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  • #31
Es war Deine Entscheidung und nur du weißt warum du dich so entschieden hast. Ich würde an deiner Stelle sehr vorsichtig sein, wem du diese Information zu Teil werden lässt.
Wenn du deinen Partner liebst und ihm vertraust und du das Bedürfnis verspürst ihm davon zu erzahlen, dann tu es. Du solltest ihn vorher gut einschätzen können, ob er verständnisvoll mit der schwierigen Thematik umgehen kann.
Ein stark konservativer Katholik ist z. B. wahrscheinlich der falsche Ansprechpartner. Ich wünsche dir viel Kraft und liebevolle Menschen, die dich unterstützen.
 
  • #32
Wen geht das etwas an, ob ich eine Abtreibung hinter mir habe oder nicht? Solange das Kind nicht von deinem neuen Partner war, er hätte ein tedenziell peripheres Mitspracherecht, get das wohl nur dich etwas an, weshalb muß man sich beim Dating einen Zettel auf die Stirn kleben, um allen alles von sich mitzuteilen?
 
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  • #33
Schwieriges Thema! Für religöse Menschen eher schon. Für mich wäre es absolut kein Ausschlusskriterium - ich muss allerdings zugestehen, dass ich ein großes persönliches Problem damit hätte, wenn mir meine Partnerin mitteilen würde, dass sie ein kommendes gemeinsames Kind abtreiben möchte. Ich würde versuchen sie davon zu überzeugen nicht abzutreiben. In meinem Freundeskreis gibt es einige, die vor ihrer Geburt Abtreibungskinder "in spe" waren und jetzt alle um die 40 sind. Für einen Mann ist die Frage wohl auch einfacher zu beantworten m 43
 
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  • #34
Ich kenne in meinem näheren und weiteren Umfeld 5 Frauen, die in jungen Jahren abgetrieben haben. Ich muss dazu sagen, dass diese SS-Abbrüche vor 20 und mehr Jahren durchgeführt wurden, einer vor vier Jahren. Aber jede dieser Frauen macht sich heute die grössten Vorwürfe, leidet auf die eine oder andere Art und zwar heftig....Ich weiss, extreme Beispiele, aber welche Frau weiss schon, wie sie später, nach einer Abtreibung, damit klar kommen wird?
Was ich sagen möchte ist, dass ich es meinem Partner erzählen würde, hätte ich abgetrieben. Nicht gerade beim ersten Date, aber wenn sich etwas Ernstes abzeichnet.
 
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  • #35
Ja. Eine Abtreibung ist ein Ausschlußkriterium, sofern sie nicht nach einer Vergewaltigung erfolgte.

Ich bin nicht religiös, aber ein verantwortungsloser Umgang mit der eigenen Sexualität und dann mit werdendem Leben - nein. Ich hatte mit vielen Frauen gesprochen, die abgetrieben haben, und alleine deshalb wäre keine für mich als Partnerin in Frage gekommen. Ggf. hat sie sich das Kind bei einem ungeschützten ONS geholt; man bedenke die gesundheitlichen Probleme, die mit solchem gefährlichen Verhalten einhergehen!

Frauen sind heute für ihre Sexualität und die Konsequenzen selbst verantwortlich.

M
 
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  • #36
sehr ausgewogene Diskussionen hier. Gefällt mir gut. An meinem Extrembeispiel kann ich vielleicht darstellen, daß eine Abtreibung manchmal schon sehr starke Rückschlüsse auf den Charakter zulassen kann.

Grundsätzlich wäre es mir schon wichtig so etwas Einschneidendes aus dem Leben meiner Partnerin zu wissen. Meine Ex hatte sich von ihrem Gespielen auch schwängern lassen obwohl ich nach Bekanntwerden ihrer Untreue in der Trenungszeit sie darum gebeten hatte aufzupassen und nicht noch eventuell durch eine Schwangerschaft oder Ansteckung mit irgendwas ihre Situation zu verkomplizieren zumal wir auch zwei Kinder haben. Hatte ihr sogar Kondome mitgegeben! Da ich mich nach dem zweiten Kind hatte sterilisieren lassen nahm sie nicht die Pille. Ende vom Lied. Schwangerschaft und Abtreibung und grosses Gejammer.

Das war und ist aus meiner Sicht Mord gewesen mit Ansage. Mit so einer Frau würde ich nie zusammen sein wollen.

Andererseits gibt es Gründe und Situationen bei denen ich eine Abtreibung befürworten würde, so schwer diese Entscheidung auch ist.

Ich denke wenn man seinen Partner liebt und vertraut sollte man sich ihm auch anvertrauen in so einer Sache die zudem weit in die Zukunft hinein wirkt.
 
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  • #37
Ist die Frage jetzt von einer Frau oder einem Mann?

Ich würde es auch nicht in einer ganz frischen Beziehung erzählen. Niemand kann verlangen, dass das das erste ist, was man so von sich erzählt.

In einer längeren Beziehung könnte es vielleicht ein Thema sein. Kommt aber auch auf die Umstände an, sind noch Kinder geplant, ist das Thema lange abgeschlossen....

Vermutlich würde ich es irgendwann erzählen.

Bei einer neuen Schwangerrschaft wird man ja vom Arzt gefragt, nach vorherigen SS, Abbrüchen, Geburten, Fehlgeburten, das steht dann auch im Mutterpass und man müsste wirklich großes Manöver spielen, um das zu vertuschen.

Interessant ist aber natürlich, wie ein Mann reagiert, wenn er das erzählt bekommt. Je nachdem lässt das auch ganz interessante Rückschlüsse auf seine Person zu.
 
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  • #38
Von Mord zu reden in Bezug auf Abtreibung, ist absurd. Sicher ist so ein Embryo ein Stück "Leben", aber das ist ein Körperteil auch. Wer sich die Gallenblase, die Keimdrüsen, Brüste, eine Wucherung, etc. entfernen lässt, begeht auch keinen Mord.
Meiner Meinung nach ist es allein Sache der Frau, ob sie abtreibt, denn es ist ihr Körper.
 
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  • #39
Für mich steht Abtreibung auf einer Ebene mit herkömmlicher Verhütung. In einem frühen Stadium gibt es da für mich überhaupt keinen moralischen Unterschied. Anders ist es nur bei Spätabtreibungen. Dennoch würde ich es natürlich vermeiden wollen, schwanger zu werden und abtreiben zu müssen. Nicht wegen irgendwelchem schlechten Gewissen, sondern weil es mir viel zu viel Theater wäre und eine Abtreibung ja auch gesundheitsgefährend sein kann.

Diese ganzen Moralisierungen sind meiner Meinung nach durch die Kirche motiviert. Sieht man ja auch in erzkatholischen Kreisen, wo sie es dann auch geschafft hat, den Leuten die Verhütung auszureden. Nur beim Normalvolk reicht es nicht so weit, weil die meisten eben Sex ohne Konsequenzen haben möchten.

Warum soll das so schlimm sein? Bei Verhütung mit Kondom, Pille etc wird ja auch verhindert, das ein Leben, das ohne eine solche entstehen würde, entsteht. Wenn man Abtreibung als moralisch verwerflich finden möchte, dann sollte man auch so konsequent sein und auch Verhütung vermeiden, wenn man Sex hat.


w28
 
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  • #40
Meiner Meinung nach ist es allein Sache der Frau, ob sie abtreibt, denn es ist ihr Körper.
Das ist hier nicht Diskussionsgegenstand, auch wenn ich es ganz anders sehe als Du.
Hier geht es nicht um die Beurteilung der Tat -darüber hat jeder eine Meinung-, sondern um die Frage, ob so eine Handlung für manche ein Ausschlusskriterium ist. "Ob der Köder dem
Fisch schmeckt" hat eben nicht der Angler zu bestimmen.

Diese Frage haben auch schon etliche im Nachbarthread beantwortet:
www.elitepartner.de/forum/abtreibung-als-vorgeschichte-des-neuen-partners-42572.html
 
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  • #41
Von Mord zu reden in Bezug auf Abtreibung, ist absurd. Sicher ist so ein Embryo ein Stück "Leben", aber das ist ein Körperteil auch. Wer sich die Gallenblase, die Keimdrüsen, Brüste, eine Wucherung, etc. entfernen lässt, begeht auch keinen Mord.
Meiner Meinung nach ist es allein Sache der Frau, ob sie abtreibt, denn es ist ihr Körper.

Ein Embryo ist kein Körperteil und erst recht keine Wucherung. Abtreibung ist straffrei - aber in Deutschland von sehr wenigen Ausnahmen (medizinische und kriminologische Indikationen) abgesehen rechtswidrig. "Mein Bauch gehört mir" als Standpunkt ist nicht neu, gehört aber dennoch zum Undifferenziertesten und Egoistischsten, was zu diesem komplexen Thema vertreten wird.

M50
 
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  • #42
Meiner Meinung nach ist es allein Sache der Frau, ob sie abtreibt, denn es ist ihr Körper.

Das wurde doch nie zur Debatte gestellt. Selbstverständlich ist es alleine Sache der Frau, ob sie (nach gesetzlich vorgeschriebener eingehender Beratung und unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen) abtreibt. In einer funktionierenden Beziehung wird sie selbstverständlich den Mann in diese Entscheidung mit einbeziehen, aber vermutlich besteht in einer funktionierenden Beziehung auch kein Grund für eine Abtreibung. Aber natürlich ist es ihr Körper und letztendlich entscheidet sie darüber.
Aber gerade WEIL das so ist, stellt sich doch die Frage nach der Verantwortung, die die Frau damit zu tragen hat. Selbstbestimmung hat als Kehrseite eben zwangsläufig auch den Aspekt der Verantwortung. Und selbstverständlich bleibt es jedem Mann unbenommen, ebenfalls eine Haltung zum Thema Abtreibung zu haben. Diese Haltung kann dann von "Abtreibung ist Mord" bis zu "Es wird ja nur ein Zelhaufen ausgeschwemmt" reichen. Beides stimmt meiner Meinung nach nicht, aber das ist meine persönliche Meinung.
Wir halten also fest: Frauen haben die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie abtreiben oder nicht. Deswegen tragen sie dafür die Verantwortung. (Deshalb beneide ich Frauen auch nicht um diese Entscheidungsfreiheit, denn ich wollte diese Verantwortung nicht tragen müssen.)
Männer haben die Freiheit, Abtreibung zu akzeptieren oder abzulehnen. Deswegen haben sie auch die Freiheit, eine Frau als Partnerin auszuschließen, die abgetrieben hat. Es gibt daran überhaupt nichts herumzudiskutieren, dieses Recht ist eine Selbstverständlichkeit.

Solche Entscheidungen gehen außer dem "Vater" (wo sind die da eigentlich immer und wieso guckt da auf einmal nur jeder auf eine Person wo zwei zu gehören) niemanden was an.

Deswegen kann dieses Zitat m.E. nicht zutreffen, es steht auch in klarem Widerspruch zu obigem Zitat. Es gehören eben nur bedingt zwei dazu.(Zeugung und äußere Umstände: ja - Entscheidung zur Abtreibung: nein)
 
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  • #43
hier hatte jemand geschrieben, "Pillenversager" gäbe es nicht - die gibt es aber sehr wohl. Das wollte ich hier nur nochmal ergänzen. Es liegt nicht unbedingt an verantwortunglosem/ unkorrektem Verhalten, wenn man ungewollt schwanger wird. Es gibt k e i n e einzige 100% sichere Verhütungsmethode! Selbst eine Sterilisierung ist nicht 100% sicher - das weiß ich genau, denn ich habe mich vor Jahren sterilisieren lassen. Die Eileiter können wieder durchgängig werden. Auch beim Mann kann es vorkommen, dass die durchtrennten Samenleiter wieder zusammen wachsen. Das einzige was man machen kann, wenn man nahezu zu 100% sicher gehen will ist, mindestens 2 Methoden i m m e r zu kombinieren - d.h., z.B. Pille + gutes Kondom (so, und wie viele Männer würden das gut finden?).
Hätte ich jemals eine Abtreibung gehabt (kam gottseidank nie in so eine Lage), dann würde ich niemandem davon erzählen. Ich glaube nicht, dass sich ein Mann wirklich in eine entsprechende Situation hinein versetzen kann.
w
 
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  • #44
...Meiner Meinung nach ist es allein Sache der Frau, ob sie abtreibt, denn es ist ihr Körper.
Ja, und es ist alleine Sache der Männer, ob sie eine Frau als Partnerin ablehen wenn sie schon einmal abgetrieben hat, oder eine Abtreibung als "Sache" verharmlost. - So wie Frauen alleine die Verantwortung für eine Abreibung tragen, so müssen Männer alleine entscheiden ob sie solche Frauen als Partnerinnen akzeptieren können.

Wann beginnt das Leben eines Menschen? Mit der Zeugung, oder mit der Geburt? Zweifelsfrei wird jeder aufgeklärte Mensch wissen, das Leben beginnt schon vor der Geburt. Und wie können dann bitte Frauen von sich behaupten zweifelsfrei zu wissen, das Leben eines Kindes beginne erst nach der 12 Woche? Wie könnt ihr euch da 100 % sicher sein, dass ihr nicht doch mordet (= geplante Tötung)?

Auch wenn es in Deutschland nicht verfolgt wird bis zur 12. Woche abzutreiben, bleibt doch jeder einzelne Fall eine Frage des Gewissens. Diese Gewissensentscheidung kann niemand einer Frau abnehmen, und wie immer ihr euch entscheidet, es bleibt eine Abtötung eines sich gerade entwickelnden Embryos (= Entwicklungsstufe eines Kindes).

m
 
  • #45
Ich denke, hierbei handelt es sich um ein extrem sensibeles Thema, bei dem die Meinungen auch sehr weit auseinandergehen können und wie man lesen kann, tun sie das auch.

Für mich (m,28) ist eine Abtreibung zunächst erstmal kein Ausschlusskriterium, aber man muss mir genau darlegen können, warum man sich so entschieden hat. Ich bin selber alles andere als religiös, aber dennoch absolut gegen Abtreibung, mit zwei Ausnahmen.
Die eine wäre eine Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung. Ich habe höchsten Respekt vor Frauen, die sich in so einer Situation für das Kind entscheiden, könnte aber einer Frau niemals vorwerfen, wenn sie das nicht kann.
Die andere Ausnahme wäre für mich, wenn vorher 100%ig sicher wäre, dass das Kind schwerbehindert zur Welt kommt und kein "lebenswertes" Leben führen kann. Klar, hier kommt die Diskussion auf, ab wann ein Leben nicht mehr lebenswert ist, aber das gehört hier nicht hin.

Für alle anderen Fälle sage ich ganz klar: Wer sich für reif genug hält, mit anderen Menschen Sex zu haben, der muss auch mögliche Konsequenzen in Kauf nehmen, unabhängig vom Alter und der Lebenssituation. Heutzutage gibt es tausend Möglichkeiten, ein Baby wegzugeben, damit es ein schönes Leben haben kann, denn wieviele Menschen wünschen sich Kinder, können aber keine bekommen?
 
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  • #46
Von Mord zu reden in Bezug auf Abtreibung, ist absurd. Sicher ist so ein Embryo ein Stück "Leben", aber das ist ein Körperteil auch. Wer sich die Gallenblase, die Keimdrüsen, Brüste, eine Wucherung, etc. entfernen lässt, begeht auch keinen Mord.
Meiner Meinung nach ist es allein Sache der Frau, ob sie abtreibt, denn es ist ihr Körper.

Ach ja, "so ein Embryo" ... "ein Stück Leben" ... wie "ein Körperteil" ... Deshalb wohl, verehrte Anonyma, sagt das Bundesverfassungsgericht (39,1): "Das sich im Mutterleib entwickelnde Leben steht als selbständiges Rechtsgut unter dem Schutz der Verfassung (Art. 2 Abs. 2 Satz 1, Art. 1 Abs. 1 GG). […] Der Lebensschutz der Leibesfrucht genießt grundsätzlich für die gesamte Dauer der Schwangerschaft Vorrang vor dem Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren. […] Eine Fortsetzung der Schwangerschaft ist unzumutbar, wenn der Abbruch erforderlich ist, um von der Schwangeren eine Gefahr für ihr Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung ihres Gesundheitszustandes abzuwenden. Darüber hinaus steht es dem Gesetzgeber frei, andere außergewöhnliche Belastungen für die Schwangere, die ähnlich schwer wiegen, als unzumutbar zu werten und in diesen Fällen den Schwangerschaftsabbruch straffrei zu lassen.“ Straffrei zu lassen, nicht zu rechtfertigen. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Oder etwa nicht?
 
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