G

Gast

  • #1

Hat es noch einen Sinn zu hoffen?

Nach 18 Jahren Ehe wurde mir die Trennung offenbart. Eigentlich eher so etwas "lass uns eine Lösung finden, aber ich habe keine Gefühle mehr und kann sie auch nicht herzaubern" Lass uns noch solange zusammen wohnen bis wir unsere Schulden abgezahlt haben und der Rest geregelt ist. Ich dachte immer ich könnte sowas vielleicht ganz gut wegstecken aber ich kriege es einfach nicht hin ich weiss nicht was soll ich tun /fühlen und bin hin und her gerissen von den Gefühlen die in mir aufsteigen. Ich liebe sie immer noch und wenn sie nicht da ist fehlt sie mir wirklich. Ich könnte nur noch heulen. Wie soll das funktionieren mit dem zusammen wohnen und sie hat dann vielleicht einen anderen? Oder besteht vielleicht die Chance das das es nur eine Phase ist und sollte ich abwarten?
Ich muss dazu sagen das sie es bestimmt auch nicht einfach hat. Nach meinem Unfall war ich eine Zeit lang auch nicht zu gebrauchen und habe eine Gehbehinderung davon übrig behalten. Ist also auch nicht immer leicht für sie gewesen.
 
G

Gast

  • #2
Du lebst gerade in einer schwierigen Situation und deine Frau weiß wahrscheinlich auch noch nicht genau wo der Weg hingeht. Holt euch Hilfe in einer Paartherapie, denn auch die Liebe zueinander kann man wieder aufbauen. Trotzdem rate ich dir zu Konsequenz. Ein Leben so wie sie es dir vorschlägt, kannst du nicht führen. Da geht ihr beide kaputt. Die vielen Jahre spielen eine Rolle und so einfach trennt Frau sich nicht. Kämpfe ....aber sei kein Waschlappen. Geh raus oder zu Freunden , zeig ihr, dass du sie immer noch liebst, aber nicht um jeden Preis ein Leben nebeneinander leben möchtest. Entweder ihr findet noch einmal zueinander oder ihr trennt euch. Viel Glück für die schwere Zeit.
w52
 
G

Gast

  • #3
Nach 18 Jahren Ehe wurde mir die Trennung offenbart. ...Lass uns noch solange zusammen wohnen bis wir unsere Schulden abgezahlt haben und der Rest geregelt ist. .....Wie soll das funktionieren mit dem zusammen wohnen
Niemals würde ich mich auf so eine emotionsbefreite, zweckorientierte Lösung einlassen. Du liebst sie immer noch und Du gehst dabei vor die Hunde, während sie sich eine gute Basis für einen Start in ein neues Leben schafft.
Wenn sie Dich nicht mehr will, dann soll sie auch ihren Teil der Last tragen und das nicht nur Dir als "ertragen" aufbürden.

Ich muss dazu sagen das sie es bestimmt auch nicht einfach hat. Nach meinem Unfall war ich eine Zeit lang auch nicht zu gebrauchen und habe eine Gehbehinderung davon übrig behalten. Ist also auch nicht immer leicht für sie gewesen.
Beim heiraten ehißt es "in guten wie in schlechten Tagen". Solange es das Schicksal, war, dass ihr was zugemutet hat, kann man erwarten,d ass sie an Deiner Seite steht. Wenn Du allerdings Deinen Lebensfrust dauerhaft an ihr ausgelassen hast, dann musst Du Dich nicht wundern, dass es ihr irgendwann mal reicht und sie sich trennt..
Trotzdem musst Du dann nicht in eine unzumutbare Lebenssituation als Buße rutschen.

Wenn trennen, dann schnell und fair.
 
G

Gast

  • #4
Lass uns noch zusammen wohnen bis die Schulden abbezahlt sind: Ja wie lange soll das denn sein - bis das Haus in 12 Jahren bezahlt ist oder bis in 6 Monaten wenn das Auto bezahlt ist?
Nachdem deine Frau dir so klar gesagt hat, dass sie die Trennung will geh mit ihr zu einem Mediator
um die Möglichkeiten die ihr habt auszuloten. Mediatorengespräche können - können nicht müssen- zu einer Weiterführung der Eheführen, können aber auch eine Trennung "sanft" machen - jedenfalls was die Form angeht.

Bei so einer klaren Ansage würde ich eine räumliche Trennung vorschlagen. Ggf. muss in diesem Fall die gemeinsame Immobilie verkauft werden.

Übrigens - du sollst nicht hoffen - du sollst handeln !! W
 
G

Gast

  • #5
Lass uns noch zusammen wohnen bis die Schulden abbezahlt sind: Ja wie lange soll das denn sein - bis das Haus in 12 Jahren bezahlt ist oder bis in 6 Monaten wenn das Auto bezahlt ist?
Nachdem deine Frau dir so klar gesagt hat, dass sie die Trennung will geh mit ihr zu einem Mediator
um die Möglichkeiten die ihr habt auszuloten. Mediatorengespräche können - können nicht müssen- zu einer Weiterführung der Eheführen, können aber auch eine Trennung "sanft" machen - jedenfalls was die Form angeht.

Bei so einer klaren Ansage würde ich eine räumliche Trennung vorschlagen. Ggf. muss in diesem Fall die gemeinsame Immobilie verkauft werden.

Übrigens - du sollst nicht hoffen - du sollst handeln !! W
In unserem Fall wären es "nur 2 Jahre" und dann wäre alles bezahlt. Mein Gedanke mich darauf einzulassen ist ja das genau das vielleicht ist ja auch "die Chance " alles wieder ins Lot zu bringen. Räumliche Trennung wäre auch möglich aber im Augenblick bin ich Gefühlsmäßig so hin und her gerissen das ich keinen wirklich klaren Gedanken fassen kann. Das Mediator Gespräch ist vielleicht eine gute Möglichkeit/Versuch eine Lösung zu finden.
 
G

Gast

  • #6
Beim heiraten ehißt es "in guten wie in schlechten Tagen". Solange es das Schicksal, war, dass ihr was zugemutet hat, kann man erwarten,d ass sie an Deiner Seite steht. Wenn Du allerdings Deinen Lebensfrust dauerhaft an ihr ausgelassen hast, dann musst Du Dich nicht wundern, dass es ihr irgendwann mal reicht und sie sich trennt..
Trotzdem musst Du dann nicht in eine unzumutbare Lebenssituation als Buße rutschen.

Wenn trennen, dann schnell und fair.
Sie hat sich in dieser Zeit nach meinem Unfall ( insgesamt 5 Monate Krankenhaus) wirklich lieb und fürsorglich um mich gekümmert. Ich hatte nie irgendwie Lebensfrust oder so, aber ein paar Sachen gingen halt nicht mehr so wie vorher. (Auf Leitern rumturnen oder ähnliches wo ich vorher keine Hilfe zu brauchte) und das vermisst sie wahrscheinlich auch. Und als hübsche Frau belastet es ja sie vielleicht auch ein wenig mit mir unter die Leute zu gehen um sich zu amüsieren.
 
G

Gast

  • #7
So ähnlich habe ich das (w) auch durch.
Trennung ein paar Monate nach Hauskauf und die Frage: was nun? Bei uns ging es allerdings um Trennung wegen einer neuen Beziehung mit einer anderen Frau, die seinerseits schon im Aufbau war.
Das gerade teuer erstandene Haus verlieren wollte er allerdings auch nicht. Ich habe mich noch über ein Jahr auf eine "freundschaftliche WG" eingelassen, allerdings immer in der Hoffnung das wird nochmal was.
Er war dann tagsüber im Haus, im Garten, in der Küche, hat von hier aus gearbeitet und ist immer abends zu der Neuen gefahren, um mit ihr den Abend, die Nacht und die Wochenenden zu verbringen.
NIE WIEDER!
Ich habe mir selbst in dieser Zeit die Chance verbaut, die Sache abzuschließen, mich neu zu orientieren.
Wenn da keine Gefühle mehr sind auf der anderen Seite wird das zur Quälerei, weil der andere auch nicht mehr bereit ist, Kompromisse zu schließen. Ich erinnere mich an endlose Diskussionen darüber, wer wofür im Haus zuständig ist.
Und mit der Bank war das einfacher zu regeln als gedacht. Es war eine stressige Zeit, aber was für ein Selbstbewusstsein habe ich aus dieser schwierigen Phase gezogen!!

Heute lebe ich mit neuer, glücklicher Beziehung im Haus. Es gehört mir allein und das wird auch nie wieder anders sein.
Versuch, es durchzuziehen! Jetzt!

Alles Gute!