• #61

Dankeschön.
Arbeite ich mir mal durch die Tage.

Bin aber kein Freund davon alles zu pauschalisieren und immer eine Defi für alles finden zu müssen. Vom Trend her ist da sicher was dran.

Auszug
"Weiße Ritter sind Männer und Frauen, die romantische Beziehungen mit beschädigten und verletzlichen Partnern eingehen, in der Hoffnung, dass die Liebe das Verhalten oder das Leben ihres Partners verändern wird ..."

Das Problem ist aber auch, dass wohl 20-25% der Bevölkerung zu den "beschädigten und verletzlichen Partnern" zu zählen sind, wenn nicht gar mehr. Und irgendwo müssen diese ja hin.

Ich habe in den letzten Monaten einige US-Studien gelesen mit Fallzahlen von n<100. Frage ich mich schon, wie man das auf die Gesamtbevölkerung rechnen soll.

https://www.spektrum.de/news/forschungspraxis-wie-sieht-eine-gute-psychologische-studie-aus/1970152
 
  • #62
Das Problem ist aber auch, dass wohl 20-25% der Bevölkerung zu den "beschädigten und verletzlichen Partnern" zu zählen sind, wenn nicht gar mehr. Und irgendwo müssen diese ja hin.
Die Relevanz von solchen Typisierungen sehe ich darin, dass alle Menschen situationsbedingt zu entsprechenden Verhaltensweisen neigen. Man kann also bei einem bestimmten Partner WK-Verhalten zeigen, ohne generell und immer ein WK zu sein.

Im Übrigen passt WK hier nur bedingt. Der WK ist generell ein „nice guy“, der sein Rittertum als besonders geeignete oder einzige Möglichkeit betrachtet, um bei Frauen zu landen, tendenziell erfolglos. Das Produkt eines bestimmten Erziehungsstils bzw Muttertypus.

Der FS überlegt ja nur „notgedrungen“, ob er intensiver auf die Probleme der Frau eingehen sollte.
 
  • #63
Dankeschön.
Arbeite ich mir mal durch die Tage.

Bin aber kein Freund davon alles zu pauschalisieren und immer eine Defi für alles finden zu müssen. Vom Trend her ist da sicher was dran.

Auszug
"Weiße Ritter sind Männer und Frauen, die romantische Beziehungen mit beschädigten und verletzlichen Partnern eingehen, in der Hoffnung, dass die Liebe das Verhalten oder das Leben ihres Partners verändern wird ..."

Das Problem ist aber auch, dass wohl 20-25% der Bevölkerung zu den "beschädigten und verletzlichen Partnern" zu zählen sind, wenn nicht gar mehr. Und irgendwo müssen diese ja hin.

Ich habe in den letzten Monaten einige US-Studien gelesen mit Fallzahlen von n<100. Frage ich mich schon, wie man das auf die Gesamtbevölkerung rechnen soll.

https://www.spektrum.de/news/forschungspraxis-wie-sieht-eine-gute-psychologische-studie-aus/1970152
Naja, solche Ansätze stammen nicht aus dem Bereich der empirischen Forschung, sondern sind auf Basis von langjährigen Beobachtungen entstanden . Wenn du als Psychologe über Jahre die verschiedensten Klienten bei dir sitzen hast und immer wieder ähnliche Verläufe und Dynamiken erlebst, dann fängst du ja an über Muster nachzudenken und Kausalitäten herzustellen. Dabei können mir als Beobachter natürlich auch Deutungsfehler unterlaufen ( Korrelation ).

Repräsentativität hat nichts damit zu tun, möglichst viele Menschen z.B. zu befragen. Sondern damit, dass ich meine zuvor aufgemachte Kausalität nachweisen kann. Und dann kann ich auch vom Kleinen aufs Große schließen.
 
  • #64
Im Übrigen passt WK hier nur bedingt. Der WK ist generell ein „nice guy“, der sein Rittertum als besonders geeignete oder einzige Möglichkeit betrachtet, um bei Frauen zu landen, tendenziell erfolglos. Das Produkt eines bestimmten Erziehungsstils bzw Muttertypus.
Solche Prozesse spielen sich unbewusst ab und sind einem demnach logischerweise nicht zugänglich. Man hat nicht mal eine leise Ahnung davon, dass man davon angetrieben wird.

Die Leute laufen also nicht rum und suchen bewusst nach problematischen Partnern.

Mir ist das auch schon passiert im beruflichen Kontext und ich habe es zu Beginn überhaupt nicht registriert. Erst als mich mein berufliches Umfeld darauf hingewiesen hat, dass ich XY ja sehr gut unter Kontrolle hätte, habe ich unser Verhältnis begonnen zu reflektieren.

Ich wäre da niemals drauf gekommen, weil er alles andere als „ein Opfer“ ist und bei seinen Frauengeschichten selbst gerne den Kümmerer und Macher gemacht hat.

Emotionale Abhängigkeiten entstehen schleichend. Das ist ja das Perfide an ihnen.

Ihr Stalker Ex wird zu Beginn auch in seinem Retter Modus gefangen gewesen sein. Bis sie sich distanziert hat und sein „Kümmern“ in Aggression umgeschlagen ist, weil er nicht bekommen hat, was er sich davon versprochen hat. Und so wurde aus dem Retter ein Verfolger - passiert ziemlich oft.

Die Beteiligten können ihre Rollen in so einem Drama wechseln.
 
  • #65
Sie wurde von einem Ex bedroht, Vergewaltigung, Stalking
Es muss mit diesem Ex aber auch vor Kurzem etwas vorgefallen sein nach dieser 4,5 jährigen Beziehung. Das wollte sie aber im Detail nicht sagen.
Das habe ich mal angesprochen, dass ich die Situation nicht so toll finde, dass wir uns so selten sehen. Da wurde sie etwas angepisst und hat gemeint, dass sie jeden Tag bis 21 Uhr beschäftigt ist und einfach nicht mehr Zeit hat...
Tja ich würde nicht ausschließen, dass das irgendwie zusammen hängt.

Bei dem einen oder anderen wird aus einem einvernehmlich ein uneinvernehmlich wenn er sich in die Enge getrieben fühlt.
Das alles lässt mich eigentlich vermuten, dass sie keine Beziehung will. Andererseits waren wir vor kurzem 1 Woche im Urlaub und das war richtig schön. Sie meinte, sie würde gerne sofort wieder mit mir wegfliegen und wir haben schon einen weiteren Urlaub geplant und 2 Wochenend-Trips.
Vielleicht hat sie da Urlaub von sich selbst gemacht und kann sich dann ganz anders geben.

Ich spekuliere mal, dass die vielen Tiere nicht nur ein Schild vor der Annäherung durch Menschen sind sondern auch ihren tatsächlichen Nähebedarf befriedigen. Tiere haben dabei den Vorteil, dass es ein klares hierarchisches Machtverhältnis gibt. Sie dominiert die von ihr abhängigen Tiere und niemals umgekehrt.

Was die Familie betrifft könntest du eventuell froh sein sie nicht diese nicht kennen zu lernen. 2017 hatte ich mal eine Frau kennen gelernt die aber sehr transparent schwer gestört war und deren Familie ein volles Programm von gegenseitigen Missbrauch und einen bunten Strauss von Strauss von Störungen bot.

Im Nachhinein kam mir das vor wie ein Psychothriller von Brian de Palma.

@Anna1309 wird sicher einwerfen, dass ich hier mal wieder pathologisiere bzw. übertreibe. Tatsächlich spekuliere ich und projiziere hier vielleicht einiges was nicht existiert hinein.

Aber letztlich würde mich an deiner Stelle beunruhigen, dass ihre bisherigen Beziehungen anscheinend wegen übergriffiger Partner unschön endeten.

Ich hätte keine Lust irgendwann mit oder ohne Konsequenzen in so einer Kategorie eingeordnet zu werden.

Intellektuell bist du sowieso schon auf dem Absprung. Vollzieh das jetzt auch noch emotional. Und überleg mit welchen Teilen meiner Überlegungen ich recht haben könnte.

Das hilft dir eher sich aus dieser für dich suboptimalen Verbindung zu lösen als noch weiter den immer aufs neue verständnisvollen weißen Ritter zu mimen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #66
Sie ist 32 Jahre alt und befindet sich immer noch in Abhängigkeit zu ihren Eltern, lebt und arbeitet bei ihnen.
Sie hat sich bisher nicht von ihren Eltern abgenabelt. Sie ist mit 32 immer noch nicht erwachsen.

Ich tippe mal wieder auf eine besondere Vater-Tochter-Beziehung. Jeder Mann befindet sich in diesem Kontext automatisch in einer Art Konkurrenz zum Vater bzw. in einer Ersatzvaterrolle. Unter Umständen verständlich, dass eine solche Frau nicht unbedingt will, dass diese beiden Männer ihres Lebens aufeinander treffen.

Im Prinzip reflektiere mit diesen Gedanken aber nur meine eigenen Beziehungsrollen.
Nicht wenige Männer haben die Neigung dazu, Bedürftigkeit zu erotisieren. Weil sie sich selbst neben einer solchen Frau wichtig, gebraucht und stark vorkommen können.
Eine befürftige Frau gibt dem Mann Macht, Kontrolle, damit Sicherheit und Ego-Pusch. Ist sie dann nicht mehr gewünscht bedürftig kann das den Mann narzisstisch kränken und er wird unangenehm.

Damit reflektiere ich mich natürlich nicht selbst 😎

Im übrigen ist letzteres auch Interpretationssache.

Sind die Reaktionen des gekränkten Manns objektiv wirklich übergriffig?

Oder wird eine angemessene Distanzierung durch den Mann nicht zum Übergriff hoch fantasiert?
 
  • #67
Danke für Eure Ratschläge. Die sind wertig. Ich bin hin und her gerissen. Ich möchte sie nicht so schnell aufgeben, da sie ein toller Mensch ist. Das kommt in meinem Beitrag vielleicht zu kurz, aber, wenn wir zusammen sind, fühle ich mich sehr wohl und sie auch. Das sagt sie mir auch. Mein Hauptproblem ist gerade, dass ich gerne mehr von diesen Momenten hätte. Sie hat explizit gemeint, daß das gerade eine Phase ist und sie auch nicht will, dass ich zu kurz komme. Ich werde schauen, ob das wirklich nur eine Phase ist.

Ich überlege auch gerade, ob ich nicht auch von dem Urlaub noch so geflasht bin und hier mein eigenes vielleicht übertriebenes Nähebedürfnis durchkommt, da das gerade der kalte Entzug von einer Woche viel kuscheln, reden und Sex ist.

Deswegen werde ich dem Rat folgen mir einen Zeitpunkt zu setzen und mich dann abfragen, wie ich mich fühle und in mich hören. Wenn es dann immer ich negativ ist, werde ich es beenden.
 
  • #68
ob ich nicht auch von dem Urlaub noch so geflasht bin und hier mein eigenes vielleicht übertriebenes Nähebedürfnis durchkommt, da das gerade der kalte Entzug von einer Woche viel kuscheln, reden und Sex ist.
Ja, eindeutig. Bist schwer verliebt, auch eindeutig. Laufen lassen, wenn sie Dich liebt, kommt sie auf Dich zu, immer wieder. Wenn Dir das zu wenig ist, was sie Dir an Nähe geben kann, tja, dann musst Du es beenden. Aber noch ist dieser Zeitpunkt länger nicht gekommen.
ErwinM, 53
 
  • #70
Ja, eindeutig. Bist schwer verliebt, auch eindeutig. Laufen lassen, wenn sie Dich liebt, kommt sie auf Dich zu, immer wieder. Wenn Dir das zu wenig ist, was sie Dir an Nähe geben kann, tja, dann musst Du es beenden. Aber noch ist dieser Zeitpunkt länger nicht gekommen.
ErwinM, 53
Sie kommt auch auf mich zu. Erst heute hat sie mich angeschrieben, dass sie mit mir gerne ein paar Dinge unternehmen würde. Ehrlich gesagt fühle ich mich auch viel besser, nachdem ich mich hier etwas ausgekotzt habe. Ich glaube ich brauche jetzt etwas Ruhe und muss einen Gang runterschalten und mir wie gesagt diese Deadline setzen und dann noch mal in mich gehen.
 
  • #71
was für eine Art von Manipulation soll das sein, wenn ich lediglich aufgreife, was er hier veröffentlich hat ? :D
Seine Freundin hat ihm erklärt, warum sie sich in so kleinen Schritten aus ihrer Burg bewegt und sie teilte ihm auch mit, welche Wertschätzung das ihrerseits ist, dass sie bei ihm übernachtet.
Geht es in Beziehung lediglich um Bestätigung?
Aber will mehr und mehr und alles am liebsten sofort.
Die sehen sich mittlerweile seit 7 Monaten. Von „sofort“ kann nicht die Rede sein. Die meisten hätten die Kennenlernphase schon längst abgebrochen. Daher ist er schon sehr entgegenkommend. Er muss für sich selbst wissen, wo da die Grenze des Erträglichen für ihn liegt.
würde. Ehrlich gesagt fühle ich mich auch viel besser, nachdem ich mich hier etwas ausgekotzt habe.
ja, es geht immer ums Gefühl im Leben. Du solltest immer den guten Gefühl nachlaufen und die schlechten meiden. Dann wirst du ganz viel Erfolg im Leben haben. 🤪
 
  • #72
Das Problem ist, dass ich ständig alles mögliche hinterfrage. Ich bin ein extrem kopflastiger Mensch und sehe oft immer den worst case.
Da sind wir uns ziemlich ähnlich.

Man kann mit Menschen die gewisse Näheprobleme haben eine Beziehung haben. Es kommt dann immer darauf an in welchen Umfang einem das reicht und wieweit der andere einem entgegen kommen kann.

Das ist keine Frage von wollen sondern immer eine Frage vom können. Auch Selbsterkenntnis und Therapie ändert dies nur begrenzt.

Da sich diese Frau aber immer von bösen Männern getrennt hat und ich nicht weiß welche Konsequenzen dies für diese Männer hatte wäre mir diese Beziehung zu gefährlich.

Hinzu kommt, dass ich Menschen kennen gelernt habe deren Denke grundsätzlich in weißschwarz daher absolut böse vs absolut gut tickt. Sehen Sie einen nach einem Schwenk von Gut als Böse an tragen sich einige von ihnen mit realen Vernichtungsgedanken.

Menschen die emotionale Vampire sind. Das kann einen schwer schädigen. Einige verstecken diese Eigenschaften sehr gut.
 
  • #73
Das wundert mich nicht, bei 1x sehen pro Woche und das für einen Tag.

Du liest dich nicht so, als würde ein Rat etwas bringen, deshalb fasse ich mich kurz.

Wenn eine Frau mit dir zusammen sein will, spielst du keine Randfigur! Das bist du aber! Alles ist wichtiger als du! Alleine die Reaktion von ihr, wenn du etwas ansprichst was dich stört, spricht Bände.
Es ist völlig egal warum sie sich nicht intensiver auf dich einlassen will/kann. Fakt ist, für sie ist es das Maximum was sie bereit ist zu geben!

Ich würde nicht an dieser Beziehung (wenn man das so nennen kann) festhalten, sondern frei sein wollen für eine Frau die mich genauso will, wie ich sie.
 
  • #74
Ihr Stalker Ex wird zu Beginn auch in seinem Retter Modus gefangen gewesen sein. Bis sie sich distanziert hat und sein „Kümmern“ in Aggression umgeschlagen ist, weil er nicht bekommen hat, was er sich davon versprochen hat. Und so wurde aus dem Retter ein Verfolger - passiert ziemlich oft.

Ach, meinst Du wirklich dass aus dem "Retter" häufiger der "Stalker" wird als in anderen Konstellationen?

Ich frag ja auch deshalb, weil im Gespräch im letzten Jahr bzgl. N. ("die23") der Begriff Stalking fiel und ich da ordentlich zusammengezuckt bin. Das war enorm unangehm für mich damit konfrontiert zu werden.
 
  • #75
Ich finde es ist es auf jeden Fall wert, dass ihr euch noch einige Zeit gebt, um zu sehen wie sich die Dinge entwickeln. Ein halbes Jahr ist nun nicht ganz so viel, und ihr seid euch schon sehr nah gekommen, auch emotional. Du bist ihr wirklich wichtig, sie zeigt dir Vertrauen und Zuneigung - Desinteresse sieht auf jeden Fall anders aus. Sie hat zwar einiges um die Ohren, und auf Grund ihrer Vergangenheit braucht sie etwas mehr Zeit bei der Entwicklung einer Beziehung. Aber ich würde die Zeit mit ihr genießen, weiter Vertrauen aufbauen, und bei Anlass gewisse Themen ansprechen, auf empathische Art und Weise, ohne Druck aufzubauen. Ich persönlich denke, die Qualität der Zeit, die man miteinander verbringt, ist wichtiger als die Quantität. Und wenn sie, zurecht, noch mehr Vertrauen zu dir aufbauen kann, wird sie dich sicher auch mehr in ihr Leben reinlassen. Höre jedoch trotzdem regelmäßig in dich rein, und auf deine Intuition, was dein Gefühl im Laufe der Zeit sagt.
 
  • #76
Wozu eine Deadline? Wie Du selber sagst - schalte doch endlich mal den Kopf aus! Diese "Entscheidung" wird zum entsprechenden Zeitpunkt fallen (oder auch nicht), ganz ohne Deadline. Für so etwas braucht es doch keinen Termin!

Ja, was kann denn schon passieren? Sie kann Dich verlassen, das gibt argen Liebeskummer, aber davon geht die Welt nicht unter und auch stirbst Du nicht qualvoll daran. Bitte schalt mal runter!
ErwinM, 53
 

Laleila

Cilia
  • #77
was für eine Art von Manipulation soll das sein, wenn ich lediglich aufgreife, was er hier veröffentlich hat ?
Tja deswegen auch die Einschränkung, dass ich es, legte ich Deine Maßstäbe an dies behaupten "könnte" ;-)
Geht es in Beziehung lediglich um Bestätigung?
Warum die Aisschließlichkeit des "immer"?
Gerade wenn sich jemand noch unsicher ist, was er von anderen zu erwarten hat, kann es sehr hilfreich sein, wenn der Partner ihm durch Bestätigung etwas dieser Unsicherheit nehmen, muss ich Dir gar nicht erklären.
Die sehen sich mittlerweile seit 7 Monaten. Von „sofort“ kann nicht die Rede sein.
Relativ gesehen schon.
Zeit ist relativ und sie hat , woher das rührt sei, da es nicht die mangelnden Gefühle für ihn sind, Mal dahingestellt, ein anderes Tempo. Und ihm fällt es schwer sich darauf einzulassen.
ja, es geht immer ums Gefühl im Leben. Du solltest immer den guten Gefühl nachlaufen und die schlechten meiden. Dann wirst du ganz viel Erfolg im Leben haben. 🤪
😉
 
  • #78
Ach, meinst Du wirklich dass aus dem "Retter" häufiger der "Stalker" wird als in anderen Konstellationen?

Ich frag ja auch deshalb, weil im Gespräch im letzten Jahr bzgl. N. ("die23") der Begriff Stalking fiel und ich da ordentlich zusammengezuckt bin. Das war enorm unangehm für mich damit konfrontiert zu werden.
Retten ist nach meiner Meinung immer mit einer Art Machtgefälle verbunden. Ein Retter hat zumindest temporär die Macht jemanden anders zu retten. Wenn das Retten kein Ende findet, fühlt sich der Gerettete vielleicht zunehmend ohnmächtig und dominiert.

Solange der Gerettete das Retten auch als solches bewertet ist alles gut. Wenn er aber keine Notwendigkeit mehr sieht gerettet zu werden, wird das Retten zur Belästigung.

Wenn sich jemand warum auch immer nur einmal in der Woche treffen will und dies der andere nicht akzeptiert kippt die Gefühlslage schnell und der Stalkingvorwurf schaut um die Ecke.

Es spielt dabei überhaupt keine Rolle wie objektiv oder subjektiv die Beurteilung der Ursachen eines geringen Nähewunsches durch den der mehr Nähe will und das ggf. zu einer Rettungsmission erhebt ist.

Wird die Rettungsmission dann fortgesetzt kann dies auch als Gewalt interpretiert werden. Auch dann wenn niemand real zu schlägt oder ähnlich. Psychische Gewalt ist dann auf jedenfall mit im Boot.

Sex ist in diesem Kontext dann für den einen Versöhnungssex und für den anderen eine Unterwerfung daher Vergewaltigung.

Insoweit ist es auch Selbstschutz wenn ein "Retter" selbst zeitig die Handbremse zieht um nicht irgendwie zum Täter zu werden.

Zu diesem Zweck muss man sich oft emotional distanzieren. Dazu gibt es halt verschiedene Möglichkeiten z.B. Projektionen die nicht 100 % identisch mit der Realität sein müssen. Wichtig nur, dass nicht daraus Übergriffe entstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #79
Ach, meinst Du wirklich dass aus dem "Retter" häufiger der "Stalker" wird als in anderen Konstellationen?
Ja, das deckt sich mit Beobachtungen und Vermutungen meinerseits. Derartige Berichte von Stalkern sind von einem bestimmten - eher distanzierten, eher instabilen - Typ Frau ziemlich häufig. Ich vermute, dass die Männer vom „Rittertum“ ausgehend in eine ungute Art emotionaler Abhängigkeit gerieten.
Solange der Gerettete das Retten auch als solches bewertet ist alles gut. Wenn er aber keine Notwendigkeit mehr sieht gerettet zu werden, wird das Retten zur Belästigung
Ich denke, dass derartig überzogene Rettungsaktionen - wohl zT unbewusst - durch bestimmte Verhaltensweisen provoziert werden. Wenn sie sich zB ohne erkennbaren Grund nach einer Zeit großer Nähe einfach gar nicht mehr meldet, wird er versuchen, zu ihr durchzudringen.
 
  • #81
Wenn eine Frau mit dir zusammen sein will, spielst du keine Randfigur! Das bist du aber! Alles ist wichtiger als du!
Es leben die Pauschalisierungen…

Es ist völlig egal warum sie sich nicht intensiver auf dich einlassen will/kann. Fakt ist, für sie ist es das Maximum was sie bereit ist zu geben!
Ja, und der FS muss überlegen, ob das für ihn tragbar ist — und ehrlich mit sich und ihr sein. Es liest sich aber nicht so, und das ist in Ordnung.
Die (Selbst-)Erkenntnis kann auch lauten: Es passt nicht. Mir gefällt es, nicht ständig aufeinanderzuhocken, dem Nächsten kann es nicht genug Paarzeit geben. Müssen sich halt die zusammentun, bei denen es passt, ohne von einem Standardmaß oder Mainstream auszugehen („Wenn sie dich wirklich lieben würde, dann…“) und am Gegenüber herumzudoktern und zu biegen, bis es für einen selbst dazu passt und der andere sich selbst nicht wiedererkennen würde.

Dies Vorgehen im Vorfeld würde einige enttäuschte Ex(Ehe)partner/innen ersparen („Ich habe so viel gewartet und ertragen und meine eigenen Bedürfnisse hoffnungsvoll zurückgesteckt — und er/sie hat sich nicht im Laufe der Beziehung/mit dem Trauschein auf wundersame Weise um 180 Grad gedreht, sondern weiter genau die Verhaltensweisen/Charakterzüge gezeigt, die mich von Anfang an gestört haben — wie geht denn sowas!“)…
 
  • #82
Tja deswegen auch die Einschränkung, dass ich es, legte ich Deine Maßstäbe an dies behaupten "könnte" ;-)
Wenn…dann…war deine Aussage. Ich habe ihre Gefühle für ihn nicht infrage gestellt.
Warum die Aisschließlichkeit des "immer"?
Gerade wenn sich jemand noch unsicher ist, was er von anderen zu erwarten hat, kann es sehr hilfreich sein, wenn der Partner ihm durch Bestätigung etwas dieser Unsicherheit nehmen, muss ich Dir gar nicht erklären.
Und was bringt das einem Menschen, wenn die Beziehung sich dennoch nicht so gestaltet/entwickelt, wie es der Person auch guttun würde?
Und ihm fällt es schwer sich darauf einzulassen.
Sie könnte sich auf sein Tempo einlassen und damit ihre Ängste abbauen. Wenn sie in ihn verliebt wäre, dann würde sie es tun - um bei deiner Logik zu bleiben.
Ach, meinst Du wirklich dass aus dem "Retter" häufiger der "Stalker" wird als in anderen Konstellationen?
Keine Ahnung, aber bei den Fällen, die ich selbst kennengelernt habe, gab es eine entsprechende Vorgeschichte, ja…
 

Laleila

Cilia
  • #83
Und was bringt das einem Menschen, wenn die Beziehung sich dennoch nicht so gestaltet/entwickelt, wie es der Person auch guttun würde?
Tja wenn man nur mit 100% glücklich ist, bleibt man eben auf der Suche.
Hier beschreibt der FS aber allgemeines Wohlgefühl und Passung bis auf den Punkt ihres Tempos.
Seine Entscheidung was er höher bewertet.

Sie könnte sich auf sein Tempo einlassen und damit ihre Ängste abbauen.
Normalerweise kann man sein Höchsttempo nicht einfach steigern, im partnerschaftlichen Sonne drosselnd anpassen hingegen, jederzeit.

Wenn sie in ihn verliebt wäre, dann würde sie es tun - um bei deiner Logik zu bleiben.
Wenn er/sie lieben würde..... Ist übrigens nie Teil meiner Logik.
 
  • #84
Ich frag ja auch deshalb, weil im Gespräch im letzten Jahr bzgl. N. ("die23") der Begriff Stalking fiel und ich da ordentlich zusammengezuckt bin. Das war enorm unangehm für mich damit konfrontiert zu werden.
Dich beschäftigt das immer noch sehr, oder?

Die Nummer mit der 23ern kannst du doch darauf runterbrechen, dass sie dich getriggert hat und du sie.
Eine befürftige Frau gibt dem Mann Macht, Kontrolle, damit Sicherheit und Ego-Pusch. Ist sie dann nicht mehr gewünscht bedürftig kann das den Mann narzisstisch kränken und er wird unangenehm.
nur blöd, dass die Bestätigung einer bedürftigen Frau sich nicht halb so gut anfühlt, wie die einer unbedürftigen. 😅😁
Tja wenn man nur mit 100% glücklich ist, bleibt man eben auf der Suche.
Hier beschreibt der FS aber allgemeines Wohlgefühl und Passung bis auf den Punkt ihres Tempos.
Seine Entscheidung was er höher bewertet.
Die Kunst liegt darin, differenzieren zu können zwischen „nice to have“ und „Must have“. Nicht alles was ich will, brauche ich auch.
Normalerweise kann man sein Höchsttempo nicht einfach steigern, im partnerschaftlichen Sonne drosselnd anpassen hingegen, jederzeit.
Also der eine soll hungern, weil der andere schon satt ist? Klar, die Position ist angenehm, weil man dann die Alleinherrscherin in der Beziehung ist.

Dann kann ich dem Hungernden ein Stück trockenes Brot hinwerfen und er wird einem überaus dankbar sein.

So richtet man ja auch Hunde ab.


Wenn er/sie lieben würde..... Ist übrigens nie Teil meiner Logik.
Hattest du weiter oben so ausgeführt. Wenn er wirklich verliebt wäre, würde er nicht zweifeln.
 

Laleila

Cilia
  • #85
Dich beschäftigt das immer noch sehr, oder?

Die Nummer mit der 23ern kannst du doch darauf runterbrechen, dass sie dich getriggert hat und du sie.

nur blöd, dass die Bestätigung einer bedürftigen Frau sich nicht halb so gut anfühlt, wie die einer unbedürftigen. 😅😁

Die Kunst liegt darin, differenzieren zu können zwischen „nice to have“ und „Must have“. Nicht alles was ich will, brauche ich auch.

Also der eine soll hungern, weil der andere schon satt ist? Klar, die Position ist angenehm, weil man dann die Alleinherrscherin in der Beziehung ist.

Dann kann ich dem Hungernden ein Stück trockenes Brot hinwerfen und er wird einem überaus dankbar sein.

So richtet man ja auch Hunde ab.
Du scheinst nur extreme zu kennen, das tut mir leid, wirklich.
Hattest du weiter oben so ausgeführt. Wenn er wirklich verliebt wäre, würde er nicht zweifeln.
Bring mir das Zitat "wärest Du verliebt, würdest Du..."
Kommt nicht von mir.
Tatsächlich denke ich aber, dass manchmal die Liebe zur Erfüllung der eigenen Bedürfnisse, die zum Miteinander übersteigt und würde er sich nur aus diesem einen Grund (all seine anderen Bedürfnisse erfüllt sie, seinen Angaben nach, ja zu deiner vollsten Zufriedenheit) eine andere Partnerin suchen, wäre seine Verliebtheit in die deutlich niedriger als die zur eigenen Bedürfniserfüllung angesiedelt.

Aber wenn man ausschließlich schwarz/weiss denkt, ist diese Betrachtungsweise natürlich in einem nicht sichtbaren Spektralbereich. ;-)
 
  • #86
Du scheinst nur extreme zu kennen, das tut mir leid, wirklich.
Nach 7 Monaten die Freunde der Partnerin kennen, sich auch mal unter der Woche zu sehen, ist ein Extrem für dich?

Tja, so ist das mit der Selbsterkenntnis. Solange sie fehlt, sieht man die Dinge immerzu nur in anderen. ;)
Tatsächlich denke ich aber, dass manchmal die Liebe zur Erfüllung der eigenen Bedürfnisse, die zum Miteinander übersteigt und würde er sich nur aus diesem einen Grund (all seine anderen Bedürfnisse erfüllt sie, seinen Angaben nach, ja zu deiner vollsten Zufriedenheit) eine andere Partnerin suchen, wäre seine Verliebtheit in die deutlich niedriger als die zur eigenen Bedürfniserfüllung angesiedelt.
Ich halte nichts davon, andere Menschen mehr zu lieben, als mich selbst und würde auch Abstand zu Menschen wahren, die das von mir erwarten. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #87
Also der eine soll hungern, weil der andere schon satt ist? Klar, die Position ist angenehm, weil man dann die Alleinherrscherin in der Beziehung ist.
Ein starkes Bild, was in Sachen Nähe-Distanz-Bedürfnis ziemlich gut hinkommt - emotional verhungern. Dennoch:

Sie könnte sich auf sein Tempo einlassen und damit ihre Ängste abbauen.
Das geht allenfalls kurzzeitig, kann aber bei ihr weitere verbrannte Erde hinterlassen. Generell pendelt man sich in Beziehungen aller Art (!) auf das Niveau des Inaktiveren ein. Sei es Sex, Unternehmungen, Arbeitspensum, telefonieren etc. Klar wird auch der Aktivere mit der Zeit unzufrieden, aber der Passivere wäre noch viel schneller unzufrieden (Überforderung).
ErwinM, 53
 
  • #88
nur blöd, dass die Bestätigung einer bedürftigen Frau sich nicht halb so gut anfühlt, wie die einer unbedürftigen. 😅😁
Sicher ist das blöd.

Ich glaube sowieso, dass sich oft Bedürftige gegenseitig finden. Z.B. der aufblicken will, vielleicht weil ihm etwas in seiner Beziehung zu den Eltern fehlt. Und jemand der Selbstbestätigung sucht die er als Kind nicht vermittelt bekam.

Das Nähe Thema, zuviel, zuwenig, spielt in diesem Kontext meistens eine Rolle. Einer fühlt sich erdrückt wie seinerzeit durch Mutti der er den Mann ersetzte oder will Enttäuschung vermeiden, indem er sich nicht einlässt. Der andere muss seinen Partner sichtbar, greifbar haben um sich sicher zu, dass da überhaupt jemand ist.
 

Laleila

Cilia
  • #89
Nach 7 Monaten die Freunde der Partnerin kennen, sich auch mal unter der Woche zu sehen, ist ein Extrem für dich?
Nein, da nutzt Fir auch das inhaltliche Verdrehen meiner Aussagen nichts. Das von Dir geäußerte, völlig unpassende, Gleichnis vom Verhungern den war extrem
Tja, so ist das mit der Selbsterkenntnis. Solange sie fehlt, sieht man die Dinge immerzu nur in anderen. ;).
Respekt für diese Selbsterkenntnis! 👍
Ich halte nichts davon, andere Menschen mehr zu lieben, als mich selbst und würde auch Abstand zu Menschen wahren, die das von mir erwarten. ;)
Tja auch hier, Wortsinn Verdrehung.
Ich schrieb nichts über eine geringere Liebe zu sich selbst sondern zur reinen eigenen Bedürfniserfüllung, aber mit Differenzierungen hast Du es ja eh nicht so in diesem Disput.
 
  • #90
Ein starkes Bild, was in Sachen Nähe-Distanz-Bedürfnis ziemlich gut hinkommt - emotional verhungern. Dennoch:


Das geht allenfalls kurzzeitig, kann aber bei ihr weitere verbrannte Erde hinterlassen. Generell pendelt man sich in Beziehungen aller Art (!) auf das Niveau des Inaktiveren ein. Sei es Sex, Unternehmungen, Arbeitspensum, telefonieren etc. Klar wird auch der Aktivere mit der Zeit unzufrieden, aber der Passivere wäre noch viel schneller unzufrieden (Überforderung).
ErwinM, 53
Deswegen sollte man nicht zu weit voneinander entfernt liegen, was diese Bedürfnisse betrifft. Und im Grunde sind das nur zwei Seiten einer Medaille. Der eine hat oberflächlich Angst vor Vereinnahmung und in der tiefe Verlustangst - beim anderen verhält es sich andersherum.
Ich glaube sowieso, dass sich oft Bedürftige gegenseitig finden. Z.B. der aufblicken will, vielleicht weil ihm etwas in seiner Beziehung zu den Eltern fehlt. Und jemand der Selbstbestätigung sucht die er als Kind nicht vermittelt bekam.
Ja, ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Ich glaube auch, dass sich solche Tendenzen nie ganz auflösen lassen. Aber sich durch entsprechende Selbstreflexion, ein neuer Umgang erlernen lässt.
 
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