• #31
Lieber FS,
ich habe da einen ganz anderen Verdacht!
Lies Dir bitte das von Dir geschriebene nochmal durch:

Ich merkte zunehmend, wie sehr wir zu einander passen - im Grunde DAS perfect match. & natürlich wurde aus enger Freundschaft mehr:
Ich bin schon überglücklich nur im gleichen Gebäude wie sie zu sein - obwohl wir uns manchmal gar nicht sehen. Ich träume nachts von ihr. Täglich sehne ich mich nach ihr. & um es klar zu sagen: Es geht mir überhaupt nicht um Sex. Sie ist zwar eine der sinnlichsten Frauen. Aber wenn ich an sie denke, fallen mir erstmal 1 Mio. andere Dinge ein.
....
Aber die Gefühle für meine Kollegin sind eben auch viel mehr als nur bei einem kurzen Flirt. Umso mehr fühle ich mich zu ihr hingezogen, als daß sie so ein toller Mensch ist & sagt, aus uns würde nie etwas & ich "bestimmt eine ganz bedauernnde Frau" hätte (zumindest mit letzterem hat sie ja recht). Insofern habe ich seit besagtem offenen Gespräch in der Weihnachtszeit alles versucht, meiner Gefühle Herr zu werden. Leider hat das nur temporär geklappt. Mittlerweile verzehre ich mich so sehr nach meiner Kollegin. Wenn wir uns sehen, vergesse ich alles um uns herum. Ich möchte sie dann einfach nur umarmen, wünsche uns in ein anderes Leben, in dem wir zusammen glücklich sein können.

MfG
Merkst Du wie subjektiv das ist? DEINE Gefühle sind enorm stark, DU fühlst Dich extrem hingezogen.
Es tut mir leid, ich glaube nicht dass das bei ihr auch so extrem ist.
Wenn es so wär würde sie nicht sagen, dass aus euch nie etwas werden würde!
Ich glaube sie mag Dich sehr, aber mehr auch nicht. Ihr hattet noch keinen Sex. Sie ist höflich, will Dich nicht kränken und weiß genau dass bei einer deutlichen Abfuhr der Job leiden könnte. Sie ist klug, realistisch und rücksichtsvoll auch gegenüber Deiner Frau und NICHT im Überschwang der Gefühle wie Du! (Ich versetzte mich einfach in die Lage Deiner Kollegin)

Hier wird diskutiert, wie DU entscheiden sollst, aber SIE müsste auch gefragt werden. Und sie hat die Antwort schon gegeben: Es wird nichts werden.
Konzentriere Dich auf Deine Frau und versuch Deine Kollegin realistisch zu sehen, vielleicht hast Du nur ne rosarote Brille auf.

Alles Gute!
w31
 
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  • #32
Hallo elfLisa,

nochmal der FS.

Danke für Deinen wertvollen Einwand.
Natürlich kann ich an dieser Stelle nur wiedergeben, wie ich mich fühle. Leider kann ich meiner Kollegin nicht komplett bis in die letzte Ecke ihrer Seele schauen.
Indes hat sie mir ja in besagtem vorweihnachtlichen Gespräch bestätigt, daß sie unter anderen Umständen das Ganze sehr wohl zulassen würde. Nur weil die Umstände eben sind wie sie sind, versucht sie ebenso wie ich dagegen anzukämpfen.

Sie ist klug, realistisch und rücksichtsvoll auch gegenüber Deiner Frau
Ja, das ist sie. Und da sie im Grunde wie ich empfindet, sind diese Rücksichtnahme und Intelligenz einer der Hauptgründe, weshalb es bei mir regelmäßig "klick" macht.

Wie gesagt, ich kenne sie mittlerweile sehr gut (Stichwort "Perfect Match"). Nach außen ganz die Rationale - aber ihr Innenleben sieht eben anders aus. Sie versucht, auf Distanz zu gehen - so wie ich es auch täglich versuche.
Sitzen wir dann aber doch wieder zusammen (beruflich müssen wir das und dazu gibt es auch keine Alternative), ist es, als wäre um uns herum alles andere ausgeblendet. Blicke, kleine Berührungen, plötzlich wieder der Gedanke "das dürfen wir nicht" und totaler Rückzug, welcher dann doch nur max. 5 Minuten andauert. Dies fällt mittlerweile dem Arbeitsumfeld auf, Freunde in der Firma sprechen mich darauf an, wie happy wir beide mit einander wirken und so ist es ja auch.

Und immer wieder die Frage: Wie kann zwischen zwei Menschen etwas, das sich so richtig anfühlt, doch so falsch sein???
 
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  • #33
Wenn es mir in erster Linie um den Sex gehen würde, wäre ich auch nicht so zwiegespalten. ... Aber die Gefühle zu meiner Kollegin resultieren eben aus ganz anderen Gemeinsamkeiten / Reizen. ...
Zum einen war ich mit meiner Frau 4 Jahre zusammen, bis wir geheiratet haben. ...
Was ich mich immer wieder frage ist, wie man sich zum einen so sicher sein kann (bzgl. meiner Frau) und zum anderen ebenso sehr stark für jemand anderen empfinden kann? ...
Ist es vielleicht wirklich Polyamorie, ...

Lieber FS,

1.) entweder, diese Frau ist die große Liebe deines Lebens, ODER, was meiner Meinung nach wahrscheinlicher ist:

2.) Du bist nicht für eine Ehe / Monogamie geeignet. Du wirst dich möglicherweise alle paar Jahre neu verlieben. Darauf deutet folgendes hin:
Du kennst deine Frau 4 Jahre, deine Kollegin hingegen erst nur ca. 1 Jahr. DAHER kommt der Reiz.
Du kennst deine Kollegin nicht im Alltag, und ohne die bestätigende "Sicherheit der Ehe". Das ist natürlich viel spannender. Warte mal noch 1 Jahr, wie deine Hormone sich entwickeln. Verliebtsein dauert nämlich 1-3 Jahre, danach wird man nüchterner. Deine Frau kennst du 4 Jahre, deswegen siehst du sie schon nüchterner. Die Kollegin kennst du erst 1 Jahr, da spielen die Gefühle noch verrückt.

w.
 
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  • #34
Eigentlich hat elfLida unter 30, einen sehr interessanten Aspekte genannt! Da bis jetzt sich nur alles oder fast alles im Kopf des FS abspielte, kann keiner mit Gewißheit sagen was seine Kollegin für ihn fühlt. Es ist nur eins sicher, der FS fühlt für diese Frau mehr als für seine Ehefrau.
 
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  • #35
Hier wird diskutiert, wie DU entscheiden sollst, aber SIE müsste auch gefragt werden. Und sie hat die Antwort schon gegeben: Es wird nichts werden.

Ich habe auch einen Kollegen, mit dem ich sehr eng zusammen arbeite. Er ist ein paar Jahre älter als ich.
Ich mag ihn sehr gerne, wir haben ein supertolles Verhältnis. Und wir flirten auch sehr miteinander.
Ab und zu mal so ein tiefer Blick hier, eine kurze Berührung da, ein bißchen Bauchkribbeln - etwas Spass und auflockernde Spannung im manchmal tristen Arbeitsalltag.
Da macht es doch gleich doppelt Spass morgens zur Arbeit zu fahren, wenn man weiß da wartet ein prickelnder Flirt auf einen... ;-)
Ein Flirt macht eben gute Laune und hebt das Selbstwertgefühl.

Wäre er frei könnte vielleicht auch mehr daraus werden - wenn er nicht mein direkter Arbeitskollege wäre (denn wenn es dann schief geht und man müßte immer noch auf so engem Raum weiter zusammen arbeiten - Nein Danke!).
Er ist aber nicht frei, er hat Frau und Kinder. Die Kinder sind zwar schon fast erwachsen, aber das ist mir hier völlig egal, selbst wenn er gar keine Kinder hätte. Die Tatsache, dass er verheiratet ist und nicht getrennt lebend reicht mir aus - ich würde unter diesen Umständen niemals weiter gehen mit ihm, als flirten.

Ich gehe davon aus, dass er aufgrund der Tatsache, das er verheiratet ist (und ich davon weiß) in diese Flirterei auch keine Beziehungsabsicht reininterpretiert (er kennt mich gut genug zu wissen, dass ich mich niemals für eine heimliche Affaire hergeben würde).
Von einem erwachsenen Mann um die 50 erwarte ich schon so viel Reife, dass er sich auf so ein Spiel nur dann einläßt, wenn er damit entsprechend vernünftig umgehen kann.

Sollte er jedoch mehr da reininterpretieren als ich und sich meinetwegen trennen - dann würde ich trotzdem keine Beziehung mit ihm anfangen. Zum Einen, weil er mein direkter Kollege ist, zum zweiten, weil ich ganz bestimmt keinen Partner will, der keine Skrupel hat warm zu wechseln, sobald es woanders mal ein bißchen neu prickelt.

Gerade deshalb finde ich diese Flirterei zwischen uns ja so schön unbeschwert und ungefährlich - eben WEIL er vergeben ist und ich weiß, dass da niemals mehr draus werden kann.
Bestünde die Möglichkeit auf mehr, würde ich mich am Arbeitsplatz niemals auf so einen intensiven Flirt einlassen.

w, 44
 
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  • #36
Vielleicht ist es auch der Reiz des Unerreichbaren?
Stell Dir einmal vor, dass Du nun mit der anderen Frau zusammenkommst, mit ihr den Alltag verbringst und mit ihr zusammen lebst. Und Deine Ehefrau hat einen anderen Mann. Wärst Du dann glücklicher?
Und bist Du sicher, dass die andere Frau Dich überhaupt lieben würde?
 
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  • #37
Lieber FS,

Deine Situation hört sich tragisch an, ist es aber nicht, denn die Entscheidung hast Du bereits vor einem Jahr getroffen. Du bist verheiratet und liebst Deine Frau. Damit ist doch alles gesagt. Es wäre anders, würdest Du Deine Frau nicht mehr lieben oder sie Dir eine schlechte Ehefrau sein, aber Du hast Dich nunmal für ein Leben mit ihr entschieden. Du warst Dir Deiner Gefühle für Deine Frau so sicher wie Du Dir jetzt Deiner Gefühe für Deine Kollegin sicher bist. Wärst Du jetzt mit Deiner Kollegin zusammen, würdest Du bestimmt eines Tages für eine andere ebenso empfinden. Es gibt in unserem Leben für manche eben mehrere "perfekte Partner". Wenn man eine Ehe eingeht, entscheidet man sich aber eben für nur einen. Das hat Nachteile (man kann keinen anderen Partner mehr haben), aber eben auch Vorteile.
Ich würde an Deiner Stelle diesem scheinbaren Dilemma nicht so viel Bedeutung beimessen und - ganz wichtig - den Job wechseln. Bis dahin mach Deiner Kollegin klar, dass Du einen sachlichen Umgang mit ihr möchtest. Denk einfach an Deine Frau, schlaf mit ihr, genießt die Wochenenden oder fahrt auf Urlaub. Es werden immer wieder Versuchungen aufkommen, aber solange Du Deine Frau liebst, gibt es keinen Grund, Deine Entscheidung, sie zu lieben und ehren, bis dass der Tod Euch scheidet, zu revidieren.
Alles Gute und Kopf hoch!
 
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  • #38
Der Fs scheint emotional ordentlich Karussell zu fahren. Mich würde interessieren, ob bereits eine Form der körperlichen Interaktion stattgefunden hat und falls ja, wie beide diese empfunden haben. In welcher Lebensphase steckt diese Kollegin? Der Fs sollte sie mit seiner Zerrissenheit konfrontieren, nach ihren Gefühlen fragen. Nur so können klare Verhältnisse geschaffen werden.
 
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  • #39
Lieber FS,
die ganze Sache kann MANN doch nicht ernstnehmen. Es dreht sich bei dir immer nur um ein "besagtes vorweihnachtliches Gespräch" vom vergangenen Jahr. Seit dem habt ihr weder über eure Gefühle gesprochen, noch das (beiderseitig vorhandene ?!) leidenschaftliche Begehren ausgelebt. Weihnachten steht wieder vor der Tür und du denkst dir das kann so nicht mehr weitergehen mit deinem Gefühlsleben? Entweder verschweigst du etwas oder du hast dich in etwas verrannt, was dich aus deinem Alltag gedanklich ausbrechen lässt.

Mein Tipp: Lass es mit deiner Kollegin drauf ankommen. Wie fühlst du dich damit? Mach deine weiteren Handlungen davon abhängig.
m,41
 
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  • #40
Hmmm... ich finde es etwas schade, wie nüchtern hier viele sind oder besser gesagt fast slle!

Der FS hat ein so unglaubliches Geschenk im Leben bekommen. Es ist die Art von Liebe von der Märchen handeln, für die Kriege geführt wurden, es ist die Art von der viele träumen, wenn sie noch jung sind und man glaubt, man kann die Welt aus den Angeln heben.

FS wenn Du diesen Schritt nicht gehst, dann wirst Du unglücklich in Deinem Leben.

Ich persönlich finde, eine der unglaublichsten und faszinierendsten Paaren der heutigen Zeit ist die von Charles und Camilla. Es gibt nicht viele solcher Glückspilze, die einen Menschen finden für den sie sowas unglaubliches fühlen. Deine Geschichte gibt mir auch etwas Hoffnung für mich selber. Es gibt Momente, die sind Magisch und es gibt eine Form der Liebe, die man nicht erklären kann.
 
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  • #41
Indes hat sie mir ja in besagtem vorweihnachtlichen Gespräch bestätigt, daß sie unter anderen Umständen das Ganze sehr wohl zulassen würde.

Hier nochmal die #34

Unter anderen Umständen könnte ich mir mit besagtem Kollegen auch mehr vorstellen - hätte ich ihn außerhalb des Jobs kennen gelernt, und (was noch viel wichtiger ist!), wenn ich ihn als SINGLE kennen gelernt hätte.

Ein Single, der seine Verhältnisse geregelt hat, und ein Mann, der als Warmwechlser eine Frau austauscht wie einen beliebigen Gebrauchsgegenstand, sobald sich was vermeintlich Besseres findet - dazwischen liegen WELTEN!

Gerade wenn mir dieser Mann so wie du auch noch sagt, dass er seine Frau liebt, sie gerade erst geheiratet hat, da würde mein Verstand 1000 Alarmglocken läuten lassen.

Heißt das doch, dass ich (als neue frischgebackene Ehefrau irgendwann) sogar dann damit rechnen müßte, dass er einem neuen Prickeln (und das lauert doch andauernd irgendwo) sogar dann nachgehen würde und mich austauschen würde, wenn ich mich zuhause in Sicherheit wiegen würde mit dem Wissen er liebt mich.

Bei einem Mann von dem man weiß, dass er eine Frau die er liebt, trotzdem gegen einen neuen Flirt austauschen würde, da kann man sich als Frau ja NIE sicher fühlen.

Ich kann nachvollziehen, dass die Kollegin unter den Umständen nicht mehr zulassen möchte.
Ich denke du irrst dich, wenn du meinst das ändert sich, sobald du für diese Kollegin deine geliebte Frau "entsorgst".
Prickeln alleine reicht nicht für eine Partnerschaft, der Charakter ist da viel wichtiger. Denn das Prickeln am Anfang vergeht IMMER irgendwann, über die weitere Zukunft entscheidet dagegen der Charakter.

Und - last but not least - ab einem gewissen Alter ist man auch erfahren genug zu wissen, dass Verliebtheit kein Garant dafür ist, dass man danach auch zusammen bleibt - geh davon aus, dass 99% der Paare, die sich irgendwann trennen, auch alle am Anfang sehr verliebt waren ineinander.
In dieser Phase hält man den Anderen IMMER für den perfekten Partner bei dem alles paßt.
Weil die Hormone einem das Gehirn vernebeln.

Mit was für einem miesen Gefühl trennt man sich aber erst, wenn der Andere für einen so viel aufgegeben hat? Da würde ich mich ja quasi verpflichtet fühlen bei dir zu bleiben, nachdem du für unser Zusammensein so ein großes Opfer gebracht hast.
Diese Bürde wäre mir dann doch zu groß.
 
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  • #42
Hier wird über die Gefühle des FS, auch die Gefühle der Kollegin diskutiert.
Aber was ist eigentlich mit der ahnungslosen Ehefrau? SIE ist die einzige, die hier eigentlich zu bedauern ist. Sie glaubt an die Liebe ihres Mannes, dabei wird sie von ihm aufs Übelste hintergangen. Nicht nur, dass er emotional fremdgeht (auch wenn es noch nicht zum Sex kommt), er heiratet sie dann auch noch und bindet sie dabei an sich. Das ist gelinde gesagt eine Schweinerei.

Wie wäre es denn, wenn du deine Frau fragst, ob sie mit einer 3er-Beziehung einverstanden ist. Dann wird sich die Sache nämlich ganz schnell erledigen und sie wird dir die Koffer vor die Tür stellen. Und das hast du auch verdient - egal, ob du auch sexuell fremdgehst oder nicht.
Man(n) sollte keine Ehe eingehen, wenn man gerade in eine andere Frau verliebt ist. Soviel Eier sollte man mit 30 schon in der Hose haben.
 
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  • #43
Der FS hat ein so unglaubliches Geschenk im Leben bekommen. Es ist die Art von Liebe von der Märchen handeln, für die Kriege geführt wurden, es ist die Art von der viele träumen, wenn sie noch jung sind und man glaubt, man kann die Welt aus den Angeln heben.

Es gibt einen riesengroßen Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe.

Verliebtheit ist ein rein chemischer Prozeß, der immer gleich abläuft und gesteuert wird über Hormonausschüttung. Zweck des Ganzen ist, dass man den Anderen nur noch romantisch verklärt als perfekt erkennt und ohne es zu merken alles Negative ausblendet.

Die Natur hat das so eingerichtet, damit Menschen, die aufgrund ihrer besonders gut zueinander passenden Gene und Immunsysteme, den bestmöglichen Nachwuchs zeugen. Rationales Denken und das Erkennen von Eigenschaften, die einem nicht gefallen könnten, stören dabei nur und werden deshalb in der Phase rigoros ausgeblendet - ohne dass man davon etwas merkt.
Schließlich will die Natur mit diesen Gefühlen erreichen, das man sich unbedingt paart miteinander.

Menschen haben in der Phase nachweislich zum Teil die selben Botstoffe in ähnlicher Konzentration im Blut, wie man sie bei Schizophrenen nachweisen kann. Und jeder der mal bis über beide Ohren verliebt und Hormonvernebelt war weiß, dass man in der Zeit in der Tat ein wenig verrückt ist und teilweise völlig irrational handelt (was man sich Jahre später oft nicht mehr erklären kann).

Da jedoch kein Mensch diesen Zustand dauerhaft ertragen würde - ansonsten würde die ganze Welt ja nur noch "bekloppt" sein ;-) - deshalb dauert er eben nur eine gewisse Phase und kühlt sich nach einiger Zeit allmählich ab.
Hat man diesen Zustand hinter sich, in der Regel so nach 3-12 Monaten Beziehung, erst DANN wird man feststellen, ob man den Partner auch ohne diese rosarote Brille und im Alltag lieben wird.

FS, du sagts du liebst deine Frau. Und das immer noch nach 4 Jahren.
Überlege dir wirklich SEHR gut, ob du das wegwirfst für ein paar Monate Höhenflug und ohne den Hauch einer Ahnung, wie es mit der Kollegin danach weiter gehen wird.
 
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  • #44
Ich (w,32) sehe die Ehe nüchtern; Vielleicht wird Liebe mit Alltag, Vertrautheit, Sicherheit, Verantwortungsbewusstsein verwechselt. Die Signale sind da, denn sonst wären die Gefühle für eine andere Frau, mit der es offensichtlich noch nicht zu Körperlichkeiten kam, nicht so präsent bei dem Fs.
 
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  • #45
Gast 44, danke für die sehr nüchterne und die Chemisch mehr oder weniger korrekt Aufklärung.

Weißt Du wo ich arbeite? Ich bin in der Medizin tätig genau gesagt Forschung. In unserem Körper wird alles von Hormonen gesteuert und das ganze Leben ist ein bloßer Zufall! Dass ausgerechnet das Spermium die Eizelle getroffen hat und dadurch Du entstanden bist, gehört auch dazu.

Zwischen Himmel und Erde oder auch Hölle gibt es mehr als das was wir mit unserem Verstand begreifen können. Die Evolution, die Natur findet immer ihren Weg, sie ist erheblich stärker als jeder Mensch. Also wie soll der FS aus diesem Zustand in dem er gerade sich befindet raus kommen? Weil der Prozess ist in seinem Körper aktiviert. Die Verbindungen in seinem Gehirn sind für dieses Gefühl sehr fest, den das spuckt seit fast einem Jahr da rum! So... wie soll er das abstellen?

Man kann es auch so auslegen! Wie soll in diesem Zustand die Liebe zu seiner Frau überleben?
 
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  • #46
Ich würde das Phänomen gerne besser verstehen, lieber FS. Es ist ja wahrscheinlich so, dass du im Grunde 24 Stunden am Tag mit Liebe abgedeckt bist. Auf der Arbeit mit der Kollegin und danach und nachts mit deiner Frau. Wie ist es denn, wenn du mit deiner Frau bist, die du ja über alles liebst? Denkst du dann an deine Kollegin, sehnst dich nach ihr? Ich kann mir das ehrlich nicht vorstellen. Vor vielen Jahren hatte ich auch mal eine Affäre, da konnte ich mit meinem Mann dann aber nicht mehr schlafen, ich war völlig von der neuen Liebe gefangen.
Wie kann es mit zwei Menschen die perfekte Liebe sein? Kann es sein, dass es gerade dieses rundum mit weiblicher Zuwendung abgedeckt sein ist, was dich erfüllt? Auf der Arbeit die eine und danach die andere?
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Gradmesser so gar nicht zu einer Seite ausschlägt. Zuman wenn ihr noch keine Kinder habt oder andere Faktoren, die manche Eheleute aneinander ketten, dann könntest du dich ja noch relativ leicht von deiner Frau trennen.

w/43
 
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  • #47
Kann ich nicht nachvollziehen: wenn ich meine Frau "über alles" liebe, dann ist da auch kein Platz für eine Zweite, mag sie noch so verlockend, vielversprechend und so fort sein. Wenn man in der Lage ist, zwei Menschen vergleichbar zu lieben, dann pickt man sich entweder nur das Beste heraus oder ist nicht monogam oder hängt einer Traumwelt nach. In meinem Berufsleben gab es vielleicht drei, viermal das "Problem", dass sich eine durchaus in mehrfacher Hinsicht attraktive Kollegin an mich ranmachen wollte (nicht mal so rumflirten, sondern mit Beziehungsabsicht). Für mich war das nie ein Punkt des tiefen Konflikts, weil ich mir der Liebe zu meiner Frau sicher war, also quasi imun war. Insofern wunderst du mich...

Bravo - bestes Statement für mich hier.

Ich kann diese verständnisvolle Art für das "Treiben" des FS überhaupt nicht nachvollziehen.

Er ist ein Egoist erster Güte und betrügt beide Frauen gleichzeitig stellt sich hier aber als bemitleidenswertes Opfer dar, dabei ist er eiskalt, ich könnt würgen.

Wenn ich jemanden liebe, liebe ich diese Person und eine zweite hat keinerlei Chance, auch sexuell nicht. Wahre Liebe ist wie eine Mauer, die nichts durchbrechen kann.

Der FS langweilt sich in seiner Ehe und sucht eine Auszeit mit seiner Kollegin.

Am besten er trennt sich von beiden und beginnt eine Affäre mit einer dritten.
Wir hatten mal einen Filialleiter, dem es ähnlich ging, die Dritte im Bunde hat er dann erneut geheiratet mit Mitte 50 und bekam noch ein Kind - wäre evtl. ein ironischer Vorschlag meinerseits.
 
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  • #48
Für mich ist das keine wirkliche tiefe Liebe, wenn man solche Gefühle für einen anderen Menschen vor dem Partner lange Zeit verbergen kann.
In einer idealen Beziehung herrscht nach meinen Vorstellungen in dieser Hinsicht das Bedürfnis nach absoluter Offenheit - und dann hält sie bestenfalls auch solche Liebschaften aus.

Nicht jeder ist fähig, so ein Beziehungsmodell zu leben - und Du kannst Deine Frau am besten einschätzen, wie sie reagieren wird.

Der andere Punkt ist, was Du für Dich als ideal empfinden würdest.
Die Ideen von Michaela71 sind sehr gut geeignet, Dir darüber klar zu werden. Stelle Dir alle Szenarien so genau wie möglich vor, und auch die Konsequenzen, die mit Entscheidungen verbunden sind... Stelle Dir auch unwahrscheinliche Lösungen (Viererbeziehung etc.) vor.
Wir sind alle sozial konditioniert und schließen daher naheliegende Möglichkeiten aus, die als gesellschaftlich inkorrekt angesehen werden, aber alle Beteiligten glücklich machen könnten.
 
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  • #49
Ich hatte so eine Situation, in der allerdings nur er gebunden war. Zwischen uns knisterte es heftig, und wir hatten ein ganz starkes inneres Bedürfnis, uns auszutauschen und kennenzulernen. Wir sind definitiv Seelenverwandte...
Da wir aber merkten, dass wir Grenzen überschreiten würden, die wir für moralisch korrekt halten, haben wir schweren Herzens darauf verzichtet, das Kennenlernen zu vertiefen.
Er hat seine Ehe wieder in Ordnung gebracht und sie haben sich endlich für Nachwuchs entschieden.
Ich freue mich sehr an ihrem Glück und fühle inneren Frieden, denn mein Glück kann ich nicht auf dem Unglück eines anderen bauen. Es ist gut, wie es ist. Klingt, als wäre ich orthodox christlich - bin ich aber nicht.
 
  • #50
Lieber FS!
Um so ein Kuddelmuddel zu vermeiden, halte ich es wie folgt: sobald ich merke, dass mich eventuell ein anderer Mann interessieren könnte, breche ich den Kontakt ab. Bei Kollegen erzähle ich nur von meinem Mann, den ich sehr liebe. Ich würde mir jedem ausgehen, aber nie mit einem Mann, der mir gefährlich werden könnte.
Mein Mann hat exakt die gleiche Einstellung.
Natürlich kann immer ein potentieller Partner anklopfen. Die Sache ist doch die, dass man es erkennt und ausbremst. Eine Ehe ist auch eine Entscheidung. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Aus der Nummer kommst Du nicht unbeschadet raus. Keiner von Euch Vieren.
Daraus entstehen Tragödien. Schade.
Ich denke auch, Du wirst verlieren. Alle werden verlieren.
Und ein zurück gibt es auch nicht. Da musst Du wohl durch und die volle Verantwortung übernehmen. Alles Gute für Deine Frau. W48
 
  • #51
Viele Beiträge sind wieder mal geprägt von moralischen Beurteilungen - wie immer, wenn hier jemand etwas fragt, was nicht in das Raster verliebt-verlobt-verheiratet-gestorben passt.
Dabei hat der FS nicht um Moral gebeten, die ist es eh schon, die ihn plagt. Besitzdenken und moralinsaurer Umgang in Beziehung produziert genug frustrierte und verletzte Menschen.

In einer modernen Gesellschaft sollten wir in der Lage sein, verschiedenen Lebenskonzepte zu akzeptieren, egal ob wir sie selbst leben wollen oder können.


Letztendlich geht es aber immer um die Frage: Ist der FS wirklich ehrlich zu sich selbst? Das hat nichts mit "Moralpredigten" zu tun, denn nur ehrlich sein wird ihm helfen, eine Lösung zu finden.
Und der erste Anfasser bei dieser "Geschichte", um die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu hinterfragen, sind nun einmal die Punkte "Ist schon mehr gelaufen?", "Liebt er seine Frau wirklich *über alles*?" usw. Das hat nichts damit zu tun, dass hier andere nur belehren wollen. Es soll ja helfen!

Und wenn bei aller Ehrlichkeit herauskommt, dass er wirklich gleichstark in beide Frauen verliebt ist und liebt, dann gibt es eben mehrere Möglichkeiten zu handeln:
- nichts sagen, beide Lieben ausleben --> Und jeder, der hier sagt, dass das egoistisch wäre, kann man nicht vorwerfen, Moralpredigten zu halten oder besitzergreifend zu sein! Rein von Natur her, wäre es tatsächlich sehr "hippie", seine Lieben einfach überall auszuleben, aber unsere Gesellschaft ist gerade nicht an die Erfüllung von Märchen und 68ern ausgelegt. Demnach wäre das Betrug und wenn man schon eine Ehe eingeht, ist man sich eigentlich auch - neben der Liebe und Freude daran - auch an den Pflichten bewusst!
- alles sagen und dann die Erfahrung machen, jemanden so richtig zu verletzen und mit diesen Konsequenzen leben und umgehen (Ehefrau) oder/und eine Abfuhr bekommen (Kollegin) oder/und beides verlieren. Das Überraschenste hier wäre, wenn die Ehefrau das okay finden würde...

Also lieber FS: Niemand kann dir etwas vorschreiben, niemand kann dich verurteilen.
Meine Frage/mein Tip wäre immer noch: Werde dir klar darüber, was dir die "über alles Liebe zu deiner Ehefrau" wirklich bedeutet. Sei einfach ehrlich, dann weißt du auch, was zu tun ist.
 
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  • #52
Hallo FS!

Überlege dir bitte mal ob es nicht sein kann das da bei dir noch was unerledigtes ist? Die Beschreibung mit deiner vorherigen Beziehung und den Schlussfolgerungen kommt mir etwas rationell vor. Hast du das auch wirklich mit deinem Herzen verarbeitet?
 
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  • #53
Und wenn hier jemand die Moral oder Werte wie Treue und Zuverlässigkeit oder Ehrlichkeit dem Partner gegenüber verteufelt, wundert es mich nicht wohin unsere Gesellschaft steuert, nämlich ins bodenlose Chaos.

Jeder mit jedem, drunter und drüber, oben und unten, rechts und links, Kuddelmuddel und viele finden das hier noch völlig in Ordnung.

Ich bin Moralistin und ich halte die alten Werte sehr hoch und ich werde den "armen FS" in keinsterweise bedauern.

Er ist VERHEIRATET und kein unabhängiger Single auf Suche nach Liebe und Partnerschaft.

Mir wird es immer ein Rätsel bleiben, weshalb sich gerade Verbandelte so oft in Dritte verlieben, meist mehr als Singles.

Es gibt da für den FS einen Spruch:
Männer suchen immer nach der Frau fürs Leben, vor allem nach der Hochzeit.
 
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  • #54
Hier ein großartiges Lied zum Thema:

http://www.youtube.com Hausboot- Waer nicht schwer
[mod: Direkte Verlinkung nicht gestattet, es ist nur so wie oben möglich ]

"... und dann schweigend zu widerstehen..." Wie wär's eigentlich damit?

Wie eine Mitforistin schon schrieb, rechtzeitig ausbremsen wäre die Devise. Du liebst deine Frau über alles, also bremse, bremse, bremse. Und suche dir neue Lebensziele - mit deiner Frau. Gib die Tagträumerei auf. Verliebtheit vergeht übrigens manchmal erst nach 2 - 3 Jahren. Alles selbst erlebt. Du bist nicht der erste, dem so etwas widerfährt.

w/46
 
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  • #55
Lieber FS,

eigentlich habe ich noch nie Verständnis für Männer in Deiner Situation aufbringen können. Anfänglich las ich es auch mit einer gewissen Wut und Empathie für deine Frau. Bei Deinen Schilderungen habe ich allerdings bemerkt, dass Du zumindest ein schlechtes Gewissen hast und zum anderen nach einer Lösung suchst, anstatt das Gefühl der doppelten Begehrtheit schlicht zu genießen.

Die Liebe schlägt eben einfach zu. Gerade im Berufsleben kann soetwas langsam wachsen und prächtig gedeien. Kaum jemand ist davor gefeit. Ich glaube Dir aber nicht so richtig, dass Ihr keinen Sex hattet, bei dem extremen (gegenseitigem) Verlangen, welches man herauslesen kann.

Aus Sicht (d)einer Frau: Sie wird es bereits spüren!
Es wird herauskommen! Früher oder später wirst Du unachtsam oder deine Frau wird sich ihres Verdachtes vergewissern wollen! Auch Eure gesamten Kollegen sind nicht blind!! Hast Du vielleicht sogar irgendjemandem davon erzählt? Derjenige wird es im Vertrauen weiter erzählen, Du weißt nicht, wie gut Buschfunk hinter Deinem Rücken funktioniert!
Folge: Sie wird Dich verlassen. Sie wird Dich hassen, ihre gesamte Familie, ihre Freunde, Eure Freunde, der Partner Deiner Kollegin usw.. Du wirst Trennungsunterhalt zahlen müssen, vielleicht Zugewinnausgleich etc.
Dann hast Du Deine Kollegin (wenn sie ihren Partner verläßt). Du siehst aber jetzt noch durch die rosarote Brille!! Wenn bei Euch der Alltag einzieht und die große Euphorie abschwächt, dann ist es nicht mehr das was Du jetzt empfindest. Du denkst, nein, mit der Frau wird es anders? Nein!

Wenn Du sogar sagst, Du liebst beide gleichwertig, dann ist das ein Riesenpluspunkt für Deine Frau!!
Wenn die neue, die täglich nur gestylt in der Firma erscheinende Kollegin, die problemlose Beziehung, ebenso schön ist wie die Ehe mit allen Problemen des Zusammenlebens, des Alltags, dann solltest Du dringend die Affäre beenden!!!!

Ich würde allerdings im Gegensatz zu meinen Vorrednern als Ehefrau keine Details wissen wollen. Auch damit wäre die weitere Beziehung belastet.
Beende die Affäre und lege Deiner Frau die Welt zu Füßen! Man kann sich auch entlieben ... schreibe (nur) negative Dinge auf und sieh dir den Zettel an, wenn Du wieder an sie denkst.
(jetzt sagst du, sie hat keine negativen Eigenschaften, stimmts ;-)... - doch hat Sie!!)

w, 38
 
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  • #56
Lieber FS,
ich (31) befinde mich in einer ähnlichen Situation wie du. Nicht als Zerrissene, die sich nicht entscheiden kann, sondern ich bin die neue Liebe eines Mannes (42), der gerade zerrissen ist.
Allerdings anders gelagert.. wir kennen uns schon seit 4 Jahren aus dem selben Freundeskreis.
Sind beide unglücklich in festen Beziehungen mit jeweils mehreren kleinen Kindern.

Was ich aus deiner Geschichte herauslese ist, wie auch schon andere hier schreiben, dass die
Gefühle für deine Kollegin nicht so 100% auf Gegenseitigkeit beruhen.
Mag sein, dass ihr euch super gut in allen Belangen versteht und ihr euch attraktiv findet und man von Verliebtheit sprechen kann.
Ich aber frage mich, warum es dann in all der Zeit im Feuereifer und Liebeswahn noch zu keiner körperlichen Annäherung gekommen ist, wenn ihr doch "perfect match" seid.
Und: wenn ihr so vertraut miteinander seid, sprecht ihr dann auch über euch - was zwischen euch ist und was ihr von einander langfristig wollt?
So wie du die situation beschreibst, macht es nicht den Eindruck, als würde sie sich tatsächlich eine feste Beziehung mit dir wünschen.
Will sie einen Mann, von dem sie weiss, dass er seine Frau "betrügt" und trotzdem heiratet wirklich haben?
Vermutlich weisst du die Antwort. Vermutlich wird sie sich nicht für einen solchen "Halodri" trennen.
Ich finde auch, dass deine Frau es nicht verdient hat, dass Mann ihr keinen reinen Wein einschänkt.
Und du tust es vermutlich nicht, weil es keinen realen Weg zu deiner Kollegin gibt. Stimmts?

Die Frage für dich sollte nicht sein, wie du aus deiner Situation herauskommst ohne zu verletzen.
Das scheint mir in deinem Fall sowieso unmöglich.
Sondern, wie du mit Anstand und Aufrichtigkeit weitermachen kannst. Sprich mit deiner Frau.
SO kann es nicht weitergehen. Gib deiner Frau ihre Würde als die Frau, die du angeblich so sehr liebst zurück. Lass sie selbst entscheiden, ob sie dich trotzdem noch weiter will.
In so einer Situation zu schweigen ist falsche Fürsorge.
Du bist nicht für das Glück deiner Frau zuständig, sondern für ein gemeinsames Glück.
Und wenn du ihr eben jenes unter den Bedingungen, die sie sich wünscht nicht bieten kannst,
dann bist du euch Aufrichtigkeit darüber schuldig.
 
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  • #57
Bla, bla, bla, der arme FS.

Er ist ein Fremdgänger und wird es auch in einer neuen Bindung, wenn er da wieder mal eine neue Kollegin sonstwo kennenlernt.

Ich frage mich wie naiv gerade Frauen da sind.

Sie denken, aha, er trennt sich von seiner Frau und liebt mich, aha, fragt sich nur wie lange, denn auch bei der neuen Liebe wird irgendwann der Alltag einziehen und dann??

Diese Männer werden immer nach einer gewissen Zeit erkennen, dass das Gras sonstwo grüner ist als im eigenen Garten und losziehen.

Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger, der FS ist für mich ein Ehebrecher und kein armer Mann, der in einer Zwickmühle steckt, nee, da hat er sich schon selbst hineinbegeben.
 
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  • #58
Die Erklärung von Gast #42 reicht nicht aus. Mir sind im Leben sicher schon Tausende Männer begegnet, deren Gene toll zu meinen gepasst hätten. Verliebt war ich aber erst 2x im Leben. Da steckt schon noch einiges mehr dahinter. Deshalb - so eine Chance ernst nehmen.
w44
 
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Gast
  • #59
Liebe Leute, ich halte es für falsch den FS (wie zu letzt Gast #56) als Fremdgeher, Ehebrecher oder sonstiges zu bezeichen. Es scheint mir, dass er in einer für ihn verzweifelten Lage steckt und vielmehr nach einem Ausweg sucht, als sich moralische Reden durchlesen zu müssen. Die Problematik seiner Lage wird ihm durchaus bewusst sein, zumal er selbst wie er schreibt, öfter versuchte, sich diese andere Frau aus dem Kopf zu schlagen. Ehe ist ein versprechen ja, aber Gefühle lassen sich nicht vorschreiben, geschweige denn für die Ewigkeit versichern. Jeder, der so denkt, wird früher oder später in einer unglücklichen Partnerschaft/Ehe festsitzen.

Lieber FS, ich habe Empathie mit dir. Auch ich habe mich verloren. Klammheimlich verliebt in einen verheirateten Mann. Zunächst gelang es mir diese leisen Gefühle zu unterdrücken, doch es wurde immer schlimmer. Der Versuch es zu verstehen zerreißt mich und lässt mich hilflos zurück. Nach und nach kommt es mir in den Sinn, dass ich meinen Partner liebe und ehre, aber wohl nicht mehr so, wie es in einer Partnerschaft sein sollte. Vielleicht ist das einfach der Lauf der Dinge, nur eben, dass es nicht leicht ist, diesen zu erkennen noch zu akzeptieren.
 
G

Gast

Gast
  • #60
Ich glaube, Du hast aus den falschen Gründen geheiratet. Nicht um der Frau willen, sondern nur um zu zeigen, dass Du dieses Mal "gut prüfst". Das hast Du getan und meintest, auf der sicheren Seite zu sein. Da trat die Kollegin in Dein Leben...
In diesem Fall passt der Spruch (in einem Online-Singlebörsen-Profil entdeckt!):

"Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum"

Viel Glück, was auch immer Du tun wirst :)
 
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