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Gast

  • #1

HIV Test vor ungeschütztem Sex?

Hallo zusammen, ist es unnormal vor dem ersten ungeschütztem Sex einen HIV Test von seinem Partner zu verlangen? Ich persönlich habe damit kein Problem, schließlich will ich ja meine Gesundheit schützen. Wie seht ihr das? Danke
 
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Gast

  • #2
Ja, ich finde es völlig normal und für eine neue Partnerschaft unbedingt zu empfehlen - für beide.
Das hat mit irgendwelchem Misstrauen oder mit dem Verdacht auf einen sehr lockeren Lebenswandel überhaupt nichts zu tun. Einmal mit dem oder der Falschen, das kann schon reichen, dafür braucht man nicht mal sexuell besonders aktiv zu sein - promisk schon gar nicht.
Abgesehen davon kann man sich HIV (wenn es inzwischen auch sehr selten sein wird) auch anders holen: durch nicht einwandfreie Blutkonserven, durch unsaubere Spritzen (da kann schon eine Tetanus-Spritze im einem Land der 3. Welt reichen, um mal ein Beispiel zu nennen).
Also, ab zum Test. Den kann man beim Hausarzt durchführen lassen, das ist ganz undramatisch. Und sehr beruhigend.
 
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  • #3
w,42
ich würde das sofort machen und in einer Beziehung auch ansprechen.
Schließlich hat dann jeder ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache.
 
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  • #4
Finde ich vollkommen richtig. Es kann keine Argumente dagegen geben außer die Problematik bei diesen Tests selbst.

Damit spiele ich auf die zeitlichen Differenzen hin. ein Test der 14 Tage alt ist und negativ ist, bedeutet nicht, dass vor 13 Tagen kein Sex mit einem Positiv statt gefunden hat.

Letztendlich muss man sich schon in gewisser Weise auch auf die Ehrlichkeit und das Wort des "neuen" Partners verlassen.

Es gibt auch Verhütungsmethoden die ein Risiko der Ansteckung fast auf Null reduzieren :)

Grüße
 
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Gast

  • #5
w, 29

ich würde es auch von meinem Partner verlangen, ich selbst hatte zwar noch nie Sex, aber wenn er es wollte, würde ich auch einen machen lassen, auch wenn es wohl unnötig ist, wenn man noch "Jungfrau" ist und ich keinen Kontakt mit fremden Blut, Drogen ( Spritzen usw. ) usw. habe.
 
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Gast

  • #6
Sicherlich ist das sinnvoll, aber nicht unbedingt hinreichend.

Nur der Vollständigkeit halber sei daran erinnert: Mit geschütztem Sex schützt man seine Gesundheit wirkungsvoller als mit ungeschütztem, HIV-Test hin oder her.

Der HIV-Test schlägt erst Wochen nach der Infektion zuverlässig an. Wenn man demnach nicht sehr sicher ist, dass der Partner (ausrutscherfrei) monogam lebt, hat man durch einen HIV-Test keinen brauchbaren Schutz. Und man kann sich mit mehr anstecken als nur mit dem HIV.
 
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  • #7
Vielen Dank für die schnellen Antworten :)

Das mit der zeitlichen Differenz ist mir bekannt und ich sehe das schon auch als problematisch an doch ich gehe im Normalfall ja schon davon aus das mir mein Partner treu ist. Somit wird dieser Test aus meiner Sicht erst nach einer Probezeit gemacht und vorher natürlich mit Gummi´s verhütet. Ich habe nur leider häufig die Erfahrung gemacht, egal ob bei Beziehungen oder One Night Stands das viele Männer auf das Thema Kondome und HIV Test nicht so reagieren wie ihr. Schön zu wissen, das es auch verantwortungsvolle Menschen gibt.
 
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  • #8
Hinter einer solchen Reaktion steckt zuerst eine empfundene Kränkung. "Was denkt sie von mir nur", oder "so einer bin ich doch nicht". Wenn man das Thema aber richtig anspricht kann kaum etwas schief gehen. "Gummies" sind natürlich "unbequem", weil sie ab einem bestimmten Punkt der Handlung für eine kurze Unterbrechung derselben sorgen. Das empfinden viele als "Hemmung" im Fluß des Geschehnisses.

Aber ich wage zu behaupten, dass alle Männer/Frauen, mit entsprechender Ansprache auf das Thema Verantwortung und Schutz hingewiesen, eher froh darum sind (und einer muss (sollte) sich ja mindestens um das Thema Schutz kümmern ;-))
 
  • #9
Nein, es ist sicherlich nicht unnormal, sondern in manchen Kreisen üblich und stark abhängig davon, welche Lebensumstände man lebt. In vielen Kreisen wird man sicherlich eher stark verwundert auf so einen Wusnch reagieren und ich selbst habe noch keinen HIV-Test wegen eines neuen Partners gemacht.

Im allgemeinen würde man vermuten, der andere hat promisk oder sonstwie gefährdet gelebt oder aber er vermutet genau jenes von mir. Beides ist kein erquickender Gedanke für mich.

Hinzu kommt, dass die Fixierung auf HIV erhebliche andere Gesundheitsrisiken verniedlicht und es stellt wirklcih eine ernstzunehmende Gefahr dar, dass ein negativer HIV-Test von vielen einfachen Gemütern quasi als "Freifahrtschein" für ungeschützten Sex empfunden wird -- weg mit dem Kondom. Das ist dumm und unverantwortlich, weil viele andere Krankheiten ebenfalls gefährlich und viel, viel häufiger sind als gerade HIV.
 
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Gast

  • #10
Als ich meinen Freund kennenlernte, habe ich ihn gefragt, ob er bereit ist, einen HIV Test zu machen. Er war sofort einverstanden und fand es normal, da ich ihn ja nicht seit Jahren kenne. Wir haben dann gemeinsam einen Test gemacht.

Ich habe das hier schon öfter geschrieben, das ganze ist doch so wie in der Antiaids Kampagne, die irgendwann in den 90ern lief: Hat man einen neuen Freund, so hatte der doch vorher Freundinnen, die wiederum hatten vorher Freunde, die wiederum hatten vorher Freundinnen hatten... Auf der eigenen Seite siehts genauso aus. Dafür muß man kein ausschweifendes Sexleben vorher gehabt haben. Aber jeder hat eine Vorgeschichte und das ganze ist eine Gleichung mit unbekannt vielen Unbekannten. Das verzweigt sich doch immer weiter.

Bei Aids geht es doch nach wie vor um eine absolut tödlich verlaufende Krankheit. Wenn man sich dafür geniert, nach so einem Test zu fragen, kann man genauso gut in einem schrottreifen Wagen ohne Gurt losfahren. Wieso sollte man bei sexuell übertragbaren Krankheiten sehr viel fahrlässiger agieren als bei der Teilnahme am Straßenverkehr?

Vicky
 
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  • #11
würd ich schon komisch finden wenn das verlangt würde. meine letze beziehung war 7 jahre lang seitdem bin ich ein jahr lang ohne sex. warum soll ich mich da testen lassen? wenn das eine verlangt würd ich schon an die stirn ticken. ich renne doch nicht zum arzt für so nen test. wenn eine es so getrieben hat dass das nötig ist...

M41
 
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  • #12
Zu Nr. 10 möchte ich nur sagen, das ich es schade finde, das es immer noch Menschen gibt, die so Leichtsinnig mit ihrer Gesundheit und der ihrer Partner umgehen. Man kann auch nach langjährigen Beziehungen nie ausschließen das man sich irgendwo angesteckt hat.
Und das hat nicht´s damit zu tun ob man in seiner Vergangheit viele Beziehungen und ONS hatte oder nicht. Wie Nummer 9 sehr schön geschildert hat, kenn man nicht immer alle vorherigen Sexualpartner und jeder hat ein Vorleben.
 
  • #13
@#11: Und lässt Du Dich auch auf HPV, Hepatitis, und so weiter testen? Oder ist nur HIV entscheidend? Die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion hängt einfach sehr stark von den Lebensumständen ab. In Abhängigkeit dieser Wahrscheinlichkeit DARF man durchaus entscheiden, wie hoch das persönliche Risiko ist und ob ein Test notwendig erscheint. Mir erschien er persönlich auch noch nie notwendig und ich käme mir auch mehr als komisch vor, wegen so etwas zu einem Arzt zu gehen. Manchmal wundere ich mich, was für einen Umgang manche haben, um akut zu befürchten, sich HIV zuzuziehen. Jene sollten dann aber natürlich regelmäßig einen Test machen. Besser wäre es aber, weniger promisk zu leben.
 
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  • #14
@12 Da muss ich, für den letzten Satz, widersprechen.
Diese Erkrankung hat nicht unbedingt etwas mit dem "Umgang" zu tun. Sicherlich ist in einigen Bereichen eine Risikogruppe vorhanden aber was ist mit Menschen die nicht der Risikogruppe angehören und dennoch HIV positv sind? Was ist mit den Blutern die durch HIV versuechte Medikamente infiziert wurden?

Ich finde einen Test nicht schlimm und es bricht auch keinem ein Zacken aus der Krone ihn zu machen. Wenn man einen neuen Partner hat und mit diesem eine Beziehung aufbauen möchte, sollte man auch seine Wünsche respektieren und diesen nachkommen.

Der Test ist schnell erledigt und wenn alles negativ ist auch bald vergessen.
Einmal mit HIV angesteckt vergisst man es nie wieder und kann es auch nicht wieder ändern (zumindest derzeit nicht).

Man kann sich auch gerne einen Revolver mit einer Kigel auf den Tisch legen und RR spielen.
Der Unterschied zu HIV ist, dass man schneller gestorben ist. Das macht doch auch niemand.

Ich kann das wirklich nicht nachvollziehen.
 
  • #15
@#13: Na ja, die Risikogruppen sind schon klar verteilt und darüber wurde hier schon oft gesprochen. Wer Bluttransfusionen erhalten hat, wird sich wohl auf jeden Fall testen lassen (würde ich persönlich zumindest so halten). Das ist ein klarer Grund für eine potentielle Exposition. Ebenso, wenn ein Partner fremdgegangen ist oder man selbst einen ONS hatte (beides kam in meinem Leben zum Glück noch nicht vor).

Das Beispiel vom Vicky mit dem "schrottreifen Auto" hapert daran, dass ich im allgemeinen Partner wähle, die nicht einem schrottreifen Auto gleichen in Bezug auf ihr Risiko, HIV kontrahiert zu haben. Dein Beispiel vom Russischen Roulette hapert daran, dass je nach Zeielgruppe eben nciht 1 von 6 Kammern, sondern nur eine von 100.000 oder gar eine von einer Million gefüllt sind. Genau dieses Risiko gilt es abzuschätzen. Ein neuer Partner kann mannigfache Krankheiten haben und viele davon sind deutlich wahrscheinlicher als gerade HIV.

Aber um es noch einmal klarzustellen:

+ Jeder, der ein Risiko vermutet, sollte sich testen lassen.
+ Wer einen Test will, kann ihn einfach machen lassen.
+ Safer Sex zu praktizieren, ist mit einem neuen Partner immer sinnvoll.
+ Promiskuität ist der Hauptverbreitungsweg von HIV.

Dieser Thread diskutiert doch eigentlich sehr konkret die folgende Situation: Man lernt über EP einen neuen Partner kennen, kommt sich näher und die ersten Intimitäten stehen bevor. Kann man in genau dieser Situation dem neuen Partner unromantisch sagen: "Ich hätte gerne Sex mit Dir, aber nur wenn Du Dich testen lässt!" Ich finde das ziemlich unmöglich, aber es hängt wahrscheinlich von dem Vorleben und der Lebenssituation der beiden Betroffenen ab. Mir käme das ziemlich absurd vor.
 
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Gast

  • #16
@14 Beispiele haben in der Regel immer den Nachteil, dass sie nur versuchen eine Situation zu beschreiben/verdeutlichen. Gerade in diesem Bereich kann es nur "hapern", wie Du es so schön ausdrückst. Deine Klarstellung finde ich gut und kann mich dieser auch uneingeschränkt anschliessen. Über die Wahrscheinlichkeitsrechnung könnten wir sicherlich noch diskutieren. Ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich 1:10, 1:1000 oder 1:10000000 sterben könnte(!) weil mich jemand infiziert. Der Tod ist final und diesen abzuwenden habe ich entsprechende Möglichkeiten.
Es gibt keinen ersichtlichen Grund genau dies nicht zu tun.

Würdest Du ein eine dunkle Kammer gehen auf deren Tür geschrieben steht "Wahrscheinlichkeit das Betreten dieses Raumes nicht zu überleben 1:1000000. Falls Sie Sicherheit wollen, drücken Sie den Klingelknopf. In 14 Tagen gewähren wir gefahrlosen Einlass",


Meine Entscheidung in dem Szenario ist eindeutig.

Dein letzter Absatz ist nicht eindeutig. Du findest es unmöglich, bringst dort ein "aber" mit einem "wahrscheinlich" ins Spiel. Letztendlich bedeutet es nur:

a.) Du kennst den neuen Partner nicht
b.) Er/Sie kann Dir alles mögliche erzählen und nur einmal im Leben Sex (oder nie) gehabt haben
c.) Du müsstest Dich auf die Aussagen eines "noch" fremden Menschen verlassen.

Das ist eine "Glaubensfrage" und keine gesunde Abwägung eines Risikos.
Bei dem Ergebnis "ich könnte sterben" gibt es nur eine Entscheidung.

Persönlich würde ich für mich auch keinen HIV Test benötigen. Ich werde aber durch meine Tätigkeit schon alle halben Jahre auf HIV, HEP usw. getestet.

Im Wesentlichen stimme ich aber zu.
 
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Gast

  • #17
Wenn man hier im Forum so liest, gerade von Frauen gepostet (aber auch von Männern "zugegeben"), dass nach dem ersten Sex plötzlich Schluss ist und der Kontakt einfriert, kommt man zwangsläufig zu dem Schluss, dass es hier einige gibt (sicher nicht nur Männer), die wechselnde Sex-Partner mögen. Wenn man dann noch in Erinnerung hat, dass diese Frauen immer glaubten, die Einzige für jenen EP zu sein, ist es schwierig (@10) es zu glauben, wenn jemand sagt, er hätte 1 Jahr lang ohne Sex gelebt. Das kann ja alles sein, aber kennt man sich so schnell schon gut genug um das glauben zu können? Die geschilderten Dating-Beispiele hier zeigen doch: Glauben ist Glückssache und muss bei weitem nicht stimmen.

Ich würde, wenn ein Partner das möchte, sofort einen Test machen. Allerdings geht es nicht um das Verlangen, sondern es sollte schon eine Bitte sein, alles ist eine Frage des WIE.
Es sollte natürlich auch auf Gegenseitigkeit beruhen.

Ich fände es sehr beruhigend, wenn möglichst viele Menschen so denken würden!

Im Übrigen: Wem es "peinlich" ist, deshalb zum Doc zu gehen: Geht doch einfach zur Blutspende! Dann tut ihr etwas Gutes und das Blut wird gleichzeitig untersucht.

w/43
 
  • #18
@#15: Der Fall des von Dir erwähnten "1 zu 10 Millionen" gehst Du doch täglich zigmal ein. Es sterben jährlich schätzungsweise 20.000 an Grippe, überwiegend kontrahiert durch Sozialkontakte (in Summe alle Infektionskrankheiten sind Sozialkontakte tatsächlich real gefährlich, aber eben unvermeidbar). Auch Autofahren hat eine ähnlich hohe Sterblichkeit, denn jede Teilnahme am Strassenverkehr (5.000 Tote je Jahr) birgt ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Das gleiche gilt für viele Sportarten, erweitert auf gefährliche nichttödliche Verletzungen sogar in drastischer Form. Dennoch gehen wir all diese Gefahren täglich ein, teil kalkuliert, teils unbewusst. Im Vergleich dazu sterben an AIDS etwa 650 Personen pro Jahr, davon über 90% aus den Risikogruppen Mann-zu-Mann-Kontakte, Drogenkonsumenten und Herkunft aus Hochrisikogebieten.

Ich stimme Dir aber dennoch zu, dass ein Test Sicherheit schafft und keineswegs etwas schlechtes ist. Jeder kann sich in einem anderen Menschen irren und belogen werden. Nicht immer kann man das Risiko realistisch abschätzen. Du hast recht, Vorsicht ist besser als das Nachsehen zu haben. Wer sich mit einem test sicherer fühlt, sollte einen vornehmen lassen.
 
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Gast

  • #19
@#14 Frederika
"Man lernt über EP einen neuen Partner kennen, kommt sich näher und die ersten Intimitäten stehen bevor. Kann man in genau dieser Situation dem neuen Partner unromantisch sagen: "Ich hätte gerne Sex mit Dir, aber nur wenn Du Dich testen lässt!"?"

Die Romantik bricht aber doch nicht durch den Nachsatz zusammen: "... aber nur wenn Du Dich testen lässt". Sondern sie bricht an der Tatsache zusammen, dass man sich _ohne_ Gesundheitstest nicht sonderlich sicher sein kann, dass der andere überhaupt gesund ist. Wobei _jeder_ Sex außer dem sicheren in und aus sich heraus schon ein Ansteckungsrisiko mit inbegreift, Test hin oder her, aus den z.B. in #5 geschilderten Gründen.

Das Risiko besteht schon bei n = 1 vorherigen Sexkontakten des Partners, wobei es sich hierbei durchaus auch nur um ganz unwesentliche, verzeihliche, längst vergangene und vergessene usw. "Ausrutscher" gehandelt haben darf, die man einem (potentiellen) Partner nicht unbedingt sofort beichtet, oder überhaupt beichtet.

Wo ist die Alternative? Vor allem, wenn es um Sexualpartner geht, deren Umfeld und Freundeskreis man nicht kennt, deren Vorleben man nur durch deren eigene Schilderungen erfahren hat? Kaffeesatzleserei frei nach dem Motto: "Der/die sieht so _lieb_ aus, der/die kann ja gar keine STD haben?"

Und es geht durchaus nicht nur um "anonyme" EP-Kontakte, die man "gerade erst" kennen gelernt hat. Was nämlich wenn man sich später einmal schon einige Monate lang kennt, womöglich sogar geheiratet hat und irgendwann vom geschützten zum ungeschützten Sex übergehen möchte, z.B. um Kinder zu kriegen?

Die Situation, was den sicheren Kenntnisstand über das Vorleben des Partners angeht, hat sich dann in keiner Weise geändert. Eine eventuelle STD, gegen die letztendlich noch nie getestet wurde, hat sich vielleicht noch nicht gezeigt. Der Partner hat sich inzwischen vielleicht so genannte "Ausrutscher" geleistet, die nach aktuell herrschender Meinung ja ganz unwesentlich sind und durchaus nicht unbedingt gebeichtet werden müssen.

Das Risiko der Ansteckung trägst Du...
 
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  • #20
Also ich, die Fragestellerin, hat sich persönlich schon auf alles testen lassen und ich fühle mich sicherer als ohne diese Test. Wo Impfungen möglich waren, hab ich auch das vornehmen lassen. Es ist für mich dennoch ein Unterschied ob ich mich mit einer Krankheit anstecke die definitiv zum Tod führt und mein ganzes Leben verändert. Das hat jedesmal Auswirkungen auf eine neue Partnerschaft oder auch auf einen eventuellen Kinderwunsch. Es geht hier auch nicht um die Diskussion wie hoch das Risiko einer Ansteckung ist oder nicht. Es geht hier lediglich um die Frage ob ich mit meiner Meinung allein da stehe. Ich sehe das so wie Chris... Was ist denn schon dabei? Wenn ich mit meinem Partner über solche Dinge nicht reden kann dann kann man es sowieso vergessen. Und wenn mein Freund oder mein Sexualpartner soetwas ablehnen würde dann wäre die Sache für mich persönlich vorbei egal was er für Gründe vorbringt.
Ich habe meinen Partner nicht über EP kennengelernt und wir haben über ein halbes Jahr mit Kondomen verhütet. Jetzt haben wir beide einen Test gemacht und darüber gab es nie eine Diskussion. Mein Partner hatte vorher auch eine 8 jährige Beziehung und für ihn war dieser Test nie eine Frage.
 
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  • #21
Man kann auch nach langjährigen Beziehungen nie ausschließen das man sich irgendwo angesteckt hat.
Und das hat nicht´s damit zu tun ob man in seiner Vergangheit viele Beziehungen und ONS hatte oder nicht. Wie Nummer 9 sehr schön geschildert hat, kenn man nicht immer alle vorherigen Sexualpartner und jeder hat ein Vorleben.
Ne, ne. Nicht ausschließen können, dass der Partner mal was eingeschleppt haben könnte - und andererseits viele Beziehungen und ONS (=Promiskuität) - das "hat nicht's damit zu tun"???
Abenteuerlich, was manche ernsthaft verbreiten...
Durchsichtige Schutzbehauptungen der sog. "promisken Fraktion", oder?
 
  • #22
Finde ich in Ordnung. Beim Gesundheitsamt - zumindest hier in NRW kann man den kostenlos machen.

Da ist man mit Sicherheit verliebt :)
 
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  • #23
Ehrlich gesagt.....ich fände den Wunsch befremdlich!

Und ich bin ehrlich........das Thema wäre für mich gegessen.......gehe eh mit keiner Frau nach kurzer Zeit direkt ins Bett und wenn sie mich dann immer noch nicht entsprechend einschätzen kann, so dass sie von mir vorher noch einen Test vorgelegt haben möchte......ne, echt nicht, das ist ja abtörnend ohne Ende und zerstört die ganze Magie des Moment.

Klar kommen jetzt direkt wieder die ganz korrekten und heben den Zeigefinger, aber ich seh das nun mal so.
 
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Gast

  • #24
Und ich bin ehrlich........das Thema wäre für mich gegessen.......gehe eh mit keiner Frau nach kurzer Zeit direkt ins Bett und wenn sie mich dann immer noch nicht entsprechend einschätzen kann, so dass sie von mir vorher noch einen Test vorgelegt haben möchte......ne, echt nicht, das ist ja abtörnend ohne Ende und zerstört die ganze Magie des Moment.
Du behauptest also, du kannst eine HIV-Infektion durch eine Inaugenscheinnahme erkennen? Oder durch Gesprächstherapie? Oder durch Handauflegen? Oder wie sonst kannst du mit Sicherheit ausschließen, du selbst und deine neue Bekanntschaft ist nicht infiziert?
 
  • #25
Du behauptest also, du kannst eine HIV-Infektion durch eine Inaugenscheinnahme erkennen? Oder durch Gesprächstherapie? Oder durch Handauflegen? Oder wie sonst kannst du mit Sicherheit ausschließen, du selbst und deine neue Bekanntschaft ist nicht infiziert?
Niemand kann eine HIV-Infektion durch Inaugenscheinnahme ausschließen. Aber man kann durch Gesamtbetrachtung der Umstände das Risiko einschätzen -- wohlgemerkt, auch bei einem sehr geringen Risiko verbleibt immer eine Gefahr. Aber so ist das Leben: Risiken sind quasi nie Null, sondern immer endlich. Allerdings kann man HIV-Risiken im allgemeinen tatsächlich sehr gut einschätzen.

Schlimm an diesem ganzen Gerede um HIV-Risiken ist doch eher, dass durch einen negativen Test alle möglichen anderen Krankheiten, die sehr viel wahrscheinlicher sind, gedankenlos ignoriert werden. "Wir haben einen HIV-Test gemacht, jetzt können wir ungeschützt miteinander schlafen" ist der größte Denkfehler überhaupt, da fast alle bekannten Geschlechtskrankheiten eine wesentlich höhere Verbreitung bei gleichzeitig meist höherer Infektiösität haben.

Ein HIV-Test ist daher kein Freibrief für ungeschützten Sex, sondern auch für andere Krankheiten ist eine Risikoabschätzung nötig und die folgt im allgemeinen genau den gleichen Prinzipien, die man auch für HIV hätte anwenden können: Sexuelles Vorleben, allgemeine Lebensführung, Risikoverhalten.

Das Leben ist nicht ohne Risiko. Das muss einem bewusst sein.
 
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Gast

  • #26
@#21

Ja, aber es ist eben nur eine Sicherheit zu einem bestimmten Zeitpunkt, nämlich zum Zeitpunkt der Blutabnahme.

Einer von beiden kann sich jederzeit, nicht nur durch Fremdsex, mit HIV anstecken.

Also 100%ige Sicherheit wird es nie geben.
 
  • #27
@
ich renne doch nicht zum arzt für so nen test. wenn eine es so getrieben hat dass das nötig ist...
M41
und an alle anderen , die das "abschätzen" können. (Ihr seid toll - wie macht Ihr das?)

wir sind im Jahr 2012 und es sollte sich auch bis in den dümmsten Winkel der Nation rumgesprochen haben, dass HIV nicht nur Stricher, Huren, evtl. Promiske, oder Homosexuelle bekommen.

Lustig finde ich dazu, dass hier in diesem Forum nach nahezu allem abgecheckt wird.
Auto, Immobilie, Job, Durchschnittsverdienst, akademischer Grad (und auch da wird noch fein nuanciert) - aber hey, bei der Gesundheit reicht ein tiefer Blick aus wunderbar schönen Augen.

Manchmal glaube ich nicht, was ich hier so alles lese.

(43)
 
  • #28
und an alle anderen , die das "abschätzen" können. (Ihr seid toll - wie macht Ihr das?)
Würde ich auch gerne wissen!

Besonders dann, wenn ich die vielen Beiträge lese, in denen das großzüge Tolerieren von häufigem Partnerwechsel, Fremdgehen, Prosituiertenbesuche, ONS etc. als völlig normal und zeitgemäß eingestuft wird.

Für jede Geschlechtskrankheit und HIV genügt ein einziger Kontakt und es kann zu einer Ansteckung kommen.

Dass das Risiko nicht wirklich auszuschließen und keinesfalls beherrschbar ist, zeigen auch die ständig steigenden Zahlen der Infizierten.

Egal, wie viele Infizierte es gesessen an der Gesamtbevölkerung gibt, es sind immer zu viele.

Ach ja, zur Erinnerung:
Die meisten Geschlechtskrankheiten sind heilbar; HIV ist auch heute immer noch tödlich - früher oder später!
 
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Gast

  • #29
HIV ist auch heute immer noch tödlich - früher oder später!
Das ganze Leben ist tödlich, früher oder später.
Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, im engeren Freundeskreis, die nicht nur jahre-, sondern bereits jahrzehntelang mit HIV ganz gut leben. Viele, aber nicht alle sind schwule Männer. Auch Hetero-Frauen sind darunter. Keine von ihnen hat jemals promisk gelebt oder in sozialen Randgruppen verkehrt.

Aber ich will die Krankheit nicht verharmlosen. Sie ist bis jetzt nicht heilbar, die Medikamente haben schwere Nebenwirklungen, die Lebensqualität ist nicht unerheblich beeinträchtigt. Bei einer neuen Partnerschaft gehört ein beiderseitiger HIV-Test selbstverständlich dazu. Dieser Ansicht ist übrigens auch meine Hausärztin.

Und nein, sie wird davon nicht reich - nur für den Fall, dass dieses Argument gleich kommt.
 
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Gast

  • #30
Im Übrigen: Wem es "peinlich" ist, deshalb zum Doc zu gehen: Geht doch einfach zur Blutspende! Dann tut ihr etwas Gutes und das Blut wird gleichzeitig untersucht.
Diesen Tipp habe ich hier schon öfter gelesen, und er ist nicht nur dämlich, sondern erfüllt schon fast den Strafbestand der fahrlässigen Tötung.

Nicht jede Blutspende wird untersucht, sondern größere Chargen. Die dann im Zweifelsfall alle vernichtet werden müssen. Und Fehler können passieren, wodurch hin und wieder verseuchtes Blut in Umlauf gerät. Jeder, der sich nicht völlig sicher ist, dass er HIV negativ ist, sollte sich vom Blutspenden fernhalten.

Sowieso ein völlig absurder Vorschlag. Oder geht ihr auch zum Blutspenden, wenn ihr wieder mal routinemäßig eure Leber-, Nieren-, Cholesterin-, Zucker und sonstigen Werte bestimmen lassen wollt? Ich (w) gehe zu dem Zweck ca. 1x im Jahr zum Arzt. Und bin natürlich zum HIV-Test gegangen, als ich dabei war, eine Partnerschaft einzugehen. Mein Partner auch. Das war für uns beide überhaupt kein Thema.

Nein, keiner von uns beiden hat jemals promisk gelebt oder sich in seltsamen Kreisen bewegt. Eine Freundin von mir und die Mutter einer Bekannten, die seit ein paar Jahren mit HIV leben müssen, übrigens auch nicht.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.