• #61
Ich glaube inzwischen auch, dass Euch der Altersunterschied gerade auf den Kopf fällt.
Oder ihm die Unbekümmertheit, die er anfangs bei Dir mochte, heute zu schaffen macht.
Wer plant ernsthaft mit 21 Jahren das erste Kind?
Wie gestaltet sich heute die Erziehung der Kinder? Seid Ihr Euch einig?

Der kleinste Zwerg ist 1 1/2 und Du schreibst :
Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, die Beziehung zu beenden aber ich will meinem älteren Kind nicht noch einen Papa wegnehmen
Merkwürdig, wo Ihr erst zwei Jahre verheiratet seid.
Bei jeder Schwangerschaft habe ich übrigens überlegt "Kann ich das kräftetechnisch und finanziell alleine?".
Das wirkt unbeständig und das sind für mich auch keine nachvollziehbaren Gedankengänge in einer noch frischen Ehe.

Wie hast Du selbst den Verlust des Kindes verarbeitet? Ihr scheint Euch nicht nur gegenseitig nicht zu stützen. Ich finde es suspekt, dass Du selbst keine Stütze (auf Trauerarbeit bezogen) zu brauchen scheinst. Die Familientherapie findet für den Großen statt, nicht für Dich? Und warum nimmt Dein Mann daran nicht teil?

Du übergehst die Ereignisse und er kann das (als vermutlicher Gefühlsmensch) vielleicht nicht.
Du befasst Dich bereits mit Dingen, die für ihn vll noch gar nicht relevant sind, weil er gefühlsmäßig noch gar nicht dort angekommen ist. Du hast Dich als pragmatisch beschrieben.
Ich meine, Du bist der Typ "jetzt muss das Leben ja weitergehen" (immer noch unbekümmert) und der andere ist noch nicht so weit.
Wer legt denn fest, welcher Gefühlsstand aktuell der richtige zu sein hat?

Also, nach zwei Jahren Ehe und solchen Ereignissen finde ich persönlich Porzellan zerdeppern, laut werden und sein eigenes Ding machen einschließlich Trennung sowas von voreilig. Bei mir weckt das den Eindruck von "is kaputt, zwei Jahre Garantie sind abgelaufen, muss ich wohl wegwerfen".

Wie würdest Du ihn beurteilen, wäre die Situation anders herum, also Du in Depression und er würde mäkeln, dass Du Dich gehen lässt, keinen Sex und sonstige Bespassung willst?

Du bist mit Kind in Familientherapie und wirst sicher seine Lethargie dort angesprochen haben. Was sagt man dort zu seinem Verhalten?
 
  • #62
Ein Kind zu verlieren, ist entsetzlich.
Aber soviel Pech bei Verhütung? Eine Verantwortung hat die FS auf jeden Fall.
Sehe ich auch so.
Vermutlich hat die FSin eigentlich auch ein Kind gewollt.


Liebe Fs in:
Vor uns musst du doch nichts zugeben.
Aber vor dir selbst solltest du ehrlich sein.
Ein Mann der mit Gummi verhütet oder/ und davon ausgeht, dass die Pille genommen wird, will nicht Vater werden.
Nicht zu diesem Zeitpunkt.
Das ist Fakt.
Natürlich ist er auch mitverantwortlich.
Doch überlege dir mal seine Position.
Der Gummi platzt, die Frau sagt sie wird vermutlich schlecht schwanger, aber sie würde leiden wenn sie die Pille danach nimmt, würdest du sie überreden, i h nicht.
Tatsächlich würde ich dir aber die zweite Schwangerschaft übel nehmen.
Ihr habt von Gummi auf Pille gewechselt, ein vermeintlich sichereres Verhütungsmittel, dann vergisst du sie einfach...merkst das noch nicht mal ...
Ein zweites Kind.
Natürlich ist auch er verantwortlich. Deswegen ist er ja auch da.
Aber ich binir wirklich sicher,dass er sich überrumpelt fühlt und dir übel nimmt, dass er sich nicht aktiv mit einem ja für ein eigenes Kind entscheiden konnte, als es für ihn passte.

Er will keinen Sex mehr.
Verstehe ich. Gibt's dann noch ein Kind?

Und warum du dir dein Leben so stressig gestaltest ist mir auch nicht klar.