• #31
Nein, ich glaube, dass er weder asexuell noch verklemmt ist, sondern einfach von seinen eigenen Bedürfnissen abgeschnitten.
Wenn er sich wieder mehr spürt und von ein introvertierten Frau auch nicht bedrängt, sondern verstanden wird, bessert sich sein Unbehagen, seine Übersättigung sicher- in dem Umfang, in dem es zu ihm passt.
Dass "introvertiert" nicht "asexuell" bedeutet, möchte ich aber ganz klar bestätigen ;-)
 
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  • #32
Ist nicht normal. Geh zum Doc. Das kann schlimme Auswuechse annehmen, ich mach den Job seit 33 Jahren (nicht in Europa) und so fangen manchmal schwere Stoerungen an.

m, 62, sexual therapist
 
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  • #33
Ja ist normal! Männliche Lustlosigkeit ist aber nicht gerade das Lieblingsthema.
Wir sind keine dauergeilen Sexmaschinen. Als meine dauerbrünstige Ex-Freundin noch wärend der Schwangerschaft Sex wollte, war irgendwann mal Feierabend bei mir. Tote Hose! Das hat sich auch nicht nach der Geburt geändert. Irgendwann nur noch Augen zu und durch und im Kopf ne andere Frau. Wir haben und getrennt. Trotz AE hält sie die Männerwelt ganz gut auf Trab. Ich kann über meinen Schwanz nun wieder ganz alleine entscheiden. Und momentan ist uns nach Pause.
 
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  • #34
Komischerweise ist das aber so gut wie nie der Fall, sondern landen Menschen, denen Sex angeblich "nicht so wichtig" ist, schmerzlich oft bei solchen, die sich sehr wohl was daraus machen. Und dann gehts los. Da wird oft monatelang, manchmal jahrelang mit den unterschiedlichen "Bedürfnissen" gerungen.

Ich habe den Verdacht, dass es die ganz stinknormale, altmodische Verklemmtheit ist, die hier als neumodisches Lebensmodell ("Asexualität") präsentiert wird.

Sorry, dem muss ich widersprechen! Es hat nichts mit Verklemmtheit zu tun. Es ist einfach Unlust am Sex. Ein paar mal macht man mit, ist aber froh wenns vorbei ist. Bald möchte man gar nicht mehr mitmachen, es nervt einfach (So ähnlich wie in die Oper gehen, wenn man es nicht mag. Ein paar mal geht man vielleicht "aus Gnade" mit, aber auf Dauer drückt man es nicht durch, wenns gegen die eigene Natur ist). Und es stimmt, deswegen geht die Beziehung auseinander. Ich fand noch keine gleichgesinnte Frau, wo auch sonst vieles harmoniert - Nicht Sex haben wollen ist dann doch nicht alles! m44.
 
  • #35
Naja, bei meiner letzten Freundin hatte ich eine glatte Null als Verlangen.. bei meiner jetzigen sieht das wieder anders aus.. ich hatte mit ihr in der ersten Woche so viel Sex wie mit der anderen in einem Jahr .. Ich bin auch keine Sexmaschine und muss zusehen das ich komme wenn wir Sex haben.. da gibts keinen Automatismus.
 
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  • #36
Sorry, dem muss ich widersprechen! Es hat nichts mit Verklemmtheit zu tun. Es ist einfach Unlust am Sex. Ein paar mal macht man mit, ist aber froh wenns vorbei ist. Bald möchte man gar nicht mehr mitmachen, es nervt einfach...

Genau so. Bei mir ist es so, ich habe mit sehr vielen Frauen geschlafen und auch Pornos konsumiert ... Ich bin irgendwie durch. Habe viel von der Damenwelt gesehen und mit Verlaub, nicht alles war wirklich schön.
Irgendwann kommt man ja mal aus dem Schlafzimmer mit einer Frau raus und da finde mal eine Frau die auf der gleichen Ebene ist. Die Neugierde ist auch weg, wie es wohl mit ihr sein könnte.
Ob ich normal bin ist mir egal. Man sieht es mir ja nicht an, dass ich momentan keine Lust auf sexuelle Kontakte mit Frauen habe. Ich kann den Damen ja aus den Weg gehen. Und wenn sich mal wieder eine junge an den Hals werfen will, dann würde ich ihr jetzt wohl sagen ich wäre Impotent. Mich nerven auch schon die lüsternden Blicke auf Internetseiten, Zeitungen, Fernseh etc. Und ich fühle mich mittlerweile belästigt auf vielen harmlosen Seiten mit halbnackten Frauen konfrontriert zu werden und mir ihre Titten ansehen zu müssen oder ich eine e-mail schreiben will und rechts Partnerbörsen-Kontakte runterlaufen. Oder H+M im Winter großflächige Bikini-Werbung zeigen muß. Ich könnte sehr viel mehr Beispiele nennen, die Frauen würden es nicht gerne hören. Deswegen Punkt.
 
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  • #37
Hier nochmal der FS,

danke für eure zahlreichen Ausführungen. Ich habe meine Sorge auch in einem anderen Forum gestellt und die haben mir gesagt, dass ich im Moment wahrscheinlich einfach Liebeskummer habe. Wie gesagt, hat mir meine Ex ziemlich viel bedeutet und wir sind jetzt erst ein paar Monate getrennt. Meine Ex war sehr leidenschaftlich und introvertiert, leider haben wir die Beziehung nie über das Level der Leidenschaft heben können. Sie war sehr emotional, ich eher emotional zurückgeblieben und so sind wir nie auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Als die Leidenschaft dann irgendwann abgeflacht ist, ging es auch mit unserer Beziehung auseinander. Den Lebenswandel den meine Partnerin dann vollzogen hatte, hat auch jede Chance auf ein erneutes Zusammenkommen beendet.

Ich versuche noch ein paar Sachen zu beantworten:

Ja ich bin vor ein paar Tagen 30 geworden

Ich habe viele männliche introvertierte Freunde, nur schwer lerne ich aber weibliche kennen. Ich habe mich gerade im lokalen Tierheim als freiwilliger Helfer fürs Reinigen der Katzenkäfige angemeldet. Da ich selbst nen Kater habe, kenn ich mich etwas aus mit den Tieren. Dort trifft man schon eher wen, aber sie sind sehr sehr schüchtern und es braucht laange Zeit bis da das Eis bricht. Ich halte mich aber vornehm zurück und geh es langsam an.
Chats sind leider keine wirkliche Alternative. Wenn man mal einen findet, wo überhaupt was los ist, gehts da nur um ein Thema. Viele viele verzweifelte Menschen.

Mit Carl Gustav Jung habe ich mich auseinandergesetzt, auch mit den Spezialisierungen nach Myers-Briggs, die Alfred Gessl aufgegriffen hat. Jungs Theorien sind sehr generell formuliert und bilden passende menschliche "Archetypen". Myers-Briggs kategorisieren jedoch die gesamte Menschheit in 16 der westlichen Gesellschaft entsprechende Typen (man muss sich mal das russische Pendant Socionics anschauen). In diesen 16 Typen finde ich kaum Menschen wieder, da die meisten viel facettenreicher sind, als dass man sich so darauf fixieren könnte, eine dieser Rollen zu spielen.
Was allen Modellen fehlt ist der Ansatz Selbstbewußtsein mit in die Gleichung zu nehmen. Die Modelle schreiben den kompetentesten Persönlichkeiten auch die größtmöglichen Erfolgsgarantien zu, im wirklichen Leben ist es aber meistens Selbstbewußtsein und nicht Kompetenz, die weiterkommt. Jung ist mir zu statisch, das Leben hat eine größere Dynamik und ist ständig im Fluss, als dass man es so "typisieren" könnte.

Soweit erstmal. Auf Dinge wie Assexuelität oder gehe ich hier nicht ein, das bespreche ich mit meinem Therapeuthen.

Ich habe mich noch nie so einsam gefühlt im Leben, wie im Moment; gleichzeitig aber auch getrieben von einer unsichtbaren Sehnsucht nach herzlicher Nähe. Und die Erklärung dafür wird einfach sein, dass mir meine Partnerin fehlt. Die Einsamkeit zu überwinden, wird besser von Tag zu Tag aber ich glaube das Herz braucht noch seine Zeit...

Danke fürs Lesen und eure Hilfe
 
  • #38
Also ich kann dich beruhigen, ich (30,M) seh das exakt ganz genauso wie du. Klar gibt es verschiedene Krankheitsbilder die deine Unlust fördern können, aber ich geh mal davon aus das du so wie ich kerngesund bist körperlich und psychisch. Frauen präsentieren ja alles was sie haben so freizügig und so schnell, da wunderts mich nicht das die Lust in Kürze weg ist, das hat für mich keinen Reiz. Ich hatte mein ganzes Leben bis 29, immer wunderschöne Partnerinen/Freundinnen, und ich bin echt ein extrem wählerischer Mensch, und achte selber sehr auf mich, Sport, Fitness, etc. Trotzdem finde ich egal wie schön und lieb die Frau ist, sie mit Sicherheit nach 2 Wochen nicht mehr scharf, da kannst du auch nichts dagegen machen, das sind unserer Triebe manche haben sie weniger manche stärker. Ich geb das auch ehrlich zu, weil alles andere nichts bringt, da kann sie mit Reizwäsche dastehen, geh ich lieber schlafen. Ich will und wollte immer das, was ich nicht habe, war schon immer so. Deswegen bin ich auch als Single trotzdem glücklich und kann mich überhaupt nicht beschweren, mir fehlt genau nichts. Ich hatte auch noch nie einen Kinderwunsch, oder dachte daran zu heiraten, ich bin einfach nicht kompatibel für eine lange Beziehung, will ich wahrscheinlich gar nicht. Ich könnte nie mein Leben lang den gleichen Partner ertragen, weder sexuell, noch sonst in irgendeiner Weise, und möchte ich auch gar nicht.Leb dich aus, und genieße es so richtig, wäre mein Tipp. lg
 
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