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Gast

  • #1

Ich möchte einen HIV-Test machen lassen- wo geht das unkompliziert, anonym & kostengünstig?

Zu meinem Hausarzt möchte ich nicht so gerne gehen (trotz Schweigepflicht, es würde mich stören dass er ein pers. Freund der Familie ist). Sind die Gesundheitsämter dafür zuständig? Ich wohen in einer Großstadt. Wer zahlt so einen freiwilligen Test, der nur der eigenen Information dient und nicht auf eine med. Indikation beruht? Wieviel kostet das? w, Anfang 40
 
  • #2
Je nach Region und Stadt stehen unterschiedliche Träger für KOSTENLOSE und ANONYME HIV-Tests zur Verfügung. Gesundheitsämter und viele Beratungsstellen bieten diese Tests an. Wenn Du Deine Großstadt verrätst, können wir genauere Hinweise geben, die aber auch per Google für Dich selbst schnell auffindbar sind.

Warum möchtest Du den HIV-Test machen? Bitte schildere Deine Situation, damit wir eventuell noch zusätzliche Hinweise geben können.

Beispiel für Hamburg:
http://www15.bni-hamburg.de/bni/bni2/neu2/getfile.acgi?area=aidsberatung&pid=812



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<MOD: Wir weisen bei medizinisch relevanten Fragen darauf hin, dass alle Beiträge Laienmeinungen darstellen. Wenden Sie sich bitte für verlässliche Auskünfte an einen Arzt.>

<MOD: Bei Beiträgen zur Gesundheit behalten wir uns vor, offensichtlich fragwürdige oder falsche Inhalte nicht zu veröffentlichen. (Regel 10) >
 
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Gast

  • #3
Geheimtip:

Wenn du Blut spenden gehst, wird jedes Mal ein HIV-Test gemacht, das kostet überhaupt nichts und du tust noch ein gutes Werk, gerade jetzt in der Urlaubszeit sind Blutkonserven dringend nötig.

Frag einfach beim Roten Kreuz nach wann Blutspendetermine sind, oder falls du in einer Universitätsstadt wohnst geh in die Blutspendezentrale der Uni.

w53
 
  • #4
@#2: Dieser Rat ist unverantwortlich! Gerade WENN man aus Sorgen um eine Infektion gerne einen Test machen lassen will, darf man kein Blut spenden!

Wer diese Frage bei dem Vorgespräch wahrheitsgemäß beantwortet, wird gleich abgelehnt. Dies umfasst nach den Bestimmungen auch ungeschützen Geschlechtsverkehr mit einem nicht-festen Partner innerhalb der letzten vier Monate: Ausgeschlossen wird "...nach intimen oder engem häuslichen Kontakt mit Personen, die ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit HIV oder Hepatitis haben"; dies schließt wechselnde Sexualpartner, Risikokontakte und natürlich unklare Selbsteinschätzung ein.

Wer sich seines HIV-Status nicht sicher ist, sollte auf keinen Fall Blut spenden! Alles andere ist unverantwortlich und zutiefst unmoralisch!

Manchmal kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich hoffe, dass Du kein Mediziner bist, sonst solltest Du Deine Approbation sofort zurückgeben.

HIV-Tests werden in allen Großstädten kostenlos, anonym und zeitnah durchgeführt, einschließlich der wichtigen Beratungsgespräche über die Bedeutung und Einschränkung der durchgeführten Tests. In vielen Großstädten kann auch gleich auf Hepatitis A, B, C und Syphilis mit getestet werden.

Dieses Angebot sollte man nutzen und nicht die kostenaufwendigen Blutspendezentren mit solchem unmoralischen Eigennutz belasten.
 
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Gast

  • #5
Beim Gesundheitsamt ist es völlig anonym, da bekommst du eine Nummer und erkundigst dich selbstständig nach dem Ergebnis. Dort ist er nach wie vor kostenlos, außer du wählst den schnelltest. Schau mal hier (vielleicht ist das in deiner Stadt auch so):
http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W26YVCZR829BOLDDE

<MOD: gekürzt.> Du kannst auch zu einem Arzt gehen und sagen, dass du anonym testen willst. Beim Arzt musst du selbst bezahlen. Ein HIV-Test kostet um die 25,- Euro.
 
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Gast

  • #6
@3 Frederika

Nein Frederika, da bist du falsch informiert und vergraulst mit deinem posting eventuell dringend benötigte gesunde Blutspender.

Gerade WEIL die Fragebögen und die Voruntersuchungen extrem ausführlich den Gesundheitsstatus der Spendewilligen feststellen, wird jeder herausgefiltert, der zu einer Risikogruppe gehört und daher eventuell infiziert sein könnte. Und jeder Spender hat die Sicherheit und den Komfpport, bei jjeder neen Spende, also ca. alle drei Monate, neu getestet zu werden, nicht nur auf HIV-Antikörper, sondern unter anderem auch auf Hepatitis-Antikörper.

Blutspendezentralen unterliegen selbstverständlich genuaso der ärztllichen Schweigepflicht wie Gesundheitsämter.

w53
 
  • #7
@#5: Meines Erachtens falsch! Bei allen Blutspende-Einrichtungen, die ich kenne, werden die Essentials vorher abgefragt und der willige Kandidat dann weder zur Spende noch zum teuren Bluttest zugelassen!

Wer mal zum Beispiel in England gewohnt hat, vor kurzem ein Piercing hat stechen lassen und so weiter (lange Liste!) wird eben aufgrund der Befragung NICHT zugelassen und erhält demzufolge auch keinen HIV-Test, der die Blutspendezentren nämlich finanziell belastet. Nur unwahre Angaben würden (wie erwähnt) zu einem Test führen, aber die Empfänger gefährden.

Auch regelmäßige Blutspender werden immer wieder nach neuen Risiken befragt und gegebenenfalls temporär oder dauerhaft gesperrt.

Und mal ehrlich: Alle Großstädte bieten anonyme, kostenlose, zeitnahe HIV-Tests an, einschließlich der wünschenswerten Beratung. Warum sollte der Fragesteller diese naheliegende Lösung nicht nutzen? Alles andere ist fehlgeleiteter Rat.
 
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Gast

  • #9
Auf keinen Fall zur Blutspende, wenn man sich nicht sicher ist!
Die testen mehrere Blutspenden als Pool, weil es zu teuer ist, jede einzelne Spende einzeln zu testen. Wenn nun eine der 10 getesteten Konserven verkeimt ist, muss man die Spenden von 10 Leuten wegschmeissen!

Geh doch bitte zum Gesundheitsamt. Das ist z. B. in Berlin an 2 Abenden pro Woche in jedem Gesundheitsamt in jedem Stadtteil möglich. Man geht hin, lässt sich ein bisschen Blut abnehmen und bekommt eine Nummer. Eine Woche später kann man das Ergebnis für seine Nummer abholen. Auf einem Fragebogen wird angekreuzt ob m oder w und welches Geburtsjahr man ist. Ausserdem wird abgefragt, ob man zu einer Risikogruppe gehört und ein soziales Netz hat, im Falle eines positiven Ergebnisses.
Das ist alles und es kostet Null.

Ich habe das bei jedem Partnerwechsel gemacht, wenn man ein paar Monate zusammen ist und die Kondome weglassen möchte. Mich wundert es, dass hier keiner Bescheid weiss. Macht Ihr das nicht so?
weiblich
 
  • #10
@#8: Es werden mehrere Spenden als Pool getestet? Wie muss man sich das vorstellen? Werden die zusammengekippt und dann getestet? Erläutere mal, wie du das genau meinst!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort Pool-Tests zur Aufwandsreduktion vorgenommen werden. Nach meinem Verständnis könnte man einem HIV-Positiven ja gar keine halbwegs gesicherte Rückmeldung mehr geben. Und wenn ich mir den Text auf

http://dresden.aidshilfe.de/rathilfe/blutspende/index.html

durchlese, dann sind die Rückmeldungen schon individuell.

Ansonsten schließe ich mich dem Ratschlag an, lieber zum Gesundheitsamt zu gehen. In dem Link stehen weitere Argumente, warum das sinnvoller ist als beim Blutspendedienst.
 
  • #11
Leute, hier geht es einfach um Anstand vs. Egoismus! Wer auch nur den Verdacht hat, er könnte HIV-positiv sein, darf natürlich kein Blut spenden und das wird auch erfragt. Man müsste lügen, um unter solchen Bedingungen Blut spenden zu dürfen.

Wie egoistisch und dumm kann man sein, um auf die kostenlosen, anonymen, zeitnahen und beratungsbegleiteten Tests in den Gesundheitsämter zu verzichten und stattdessen ausgerechnet Blut zu spenden, nur um einen HIV-Test zu erlangen?!

@#8, #9: Gerade im Bereich Plasma wird wohl auch heute noch gepoolt, d.h. bis zu 96 Proben vereint und getestet, um Kosten zu sparen, weil ja eigentlich immer ein negativer Befund herauskommt. Bei Vollblut wird meines Wissens immer einzeln getestet. Aber das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt.

Es gibt eine lange Frageliste, die man zum Schutz aller wahrheitsgemäß beantworten muss, um unnötige Gefahren auszuschließen. Wer dies tut, wird mit sorgenvollen Status nicht zugelassen. Punkt.
 
G

Gast

  • #12
# 9
Ja, genau.
Es werden mehrere Spenden von z. B. AB zusammengekippt und auf HIV getestet. Ob es nun 5 oder 10 sind, weiss ich nicht.
Diese Auskunft habe ich von einer Mitarbeiterin in einer Blutbank, sie stimmt also.

Auch beim DRK und bei Blutbanken müssen sie sparen. Was glaubst Du denn, wie viel ein einzelner HIV- Test pro Spende kosten würde?
Wenn eine der Proben dann positiv ist, bekommen eben alle 5 - 10 Spender einen Brief, sie mögen doch bitte ihre Blutwerte testen lassen, es sei möglich, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Ich kenne eine Frau persönlich, die sich bei einer Bluttransfusion Hepatitis B zugezogen hat. Sie konnte nichts dafür, brauchte die Konserven nach einer Entbindung. Hätte auch mit HIV infiziert werden können, vor 15 Jahren waren sie noch etwas sorgloser im Umgang mit Blutkonserven..
 
  • #13
@ 2
Das mag ja wohl nicht dein ernst sein.
Ich hoffe mal, du hast nicht selbst schon mal von diesem schwachsinnigen Tipp Gebrauch gemacht.

Ich weiss, es gibt einige Leute, die Blut zu Selbstzwecken spenden gehen.
Soviel ich aber weiss, macht man sich aber sogar strafbar, wenn man den Blutspendebogen nicht wahrheitsgetreu ausfüllt und damit das Risiko eingeht, dass sich andere Personen infizieren könnten.
Auch der beste Test kann noch eine gewisse Fehlerquote beinhalten. Zudem kann ein positives HIV Resultat definitiv erst nach einiger Zeit wirklich bestätigt werden.
Also bitte hier keine so unverantwortlichen Pseudotipps geben!
 
  • #14
@#12: Danke für die Unterstützung und das exzellente Argument: Wenn sich etwa ein paar Tausend HIV-Positive Männer im Rahmen der Blutspende testen lassen und im Fragebogen lügen, kann bei der heutigen Genauigkeit der Tests lässig eine Person durchrutschen und andere Menschen ganz erheblich gefährden. Die wahrheitsmäßig beantworteten Fragen reduzieren das tatsächliche Risiko sehr weit, weil sie ohne Rücksicht auf politische Korrektheit alle wesentlichen Risikogruppen und verbreitetes Risikoverhalten ausschließen.

Der Ratschlag aus #2 ist an Unverfrorenheit, Dummheit und Inkompetenz nicht zu überbieten. Genau aus diesem Grunde gibt es überall anonyme, kostenlose HIV-Tests -- um Fremdgefährdung auszuschließen und die Hemmschwelle zu senken, einen Test durchführen zu lassen.

Ich komme aus dem Kopfschütteln kaum noch raus.
 
G

Gast

  • #15
Nutze unbedingt einen Test beim Gesundheitsamt!
Gehe auf keinen Fall zur Blutspende, wenn Du Zweifel hast!

Der Tipp aus #2 ist unfassbar. Danke an alle, die so deutlich widersprochen haben!

M37, Arzt
 
  • #16
Ich spende regelmäßig Blut und wäre eigentlivch nur im Zuge von zurückliegenden Operationen mit Blutlonserven-Bedarf gefährdet. Dies habe ich stets wahrheitsgemäß angegeben und bin noch nicht einmal ausgeschlossen worden. Ein Bekannter hat auf diese Weise rechtzeitig eine Hepatitis-Infektion erfahren.
Andererseits: Wenn ich gleichsam gute Gründe zu einschlägiger Sorge hätte, würde ich nicht die Blutspendezentrale in Kosten treiben, sondern die behördlichen Gesundheitseinrichtungen.
 
  • #17
da ich lange Zeit in einer Blutbank gearbeitet habe, kann ich vielleicht für Klärung sorgen. Alle Vollblutspenden werden auf HIV getestet, allerdings ist der Virus erst nach 3 Monaten sicher zu testen. Das bedeutet also, dass es nach wie vor die Gefahr besteht sich über Konserven anzustecken, da es nicht möglich ist, alle Konserven 3 Monate auszubewahren und dann zu testen. Daher werden alle Konserven von Risikogruppen auch nicht verwendet und den Tipp zu geben, sich über Blutspende testen zu lassen ist ein Risiko für den Nutzer der Spende.
 
  • #18
@Frederika
Da kann ich auch nur den Kopf schütteln!

Gottseidank kennen sich die Blutspendenzentren mit solchen Pappenheimern und Missbrauchsfällen wie @2 aus.
Blut von Erstspendern bleibt solange zurückbehalten und wird nötigenfalls nur zu Forschungszwecken verwendet, bis die Resultate der Testungen bekannt und negativ sind.
Erst danach wird das Blut und dessen Derivate freigegeben.
Ein Restrisiko bleibt jedoch immer.
Man stelle sich mal vor, was passiert, wenn eine kontaminierte Konserve vertauscht wird.

Es fällt mir wirklich schwer, das Verhalten von @2 nachzuvollziehen.
Einen solchen Schwachsinn im Web und für jeden zugänglich als sogenannten Geheimtipp zu posten ist absolut unverantwortlich.

[Mod: Beleidigung entfernt]
 
G

Gast

  • #19
anonym und kostenlos?

--> Gesundheitsämter

In Berlin ist es allerdings so, dass es nur kostenlos ist wenn du nicht in Arbeit stehst, ansonsten kostet es 10Euro.

unkompliziert?

Jein, ein paar Fragen musst du schon beantworten, war bei mir jedenfalls so:

- Grund des Tests
(denk da mal vorher drüber nach sonst bist du genauso verdutzt wie ich. Fand die Frage bescheuert, will natürlich wissen ob ich noch gesund bin. Aber darum geht es nicht sondern wie du darauf kommst, dass es anders sein könnte. Wem geht das was an? - fand die Frage unverschämt und habe dem entsprechend nicht ehrlich geantwortet)

- letzter ungeschützter Verkehr mit risikobehafteter Person
(muss 3 Monate zurück liegen sonst macht der Test keinen Sinn)

w30
 
  • #20
Ich weiß nicht, ob es ein so guter Rat ist, den Blutspendedienst in jedem Falle auszuschließen für einen HIV-Test. Man könnte es doch abhängig machen vom Grund für den Test. Gibt es Grund zu der Annahme, dass man infiziert sein könnte, dann sollte man wie beschrieben zum Gesundheitsamt gehen, keine Frage.

Aber wenn man sich eigentlich absolut sicher ist, HIV-negativ zu sein, dann halte ich es für besser, zum Blutspenden zu gehen. Solche Situationen sind ja denkbar, zum Beispiel wenn ein neuer Partner gerne Gewissheit über den Status hätte. Man kann dann auch alle Fragen vor dem Test wahrheitsgemäß beantworten. Nachteilig ist, dass man im Falle der HIV-Negativität nichts schwarz auf Weiß erhält. Ein Vorteil ist, dass man nicht das überflüssige Beratungsgespräch beim Gesundheitsamt über sich ergehen lassen muss. Das gehört beim CASA blanca (das in HH die Aufgabe des Gesundheitsamts übernimmt) zum Beispiel mit zu dem kostenlosen Angebot.
 
  • #21
@#21: Nein, Thomas, man sollte Blut spenden, um Blut zu spenden und Punkt. Wer keine blöden Fragen beantworten will, geht zu einem x-beliebigen Arzt (egal ob er den kennt oder nicht) und lässt einen HIV-Test machen. Die Kosten sind gering und der Aufwand sogar geringer, als sich lange nach dem Gesundheitsamt zu erkundigen. Letzteres ist nur sinnvoll, wenn es wirklich auf Kostenlosigkeit und Anonymität so sehr ankommt.

Das Beratungsgespräch ist zudem für die meisten Menschen keineswegs überflüssig, sondern wertvoll! Die wenigen, für die es nicht wertvoll ist, werden sich wohl auch ein HIV-Test beim Arzt leisten können.
 
G

Gast

  • #22
Hallo hier die Fragestellerin:

Wow, ich kann immer erst spätabends bzw. nachts ins Forum sehen und bin erstaunt & überrascht über die zahlreichen Antworten - erstmal vielen Dank!

Zu meiner Situation: Ich möchte einen Test machen um nach längerer Kennenlern-Phase mit einem neuen Partner ohne Kondom Sex haben zu können.
Vorher habe ich über zehn Jahre monogam in einer Ehe gelebt, bin im Rahmen div. Schwangerschaften evtl. sowieso mal negativ getestet worden (angebl. wird das durchaus auch ohne Einverständnis getan ?!?). Nach Trennung und Scheidung hatte ich mehrere Jahre keinen GV.
Jetzt sind sowohl mein Freund als auch ich der Meinung, beide einen Test machen lassen zu wollen da wir Gummis nicht so toll finden. Wir haben ohnehin recht lange (mehrere Monate) mit den allerletzten Intimitäten gewartet, dann können wir doch diese Formsache auch noch "erledigen".

Ich gehöre definitv keiner Risikogruppe an, hatte keinen ungeschützten Verkehr und noch nie im Leben eine Bluttransfusion --> ich bin ganz sicher, dass ich negativ bin. Für meinen Freund gilt angeblich Vergleichbares. Wir wollen uns eben lediglich an eine untereinander getroffene Absprache halten.

Die Idee mit dem Blutspenden hatte ich nie; ist ja unglaublich wie sich daran (zu Recht!) die Gemüter erhitzen. Ich habe daran zu keinem Zeitpunkt gedacht - obwohl ich ja fest überzeugt bin dass ich dafür in Frage käme - es geht mir wirklich nur um den HIV-Status.

Und ja, zum Schluß: Ich lebe in Berlin, danke an # 8 für den konkret passenden Tipp!
 
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Gast

  • #23
ich habe neulich den Test einfach beim Frauenarzt gemacht. Kostete 17 oder 27 Euro, weiß nicht mehr genau... Das Ergebnis habe ich ca. 4 Tage später erfragen können.
 
G

Gast

  • #24
Ich kann nicht nachvollziehen, dass mein Vorschlag aus #2 so unreflektiert abgelehnt wird, denn:

Wenn man einen HIV-Test machen lassen will, wird man dies doch logischerweise NICHT sofort nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr tun, das wäre, wie inzwischen allgemein bekannt, völlig sinnlos, da die Antikörper dann noch nicht nachweisbar sind. Man wartet also logischerweise etwa sechs Wochen ab, damit der Test überhaupt für einen selbst Sinn macht!

Folglich können dann Gesundheitsamt oder Blutspendezentrale die Antikörper nachweisen, falls tatsächlich welche vorhanden sein sollten, und es wird niemand gefährdet.

Noch eine Ergänzung, um die hier in einigen postings geäusserten irrigen Vorstellungen über die Sicherheit von Blutspenden zu korrigieren. Das Verfahren in der Blutspendezentrale der Uni Lübeck ist beispielsweise folgendermaßen:

Jeder der zum ersten Mal Blut spenden möchte, wird vorher von einem Arzt körperlich untersucht und er wird ausführlich zu eventuellen Risikofaktoren befragt. Zusätzlich wird sein Blut umfangreich getestet, nicht nur auf Infektionen wie z. B. HIV, Syphilis oder Hepatitis, sondern unter anderem wird auch ein Blutbild erstellt, der Eisengehalt untersucht und die Leberwerte werden gemessen.

Nur wenn alle Testergebnisse absolut unbedenklich sind und nur wenn man nicht zu einer Risikogruppe gehört, wird man als regelmäßiger Spender zugelassen! Das gespendete Blut wird bei jeder Spende wieder neu unter anderem auf eine mögliche HIV-Infektion getestet!

Als zusätzliche Sicherheit gibt es den "SELBSTAUSSCHLUSS", d.h. man kann NACH dem Spenden ankreuzen, ob die Blutspende freigegeben werden soll oder nicht. Hat jemand also Restzweifel, ob er nicht doch infiziert sein könnte, kann man bestimmen, dass das Blut nicht an Patienten weitergegeben wird. Eine Untersuchung der abgegebenen Blutspende erfolgt aber in jedem Fall.

Bitte deshalb eine Blutspende nicht nur unter dem Aspekt zu sehen, dass Blutkonserven knapp sind und für jeden der selbst vielleicht einmal eine Spende braucht auch quasi eine moralische Pflicht zum Spenden besteht, sondern auch regelmäßiges Spende als kostenlosen eigenen Gesundheitscheck ansehen.

w53
 
  • #25
@#22: Aber warum sollte man denn nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Die Blutspendedienste leiden nicht gerade unter einem Überfluss an Blut. Die müssten es doch begrüßen, wenn Leute bei ihnen spenden, die vorrangig an dem HIV-Testresultat interessiert sind. Ich sehe das eher als eine Symbiose denn als Problem.

Nach #23 liegt hier auch genau dieser Fall vor, in dem die Fragestellerin sich ziemlich sicher ist, HIV-negativ zu sein, aber sie möchte absolute Gewissheit haben. Für den Blutspendedienst macht sie genauso viel Arbeit und ist potenziell genauso "riskant" wie jeder andere, der nur um des Spendens Willen dahin geht.

An welcher Stelle genau ist mein Vorschlag problematisch?
 
  • #26
@#23: Liebe Fragestellerin! Danke für die Rückmeldung und ganz ehrlich gesagt, in einem klaren und harmlosen Fall wie Deinem würde ich unbedingt zu einem ganz normalen Arzt gehen -- es muss nicht einer sein, den Du kennst. Letztlich wird jede Praxis in Deiner Nähe (Internet, Gynäkologe, Allgemeinmediziner) die Blutprobe nehmen und den Test beauftragen. Die Kosten sind gering und das Ergebnis schnell bei Dir. Da fühlst Du Dich bestimmt wohler als auf Gesundheitsämtern mit fragwürdigem Publikum.

Es muss Dir auch bei Deinem eigenen Arzt nicht peinlich sein, aber wenn Du einen neuen Arzt nimmst, wird es auch niemanden auffallen. Ganz ehrlich: Mach das so!
 
  • #27
@#25: Ja, das was Du in #25 schreibst ist korrekt und so kenne ich das auch. Dennoch gilt ganz klar: Wenn er alles korrekt beantwortet, vorallem die Risiko-Anamnese, dann wird er nicht zugelassen und auch nicht getestet, sondern auf Warteliste gesetzt. Es wird sich dann nicht auf die eigenen Tests verlassen! Die Regeln werden in allen mir bekannten Blutspendezentren streng eingehalten, also keine Blutspende und damit auch keine Tests!

Dein Vorschlag ist insofern problematisch, als dass er im Regelfall von Testwilligen nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen wird, wenn alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Im konkreten Fall der Fragestellerin, den wir aber erst seit #23 kennen, liegt vielleicht tatsächlich kein Risikopotential vor und sie dürfte Blut spenden. Dieser Fall ist unter jenen, die dringend einen HIV-Test begehren, äußerst selten.

Das Hauptproblem an einem Ratschlag wie in #2 liegt darin, dass unter der Masse der Testwilligen eben doch viele HIV-Positive sein werden und die auch die HIV-Tests nicht 100%ig sicher sind. Wenn man ausgerechnet Personen, die sich nicht sicher sind, zu Blutspenden rät, dann ist das ein schwerwiegender Fehler. Blut spende sollten jene Personen, die sich aufgrund ihres Lebenswandels (entsprechend dem Fragebogen) sicher sind, HIV-negativ zu sein (und auch bzgl. anderer Krankheiten kein erhöhtes Risiko tragen).
 
G

Gast

  • #28
@ 25
Ich selber war auch schon beim Blutspenden.
Ich kann dazu sagen:
Ich habe alle Fragen wahrheitsgetreu ausgefüllt, das Gespräch mit der Spendeärztin dauerte gerade mal drei Minuten, ein körperliche Untersuchung hat keine stattgefunden. Danach wurde ich umgehend zum Blutspenden zugelassen. (Es bleibt anzumerken, dass ich keiner Risikogruppe angehöre.)
Hätte ich jedoch lügen wollen, ich wäre problemlos durchgekommen.

Es gibt Fälle, bei welchen Patienten wegen Verwechslung von Blutkonserven gestorben sind.
Und das, obwohl Letztere auf dem Weg bis zur Verabreichung mehrfach kontrolliert werden.

Nach deiner Stellungnahme denke ich nun, dass dein Beitrag von #2 sicher nicht bös gemeint ist um ein System zu hintergehen.
Dennoch bin ich der Meinung, dass dein Beitrag zu unbesonnen und zu leichtfertig geschrieben wurde.

Ausser der Aufruhr hier im Forum wird er wohl nun auch keine weiteren Folgen haben.
 
  • #29
Der Beitrag #25 stammt von mir.
Ich habe mich zwar eingeloggt, aber irgendwas hat nicht geklappt.
Natürlich sollte der letzte Satz heissen:
Ausser der Aufruhr hier im Forum wird ES wohl nun auch keine weitere Folgen haben.