• #1

Hausmann & "Karrierefrau" ?

Verdoppelung der Hausmänner in den USA in den letzten 10 Jahren:

http://abcnews.go.com/US/Parenting/modern-family-dads-staying-home-raise-kids-wives/story?id=15147329#.Ty5wGhzNlLv

Der Grund für den Rollentausch ist denkbar einfach pragmatisch: Wer mehr verdient geht arbeiten, wer besser mit Kindern umgehen kann, bleibt zuhause.

Da gibt es keine ideologische Diskussion über Aufbewahrungsanstalten, Fremdbetreuung oder Herdprämie.

Da in den USA immer mehr Frauen in gute bis Top Positionen kommen, finden sie nach ihrem alten Beuteschema "nach oben oder auf Augenhöhe" keine Partner mehr, weil es schlicht zu Wenige gibt und so kommt die Oberärztin mit dem Krankenpfleger zusammen und er wird SAHD.

Ich (Bürokaufmann), der seinen Job gehaßt hat und da ´raus wollte und meine Frau (Dr. rer. nat., Abteilungsleiterin), die Karriere und Kinder wollte, machen das seit fast 12 Jahren so.

Ich habe beide Kinder von Geburt an alleine betreut und das ist der beste Job, den ich jemals hatte. Jetzt sind sie bis 15 Uhr betreut und ich genieße meine freie Zeit für Hobbys und Naturerfahrung. Frei und autark :)

Wieso klappt das hier in Deutschland nicht so ? Standesdünkel ? Akzeptieren "die Männer" keine Frauen "über" ihnen oder umgekehrt "die Frauen" keine Männer "unter" ihnen ?
 
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  • #2
Ist bei meinen Nachbarn genau so! Natürlich funktioniert das in Deutschland auch, und noch vieles mehr an Freiheiten die in den USA nicht denkbar sind.
 
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  • #3
Es gibt in den USA keine Schulpflicht. Die Schulwahl ist dort wesentlich flexibler. Außerdem geht auch Home-Teaching. Das macht es für die Männer dort spannender.
 
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  • #5
Viele Frauen wollen Männer mit denen Sie bei anderen Frauen angeben können ... mit einem Hausmann ist das natürlich nicht drin
 
  • #6
Es sind die Frauen, die Hausmänner abstoßend finden und sich früher oder später von ihnen trennen. Das ist in den USA auch nicht anders als hier.
Einspruch! Meine Schwester in den USA ist seit ca. 30 Jahren die gut verdienende Businessfrau. Mein Schwager kümmert sich um Haus, Haushalt und Kinder. Gut, die Kinder sind inzwischen erwachsen. Und die Ehe ist meines Erachtens sehr gut.
Ob das so in Deutschland funtionieren würde? Ich glaube eher nicht. Hier wird viel über Emanzipation geredet, dort wird sie praktiziert. Insoweit stimme ich dem ersten Satz zu.
 
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  • #7
Ich würde mir so einen Mann wünschen (obwohl ich mich ehrlich gesagt mit dem "Nicht-Akademiker" schwertue). Aber ein Mann, der Karriere gemacht und keine Lust mehr dazu hat und einen so großen Kinderwunsch, dass er sie auch liebend gerne hauptsächlich versorgen würde, wäre einfach klasse.

w26
 
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  • #8
ich denke weder noch, die Frauen und die Männer machen gleichermaßen mit oder nicht mit. Liest man z.B. hier im Forum, dann fischen alle sowieso in den falschen Gewässern.
Die Frauen betonen, daß sie sich bei Einkommen und Bildung nach oben orientieren, da ein Mann der weniger als sie verdient nicht akzeptabel ist; ergo wenn einer zuhause bleibt ist sie es.
Die Männer haben Angst vor Frauen die erfolgreicher sind als sie selbst, somit passen sie wie der Deckel auf den Topf.
Klar, keine Regel ohne Außnahme.......
 
  • #9
Ich bin seit 12 Jahren alleinerziehend, vollberufstätig in leitender Stellung(ca.60-80 Stunden/Woche, teilweise von zu Hause aus) und habe wohl ein ähnliches Problem. Durch die Umstände gezwungen, bin ich eine starke Frau, eigenständig, unabhängig ... und auch in der Lage, Tapete an die Wand zu bringen, Regale selbst zu bauen, erfolgreich mit IKEA-Möbeln zu kämpfen, Lampen anzuklemmen und kleinere Reparaturen durchzuführen. Freunde bestätigen meine Vermutung, dass viele Männer Angst vor mir haben, da ich weder auf den Kopf, noch auf den Mund gefallen bin und auch sonst mein Leben ohne Mann auf die Reihe bekomme, wenngleich es nicht unbedingt das ist, was ich mir wünsche. Sie haben wohl eine eher antiquierte Vorstellung von der Rollenverteilung. Beruflich begegnen mir diese Vorurteile auch ständig, privat kann ich beobachten, dass Frauen sogar mit Klischees spielen.
In meinem Bekanntenkreis befindet sich kein Pärchen, bei dem die Rollen "vertauscht" sind. Die Meinung zu Hausmännern ist auch ganz eindeutig: Weicheier, Schlappschwänze, Memmen. Sie sollten mal an ihrer Toleranzschwelle arbeiten und andere Lebensmodelle zulassen.
 
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  • #10
@#8

Entschuldigung aber wer bereits schreibst: "... sonst mein Leben ohne Mann auf die Reihe bekomme, wenngleich es nicht unbedingt das ist, was ich mir wünsche.", sollte sich mal überlegen woran es liegt das er keinen Mann abbekommt.

Männer möchten, wie Frauen auch, das Gefühl haben gebraucht zu werden. Dieses Gefühl scheinst du Männern nicht vermitteln zu können, ergo bist du Single. Es liegt nicht an den Männern, es liegt einzig und allein an dir dass du alleine bist.
 
  • #11
Ich würde mir so einen Mann wünschen (obwohl ich mich ehrlich gesagt mit dem "Nicht-Akademiker" schwertue). Aber ein Mann, der Karriere gemacht und keine Lust mehr dazu hat und einen so großen Kinderwunsch, dass er sie auch liebend gerne hauptsächlich versorgen würde, wäre einfach klasse.

w26
Ob du ihn dir wirklich wünschst, ist noch gar nicht bewiesen. Ich vermute stark, dass du so einen Mann aus irgendwelchen fadenscheinigen Begründungen ablehnen würdest. Denn "wünschen" und tatsächlich "nehmen" ist nicht das gleiche. Denn wenn viele Frauen wirklich so HANDELN würden, dann würde es viel mehr Hausmänner-Ehen geben.

Ich habe bei fast 50 dates keine einzige Frau kennengelernt, die sich mit so einem Hausmännermodell einlassen würde.

@klaus: Mit Einzelfällen kannst du keine Gesamtheiten widerlegen.
 
  • #12
zu #9

Weshalb ich "Single" bin, ist ganz und gar allein meine Sache und ja auch meine Entscheidung gewesen.
Ganz sicher ist, dass mich solch oberflächliche, vorschnell Urteilende nicht einmal antippen dürfen.
Vielleicht solltest du, bevor du dein Psalm ablässt, Dinge aus einem anderen Winkel beleuchten.
Nebenbei bemerkt: Thema verfehlt!
Es geht darum, ob man den sogenannten Rollentausch akzeptieren könnte.

zu #10 Multiplex
Jede Neuerung braucht Zeit. Ein Familienmodell, dass Jahrtausende Bestand hatte, kann man nicht in einer Hau-Ruck-Aktion umkrempeln.
 
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  • #13
#10 also ich könnte mir so ein Modell durchaus vorstellen. Bin nach der Trennung beruflich sofort wieder voll eingestiegen, obwohl unser Kind erst 2 Jahre alt war. Gehe gerne arbeiten und bin auch gerne Mutter. Verstehe aber seit langem viele Männer sehr gut, wieso sie die traditionelle Hausfrauenehe gerne hätten. Oft, wenn ich nach Büro ins Auto steige, einkaufen gehe, alles hochschleppe, Kind abgeholt habe, Kind bespielt bekocht und in den Schlaf gebracht, Wohnung aufgeräumt, auf dem Sofa sitze, denke ich. Wie toll es wäre, wenn ich vom Büro nach Hause käme und ein lieber Mann mich herzlich empfangen würde. Essen wäre gekocht, ich könnte mit Kind spielen alles andere wäre erledigt. Eine herrliche Vorstellung :) Habe allerdings auch noch nie verstanden, wieso solche Männer als "Weicheier" tituliert werden. Es gehört erheblicher Mut für einen Mann dazu, sich den "Hausmüttern" zu stellen.
 
  • #14
Also bei uns klappt das seit 12 Jahren und nach wie vor. Im Übrigen sichert Mann sich in unserer Väter entsorgten Gesellschaft auch seine Väterrechte.

Als Kampfsportlehrer bekomme ich schon einmal von einem Jung Macho zu hören ich sei ein Weichei, was sich dann aber nach eine Runde im Ring legt.
 
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  • #15
@#8
Männer möchten, wie Frauen auch, das Gefühl haben gebraucht zu werden. Dieses Gefühl scheinst du Männern nicht vermitteln zu können, ergo bist du Single. Es liegt nicht an den Männern, es liegt einzig und allein an dir dass du alleine bist.

Wurde hier schon so oft diskutiert, warum wird es ständig wiederholt?

Merke dir! Wer einen anderen Menschen BRAUCHT ist m.E. emotional nicht reif. Die TE braucht, um mit deinen Worten zu schreiben, sehr wohl einen Mann. Nämlich zum Kuscheln, zum Sex, zum an die Schulter lehnen und ich bin überzeugt, dass auch so eine Frau kein Problem hat, dass ER gewisse Dinge im Haushalt macht, die sich auch selber machen könnte, aber nun alleine machen musst.

Es macht auch mir keinen Spass, div. "Männersachen" selber machen zu müssen. Aber was soll ich machen, wenn kein vernünftiger und taffer Mann da ist?

w 48
 
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  • #16
Ob du ihn dir wirklich wünschst, ist noch gar nicht bewiesen. Ich vermute stark, dass du so einen Mann aus irgendwelchen fadenscheinigen Begründungen ablehnen würdest. Denn "wünschen" und tatsächlich "nehmen" ist nicht das gleiche. Denn wenn viele Frauen wirklich so HANDELN würden, dann würde es viel mehr Hausmänner-Ehen geben.

Nein, würde ich nicht. Ich meine, was ich schreibe. Für andere Frauen kann ich aber nun nicht sprechen und deshalb kannst du meine Aussage nicht verallgemeinern.
 
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  • #17
Bei der Familie meines Freundes klappt es ebenfalls super... Hier ist der Vater ab dem 7 Lebensjahr des Ältesten krankheitsbedingt zu Hause geblieben und kümmert sich seit dem um alles... Die Mutter hilft dann am Wochenende bei dem mit, was noch so anfällt und mir als Frau gefällt dieses Prinzip auch nicht schlecht... wenn ich mehr verdienen sollte als mein Partner und mir die Arbeit auch Spaß macht und ich der Meinung bin, dass ich nichts verpasse, warum sollte das nann nicht klappen? Mein jetziger Freund ist eh eher der Familentyp, der sich auch sozial in Vereinen angergiert und Kinder "betüddelt" warum also nicht?
 
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  • #18
@#14

Wir unterhalten uns hier über das "Gebraucht" fühlen in einer Partnerschaft und nicht über "Brauchen" im Sinne von: Ohnen einen Partner bin ich megaunglücklich und bekomme garnichts gebacken.
Man könnte auch sagen: Sich mit seinen individuellen Stärken als nützlich für den Partner fühlen, ihn praktisch ergänzen und zwar in einer Partnerschaft.

Ueberspitzt gesagt möchte bspw. ein Mann nicht nur als der reiner Versorger (nach dem Motto: Bring mal das Geld nach Hause und lass mich ansonsten mein Leben leben) gesehen werden, genauso wenig wie eine Frau nur als Putzfrau und Koch betrachtet werden möchte.

Jeder möchte mit all seinen Stärken und Schwächen vom Partner respektiert werden, sich eben nützlich und "gebraucht" fühlen.

Problem ist jetzt: Wenn man seinen Partner nicht im positiven seine "Nützlichkeit" und Stärke spüren lässt (auch im Sinne von vielleicht besser sein als man selber), dann werden viele auf Dauer unzufrieden.

Ich persönlich denke tatsächlich das viele neumoderne Frauen genau dieses "Spüren lassen" gegenüber Männern verloren haben und deswegen keine nachhaltigen Partnerschaften zustande bekommen.
 
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  • #19
Also ich (w), studiert und promoviert, hätte gegen einen Hausmann rein gar nichts einzuwenden - ich könnte allerdings mit meinem Einkommen alleine keine Familie finazieren und den Mann nicht finanziell unterstützen - der müßte dann schon wenigstens Halbtags mitdazuverdienen. Ich arbeite an der Uni und wie ja hinreichend bekannt ist, haben Wissenschaftler an der Uni nicht unbedingt die bestbezahlten Jobs. Ich glaube daran liegt auch oft das Problem, dass häufig einfach ein Gehalt zur Familienfinanzierung nicht ausreicht.
 
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  • #20
Naja, die meisten jungen Frauen können weder Kochen noch Bügeln und sind schon mit dem Austausch eines Staubsaugerbeutels psychisch überfordert, weil so eine Arbeit mit Ihrem Status "unabhängig, erfolgreich und selbstbewusst" nicht vereinbar ist. Mann muss hat also gar keine andere Wahl als Hausmann zu werden. m 42
 
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