• #31
Würde des Menschen.. Dianthus, große Nummer hier.

Das mag sein, aber nicht zu leugnen.

Wer sagt denn das in der anderen Familie alles gut ist?
Hier wird davon ausgegangen, aber das ist doch auch nur Schönfärberei.
Letztlich weiß die FS nicht wie es in der Familie aussieht.
Ist der Mann vielleicht nur wegen des Kindes noch mit der Mutter Zusammen?
Ahnt er etwas und ist das ab und an Kind diffusem Misstrauen ausgesetzt?

Das ganze Familienleben basiert auf einer handfesten Lüge. Daraus erwächst nichts Gutes - es mangelt an jeglicher Authentizität.


Aber letztlich ist das doch irrelevant, das Kind hat einen Anspruch seine Herkunft zu kennen.
Daran ist nicht zu rütteln.
 
  • #32
Vielen Dank für eure anregenden Antworten!

Es ist eine heikle Geschichte. Es kann alles so bleiben und alle leben glücklich weiter.Sollte es irgendwann rauskommen, ist es natürlich besser, man hätte es vorher gesagt. Sagt man es aber, dann würde für den Jungen eine Welt zusammenbrechen.
Ich möchte da kein Richter sein, der das entscheidet. Zumal ich weder Name noch Adresse habe.
Sie machen sich nicht darüber lustig. Es ist eher ein „süßes Geheimnis“, das sie miteinander teilen. Aus welchen Gründen das damals geplant wurde, weiß ich nicht genau. Darüber habe ich verschiedene Aussagen erhalten. Das war die Salamitaktik, mir davon zu erzählen. Ich glaube, sie fand ihn toll und er hat sich geschmeichelt gefühlt.

Mir geht es vielmehr darum, wie mein Freund damit umgeht. Ich habe ihn nie Vorhaltungen gemacht, die ihn veranlassen können, dass er mich nicht mehr über den Kontakt informiert.
Sobald es unbequem wird, geht er dem Konflikt aus dem Weg und mogelt sich durch.
Und so entstehen dann auch Lügen und Schwindeleien in anderen Kontexten. wie z.B. heimlich mit der Exfrau treffen oder andere Dinge. Und er hat immer eine Rechtfertigung, warum Lügen der richtige Weg ist. Für ihn ist es keine Lüge, sondern ein „vorenthalten einer Information, die zu Stress führen könnte, aber unrelevant für unsere Beziehung ist“...
So war das heimliche Kind auch unrelevant in seiner vorherigen Ehe und wurde verschwiegen.

Wenn ich das so schreibe, kommt mir das richtig blöd vor. Das ist aber alles so schleichend passiert - so zusammenfassend kann ich nur selbst den Kopf darüber schütteln.
 
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  • #33
Das ganze Familienleben basiert auf einer handfesten Lüge. Daraus erwächst nichts Gutes - es mangelt an jeglicher Authentizität.
Aber letztlich ist das doch irrelevant, das Kind hat einen Anspruch seine Herkunft zu kennen.
Daran ist nicht zu rütteln.
Es ist unglaublich für mich und auch hier wieder einmal eine Bestätigung, wie viele Menschen ihr negativ geprägtes EGO nicht in der Klarheit, nicht in der Wahrheit, nicht in der Aufrichtigkeit und nicht in der Authentizität leben!! Ganz schlimm!!
 
  • #34
Was ist eigentlich mein Problem?
Dass ich solch eine Entscheidung nicht nachvollziehen kann und mich frage, wie jemand tickt, der so lebt und ob ich da mit kann...
und - ja- was dann noch so „Unrelevantes“ hinter meinem Rücken passiert
 
  • #35
Sobald es unbequem wird, geht er dem Konflikt aus dem Weg und mogelt sich durch.
Und so entstehen dann auch Lügen und Schwindeleien in anderen Kontexten. wie z.B. heimlich mit der Exfrau treffen oder andere Dinge. Und er hat immer eine Rechtfertigung, warum Lügen der richtige Weg ist.
Ja; das ist so, wie ich es mir dachte. Die eine Sache zeigt den Charakter, dass er Lügerei bequemer findet und daher diesen einfachen Weg auch bei anderen Dingen geht. Wie bei meinem Ex. Ich würde dann immer denken, wenn er fremdgeht, Geld verspielt, was auch immer, würde er mir ohne Probleme das Blaue vom Himmel runterlügen, „um niemanden zu verletzen“, aber in Wahrheit, um selbst keinen Stress zu haben und gut durch zu kommen. Du allein kannst aber nur entscheiden, ob das Gute in der Beziehung das für dich aufwiegt, was ja auch gut sein kann.
 
  • #36
vorenthalten einer Information, die zu Stress führen könnte, aber unrelevant für unsere Beziehung ist“...
Das ist doch der Knackpunkt in seinem Verhalten.
Er entscheidet was andere für relevant finden dürfen - er lässt seinem Gegenüber nicht die Möglichkeit die Dinge selbst zu gewichten. Er hat somit die Macht und Kontrolle und gestaltet die Welt wie sie ihn gefällt.

Insbesondere für sein Kind ist das tragisch.
 
  • #37
und - ja- was dann noch so „Unrelevantes“ hinter meinem Rücken passiert
Ja, so wird das sein, Lügner lügen immer, Betrüger betrügen immer, Fremdgänger gehen immer fremd, Warmwechsler wechseln immer warm usw. usf., ich wollte und könnte mit solchen Menschen nichts zu tun haben, da gibt es ein Sprichwort das heißt, lebst du unter Lahmen, dann lernst du hinken!
 
  • #38
Für ihn ist es keine Lüge, sondern ein „vorenthalten einer Information, die zu Stress führen könnte, aber unrelevant für unsere Beziehung ist“...
Das dachte ich mir. Ein ständiger Ausweicher.Das würde mich auf Dauer stören. Auch wenn manche meinen, dass diese Art des Verschweigens nur zu deinem besten ist und sonst nur Stress machen würdest. Deine Entscheidung. Mich würde das stören, andere betrachten dass als Eingriff in ihre Privatsphäre und persönliche Freiheit.
Er hat das Kind in deiner vorigen Ehe verschwiegen? Wär nichts für mich. eine Eheschließung ist nochmal ne andere Nummer.
 
  • #39
Auf jeden Fall liebt er "sein" Kind, diese Familie ist intakt.
Bis das ganze Konstrukt allen Beteiligten dermaßen um die Ohren fliegt, dass sie sich in den Luftschutzkeller begeben können. Kannst ja mal Kinder fragen, wie es denen geht, wenn sie mit 20, 25 Jahren erfahren, dass es nicht der leibliche Vater ist. Dann mutiert die scheinbar so intakte Familie aber mal ganz schnell zur Albtraumfamilie. Kannst auch mal Kinder fragen, wie es ihnen geht, wenn sie erfahren, dass der Vater ein anonymer Samenspender ist oder Kinder, die von ihren Müttern nie erfahren, wer überhaupt ihr Vater ist.
@Dianthus schreibt hier keine ganz große Nummer, sondern die Wahrheit.

Verstehe auch nicht, was @Amytan hier so antriggert. Das einzig verlogene hier ist die beschriebene Lebenslüge. Da bin ich echt abergläubisch- sowas fliegt immer auf und dann aber richtig. In Zeiten von DNA Tests eher die Regel als die Ausnahme.
Tja liebe FS in Verbindung mit seinen sonstigen Lügen, kennst Du die Antwort ja schon selbst.
W,55
 
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  • #40
Wenn ein Mensch seine wahre Abstammung von seinem vertrauten Umfeld nicht erfährt, d.h. erst erfährt, nehmen wir einmal an bei Volljährigkeit oder älter, dann meint dieser Mensch, dass lügen und betrügen ganz normal zum Leben gehört, er wird zwangsläufig auch ein Solcher werden!! Ich kann niemals verstehen, warum erwachsene Menschen, so heuchlerisch und falsch sein können, mit der Meinung, ja bloß nichts erzählen, es ist unglaublich, muss echt wieder meinen Kopf schütteln!!

Plädierst Du dann dafür, weiter zu lügen? Vermutlich eher, die Wahrheit zu sagen. Das Thema ist eines zwischen den leiblichen Eltern und dem juristischen Vater. Außenstehende können ihre Sicht dazu haben, aber es geht sie nichts an.

Nehmen wir an, der Junge erfährt es nie, dann wird er behütet aufwachsen, in einer intakten Familie, besser als bei all denen, die sich mal eben trennen, wenn es nicht mehr passt und dann jahrelang ums Sorgerecht streiten. Er kann eine stabile Persönlichkeit entwickeln, er hat Eltern, die ihn stützen und lieben. Er wird einen guten Start ins Leben haben. Auch eine moralische Beurteilung fragt immer unter anderem nach den Folgen des Handelns.
Ja, man kann das auch unter dem Aspekt Ehrlichkeit beurteilen. Ich persönlich würde hier die Auswirkungen wichtiger finden.

Hat der Mann hier die FS in der Beziehung belogen oder betrogen? Dazu lese ich nichts. Er hat sich ihr ja gerade anvertraut. Sie hat keinen Bezug zu dem Jungen, auch nicht zu seinen Eltern. Der ganze Vorgang hat für sie keine erkennbare Relevanz.
 
  • #41
Ja, man kann das auch unter dem Aspekt Ehrlichkeit beurteilen. Ich persönlich würde hier die Auswirkungen wichtiger finden.

So sehe ich es genauso.

Dass dieser Mann wohl insgesamt ein Vermeider ist, sich mit Bequemlichkeitslügen durchs Leben mogelt, ist ein anderes Thema.

Das wäre für mich ein Grund für meine persönliche Konsequenz - Da bin ich auch rigoros und ziemlich empfindlich.
Aber nicht die Geschichte mit dem Kind. Da ist zuwenig Hintergrund bekannt.

Ehrlichkeit ist sicher positiv, manchmal sollte man aber schauen, was Wahrheiten für Konsequenzen haben können - und welche Motive hinter der Wahrheitsverkündigung stehen.

W, 51
 
  • #42
Doch, er lügt auch in der aktuellen Beziehung. Hat sie gerade beschrieben. Er verschweigt. Das wäre für mich ein Grund zu gehen. Er hat seiner damaligen Ehefrau das Kind verschwiegen. D.h. er heiratete ohne so etwas fundamentales mitzuteilen. Ist das integer? Nun die grossen ich hab meine Privatsphäre Bewahrer werden das gut finden. Leibliches Kind, mit deren Mutter er in Kontakt steht, braucht ja niemand zu wissen.
 
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  • #43
Eins muss man Dir lassen liebe FS, dies ist der mit Abstand interessanteste Thread, den ich hier seit Langem gelesen habe. Besonders interessant finde ich die unterschiedlichen Meinungen zu dem Thema.
Ich sitze gerade fassungslos vor meinem Handy und bekomme es wirklich nicht auf die Reihe. Ich verstehe die Posts von @Amytan , @Lionne69 und @Tom26 überhaupt nicht, 0,00%. Wie reden hier nicht von einem Mann, der behauptet Jura zu studieren und tatsächlich einen Bachelor in Geschichte hatte ( wie vor einiger Zeit geschehen), wir reden auch nicht von einem Mann, der ein schlechtes Gewissen hat, weil er vor einer gefühlten Ewigkeit, misslungenen OV mit irgendeinem Techtelmechtel hatte, sondern von einem Mann, der, ob gewollt oder ungewollt ( wir wissen es nicht), Vater wurde und diese Vaterschaft seit 16 Jahren verschweigt. Dies wird dann auch noch gutgeheißen damit, dass er ja immerhin noch Kontakt zur Mutter habe und es sich um eine glückliche Familie handele.
Es ist auch nicht die Frage, wie die FS nun darauf reagieren soll, sprich die Wahrheit verkünden soll oder nicht. Nein, will sie nicht und wird sie nicht. Sie ist auch nicht direkt darin involviert.
Aber ein Mann, der da mitspielt als Partner? Schon krass.
W,55
 
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  • #44
trenne Dich von einem Mann, der Charakterzüge aufweist, mit denen Du nicht leben möchtest.
seh ich auch so.
Er könnte mit Deinem Charakterzug, ggf. Dinge auszuplaudern, die Dich nichts angehen, genauso wenig leben.
Woraus Du jetzt ableitest, dass sie das wollte, versteh ich nicht.

Für mich war das Thema des Eingangspostes: Kann ich damit leben oder nicht, dass er dies und das tut.
Sieht nicht so aus, aber bedeutet nicht, dass sie was ausplaudern wollte, weil sie IHRE Vorstellungen vom Umgang miteinander auf andere überträgt.
 
  • #45
Ehrlichkeit ist sicher positiv, manchmal sollte man aber schauen, was Wahrheiten für Konsequenzen haben können - und welche Motive hinter der Wahrheitsverkündigung stehen.

W, 51
Und ein Wort kann nicht mehr zurückgenommen werden. Wenn einmal gesagt oder angedeutet wird, der Vater sei gar nicht der Vater, kann diese Saat des Zweifels niemals wieder zurückgenommen werden, man hat dann etwas in Bewegung gesetzt, das man nicht mehr zurücknehmen kann, weil es anders doch besser gewesen wäre etc. Hier müssen die Konsequenzen des Redens wirklich überdacht werden.

Wenn mein Partner mir so eine Geschichte erzählt hätte, würde ich ihn zunächst gar nicht verurteilen (weil ich ihn liebe und als guten Menschen kenne, bin ich erstmal auf seiner Seite), sondern vor allem sehr interessiert und neugierig nachfragen. Ich fände das Thema spannend und würde die Details erfahren wollen: Wie und warum ist es dazu gekommen? Wessen Idee war es, warum? Wer weiß davon, was hat man sich überlegt? Kennt der Sohn seinen Vater, ohne es zu wissen, fühlt er sich seinem Sohn verbunden? Hat er Bedenken oder das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben? Ähnelt der Sohn dem Ehemann der Frau? Schreibt die Mutter Tagebuch und besteht die Möglichkeit, dass es doch rauskommt, ja, soll es das vielleicht? Würde dein Partner, wenn er selbst keine weiteren Kinder bekommt, seinem Sohn was vererben? Will er weitere Kinder? Mir fallen da tausend Fragen ein, ich würde alles wissen wollen, einfach aus Neugierde und weil es ein spannendes Thema ist mit so vielen Ebenen. Ich würde erstmal gar nicht urteilen, sondern zuhören und fragen.
Man, mich interessiert das jetzt tatsächlich ... 😂
 
  • #46
Er mag seine Gründe haben, das war vor deiner Zeit. Du erhebst dich moralisch über ihn, das steht dir nicht zu!
Erhebt sie sich moralisch? Ich finde eher, sie hat Angst, dass sie einem verlogenen Typen Einlass lässt in ihr Leben und dann selbst so behandelt wird, wie er sein Kind, dessen Familie usw. behandelt und dann hinter ihrem Rücken grinst mit der Eingeweihten.

M.E. geht es überhaupt nicht um Erheben und mit dem Finger zeigen, sondern um Selbstschutz.

Warum sollte die FS auf die Idee kommen, wen aufzuklären. Und wenndann ist es ja in den Lügnern begründet und nicht im Verkünder der Wahrheit. Auch wenn ich denke, dass sie den Mann so schnell wie möglich loslassen sollte, damit sie in den Gewissenskonflikt nicht reingezogen wird bzw. überhaupt mal als einzige Person einen hat. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, und das Verantwortungsgefühl ggü den Verarschten muss sie nicht empfinden, wenn sie die gar nicht erst kennenlernt. Ansonsten - WEM würde man sich denn näher fühlen, dem Verarscher oder denen, die er verarscht? Ich käme nicht damit klar, so eine Lüge zu stützen. Heißt hier nicht, die anderen aufzuklären und damit das Desaster auf sich zu nehmen, sondern sich mit solchen Menschen nicht weiter einzulassen.
 
  • #47
Ich würde erstmal gar nicht urteilen, sondern zuhören und
Ja, das ist edel. Aber der Mann möchte sich ja gar nichts fragen lassen, sondern rückte mit der Geschichte nur scheibchenweise raus. Seiner Ehefrau gegenüber gar nicht.
Er wirkt auch gar nicht so, als möchte er analysieren und reflektieren, und eine spannende Geschichte erzählen.
Auch jetzt verschweigt er einiges in seinem Leben.
Ich muss sagen, dass mir der Hintergrund nicht so wichtig ist. Wie verhält er sich? Weiterhin unehrlich. Damit wäre ich weg.
Ich würde mich auch nicht in deren Geschichte einmischen, aber ich möchte mit dem Typen auch keinen Kontakt mehr.
 
  • #48
Eins muss man Dir lassen liebe FS, dies ist der mit Abstand interessanteste Thread, den ich hier seit Langem gelesen habe.
Finde ich ebenfalls.
Sondern von einem Mann, der, ob gewollt oder ungewollt ( wir wissen es nicht), Vater wurde und diese Vaterschaft seit 16 Jahren verschweigt. Dies wird dann auch noch gutgeheißen damit, dass er ja immerhin noch Kontakt zur Mutter habe und es sich um eine glückliche Familie handele.
Es ist auch nicht die Frage, wie die FS nun darauf reagieren soll, sprich die Wahrheit verkünden soll oder nicht. Nein, will sie nicht und wird sie nicht. Sie ist auch nicht direkt darin involviert.
Aber ein Mann, der da mitspielt als Partner? Schon krass.
W,55
Was mir hierzu spontan einfällt: Verhält sich denn ein Mann, der Samen spenden geht, groß anders, sollte man den auch verurteilen? Ein Bekannter von mir ist regelmäßig Samen spenden gegangen und hat sich damit als Student was dazuverdient. Was aus seinen Samen bzw. Kindern wird, weiß er nicht und das interessiert ihn nicht. Werden diese Kinder jemals ihren echten Vater kennenlernen oder erfahren, dass sie von einem anderen Mann sind? Hier kann es auch passieren, dass Kinder mit einem "falschen" Elternteil aufwachsen und diese "Lebenslüge" nie oder spät erfahren. Sie können zu guten oder schlechten Eltern kommen. Der Samenspender hat überhaupt keine Kontrolle darüber und interessiert sich gar nicht für das Leben seiner Kinder. Wäre das nicht vielleicht aus einer bestimmten Perspektive betrachtet sogar noch verwerflicher als der hier geschilderte Fall? Denn hier hat der FS ja immerhin Kontakt zur Mutter und scheint sich irgendwie für das Leben seines Sohnes zu interessieren, auch wenn der Sohn es nicht mitbekommt.

Wer hier pauschal richtet und verurteilt, müsste eigentlich auch jeden Mann, der Samen anonym spendet, verurteilen. Liebe Frauen, habt ihr eure Partner immer gefragt, ob sie schon mal Samen gespendet haben? Wenn ja: Wäre das moralisch verwerflich und ein Trennungsgrund? Sollte man eine solche Tat einer neuen Partnerin mitteilen? Ist es ein schlimmes Verschweigen, wenn man seine anonyme Samenspende von vor 20 Jahren nicht erwähnt?

Ja -- ein faszinierendes Thema.
 
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  • #49
Mir fallen da tausend Fragen ein, ich würde alles wissen wollen, einfach aus Neugierde und weil es ein spannendes Thema ist mit so vielen Ebenen. Ich würde erstmal gar nicht urteilen, sondern zuhören und fragen.
Das kannst Du als emotionalUnbeteiligte so sehen. Es geht für die, die emotional beteiligt sind, aber nicht um das, was Dich als Unbeteiligte interessiert. Es geht darum, wie sie mit der Lüge EMOTIONAL fertig werden.
Dh.: Ist man selbst in der Petrischale oder derjenige, der lediglich interessiert draufguckt.
Die Frage ist, ob Du/man das empathisch trennen kann, denn man ist vielleicht irgendwann in einer eigenen Sache selbst betroffen, wenn diese Person, die auf andere so schauen kann, einen selbst sozusagen in eine Petrischale getan hat, in der man sich in den eigenen Emotionen einen abstrampelt.

Das Wort "urteilen" klingt auch so gerichtsmäßig unpersönlich. Es geht darum, was die FS vielleicht mit diesem Mann noch erlebt, weil sie ja nun ein Gewissen hat und nicht verarscht werden will. Wenn der Partner dann schon signalisiert, dass er sowas amüsant findet, wie soll man denn damit umgehen, außer sich zu schützen? Da ist doch nichts Moralisches, das oft als Kopfkriterium des Gutmenschen betrachtet wird, dran.

Noch was: Klar ist Samenspende was anderes, als Frau, die einen Ehemann hat, zu schwängern und den und das Kind dann zu verarschen ein Leben (bis 16+) lang.
Ist der Unterschied echt so verschleiert? Der eine könnte sofort aufklären und hat Betrug mitgetragen, der andere war bei einer professionellen Einrichtung für verzweifelte Frauen. Das eine ist NICHT anonym, der Papa bekommt hier sogar Bilder und beide amüsieren sicih über die Ahnungslosen, der andere geht danach seiner Wege und überlässt die Sache sich selbst.
Die Frage ist für mich hier aber nicht, ob anonyme Samenspende oder Betrug mit Ehefrau und anschließende Verarschung von Kind und Ehemann. Die Frage ist für mich, ob die FS mit einem, der Betrug und Verarsche so amüsant und schön findet, zusammensein will.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #50
Liebe Frauen, habt ihr eure Partner immer gefragt, ob sie schon mal Samen gespendet haben
Ich habe gefragt, bzw. meinem Ex spaßeshalber angeboten, weil er in der Hinsicht sehr produktiv ist😉. Ausserdem recht hübsche Kinder macht. Er hat es verneint, weil er fand, daß Kind hat recht auf Vater und würde nicht wollen, dass sein Kind anonym aufwächst.
In dieser Situation muss mann auch bedenken, dass der biologische Vater Unterhaltsbetrug begeht.
 
  • #51
Also ich find Samenspenden nicht gut, genauso wenig wie eingefrorene Eizellen, Leihmütter u. ä. Weil das ein Durcheinander ergibt. Die Frau, die ihre Eizelle mit 25 Jahren abgibt, und mit 35 dann wieder Auftauen lässt, hat sich allein schon epigenetisch verändert. D.h. sie und ihre Eizelle passen nicht zusammen.
Wers machen will , soll es machen.
Aber darum gehts hier nicht.
Hier geht es um Tarnen und Täuschen, was der Mann auch heute noch praktiziert, gegenüber seiner Freundin. Als liebender Partner würde ich ihn nur bezeichnen, wenn ich zwei Rosa Brillen aufsetze
Manche fühlen sich in dem energetischen Durcheinander aber wohl, weil sie selbst Geheimnisse haben, sich nicht in die Karten schauen lassen wollen oder das aus ihrer eigenen Familie kennen und nicht so gensu hinschauen wollen.
 
  • #52
Er hat seiner damaligen Ehefrau das Kind verschwiegen. D.h. er heiratete ohne so etwas fundamentales mitzuteilen.
schlimmer: das Kind wurde gezeugt während er verheiratet war!
Eins muss man Dir lassen liebe FS, dies ist der mit Abstand interessanteste Thread, den ich hier seit Langem gelesen habe.
Schön, dass ich zur Unterhaltung beitragen kann .... leider kein RTL2 , sonder real life und ich mittendrin. Auweia! :(

Nur nochmal zum Klarstellen: ich erwarte nicht, dass er nun plötzlich das Leben der Familie zerstört und die Wahrheit verkündet. Es ging mir um was anderes.

Ich hatte immer wieder nachgefragt und wollte mehr darüber wissen. Nicht aus Sensationslust, sondern weil ich verstehen wollte und mich für ihn interessiert habe. Am Anfang hat er auch erzählt, (da wurde es noch als ein „Versehen“ geschildert) Aber je mehr Details er selbst ans Tageslicht gebracht hat, desto unangenehmer wurde es für ihn, er wurde genervt und hat bedauert, es mir überhaupt erzählt zu haben.
Welche „Scheibchen“ stimmen oder nicht, das weiß nur er.
Ich glaube nicht, dass mein Urteilen der Grund dafür ist, dass er nichts mehr sagt, sondern weil es ihm unangenehm ist, dass ich Bescheid weiß und er nicht munter weiter in seiner Welt leben kann.

Ich lese schon seit langen in diesem Forum. Und es tut mir gerade richtig gut, support und auch andere Denkanstöße von euch zu bekommen. Vielen Dank dafür!
 
  • #53
Ich bewundere @Inanna* schon seit Monaten um ihren Edelmut. Kennt selbst die wüstesten Geschichten in der eigenen Familie zu diesem Thema und würde ihren Freund, wenn er denn in dieser Situation wäre, überhaupt nicht verurteilen, sondern nur Löcher in den Bauch fragen. Welche der Freund der FS aber sicherlich nicht beantworten würde.
@Inanna* , wenn Du hier wohnen würdest, würde ich Dich mal einladen und Du könntest mir Nachhilfe geben.😊
Werden diese Kinder jemals ihren echten Vater kennenlernen oder erfahren, dass sie von einem anderen Mann sind?
Das Recht können sie einklagen. Ist aber schwierig nachzuvollziehen.
Und ja, ich bin gegen die anonyme Samenspende. Aus dem ganz einfachen Grund, weil jeder Mensch das Recht hat seine biologische Herkunft zu erfahren. Da bin ich ganz bei @Dianthus .
Deshalb sehe ich im Gegensatz zu @void da schon durchaus Parallelen.
Ich kenne eine kleine Freundin meiner Tochter, die ihren Vater nie kennen lernte und ihn nun verzweifelt über Kontinente hinweg sucht. Es ist wirklich nicht schön, dies mitanzusehen. Gar nicht.
W,55
 
  • #54
Das kannst Du als emotionalUnbeteiligte so sehen. Es geht für die, die emotional beteiligt sind, aber nicht um das, was Dich als Unbeteiligte interessiert. Es geht darum, wie sie mit der Lüge EMOTIONAL fertig werden.
Dh.: Ist man selbst in der Petrischale oder derjenige, der lediglich interessiert draufguckt.
Die Frage ist, ob Du/man das empathisch trennen kann, denn man ist vielleicht irgendwann in einer eigenen Sache selbst betroffen, wenn diese Person, die auf andere so schauen kann, einen selbst sozusagen in eine Petrischale getan hat, in der man sich in den eigenen Emotionen einen abstrampelt.
Also wenn ich das Gefühl habe, dass mein Partner völlig andere Werte hat als ich, ein Lügner und mir unsympathisch ist, würde ich mich auch trennen, da stimme ich hier allen klar zu, die bei Unwohlsein eine Trennung empfehlen.

Mein vielleicht eher theoretischer Punkt ist: Wenn ich meinen Partner ansonsten gut finde, als netten Menschen schätze und liebe, der mich und andere gut behandelt, dann würde ich wahrscheinlich sogar bei einem Mord erstmal interessiert nachfragen, wie es dazu gekommen ist, die Tat an sich würde mich nicht pauschal abschrecken.

Auch hier sind doch die Details total wichtig.
War das Kind geplant oder ungeplant? Die beiden hatten eine Affäre, ok. Ist sie dann aus Versehen bei einem Verhütungsunfall schwanger geworden, hat es zu spät für eine Abtreibung bemerkt und beide wollten ihre glücklichen Ehen aber nicht dadurch gefährden -- oder wurde die Tat absichtlich und heimtückisch geplant, um den ungeliebten Ehemann zu verhöhnen? Ich finde, das macht einen Unterschied. Mich würde auf jeden Fall interessieren, wie sie auf die Idee gekommen sind bzw. ob es überhaupt eine bewusste Idee war. Ob man dann im Nachhinein das Leben mit Humor nimmt ... Und ob sie sich wirklich boshaft drüber lustig machen oder das nur eine Interpretation ist, wissen wir nicht so genau.
 
  • #55
Moral ist doch kein Selbstzweck.
Es geht doch heute zutage nicht mehr darum vor dem jüngsten Gericht als moralisch einwandfrei zu gelten.
Moral und Ethik sollen uns helfen gut miteinander leben zu können. In diesem Sinne kann es unmoralisch sein, sich moralisch richtig zu verhalten.
Geht gleich weiter bin auf dem 'Antworten' Button geraten.
 
  • #56
Ich verstehe hier die positiven Antworten nicht. Der Mann ist ein Lügner und Betrüger. Er wird drückt sein eigenes Kind um das Wissen seiner Herkunft. Was will eine Frau mit so einem mal anfangen? Das ist in meinen Augen das allerletzte. Ich verurteile das zutiefst, man kann einem Menschen seine Herkunft nicht einfach wegnehmen und sich das von ferne anschauen und nicht sagen. Ich denke, mit so jemanden möchte ich weder Tisch noch Bett noch eine Bekanntschaft teilen. Das ist einfach widerwärtig.
 
  • #57
Weiter:
Auch das Argument, jedes Kind möchte wissen wer sein Vater ist, zieht bei mir nicht. Ein Kind braucht einen sozialen Vater (das kann sogar eine Frau sein). Der biologische Vater ist eher unwichtig. In der Geschichte der Menschheit sind Milliarden Menschen aufgewachsen ohne Vater, ohne zu wissen wer der Vater ist oder mit einem Vater der nicht der biologische Vater ist. Einige dieser Menschen haben sicher darunter gelitten und psychologische Probleme bekommen aber der übergroße Teil dieser Menschen ist normal aufgewachsen. Ich halte diese Suche nach dem biologischen Vater für eine Mediengeschichte.

Aber um diese Fragen geht es der FS doch gar nicht.
Sie will das Ganze doch gar nicht auffliegen lassen. Sie fragt sich ob sie aus dieser Geschichte auf Charaktereigenschaften ihres Freundes schließen kann. Dann schiebt sie noch nach, dass er zu (Not)Lügen neigt. Für mich wäre dies kein Grund eine Beziehung zu beenden. Sie kann dies natürlich tuen und ich werde nicht darüber urteilen.
Was ich an mir selbst beobachtet habe, ich neige zu kleinen (Not)Lügen wenn die 'Wahrheit' zu Stress führt den ich für unangemessen halte. Beispiel: Freundin macht Stress wenn ich einer Kollegin beim Einrichten ihres PC helfe. Dann wird aus Andrea Andreas.
So jetzt lese ich weiter bin bisher nur bis #31 gekommen.
 
  • #58
Die Frage ist für mich hier aber nicht, ob anonyme Samenspende oder Betrug mit Ehefrau und anschließende Verarschung von Kind und Ehemann. Die Frage ist für mich, ob die FS mit einem, der Betrug und Verarsche so amüsant und schön findet, zusammensein will.
Ja, so sehe ich die Frage auch. Der Mann hat seiner Ehefrau vorher das Kind sogar ganz verschwiegen, er hat keine moralischen Bedenken, auch dazu, wie es für diese Familie sein könnte, wenn es rauskommt - echt, ein Partner, der sich über sowas keine Gedanken macht, wirkt auf mich nicht grad verantwortungsvoll. Und dann die Lügerei, die er völlig okay findet. Ich kann auch schlecht nachvollziehen, dass manche das absolut okay finden, aber klar sieht das jeder anders. Mir wär es eben wichtig, einen Partner zu haben, der zu solchen Fragen mehr nachdenkt, als sich geschmeichelt zu fühlen, dass die Frau ein Kind von ihm will, und der nicht Lügen als bequemen Weg nutzt. Und das überlegt eben die FS.

Samenspende bei Unfruchtbarkeit ist offensichtlich außerdem was anderes, da dort auch der Partner Bescheid weiß und soweit ich weiß wird auch da empfohlen, es dem Kind irgendwann zu sagen, eben, weil das furchtbar ist, wenn das später mal rauskommt. Aber dort wird auch nicht nebenher die ganze Zeit der Ehemann hintergangen. Ich mein, die Wahrscheinlichkeit, dass es mal auffliegt, ist ja schon recht groß, wenn die Ehefrau mit dem Mann Bilder austauscht und ihm schreibt. Aber das war ja nicht mal das eigentliche Thema hier.
 
  • #59
Wenn mein Partner mir so eine Geschichte erzählt hätte, würde ich ihn zunächst gar nicht verurteilen (weil ich ihn liebe und als guten Menschen kenne
So kann nur ein Mensch im Elfenbeinturm fabulieren, was durch deine Äußerung der "Faszination" unterstrichen wird.

Zu deinen Punkten:
Ein Kind einer anonymen Samenspende hat das Recht seinen Vater kennenzulernen.
Und ein neuer Gedanke, der Erzeuger trügt sich vor jeder Verantwortung auch vor der monetären.

Zu eurer bereitwilligen Akzeptanz einer intakten Familie (nochmal woher habt ihr dieses Wissen @Lionne69 , @Lebenslust?):

Woher wissen die beiden Betrüger das der Freund der FS der Vater ist?

Entweder hat die Frau im Befruchtungszeitraum nicht mit ihrem Mann geschlafen (dann weiß dieser Mann das aber) oder das Kind sieht dem Ehemann nicht ähnlich, auch dann weiß das der Ehemann.

Wo ist hier eure Basis für die intakte Familie?
 
  • #60
und beide amüsieren sicih über die Ahnungslosen

Das ist die Interpretation, die auch schon von der FS revidiert wurde.
Die beiden freuen sich gemeinsam über die Bilder. Punkt.

Es sind für mich, wie geschrieben, 2 Themen.
Die Sache mit der Vaterschaft.
Die häufigen Bequemlichkeitslügen.

Wegen der Bequemlichkeitslügen würde ich den Mann verlassen, weil ich ihm nicht vertrauen könnte.

Das andere Thema würde mich nichts angehen, und erst recht würde ich mich nicht einlischen.

Ich wäre eben trotzdem weg, und wohl schon länger, denn er lügt ja regelmäßig.

Ein Mann bekommt zwar bei mir einen Vertrauensvorschuss, aber wenn das ungerechtfertigt ist, dann setze ich konsequent den Haken, wenn ich es bemerke.

Und da verstehe ich die FS nicht, das akzeptiert sie ja auch schon länger.

W, 51
 
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