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Gast

  • #1

In der Kennenlernphase schon Freunde treffen?

Ist es da nicht zu früh schon auf ein Treffen mit Freunden zuzusagen, wenn man sich noch nicht so gut kennt? Was für Erfahrungen habt Ihr da gemacht? Welche Vor- und Nachteile könnte das haben?
w35
 
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Gast

  • #2
Ich finde es gut.
Wenn ich seine Freunde kennenlerne, dann kann ich Rückschlüsse ziehen. Wie geht er mit Freunden um, mit welchen Menschen umgibt er sich, wie gehen seine Freunde mit ihm um und wie mit mir.
Auch ein Treffen mit meinen Freunden finde ich gut, soweit es wirkich gute Freunde sind. Meine Freunde sagen mir meist schonungslos die Meinung. Sie sehen Dinge, die ich nicht sehe - positiv und negativ.
 
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Gast

  • #3
Ja, warum nicht?
Allerdings würde ich in meinem Freundeskreis ganz bewußt auswählen, Menschen gehen doch recht unterschiedlich mit Situationen um...,
 
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Gast

  • #4
Bei dem Thema kann man echt geteilter Meinung sein. Ich habe mal eine Frau gedatet, die so ganz und gar nicht davon begeistert war, dass wir mal mit Freunden in eine Bar oder Tanzen gehen. Sie hat sich einen Kopf gemacht, dass dann ja irgendjemand etwas denken könnte. Kann ich nachvollziehen. Ich selbst handhabe das aber etwas anders: Der Schwerpunkt sollte schon darauf liegen, dass man sich erst mal intensiv miteinander beschäftigt und kennenlernt, aber wenn Sie ca. nach ca. einem Monat einen Gang mit Freunden in eine Bar oder zum Tanzen mit anderen Leuten vehement ablehnt, dann erwarte ich schon, dass Sie sich erklärt.

Generell ist da mein Credo: Locker bleiben. Es gibt genug Gelegenheiten, sich alleine kennenzulernen und wer sich schon "verheiratet" sieht, bloß weil man mal mit Freunden des Dates weggeht, ist mir sowieso zu steif.

M/29
 
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Gast

  • #5
Den Freunden vorgestellt werden gibt der Verbindung einen offiziellen Charakter. Wenn man das will, sollte man zusagen, wenn es unverbindlich bleiben soll, lieber nicht.
 
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Gast

  • #6
Warum nicht? Bei mir hat es sich zufällig ergeben, wir trafen uns alle in unserem Stammlokal.
Ein Neuer an der Seite bedeutet für die anderen noch gar nichts. Aber für euch beide ist es interessant, wie der andere mit der Situation umgeht, so lernt man sich ungezwungen besser kennen. Ich finde es eine gute Möglichkeit, sofern man gute Freunde hat, die fair agieren und den anderen nicht zerpflücken.

Nachteil: kann sein, der Neue in der Runde ist etwas stiller und schüchterner als üblich. Das darf man ruhig nachsehen. Spannend hingegen, wenn er zum Wortführer und Womanizer avanciert. Dies alles zu festzustellen ist der Vorteil.
 
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  • #7
Ich sehe nur Vorteile. Im Umgang mit anderen sehe ich viel mehr, als nur im 2-er-Kontakt und nehme eine beobachtende Distanz ein, die ich nicht haben kann, wenn ich selber in Interaktion stehe. Der 2-er-Treff ist mir oft zu gezwungen/gehemmt, gerade wenn er schon auf künstlichem Weg über eine SB zustande gekommen ist.
Im jeweiligen sozialen Umfeld (seine Freunde, Deine Freunde), bekommst Du ein viel besseres Gespür für die Passgenauigkeit (jeweils gutes Gefühl).
Lass' Dir aber nichts von anderen erzählen, wie er ist, sondern achte dabei nur auf Deine Wahrnehmung. Leider haben sich Freundinnen von mir oft als Hubble-Teleskope betätigt, auf der Suche nach Fehlern. Das fand ich nicht so schön, denn ich selber bin ja auch nicht fehlerfrei.

w, 55
 
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Gast

  • #8
ich persönlich finde es gut. man kann sich dann schon ein Bild über die Person machen. Wie verhält er sich mir gegenüber? Bezieht er mich ein, oder lässt er mich alleine? Welche Gesprächsthemen interessieren ihn? usw.
Also ich würde meinen neuen Partner auch sehr wohl recht bald meinen Freunden vorstellen. Irgendwie gehört das ja auch zum sozialen Leben, wenn man zusammen ist.

Und meine aktuelle Erfahrung: mein Ex-Partner hat mich schon recht früh zu Treffen mit seinem Freundeskreis mitgenommen. Fand ich gut, allerdings waren das allesamt Menschen (Männer und Frauen), die sehr sehr anders als mein Freundeskreis waren. Ich hab mich entsprechend unwohl gefühlt. Gespräche waren nicht möglich, da ich mit den Themen nichts anfangen konnte. Und das Verhalten meines Partners war auch seltsam. Jedenfalls wurde das genau auch ein ausschlaggebender Trennungsgrund. Ihm waren zuletzt seine Freunde und Freundinnen wichtiger. Irgendwie habe ich dann an ihm diesen Charakterzug kennengelernt, der mir nicht so gut getan hat. Hätte damals auf mein Bauchgefühl hören sollen.
Deshalb klares Ja zu Freundeskreis in der Kennenlernphase!
w/43
 
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  • #9
Lieber erstmal alles allein machen - für´s Getratsche und Eingemische inkl. Auseinanderdividieren der "Freunde" ist da später noch genug Zeit.
Kommt natürlich auf die Bekannten & "Freunde" an die man hat, bin da leider in der Frage sehr schlecht gesegnet und habe nur "Erfolg" bei völliger Abschottung gehabt......und meist nur solange, bis die "Freunde" dann dazukamen.
 
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Gast

  • #10
Ja , natürlich sollte der Partner den Freundeskreis frühzeitig kennenlernen..., was meine Vorrednerin mitteillt, kann ich mir für mich so gar nicht vorstellen, dass mein Partner einen Freundeskreis pflegt mit dem ich gar nichts anfangen kann oder WILL? Da müsste ich sehr viele Eigenschaften an meinem Partner ausgeblendet haben... Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass mein Partner mit meinen Freunden nichts anfangen kann, das wäre wohl ein richtiges Armutszeugnis für ihn...
 
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Gast

  • #11
Also ich würde meinen neuen Partner auch sehr wohl recht bald meinen Freunden vorstellen. Irgendwie gehört das ja auch zum sozialen Leben, wenn man zusammen ist.
w/43
In der Kennenlernphase, davon schreiben wir ja die ganze Zeit, ist der neue Mann noch nicht mein Partner, sondern nur ein neuer Mann an meiner Seite.

Das mit dem Vorstellen dem anderen Freundekreis würde nicht so früh machen, sondern erst dann, wenn ich mir wirklich sicher bin, das der Mann ein verbindliche Beziehung möchte und auch die Kennenlernphase, die in der Regel ein halbes Jahr dauert, überstanden hat.

Mir ist passiert, dass er mich ganz schnell seinen Freunden vorstellen wollte, es dann kurzfristig abgesagt hat, und Tage später sich mir gegenüber nicht respektvoll verhalten hat.

Dieses erst große Pläne machen und dann nichts drauss werden lassen, ist ein typisches Zeichen von Bindungsunfähigkeit.

w 49
 
  • #12
In der Kennenlernphase für mich ein ganz klares "Nein"!

Erst recht, was meine eigenen Freunde anbelangt. Denen wird erst ein fester, verbindlicher PARTNER vorgestellt - nach vielleicht 5,6 Monaten, nicht eher.
Wie oft geht es dann doch noch auseinander, passt doch nicht, dann bleibt ein unangenehmer Nachgeschmack.
Des anderen Freunde möchte ich auch erst kennen lernen, wenn ich mir sicher bin, dass es passt und von Dauer sein wird. Das ist definitiv nicht der Fall in der "Kennenlernphase".
 
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Gast

  • #13
Das mit dem Vorstellen dem anderen Freundekreis würde nicht so früh machen, sondern erst dann, wenn ich mir wirklich sicher bin, das der Mann ein verbindliche Beziehung möchte und auch die Kennenlernphase, die in der Regel ein halbes Jahr dauert, überstanden hat.
Ein halbes Jahr? Das sind ja locker 20 Treffen bzw. viele gemeinsame Wochenenden/Tage/Nächte. Wäre mir eine viel zu künstliche Trennung von Lebensbereichen und dafür ist mir viel zu wichtig, dass sich die potentielle Partnerin mit meinen Freunden versteht. Außerdem wird sie so gleich auf Verbindlichkeit “geprüft“: Wer nach einem Monat Treffen Probleme hat, mal was mit den Freunden zu machen, ist mir viel zu sehr auf Unverbindlichkeit bedacht.
 
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  • #14
Wer nach einem Monat Treffen Probleme hat, mal was mit den Freunden zu machen, ist mir viel zu sehr auf Unverbindlichkeit bedacht.
Oder auf den eigenen Ruf, und das heißt: Mißtrauen. Denn es ist unangenehm, jemanden den Freunden vorzustellen und beim nächsten Treffen dann in Erklärungsnot zu sein, warum es denn nicht gehalten hat. Will heißen: wenn ich mir sicher bin, daß es für längere Zeit halten wird, nehme ich ihn/sie mit, wenn ich ihm/ihr noch nicht so wirklich über den Weg traue, lieber nicht.
 
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Gast

  • #15
Aus meiner Erfahrung heraus eher Nein.

Ich habe eine Erfahrung mit einem Mann gemacht, der sämtliche Frauen (das hatte ich erst später erfahren) gleich seinen Freunden vorgestellt hat. Nämlich um denen zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist, wie gut er ist im Aufreißen ist. Und den Frauen wiederum zu zeigen was für intessante, vor allem auffallend beruflich erfolgreiche Freunde, im Gegensatz zu sich selbst, er hatte.

Da er ohnehin immer und überall im Mittelpunkt stehen musste, und sich immerzu alles um ihn zu drehen hatte, bin ich überzeugt davon, dass er in Abwesenheit der Frauen dann mit seinen Freunden "darüber beraten" hat.....jede Frau quasie nur Mittel zum Zweck war...

Also ich wäre sehr vorsichtig, und vor allem wäre ich sehr sehr vorsichtig darin, was ich über mich selbst erzähle.
 
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Gast

  • #16
Hier die FS,

danke für die vielen Antworten.
Es geht konkret um seine Freunde. Wir kennen uns beruflich seit einem Jahr, hatten aber nur zwei Treffen. Er ist also noch nicht mein "Partner", deshalb möchte ich mir keine Fehler erlauben.
Es macht mich nur stutzig was er damit "erreichen" will? Wie Gast #14 schon sagt, hatte ich auch eine schlechte Erfahrung wo er nur prahlen wollte und die Meinung oder den Neid der Freunde...
Doch diesmal ist es ein niveauvoller Mann, kann es mir so nicht vorstellen. Also bleibt noch die Möglchkeit das er mich locker kennenlernen will- obwohl ich lieber noch ein-zwei Treffen mit ihm allein gerne hätte... Was wenn ich mit ihnen nicht zurechtkomme oder mich langweile oder sie mich absichtlich ignorieren, so was geht mir durch den Kopf? Wenn er schon "mein" Partner wäre, würde ich mich natürlich freuen dass er mich so schnell miteinbeziehen will.
Vielleicht ist es jetzt leichter zu verstehen worüber ich mir gerade Gedanken mache...Danke!