• #1

Immer noch Single - Bin ich zu anspruchsvoll?

Wenn man lange auf Partnersuche ist und es einfach nicht mit einer Beziehung klappen mag, fragt man sich natürlich, ob man zu anspruchsvoll ist. Wie kann es sein, dass es trotz bester Vorraussetzungen, einer regen Anteilnahme am sozialen Leben und einem großen Freundeskreis nicht funkt? Waren Sie auch schon einmal an diesem Punkt? Wie hat sich das geäußert und wie sind Sie aus dieser Gedankenspirale wieder herausgekommen?
 
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Gast

  • #2
Hm, also ich bin einmal zu der Erkenntnis gekommen, dass, wer Beziehungen haben will, keine zu hohen moralischen Ansprüche an den Partner haben darf und auch besser nicht zu wahrheitsliebend sein sollte. Beides habe ich mir weitgehend abgeschminkt. Geklappt hat es deswegen aber nicht. Als nächstes kam ich zu der Erkenntnis, dass die intellektuellen Ansprüche an einen Partner am besten auch nicht so hoch sein sollten. Vielleicht ist es ja auch nicht so schlimm, dachte ich, wenn einer die Rechtschreibung nicht richtig beherrscht, solange er attraktiv ist. Macht ja nichts, dachte ich mir, wenn es auch mit der Unterhaltung hapert, vielleicht reicht es ja fürs erste, wenn er ein guter Verführer ist. Doch diesbezüglich bin ich auch nicht fündig geworden und habe leider immer noch keinen Freund.
Schraube ich meine jetzigen Ansprüche (attraktiv und gut im Bett) jedoch noch weiter herunter, bleibt nichts mehr übrig, wofür ich einen Mann überhaupt noch brauchen könnte ...
 
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Gast

  • #3
m37
Eine Frage die man sich stellen sollte, ob man bei einem ausgefüllten Singleleben genügend Zeit für einen eventuell Partner zum Kennenlernen aufbringt. Einige scheinen zu erwarten, dass der andere sich doch bitteschön nach seinen wenigen freien Zeiten richten soll, so wird es natürlich nichts mit der ernsthaften Partnersuche. Es kommt einem nichts zugeflogen sondern erfordert Investition von Zeit, Aufmerksamkeit und Gefühl.
 
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Gast

  • #4
Ja, ich war einmal bei diesem Punkt. Meine Ansprüche an eine Partnerin waren zu hoch: ich suchte nach Liebe, nach einer gemeinsamen Zukunft. Das war hierzulande zu hoch gegriffen.

Also habe ich meine Ansprüche beibehalten und andernorts gesucht - und wurde fündig.

M 37
 
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Gast

  • #5
Es kommt einem nichts zugeflogen sondern erfordert Investition von Zeit, Aufmerksamkeit und Gefühl.
Eben. Nur damit haben wohl sehr viele scheinbar ein Problem. Setzen auch falsche Prioritäten. Job, Hobbys, Freunde. Und wenn dann noch etwas Zeit übrig bleibt, suche ich mir einen Partner der mich die restliche Zeit bespaßt. Diese Freundschaften mit Sonderleistungen, machen niemanden Glücklich. Vielen geht es auch nur um Sex. Männer sind zu geizig für den Puff, und Frauen wollen auch nichts für einen Callboy ausgeben. Deshalb sucht man sich solch komische Konstrukte. Und wenn einer Fragt, ist man halt zu anspruchsvoll.

Zeit die man miteinander verbringt ist der wahre Luxus. Zusammen Kochen und das essen dann gemeinsam genießen, sich gemeinsam abends noch mit Freunden beim Italiener treffen auf ein Glas Wein.

Meiner Meinung nach sind diese Dauersingles nicht zu anspruchsvoll (von ausnahmen abgesehen), sondern nicht bereit jemand in sein Leben zu lassen. Viele haben angst es wird ihnen etwas weggenommen. Was man immer wieder liest, ich will meine Freiheit nicht verlieren, mich selbst verwirklichen usw. Das kann nicht funktionieren wenn jeder nur immer an sich denkt.

Einfach mal umdenken. Weg vom ICH zum WIR. Aber häufig wird ja auch davon ausgegangen das die Beziehung ohnehin nicht lange hält. Aber warum gehe ich denn diese erst ein?
 
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Gast

  • #6
Mir ging es lange so, und mit jedem Jahr das verging wuchsen die Selbstzweifel. Ich fühlte mich immer unzulänglicher und zu unattraktiv für eine Beziehung. Wobei ich durchaus in der Zeit nicht alleine war, mehr als 5 Jahre hatte ich eine Freundschaft Plus, und genügend Männerbekanntschaften die mir deutlich machten, dass sie sich sehr gut eine unverbindliche Beziehung mit mir hätten vorstellen können.

Und dann kam plötzlich der Punkt an dem ich rund um mit allem zufrieden war. Mit mir, meinem Job und meinen sozialen Umfeld. Ich war schlicht weg nach langer Zeit wieder richtig glücklich. Ich habe meine Freundschaft Plus beendet, mich auf einer SB angemeldet, einige teils erstaunliche Dates gehabt um dann zu sagen: Ach, braucht es doch gar nicht. Ist doch alles prima.

2 Monate später habe ich mich nach langer Zeit, einfach so, mit einem Mann getroffen, der vorher nie wirklich an mir interessiert war. Wir haben uns immer gut unterhalten, aber der Funken war nie übergesprungen. Bei diesem Treffen, sprang nicht nur ein Funken, sondern ein ganzes Feuerwerk. Und bereits nach dem 3. Treffen war klar, das ist eine ernste komplett verbindliche Beziehung. Nach 7 Jahren Murks....

Ich habe ihn später mal gefragt warum er meint, weshalb es vorher mit uns nicht geklappt. Seine Antwort: Weil ich damals gespürt habe, dass Du Dich nie auf mehr hättest einlassen wollen und können als auf etwas unkompliziertes.

Wenn Frau / Mann länger auf der Suche ist, hat das nicht unbedingt etwas mit zu hohen Ansprüchen zutun, vielleicht ist man, aus welchen Gründen auch immer, noch nicht bereit für eine Beziehung. Was nicht schlimm ist, es braucht einfach Zeit seinen eignen Weg zu finden!

w44
 
  • #7
ich war schon seit ich denken kann "zu anspruchsvoll" .. Anspruch an Aussehen und Intellekt, Mut, Abenteuerwillen und die Fähigkeit zum Querdenken sollen vorhanden sein.. dazu bitte ansehnlich gefüllte und nicht ausgehungerte Modelmasse und ein Gesicht zum dahinschmelzen..

Geschadet hat's mir nicht. geklappt hat's allerdings erst nachdem ich 100% die Verantwortung für mein Leben übernommen habe und mit Jeglichem "das ist Schuld von XXX, dafür kann ich nichts" aufgehört habe.. ich bin verantwortlich geworden für alle Personen die in mein Leben getreten sind.. Leute, die mir gut taten wurden behalten, andere Entfernt.. ging das nicht bin ich gegangen.. auch Jobs habe ich gekündigt weil der Boss ein Ars*** war..

ich brauchte weder Reiki, noch Aroma Soma Salze, noch LifeCoach oder sonstigen modernen Schnickschnack.. einmal hatte ich ein Business Coaching was sehr gut war und mir recht viele dinge über mich zeigte.
ich hab eingesehen das ich nicht "Everybodys Darling" bin, und das auch nicht sein möchte.. ich habe eingesehen das die Attribute "schön" und "klug" nur sehr selten und in Ausnahmefälllen zusammentreffen , und habe angefangen nach diesen Ausnahmen zu suchen..

Es war natürlich meine Schuld wenn ich nicht fündig geworden bin, dann hat meine Auswahl nicht gestimmt, oder mein "Jagdtgebiet".. ich hab so ziemlich alle "normalen" Tabus gebrochen die ich kenne sei es im Geschäftlichen oder Privaten und hab aktiv alte Wege verlassen..

und was soll ich sagen : ich bin Glücklich.. mit Job, Partner und der Gesamtsituation rundum zufrieden..
 
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Gast

  • #8
Das Herunterschrauben von Ansprüchen ist stark an die Fähigkeit zur Selbstreflexion gekoppelt. Zwar schreibt sich jeder schnell mal reflexives Verhalten zu, tatsächlich fällt den meisten Menschen der kritische Blick auf die eigene Person aber äußerst schwer. Schließlich geht das Senken der Ansprüche mit dem Eingeständnis einher, diesen selbst nicht gerecht werden zu können. Ein großer Knick für das Ego.

Ich persönlich habe in meinen 32 Lebensjahren noch keinen einzigen Menschen kennengelernt, dem dieser selbstkritische Schritt gelungen wäre und der daraus angemessene Konsequenzen für sich gezogen hätte.
 
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Gast

  • #9
Ich habe meinen Anspruch kurzfristig reduziert, um endlich einen Partner zu finden. Dabei lief ich dann Gefahr, mich gewaltig zu verbiegen. Z.B. konnte ich keinesfalls hinnehmen, dass er meinen Beruf verunglimpfte, mich lieblos berührte und respektlos mit meiner Zeit umging.
Das alles hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit Liebe zu tun.

Daraufhin war ich fest entschlossen, zu warten, bis mir ein Mann begegnet, bei dem wirklich alles passt: Das Niveau, die Moral, die gemeinsame Zukunftsvision.

Ich bin nahe daran, das gefunden zu haben... :)
 
  • #10
[..]

Ich persönlich habe in meinen 32 Lebensjahren noch keinen einzigen Menschen kennengelernt, dem dieser selbstkritische Schritt gelungen wäre und der daraus angemessene Konsequenzen für sich gezogen hätte.
ich finde das das "selbstkritische herunterschrauben von eigenen Ansprüchen" NACH dem Versuch kommen sollte diese zu erfüllen... man kann schliesslich so einiges verändern.. und ja, natürlich mit dem wie ich mit 29 war hätte ich das was ich wollte eher nicht bekommen... =)
 
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Gast

  • #11
Nach 6 Singlejahren und dem Wunsch nach einer echten Partnerschaft, habe ich nun im Jahr 7 aufgegeben. Jetzt bin ich einfach zu alt geworden für eine neue Partnerschaft - finde mich selber nicht mehr attraktiv genug, um einem Mann wirklich gefallen zu können, also selbstbewusst noch nach jemandem Ausschau zu halten. Mit einem Mal habe ich wieder ein Selbstwertgefühl - Trostpreis will ich nicht sein und mir gefallen die alten Männer auch nicht. In der richtigen Zeit ist es mir einfach nicht gelungen, den zu mir passenden Mann zu finden und so habe ich die Suche beendet.

In den vergangenen Jahren hatte ich durch das Alleinbleiben zunehmend Selbstwertprobleme. Jetzt schaue ich anders darauf - auch ohne Partner bin ich ein vollständiger Mensch. Ich habe einen Job, den ich gut und gern mache, der mir einen komfortablen Lebensstil ermöglich und einen sehr kleinen Freundeskreis, der mir rückmeldet, dass ich kein Mängelexemplar bin. Also stecke ich meine Energie in die Ausweitung des Freundeskreises. Ich mache mindestens einmal im Monat eine Städtereise. Früher habe ich immer gedacht, dass mir das allein keinen Spass macht, wenn man es mit niemandem teilen kann, aber das gilt wohl nur für große Urlaube. Für Kurzreisen findet sich immer mindestens eine Freundin die für ein verlängertes Wochenende mit nach London, Amsterdam oder Mailand fliegt.

Ich kann jetzt gut akzeptieren, dass ich den Traummann nie gefunden habe, gehöre eben zu einer Generation, in der eine hohe berufliche Qualifikation nicht so üblich war, wie es heute ist. Weil dann noch viele Männer nach unten heirateten, ist für mich eben kein brauchbares Exemplar übrig geblieben. Ich habe es auch mit dem nach unten heiraten gemacht, mich darin 20 Jahre lang abgemüht. Es war nicht erstrebenswert, damit weiterzumachen, gerade nicht angesichts des sich nähernden Ruhestandes.
Meine Wunschvorstellung an den Partner war recht einfach: nach Feierabend einen Menschen bei mir zu haben, mit dem ich mich austauschen kann, ja bei ganz langweiligen Sachen, einem Glas Wein auf dem Sofa, beim gemeinsamen kochen, bei einem schönen Spaziergang - nichts besonders anspruchsvolles, wie ich finde. Aber es sollet nicht sein.

w, 55
 
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Gast

  • #12
Ich bin ein 45-jähriger Mann und bei mir hat sich auch noch nie eine Beziehung ergeben. Zufallsbegegnungen gab es in meinem Leben nicht, Treffen übers Internet waren stets eine Enttäuschung, so dass ich das seit einigen Jahren nicht mehr mache.
Wenn sich dauerhaft keine Beziehung ergibt denke ich, dass man eigentlich keine Beziehung will. Sonst würde man ja intensiver suchen, wozu ich keine Lust habe. Es suggeriert schließlich nur die Gesellschaft, dass man eine Beziehung haben müsse. Im fortgeschrittenen Alter noch eine Beziehung zu suchen, halte ich auch für Quatsch, da man sich nicht mehr in ein neues Lebensgefüge einpassen könnte. Außerdem hält sich für Frauen in meinem Alter das Interesse schon aus optischen Gründen sehr in Grenzen, andererseits habe ich aber auch keine Lust, für eine junge Frau den sugar daddy zu spielen. Wenn man diesem Forum glauben darf, stehen junge Frauen ohnehin nicht auf ältere Männer. Fazit: Ab einem bestimmten Alter ist es die richtige Lösung, Single zu bleiben. So erspart man sich Enttäuschungen und Ärger.
 
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Gast

  • #13
Es gehört auch Glück dazu, einen Menschen zu treffen, mit dem es zumindest auf mehreren Ebenen passt..das habe ich gelernt. Und daher versuche ich weder resignativ noch ungeduldig zu sein. Was die Partnerschaften betrifft, die ich so um mich sehe, da gehört zumindest von einer Seite immer eine gute Portion Leidensfähigkeit oder die Fähigkeit, sehr unschöne Dinge auszublenden, dazu. Leider sehe und höre ich genau hin, das ist (ganz ohne Sarkasmus) nicht sehr bekömmlich. ich hatte so etwas wie ein Aha- Erlebnis, als Paartherapeuten mal veröffentlichen, dass es für eine längere stabile Partnerschaft erforderlich ist, sich den anderen auch mal "schönzureden":))
w.
 
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Gast

  • #14
Ich denke auch ein Problem davon ist, dass man sich oft bei einem Partner fast die gleichen Interessen, IQ ect wünscht. Sich dadurch viele Chancen im Vorfeld auslässt. Habe bei mir und im Freundeskreis die Erfahrung gemacht, dass es wesentlich besser funktioniert wenn genügend Differnzen herschen. Man muss nur offen für alles sein. Aber wir sind ja komplizierte Wesen.

Lieben Gruß
 
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Gast

  • #15
ich finde das das "selbstkritische herunterschrauben von eigenen Ansprüchen" NACH dem Versuch kommen sollte diese zu erfüllen...
Jein - volle Zustimmung mit Einschränkung! Ich (#7) wollte eigentlich ausdrücken, dass das Herunterkurbeln meiner Meinung nach, wenn überhaupt möglich, ein unglaublich langwieriger Prozess ist, an dessen Beginn meist eine schmerzhafte Erkenntnis steht. Nämlich das Bestehen eines Ungleichgewichts zwischen den Ansprüchen und der Qualität des eigenen Angebots.

Bevor man also "eine Etage tiefer" sucht, muss man sich eingestehen, dass man zuvor "eine Etage zu hoch" gegriffen hat bzw. in der "Sternchenliga" selbst nicht besonders gut angekommen ist. Aber wie viele Menschen besitzen schon ein derart ausgeprägtes Reflexionsvermögen? - Vielleicht eine Handvoll weltweit?

Deshalb glaube ich, dass, auch wenn der Vorschlag die eigenen Ansprüche zu überdenken sicherlich gut gemeint ist, es so gut wie unmöglich ist, Anforderungen zu drosseln. Weil es schlicht an Reflexionsvermögen mangelt und sich verständlicherweise niemand gerne eingestehen möchte, nicht in der "Liga" des ursprünglich erhofften Traumpartners zu spielen.

Daher ist Deine Vorgehensweise, nämlich das Bestehen auf die Erfüllung sämtlicher Ansprüche, meines Erachtens die einzig sinnvolle. Natürlich muss man dabei in Kauf nehmen, über mehrere Jahre oder gar für immer Single zu bleiben - aber auch das hat ja seine Vorteile.
 
  • #16
Natürlich hatte ich zu hohe (besser: zu spezielle) Anforderungen an einen Mann, das war mir auch klar und ich hatte deshalb die Suche auch quasi eingestellt, nur noch ohne zu bezahlen ab und zu bei einer Billig-Platform hineingeschaut.

Tja, und dabei ist es passiert, dass ich den Mann aufgegabelt habe - oder er mich unter den Arm geklemmt hat - ein äußerst besonderes Exemplar, einer der sehr raren, lässig führenden Alphas, empathisch, sich zurück nehmend und dennoch eine ganz klare Linie fahrend, mit den rasanten Anteilen, die es braucht, um mit mir mitzuhalten. Tja. Und das mit Ü50, rundlich, eigenwillig, tyrannisch, mit Altlasten und ohne jede Model-Qualitäten, ein indiskutables Frauenzimmer.

Meine Pläne für ein Alters-Netzwerk mit verqueren, tollen Frauen liegen auf Eis, mal sehen, wie es weiter geht.

Wie das Leben so spielt... Ich hätte keinen Kompromiss-Mann genommen, aber man soll nie nie sagen.
 
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Gast

  • #17
#11 Ich stimme Ihnen aus einer ähnlichen, wenn nicht sogar gleichen Lebensphilosophie zu.

Ich halte es für einen Mythos, dass man auch in einem fortgeschrittenen Lebensalter noch einen idealen Partner findet, da die eigene Lebensprägung sehr speziell ist.
Und wahrscheinlich bin ich nicht nur zu anspruchsvoll, sondern als langjähriger Single - trotz ein paar Beziehungen, die aber folgenlos blieben - auch unbemerkt in den vielen Jahren etwas egoistisch geworden. Eine Beziehung kommt für mich nicht mehr in Betracht, bestenfalls eine Freundschaft, um ein paar gemeinsame Aktivitäten zu verbringen.
Für mich ist es leider nicht akzeptabel, mich an eine Frau zu binden, die Kinder hat, wenn man selbst kinderlos ist. Ich halte das hochgelobte Patchworkfamilienleben für eine gesellschaftliche Mogelpackung, bei der viele Probleme auftreten können.
 
G

Gast

  • #18
dass, wer Beziehungen haben will, keine zu hohen moralischen Ansprüche an den Partner haben darf
Pauschalverurteilungen sind hier nicht zielführend, wie willst Du einen integeren Mann finden, wenn Du von vorneherein unterstellst, daß es solche Männer nicht gibt? Oder anders ausgedrückt: wenn Du eine laxe Moral bereitwillig akzeptierst, nur um einen Partner zu haben, dann mußt Du Dich nicht wundern, daß die ehrlichen und treuen Männer Dich links liegen lassen. So ein Mann merkt doch, daß Dich sein Eigenanspruch überhaupt nicht interessiert! Und wer will sich schon gerne mit den zweifelhaften Elementen auf eine Stufe stellen lassen?
 
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Gast

  • #19
Ach... an dem Punkt waren doch die meisten schon mal, oder nicht??
Und dass man zu anspruchsvoll ist, kommt doch oft aus dem Bekanntenkreis.
Man kann sich nunmal nicht zur Liebe zwingen und manchmal lernt man einfach keine interessanten Menschen kennen, zumindest keine, in die man sich verliebt.
Ich muss aber sagen, dass ich oft keine Lust auf den ganzen Onlinekram hatte und auch ein ganz bestimmtes Suchmuster: 1,90m, Akademiker, dunkelhaarig, Waschbrettbauch, erfolgreich, intelligent, charmant... usw..
Jetzt, nach meiner Ehe, bin ich nicht mehr so streng, der Mann kann auch kleiner sein, WBB ist unwichtig, Haarfarbe auch, erfolgreich? Er soll eben einen gewissen Lebensstandard haben und nicht mit 40 Jahren studentisch leben... aber ansonsten ist es ratsam, offen für vieles zu sein.
ich habe in der Regel immer noch so gar keine Lust auf Online-Dates... jammere meinen Freundinnen schon Tage vorher die Ohren voll, dass ich absagen will... und dann ist es doch meist netter als gedacht.

@Patchworkleben: Ob das hochgelobt ist, wage ich zu bezweifeln!? Es ist eine Lebensform wie viele andere auch. Heutzutage hält fast keine Ehe mehr ewig, schon gar keine mit Kindern - da muss der Mann schon der geborene Vater und Ehemann sein(sprich nachts aufstehen, gut verdienen, trotzdem für Familie und Ehefrau da sein...) - dann klappt es! Ich hätte als Singlefrau mit 30 auch niemals einen Mann mit Kind akzeptiert, mit Exfrau erst recht nicht.
Aber jetzt mit 40 und selber 2 Kindern sieht das ganz anders aus... und im Gegensatz zu früher habe ich jetzt auch einen anderen Zugang zu Kindern, die mich früher nie interessiert haben.
Mich stört es aber, dass manche hier so arrogant tun, was Patchwork angeht. Es kann JEDEM hier passieren, dass er/sie sich nach der Familiengründung trennt. So ist das Leben.
Und ich bin noch jung und attraktiv, schlank und voller Power und Leben... ich will nicht alleine leben... und Gott sei Dank gibt es hunterttausende Männer, die das überhaupt nicht stört.
Denke, Patchwork ist inzwischen ganz normal geworden - sozusagen Z.n. Ehe - das gehört in der Großstadt schon fast zum Standard.
Die Kinder begrüßen sich auf dem Spielplatz mit: "Bist du getrennt oder sind deine Eltern noch zusammen?"... wir wohnen übrigens in einer der sog. "besseren" Gegenden ;-)

w,40
 
  • #20
[..].

Bevor man also "eine Etage tiefer" sucht, muss man sich eingestehen, dass man zuvor "eine Etage zu hoch" gegriffen hat bzw. in der "Sternchenliga" selbst nicht besonders gut angekommen ist. Aber wie viele Menschen besitzen schon ein derart ausgeprägtes Reflexionsvermögen? - Vielleicht eine Handvoll weltweit?

Deshalb glaube ich, dass, auch wenn der Vorschlag die eigenen Ansprüche zu überdenken sicherlich gut gemeint ist, es so gut wie unmöglich ist, Anforderungen zu drosseln. Weil es schlicht an Reflexionsvermögen mangelt und sich verständlicherweise niemand gerne eingestehen möchte, nicht in der "Liga" des ursprünglich erhofften Traumpartners zu spielen.

Daher ist Deine Vorgehensweise, nämlich das Bestehen auf die Erfüllung sämtlicher Ansprüche, meines Erachtens die einzig sinnvolle. Natürlich muss man dabei in Kauf nehmen, über mehrere Jahre oder gar für immer Single zu bleiben - aber auch das hat ja seine Vorteile.
Fast...

also das erkennen WO und OB man "Defizite" hat ist schon wichtig, war aber bei mir eher keine große sache sich das einzugestehen, Fakten sind nunmal Fakten aber herauszufinden WAS die Defizite sind war schon ein Zacken schwieriger..

Herauszufinden Was diese dann sind ist das eine aber mir fehlt hier immer noch der Schluss zum "sich verbessern".. anstatt seine Ansprüche runter zu schrauben oder weiter recht erfolglos weitersuchen weil man selbst den Ansprüchen nicht genügen kann..

so wird ein Schuh draus..Das kritische auseinandersetzen mit den eigenen Wünschen und die Selbstreflexion warum man selbst NOCH nicht interessant genug ist um die Gegenseite auf sich aufmerksam zu machen .... die eigenen mechanismen die andere als dein Partner an dir sehen und die auf dich angewendet werden kommen ja nicht von ungefähr.. diese sind immer Ausdruck der eigenen Gesamtperson..

Beispiel: ich bin kein "first sighter" .. mein Aussehen macht mich nicht zu einem "Rough-Boy" der am Abend die Mädels mitnehmen kann dafür sind meine Gesichtszüge nicht "männlich Markant" genug.... aber ich bin groß und breit genug. d.h. ich brauche diese Karte nicht zu spielen.. ich bin einer der über Mittelstrecken überzeugt.. ich muss nur regelmäßig in einen Club oder eine Bar gehen und nach ein paar Monaten krieg ich dann Automatisch all die Aufmerksamkeit die ich will.. weil ich mit Menschen reden kann und diverse andere Dinge in meinem "Portfolio" sind.. Ausehenstechnisch bin ich sicherlich nicht im letzten Drittel zu finden nur entspreche ich halt keinem gängigen Klischee..


ergo sobald ich das weiss kann ich ja viel entspannter an die Sache rangehen. Aber um das zu erreichen hab ch erstmal 20 Kilo Fleisch zulegen müssen und hab einiges am Outfit modifiziert, es gefällt mir gut und ist immer noch ich, und erhöhte meien Chancen doch massiv =)
 
G

Gast

  • #21
so wird ein Schuh draus..Das kritische auseinandersetzen mit den eigenen Wünschen und die Selbstreflexion warum man selbst NOCH nicht interessant genug ist um die Gegenseite auf sich aufmerksam zu machen ....
Hut ab, toller Beitrag! Statt die Ansprüche zu senken, kann man natürlich auch das eigene Angebot verbessern. Für die Erkenntnis muss man eigentlich gar keinen großen Gedankenspagat hinlegen, trotzdem hatte ich soweit einfach nicht gedacht. Danke also für diesen kleinen Augenöffner!

An der eigenen Attraktivität arbeiten zu wollen um an's Ziel zu kommen scheint mir tatsächlich wesentlich sinnvoller, als das Runterschrauben von Ansprüchen (auch für's Ego) ... ist ja peinlich, da hätte ich aber auch wirklich selbst drauf kommen können. :-D

Trotzdem bleibt noch (m)ein kleines Problem:

Herauszufinden Was diese dann sind ist das eine aber mir fehlt hier immer noch der Schluss zum "sich verbessern"..
Genau damit dürften die meisten, und da will ich mich gar nicht ausschließen, Probleme haben: 1.) "Defizite" erkennen, 2.) "Defizite" ausbessern. Vielleicht ist es sinnvoller, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und diese angemessen einzusetzen, statt nach Fehlern zu suchen? Auch auf diese Weise könnte man seine Ansprüche beibehalten. Allerdings dürfte das Erkennen von Stärken auch nicht viel einfacher sein ...
 
  • #22
[..]
Genau damit dürften die meisten, und da will ich mich gar nicht ausschließen, Probleme haben: 1.) "Defizite" erkennen, 2.) "Defizite" ausbessern. Vielleicht ist es sinnvoller, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und diese angemessen einzusetzen, statt nach Fehlern zu suchen? Auch auf diese Weise könnte man seine Ansprüche beibehalten. Allerdings dürfte das Erkennen von Stärken auch nicht viel einfacher sein ...
deine Stärken brauchst du nicht zu erkennen, das kannst du den anderen überlassen..
Wichtig bei dem herausfinden der eigenen Defizite ist: NIEMALS Freunde fragen.. frag "irgendjemand", frag Leute aus die dich nicht leiden können.. Das ist sicherlich nicht einfach aber Freunde lügen gern und meinen es auch noch gut.. Du brauchst jemanden der auf deine Gefühle wirklich nichts gibt und dir klipp und klar ins Gesicht sagt was an dir "doof" ist.. Dein Part dabei ist es dann das eben nicht zu verteidigen sondern kritisch zu hinterfragen , warum mache ich das, will ich den effekt haben oder mache ich es unabsichtlich, fahrlässig oder aus Faulheit heraus?

Positive und negative Eindrücke sind leider nicht gleich "effektiv" .. Man kann 100 Positive Dinge an sich haben.. ein schweres Negatives reicht und die sind alle dahin...
 
G

Gast

  • #23
Mich nervt der Rückschluss ehrlich gesagt ziemlich, dass jeder, der über einen längeren Zeitraum Single ist wohl "ein Problem" haben muss oder dass dieser Zustand "an einem selbst liegt", weil man nicht selbstbewusst genug, nicht schlank genug ist oder zu zickig etc..

Letztendlich spielen auch ganz viele andere Faktoren eine Rolle, die man nur wenig beeinflussen kann. Am einfachsten haben es wohl Menschen, die durchschnittlich sind mit ganz normalen Interessen. Wenn man etwas spezieller ist, dann schränkt sich die Gruppe möglicher Partner schon mal entscheidend ein.

Außerdem habe ich häufig die Erfahrung gemacht, dass gerade Menschen, die mit sich im Reinen sind, auch mal länger alleine sein können im Gegensatz zu Leuten, die sich sehr über andere bzw. eine feste Beziehung definieren.

Warum ich nach sechs Jahren als Single noch keinen neuen Partner habe? Es gab leider noch niemand mit dem ich wirklich zusammen hätte sein wollen. Das ist weder meine Schuld noch die der anderen, sondern einfach Pech... Deswegen die "Ansprüche" runterschrauben, um nicht alleine zu sein? Das macht doch keinen Sinn ohne wirklich verliebt zu sein eine Beziehung zu beginnen...
Ich kann warten, irgendwann kommt wer passendes... Und das kann auch noch mit 70 Jahren passieren, davon bin ich überzeugt!
 
  • #24
Also das Angebot verbessern?? Mich verändern? Naja... sorry...

Wenn eine Frau temperament voll ist, rasant durchs Leben düst, energisch ist, durchsetzungsfähig, natürlich schreckt das manche Männer ab! Ich wurde von einem Mann, der mich mehrfach datete, kritisiert, weil ich "unpassend" Fahrrad fuhr - zu schnell, nicht perfekt nach den Regeln, ohne Helm.

For heavens sake, ich fange doch nicht an, oma-mäßig Rad zu fahren, weil das dem Herrn besser gefallen würde! Nein! Er passte nicht und gut!

Genauso die Männer, denen es nicht passt, dass ich den Weg besser finde als sie! Das mögen Männer nicht, das weiß ich, und es ist mir schnurz! Wenn ein Mann es nicht vertragen kann, dass ich häufig besser orientiert bin - und ich halte schon oft den Mund und krittele nicht herum, wenn er einen kleinen Umweg fährt - dann hat er einfach Pech gehabt.

Und meine Figur - ok, ich könnte mit Gewalt versuchen abzunehmen. Aber in meiner Familie sind alle etwas stämmig, ohne dick zu sein, einfach nicht der Typ Gazelle. Soll ich mich da verbiegen? Finde ich idiotisch, mit hoher Wahrscheinlichkeit nimmt man langfristig sowieso wieder etwas zu.

Nein, ich bin so, wie ich bin. Mein Problem war ja nun auch nicht, dass sich keine vorzeigbaren Männer für mich interessiert hätten. Ich brauche aber nun eben eine spezielle Sorte Mann, damit es mir gut geht - und die sind nun mal so selten, dass ich eigentlich aufgegeben hatte. Ich wäre auch lieber alleine geblieben als mich krumm zu legen oder Abstriche zu machen, definitiv.
 
  • #25
Also das Angebot verbessern?? Mich verändern? Naja... sorry...

Wenn eine Frau temperament voll ist, rasant durchs Leben düst, energisch ist, durchsetzungsfähig, natürlich schreckt das manche Männer ab! Ich wurde von einem Mann, der mich mehrfach datete, kritisiert, weil ich "unpassend" Fahrrad fuhr - zu schnell, nicht perfekt nach den Regeln, ohne Helm.

For heavens sake, ich fange doch nicht an, oma-mäßig Rad zu fahren, weil das dem Herrn besser gefallen würde! Nein! Er passte nicht und gut!
...
Huh? natürlich muss man sich nicht an niedrigere Ansprüche anpassen.. heir gehts um zu hohe eigene Ansprüche und nicht um zu niedrige Ansprüche vom Gegenüber ^^..
Kommt eine Frau mit meinem Tempo nicht mit, bleibt sie stehen , alleine, Ende der Debatte das sollte klar sein.. der einzige Punkt der veränderungswürdig wäre ist die Suchmethode und wenn du wirklich zu dick bist "sanft" abnehmen ->wollen<- ich schrieb ja auch das man durchaus an berechtigten Dingen festhalten kann auch wenn sie andere stören sollten..
 
G

Gast

  • #26
ganz einfach FS..

ich habe die Erwartungshaltung das es gleich "funkt" etwas heruntergeschraubt und mir vorgenommen eine Date das mir einfach nur symphatisch ist zu wiederholen..

Und siehe da..nach 4 oder 5 treffen hat es dann gefunkt und jetzt sind wir schon 2 Jahre zusammen.

M
 
G

Gast

  • #27
Ich (m, 33) denke inzwischen schon, daß ich wohl sehr (zu?) anspruchsvoll bin, dabei bin ich eigentlich eher einfach gestrickt, wenn auch nicht gerade einfach - meine Art muss man wohl mögen.

Das Problem ist, daß die Kombination vermeintlich anspruchsloser Einzelpunkte, zum sehr hohen Anspruch mutieren kann, der die Suche furchtbar schwer werden lassen kann.

Scheitern tut es schlicht an der passenden Kombination von Moral, Niveau, Nichtraucherin und schlank. Da bin ich aber auch nicht bereit, meine Ansprüche herunter zu schrauben. Was soll ich auch mit einer Frau, die beispielsweise meine Ansichten zum Thema Treue und Ehrlichkeit nicht teilt, die unzuverlääsig ist, die mir schlicht zu dumm ist und/oder keine eigene Meinung hat, die raucht (womit ich als Nichtraucher nie klar käme) oder deren Figur einfach nicht zu mir passt und die mir entsprechend ganz einfach auch nicht gefällt (ich bin selbst sehr schlank, habe und erwarte ganz sicher auch keinen Traumkörper, aber schlank ist einfach ein Muss)?

Nein. Ehe ich hier meine Ansprüche herunter schraube, bleibe ich lieber allein. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
 
G

Gast

  • #28
Warum halten sich hier so viele bei den Ausserlichkeiten auf ?? Wenn mir jemand gefällt liegt das nicht an seiner Figur, ob er nun raucht oder nicht, zu schnell oder zu langsam fahrrad fährt. Der Charakter muss stimmen. Klar, mit Quasimodo will niemand gerne gesehen werden, aber gefallen macht schön, und Ausstrahlung. Ich bin single weil ich mit mir selber nicht im Reinen bin. Zur Zeit halte ich Abstand weil ich weiss, dass ich für keinen erträglich bin. Aber meine Ansprüche beziehen sich hauptsächlich auf den Charakter - der sollte stimmen.
 
G

Gast

  • #29
Natürlich ist der Charakter das Wichtigste und natürlich verliebt man sich in erster Linie in den Charakter. Gerade das Thema Rauchen ist für einen Nichtraucher aber i.d.R. nunmal ein absolut verständliches, oberflächliches Ausschlußkriterium. Ich kenne persönlich keinen Nichtraucher, der eine Beziehung mit einer Raucherin anfangen würde.

Es gab hier letztens erst einen Thread, in welchem das Rauchen dann in der Beziehung mal wieder zum Problem wurde (sie wollte jetzt plötzlich, daß er aufhört). Man sollte daher vorher schon auch noch auf den Kopf hören.
 
G

Gast

  • #30
Also ich (36m) hatte lange Zeit auf die Liebe auf den ersten Blick gesetzt. Das es einfach wie im Film "von alleine" passieren würde wenn die Richtige mir über den Weg laufen würde.

Nun sind viele Singlejahre vergangen und ich muss einsehen das ich das ich mir damit nur einen Grund lieferte um nicht selbst aktiv zu werden. Ich habe nicht die Figur um Selbstbewusst Frauen anzusprechen und habe es meistens einfach gelassen. (Nein, ich bin nicht dick sondern untergewichtig.) Ich kann mit nahezu jeden über alles reden und Spaß haben nachdem man sich kennengelernt aber Fremde ansprechen fällt mir schwer. Ich war deswegen lange Zeit zufriedener Single der sich Beruflich aber auch mit Freunden gut zu beschäftigen wusste. Ich habe nicht aufgegeben die Richtige zu finden, aber ich bin ein viel zu optimistischer Mensch um unglücklich durchs Leben zu wandern.

Ob ich zu anspruchsvoll bin? Na sicher, denn ich bin auf der Suche nach der wahren Liebe! Die muss aber nicht mehr auf dem ersten Blick zu sehen sein, :)