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Gast

  • #1

Ignoranter, nervöser Partner lässt sich nicht helfen

Wie kann man mit einem ignoranten Partner leben? Mein Partner leidet seit Geburt an vielen Zwangs- und Ticstörungen, lässt sich aber nicht helfen. Mich stresst das extrem, wenn er immer so derart nervös am Herumzappeln und Fuchteln ist den ganzen Tag. Kann das eine Schilddrüsenunterfunktion sein? Könnten Medikamente helfen? Er schiebt das auf seine Fähigkeit besonders agil, sportlich, fit und schnell zu sein - ist er aber nicht. Für mich sind das alles lausige Ausreden, nicht zum Arzt gehen zu wollen.
 
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Gast

  • #2
Das wäre dann, wenn überhaupt, eher eine Schilddrüsenüberfunktion. Die wäre sicher schon lange festgestellt worden. Du kannst da nur was über die Eltern rausfinden. Die werden wohl ewig da dran laboriert haben. Wahrscheinlich hatte es nicht viel Nutzen und quälende Nebenwirkungen, so dass er sich jetzt eben arrangiert hat. Was das ist kann man nicht sagen, das wissen nicht unbedingt Ärzte, wer rennt nicht mit kleineren Wehwehchen von Arzt zu Arzt und erfährt auch nichts. Du brauchst also nicht meinen du könntest da das Rad von vorne erfinden, was Arztbesuche anbelangt. Das ist seien private Sache, wer nicht freiwillig geht, der geht auch nicht. Offensichtlich ist er der Meinung OK so zu sein. Du hättest ihn doch nicht nehmen müssen? Wer hat dich denn gezwungen? w47
 
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Gast

  • #3
Ich zapple auch herum, wenn ich mich langweile. Wenn ich eigentlich etwas tun möchte, aber der Freundin zuliebe still auf dem Sofa sitzen muß ("wenn ich allein fernsehen muß, brauche ich keinen Partner"). Kann also durchaus auch an der Frau liegen.
 
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Gast

  • #4
Bei der beschriebenen Symptomatik würde ich eher an eine Überfunktion denken, kann aber auch ADHS im Erwachsenenalter sein.
 
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Gast

  • #5
Anscheinend hat er keinen wirklichen Leidensdruck, sonst würde er sich sicher behandeln lassen. Vielleicht hat er ja schlechte Erfahrungen mit Ärzten bzw. Medikamenten gemacht. Du schreibst, dass er seit Geburt unter diesen Störungen leidet. Kann mir nicht vorstellen, dass seine Eltern bzw. der Kinderarzt da nicht drauf reagiert haben.

Andererseits: du hast ihn so kennen gelernt und wusstest, worauf du dich einlässt. Wieso stört es dich denn auf einmal? Wenn er damit gut leben kann, ist das vielleicht für ihn doch auf Dauer die bessere Lösung als dauerhaft unter Medikamenteneinfluss zu stehen.
 
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Gast

  • #6
Woher will er Wissen, dass es Zwangsstörungen bzw. Tics sind, wenn er doch keine ärztliche Diagnose hat?!

Es könnte auch Anderes dahinter stecken, z. B.:
- AD(H)S
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Quecksilberbelastung, bzw. Schwermetallbelastung des ungeborenen von der Mutter (die Mutter *entgiftet* während der Schwangerschaft (unwissentlich wunderbar über das Kind(vor allem das Erstgeborene)).

...

Würde dir empfehlen erst in eine Umweltklinik bzw. zu einem guten Umweltmediziner zu gehen, bevor ich ihn für ***Psycho*** abstemple, da sitzt oft das Häschen im Pfeffer!

Alles Gute
w
 
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Gast

  • #7
Zwangsstörungen und Tics sind schon so auffällig, dass sie nicht unbemerkt bleiben und würden schon in der Kindheit entdeckt worden sein und bedeuten eine extreme Belastung im Alltag und im Berufsleben, falls Patienten damit überhaupt arbeitsfähig sind. Beschreibe mal genauer, was du meinst, ich schätze, es geht hier eher um seltsame Angewohnheiten deines Partner, die vielleicht keinen Krankheitswert haben, oder?
 
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Gast

  • #8
Mein Sohn leidet unter leichten Ticks und ich kann dir nur eines sagen: er hat weder ADHS noch irgendwelche anderen Allergien oder Leiden, auch ist psychisch alles in Ordnung. Es gibt KEINE Medikamente gegen Ticks oder das sogenannte Tourette-Syndrom (so viel ich weiß). Es sind manchmal einfach auch neurologisch bedingte Zwangshandlungen. Ihn zum Stillsitzen zu zwingen oder "damit aufhören" wird nicht funktionieren, sondern verursacht nur noch viel mehr Druck, was dazu führen kann, dass durch den Stress dann die Ausprägungen/ Häufigkeit der Ticks noch zunimmt.
Ich frage mich gerade, warum es dich so nervt. Du hast ihn doch sicherlich mit Ticks kennengelernt, warum hat es dich am Anfang nicht gestört aber jetzt? Oder sind die Ticks erst jetzt aufgetreten (was dafür sprechen würde, dass es keine "richtigen" Ticks sind sonder tatsächlich ein anderes Problem vorliegt). Die meisten Menschen bekommen sowas doch schon im Kindesalter. Mein Sohn fing mit 3 Jahren an... Man kann damit leben, es ist nicht super schön, aber es ist auch kein Weltuntergang. Manchmal muss man die Dinge einfach akzeptieren, wie sie eben sind.
 
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