• #1

Heimliches Kind - wie würdet ihr in meiner Situation damit klarkommen?

Hallo liebes Forum,

mein Partner hat schon seit vor meiner Zeit einen heimlichen Sohn. Er wurde (bewusst!) in einer Affäre gezeugt, die damaligen Partner wussten jeweils nichts davon.
Bis heute lebt der 16jährige als Kuckuckskind in einer "intakten" Familie- alle sind ahnungslos.
Die Kindsmutter schickt meinem Partner immer wieder Fotos und hält ihn auf dem aktuellen Stand, beide "schmunzeln" immer wieder darüber in ihren Nachrichten.

Es war zwar vor meiner Zeit, aber ich habe da ein moralisches Problem und könnte selbst nie mit solch einer Lebenslüge leben. Auch stelle ich mir die Frage, ob das ein Charakterzug von ihm ist, mit dem ich nicht umgehen kann.
Da er meine Einstellung dazu kennt, informiert er mich inzwischen nicht mehr über weitere Kontakte/ Fotos usw. Dieser (mittlerweile heimliche) Kontakt macht mir zu schaffen.
Ich weiß, dass es egal ist, wie andere darüber denken - wichtig ist, wie ich damit klar komme.
Trotzdem interessiert es mich sehr, wie sich andere in der Situation fühlen würden und freue mich über Antworten.
 
  • #2
Ich hätte meine Probleme damit. Die beiden verarschen (sorry, aber das ist nicht anders ausdrückbar für mich) wirklich alle, Familie, auch das Kind, den Ehemann und freuen sich eins drüber.

ich habe da ein moralisches Problem und könnte selbst nie mit solch einer Lebenslüge leben. Auch stelle ich mir die Frage, ob das ein Charakterzug von ihm ist, mit dem ich nicht umgehen kann.
Genau das.

Also mein Ding wäre es nicht, ich wäre zu schockiert. Vielleicht ist der richtige Vater (also nicht der Affärensamenspender, sondern der Ehemann) unfruchtbar, die Frau wusste das und alle sind so glücklich in ihrer Scheinwelt. Ich bevorzuge bislang jedoch immer noch, dass man sich mit dem, was einem das Leben so an nicht Schönem mitgibt, auseinandersetzt und daran wächst. Weil - wenn DIESE Bombe platzt, gibt es viel mehr Verluste, als wenn der Ehemann sich mit seiner Unfruchtbarkeit auseinandergesetzt hätte und eine Samenspende akzeptiert hätte.
FALLS es überhaupt nur deswegen so ist, wie es ist. Vielleicht hatte das ganze auch einen anderen Hintergrund.

Ich finde den Charakterzug auch abstoßend. Wer Spaß dran hat, andere so zu hintergehen, wird auch mich irgendwann hintergehen. Und diese Frau hätte er auch hintergangen, wenn es ihm gepasst hätte. Also es ist keine Frauenfrage, sondern eine Frage seines Charakters.
 
  • #3
Es war zwar vor meiner Zeit, aber ich habe da ein moralisches Problem und könnte selbst nie mit solch einer Lebenslüge leben. Auch stelle ich mir die Frage, ob das ein Charakterzug von ihm ist, mit dem ich nicht umgehen kann.
Ja, natürlich ist das ein Charakterzug von ihm, lügen, betrügen, fremdgehen etc., ich wollte und könnte mit solchen Menschen nicht zusammenkommen und möchte mit solchen Menschen nichts zu tun haben, die passen nicht zu meinem Format!
Da er meine Einstellung dazu kennt, informiert er mich inzwischen nicht mehr über weitere Kontakte/ Fotos usw. Dieser (mittlerweile heimliche) Kontakt macht mir zu schaffen.
Ich weiß, dass es egal ist, wie andere darüber denken - wichtig ist, wie ich damit klar komme.
Trotzdem interessiert es mich sehr, wie sich andere in der Situation fühlen würden und freue mich über Antworten.
Es geht einzig alleine und ausschließlich nur um dich, um deine Gefühle, um deine Einstellung, um deine Seele, egal was andere darüber denken, ich bin überzeugt es gibt einige oberfl. Frauen, denen das nichts ausmacht, hauptsache sie haben einen Mann, du wirst dich hoffentlich in deiner Gefühlswelt nicht umstimmen lassen!
Eine interessante Frage zum Schluß, nehmen wir einmal an, es werden dir viele schreiben und alle würden dir sagen, sei nicht so streng, das geht dich alles gar nichts an, das geschah in einer Zeit wo es dich nicht gab, würdest du dich dann umstimmen lassen??
 
  • #4
Naja ,die Lüge geschieht immer noch in deiner Zeit.
Insofern ist das aktuell. Auf heimliches Gegrinse über das Kuckuckskind hätte ich keinen Bock.
Das Kind hier wird auch benutzt, indem Fotos über es heimlich ausgetauscht werden.
Möchte dein Freund, dass du Fotos von ihm machst, die heimlich an eine Freundin schickst und ihr euch dann heimlich drüber austauscht? Guck mal, hier staubsaugt er.
 
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  • #5
Schwer zu sagen...
Wie lange weißt Du denn davon?

Es gibt Dinge, da fliegen die Gefühle in den Keller und das so massiv, dass man eigentlich gar nicht mehr weiter machen kann

Unterdrückt man den Punkt, kommt die Abneigung bei anderen Themen hoch.

Das solltest du bei Dir mal beobachten
Damit zeigst Du Dir selbst, wie massiv Dich der Charakter stört und da ist das Thema sogar egal.
 
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  • #6
Naja, ich sehe weder ein moralisches Problem damit, noch eine Lebenslüge darin. Viele Menschen flüchten sich in Schönrednerei und bauen sich die Welt, wie sie nicht ist.
Wenn man vor dem Partner was verbirgt, hat das ja oft seinen Grund und deswegen ist man auch nicht mehr zusammen. Du weißt aber darüber Bescheid.
Außerdem ist es eben oft eine Sache der Reife, die man in jüngeren Jahren noch nicht hat.
 
  • #7
Da würde ich auch am Charakter des Mannes zweifeln. Meiner Erfahrung nach sagen solche Sachen viel über jemanden aus. Selbst wenn der andere Mann unfruchtbar war, finde ich solche Heimlichkeiten unfair. Dann muss man das offen mit dem Partner besprechen. Den der Leidtragende ist das Kind, dass es vielleicht später mal aus Zufall herausbekommt (Blutgruppe, was auch immer) und manche verkraften so etwas nicht und verlieren jeden Halt. Wie kann man da drüber schmunzeln? Wie kann man über die Konsequenzen nicht nachdenken? Äußerst unsympathisch. Meiner Erfahrung nach: wenn ich solche Eigenarten bei Ex-Freunden entdeckt habe, bei denen wir moralisch ganz anders tickten, dann war das am Ende auch eines der Probleme, an denen die Beziehung zerbrach. Beispiel Ex: er geht einfach an allen Schlangen vorbei, stellt sich nie an, lügt, um auf der Arbeit gut dazustehen, ohne schlechtes Gewissen. Nicht so gravierend wie ein Kind, klar. Aber am Ende waren es diese Wesenszüge, wegen denen wir nicht zusammenpassten.
w, 37
 
  • #8
Bis hierher gibt es drei Statements und alle finde ich total verlogen.

Zur FS: trenne dich von deinem »Partner«, zu dem du dich in keiner Weise partnerschaftlich verhältst. Er mag seine Gründe haben, das war vor deiner Zeit. Du erhebst dich moralisch über ihn, das steht dir nicht zu!
Hoffentlich kommst du nicht auf die Idee, »aus moralischen Gründen« den Jungen nachträglich aufzuklären!! Für die dabei entstehenden Schmerzen wirst du anschließend vermutlich nicht gerade stehen wollen.
 
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  • #9
Ganz klare Antwort : Trennungsgrund.
Für mich wäre es das, ohne Wenn und Aber.

Ich denke, du suchst hier Bestätigung, um den letzten Restzweifel zu vernichten und den Absprung zu schaffen. Kann das sein?
 
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  • #10
Ganz heißes Eisen! Eigentlich kannst Du Dich nur mehr verbrennen.
Schweigen: Schlechtes Gewissen.
Reden: Große Katastrophe bei allen Beteiligten.
Trennung: Schlechtes Gewissen, weil Mitwissern.
Puh, möchte nicht in Deiner Haut stecken.
Am besten noch Trennung und nie wieder Kontakt mit diesem Typen. Das Päckchen wirst Du aber lange mit der rumtragen.
ErwinM, 51
 
  • #11
Stell dir mal vor du wärst ein Teenager und findest so etwas über deine Familie, Mutter Vater heraus. wie du den Menschen dann sehen würdest , massiv der Vertrauensbruch empfunden würde. Für mich mangelt es da an charakterlicher Integrität bzw. Vertrauenswürdigkeit.
 
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  • #12
Es gibt für mich ein gewisses Maß an Kriminalität und Schlitzohrigkeit, die ich mir selbst und auch einem Partner oder Freunden zugestehe.
Das hat aber Grenzen. Das ist dann meine moralische Grenze.

Und die wäre in einem Fall bei dir eben überschritten. Selbst wenn die Gründe für das Verheimlichen vielleicht nachvollziehbar sind, wollte ich mir nicht vorstellen, wie ich mich an Stelle des Kindes mit so einer Lebenslüge fühlen würde, wenn ich sie herauskommt.

Da wollte ich auch keinen Mitwisser sein, denn als Mitwisser trägt man auch eine gewisse Verantwortung.

Also letztlich wollte ich keinen Partner, dessen moralische Grenze so niedrig ist und zum zweiten eben nicht in irgendeiner Form involviert sein.

Ich lernte mal einen Mann kennen, der mir ständig erzählte, wie sehr er doch seine Kinder lieben würde. Als die Mutter psychisch krank wurde und die Frage im Raum stand was mit dem Kindern wird, wollte er sie ins Heim geben, weil ihm sein Job als kleiner Angestellter im Niedriglohnsektor wichtiger war und er diesen hätte aufgeben müssen, um seine Kinder zu nehmen und vor dem Heim zu bewahren.

Ich habe dann unser Kennenlernen beendet, weil ich mit einem solchen Menschen nichts zu tun haben wollte.
 
  • #13
Bis heute lebt der 16jährige als Kuckuckskind in einer "intakten" Familie- alle sind ahnungslos.

Mal grundsätzlich: die Situation ist offenbar für alle Beteiligten so in Ordnung und alle Beteiligten fühlen sich wohl damit. So weit, so gut. Was wäre gewonnen, wenn Du das jetzt ändern würdest?

Es war zwar vor meiner Zeit, aber ich habe da ein moralisches Problem und könnte selbst nie mit solch einer Lebenslüge leben. Auch stelle ich mir die Frage, ob das ein Charakterzug von ihm ist, mit dem ich nicht umgehen kann.

Du hast ein moralisches Problem mit Handlungen anderer Menschen, die Dich nichts angehen. Es bleibt Dir eigentlich nur, die anderen Personen dann in Ruhe ihr Leben leben zu lassen, wenn Du damit nicht leben kannst.
Welchen Charakterzug meinst Du? Dass er Dich belügt oder Dir ein Kind anhängt?

Da er meine Einstellung dazu kennt, informiert er mich inzwischen nicht mehr über weitere Kontakte/ Fotos usw. Dieser (mittlerweile heimliche) Kontakt macht mir zu schaffen.

Seine Situation ist so, wie er sie vor 16 Jahren gewählt hat. Er kann oder will sie auch nicht ändern. Dass Deine moralisierenden Einwände dazu führen, dass er das Thema nicht mehr anschneidet, ist klar. Dass es Dir wiederum immer noch zu schaffen macht, unklar.
Einzige Lösung: trenne Dich von einem Mann, der Charakterzüge aufweist, mit denen Du nicht leben möchtest. Er könnte mit Deinem Charakterzug, ggf. Dinge auszuplaudern, die Dich nichts angehen, genauso wenig leben. Das würde ich daher nicht tun, es ist nicht Deine Aufgabe. Und für die Eltern ist es ja offenbar moralisch in Ordnung.

Und wenn hier jetzt überall da Steine fliegen, wo es Kuckuckskinder gibt, die nichts von ihrer Herkunft ahnen, dann geh ich schonmal in den Luftschutzkeller...
 
  • #14
Schwer zu sagen...
Wie lange weißt Du denn davon?
Seit etwa 2 Jahren - aber immer nur häppchenweise, bis ich "alles" wusste.
Mal grundsätzlich: die Situation ist offenbar für alle Beteiligten so in Ordnung und alle Beteiligten fühlen sich wohl damit. So weit, so gut. Was wäre gewonnen, wenn Du das jetzt ändern würdest?
Welchen Charakterzug meinst Du? Dass er Dich belügt oder Dir ein Kind anhängt?
Ich würde nie die Situation der Beteiligten ändern und sie davon in Kenntnis setzen. Das steht mir nicht zu.
Ich kenne auch weder die Frau noch das Kind.
Ich meine den Charakterzug, bewusst diese Situation herbeizuführen und sich scheinbar nichts dabei zu denken. Nicht über die Konsequenzen nachzudenken. Naja, vielleicht haben sie nachgedacht, aber es war ok für die beiden.
Wäre das eine Jugendsünde im unreifen Alter, könnte man vielleicht noch darüber hinweg sehen. Aber er war schon Anfang 30...
Noch dazu in einer Beziehung!!
Ich denke, du suchst hier Bestätigung um den letzten Restzweifel zu vernichten und den Absprung zu schaffen. Kann das sein?
das kommt hin...
Es ist nicht rückgängig zu machen, aber mir fehlt der reflektierte erwachsene Umgang damit - vielleicht so was in der Art wie "das war ein Fehler, es war unüberlegt" o.ä.
Gewissensbisse... fehl am Platz!
Und dazu die heimliche Schreiberei!
 
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  • #15
Bei uns in der Familie gab es früher so einen Kuckuckskind-Fall. Eine Frau hat ihren Ehemann mit dessen Bruder betrogen, wurde schwanger, hat einen Sohn bekommen, ihn als den Sohn ihres Ehemannes aufgezogen und die Sache immer vor allen geheim gehalten. Sie hat allerdings darunter gelitten, täglich den lebendigen Beweis ihrer damaligen Untreue vor Augen zu haben, und den Sohn daher unbewusst schlecht behandelt (er hat es im Nachhinein so interpretiert). Am Tag seiner Hochzeit meinte die Mutter nun, ihrem Sohn das Geheimnis seiner wahren Herkunft offenbaren zu müssen. Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen, vor allem auch deswegen, weil er seinen Onkel immer mehr mochte als seinen "Vater", sein Onkel aber, als er erfuhr, dass er eigentlich nicht der Onkel, sondern der Vater war, schon verstorben war, das hat ihn zusätzlich getroffen. Er hat sich davon nie mehr erholt. Seine eigene Ehe ist gescheitert, er hat trotz Kinder eine Affäre mit der Ehefrau des Bruders seiner Ehefrau, die ebenfalls zwei Kinder hatte (meine Großmutter), angefangen -- alle Ehen sind kaputt gegangen und die beteiligten Kinder haben drunter gelitten. Er wurde nach und nach zu einem schlimmen Alkoholiker, hat seine neue Liebe mitreingerissen, hat sogar den Vorschlag zum gemeinsamen Selbstmord gemacht, sich aber schließlich alleine totgetrunken. Seine neue Partnerin hat drunter gelitten und ist in eine tiefe Depression gerutscht. Ihre Tochter hat sich damals zum Glück distanziert, ihr Sohn hat es voll mitbekommen, also die Depressionen, den Alkoholismus, die zerstörten Ehen und das Aufwachsen ohne Vater, ist später ebenfalls zum Alkoholiker und drogenabhängig geworden und schließlich an Leberversagen auf schlimmste Art zugrundegegangen, das war mein Onkel. Den anderen geht es (wieder) gut, das zum Thema Kuckuckskinder ...

An sich stört es mich aber nicht groß, was ein Mensch früher gemacht hat, wenn er heute ein liebenswerter und guter Mensch ist. Dann war nämlich alles, was geschehen ist, irgendwie notwendig, um den (tollen? Falls es so ist) Menschen zu formen, den du heute vor dir hast.
w26
 
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  • #16
Ich meine den Charakterzug, bewusst diese Situation herbeizuführen und sich scheinbar nichts dabei zu denken. Nicht über die Konsequenzen nachzudenken. Naja, vielleicht haben sie nachgedacht, aber es war ok für die beiden.

Was ist daran ein "Charakterzug". In welchen Situationen trifft er noch folgenreiche Entscheidungen, ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen? Du schreibst ja selbst, es war eine bewusste Entscheidung und gerade nicht undurchdacht und das Kind hat es gut. Die beiden leiblichen Eltern harmonieren immer noch miteinander.
Es gibt Konstellationen, in denen Männer unfruchtbar sind oder sogar über die Situation Bescheid wissen. Heute würde das vielleicht als Samenspende gemacht. Und dann? Ist es unmoralisch, dem Kind das nicht zu sagen?

So oder so: Du bist von der Situation nicht betroffen. Natürlich kannst Du das Verhalten Deines Partners missbilligen und die Konsequenzen ziehen. So, wie wenn Du erfährst, dass er mal drei Jahre im Knast gesessen oder andere Leichen im Keller hat. Wir hatten hier auch schon Frauen, die mal als Prostituierte gearbeitet haben. Es gibt Tausend Entscheidungen im Leben anderer, die wir im Traum nicht fällen würden.
Ihn in die Heimlichkeit zu treiben (und sich dann auch noch darüber zu beschweren) führt nicht weiter. Er wird eh schon bereuen, Dir das überhaupt mitgeteilt zu haben.

Was erwartest Du? Ich sehe zwei Auswege:
- Du tolerierst, dass er in seinem Leben andere Entscheidungen getroffen hat als Du.
- Du trennst Dich konsequent.

Es gibt heute Eltern, die nie eine Beziehung hatten und nur ein Kind in die Welt setzen wollten. Lesbische Paare, die auf die Weise zu einem Kind kommen. Männer, die am Ende einer sowieso schon fast gescheiterten Beziehung noch gezielt zum Vater gemacht werden. Alles Themen, bei denen jeder seine persönliche Moralgrenze überschritten sehen kann. Aber eben nur seine persönliche. Und bei Dir ist das nur moralisierendes Verhalten ohne Lösungsmöglichkeit.
 
  • #17
Es fällt ihm leicht zu lügen. Immer wieder werde ich damit konfrontiert. Natürlich immer aus guten Gründen. Und wer so komfortabel damit leben kann, der tut es immer wieder.
 
  • #19
Es fällt ihm leicht zu lügen. Immer wieder werde ich damit konfrontiert. Natürlich immer aus guten Gründen. Und wer so komfortabel damit leben kann, der tut es immer wieder.

Zu Partnern, die immer wieder (und nicht nur in Bezug auf das Thema dieses Threads) lügen, kann man kein Vertrauen haben. Dann ist völlig klar, dass Du die Beziehung beenden solltest.

Auf der anderen Seite kannst Du vertrauensvolle offene Gespräche zu dem Thema nicht erwarten, wenn Du klar Dein Unverständnis und Deine Nichttoleranz ausdrückst. Da ist mindestens Schweigen die normale Reaktion.
 
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  • #21
Der Junge mit 16 Jahren hat das gute Recht über dieses heuchlerische Lügenkonstrukt, wo sich die Verantwortlichen sogar noch lustig über ihn machen, aufgeklärt zu werden, wenn es die eigenen Leute aus Feigheit und Falschheit nicht tun, dann sollen das andere Leute tun!
 
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  • #22
Hoffentlich kommst du nicht auf die Idee, »aus moralischen Gründen« den Jungen nachträglich aufzuklären!!

Dem würde ich widersprechen. Die Lüge schützt die Erwachsenen, nicht das Kind.
Ein Mensch hat ein RECHT, seine Herkunft zu kennen.
Zählt im Übrigen zu den Eckpunkten der Menschenwürde, wie sie sich aus Art. 1 GG ergibt.

Ich würde nie die Situation der Beteiligten ändern und sie davon in Kenntnis setzen. Das steht mir nicht zu.
Warum?
Warum hat das Kind in deinen Augen kein Recht auf seine Abstammung?
Dein Verzicht, eine so essentielle Information weiterzuleiten ist keine hehere Tat.

Du wirst wohl kaum die Stärke besitzen, dieser billigen Scharade ein Ende zu setzen.

Hier kann einem der heranwachsende Mensch wirklich leid tun.
 
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  • #23
Ich sag es mal so: mit einem Menschen, der einen so niedrigen moralischen Standard sein Eigen nennt, möchte ich überhaupt nichts zu tun haben. Gar nicht. Im übrigen hat das Kind das Recht darauf zu wissen, wer sein Vater ist. Ich denke, viel weiter runter geht es kaum.
 
  • #24
Schwierig. Ja, das ist eine Lüge. Eine sehr große sogar. Stell dir aber folgende Frage: Würde die Wahrheit zum jetzigen Zeitpunkt irgendeinem der Beteiligten irgendetwas Gutes bringen? Oder eher eine verheerende Wirkung haben? Ob du mit dem Vorhandensein des heimlichen Kindes deines Partners leben kannst, kannst nur du entscheiden. Das hängt sicher von seinen anderen Charaktereigenschaften und der Qualität eurer Beziehung ab. Sollte das Positive überwiegen und solltest du dich für deinen Partner entscheiden, wäre aber das beste, loyal zu sein - dich also in dieser Sache nicht einzumischen und das Geheimnis zu wahren.
 
  • #25
Manchmal erzählen Menschen den Außenstehenden, weil sie insgeheim hoffen, dass es rauskommt, sie selbst sich aber nicht trauen. Du kannst deinen Freund verlassen, aber du bist nachwievor die Mitwisserin. Ich sehe es hier even nicht so "geht mich nichts an", weil hier wird Betrug begangen, ausserdem wäre es arrangierte Situation, wie es Lebens_Lust meint, dann hätte sich der Freund anders verhalten und nicht so vor sich her geschmunzelt. Ich gehe soweit und behaupte, dass es ein schadenfrohes Lächeln, dass er dem anderen Mann das Kind unterjubelt und darüber noch grinst, auch in Bezug auf Aussage der FS, dass ihr Freund grundsätzlich kein Problem hat zu lügen.
Ich kenne eine Geschichte, wo der Mann ein Verhältnis mit der Frau seines besten Freundes hatte, alle haben gewusst, aber ganz klassisch ausser Freund. Als es rauskam, hat der Freund sich umgebracht. Es gab im Vorfeld noch eine Auslösesituation, in Zusammenhang mit dem besagten Mann, keiner konnte den Selbstmord nachvollziehen, aber ich kann mir vorstellen, dass er solche Demütigung nicht ertragen hat, wahrscheinlich hat er mitbekommen, dass andere auch Bescheid wussten.
Bei dem Freund meiner Schwester war auch so, dass sein bester Freund und Kollege mit seiner Frau Techtelmechtel hatte, bis aus anderer Abteilung ein Kollege Bemerkung fallen ließ, wie lange er dem noch zuschauen will.
FS, geh zu Familienberatung und schildere diese Situation, ob aus psychologischer Sicht es für Kind angebracht wäre, wenn er die Wahrheit erfährt. Kinder spüren immer, ob an der Situation irgendetwas falsch ist, auch wenn sein Vater auch keine Ahnung hat, ich bezweifele, ob tatsächlich alle mit der Situation" zufrieden sind ", du weisst das schließlich nur von deinem Freund und der lügt laut deiner Aussage gern oder? Also zufrieden sein kann da nur die Affärenfrau und dein Freund, dass sie das so hübsch alles eingefädelt haben
 
  • #26
Du erhebst dich moralisch über ihn, das steht dir nicht zu!
GENAU SO !!!
Die Gespräche damals, die Beweggründe, die Einstellung des jur. Vaters dazu, das Verhältnis von Sohn zum jur. Vater ....... all das kannst du gar nicht kennen.
Intakte Familie - das heisst, der Junge hat einen Vater, der ihn ernährt, kleidet, Freude an und mit ihm hat, ihm eine Ausbildung ermöglicht .....
Ich hoffe, die beiden mögen sich, sind verbunden durch schöne Vater und Sohn Momente .......
.... und verpassen dir synchron einen Tritt in den Hintern, wenn du mit deiner Story ankommen solltest.
Was ist die Wahrheit ? Was die Hobbydetektivin so ermittelt ?
Und was ist Moral ? Eine intakte Familie zu zerstören ?

Manchmal ist es besser, zu schweigen als sich seinen "moralischen" Anwandlungen hinzugeben, damit man vor sich selbst als "Frau Mustermann" dastehen kann.
 
  • #27
Also bei mir kommt an

Die beiden Eltern haben sich damals entschieden, ein Kind zu zeugen - hier fehlt die Hintergrundgeschichte.
Dieses Kind ist also nicht zufällig entstanden.
Der Mann, der sich für den Vater hält, war zeugungsunfähig? Auf jeden Fall liebt er "sein" Kind, diese Familie ist intakt.

Die beiden leiblichen Eltern tauschen sich regelmäßig aus, d.h. der leibliche Vater ist interessiert, es ist ein gutes Verhältnis zur Kindsmutter da. Das spricht doch eher für ihn?
Genauso dass Du über Deinen Partner Bescheid weißt, inzwischen schweigt er, weil Du dieses damalige Arrangement missbilligst. Und dass er bei diesem Thema lügt, "leicht" wie Du schreibst, ist für mich nachvollziehbar. Ich würde auch lügen, bzw. an der Stelle Deines Partners mich trennen, weil ich nicht lügen wollen würde.
Entweder man ein Partner die Entscheidungen der Vergangenheit akzeptieren, oder nicht, und dann passt es nicht.

Die beiden "schmunzeln" nicht im Sinn von gehässig, sich lustig machend, sondern freuen sich gemeinsam über die positive Entwicklung. Eigentlich positiv.
Ja, es war ein Betrug vor 16 Jahren, aber vielleicht mit einer positiven Absicht - die sich wohl erfüllt hat.

Die andere Seite, Du kommst damit nicht klar, musst Du auch nicht.
Dann bleibt Dir aber nur die Trennung.

Mich hätte die Geschichte interessiert, warum, wieso - und wenn sie so ist, wie ich vermute, würde ich mich mit meinem Partner zumindest im Hintergrund über sein Kind freuen.

Schon mal darüber nachgedacht, dass er vielleicht doch auch gerne offiziell Papa sein würde, und das nicht geht, ohne alles zu zerstören?


Würde des Menschen.. Dianthus, große Nummer hier.
Ich gehe mit Lebens_Lust in den Luftschutzkeller...

W, 51
 
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  • #28
Bis hierher gibt es drei Statements und alle finde ich total verlogen.

Zur FS: trenne dich von deinem »Partner«, zu dem du dich in keiner Weise partnerschaftlich verhältst. Er mag seine Gründe haben, das war vor deiner Zeit. Du erhebst dich moralisch über ihn, das steht dir nicht zu!
Was soll an den Statements verlogen sein? Lügen tuen ja nur die Beteiligten der Erzählung. Alle anderen sagen nur ihre Meinung, und da hat eben jeder eine andere. Ich habe einige Freunde, die sehr darunter gelitten haben, erst als Erwachsene zu erfahren, wer ihr Vater ist. Teilweise war der dann schon verdorben, so dass dann keine Beziehung mehr möglich war. Mit solchen Lügen über die Herkunft können viele Menschen nicht gut umgehen; es gibt dazu unrühmliche Geschichten, wo dann die ganze Familie auseinanderging. Es ist ein Recht eines Kindes, zu wissen, wer die Eltern sind. Dass jemand das so locker nimmt, ist dem Kind gegenüber unfair. Es geht hier nicht darum, dass der Freund früher mal fremdging oä, sondern es wäre eher so, als würde er sich über damaliges Fremdgehen brüsten. Da gehen Grundeinstellungen weit auseinander. Die FS verhält sich auch nicht „nicht partnerschaftlich“, wo das denn? Sie hat weder vor, sich da einzumischen, noch streitet sie mit dem Mann drüber. Sie denkt nur darüber nach, was das für seinen Charakter bedeutet, und das ist etwas, was ja jeder in Beziehungen tut, wenn er eine für ihn unangenehme oder unpassende Seite am Partner entdeckt.
 
  • #29
Wenn ein Mensch seine wahre Abstammung von seinem vertrauten Umfeld nicht erfährt, d.h. erst erfährt, nehmen wir einmal an bei Volljährigkeit oder älter, dann meint dieser Mensch, dass lügen und betrügen ganz normal zum Leben gehört, er wird zwangsläufig auch ein Solcher werden!! Ich kann niemals verstehen, warum erwachsene Menschen, so heuchlerisch und falsch sein können, mit der Meinung, ja bloß nichts erzählen, es ist unglaublich, muss echt wieder meinen Kopf schütteln!!
 
  • #30
Ich denke es ist wichtig für dich klar zu machen, was Dich so massiv stört.

Die haben sich damals entscheiden zu lügen
Die lügen immer noch
Sie leiden unter der Lüge nicht
Sie haben nie darunter gelitten
Es wurde mir nie so erklärt, dass ich die Entscheidung nachvollziehen kann

Wenn er nach 16 Jahren gut damit leben kann, ist es jetzt wirklich das beste.
Jeder Therapeut würde versuchen den Mann dahin zu bekommen.
Wenn jemand sagt: ich befreie jetzt mein Gewissen....ging es ihm besser und den unschuldigen völlig schlecht.
Lacht er weil er sich freut lustiges über dieses Kind zu hören und ist es ihm wichtig genug, noch etwas von seinen Leben zu erfahren....
???

Zu
Mensch war ein Fehler das Kind zu bekommen
Die anderen können den toll ausbaden und ich bin die Verantwortung los.
Schlecht gefühlt habe ich mich zu keiner Zeit
Lügen macht das Leben einfacher etc.

Für mich macht es da den Unterschied...
Dem einen vertraue ich und dem anderen nicht
 
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