• #31
Wenn es ums Auswandern an sich ginge, um die Neugierde, etc. Wäre es nochmal etwas anderes . Und auch das sollte man mit einem Partner frühzeitig klären, wie alle relevanten Lebensziele.

Aber worum geht es hier ?
Nicht heute auswandern, sondern um in 7-8 Jahren mit den Eltern gehen, weil diese (!) auswandern.
Würden sie bleiben, wäre es wohl kein Thema?!

Dann doch meine Frage, man hat einen guten Partner, man hat Freunde, die man vermissen würde - und würde als hinter sich lassen um mit den Eltern zu gehen?

Wenn es um die Bindung mit den Eltern geht, nun da kann man regelmäßig besuchen, sie können kommen, man kann skypen... Man kann nur nicht zum Kaffee schnell vorbei kommen.

Die FS sollte mal darüber nachdenken , welche Prioritäten sie im Leben hat, und welche Rolle für sie Ihre Eltern bzw. Ihr Partner hat.
Das ist , denke ich, viel mehr der Hintergrund der Frage. Angst vor dem Erwachsenwerden, Angst, die greifbare Präsenz der Eltern zu verlieren.

Es geht nicht um England oder Schweiz, würden die Eltern in 7/8 Jahren in die USA ziehen, wäre das Auswanderungsziel die USA .

Fox, würdest Du heute alleine nach England gehen ? Ehrlich?
Dann hättest Du Deine Antwort.

@Magnus, ein gutes Ankommen in der Weite, und schön, dass Du uns erhalten bleibst.
Kannst ja als Kulturattaché fungieren und der orangen Perücke mal Nachhilfe geben :)
 
  • #32
Hoffentlich kriegt jetzt nicht Donald Trump es mit, dass ich in einem deutschen Forum schreibe.
Also @Magnus , so weit weg seid Ihr!? Unerhört! Damit Du Dir nicht Donalds Zorn zuziehst, kannst ja twittern, ich habe da auch ein Account, aber ewig nicht mehr genutzt. Magnus, da hast Du absolut Recht, dass man, wenn man ein solcher Zugvogel wie Du ist, eine Partnerin braucht, die ähnlich tickt. Bei der FS soll es ja erst in ca. 8 Jahren losgehen. Wer weiß, was bis dahin ist... Und dann hatte ich ja auch schon geschrieben, dass man sich irgendwann mal von den Eltern lösen sollte. Ist nicht negativ gemeint! Sie selber gründet eine Familie, die Eltern werden Großeltern und man kann sich besuchen, man hat sich was zu erzählen und man verliert sich niemals. Es ist einfach ein natürlicher Prozess.
 
  • #33
Liebe Fox, dann solltest du zusehen, dass du bis Ende März 2019 nach England kommst. Du weisst ja, was danach passiert.

Die Rechte der Schweizer Bürger nach dem Brexit sind ja noch immer in Verhandlungsphase. Gov.uk hält sich hier bedeckt. Vielleicht hat deine Mutter hier einen Überblick. Ich kann für den Status von Kindern eines britischen Staatsbürgers auch keine Hand ins Feuer legen.

Würdest du und dein Ehemann auswandern und z.B. wie die EU-Bürger behandelt werden, müsstet ihr fünf Jahre lang jedes Jahr mindestens 6 Monate in England leben, um später wiederkommen zu können falls ihr das Land für längere Zeit wieder verlasst. Konkret müsstet ihr eurer Leben um die Anforderungen an das Bleiberecht herumorganisieren. Ob das deinem Ehemann gefallen würde wo er sich so schwertut?

Ansonsten ginge das laut aktuellem Stand über ein Visum mit daran geknüpften Bedingungen und nicht mehr über work und travel, was nach einer Brexit-Übergangsphase erlöschen würde. Ich habe eigentlich keine Zweifel, dass du mit deiner Ausbildungsgeschichte die Anforderungen locker erreichen würdest.

Aber du solltest dich genau auf dem Laufenden halten, ein Google Alert zum Thema Brexit setzen und regelmäßig nach Brexit swiss citizens googeln.

Wanderst du erstmal alleine aus, steht das Thema Familiennachzug im Raum. Dazu gibt es zumindest für EU Bürger Informationen, so dass du ein paar Anhaltspunkte hast, wie es mit dir und deinem Ehemann ablaufen könnte.

Ich möchte dir keine Angst machen, nur ist das die aktuelle Lage. Davon abgesehen wird nach dem Brexit vieles andere anders als vorher. Der Pfund entwertet wahrscheinlich noch mehr.

Ansonsten kann ich dich sehr gut verstehen. Für mich war Deutschland eigentlich schon nach einer Klassenfahrt erledigt. Ich war nur noch körperlich da. Irgendwann verliert aber die novelty ihren Glanz und die Realität kehrt ein. Und die kann besonders bitter zuschlagen, wenn man wie im Falle Englands kein country house erwischt hat, sondern ein Wohnklo in einem Vorort von London. Du müsstest dann wieder auswandern, in ein Drittland, gegebenfalls in deine Heimat rückwandern, und wieder alles von vorne, falls du Zweifel bekommst. Es ist wie ein Teufelskreis. Es hört nicht einfach so auf.

Überlege dir das alles gut und dann rede mit deinem Ehemann! Alles Gute!
 
  • #34
Ach das ist doch so typisches Muster - das liegt bereits in vorherigen Generationen wenn jemand immer wieder wandern muss und nicht wirklich sesshaft wird und immer glaubt das Gras wäre woanders grüner oder Haus-Familie-Job riskiert (weil ein Mitglied der Ahnenreihe auch kriegsbedingt solche Opfer bringen musste) ... oder die Eltern aus unterschiedlichen Nationalitäten stammen ... Meistens sind es sogenannte 'Verstrickungen' ... sie geschehen aus Liebe ... aber es bedeutet auch, dass man nicht wirklich im EIGENEN angekommen ist ...
Mach(t) halt Systemische Aufstellungen zu diesem Thema!
Und den Rest kann man doch ganz elegant mit einem kleinen Ferienhaus lösen ... !
Also gesunder Verstand wandert nicht während dem Brexit aus der gemütlichen Schweiz nach England aus ... da treibt schon noch was anderes um (alte Verstrickungen) ... weil schöne Landschaften gibt es auch in der Schweiz.
.

Ich möchte hier widersprechen: in meiner Familie reist niemand, es ging exakt 1 Dorf weiter in 400 Jahren.
Ich bin der Zugvogel, bereits 5. Land und das 6. in Aussicht. Immer andere Sprache und Kultur.
Ich liebe es, keine Chance mich festzunageln bevor ich nicht noch 4 weitere Träume erfüllt habe.
Und ich hatte alles, Haus, Mann und Hund. Ich bin erstickt daran!
Es ist ein individueller Wunsch und keine Familiensache die irgendeiner Aufstellung bedarf. Ich habe sehr guten Kontakt mit meiner Familie, also auch keine Flucht.
Einfach der Wunsch, diese tolle Welt besser kennen zu lernen und zu erleben....
Aber: ich sage dies von Anfang an, das ist der Unterschied zur FS.
Und schade lerne ich @Magnus nicht kennen.....
 
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