• #1

Ist das der Anfang vom Ende?

Hallo
Ich (W, 47) bin mit meinem Partner seit knapp 6 Jahren zusammen. Wir leben nicht zusammen, sehen uns aber regelmäßig.
Seit einiger Zeit bin ich von aber von meinem Partner nur noch genervt und ich verstehe nicht, warum.
Es ist nichts besonders vorgefallen und es es gab auch keine Konflikte.
Mich stört auf einmal so vieles an ihm und ich bin demzufolge auch leicht gereizt, manchmal auch tendenziell aggressiv, wenn wir zusammen sind.
Wie er isst, wie er daher redet, seine Ansichten und Einstellungen, gewisse Eigenarten, usw.
Kennt ihr das? Woher kommt das? Ist das ein Zeichen, dass aus der Beziehung die Luft raus ist? Was ist da los?
Danke im Voraus für eure Antworten.
Peggy Sue
 
  • #2
Hey Sue

Ja ich kenne das sehr gut. Versuchs mal mit Abstand, geh zwei Wochen in die Ferien mit einer Freundin. Dann wirst du merken ob du ihn vermisst oder nicht. Ab und zu braucht man auch von den geliebten Menschen ein wenig Abstand. Wie in meinem lieblings Zitat : " Ich gehe um mich daran zu erinnern, wieso ich bleibe". Vielleicht tut dir das gut und Schlussendlich weisst du, ob du ihn noch liebst oder halt nicht mehr.
 
  • #3
Hallo Peggy_Sue,

es muss nicht der Anfang vom Ende sein, aber der Anfang einer Veränderung ist es schon.
Wenn du es nutzen willst, dann mach etwas: Überlege dir näher, wovon du so genervt bist. Schreib es auf, mach eine Negativ- und eine Positiv-Tabelle. Und dann wirst du eher wissen, woher das kommt, warum du soviel Wut in dir hast. Es kann sein, dass das gar nicht mit deinem Partner zusammenhängt, sondern du etwas anderes auf ihn projizierst. Was ist genauer mit dir denn los - gibt es andere Quellen der Unzufriedenheit, die in deine Partnerschaft hineinragen?

Und wie sollte dein Partner sein, damit du deine Wut wieder besser in den Griff bekommst? Was fehlt ihm? Was vermisst du?

Wenn du das alles zusammen hast, hast du ein vollständigeres Bild von dem, was gerade passiert. Noch keine Lösung, aber ein paar mehr ausgeleuchtete Ecken.
 
  • #4
Stell dir mal vor, ihn vier Wochen nicht zu sehen oder noch besser, mache das wirklich.
Wie fühlst du dich dabei ? Freust du dich drauf ? Fühlst dich erleichtert ?
Und wie fühlst du dich, wenn sich die vier Wochen dem Ende neigen ? Freust du dich auf ihn oder geht es dir so, wie es wohl den meisten Leuten nach ihrem Urlaub geht ?
Dass sie am ersten Tag mit schwerem Schritt und gesenktem Kopf ins Büro gehen ?

Nun, dann hast du die Antwort.

w 50
 
  • #5
Hi Peggy Sue,
das kommt mir leider bekannt vor. Meiner Ex-Freundin ging es ähnlich und bei ihr hat es auch dazu geführt, dass sie sich letztendlich getrennt hat. Die Zeit vor der Trennung war für mich entsprechend hart und verwirrend, da egal was ich versucht habe, nichts mehr von ihr zurück kam.
Sie sagt (gleich wie bei dir), dass ich nichts falsch gemacht habe und es ist auch nichts vorgefallen, was man als Auslöser hernehmen könnte.
Ich denke, manchmal kann es passieren, dass man die eigene Unzufriedenheit (alltagstrott usw.) auf den Partner projiziert und deswegen von ihm/ihr genervt ist.
Du solltest dir auf alle Fälle überlegen, woher deine Genervtheit kommt und auf jeden Fall auch offen mit deinem Partner darüber reden (er wird eh schon gemerkt haben, dass etwas im Busch ist) - das ist nur fair ihm gegenüber.
Ob ein paar Tage oder Wochen Abstand etwas verändern, wage ich zu bezweifeln, da sich dadurch am eigentlichen Problem nichts ändert, sondern nur die Symptome gelindert werden.
 
  • #6
Hm. Könnte es sein, dass Du in die Wechseljahre kommst? Gereiztheit ist ein Symptom, und da Du Dir das selbst nicht erklären kannst, würde ich mal biologische Ursachen prüfen lassen.
 
  • #7
Hallo Peggy Sue,

mir stellt sich die Frage: hat sich bei Dir persönlich etwas verändert ? Gibt es womöglich andere Lebensvorstellungen Deinerseits ? Wie sieht es bei Euch mit Gemeinsamkeiten aus, genießt Du diese noch mit Partner ?

Manchmal braucht es einfach wieder etwas frischen Wind, mehr Spaß, ausgefallene Ideen in der Beziehung. Macht was Verrücktes. Überlege, was Dich früher angezogen hat. Was liebst Du an Deinem Partner ?
 
  • #8
Frei trifft es ziemlich gut - nur gewöhnt man sich nach 2 Tagen wieder an die Arbeit. Privat ist das ja nicht nötig.
Ist das vielleicht der Zyklus, der sich in deinem Leben immer wiederholt? Oder reagierst du so auf Langeweile? Hast du einfach genug von ihm ?
Das wären die Fragen, die ich mir stellen würde - abgewandelt auch, wenn ich meiner Arbeit derart überdrüssig wäre.
Irgendwie glücklich wirkst du auf mich wirklich nicht - in keinster Weise.
 
  • #9
Jo, kenn ich.
Dein Körper teilt Dir gerade mit dass Du ihn nicht mehr willst. Das wird noch eindeutiger werden. Es steigert sich. Irgendwann kannst Du es nicht mehr aushalten dieselbe Luft zu atmen wie er; das ist der Zeitpunkt, an dem Du Dich trennst.
 
  • #10
Moin,

kann es sein, dass du dich unzufrieden fühlst, weil ihr immer noch getrennt lebt, weil in eurer Beziehung nichts voran geht?
Ich kann mir vorstellen, dass reifere Frauen so etwas nicht ewig mitmachen wollen, dass dann irgendwann das Gefühl aufkommt, es sei doch nicht der Richtige. Und den "Falschen" muss man einfach vergraulen, damit Platz für was Besseres entsteht...

manchmal
 
  • #11
Hi Peggy Sue,

meine Frau hat nie etwas wirklich falsch gemacht und dennoch war ich zum Schluss oft genervt. Als sie auszog war ich für einige Woche erleichtert. Seitdem aber weiß ich, was ich an ihr hatte. Vieles von Ihr fehlt mir noch heute nach jetzt fast zwei Jahren. Nun warum war ich genervt?
Ich habe mich verändert. Wir sind zusammen nach Süddeutschland in die Nähe der Berge gezogen. Ich habe die Berge als intensive Spielwiese für mich erkannt. Einen Teil davon hat sie mitgemacht. Nun wurde die Spielwiese aber zum ganzjährigen Thema für mich. So hat sie sich unser zusammenleben nicht vorgestellt und zwar vieles nicht mitgemacht. Also zog ich mit anderen los und hatte immer weniger Lust auf ihren mangelnden (im Verglich zu mir) Ehrgeiz.
Anstatt zu erkennen, dass sie einfach ab und an nicht will war ich genervt. Das alleine losziehen war o.k. für sie. Ich wollte, dass sie auch schneller, höher, weiter will - und dann war ich genervt. Heute weiß ich das war ein Fehler.
Das ist ein Beispiel von zwei drei weiteren von uns und zeigt, wie es gehen kann.
Hast Du Dich vllt. auch irgendwie verändert und jetzt fehlt Dir auch was?
Schau mal in Dich rein. Vllt. findest Du was ähnliches. Und auf irgendeine Art liebe ich meine Frau noch heute - ich denke es wird mir immer so gehen (auch wenn mir da was fehlte). Aber es geht nicth mehr zusammen.

LG

M 47
 
  • #12
Ich kenne dieses Gefühl gut.
Das geht mir mit Aufträgen so, mit Hobbies, mit Urlauben, mit Essen, mit Freunden und auch mit Partnern.
Die Luft ist raus, man langweilt sich, es schmeckt nicht mehr oder man ist genervt.
Man ist froh, wenn das Treffen ausfällt und erfindet Ausreden, um es ausfallen zu lassen.

Oft hält man durch, man macht den Auftrag weiter, weil er viel Geld einbringt. Man trifft sich weiter mit der Freundin, weil man sie schon seit der 5.Klasse kennt und man bleibt beim Partner, weil man ein Kind mit ihm hat.
Irgendwann kannst Du es nicht mehr aushalten dieselbe Luft zu atmen wie er; das ist der Zeitpunkt, an dem Du Dich trennst.
Oder vorher, falls du nicht so leidensfähig bist wie Libertybelle.

Jedenfalls hat das nichts mit den
zu tun, denn in denen bin ich noch nicht.
Und ich habe auch nicht meine Tage, wenn ich so empfinde.
Oder wenn ich Kritik übe.

Das schätzen einige Männer als möglichen Grund, weil es einfache Abhilfe verspricht und weil es ausschließt, man könne selbst der Grund der Unzufriedenheit sein, oder eben der Freund der FS als Stellvertreter für den Mann, der solches äußert.
Das ist angenehmer.

Die Dinge ändern sich oder unsere Sichtweise auf die Dinge.
Was gestern toll war, ist es heute nicht mehr.
Liebe kann vergehen.
So ist das Leben.

w 50
 
  • #13
Das schätzen einige Männer als möglichen Grund, weil es einfache Abhilfe verspricht und weil es ausschließt, man könne selbst der Grund der Unzufriedenheit sein,...

Das ist sicher richtig. Diese These wird aber gestützt dadurch, dass Frauen nicht nur hier relativ häufig auch sehr schnell "die Hormone" für alles mögliche verantwortlich machen (ich könnte jetzt den Rest Deines Satzes anhängen). Wir haben keine Wechseljahre und können daher natürlich nur aus dem folgern, was Frauen so berichten.
 
  • #14
Wir haben keine Wechseljahre und können daher natürlich nur aus dem folgern, was Frauen so berichten.
Ich glaube das ist nicht ganz Richtig. Soviel ich weiß, ist es gar Wissenschaftlich erwiesen das auch wir Männer diese Wechseljahre haben. Die Wechseljahre sind eine Veränderung im Hormonhaushalt. Also eine Umstellung. Auch wir Männer haben dies. Nur ist dieses Wort ein Relikt aus alten Tagen und wurde auf das Ende der Regel bei Frauen bezogen. Wobei das Ende der Regel nur eine von vielen Resultaten der Wechseljahre ist. BEi uns Männern sehen diese halt nur anders aus. Errektionsstörungen, Stoffwechselveränderungen,Launen u.s.w.. Und natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark. Liebe Mediziner hier im Forum bitte korrigiert mich, falls ich falsch liege. Hormone nur Frauen zuzuschreiben ist hier fehl am Platz.
Als ich mich damals der Vasektomie unterzogen habe, hatte ich einige Wochen danach selbst damit zu kämpfen. Nicht Körperlich sondern mit meiner Gefühlswelt. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen vom feinsten.Hungergefühl, Sexuelle Lust. Alles war irgendwie verändert und anders. Das wurde aber nach etwa einem Jahr wieder Normal und gut ist. Aber ich kenne Frauen die kämpfen Jahre damit. Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, ach was weiß ich noch. Also ich glaube wir erleben diese Jahre als Mann auch nur halt etwas in anderer Form.
m46
 
  • #15
Die Wechseljahre sind eine Veränderung im Hormonhaushalt.
Das dürfte unstrittig sein, alles was daraus folgt, aber nicht, sondern mindestens strittig.
Du sagst es selbst
Als ich mich damals der Vasektomie unterzogen habe, hatte ich einige Wochen danach selbst damit zu kämpfen. Nicht Körperlich sondern mit meiner Gefühlswelt.
Die Vasektomie hat deinen Hormonhaushalt nicht verändert.
Deine Beschwerden kamen von deinen Gefühlen.
Dein Gehirn hat dir gesagt, dass alles ok ist, aber dein Herz hat dauernd irgendwelchen Blödsinn von wegen 'kein ganzer Mann mehr' gelallt.

Und das könnte doch auch der Grund sein, warum einige Frauen in den Wechseljahren seelische Beschwerden, z.B. depressive Verstimmungen oder Streitlust verspüren.
Das ist in meinem Freundinnen- und Kolleginnenkreis seit einiger Zeit Thema, weil da viele zwischen 40 und 60 sind.
Die allermeisten haben gar keine Beschwerden, auch keine körperlichen, erst recht keine Verstimmungen.

Ok, manche Frauen haben sie, auch in der Schwangerschaft oder wenn sie ihre Tage haben oder kurz davor.
Aber wer weiß, woher das kommt ?
Klar hat man da einen anderen Hormonpegel, das heißt aber noch lange nicht, dass der sich auf die Psyche auswirkt.

Nehmen wir an, eine Frau hat am ersten Tag ihrer Periode immer fiese Schmerzen, ist es dann nicht verständlich, dass sie an den Tagen davor miese Laune hat ? In Erwartung der Schmerzen ?
Oder ganz schlicht, dass sie es einfach toll findet, einmal im Monat ungestraft die Sau raus zu lassen ?

Eine Frau, die mit dem Altern Probleme hat, oder damit, kein Kind zu haben, leidet vielleicht seelisch darunter, wenn die Wechseljahre einsetzen, weil das ein ganz klares Zeichen ist, dann nun der Zug angefahren ist ( Kind ) oder man eben alt wird.
Und ich kann mir in diesem Zusammenhang sehr leicht eine Verstimmung vorstellen.

Was ich oben sagen wollte: ein Mann, der als erste Vermutung die Wechseljahre anführt, wenn eine Frau im passenden Alter was zu meckern hat oder sich von dem Mann zurückzieht, macht es sich sehr leicht.
Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass das die Ursache ist.

w 50
 
  • #16
Was ich oben sagen wollte: ein Mann, der als erste Vermutung die Wechseljahre anführt, wenn eine Frau im passenden Alter was zu meckern hat oder sich von dem Mann zurückzieht, macht es sich sehr leicht.
Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass das die Ursache ist.

Den Verdacht hatte ich ja geäußert. Was hier in allen anderen Beiträgen meiner Meinung nach viel zu wenig berücksichtigt wird, ist dass die Genervtheit der TS ihrer Aussage nicht schleichend, sondern "auf einmal" da war. Und sie selbst kann sich das nicht erklären.

Insofern würde ich eine organische Ursache tatsächlich als Auslöser in Betracht ziehen. Meine Ehe ist an eben einer solchen zerbrochen, weil ein unfähiger Hausarzt über Jahre hinweg eine organische Ursache für das schlechte Befinden meiner Frau nicht erkannt hat.
 
L

Lena_34

Gast
  • #17
Ich kenne das von mir selber und von diversen Freundinnen. Alle noch weit von den Wechseljahren entfernt. Hier sagte schon jemand so richtig, dass das die Signale des Körpers sind, dass einem das Zusammensein mit der jeweiligen Person nicht mehr behagt. Es ist sicherlich der Anfang vom Ende bzw. steht das Ende unmittelbar bevor.
 
  • #18
Dein Gehirn hat dir gesagt, dass alles ok ist, aber dein Herz hat dauernd irgendwelchen Blödsinn von wegen 'kein ganzer Mann mehr' gelallt.
Ich lese bei Google: ( Hattest du selbst mir mal geraten, Grins...)
Ein weiterer hormonbildender Bereich des Gehirns ist der Hirnstamm. Er produziert kleine Mengen von Serotonin, den Großteil dieses Hormons stellen aber spezielle Zellen des Darms her. Serotonin hat viele verschiedene Funktionen. Es regelt den Gemütszustand, Schlafrhythmus, Sexualtrieb und die Temperatur im Körper. Darüber hinaus ist es für die Verengung der Blutgefäße verantwortlich.
Dann:
Durch den Eingriff wird der Hormonhaushalt des Mannes nicht gestört. Die Vasektomie hat keine körperlichen Auswirkungen auf die Versteifung des männlichen Gliedes. Die Erektionsfähigkeit und die Ejakulation (Samenerguss) werden nicht beeinträchtigt. Im Aussehen ist kein Unterschied zu erkennen.

Das mit dem Aussehen stimmt so nicht, denn er ist noch etwas hübscher geworden, aber ansonsten passt das Frau Doktor @frei .

Grüße
m46
 
Top