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helvy

  • #1

Ich bin an einer Depression erkrankt und mittlerweile auf dem aufsteigenden Ast.

Trotz aller Unzulänglichkeiten habe ich große Sehnsucht nach einem Partner. Meine Erfolglosigkeit bei den Männern spricht wohl für sich, aber bin ich jetzt wirklich dazu verdammt, für immer Single zu bleiben? :-(
 
G

Gast

  • #2
Hey helvy, du bist nicht allein, die gleiche Frage stelle ich mir auch-..
ich glaube schon, wenn man den Fakten Glauben schenkt.. ich hoffe nicht.. weil ich es nicht will..
wenn ich mir überlege, daß nahezu jede 2. Ehe geschieden wird, stelle ich mir ernsthaft die Frage: Wo sind sie alle? Bei diversen Partneragenturen wohl nicht, was man da erleben darf, geht immer ans Gemüt. Und wenn dann noch die wenigen passenden Herrschaften absagen, ist alles sch...

helvy, geben wir den glauben nicht auf, es kann nicht jeder so intelligent, wortgewandt, hübsch und sonstnichtwas sein wie wir.. *fg*
 
G

Gast

  • #3
Es liegt m.E. an den überwiegend deutlich unrelistischen und unerfüllbaren Anforderungen der Frauen, die meistens in großer Anzahl gleichzeitig auftreten. Wenn jeder Mensch (also auch Männer) wieder zu normalen Ansprüchen & etwas mehr Bescheidenheit zurück kommen würde, gäbe es diese Plattformen nicht.
Das hat in meinem Fall nichts mit meinen Ansprüchen zu tun, da ich hier schon mehrere sehr Interessante Frauen kennengelernt habe, sondern bisher mit den mir entgegengebrachten unerfüllbaren Ansprüchen/Anforderungen.
 
G

Gast

  • #4
Hallo Schreiber zwo:
Wahre worte.. wie macht man das dem anderen klar? Wenn du keine chance mehr hast, etwas zu revidieren? Ich wünsche dir, daß du weiter interessante frauen kennenlernst.. Meine Ansprüche sind tatsächlich bescheiden, ich möchte nur ich selber bleiben dürfen.. Ist das zuviel?
Was ist denn das zuviel? Ist das nicht für jeden auslegbar? Jeder interpretiert es ja auch anders.. schon schwer, und dann wie helvy in Depresionen zu verfallen geht schnell..
Liebe grüße
 
G

Gast

  • #5
Darf ich ein einen kleinen Versuch eines hoffentlich tröstlichen Wortes wagen? Auch mir geht es so. Ich hatte mich in diesem Jahr einer schweren Gehirntumor-OP zu unterziehen; bis jetzt war ich erst mal krank zu Hause und hatte auch einmal Zeit, für mein bisheriges Leben Bilanz zu ziehen. Wie man sieht, lebe ich noch und schreibe also munter meine Zeilen, zumal meine Heilung, wie es aussieht, fast vollständig vonstatten gehen dürfte. Ich habe ebenso mit Depressionen und (leider) auch mit sozialen Phobien zu kämpfen und das los zu werden, geht nicht von heute auf morgen. Allerdings habe ich das Glück, dass mir gute Freunde dabei auf ihre Art helfen, so gut sie können. Aber es hat bei mir zumindest lange gedauert, bis ich erst einmal in den Spiegel schauen konnte.
Bedingungen wie Nebenerwerbslandwirtschaft, Baustellentätigkeit mit langen Überstunden und dann noch ein Fernlehrgang über vier Jahre waren einfach zuviel für mich. Und vielleicht musste für mich kommen, was wohl kommen musste: ich bin dann in ein tiefes Loch gefallen, aus dem ich mich dann über vier(!) Jahre lang nicht mehr befreien konnte. In dieser Zeit gab es auch eine nette, junge Dame. Aber ich war selbst blockiert und habe zu Ihr nicht ein wirklich nettes wort sagen können. Dazu kamen, wie ich leider nicht unbegründet vermuten musste, diverse Gerüchte über mich. Mittlerweile ist Sie anderweitig verheiratet... Ich bin auch dazu in diesem Board, um das Alles ein wenig loszuwerden; auch glaube ich von mir, dass ich im Schreiben besser bin als im Reden. Auch wenn ich mich sicher nicht immer geschickt verhalte. Aber ich denke, auch das hat mir bis jetzt ein Stück geholfen. Ich weiss nicht, wie es Dir, helvy geht, wenn Du diese Zeilen liest; ich hoffe aber, Dir anhand meines kleinen konkreten Lebensausschnittes vermitteln zu können, dass Du mit diesem (echten) Problem nicht allein bist. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!
 
G

Gast

  • #6
helvy, wenn ich Dich ein wenig trösten kann: auch mir als mann geht es so! Auch ich habe mit Depressionen und sozialen Ängsten zu kämpfen und das loszuwerden, geht nicht von heute auf morgen. Bedingungen wie Nebenerwerbslandwirtschaft, Baustellentätigkeit mit vielen Überstunden und einmal Fernlehrgang über vier lange Jahre waren einfach zuviel für mich. Danach bin ich in ein tiefes Loch gefallen, aus dem ich mich über vier (!) jahre ebenfalls nicht mehr befreien konnte. Es gab zwar auch eine nette, junge Dame. Aber mir war es von meiner Seite aus einfach nicht möglich, Ihr zu begegnen. Traurige, aber leider bittere Realität. Mittlerweile ist sie anderweitig verheiratet. Wie ich auch leider nicht unbegründet vermuten musste, taten wohl auch Gerüchte das ihrige dazu (aber die Wahrheit erfährt man ja nie in solchen Fällen). Dieses Jahr musste ich mich auch einer schweren tumor-OP unterziehen, von der ich mittlerweile fast vollständig genesen bin (sonst wäre ich nicht in diesem board). So hatte ich jetzt auch ein wenig zeit, mein leben mal ein bisschen Revue passieren zu lassen. Gute Freunde helfen mir jetzt auch, so gut sie können. Und ich werde ein neues Leben anfangen, so gut es mit meinen 43 Jahren eben noch geht (notfalls aber auch ohne eine Partnerin!). Ich sehe das eigentlich mittlerweile lockerer als noch vor einiger Zeit, als ich der anderen jungen Dame noch sehr nachgetrauert habe. Ich bin auch hier im Board , um meine Kontaktfähigkeit mit zu üben (was mir lange Zeit nicht möglich erschien). Auch wenn ich mich nicht immer geschickt verhalte, ist sie doch besser geworden und es gab doch einige schöne Kontakte. Vielleicht kommt aber auch eine mögliche partnerin letztlich nicht aus dem Board, das kann man nie wissen. helvy, versuche es mal so zu sehen: du kannst hier ja auch "Feldversuche" machen!
Du musstest sicher durch viele persönliche Krisen gehen und darin liegt vielleicht Deine eigentliche Stärke: einem möglichen Partner eine tiefe Geborgenheit schenken zu können. Das kann längst nicht Jede/r !

Viele liebe Grüsse!

Aldebaran
 
G

Gast

  • #7
Ups! Verzeihung, dass war mein erstes mal im Board und da ich mir nicht sicher war, ob die antwort auch tatsächlich erscheinen würde, habe ich einfach eine zweite geschrieben (also beide sind von mir). Ich hoffe jedoch, dass ich (nicht nur) für helvy ein tröstliches Wort zukommen lassen konnte und dass beide nicht umsonst waren.

Aldebaran
 
G

Gast

  • #8
Hier ein Tip für Menschen mit Kontakt-Schwierigkeiten und/oder "Depressionen". Diese Symptome können auch von einem (nicht immer erinnerten) Schocktrauma herrühren.-
Wen's interessiert: mal unter "Somatic-Experiencing" googeln. Dort findet Ihr Erklärungen über Zusammenhänge von Schocktraumata und diversen Symptomen und in dieser Methode ausgebildete Therapeuten.
Es ist unglaublich, wie man sich ändert, wenn diese Sachen zur Ruhe kommen!
Es ist eine sehr sanfte und gleichzeitig sehr effektive Methode,die über Körperempfindungen und stark recourcenorientiert arbeitet.Bringt die angestaute Schockenergie wieder zum fließen und führt dazu dass man wieder (oder zum ersten Mal) selbstsicher wird.
Es lohnt sich!
Viel Glück!
 
G

Gast

  • #9
Wenn Du noch bei EP bist: Schreibe mir doch mal! 7E053837
Vielleicht paßt es ja
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