• #31
Nun bleib mal auf dem Teppich. Eure Story läuft nun ein halbes Jahr und du hörst dich an als wenn er the one and only wäre. Warte mal die Zeit ab wie er sich denn so weiterentwickelt. Nicht nur dir gegenüber sondern auch der allgemeinen Situation. Bitte bleib dir selber treu und verbiege dich nicht. Er ist doch jemand der in dich verknallt ist, da muss mal was kommen - aber keine leeren dummen Sprüche - ;)
 
  • #32
Dein Freund hat dir etwas versprochen und sein Wort nicht gehalten. Tja, so sind sie. Männer sind Schw......traue ihnen nicht mein Kind.....:). Kennst du das Lied? Du müsstest es eigentlich mit deinem 47 Jahren wissen, zumal du schon einmal eine schlechte Erfahrung mit einem verheirateten Mann gemacht hast.

Die Frage ist nur, ob er dich von Anfang an angelogen hat oder seine Meinung in der Zwischenzeit geändert hat. Die Frage ist auch, was er in der letzten 5 Jahren gemacht hat. War er solo oder hatte schon eine Freundin?
Wenn wir davon ausgehen, dass alles vergänglich ist und er dich auch nicht heiraten möchte, ist sein Status unwichtig.
An deiner Stelle würde ich mich nicht an eine Scheidung festbeißen. Ihr seid im Moment zusammen und die Zukunft wird zeigen, ob eure Beziehung vom Dauer ist oder nicht. Das ist aber mit seinem jetzigen Status absolut nichts zu tun. Das hat am Anfang keine Rolle gespielt und es wird auch bei einer Trennung keine Rolle spielen.
 
  • #33
Ganz ehrlich, in meinem (akademischen) Umfeld hat sich jeder Mann scheiden lassen, wenn die Sache durch war.
Ich sehe dieses Fortbestehenlassen der Ehe nicht mehr als zeitgemäß an und wer sich damit heute noch hinhalten lässt, bitte.

Gerade Politiker als Beispiel zu nennen. Ist Altkanzler Schröder mit seinen 5 (?) Ehen dann auch ein Vorbild oder was soll das bedeuten?

Ein verheirateter Mann ist für eine Beziehung nicht geeignet. Punkt. Und hört mir bitte auf die Tatsachen zu verklären mit "nur auf dem Papier". Dann haben wir wohl alle nur auf dem Papier unser echtes Alter und können uns für 20 ausgeben? Weil ist ja nur ein Papier, eine lächerliche Formalie. So ein Geträume. Ich leb doch nicht im Luftschloss. Sie ist offiziell seine Frau und ich wäre daneben rechtlich gesehen wie irgend eine Bekannte. Das braucht kein gesunder Mensch.
 
  • #34
Oh, wow, danke für die rege Teilnahme und für jede Meinung.

Nur um es klarzustellen: ich verspreche mir finanziell nichts von ihm oder generell von einer Beziehung, ich habe meine eigene gute Existenz, ein schönes Häuschen und bin alles In allem sehr zufrieden mit meinem Alltag.

Ich hätte gerne einen Partner, mit dem es eine Perspektive auf ein Zusammenleben gibt, und das ist für mich bei einem verheirateten Mann ausgeschlossen, ich kenne, auch beruflich bedingt, leider zu viele Geschichten wo sowas explodiert und bin bekennender Fan von klaren Verhältnissen.
 
  • #35
Also dass er zu seiner Frau zurück will, ist wohl ausgeschlossen. Die sind nur noch wegen des Geldes verheiratet, deswegen schildert er es als eine Formalie, aber trennen kann er sich nicht derzeit, weil es ihn viel mehr kosten würde.
In diesem Fall wäre es mir, glaube ich, völlig egal, ob er verheiratet ist oder nicht, wenn die Beziehung schön ist. (Aber*)) Fünf Jahre getrennt ist doch ein deutliches Zeichen, dass es ein Zurück zur Ehefrau nicht geben wird. Das wäre meine Befürchtung, dass ich nur ein Intermezzo für einen Verheirateten wäre, der eigentlich wieder mit seiner Frau zusammenkommen will.

Also 5 Jahre getrennt, aber nicht geschieden und sich arrangiert, dass es finanziell und mit den Kindern passt. Ihr seid ein halbes Jahr zusammen. Dass er jetzt nicht sofort sein Leben umkrempeln will, wo er sich doch schon einige Jahre so eingerichtet hat, wundert mich nicht.
Eine Beziehung, geschweige denn ein Zusammenleben mit einem „noch verheirateten“ Mann ist für mich nicht lebbar
Du machst aber genau das seit einem halben Jahr. Ich weiß, dass man in so einem Fall eher nicht auf seinen Grundsätzen beharrt, aber in Wahrheit hast Du sie schon gebrochen und hättest warten müssen mit dem Beziehungsstart, bis er geschieden ist, oder weiterziehen müssen. Hast Du nicht gemacht, Du hast die Hintertür für Deine Regel gefunden: Er soll es in Kürze alles regeln. Und er wollte auch eure Beziehung und hat Salamitaktik betrieben, indem er Dir das Ende der Ehe näher in Aussicht stellte, als es ist. Irgendwann WILL er ja sich scheiden lassen, aber nicht jetzt.

eine solche Erfahrung hatte ich schon mal, ziemlich schmerzhaft und energieraubend.
Ok, ich verstehe, dass Du aufgrund der schlechten Erfahrung Deine Regel aufgestellt hast. Aber guck doch mal, ob hier die ganzen Parameter genauso sind wie damals. Ich fand eigentlich, dass sich das super angehört hat. Klar triggert Dich das ganze, aber ist es wirklich dasselbe wie einst?

Ein paar nette Stunden in maximaler Unverbindlichkeit war nicht das Beziehungsmodell, welches ich gesucht habe.
Woran machst Du Verbindlichkeit fest? Am Heiraten, also wolltest Du, dass bei euch spätere Heirat nicht ausgeschlossen ist und "spätere" meint, in ein, zwei Jahren?
*) Ich weiß, dass es Menschen gibt, die das brauchen, um sich als "richtiges Paar" zu fühlen und ich finde es auch nicht gerade prickelnd, von meinem Partner zu wissen, dass er eine Partnerschaft mit einer anderen Frau formal nicht wirklich beendet hat.
Das kannst Du mit dem Mann nicht haben, vielleicht sogar auch nicht, wenn die Kinder irgendwann selbst Geld verdienen, weil er dann immer noch mehr hätte, wenn er sich nicht scheiden lässt.
Jetzt ist die Frage, ob diese "Formalität" für Dich wichtiger ist, Dich in einer glücklichen Partnerschaft zu sehen, oder wie die Beziehung wirklich ist.
 
  • #36
Ich habe unsere Beziehungsanbahnung nur vertieft weil er mir glaubwürdig versichert hat, es wäre nur noch eine Formalität,
Auf das Versprechen sich zeitnah darum zu kümmern folgten nun einige Wochen ohne eine einzige Handlung in diese Richtung.
Auf meine erste Nachfrage gab es vor kurzem einen unschönen Streit, mit seiner Aussage, er könne sich eine Scheidung gerade eigentlich überhaupt nicht leisten,
Nun, @Endura,
ganz klar und nachvollziehbar ist es für ihn wunderschön so wie es jetzt ist und wenn es nach ihm geht, kannst du bis zum Sankt Nimmerleinstag Geduld üben.

Es wird sich bloß nichts ändern und das liegt an dem Fakt, dass er sich nun mal keine Scheidung leisten kann. Seine Frau hat nie eine berufliche Tätigkeit ausgeübt, schreibst du. Wieso sollte sie plötzlich, womöglich im fortgeschrittenen Alter, wo ihre Chancen denkbar schlechter sind als früher, damit anfangen? Vielleicht wird sie auch gesundheitlich bedingt auf Dauer nicht erwerbstätig sein können. Er würde also für sie zahlen müssen.

Die Ausgaben für seine Kinder werden auch nicht weniger, mit zunehmendem Alter, z.B. wenn beide studieren wollen. Dein Freund hätte als Geschiedener demnach eine ungünstigere Steuerklasse und trotzdem viel Geld an seine Familie zu zahlen.

Mich wundert mehr, dass du jetzt erst "…geschockt, enttäuscht und emotional absolut auf dem Rückzug …" bist, vor allem weil du eine solche Erfahrung schon mal hattest und weißt, wie schmerzhaft und energieraubend diese war.

Um so etwas zu vermeiden, gibt es nur eins: Einen großen Bogen um verheiratete Männer machen, ganz gleich ob sie getrennt leben oder nicht.

Keinen "glaubwürdigen Versicherungen" trauen, sondern Abstand nehmen, bis jemand seine Baustelle in Ordnung gebracht hat. Wobei es für jeden männlichen Normalverdiener der Horror sein muss, wenn ihm klar wird, welche Kosten bei einer Scheidung auf ihn zukommen. Unter Umständen ist er dann sogar von seiner nächsten Partnerin finanziell abhängig.

Wärst du bereit, das auf dich zu nehmen?
 
  • #37
Es geht mir, wie gesagt, nicht um finanzielle Vorteile. Ich habe eine gute Existenz. Es ist für mich einem emotionale Sache - ich habe leider schon ein mal über ein paar Jahre eine Famillie in solcher Konstellation querfinanziert. Während ich damals unseren Alltag und die Urlaube alleine bezahlt habe, weil der arme Mann ja gerade nichts hatte, hat er seiner Ex alle Sonderwünsche ermöglicht. War ja indirekt zum Wohl des Kindes - ein unschlagbares Argument. Wenn ich das heute wieder höre, stellen sich bei mir die Nackenhaare hoch.

Wenn sie ihm dann spät abends, während wir im Bett liegen, dutzende Nachrichten zur gemeinsamen Steuer schickt, fühlt es sich nicht abgeschlossen an.

Ich bin mir noch nicht mal so sicher, dass er nicht mehr zurück möchte. Er war trotz Trennung sehr präsent in der Familie, da die Frau eine lange schwere Erkrankung hatte. Er war sehr enttäuscht darüber dass sie kurz danach einen neuen Partner gefunden hat, obwohl er sich so eingebracht hat.... kurz darauf haben wir uns kennengelernt.
 
  • #38
Mein Freund lebt seit über fünf Jahren von seiner Frau getrennt.... Scheidung war bis jetzt kein Thema..... Auf meine erste Nachfrage gab es vor kurzem einen unschönen Streit... er wird bestimmt schon irgendwann geschieden sein.
Liebe FS,
er wird ganz sicher nicht "irgendwann geschieden" sein. Dazu müsste er einen entscheidenden Schritt tun, nämlich die Scheidung einreichen. Wenn er das 5 Jahre lang nicht getan hat, werden die Gründe es nicht zu tun immer gravierender. Dann hat seine Frau nämlich garkeine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt und er muss sie daueralimentieren.
Jemand, der so lange nicht geschieden ist, hat exakt 2 Gründe, sich nicht scheiden zu lassen:
- solange er nicht geschieden ist, kann keine andere Frau die Ehe von ihm fordern. Ist doch ein super Schutz.
- er will sich die Scheidung finanziell nicht leisten. Irgendwann kann er es auch nicht, weil ihr Zugewinn erheblich ist.
Der Typ ist ein Milchmaennchen, das keine Ahnung von Geld hat und nur kurzfristig denken kann - niemand für eine Lebensbeziehung in der 2. Lebenshaelfte.

.. mit seiner Aussage, er könne sich eine Scheidung gerade eigentlich überhaupt nicht leisten, diese würde dann zur Last seiner Kinder gehen (wegen darauffolgender Änderung der Steuerklasse) und deren Wohl hat nun mal höchste Priorität.
Also bitte, Du bist selber geschieden und müsstest doch wissen, dass er bei dieser Aussage lügt.
Wäre er getrennt, dann wäre seine Steuerklasse bereits seit 4 Jahren geändert. Daraus folgt, dass er nicht getrennt lebend ist - oder ein Steuerbetrueger, dem eine fette Nachzahlung drohen kann, weil er das Finanzamt nicht informiert hat.
Willst Du wirklich so einen Mann, der immer nur seinen Vorteil sucht und Dich für dumm hält?

Eine Beziehung, geschweige denn ein Zusammenleben mit einem „noch verheirateten“ Mann ist für mich nicht lebbar.... eine solche Erfahrung hatte ich schon mal, ziemlich schmerzhaft und energieraubend.
Warum lässt Du Dich auf das Konstrukt ein, wenn Du schon einmal damit Schiffbruch erlitten hast.
Du bist eine lebenserfahrene Frau und es ist Dir doch klar, dass er Dich nach 5 Jahren "in Trennung" in seinen Scheidungsabsichten belügt, weil er sonst kaum Chancen auf eine neue Partnerschaft hat - siehe die überwiegende Zahl der Statements hier.
Du hast Dich darauf eingelassen, weil Du auch nur begrenzte Chancen auf eine neue Partnerschaft hast und gern eine hättest. Jetzt stellst Du fest, dass der faule Kompromiss Dich nicht zufriedenstellt und Dein Versuch, ihn in Deine Richtung zu biegen scheitert.

Entweder hast Du Standards, dann halte sie ein, oder verabschiede Dich davon statt unzufrieden zu sein.
 
  • #39
Eine Beziehung, geschweige denn ein Zusammenleben mit einem „noch verheirateten“ Mann ist für mich nicht lebbar, habe ich zu Anfang sehr deutlich kommuniziert.... eine solche Erfahrung hatte ich schon mal, ziemlich schmerzhaft und energieraubend. Ich habe unsere Beziehungsanbahnung nur vertieft weil er mir glaubwürdig versichert hat, es wäre nur noch eine Formalität, und es gab bis jetzt keinen Grund es zu regeln. Auf das Versprechen sich zeitnah darum zu kümmern folgten nun einige Wochen ohne eine einzige Handlung in diese Richtung.
Das ist die entscheidende Aussage warum FS mit Recht enttäuscht und verletzt worden ist!
Auf meine erste Nachfrage gab es vor kurzem einen unschönen Streit, mit seiner Aussage, er könne sich eine Scheidung gerade eigentlich überhaupt nicht leisten, diese würde dann zur Last seiner Kinder gehen (wegen darauffolgender Änderung der Steuerklasse) und deren Wohl hat nun mal höchste Priorität. Grundtenor ist, es wäre doch auch so alles wunderschön zwischen uns, er liebt mich sehr, ich möge doch bitte Geduld haben, er wird besti
Das ist eine klare und eindeutige Bestätigung der Lüge, um dich zu fangen, eine bewusste Irreführung, ich sage hier, er wird sich nie scheiden lassen!
Ich bin geschockt, enttäuscht und emotional absolut auf dem Rückzug, und nehme innerlich Abschied. Ein paar nette Stunden in maximaler Unverbindlichkeit war nicht das Beziehungsmodell, welches ich gesucht habe.
Ja, du warst vertraulich, hast ihm blind vertraut, wurdest diesbezüglich im Vertrauen missbraucht, bist quasi auf ihn rein gefallen! Er wusste von anfang an, dass er nichts ändern wird, darin sehe ich das Hauptproblem als Vetrauensbruch! Er hat dich bewusst an die Wand laufen lassen! Was ich jedoch nicht verstehe ist, deine widersprüchliche Anfangsfrage zu deinem Beitrag: Ist eine Scheidung unwichtig? Für viele ja, für dich und einige nein!
 
  • #40
Wenn mit seiner Scheidung ein Steuerklassenwechsel verbunden wäre, dann hat der gute Mann noch Steuerklasse 3. Sprich: Er ist immer noch in der gemeinsamen Wohnung mit der Ehefrau gemeldet, und hat vermutlich seine eigene Wohnung als Zweitwohnsitz, deren Kosten er auch noch bei der Steuererklärung geltend machen kann. Das heißt er nicht offiziell getrennt. Soviel mal zu den formalen Dingen.
Die einzige Chance, auch wenn Sie nur klitzeklein ist, die Du hast:
Kontaktabruch. Und wenn er frei ist und sein Leben aufgeräumt hat, dann darf er gerne wieder an Deine Tür klopfen, mit dem Risiko für ihn, dass du sie nicht öffnest.
Nur wenn er spürt ob Du ihm fehlst, und damit was er möchte, wird er in eine Lage versetzt wo er handeln muss, um Dich zu wieder zu bekommen.
Das Modell Steuerklasse 3 und keine offizielle Trennung fahren viele Paare aus rein finanziellen Gründen. Frag ihn doch mal, ob er eine Trennungsvereinbarung, notariell beglaubigt, mit seiner Frau gemacht hat. Wenn er das mit nein beantwortet, dann nimm Deine Füsse in die Hand.
 
  • #41
ich habe leider schon ein mal über ein paar Jahre eine Famillie in solcher Konstellation querfinanziert. Während ich damals unseren Alltag und die Urlaube alleine bezahlt habe, weil der arme Mann ja gerade nichts hatte, hat er seiner Ex alle Sonderwünsche ermöglicht. War ja indirekt zum Wohl des Kindes
Hm ja, miese Sache.
Das würde ich auch nicht wollen, vermutlich niemand.
Du hast es erlebt und willst das daher noch viel weniger als wir anderen hier.
Und jetzt verstehe ich dich nicht mehr.
Selbst wenn dein Freund sich scheiden ließe, könnte es doch genau darauf hinaus laufen.
Ok, die Ehefrau hat einen Freund, aber ich tippe mal, der bezahlt nicht ihren Unterhalt oder den der Kinder.
Die beiden haben vielleicht auch eine LAT-Beziehung und dazu rate ich dir hier erneut.

Du hast ein eigenes Häuschen.
Würdest du das aufgeben, um mit dem Neuen, ob ihr nun irgendwann verheiratet seid oder nicht, woanders hinzuziehen ?
Oder könnte er bei dir einziehen ?

Verbindlichkeit ? Ja, das ist auch mir wichtig, aber ich mache es nicht am Zusammenwohnen, der Wirtschaftsgemeinschaft oder gar einer Heirat fest.
Auch nicht daran, ob der Mann geschieden ist oder nicht.
Sehr wohl aber daran, wie sehr er sich für seine Familie engagiert.
Ja, ich würde es richtig doof finden, wenn er zuhause weiter den Rasen mäht, die Kinder zu Auftritten begleitet, sowieso alles bezahlt, mit ihnen Weihnachten verbringt.
Ja, ich würde es richtig doof finden, einen Freund zu haben, der dies alles seiner Familie verweigert.
Bleibt nur eins: keinen Mann mit Kindern daten.
DAMIT steht und fällt doch alles.

Als meine Tochter bei mir wohnte, war ich viele Jahre lang single. Sie zog aus, weit weg, als sie 18 war und 5 Monate später lernte ich meinen Freund kennen. Die beiden verstehen sich gut und er tut sehr viel für sie.
Nun ist sie nochmal für sieben Monate bei mir eingezogen, weil sie hier ein Praktikum gemacht hat, da kamen die ersten Wölkchen an unseren Liebeshimmel. Weil sie oft dabei war, weil ich mich nach ihr gerichtet habe, weil wir nicht einfach so am Sonntag Nachmittag im Bett liegen konnten...
Jetzt ist sie wieder weg und er ist froh, wieder meine Nr. 1 zu sein.

w 52
 
  • #42
- ich habe leider schon ein mal über ein paar Jahre eine Famillie in solcher Konstellation querfinanziert. Während ich damals unseren Alltag und die Urlaube alleine bezahlt habe, weil der arme Mann ja gerade nichts hatte,
Ich bin mir noch nicht mal so sicher, dass er nicht mehr zurück möchte.
Im Grunde scheint dir selbst schon klar zu sein, dass er nicht der richtige Mann für dich ist und du mit ihm nie das Leben führen kannst, das deinen Vorstellungen von einer Partnerschaft entspricht. Du zögerst nur noch den nächsten, finalen Schritt zu machen. Unabhängig davon solltest du einmal dein Beuteschema überdenken …
 
  • #43
Liebe FS,

Es wird tausende Menschen geben, denen der Umstand eines mit jemand anderem verheirateter Partner egal wäre und es wird ebenso viele Menschen geben, für die es ein Nogo wäre. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. Ich möchte nicht das der Mann mit dem ich abends im Bett liege „der Ehemann von XY“ ist und ich selbst würde auf Festen als „die Freundin“ vorgestellt werden. Ausgeschlossen ! Geradezu absurd!
Ich bin entweder die ernstzunehmende Ehefrau oder niemand - „Freundin“ geht für mich die ersten 2-3 Jahre maximal.
Ich würde auch nach außen hin ein Commitment wollen, Absicherung im Alter oder bei Krankheit- selbstverständlich! Was ist daran schlimm ? Das was ich mir wünsche biete ich doch andersrum auch genauso an!
wenn dein Partner heute einen Unfall hat und auf die Intensivstation muss dann kannst du dich bei seiner Ehefrau erkundigen wie es ihm geht - du selbst erfährst nämlich gar nichts! Und wenn ihr zusammen ziehen würdet solange er noch verheiratet ist dann kannst du -sollte ihm etwas zustoßen- mit seiner Ehefrau besprechen ob du euer gemeinsam gekauftes Bett behalten darfst. Nicht ernsthaft eine Überlegung, oder ?

Natürlich liesen sich all diese Dinge auch beim Notar regeln - dann allerdings zählt wohl kaum noch das Argument das die Aufrechterhaltung der Ehe günstiger wäre ....

Steh zu dir und deinen Wünschen - es ist unerheblich wie viele andere Frauen damit zurecht kommen würden. Du musst damit zurecht kommen.

Und es ist nicht zu früh da die Weichen zu stellen - eher höchste Zeit.
 
  • #44
Liebe Endura,
oha, da kommen nun allerdings noch zwei Aspekte ins Spiel:
1. könnte er einfach nicht mehr aufs Handy gucken, wenn er mit dir im Bett liegt, oder es sowieso ausmachen, WENN ihm die Zeit mit dir mehr wert wäre, als neue Nachrichten von „ihr“ zu lesen;
2. bist du nicht mal sicher, ob er nicht doch zurück gehen würde, wenn „sie riefe“.

Jetzt klingt es für mich so, als seist du die Übergangsfrau für ihn, mit der er sich nach der Trennung tröstet. Da nagt etwas an dir und ich meine, zu recht.

Ich finde, dass sich nach einem halben Jahr Beziehung herausstellt, ob es sich gut entwickelt und weitergehen kann. Mir fehlt hier eine klare Priorität, was dich angeht. Ich würde noch einmal das Gespräch suchen (Wünsche mitteilen, Fragen stellen), und anschließend ziehst du deine Schlussfolgerungen. Wenn es sich nicht gut anfühlt, was er sagt und tut, verschwende nicht deine kostbare Zeit!

Alles Gute,
w56
 
  • #45
Was mich spontan von Wolke 7 gen Keller katapultieren würde, wäre das Lügen und die dazu gehörige Feigheit.

Ein Kumpel von mir ist seit 6Jahren getrennt. Lebt in seiner eigenen kleinen Wohnung aber er ist nicht geschieden und beabtsichtigt das auch nicht.
Das gemeinsame Kind ist speziell und brauchte/braucht jemanden der Zeit hat.
Es wurde gemeinsam entschieden das es die Frau macht.
Dafür soll sie später nicht in Altersarmut fallen.
So viel verdient er nicht oder es gibt auch kein Haus zum überschreiben.

Dafür soll sie im Notfall die Witwenrente bekommen und die Rentenpunkte.

Er sagt es aber auch und schummelt nicht.

Finde ich viel symphatischer als erst sagen: Du brauchst nicht arbeiten etc und später nach mir die Sinnflut.
Und eben nicht feig, da weiss Frau was los ist.

Grundsätzlich kann ich den Mann verstehen.
Ggf haben die noch etwas gemogelt und seine Wohnung gilt als 2 Wohnsitz = er ist bei ihr gemeldet.
Nach der Zeit, die sie ja auch seine Kinder betreut hat, wird's schwer mit job der noch was einbringt.
Doof aber wohl auch seine Entscheidung.
Das er sich nach 6 Monaten für Dich nicht scheiden lässt, verstehe ich.

Nur das Lügen am Anfang nicht, weil da hättest Du es besser für Dich entscheiden können ohne traurig zu sein.
 
  • #46
Er war sehr enttäuscht darüber dass sie kurz danach einen neuen Partner gefunden hat, obwohl er sich so eingebracht hat.... kurz darauf haben wir uns kennengelernt.
Hm. Das klingt schon sehr viel weniger schön. Eher, als suchte er Ablenkung und Trost. Ihr seid seit einem halben Jahr zusammen, da hat er sich ja anscheinend noch ungefähr vier Jahre nach der Trennung um seine Frau bemüht! Nee, ich glaube, da wäre ich ziemlich misstrauisch, und das nicht mal, weil die Scheidung noch nicht durch ist.

Während ich damals unseren Alltag und die Urlaube alleine bezahlt habe, weil der arme Mann ja gerade nichts hatte, hat er seiner Ex alle Sonderwünsche ermöglicht. War ja indirekt zum Wohl des Kindes - ein unschlagbares Argument. Wenn ich das heute wieder höre, stellen sich bei mir die Nackenhaare hoch.
Kann ich gut verstehen. Ich denke, Frauen stünde öfter mal mehr rationales Betrachten ihrer Beziehung besser als dieses romantische Denken, dass man alles für den Liebsten tut.
Wir haben viel gemeinsam, können wunderbar miteinander reden und lachen, haben ähnliche Werte und Vorstellungen vom Leben.
Nee, nicht wirklich, finde ich.

Bist Du denn sicher, dass eure Beziehung wirklich toll ist? Dass er total verliebt in Dich ist und die Scheidung nur wegen des Geldes nicht stattfindet? In dem Fall würde ich bleiben. Aber wenn ich den Eindruck hätte, ich wäre nur Ersatz und sobald die Ehefrau wieder wollte, wäre der Mann dann doch lieber dort, würde ich das beenden. Und mich mehr an meine Regeln halten, weil Du in dem Fall anscheinend immer an Männer gerätst, die wirklich in ihrer Exbeziehung hängen und Dich mit reinziehen in ihr Problem, nicht abgeschlossen zu haben.
 
  • #47
Wenn ich das heute wieder höre, stellen sich bei mir die Nackenhaare hoch.
Trenne dich, denn du bist nicht bereit, anderes als eine Scheidung zu akzeptieren. Also solltest du hier nicht nachfragen »wie wir das finden«, zieh deine Haltung durch, such dir einen ungebundenen Partner und werde mit dem glücklich.

Ob das klappt?! Möglicherweise hat der Nächste dann aber andere Defizite. Das Leben ist nicht ohne Risiko.
 
  • #48
Grundtenor ist, es wäre doch auch so alles wunderschön zwischen uns, er liebt mich sehr, ich möge doch bitte Geduld haben, er wird bestimmt schon irgendwann geschieden sein.
"Getrennt lebend" ist so ziemlich das einzige NoGo-Kriterium, das ich bei der Partnersuche hier habe.
Mein Grundtenor als Antwort: Ja klar ist alles schön, aber für mich ist Loyalität nun einmal im Zweifelsfall sogar wichtiger als ein Seitensprung und genau diese Loyalität mir gegenüber tritt er (oder in meinem Fall eben sie) mit Füßen, wenn er sich nicht festlegen will in welcher "Familie" er denn nun leben will. Denn ja, ich bestehe auf einer verbindlichen Aussage und dann lieber ein "nein" als so ein Eiertanz, weil ich dann die Zeit mit ihm nicht mehr verschwenden muß sondern wo anders suchen kann.
Tickt bei Dir ggf. noch die Uhr von wegen eigene Kinder?
 
  • #49
Ich finde es gut, wie dieser Mann mit seiner Frau umgeht. Sie hat für ihn auf ihren Beruf verzichtet, um ihm den Rücken frei zu halten und ihm die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Er weiß, was er ihr zu verdanken hat und was sie geopfert hat. Er verhält sich loyal zu ihr.

Bei vielen Paaren geht der Trennungskrieg erst los, wenn die neue Freundin (finanzielle/zeitliche) Ansprüche stellt. Das befürchte ich hier auch.
 
  • #50
Ich bin mir noch nicht mal so sicher, dass er nicht mehr zurück möchte. Er war trotz Trennung sehr präsent in der Familie, da die Frau eine lange schwere Erkrankung hatte. Er war sehr enttäuscht darüber dass sie kurz danach einen neuen Partner gefunden hat, obwohl er sich so eingebracht hat.... kurz darauf haben wir uns kennengelernt.
Ui, und da überlegst du noch? Wenn er mit seiner Frau abgeschlossen hätte, würde er sich über ihr neues Glück freuen oder wäre erleichtert, dass es ihr wieder gut geht, aber "sehr enttäuscht"? Und kurz darauf lernt ihr euch kennen? Da hast du aber fest die Augen zugemacht. Das ist keine formale Trennung seinerseits, und du bist die Trostfrau, jede Wette.

Du hast nicht nur "gegen deine "Prinzipien verstoßen", sondern auch die Warnlampen ignoriert bezüglich Bauchgefühl. Da darfst du dich dann echt nicht beschweren, wenn du dir mit diesem fürsorglichen Ehemann die nächste Enttäuschung einhandelst.

w 55
 
  • #51
Liebe Endura,
deine Frage bewegt mich, dir zu antworten.
Eines vorab, die Meinungen, Bedürfnisse, Befindlichkeiten, Schmerzgrenzen sind bei jedem Menschen anders. Du musst für DICH selber rausfinden, was DU willst. Jeder kann dir hier einen noch so guten Rat geben, es geht aber nur darum was DU bereit bist, zu tolerieren. Es ist ja DEIN LEBEN.
Ich persönlich kann Dich gut verstehen. Ich selber habe viel zu lange in einer Ehe ausgehalten, in der ich immer nur meine Bedürfnisse zurückgesteckt habe. Die immer wieder erfolgten Versprechungen und damit erzeugten Hoffnungen haben mich viel zu lange "festgehalten". Da kann schon eine lange Zeit vergehen, ehe man merkt, es wird sich nie was ändern. Und ja, eine Scheidung kostet Nerven und kann teuer werden, nämlich dann, wenn der Ex-Partner einen klein kriegen will. Ich muss aber aus heutiger Sicht und 1,5 Jahre nach der Scheidung und 12 Monate nach unserem Hausverkauf sagen, dass ich - nachdem alles geklärt war - ich endlich auch loslassen konnte und frei lebe. Ansonsten ist man immer an den Ex gebunden.
Ich selber würde mir nie einen Partner suchen, der gerade getrennt ist, in Scheidung lebt oder gar noch verheiratet ist. Dieses ewige hin und her wäre mir viel zu anstrengend. Da lebe ich doch lieber mein Leben frei und ungebunden und suche mir jemanden, mit dem ich noch mal ganz Neu durchstarten kann; ggf. dauert die Suche dann eben etwas länger.
Ich wünsche allen einen schönen 3. Advent und dir viel Kraft für eine Entscheidung !
 
  • #52
wenn dein Partner heute einen Unfall hat und auf die Intensivstation muss dann kannst du dich bei seiner Ehefrau erkundigen wie es ihm geht - du selbst erfährst nämlich gar nichts! Und wenn ihr zusammen ziehen würdet solange er noch verheiratet ist dann kannst du -sollte ihm etwas zustoßen- mit seiner Ehefrau besprechen ob du euer gemeinsam gekauftes Bett behalten darfst. Nicht ernsthaft eine Überlegung, oder ?
Genauso denke ich auch darüber! Wenn ihm was passieren sollte, hast Du keinerlei Rechte, die Ehefrau entscheidet alles.

Genauso einer Bekannten von mir passiert: seit 15 Jahren zusammen, genauso lange er noch verheiratet, erwachsene Kinder, seine Eigentumswohnung, in der er mit meiner Bekannten gewohnt hat. Er hat sich geplant das Leben genommen und seine Freundin von heute auf morgen ohne Wohnung (die musste sie sofort räumen) und ohne Erwähnung im Testament zurückgelassen. Nicht mal die Möbel, die sie nicht beweisen konnte bezahlt zu haben, konnte sie behalten. Gnädig haben sie ihr sein altes Auto überlassen, weil sie keine Verwendung dafür hatten.

Ebenfalls habe ich kein Verständnis für Steuerbetrüger. Er lebt getrennt, sagt es aber dem Finanzamt nicht und bleibt somit in der besseren Steuerklasse. Für mich als AE mit Steuerklasse 1 eine Ungerechtigkeit.
W54
 
  • #53
1. könnte er einfach nicht mehr aufs Handy gucken, wenn er mit dir im Bett liegt, oder es sowieso ausmachen, WENN ihm die Zeit mit dir mehr wert wäre, als neue Nachrichten von „ihr“ zu lesen;
Genau, das kommt auch noch hinzu. Die Prioritäten liegen klar bei der Exbeziehung.
Aber am meisten würde mich verunsichern, dass er so enttäuscht war, nicht zurückgenommen zu werden als Partner, nachdem er sich um seine Frau bemüht hatte bei ihrer Krankheit.

Ich hab das Gefühl, Du wachst gerade auf, @Endura . Verliebtsein erzeugt so einen vernebelnden Hormonrausch ...
 
  • #54
Das macht man nicht!« gibt es nicht - jede/r hat eigene Vorstellungen von der Welt.
Dann braucht sie jetzt nicht zu meckern, dass er verheiratet ist... Sie wusste das.
Und nein, es gibt Regeln in unserer Gesellschaft für ein faires Zusammenleben. Daten mit verheirateten Familienvätern zählt bestimmt nicht dazu... Und eine Scheidung regelt eben die Trennung von der vorherigen Familie. Beim neuen Freund der FS ist nix geklärt und das steht einem Neuanfang im Weg.
 
  • #55
Ich finde es gut, wie dieser Mann mit seiner Frau umgeht. Sie hat für ihn auf ihren Beruf verzichtet, um ihm den Rücken frei zu halten und ihm die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Er weiß, was er ihr zu verdanken hat und was sie geopfert hat. Er verhält sich loyal zu ihr.
Das ist ja auch ok, hat aber Auswirkungen auf zukünftige Partnerschaften, bzw. engt es die Aussichten auf eine neue Partnerschaft sehr ein und bestimmt auch die Ausgestaltung der Partnerschaft.

Wegen alter Bindungen kann er gegenüber der neuen Partnerin nicht nicht loyal und verlässlich agieren, denn juristisch ist er mit seiner Ehefrau verbunden. Da kann ihm immer was ins Leben und die neue Partnerschaft reingraetschen, was er eher nicht will.

Die Fs beschreibt gut, wie sie aufgrund der Weiterführung der alten Ehe-Loyalität!bereirs einmal eine Altbeziehung querfinanziert hat und das das keine Art von Partnerschaft ist, die sie sich wünscht.

Darüber hinaus glaube ich nicht, dass Loyalität wegen der Leistungen der Ehefrau hier von seiner Seite aus das Bindeglied ist, sondern Geiz und wirtschaftliche Inkompetenz.
Bei einer Scheidung wird ein Schlussstrich gezogen. Nachehelicher Ehegattenunterhalt (sie ist krank und hat nie gearbeitet) und Kindsunterhalt werden festgelegen, der Versorgungsausgleich wird durchgeführt. Alles ist festgeschrieben, der Mann hat keinerlei Macht mehr in seiner Exfamilie, aber jede Menge Pflichten, die ihn auf Dauer finanziell einschränken.

Da bleibt er doch lieber verheiratet, versucht die Familue knapp zu halten und sich in Affären ein komfortables Leben zu machen. Wenn das dann nicht mehr läuft im Alter, weil sich dafür keine Frauen mehr finden, dann kann er immer noch versuchen zurück zur Ehefrau zu gehen und da anzuknüpfen, wo es Jahre zuvor gescheitert ist. Man hat ja noch nichts getrennt.
 
  • #56
Fakt ist, dass er sich gar nicht scheiden lassen WILL. Er ist gerne weiterhin der Versorger der Frau und der Kinder. Das spricht zwar einerseits für ihn, heißt aber andererseits, dass er mit seiner Exfrau noch eine platonische Parallelbeziehung unterhält und du eben für Spaß und Sex zuständig bist, was er eben zuhause bei Exfrau nicht mehr bekommt.
Eine Scheidung ist keine Formalität, denn da wird geregelt, wie die nächsten Jahre aussehen werden. Eigentlich muss die Exfrau jetzt wieder zumindest in Teilzeit arbeiten gehen - sie hat keine Kleinkinder mehr.
Für mich käme so ein Mann nicht in Frage - oder eben nur "fürs Grobe".
Sag ihm, dass er sich scheiden lassen soll oder du trennst dich. Alles Andere führt zu nichts und ist reine Energieverschwendung.
Er muss sich entscheiden, scheint aber noch an der Verbindung mit seiner Exfrau zu hängen.
Ein Grund könnte auch sein, dass sie erbberechtigt bleiben soll.
 
  • #57
Genauso denke ich auch darüber! Wenn ihm was passieren sollte, hast Du keinerlei Rechte, die Ehefrau entscheidet alles.
Rein rechtlich ist das so nicht richtig. Die Ehefrau hat im Krankenhaus genau so viel zu sagen wie die Freundin: nichts. Andererseits kann er Vollmachten abschließen für wen er will, im Zweifel für den Postboten. Wenn er das regeln will, ist es kein Problem. Er will aber vermutlich nicht. Das ist eher schwierig. Im Leben gibt es meist kein rechts und links gleichzeitig. Außer, die Geliebte akzeptiert das so. Dann ist es auch in Ordnung.

Er hat sich geplant das Leben genommen und seine Freundin von heute auf morgen ohne Wohnung (die musste sie sofort räumen) und ohne Erwähnung im Testament zurückgelassen. Nicht mal die Möbel, die sie nicht beweisen konnte bezahlt zu haben, konnte sie behalten.
Verstehe ich nicht. Die Geliebte hat in einer Wohnung mit Mietvertrag auf seinen Namen mit ihm gewohnt? Oder in seiner Eigentumswohnung? Das weiß man doch vorher. Warum hat sie das dann nicht geregelt? Warum geht es eigentlich vielen Frauen hier offenbar ausschließlich um Geld?

Die FS schreibt ja, sie ist finanziell unabhängig. Sie hat seit einem halben Jahr eine Affäre mit einem verheirateten Mann und meint, das sei eine Beziehung. Sobald es eine Beziehung ist, wird er seine alte Beziehung konsequent beenden. Vollmachten kann man auch an Nichtehefrauen erteilen, Vermögen sollte kaum der Grund für eine Beziehung sein, gemeinsam erworbenes kann man vertraglich regeln.

Im Grunde muss die FS doch nur ganz pragmatisch überlegen, ob sie weiter mit einem Mann zusammen sein will, der verheiratet ist und seine Ressourcen dazu aufwendet, die Ehefrau abzusichern.
Wenn ja, kann sie entsprechende Vorsorge treffen. Der Mietvertrag läuft dann eben auf sie, die Vollmachten ebenso. Wo ist das Problem?

Wenn nein, dann muss sie eben jetzt die Konsequenzen ziehen und für die Zukunft lernen, erst gar keine Affäre anzufangen.
Irgendwie fehlt mir das Verständnis für Frauen, die sich auf eine Affäre einlassen und sich dann hinterher beklagen, sich auf eine Affäre eingelassen zu haben. Geht das nur mir so?

 
  • #59
Hier die FS :) ... lieben Dank für die rege Teilnahme.

Ein Doppelleben oder eine Affaire ist es in meinen Augen nicht - die Ehefrau und ihren neuen Partner habe ich kennengelernt, sowie die Kinder, mit denen ich mich sehr gut verstehen.

Dennoch, für meinen Geschmack ist und bleibt es zu viel Verbundenheit. Die Eheleute wirtschaften zusammen, sind gesetzlich füreinander in jeder Hinsicht verantwortlich, und haben (in meinen Augen) einfach nur die netten unverbindlichen Stunden an dritte ausgelagert. Ich (!) stehe für ein solches Konstrukt nicht zu Verfügung, deswegen werde ich mich da rausziehen müssen, auch wenn das Miteinander sehr schön ist.

Im übrigen - es gibt weder Vermögen, noch Immobilien, noch irgendwelche Werte aufzuteilen, die es zusätzlich schwierig machen würden. Beide leben zur Miete, und er finanziert zwei Haushalte mit seinem Gehalt - auf einem recht hohen Niveau.
 
  • #60
Sorry, aber das stimmt doch nicht. Nicht alles wo eine(r) oder beide noch verheiratet sind ist eine Affäre. Es ist doch unstrittig dass die Eheleute sich getrennt haben. Die Frau hat ja auch einen neuen Partner.
Was ist der Unterschied zwischen Affäre und Liebes-Beziehung?

Für mich wäre eine Affäre eine Gemeinschaft, bei der es primär um sexuelle Abenteuer und Verliebtheit und gegenseitigem Vergnügen bereiten geht.

Bei der (Liebes-)Beziehung kommt darüber hinaus die gegenseitige Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, sich gegenüber dem Umfeld zueinander bekennen und auch der Alltag usw. dazu.

Was die Fs führt, kann sie selbst entscheiden.