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  • #1

In der Anonymität zeigen sich die Menschen, wie sie WIRKLICH sind?

In einem der Nachbarthreads wird gerade mal wieder über "unfreundliches Absageverhalten" gejammert. GERADE die Unhöflichkeiten sehe ich allerdings äußerst POSITIV: Zeigt doch GERADE das Verhalten und Benehmen aus der Anonymität heraus, wie Mensch sich eben WIRKLICH gibt, fällt die soziale "Kontrolle" (die Gefahr, man könnte sich wieder begegnen, samt seinem sozial unerwünschten Benehmen, wiedererkannt werden) weg. Da weiß Mann/Frau wenigstens ungeschminkt, woran man ist! Insofern: Aus meiner Sicht ein dreichfach Hoch auf die Anonymität. Gerade hier lässt sich viel darüber lernen, wie es hinter den blankgeputzten Fassaden im RL wohl wirklich ausschaut. Das Interesse an den immer wiederkehrenden Fragen ist ebenfalls ein schönes Beispiel, worum es wirklich zu gehen scheint.
 
  • #2
Nun, Du hast insofern recht, als dass die Anonymität in der Tat das wahre Gesicht erahnen lässt. Höflichkeit wird offensichtlich ausgeübt, um selbst gut aufzufallen, nicht weil sie tief gefühlt wird. Kaum, dass man anonym bleibt, auch wenn man sich saumiserabel verhält, nimmt man sich alle Freiheiten. Das ist letztlich bekannt und nichts neues, aber im Internet und der anonymen Partnersuche besonders frappierend. Wären alle Profile mit dem Realnamen und einem guten Bild gekennzeichnet, würde sich hier keine dermaßen gehen lassen, das ist sicher.

Andererseits: Was nützt diese ohnehin bekannte Erkenntnis jetzt? Ich denke, rein gar nichts. Es zeichnet ein schlimmes Bild vom Mitmenschen. Mehr nicht. Traurig genug, dass die Realität so ist.

Lasst uns diese Erkenntnis als Aufruf nehmen, doch auch in der Anonymität einer Partnerbörse noch höflich, freundlich und menschlich miteinander umzugehen!
 
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  • #3
Unhöflichkeiten sind negativ und deutet für mich auf einen schlechten Charakter. Ich denke da gibt es nichts zu diskutieren. Warum? Weil es NICHTS bringt. Ich finde es schlimm und kann nicht verstehen, dass man unhöflich ist. Noch mal die Frage: Warum? Frustabbau? Wenn ja, was kann der Fragesteller für den eigenen Frust? Wenn es am Fragesteller liegt, dann kann man sich trotzdem zusammenreißen.

m30
 
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  • #4
Wie unmöglicher Menschen sich in der Anonymität verhalten auch und gerade hier bei Elite, umsomehr verraten sie ihre Wirklichkeit, ihr wahres Leben, dass man sich klar sagen muss, nein mit einem solchen Menschen geht es nicht! Punkt. Meine Beschreibung hier bei Elite ist so aufrichtig und so authentisch geschrieben, dass solche Typen meist sich schon gar nicht bei mir melden, d. h. das Selektionsverfahren arbeitet von anfang an für mich und das ist gut so! m
 
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  • #5
Da hast du vollkommen recht, auch wenn F. fragt was das nützen solle. Ist doch klar was das nützt: Man sieht am Absageverhalten genau, daß Frau/Mann ein 'Off/On'-Typ ist der sich um die Gefühle anderer wenig schert. Nur dann wenn er ö f f e n t l i c h wäre, so würde er sich aus seiner Schwäche heraus zu Freundlichkeiten hinreißen lassen, die ihm eigentlich nicht wirklich entsprechen. Dass jemand bei den Absagen keine Freundlichkeit zeigt sagt über ihn aus, dass er verächtlich oder feige, arrogant etc. ist. Doch diese Typen/Tussis sind oft noch zu feige dieses zu bekunden, weil sie in der Öffentlichkeit anders wären. Der Typ des 'feigen Feiglinges' ist sehr häufig und wer will im Grunde so jemanden als Partner. Also freue auch ich mich im Stillen wenn man so eine Absage kriegt.
Ich bin der Ansicht der kleine Mensch i s t böse, doch ich bin auch der Ansicht, dass er auch noch zu f e i g e ist zu dieser eigenen Bosheit zu stehen...
 
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  • #6
@4
Wenn er "öffentlich" wäre, hätte er kein Date mit einer Frau, die ihm schon auf den ersten Blick nicht gefällt. Denn mit ihr würde er sich gar nicht erst treffen.

Über das Internet kommen solche Treffen aber dauernd zustande.
Man kann doch nicht aus Freundlichkeit und Wohlerzogenheit unpassende Kontakte weiterlaufen lassen !
Mit "verächtlich, feige und arrogant" hat das nicht immer etwas zu tun.

w48
 
  • #7
Das ist mein Reden. Das Beobachten des Umgangs der Potenziellen/des Potenziellen mit unbekannten Leuten, die ihr/ihm nichts bedeuten, ist ein kleines Schätzkästchen, in dem bestimmte Verhaltensweisen deutlich gesehen werden können, abseits der fragwürdigen Selbsteinschätzung des Profils. Das gilt noch mehr für den Umgang mit der Bedienung, wenn man gemeinsam im Cafe sitzt. All diese werden sich wiederholen, wenn man Konflikte auszufechten hat. Das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung. Der Klassiker ist für mich das Lügen in Profilen. Wer Lügen nicht ausstehen kann, was kann einem Besseres passieren, als einmal kurz angelogen zu werden als ein ganzen Leben lang? Ich kann mir auch vorstellen, dass das auch das Jammern gilt, aber dafür hatte ich nie die Geduld, solche Frauen auch wirklich kennen zu lernen.

Wobei Frauen haben da deutlich schlechtere Karten haben, denke ich. Wir Männer sind leider sehr optisch orientiert, Ein Foto kann schon ausreichen, um den Status der Frau von "irgendeine, ganz nett" zu "begehrenswert" umschalten zu lassen. In diesem Fall neigt man sich zu verstellen, sich anzustrengen. Ich bin da leider keine Ausnahme *Seufz und genervt augenverdreh*. Frauen, das ist mein Eindruck, braucht man dazu schon die persönliche Begegnung. Mir wäre das jedenfalls ganz recht, wenn die Frauen unsere Bilder sehen könnten, wir aber nicht ihre. Aber EP wird sich ihr Geschäftsmodell nicht zerstören. ;)
Aber mit einer Portion Bauernschläue lässt sich so trotzdem einiges über den Mann herausfinden.

Ich hatte jedenfalls nach einer kurzen Moment des Schocks ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als ich mal einem niedlichen Lockenkopf mit braunen frechen und intelligentem, unkonventionellen Wohlfühlprofil eine eher trockene Anfrage geschrieben hatte, und eine zynische, stark abwertende Replik erhielt. Mein Gott, da ist ein Kelch an mir vorbeigegangen!

Im Ernst. Ärgert euch nicht über die Menschen, die aus der Position der Schwäche sich schlecht benehmen, sondern freut euch über die Menschen, die so viel Stärke besitzen, dass sie darauf verzichten können.
Think positive!
 
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  • #8
Gut, dann habe ich wohl einen "schlechten Charakter":

Ich sage sowohl im RL als auch hier ("anonym...") jemandem meine Meinung, wenn mir etwas nicht passt. Das macht mir natürlich nicht immer Freunde - aber auf diese Menschen verzichte ich gerne. Das sind m. E. sowieso feige Menschen ohne Rückgrat, unfähig zur Selbstkritik. Meist sind es in der Hauptsache genau diese Menschen, die selber link und "hintenrum" sind und Klärungsgespräche gerne meiden - man müsste sich ja u. U. an die eigene Nase fassen... Austeilen ja - einstecken nein.
Ich muß es mir ja auch anhören, wenn anderen etwas an mir nicht gefällt (nur leider vergreifen sich diese Menschen häufig im Ton. Das passiert mir nicht: Ich bleibe in 99.9 Prozent der Fälle ruhig und werde nicht ausfallend).

Unhöflichkeit ist für mich etwas ganz anderes, und zwar unterschieden zwischen "hier" und RL:

Hier gibt es den "roten Knopf" - zum Gebrauch desselben ließ ich mich nur in der Anfangszeit hinreissen. Nach kurzer Zeit hatte ich für mich aber entschlossen, dass ich mindestens ein paar höfliche, ehrlich Zeilen persönlich als Absage schreiben sollte.

Unhöflichkeit im RL ist für mich: Das Telefon im Gespräch auflegen, schreien, drohen, "erpressen" und unter Druck setzen, provozieren und polemisieren um zu verletzen (alles in Streitgesprächen, letzteres zu vermeiden gelingt auch mir nicht immer 100prozentig, je nach Heftigkeit der Auseinandersetzung), die Tür nicht aufhalten, nicht tragen helfen wenn man sieht, der andere schleppt sich einen Buckel, nicht in die Jacke helfen etc.
Die erstangeführten Beispiele aus Streitsituationen vermeide ich, indem ich mit solchen Menschen keinen Kontakt pflege. Ich habe keine Lust auf Streitereien, ich will in Ruhe und Harmonie leben.

Höflichkeit bedeutet für mich im Übrigen nicht unbedingt, "zwischen den Zeilen" etwas geschönt auszudrücken, was man dem anderen meint anders nicht sagen zu können.
"Zwischen den Zeilen" ist nicht gleichbedeutend mit "anlügen" und ist auch nicht gleichbedeutend mit "unverständlich formulieren".

Wer nicht in der Lage ist oder Willens ist, an jemandem anderen in höflichem Ton Kritik zu üben, sondern lieber in Analogien und Rätseln spricht (was ich übrigens durchaus bemerke) der zeigt mir dadurch nur, dass ich es ihm nicht wert bin, sich vernünftig mit mir zu verständigen und auseinanderzusetzen. (Oft können diese Menschen sich aber auch nicht in höflichem Ton wahrheitsgemäß ausdrücken, weil sie die Contenance verlieren.) Für eine tiefergehende Freundschaft sind diese Menschen für mich nicht geeignet, auf sie kann ich guten Gewissens verzichten.
Zum "Guten Tag und guten Weg"-Wünschen treffe ich jeden Tag genügend oberflächliche Bekannte.
 
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  • #9
@5: Natürlich kann man solche Kontakte nicht weiterlaufen lassen, aber man kann freundlicher absagen. Was der Fragesteller und ich meine ist dieses 'kalte Schweigen' oder dieser formlose Absagetext. Außerdem verrät man ja sofort was man für ein Mensch ist: Nämlich daß man nur nach 'Bild' entscheidet und nicht nach Charakter. Tust du das etwa? Ich nämlich nicht!
Wer nach Bild entscheidet setzt sich nicht nur dem Verdacht aus nur was fürs Bett zu suchen, sondern tut das eigentlich auch. Es geht hier darum, daß diejenigen die behaupten was fürs L e b e n zu suchen etwas oberflächlich rüberkommen - und so offenbar auch sind. Gerade von den ach so 'sensiblen' Frauen erwarte ich mir eine über die reine Optik hinausgehende Partnerwahl. Vielleicht habe ich die Damen da ja etwas überschätzt (was mir leidtun würde).

Tatsache ist: Der Ton des Absagens (kalt, mittelkalt, freundlich) verrät sehr viel über die wahre Geisteshaltung eines solchen Menschen eben w e i l er in der Anonymität verharrt. Übrigens:
Bravo FS für die Frage - die war exzellent, weiter so...
 
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  • #10
Jetzt muss ich leider thematisch etwas ausschweifen:

Wie die Menschen wirklich sind... lässt sich im schnelllebigen Internet gar nicht für jeden Einzelnen darstellen, denn jeder einzelne von uns hat einen individuellen Hintergrund, der sich aus allen möglichen Lebensbereichen zusammensetzt (Elternhaus, Berufstätigkeit, Partnerfindung etc).

Ein willkürlich herausgegriffenes, selbstverständlich rein hypothetisches Beispiel:
Wie wird eigentlich ein Mensch beeinflusst, der schon einmal eine mündliche Absage vom potentiellen neuen Arbeitgeber erhalten hat mit der Begründung, der vorige Arbeitgeber hätte sich negativ geäussert (schriftlich wollte das natürlich nicht zum Ausdruck gebracht werden...)? Was soll man von so einem Verhalten in dieser Gesellschaft halten?

Moritz Frhr. Knigge (der Name steht für Höflichkeit wie das Tempo für Taschentuch...) sagt sinngemäß im Interview:
"Wenn etwas auseinandergeht, sind immer beide daran schuld, auch wenn einer versucht, sich Absolution zu holen für schuldfreies Verhalten. Jeder soll Verantwortung tragen für sein Verhalten. Es helfen Strategieen wie z. B. GFK (gewaltfreie Kommunikation = die Dinge aus der Ich-Perspektive schildern ohne den anderen anzugreifen)."

Bsp: Er verabschiedet sich schleichend aus der "Beziehung" indem er weiter online aktiv ist und ihr zeitgleich eine Geschichte aus dem Freundeskreis erzählt, wo sich ein Päärchen trennt und erwartet, dass sie es versteht. Später bemerkt sie seine Weitersuche und teilt ihm mit, dass es sie sehr verletzt, wenn er online weitersucht und wird schließlich doch sehr schäbig von ihm abgekanzelt.

Was ist hier höflich? Was entspricht hier GFK? Wer trägt mehr Verantwortung am Scheitern?

Aus den entsprechenden Gefühlslagen resultiert doch das Verhalten: Höflich oder nicht, verständnisvoll oder nicht, im Fehlverhaltensfall fähig zur Entschuldigung oder nicht etc.

Im kritischen (Streit)fall drücke ich mich gerne so aus: "Ich glaube, ich habe mich missverständlich ausgedrückt" statt "Du hast mich nicht verstanden". Streitkultur denke ich habe ich durchaus für mich entwickelt. Ich bevorzuge das persönliche Gespräch, nicht das Telefonat. Wo das nicht möglich oder gewollt ist, greife ich auf handschriftliche Briefe zurück (auf diese Art habe ich mich übrigens auch entschuldigt - der andere sich nicht, das nur nebenbei... Preisfrage: Wer ist jetzt höflicher...?)
Diese Form der Streitkultur habe ich an anderer Stelle hier im Forum schon einmal sehr ausführlich beschrieben.

Verantwortung: Können z. B. die Medien verantwortlich sein/gemacht werden für z. B. mobbingähnliche Zustände (sieht man ja oftmals in Unternehmen)? Könnten die Medien nicht genauso dagegenarbeiten, damit solche Zustände nicht überhand nehmen? Ja, sie tun es.
ABER: Leider werden die entsprechenden Themen und Beiträge nur von Menschen aufgenommen, die sensibel genug sind, zu reflektieren. Welchen Einfluß haben die Medien in dieser komplexen Fragestellung zum Thema "Höflichkeit"? Die Bedeutung "Zensur" ist ja schon selbsterklärend - manche Beiträge werden angeblich im Sinne der Verantwortung nicht veröffentlich, manche schon... Das Forum ist auch ein Medium.

Nachhaltigkeit: Erkenntnisgewinn und Selbstkritik ist nicht möglich bei Menschen, die sich nur berieseln lassen und zu jedem Thema sagen: "Oh ja, die haben Recht" aber es selbst nicht transferieren. Jeder einzelne kann nachhaltig und erkenntnisreich sich Verantwortungen stellen. Die wenigsten tun es, sondern bedienen sich des Internets ohne nachzudenken.

Diese Botschaft kommt von der gemeinnützig tätigen #7, die unhöflich ist und einen "schlechten Charakter" hat.

P.S: Ich denke, andere, die nicht so selbstkritisch sind, haben es dringender nötig, vor der eigenen Tür zu kehren. Das sind aber leider auch die unsensiblen, die nichts verstehen und alles plattmachen. SO sind die Menschen wirklich - nicht nur hier in der Anonymität, sondern leider auch im RL.

@FS: Wirklich eine sehr gute Frage... weiter so! Nach meiner Erfahrung sind diejenigen, die sich immer schön politisch korrekt verhalten auch diejenigen, die am wenigsten Nachteile zu spüren bekommen (im Gegenteil: In einem konkreten Fall sogar mehr Vorteile als Nachteile!).
Hier steht m. E. "Zivilcourage" gegen "Politische Korrektheit."
 
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  • #11
23.10.10:
[Mod. = gelöscht!
Moderationsentscheidungen werden grundsätzlich nicht diskutiert. - Der Inhalt der gelöschten Beiträge hatte keinen Bezug zur ursprünglichen Frage mehr. Wir führen hier keine Meta-Diskussionen. Weitere Erklärungen wird es hierzu nicht geben. - Alle Teilnehmer konzentrieren sich bitte wieder auf die Titelfrage.]
 
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  • #12
Ja, sie zeigen sich wie sie wirklich sein. Leider ist das eben nicht immer sehr schön. Nicht alle Memschen sind halt wirklich nett.
Positiv ist vielleicht, dass man so nicht so viel Zeit verschwendet, um zu wissen, dass jemand eben nicht "nett" ist.
Negativ, dass man schnell die Lust an der Partnersuche verlieren kann...
 
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  • #13
Ich halte die Eingangsthese für irreführend.
Ist es etwa des Menschen WAHRE Natur, mit rauchenden Füssen schreiend herum zu hüpfen? Nein?
Na, dann versetzt ihn doch einfach in eine Umgebung, in der der Boden mit glühenden Kohlen bedeckt ist und schon werdet ihr sehen, dass es eben doch seine WAHRE Natur ist.

Ein sehr drastisches Bild, aber mit Karikaturen lässt sich häufig eine Sache am besten darstellen. Die Menschen werden hier in eine Situation versetzt, die der realen Welt nicht ansatzweise entspricht. Wo sonst trifft man eine Vielzahl von zunächst problemlos aufbaubaren Kontakten mit denen Interaktion jedoch nur auf extrem eingeschränkten Kommunikationskanälen stattfinden kann (keine optisch Rückmeldung - Körpersprache, keine Intonation, keine Pausen im Sprachfluss, kein Geruch, kein Gehör, ... ) und die nicht nur zunächst anonym sind sondern sogar auf einfachste Art und Weise zu entsorgen. Das ist eine Welt, die mit dem Wahren Leben nur sehr wenig zu tun hat. Der Mensch wird sein Verhalten natürlich auf diese Gegebenheiten anpassen. Das resultierende Verhalten kann kann einem Außenstehenden oder einem noch nicht an das andere Umfeld adaptierten befremdlich vorkommen. Mit dem Verhalten in der anderen Welt hat das aber nur sehr bedingt zu tun, auch wenn ich nicht leugnen will, dass in gewissem Mass Rückschlüsse möglich sein werden.

Anderes Beispiel:
Es gibt sehr viele Berichte, dass Folterer, Bankvorstände, Diktatoren (ja, es ist mir bewusst, dass es deutliche Unterschiede im Grad der Verwerflichkeit ihres Tuns gibt, das soll hier nicht Thema sein) im direkten, "privaten" Kontakt zuvorkommende, höfliche und fürsorgliche Menschen sind. Wer entscheidet nun, was ihr "WAHRES" Gesicht ist? Alle Gesichter sind real und für das jeweilige Umfeld gültig.

Wer also vor hat, eine Beziehung vollständig in der Anonymität der EP-Mailboxen zu führen, der kann die Menschen nach ihrem Verhalten hier beurteilen. Die Aussagekraft für das Verhalten im völlig anderen Umfeld in RL ist jedoch nur beschränkt.
 
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