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Gast

  • #1

Ich kann die Trennung, so wie sie gelaufen ist nicht akzeptieren…

und wünsche mir noch ein abschließendes Gespräch. Wie sag ich ihr das, ohne dass sie gleich denkt ich möchte wieder zu ihr zurück?
 
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Gast

  • #2
das kann ich gut verstehen! Man muss erstmal mit der alten Beziehung abschließen, um eine neue beginnen zu können. Scheib ihr doch einfach eine e-mail und sag ihr genau das.
 
  • #3
Hm, was genau gibt es denn noch zu sagen? Was genau kannst Du nicht akzeptieren?

Ich finde, bestimmte Dinge müssen auch nicht zerredet werden. Wenn einer sich entschieden hat, dann soll er das sagen und gut ist. Traurig und schmerzhaft ist es so oder so, egal ob da nun viele Gründe genannt werden oder nicht. Nachtreten oder ewiges Diskutieren hat noch keine Trennung verschönert!

Also sag uns doch mal genau, was Du Dir von dem Gespräch erhoffst? Gründe? Ursachen? Erklärungen? Hilfe? -- Ich bin gespannt! Häufig hilft schon eine gute Gesprächsvorbereitung, ein Gespräch ganz zu vermeiden, zumal es in diesem Falle nur weh tun wird.
 
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Gast

  • #4
@#2: Ah Hallo Frederika, wir beide diskutieren gerade in einer anderen Frage und auch bei dieser Frage finde ich Deine Einstellung unheimlich hart & mechanisch..
Wenn er sich ein Gespräch wünscht, damit er die Trennung besser verarbeiten kann, dann wünscht & braucht er das auch!! Er wird sonst an nichts anderes denken können!!!
Er kann doch nicht aus Stolz oder Angst dem anderen auf die Nerven zu gehen, darauf verzichten, dass es IHM selbst möglicherweise bedeutend schneller wieder besser geht. Natürlich so oder so tut es weh, aber welcher Schmerz hält länger an????

Ich würde Dir auch die Variante Email oder SMS raten. Bei einem Anruf könnte es sein, dass sie diesen nicht annnehmen wird, wenn sie es "schriftlich" hat, kann sie nachdenken und wird nicht so impulsiv handeln. Sei auf jeden Fall ehrlich, setzt sie nicht unter Druck, verstell Dich nicht!! Sag ihr, dass es weh tut und Du Dir ein abschliessendes Gespräch wünschen würdest, um abschliessen zu können.
 
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Gast

  • #5
@#3: Lies mal den letzten Absatz aus #2 durch. Würde mich wirklich interessieren, was der Fragesteller dazu sagt. Auch Du kannst gerne Beispiele geben, was das bringen soll. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so ein Treffen Schmerzen nimmt statt weitere zu geben. Letzte Aussprachen tendieren eher zu "Mord im Affekt" als zur Problemlösung! Ich rate dringend davon ab. Als Frau würde ich auf keinen Fall so ein Treffen wollen! Viel zu gefährlich! Was genau gibt es denn noch zu sagen?
 
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Gast

  • #6
egal ob es ein Treffen oder eine Mail oder ein Telefonat ist ... es geht dabei auch um Respekt, finde ich. Wenn einer von beiden um ein Gespräch bittet - warum würde jemand mit einem Funken Empathie diesen Austausch verwehren?

Immerhin ist da jemand, der aufgrund einer intimen Beziehung Schmerzen empfindet. Da ist es eine Frage von Anstand und Mitgefühl, nicht einfach eine "egal"-Haltung anzunehmen.

Nichtsdestotrotz bleibt es eine Gratwanderung und der stabilere von beiden Beteiligten braucht eine Portion Entschiedenheit, solch ein Gespräch auch abzubrechen, wenn es destruktiv wird.

Wenn diese Entschiedenheit auf beiden Seiten nicht existiert, kann es vielleicht helfen, das einfach so zu sagen. "Sorry, ich kann das gerade nicht, weil ich selbst mit mir noch nicht im klaren bin. Gib mir bitte noch ein paar Wochen". So wird es für den anderen einfacher zu akzeptieren. Und führt nicht dazu, dass der Schmerz noch grösser wird.
 
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Gast

  • #7
#4 hat da nicht unrecht. Die Gefahr, daß die negativen Emotionen überkochen, ist gegeben.

Wenn du sie um eine Aussprache bittest und nicht willst, daß sie denkt "der will mich nur zurückbekommen", dann solltest du 1) Zeit vergehen lassen und 2) Sie wissen lassen, dass sie natürlich die Freiheit hat, die Aussprache abzulehnen.

Nur dann geht es. Das ist meine Meinung.
 
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  • #8
#2:
Ich glaube das jeder Mensch das Recht hat eine solche Bitte zu stellen, sowie es ebenso jedem gegeben sein sollte diesen Wunsch zu vertagen - aber wie schon erwähnt sollte so ein Gespräch aus Gründen gegenseitiger Achtung stattfinden.

#6
Ich kann Ihnen nur recht geben, die Zeit heilt viele Wunden, jedoch sollte man dabei im Auge behalten, dass manche Dinge die möglicherweise missverständlich aufgefasst wurden einen gewissen Leidensdruck beim Betroffenen hervorrufen, der nur durch eine Aussprache aufgelöst werden kann und andernfalls bestehen bleibt.

Sie kann natürlich die Aussprache ablehnen, diese Freiheit sollte man jedem und jeder zugestehen, aber wenn ihr euch in einigermaßen gutem Einvernehmen getrennt habt sollte sie es zulassen. Ich würde in einem telefonischen Gespräch oder einem persönlichen Brief aber dennoch vorher klar abstecken worum es geht - nämlich um eine Aussprache um das Ganze besser verarbeiten zu können, sozusagen benötigt man ihre Hilfe dabei um noch ein paar Dinge für das eigene Gemüt zu regeln. Ich musste das selbst schon einmal tun und es war - wie sich herausstellte - kein Fehler. Aber ich kann wirklich nur ein persönliches Gespräch an einem ruhigen und neutralen Ort empfehlen.
 
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Gast

  • #9
Geht eine Beziehung zu Ende, dann aber unbedingt mit Anstand.
Dies kann man nicht mit einer Email, einem Anruf oder gar einer SMS erledigen.
Wenn doch , dann war der andere zu feige, es pers. auszusprechen.
Ich für meinen Teil würde mich nicht mit ob. abfinden und um ein pers. Gespräch bitten, damit man wenigstens einen guten Abschluss finden kann.
Damit das gewesene auch ein gutes miteinander war.
Denn eines steht fest, Gefühle kann man nicht erzwingen.
 
  • #10
@#8: Ich stimme Dir voll zu, dass Trennungen immer persönlich stattfinden müssen, auf keinen Fall per SMS oder email.

Andererseits bin ich ganz strikt der Meinung, dass dann auch Schluss sein sollte. Was will man noch mit dem Expartner besprechen? "Letzte Aussprachen" ist eher gefährlich als nützlich und das Gerede bringt auch nichts Konstruktives. Nein, ich rate strikt ab davon.
 
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Gast

  • #11
Etwas aus meinem eigenen Erleben (Trudigunde, in den Dreissigern):
Es gibt Dinge, die will ich einem Partner, und erst recht einem Ex-Partner ganz unbedingt noch sagen. Der andere MUSS das einfach einsehen, es geht schlicht nicht, dass der so in der Welt herumläuft ohne sich meine Sicht der Sache angehört zu haben! Es gehört dem endlich mal gesagt, wie es wirklich ist...

Wenn mein Wunsch nach einem "klärenden Gespräch" diese absolute, drängende Qualität hat, bin ich sehr gut damit gefahren, die Sache erst mal mit mir alleine auszumachen, weil sie sonst für mich sehr peinlich werden könnte! Eine mögliche Form dafür: ich schreibe einen völlig unzensurierten Brief gerichtet an meinen Ex, schlag ihm mal so richtig alles um die Ohren, was er nie begriffen hat, möglichst konkret. (Allein das ist schon eine Wohltat und klärt vielleicht auch Einiges.) Und dann les ich das ein paar Tage später wieder, wenn ich grad in einer zufriedenen, aufgeräumten Stimmung bin. - Froh, dass nur ich allein davon weiss. Niemals aber schick ich so einen "Tagebuchbrief" ab!
Vielleicht bleibt dann noch ein kleiner Bruchteil übrig, den ich tatsächlich noch in einem Gespräch einbringen möchte. Vielleicht erübrigt sich aber auch jedes Gespräch, wenn ich meine eigenen Projektionen mit etwas Distanz zur Kenntnis genommen habe.

Viel Glück!
 
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Gast

  • #12
Bei mir war es genauso, ich konnte die Trennung via Handy auch nicht wirklich akzeptieren, ich wollte unbedingt noch ein persönliches Gespräch. Aber das hat sich alles ziemlich hingezögert, wir haben dann nochmals lange telefoniert und so ziemlich alles besprochen. Dazu kommt noch, dass wir ARbeitskollegen sind, und dann halt auch in den Pausen ziemlich viel darüber gesprochen haben. Ja das wars,und ich finde es gut so, dass ich ihr nochmal alles so richtig erzählen konnte wie ich mich jetzt fühle.