgendwie finde ich Juristenlogik fast wie Mathematik, das hat mich im Studium schon fasziniert. :)
Ich lese aber auch mal seichtes Zeug irgendwo im Internet. Eigentlich oft mehrere Sachen parallel.

Ich überlege gerade, was "Bücher" aussagt. In der Schule habe ich notgedrungen alle möglichen Klassiker rauf und runter gelesen. "Faust" fand ich wirr, den "Urfaust" erst recht. Bin ich jetzt Banause? Sagt es etwas aus, wenn man Goethes gesammelte Werke und 30 Bände Brockhaus im Eiche-rustikal-Schrank im Wohnzimmer stehen hat?

Was sagt "belesen" aus? Ist es wertvoller, "Krieg und Frieden" gelesen zu haben, einen neuen historischen Roman, Simmel oder Harry Potter? Wofür ist das wertvoll? Ist es nicht letztlich alles eine Form der Unterhaltung, nebenbei mit z.B. historischer oder geografischer Bildung?
 
  • #63
Vielen Dank Amytan. Ich weiss nicht, die Story kommt mir bekannt vor .... aber da sowieso nochmal Schneeregen (bäh) angesagt ist, werde ich mir das gerne und mit Genuss am WE ansehen ........
Ich habe ernsthaft schonmal überlegt, ob ich mir die kritische Ausgabe von "Mein Kampf" kaufe.
Habe ich gelesen.... naja, im Grunde sollte es Pflichtlektüre sein. Man versteht mehr, als den aktuellen Politikern recht sein kann. Vor allen denen an den extremen Rändern.
"Der Fall Rotkäppchen". Märchen unter juristischen Gesichtspunkten.
Cool - danke für den Tip. Werde ich mir auch besorgen.
 
  • #64
Eine Ausnahme gab es. Auf meiner Reise hatte ich so ein kleines Büchlein gelesen "Das Café am Rande der Welt". Wurde natürlich wieder in höchsten Tönen gelobt. Ich fand diesen Selbsterkenntnis-Kram etwas platt. Abgelutschtes Thema.
Ging mir auch so. Ziemlich salbadernd.
Vielleicht allerdings, doch etwas für Leser, die das erste Mal mit diesem Thema in Kontakt kommen.....

Ich schaue Verfilmungen immer erst, wenn ich die Bücher gelesen habe. Sonst kann ich das Buch nicht genießen.
Und kaufe Bücher nicht, wenn sie extrem mainstream-gehyped werden. Vor Jahren gab es diese unsäglichen Bücher der
"50 Schatten von "Verhau' mich". Hatte sich eine Freundin gekauft. Ich hab es Jahre ausgesessen. Dann kam die Verfilmung.
Natürlich wollte ich daher vorher das Buch lesen.
AHHHH!
Ich habe einen Büchermord verübt!😱
NIEMALS hätte ich gedacht, dass ich tätlich werden könnte.
Aber ich fand es so schlecht. Meine persönliche Meinung.
Habe das geschenkte Exemplar quasi gehäckselt, bevor es in meine Tonne flog.
Den Film habe ich dann irgendwann im Fernsehen gesehen.

Naaaa gut. Hübsche Bilder. Hübsche Menschen. Der Protagonist von "Vermöbel-mich-Industries", OK, kann man durchgehen lassen.
Aber SIE! Dieses ewige Rumgekaue auf der Unterlippe. Arghhhh!
Da hätte ich mir am liebsten den Teppichklopfer meiner Mutter genommen...und wäre Mitglied von "Klopf-mich-durch-&-Co.KG geworden.😤
Buch und Film, Frauenbild und überhaupt.....
Dann lieber das Telefonbuch lesen.
 
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  • #65
Ich habe ja schon angedeutet, dass ich Zeitungen lese. Ich meine nicht die Bild. Habe ja schon angedeutet, dass ich sie nur lese wenn sie mal zufällig irgendwo rum liegt. Da steht meiner Meinung nach der größte Müll drin. Im Internet lese ich auch viel auf Wikipedia. Ich mache gerne was ich schon angedeutet habe. Also Puzzles und Kreuzworträtsel.
 
  • #66
Ich glaube es nicht, dass du nichts liest. Immerhin bist Du seit Jahren hier, liest und Schreibst Beiträge und in deinem Beruf liest Du auch bestimmt irgendwelchen Texte. Du musst auch bestimmt an Fortbildungen oder Seminare etc. teilnehmen. Da werden auch Fachbücher thematisiert. Oder?
Ich muss gestehen, dass ich auch viele Bücher sehr langweilig finde, auf Nitsche und Kant hatte ich nie Lust. Das interessiert mich einfach nicht.

Leider schreiben viele Autoren, um gut anzukommen oder sie wollen provozieren. In beiden Fällen weiß man wohin die Geschichte hingeht und somit ist/wird das Buch uninteressant, langweilig und durchschaubar. Bei deutschen Autoren finde ich Benjamin von Stuckrat Barre sehr gut. Er ist authentisch und das ist nicht langweilig. Sein vorletztes Buch habe ich einmal gelesen und einmal gehört und ich fand jede Sekunde davon einfach nur schön. Als das Buch zu Ende war, habe ich geweint und war sehr traurig, dass es zu Ende war. Auch sein neues Buch mit Suter werde ich mir kaufen.
Viele Bücher gibt es auch mittlerweile als Hörbuch und ich höre manchmal, während ich putze oder bügele etc. Das ist für mich sehr erholsam, denn ich kombiniere damit etwas schönes mit etwas nützliches und das ist ein Doppelgewinn 😊.
 
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Lionne69

Gast
  • #67
Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts mache.

Lieber Jochen,

Komm. Es ist völlig egal, was andere von Deinen Hobbys halten.
Du hast Interessen, Du hast eine Partnerin, bei Euch klappt es, Du hast langjährige Freunde.
Also, was willst Du mehr?

Lesen bezeichne ich nicht als Hobby, ich lese gerne.
Würde für einige nicht zählen, weil ich eher Triviales zum Entspannen lese.
Manche hier genannten Autor*innen kenne ich nicht mal von Namen.

Dafür bin ich viel draußen unterwegs, was ich aber auch nicht als Hobby bezeichne.

Es gibt Sachen, die ich gerne mache, auf einiges würde ich nicht verzichten wollen.
Es gibt auch Themen, die mich interessieren.
Es gibt Bereiche, wo ich mich engagiere, auch Verantwortung übernehme, Vorstandsarbeit, Ehrenamt..
Hobbys sind es alle nicht, oder alle, je nachdem wie man es auffasst.

Wenn ich danach ginge, habe ich gar kein Hobby.

Jochen, Du bist ok, wie Du bist.
Und so ganz am Rand, irgendwie mag ich Dich, Du bist auf jeden Fall ein sehr ehrlicher Mensch, ich kann mir gut vorstellen, dass Du langjährige Freunde hast. Du hast halt eine spezielle Art... ADHS hattest Du mal gesagt, kann da auch evtl. etwas Asperger dabei sein? Nur neugierdehalber, weil ich manchmal das Gefühl habe, Du nimmst manches sehr wörtlich und manches andere ist sehr schwierig, Dir zu erklären.
Bitte nicht als Angriff verstehen.

W, 51
 
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  • #68
Auf meiner Reise hatte ich so ein kleines Büchlein gelesen "Das Café am Rande der Welt".
Wegen des Titels war ich schon auf "anti", weil es so klingt, als sollte es dem "Restaurant am Ende des Universums" ähneln.
In den beiden ersten Romanen dieser Reihe ist meiner Ansicht nach ziemlich viel zum Nachdenken über das Leben und Menschen bzw. Spezies und die Welt. Aber das wird nebenbei geliefert, während man unterhaltsame und lustige Literatur liest. (ist natürlich Geschmackssache)

Beispiel: Wie lernt man fliegen? In dem man sich auf die Knie wirft, aber daneben.

Für mich ein schönes Bild für bestimmte Lebenssituationen, "wenn du irgendwas verkrampft willst, schaffst du es nicht".

Ich weiß noch, wie ich gespannt dachte, wie Zaphod Beeblebrox das überstehen sollte, dass er jetzt aufgedrückt bekommt, seine Bedeutung im Universum erkennen zu müssen. Aber ich spoilere hier nicht :D

Oder auch Sachen wie aus dem Leben, z.B. die mit der Umgehungsstraße, womit ja der Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" anfängt. Das Haus des Protagonisten soll weggebaggert werden, aber viel schlimmer: Die ganze Erde ist im Weg und die Vogonen kommen schon, um sie zu beseitigen. Wenn man dagegen ist, hätte man ja sein Veto einlegen können (ich meine, es war auf einem Planeten bei Alpha Centauri).

Ich glaube, das werde ich demnächst mal wieder lesen.
 
  • #69
Ich habe ja schon angedeutet, dass ich Zeitungen lese. Ich meine nicht die Bild. Habe ja schon angedeutet, dass ich sie nur lese wenn sie mal zufällig irgendwo rum liegt. Da steht meiner Meinung nach der größte Müll drin. Im Internet lese ich auch viel auf Wikipedia. Ich mache gerne was ich schon angedeutet habe. Also Puzzles und Kreuzworträtsel.
Alles gut, Jochen! :) @Lionne69 hat vollkommen Recht, aber Du hattest wirklich mal was von ADHS erzählt. Mein Sohn hatte ADS und dann stottert er noch und hat das Tourrette-Syndrom. Das war in seiner Schulzeit und natürlich während seiner Pubertät kein Zuckerschlecken für uns. Du hast ein großes Selbstwertgefühl, zu Recht. Mein Sohn hat das alles auch gut gemeistert, stottert kaum aber er ist eine lustige Type, kann wahnsinnig gut Dialekte nachahmen, das ist abendfüllende Unterhaltung vom Feinsten. Er ist sehr intelligent, aber auch wechselhaft in seinen Launen. Wahrscheinlich immer dann, wenn ihm seine Schwächen bewusst werden.
Du wirkst auf mich sehr ruhig und in sich ruhend. Aber wir hatten Dir, oder ich, in Deinem Thread, da ging es um Deinen Freund dessen Frau Euch nicht zum Grillen einladen wollte, wahscheinlich wegen Corona usw...das hat mir Leid getan, zumal Du nie ausgeteilt hattest.
Ja, bei Corona reagiere ich empfindlich, wahrscheinlich hat das auch was mit mir selbst zu tun, dass mich andere Meinungen so aufregen und ich da nicht gelassen sein kann.
Jetzt wünsche Ich Dir und Deiner Frau einen gemütlichen Abend! :)
 
  • #70
Ich überlege gerade, was "Bücher" aussagt. In der Schule habe ich notgedrungen alle möglichen Klassiker rauf und runter gelesen. "Faust" fand ich wirr, den "Urfaust" erst recht. Bin ich jetzt Banause? Sagt es etwas aus, wenn man Goethes gesammelte Werke und 30 Bände Brockhaus im Eiche-rustikal-Schrank im Wohnzimmer stehen hat?
Ich glaube, das sagt erstmal nicht allzuviel aus, ob jemand zu Hause keine Bücher besitzt. Also zumindest nicht darüber, ob der Mensch belesen ist oder nicht. Ich kenne einige Leute, die aufgrund ihres „Umweltbewusstseins“ keine Bücher mehr in Papierform besitzen wollen, da geht dann schon in Richtung Minimalismus und Konsumkritik.
Ich selbst besitze eine moderate Anzahl an schätzungsweise ca. 400-500 Büchern - ist ja auch alles eine Platzfrage. Die Bücher die ich habe, habe ich zumindest alle mal gelesen. Trotzdem ist ein Buch für mich auch ein schöner Deko - Gegenstand. Hätte ich das Geld und den Platz, würde ich mir ein riesen Zimmer einrichten, mit deckenhohen Bücherregalen und Leitern, ähnlich einer Oxford - Bibliothek, mit einem Ohrenbackensessel, Schummerlicht und einem rustikalen Holztisch in der Mitte, einfach weil das meine Vorstellung von Urgemütlichkeit ist. 😍 Sicher würde ich dann nicht jedes dieser Bücher gelesen haben.
Ich finde auch mittlerweile, dass der Mensch nicht ausschließlich schwere Kost lesen muss, aber ab und zu durchaus mal sollte. Mein Mann liest weitgehend Ratgeberliteratur oder irgendwelches Technikzeugs, wobon ich keine Ahnung habe. Jedem Seins.
Aber das jemand so gar kein Interesse fürs Lesen hat, kann ich mir zwar im Alltag, aber nicht in einer Partnerschaft vorstellen. Irgendwie muss das schon sein. Es muss nicht exzessiv sein. Aber immer mal ein bisschen bitte.
 
L

Lionne69

Gast
  • #71
Lieber Jochen,

Nun, schade dass Du nicht liest, aber eine Serie der letzten Zeit, die ICH mit viel Lachen gelesen habe -
Das Rosie Projekt, der Rosie Effekt und jetzt das letzte Rosie Resultat.
... und manchmal hat mir Don Tillman auch leid getan - ich tauche halt ein in die Geschichten.

Des öfteren erinnert mich Deine Art zu Schreiben an den Protagonisten.

W, 51
 
  • #72
Alles gut, Jochen! :) @Lionne69 hat vollkommen Recht, aber Du hattest wirklich mal was von ADHS erzählt.
Das stimmt. Bin selber davon betroffen. Ich habe also selber ADS. Mit Ritalin habe ich das allerdings ganz gut im Griff.
Das ist ja mal was. Und wie ihr bereits wisst bin ich Schwabe. Habe dazu vor einiger Zeit mal ein Thema erstellt. Viele mit ADS bzw mit ADHS haben auch Stärken
Das meine ich auch damit. In Bereichen die sie interessiert sind sie wirklich gut.
 
  • #73
Ich habe ja schon angedeutet, dass ich Zeitungen lese. Ich meine nicht die Bild. Habe ja schon angedeutet, dass ich sie nur lese wenn sie mal zufällig irgendwo rum liegt. Da steht meiner Meinung nach der größte Müll drin. Im Internet lese ich auch viel auf Wikipedia. Ich mache gerne was ich schon angedeutet habe. Also Puzzles und Kreuzworträtsel.
Ich habe es lange geahnt, jetzt bin ich sicher, Jochen macht einen Uz mit uns. Satire und nicht eben subtil. Nun sogar die Wiederholung der Satireelemente, auf die beim ersten mal, vermutlich aus Höflichkeits- / Dezenz- / Freundlichkeits- / Friedlichkeits- / Mitleids- / Pietätsgründen, niemand reagiert hat.

w 53
 
  • #74
Ich nutze mal die Gelegenheit, vielleicht hat ja einer eine Idee.

Ich hatte mal ein Buch, das ich nur einmal gelesen habe und ganz schlimm, ganz schmerzhaft fand. Ich wollte es nicht mehr lesen, auch nicht ansehen, aber auch nicht wegwerfen.
Etwa 20 Jahre später im Zusammenhang mit einem Umzug habe ich es dann doch weggeworfen und bereue das nun schon lange. Jetzt würde ich es gerne noch mal lesen und zwar wegen des Inhalts. Ob es sprachlich gut war, weiß ich nicht mehr.

Ich weiß weder den Titel noch den Autor oder Verlag.
Es war ziemlich dünn, max. 200 Seiten, das Cover war irgendwie blassrosa. Und es muss mindestens 30 Jahre alt sein.
Ich glaube, es spielt in Frankreich, ist wahrscheinlich im Original französisch, aber ich glaube, ich habe es in deutscher Übersetzung gelesen.

Es geht um eine Frau, die einen etwa 10-jährigen Sohn und einen zweiten Ehemann hat, von dem sie nun schwanger ist.
Die Beziehung ist schlecht, der Mann unangenehm. Er kann den Stiefsohn nicht leiden und schikaniert ihn. Zunächst schickt die Mutter ihn immer weg, aber dann fragt sie ihn einmal, ob er mal eine Stunde im großen Küchenschrank warten könne, bis der Vater fertig gegessen habe, er gehe dann ja wieder los und dann könne er, der Sohn, rauskommen und sie würden sich zu zweit einen schönen Abend machen.
Und so geraten Mutter und Sohn schleichend und ohne erkennbaren Zwang oder Gewalt in die Situation, dass der Junge komplett in diesem Schrank lebt, nur einmal am Tag kurz rauskommt, die Mutter ihn wäscht und er etwas zu essen bekommt.
Das Baby wird geboren, es findet ein 'normales' Familienleben statt, auch in dieser Küche, und der Junge hört durch die Schranktür zu.
Am Ende passiert was, weiß nicht mehr, die Mutter muss ins Krankenhaus oder so und so kommt alles raus. Alle sind entsetzt, dass sich niemand, nicht mal die Großeltern oder die Lehrer des Kinds sich gefragt haben, wo der Junge, inzwischen komplett abgemagert, vier Jahre lang gewesen ist.

Ich habe viel versucht, das Buch zu finden, da gibt es Tips zuhauf im Internet, wie man nach Büchern ganz ohne Daten suchen kann, aber ich hatte keinen Erfolg.
Jemand eine Idee ?
Oder gar, das wäre ein Glücksfall, kennt jemand das Buch ?

w 53
 
  • #75
Ich habe ernsthaft schonmal überlegt, ob ich mir die kritische Ausgabe von "Mein Kampf" kaufe. Da wäre der Nachttisch wohl zusammengebrochen :)

Wieso?
Hab mir gerade die kommentierte Fassung von Maser (1983) aus dem Regal geholt und lege sie neben mein Bett. Nix kaputt.
Das Original ist sicher kaum zu ertragen.

Springe dann zwischen Tageszeitung, Kafka, Spiegel und Maser hin- und her. Ich lese immer mehrere Sachen gleichzeitig. Kann mich nicht auf eins konzentrieren :cool:
 
  • #76
da geht dann schon in Richtung Minimalismus und Konsumkritik.
Ich selbst besitze eine moderate Anzahl an schätzungsweise ca. 400-500 Büchern - ist ja auch alles eine Platzfrage. Die Bücher die ich habe, habe ich zumindest alle mal gelesen. Trotzdem ist ein Buch für mich auch ein schöner Deko - Gegenstand.

Ja, vorrangig aus Platzgründen habe ich in letzter Zeit keine PapierBücher mehr gekauft.

Der Boden ist schon voll und die meisten Bücher lese ich dann doch nur einmal und finde es irgendwie schade drum, sie dort verstauben zu lassen.

Als Dekoelement mag ich Bücher nicht, das wirkt mir irgendwie immer zu unruhig. Meine sind alle in Schränken verstaut.

Ja Minimalismus finde ich in der Idee gut, ich mag Marie Kondos Ansätze und fühle mich damit wohl, bin aber immer noch weit entfernt von meinem Ideal davon.

Außer heute, angeregt durch die Diskussion habe ich mir doch wieder ein neues Papierbuch bestellt. 🙈
 
  • #79
Neben dem Bett liegt Suter, aktuell vertiefe ich mich zwischendrin in "Der Fall Rotkäppchen". Märchen unter juristischen Gesichtspunkten. Irgendwie finde ich Juristenlogik fast wie Mathematik, das hat mich im Studium schon fasziniert. :)
Ja, das ist klasse!! Kenne ich durch meine Schwester.
Die kritische Ausgabe von "Mein Kampf" hat sich mein Mann gekauft.
Wir haben Massen von Büchern zur Geschichte, insbesondere zur Neueren Geschichte.
Ansonsten liebe ich Krimis; Grisham Katzenbach, K.- P. Wolf.
Außerdem Biographien (zuletzt über Königin Victoria und Maria Sybilla Merian) und Briefwechsel (zuletzt W.A. Mozart mit seinem Vater und zwischen Friedrich dem Großen und Voltaire). Und Fontane!
Und wenn ich mal richtig abschalten will , etwas gaaaaanz Profanes: die Comics über Tim und Struppi (den allerersten hat mir mein Mann im Studium geschenkt).
Dazu FAZ, Spiegel, NZZ und beim Friseur natürlich Gala und so:)
Da wir beide sehr gerne lesen, gibt's da keine Probleme. Außer bei der Frage, wer den neuesten Grisham zuerst lesen darf.
 
  • #80
Ich habe viel versucht, das Buch zu finden, da gibt es Tips zuhauf im Internet, wie man nach Büchern ganz ohne Daten suchen kann, aber ich hatte keinen Erfolg.
Ich hätte jetzt sofort gedacht " Der Junge aus dem Kleiderschrank". Ob gut oder schlecht geschrieben, weiss ich nicht mehr. War aber sehr harter Tobac. Die Oma hat ihn später gefunden. In meinem Bücherregal ist seit meinem letzten Umzug nichts mehr sortiert. Ich habe also nichts gefunden. Kann auch sein, dass es aus der Bibliothek war. Tut mir leid. Frau Google gibt auch nix her.
W,56
 
  • #81
Ich weiß jetzt nicht warum da schon wieder kritisiert werden muss. Nur weil ich erwähnt habe, dass ich sehr gerne Zeitungen lese. Habe das lediglich wiederholt. Es gibt richtig gute Zeitungen. Ich verstehe nicht warum immer behauptet wird ich würde hier jemanden veräppeln.

Ich gebe zu ich sehe sehr gerne fern. Allerdings bin ich jemand der sich sehr gerne Reportagen anschaut. Mich interessieren auch politische Talkshows. Ich sehe mir also mitnichten Müll an.
 
  • #82
Der Boden ist schon voll und die meisten Bücher lese ich dann doch nur einmal und finde es irgendwie schade drum, sie dort verstauben zu lassen.
Das ist ja auch ein wichtiger Punkt. Man kauft sich ein Buch. Ich will nicht abstreiten, dass es gute Bücher gibt die wahrscheinlich sogar sehr interessant sind. Man liest es einmal. Was macht man dann. Alls ich früher noch regelmäßig gelesen habe bin ich immer in die Bücherei gegangen. Ich finde es nämlich schade ein Buch zu kaufen das danach nur im Regal rum steht.

Ich kaufe natürlich trotzdem Bücher. Allerdings hauptsächlich für meinen Sohn. Er liest gerne.
 
  • #84
In den beiden ersten Romanen dieser Reihe ist meiner Ansicht nach ziemlich viel zum Nachdenken
Ja diese Douglas Adams -Reihe ist sicherlich lesenswerter als jenes kleines Büchlein.
Das kleine Büchlein ist auch eher von einem Hobby-Schreiber. Es wird dabei das gesamte Buch lang ein großes Geheimnis um eine ultimative Lösung zur Selbstfindung angepriesen. Diese fällt letztlich sehr lau aus und stellt nicht wirklich eine Neuigkeit dar.
Zudem ist das nicht für jeden zu verwirklichen, sondern eher eine Lösung für Menschen unserer Wohlstandsgesellschaft.
Als ich mir dann den Klappentext über den Autor durchlas, war klar, weshalb er das propagiert. Ein Aussteiger, ein Reisender, der alles verkauft hat und auf vier Rädern lebt.
Wenn wir das nun alle so machen würden, gäbe es keine Arbeitskräfte mehr und damit auch keine Gesellschaft, die jenen Luxus trägt.
So war meine Schlussfolgerung. Das ist ja immerhin auch eine Erkenntnis.^^

Eigentlich wollte ich nochmal so ein Buch finden wie "Traumpfade". Aber das war eben ein Besonderes.
Bukowski passte nicht zur Reise. Er ist zwar genial, war mir aber von der Stimmung her zu "staubig".
Ich hätte gerne mal "Früchte des Zorns" gelesen. Hat das wer gelesen und kann es empfehlen?

Ouuuuja das hatte ich auch mal im Schrank und mich dafür übelst geschämt. :))
Es war das erste und einzige Buch, das ich wirklich weggeschmissen habe.
So ein übler Schund Ahahahahaha.
Der Millionär, der die brave Studentin im Helikopter abholt.
An der Stelle wusste ich, das wird nix mehr Gescheites.
Aber es wurde so gehyped, dass ich neugierig war, was daran jetzt toll sein soll. Es war leider nicht mal ein Tabubruch.
Aber man kennt ja die Menschen, die selbst Pretty Woman für einen Skandal hielten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #86
Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts mache. Ich weiß jetzt nicht was ihr von diesem Hobby haltet. Ein großes Hobby von mir sind Puzzles.
Jochen du musst dich nicht entschuldigen. Alles gut 🙂 Puzzeln liebe ich auch. Aber wenn zwei kleine Kinder rumwuseln und alles auf dem Tisch antatschen, geht das schlecht. Da freue ich mich irgendwann aufs Rentnerdasein, da werde ich hoffentlich Zeit für haben. Oder wenn die Kinder groß sind und die nächste Pandemie vorbeikommt.
W37
 
  • #87
Lach - darfst du ja wieder ......
Wird wohl so einigen Damen am meisten fehlen .... zumindest ich fand es gar nicht so übel, dass die Haare etwas länger wurden .... aber Klatsch und Tratsch selber kaufen ?
Zu @frei - vielleicht hilft dir diese Info weiter - das Buch wurde verfilmt. Ich zermartere mir gerade den Kopf, wie der Film heisst ..... so weit ich weiss, lief dieser Film letztes Jahr auf Arte oder 3 Sat

Und Jochen - an deiner Stelle würde ich mir weniger Gedanken über No Go Listen von Leuten, die du gar nicht kennen lernen willst, machen. Viel mehr würde ich an deiner Stelle mal daran denken, was du dir entgehen lässt. Vielleicht gönnst du dir mal einen Nachmittag in der Bibliothek und schaust dich um ....... Nimm deinen Sohn ruhig mit. Auch er wird neue Welten entdecken können. Es gibt ein Buch über "Abenteuer", die Vater und Sohn gemeinsam auch heute erleben können. Wäre vielleicht das erste Buch, das ihr euch gemeinsam kaufen wolltet ....
 
  • #88
Aaaaha. Du bist Lektorin, oder? Ja, Bücher aus Papier. Da brauchst Du nichts aufladen, bist unabhängig vom Strom und @Vikky , ein E Bookreader macht müde. Ich habe einen, nutze ihn aber nicht. Und dann der Duft alter Bücher....hmmmmm...@Amytan ich gehe heute Nachmittag eine Runde spazieren, wie jeden Tag. Da komme ich an einem Buchladen vorbei. Ich darf nur die Maske nicht vergessen, freue mich schon! :)
Ich liebe den Geruch von Büchern, ihr Gewicht, das Rascheln wenn man sie bewegt.

Bibliotheken, Lesesaal, Antiquariate, Flohmärkte mit entsprechenden Angebot, Buchläden und selbst die großen Buch- und Zeitschriftenläden großer Bshnhöfe sind ein erweitertes Wohnzimmer für mich in dem ich versinken kann oder ein Pausenraum vom Alltagsstress.

Ein Besuch dort entspannt mich egal ob ich etwas kaufe oder nicht. Mit einigen Verkäufern/Händlern konnte man gute Gespräche führen.

Ich beneide Berlin um die im Lockdown offenen Buchläden und fahre ab und zu mit dem Rad zum Hauptbahnhof. Die dortigen zwei Buch- und Zeitschriftenläden dürfen öffnen. Ein beschränktes Angebot aber immerhin.

Aus praktischen und nicht sinnlichen Erwägungen bin ich aber inzwischen auch z.T. zum EBook gewechselt. Raum ist endlich, Papier ist schwer und ich kann mich nur schwer trennen wobei ich schon einiges in den Bücherschränken in der Nachbarschaft hinterlassen und dabei auch schon Beratungsgespräche geführt habe.

Längere bildlose Texte lese ich seit den Sommerferien mit 8 (1973). Bis dahin lag ab meinem 8. Geburtstag ein 400seitiger Karl May Schmöker ungelesen in der Ecke. Danach verlangte es nach mehr immer mehr.

Bildlos kaufe ich inzwischen aber bevorzugt als Ebook. Echte Papierpracht aber immer noch gedruckt.

Sobald ab Montag der Buchhandel auch hier wieder öffnet werde ich ihn besuchen. Freiheit.
 
  • #89
Das ist ja auch ein wichtiger Punkt. Man kauft sich ein Buch. Ich will nicht abstreiten, dass es gute Bücher gibt die wahrscheinlich sogar sehr interessant sind. Man liest es einmal. Was macht man dann.
Ich habe sehr viele Bücher, die ich nicht nur einmal nicht nur zweimal, sondern 10 mal gelesen und studiert habe, und immer wieder in die Hand nehme, solche Bücher interessieren mich meist mehr, als Bücher die man nur einmal durchliest und fertig!
 
  • #90
Es gibt das ZVAB (Zentralverzeichnis antiquarischer Bücher) allerdings wird auch dort nach dem Titel oder Autor*in gefragt, sonst funktioniert das meist nicht.
Vielleicht fällt @frei ein kleines Zipfelchen davon ein?
Ich habe im ZVAB schon längst vergriffene Bücher aus meiner Kindheit gefunden und gekauft. Dabei werden dann die schönsten Erinnerungen wach.

Ich glaube, @Tom26 meint »Sarah's Schlüssel« (Tatjana de Rosnay)? Da geht es um einen kleinen (jüdischen) Bruder, den seine Schwester im Wandschrank vor den Nazi's versteckt hatte. Dann wurde sie selbst mitgenommen und der Kleine verhungerte im Schrank aus dem er nicht mehr heraus kam.
Aber halt eine andere Story als die von frei beschriebene.

(T'schuldige meinen etwas ruppigen Ton in meiner gestrigen Antwort, @HeidiBerlin. Da kam gerade was dazwischen).
 
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