• #61
Das hört sich so an, als könntest du nicht loslassen, aber nicht aus Liebe, sondern weil du möglicherweise jahrelang in einen Menschen und die Beziehung mit diesem reininvestiert hast, Zeit, Geld, Gefühle, was auch immer, und du nicht möchtest, dass alles "umsonst" war und dieser Mensch klanglos verschwindet.
Hier fehlt dir die Leichtigkeit, jemanden einfach mal ziehen zu lassen im guten Glauben. So gesehen schweres Los auch für die Nachfolgerin, wenn die erst einmal dahinterkommt, der Löwe hat in seinem Fell ein paar Schusslöcher.
Nein, so nun auch wieder nicht, das klingt ja so, als würde ich alle Exen krampfhaft festhalten wollen, das wäre ja gruselig. Es gibt in der Tat auch Frauen, mit denen weder ich noch etwas zu tun haben möchte noch umgekehrt. Wenn nach dem Ende der Beziehung kein freundschaftliches Verhältnis entsteht, dann ist das eben so. Ich versuche das ja nicht zu erzwingen. Es gibt ja auch die Fälle, wo man sich einfach nichts mehr zu sagen hat. Das ist aber allgemein im Leben so. Auch meine Jugendfreundschaften haben nicht alle bis heute gehalten – und nicht jeder trauere ich nach.
 
  • #62
Worauf es mir in dem Eröffnungsbeitrag ankommt, ist die Formulierung "immer noch".

Wenn es heisst, "ich liebe meine Exfreundin immer noch", und genauso steht es ja da, bedeutet das, dass sich an den Gefühlen zu ihr nichts geändert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass allzu viele Frauen oder auch umgekehrt Männer das allzu gerne hören.

Wohingegen "sie ist mir heute noch wichtig, uns verbindet eine Freundschaft" oder "ich liebe sie wie eine Schwester" schon anders klingen. Es kommt für mich sehr drauf an wie ein Mann das rüberbringt. Ob ich das Gefühl habe, dass ich nur verunsichert werden soll. Ob er mich bei dieser engen Freundschaft außen vor lässt oder ob ich auch die Chance habe, seine Freundin kennen und mögen zu lernen.

Wer Vertrauen will, muss sich auch entsprechend verhalten. "Ich würde sagen dass ich meine Ex immer noch liebe" klingt einfach nicht danach.
 
  • #63
Zurück zum Sachverhalt:
Ich sehe das etwas anders. Ich kann selbstverständlich auch tiefe Gefühle zu Menschen haben, zu denen ich keine sexuellen Verhältnisse (mehr) unterhalte –

Ich verstehe auch nicht,...
Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum Du den Thread eröffnet hast. Du hast eine Sichtweise zu dem Thema, das ist ja auch in Ordnung so. Brauchst Du einfach Bestätigung?

Dort differenziert Fromm meisterhaft die verschiedenen Ebenen der Liebe und der Pseudoliebe auseinander und hält fest, dass wir alle (davon will ich mich nicht ausschließen, denn ich stehe hier noch am Anfang!) »Liebe« meist mit »Habenwollen« und »Besitzen« oder »Begehren« verwechseln.
Theoretisches Herumphilosophieren.
Rein praktisch: wenn eine Frau mir sagt, sie liebt ihren Ex noch oder sogar mehrere Exen, dann ist sie aus meiner Sicht "besetzt". Die lange, für mich eigentümliche Definition von Liebe höre ich mir dann nicht mehr an. Es nützt Dich also nichts, wenn Du das anders definierst als die Mehrheit der Bevölkerung.

Das ist so, als wenn ich definiere, dass für mich Liebe und Sex untrennbar verbunden sind und mich dann fröhlich durch die Gegend vö…, weil ja keine Liebe dabei und das deswegen etwas völlig anderes ist.
 
  • #64
Das mit dem alten Mann finde ich gut und amüsant. Ich werde es ihr ausrichten. –
Tu das und lass sie auch den Rest lesen.

Ich geh da übrigens nicht von mir aus, ich bin um einiges älter als du, aber aus Sicht einer 25- jährigen ist ein 40-jähriger durchaus schon ganz schön alt. Momentan gefällt ihr das ja, weil du sie mit deinem pseudo-philosophischen Gequassel beeindrucken kannst, aber der Lack blättert ja schon ein bisschen.
Das alles hat noch nicht so viel mit Liebe zu tun, sondern eher damit, dass man sich selber im anderen wiederfinden möchte.
Tja und was ist mit dir? Du schreibst in anderen threads, dass du nur 15 Jahre jüngere Partnerinnen „haben willst“. Das widerspricht meiner Meinung nach der von dir propagierten Tiefgründigkeit.

Eine ähnliche Aussage kam übrigens auch mal vom Inspirationsmaster, sinngemäß „natürlich nimmt Mann dann die Jüngere“. Den kann ich seitdem auch nicht mehr ernst nehmen. Punkt.

Da ist mir ein ehrlich oberflächlicher Mann, der dazu steht, dass es ihm hauptsächlich um „jung und knackig“ geht, lieber als einer, der von tiefer seelischer Verbundenheit redet, aber dasselbe will.
 
  • #65
Du möchtest deine Vorstellung von Beziehung durchdrücken. Ich seh da von Liebe gar nichts, sondern nur, was du alles haben willst und behalten willst.
 
  • #66
Theoretisches Herumphilosophieren.
Rein praktisch: wenn eine Frau mir sagt, sie liebt ihren Ex noch oder sogar mehrere Exen, dann ist sie aus meiner Sicht "besetzt". Die lange, für mich eigentümliche Definition von Liebe höre ich mir dann nicht mehr an. Es nützt Dich also nichts, wenn Du das anders definierst als die Mehrheit der Bevölkerung.
Reine Abwertung.
Was ist so schlimm am "theoretischen Herumphilosophieren"?
Das sagen häufig Menschen, die intellektuell nicht hinterherkommen, sprich, dieser oder jener Theorie nicht folgen können, und deshalb diese Theorie bzw. die Theoretiker kleinreden müssen, so als wäre alle Theorie in diesem Leben unnütz und wertlos, und nur die Praktiker haben Recht und die Weisheit mit Löffeln gefressen. Das dies nicht so ist sieht man an unzähligen Diskussionen zu sämtlichen Themen hier im Forum und auch sonstwo, wo es definitiv angebracht wäre, dass man auch nur ein klein wenig mehr Köpfchen einschaltet, anstatt immer nur seinen subjektiven Emotionen zu folgen. Aber klar, man muss sich ja die "eigentümlichen Definitionen von Liebe" gar nicht anhören, man kann direkt gleich zumachen und das Köpfchen ausschalten, an einem Punkt, wo es sich gelohnt hätte, das Licht noch ein wenig brennen zu lassen.

@SvenBln hat hier viele kluge Sachen gesagt, aber das ist bei den meisten eben wie Perlen vor die Säue zu werfen. Schade eigentlich.
 
  • #67
Mit Männern und auch mit Exmann habe ich rein platonische Freundschaften und ja diese, wie auch meine weiblichen Freundinnen, hab ich lieb , eben auf die andere Art.

Allerdings stelle ich diese auch nicht verbal auf die gleiche Ebene wie einen Partner. Und mehr als ungern, geselle ich mich dadurch auf die Ebene des FS.
Noch weniger gedenke ich, durch seine Reifen zu springen.
Schon in seinem letzten Thread schrieb ich über seine intreganten Fragestellungen hier, mit dem Ziel des Kleinmachens im Verlauf.
Wirkte die Zielgruppe bisher jung und weiblich, so hat er the Battlefield nun aufs komplette Forum ausgeweitet.
Jede Antwort hier, bietet Raum für einen neuen Auftritt...der eindeutig inszeniert ist. Denn wer eine Partnerin hat, hätte die ersten Threads nie aus emotionalen Gründen eröffnen müssen.

Ein däddädädä war für mich Immer schon ein Grund mich abzuwenden.
Und es wird auch nicht besser, wenn IQ die Formulierung pimpt..

Deshalb hoffe ich...ohne Publikum, wird's mal langweilig
 
  • #68
Ich geh da übrigens nicht von mir aus, ich bin um einiges älter als du, aber aus Sicht einer 25- jährigen ist ein 40-jähriger durchaus schon ganz schön alt. Momentan gefällt ihr das ja, weil du sie mit deinem pseudo-philosophischen Gequassel beeindrucken kannst, aber der Lack blättert ja schon ein bisschen.

Tja und was ist mit dir? Du schreibst in anderen threads, dass du nur 15 Jahre jüngere Partnerinnen „haben willst“. Das widerspricht meiner Meinung nach der von dir propagierten Tiefgründigkeit.

Da ist mir ein ehrlich oberflächlicher Mann, der dazu steht, dass es ihm hauptsächlich um „jung und knackig“ geht, lieber als einer, der von tiefer seelischer Verbundenheit redet, aber dasselbe will.
Oh, da fühlt sich aber eine(r) gewaltig angegriffen. Der Verdacht liegt zumindest nahe, wenn die Kommentare unsachlich werden und mit lauter persönlichen Angriffen arbeiten.
Trotzdem möchte ich dich ernst nehmen und auch ernst auf deine Vorhaltungen antworten:
In einer erotischen Paarbeziehung habe ich in der Tat »gegen jung und knackig« nicht viel einzuwenden. Warum auch? Wenn da nicht eigene erotische Vorlieben auf beiden Seiten ins Spiel kämen, dann hätte man ja nur eine platonische Freundschaft, oder?
Es gibt durchaus Frauen zwischen 25 und 30 Jahre, die mehr als nur »knackig« sind, sondern ein bisschen was im Kopf haben. (Falls du anderer Meinung bist, solltest du vielleicht an deinem Frauenbild arbeiten.) Ich kann ja nur aus eigener Erfahrung antworten und will es nicht verallgemeinern: Ob zwei Menschen zusammenpassen oder nicht, das hat nicht unbedingt viel mit einem Altersunterschied zu tun, sondern damit, ob man die gleichen Interessen hat, ähnliche Bücher liest, etwas gemeinsam teilen und pflegen möchte. Ich kenne einige Beziehungen aus meinem Bekanntenkreis mit mittlerem und großem Altersunterschied – die ganz hervorragend funktionieren, Ehe eingschlossen. – Meine Freundin und ich sind nun immerhin auch schon seit vier Jahren eng verbunden. –
»Pseudophilosoph« entspricht übrigens nicht ganz den Tatsachen, da ich nirgendwo meine Philosophie näher ausgeführt habe – außer das ich auf das Buch Erich Fromms (der kein Philosoph war) zur »Liebe« hingewiesen habe …
 
  • #69
Ob zwei Menschen zusammenpassen oder nicht, das hat nicht unbedingt viel mit einem Altersunterschied zu tun, sondern damit, ob man die gleichen Interessen hat, ähnliche Bücher liest, etwas gemeinsam teilen und pflegen möchte.
Hier hast du das Wichtigste vergessen: die gegenseitige Zuneigung.
Für mich ein exorbitant wichtiger Punkt. "Meine" Bücher und Hobbies kann ich ihr nahe bringen. Und sie mir ihre. Die gegenseitige Zuneigung dagegen ist ein Fundament, das fest verankert sein sollte.

Um diese Zuneigung zu erhalten kann ich meine Formulierungen entsprechend wählen.
"Wie kann man so dumm sein" vs "Du hast dich wirklich so dumm angestellt"
"Ich liebe meine Ex" vs "Ich mag meine Ex"
"Meine Ex ist unheimlich wichtig für mich" vs "Die (hier Vornamen einsetzen))ist inzwischen wie eine Schwester für mich"

Seine Aussagen zu treffen ohne die Zuneigung mit Füssen zu treten ... bissle weniger provokant, aber dafür zielführender.
 
  • #70
Oh, da fühlt sich aber eine(r) gewaltig angegriffen.
Wenn meinst Du ?
Doch wohl eher Dich selbst, nicht wahr?

Die Tatsache, das der Forist Rückschlüsse auf Dich zieht und diese dann sogar sachlich begründet, hat nichts mit einem persönlichen Angegriffensein zu tun.
Man könnte sogar seine Meinung teilen und denken, dass Du Dich tatsächlich hier nur rein "pseudo-philisophisch" argumentativ zu wehren versuchst.

Das sagen häufig Menschen, die intellektuell nicht hinterherkommen,
Finde ich nicht.
Rein praktisch wird man schnell auf die Klappe fallen, wenn man die Begriff "Liebe", "Pseudoliebe" und "lieben" sehr unspezifisch nutzt und irgendwie ganz viele Dinge "liebt".

Man muss damit rechnen, dass die Umwelt nicht bereit ist, solchen subjektiven Einschätzungen und begrifflichen Vermengungen zu folgen und man folglich dafür bestraft wird.

Da kann @SvenBln lange warten, dass seine Partnerin ihm mal eben soweit intellektuell folgt, wie er das gerne möchte, um seine Anschauungen durchzusetzen.

Sie (und jeder andere Mensch auch) kann das ganz klar auch einfach praktisch ganz anders empfinden und will sich darin dann auch nicht ändern müssen, egal wie philosophisch er das dann begründet.

Und dann ist alles nichts wert, worüber er hier schreibt.
 
  • #71
Oh, da fühlt sich aber eine(r) gewaltig angegriffen.
Wieso sollte ich?
Es gibt durchaus Frauen zwischen 25 und 30 Jahre, die mehr als nur »knackig« sind, sondern ein bisschen was im Kopf haben.
Hab nie was anderes behauptet, ich war nämlich selbst mal eine junge Frau mit was im Kopf.

Aber es stimmt, ich hab ein Problem mit Männern, die unbedingt eine sehr viel jüngere Partnerin wollen. Die sehen eher die Trophäe als den Menschen. Oft sind sie auch noch Besserwisser, die der jungen Frau die Welt erklären wollen.

Sieht man ja auch bei dir: Anstatt dass du mal von deinem hohen Ross runtersteigst und ihr sagst, was sie hören will, nämlich dass sie das Wichtigste für dich ist, soll sie gefälligst „lernen, mit ihrer Eifersucht umzugehen“. Du kommst ihr kein Stück entgegen, sondern beharrst auf deinem Standpunkt.

Du behauptest, seit 4 Jahren glücklich liiert zu sein, stellst aber in einer Tour Fragen über Männlichkeit, Mann/Frau - Klischees, Dating-Ratgeber, usw.

Alles angeblich aus theoretischem Interesse. Für mich ist das nicht stimmig. Einerseits wirkst du total selbstgerecht, andererseits aber auch sehr unsicher.
 
  • #72
Ob zwei Menschen zusammenpassen oder nicht, das hat nicht unbedingt viel mit einem Altersunterschied zu tun, sondern damit, ob man die gleichen Interessen hat, ähnliche Bücher liest, etwas gemeinsam teilen und pflegen möchte.
Ja, auch wirkliches Hingezogensein körperlicher Art usw..
Aber dass zwei Menschen in eine Beziehung kommen, hat ja öfter auch mal damit zu tun, was sie gerade brauchen im Leben. Da geht es um Reifeentwicklung und Lernaufgabe.
Manche junge Frau sucht Halt bei einem Mann, der viel älter ist, nur um rauszufinden, dass sie sich den irgendwann doch selbst geben muss, weil er nunmal nicht IHR Leben so bestimmen kann, dass alles richtig läuft. Mancher älterer Mann, der vielleicht gerade von seiner gleichalten Frau verlassen wurde, braucht was fürs Selbstvertrauen und verliebt sich in eine Frau, die zwanzig Jahre jünger ist. Vor allem durchschaut sie ihn noch nicht und glaubt noch an "die Liebe" in einem unreifen Sinne.
Beide passen nur für eine gewisse Zeit zusammen und müssen lernen, die Funktion, die ihnen der Partner gerade erfüllen soll, sich selbst zu erfüllen. Sonst ist es keine Liebe sondern nur Abhängigkeit und Brauchen, was irgendwann mal zu Ende geht, wenn einer sich auch nur ein bisschen weiterentwickelt und der andere nicht mitziehen kann, oder wenn nach Sättigung der Bedürfnisse (Halt, Egopush) ein anderes wichtiger wird, das auch noch bearbeitet werden müsste, aber wieder nur durch eine Partnerperson befriedigt werden soll. Und das ist dann eine andere Partnerperson.
Die Perspektive für die Beziehung fehlt irgendwann, wenn es nur darum geht, durch den Partner ein Bedürfnis erfüllt zu bekommen, weil das ja irgendwann erfüllt sein wird.
 
  • #73
hier viele kluge Sachen gesagt, aber das ist bei den meisten eben wie Perlen vor die Säue zu werfen. Schade eigentlich.
Ich sehe es so wie Lebens_Lust - dem FS geht es ehe darum, seine Sicht der Dinge durchzudrücken und andere als " Perlensäue" darzustellen. Das theoretische Herumphilosophieren ist schön und gut, mag ich auch, aber nicht mal das schafft er - ich lese nur Besserwisserei und Abwerten derer, die mit ihm nicht einer Meinung sind.
 
  • #74
@SvenBln hat hier viele kluge Sachen gesagt, aber das ist bei den meisten eben wie Perlen vor die Säue zu werfen. Schade eigentlich.
Reine Abwertung der anderen. Auch schade eigentlich.
Was ist so schlimm am "theoretischen Herumphilosophieren"?
Gar nichts. Haben wir wohl alle schon gemacht, nächtelange hitzige Diskussionen geführt.
Was zumindestens bei mir dazu geführt hat, mir eine Meinung zu bilden, eine Haltung zu einem Thema zu entwickeln.

Ich erkenne inzwischen den Unterschied von einer Diskussion, die dazu führen soll, mich so zu manipulieren, dass ich am Ende das annehme, was der andere sagt (hier ganz auffällig für mich>>> soll sie lernen, ihre Eifersucht in den Griff zu kriegen<<<) oder eines fruchtbaren Herumphilosophierens, bei dem alle Emotionen, Erfahrungen, Befürchtungen, Ängste, Sorgen, Gedanken ALLER Beteiligten einbezogen werden. Herr Sven wertet jedoch die Gedanken seiner Freundin ab und will partout, dass sie endlich von seiner Meinung überzeugt ist. Das ist für mich eine Pseudo-Philosophie und die wird dann unter falschem Deckmantel verkauft. Man könnte es auch Manipulation durch Psychogequatsche nennen.
W
 
  • #75
Jede Antwort hier, bietet Raum für einen neuen Auftritt...der eindeutig inszeniert ist. Denn wer eine Partnerin hat, hätte die ersten Threads nie aus emotionalen Gründen eröffnen müssen.
Liebe »Foristin«,

es tut mir leid: Nach wie vor habe ich den Eindruck, wenn jemand zu Unterstellungen unter der Gürtellinie greift, dann könnte dies mehr über den Unterstellenden als über denjenigen aussagen, an die sie gerichtet sind.
Zu der Logik deiner »Argumente«:
Stell dir vor, es gibt einfach bestimmte Themen, die manche Menschen unabhängig davon, ob sie liiert sind oder nicht, als gesellschaftlich interessante Fragen erleben. Dies mag bei dem einen die Frage sein, warum es Rassismus gibt (ohne dass er selber von Rassismus betroffen ist), bei dem nächsten, was die Gleichstellung von Homoehen betrifft (ohne dass er schwul oder lesbisch ist) und den Dritten mögen Mann-Frau-Themen umtreiben, ohne dass er deswegen »keine Partnerin hat«.

An meinen Äußerungen ist nichts »inszeniert«. Ich versuche stattdessen, auf Kommentare einzugehen, möglichst sachlich, was mir mal mehr und mal weniger gut gelingt. Ich nehme die Kommentare ernst, auch die patzigen, verärgerten – indem ich versuche, ihren sachlichen Kern herauszuschälen und darauf in einem möglichst ruhigen Ton zu antworten. (Könnte ja sein, dass dies Menschen, denen gar nicht an eine sachliche Diskussion gelegen war, auf die Palme bringt …Aber das ist dann nicht mein Problem!) Es geht auch nicht um »Besserwisserei«, wenn ich MEIN Verhältnis zu den Dingen beschreibe. Weder schreibe ich anderen vor, wie sie LIEBE zu verstehen haben, noch welches Verhältnis zur Expartnerin sie einnehmen sollen, noch welche Alterskriterien in der Partnerauswahl sie favorisieren sollten …
Ich spreche von MEINEN eigenen Idealen – und versuche sie zu begründen, wenn Einwände kommen. Nicht mehr, nicht weniger.
 
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  • #76
Ich wäre interessiert, wie sich das bei dir und deiner Freundin in Zukunft weiterentwickelt. Ich finde, es klingt sehr danach, dass sie ein Problem mit deinem Liebes-Begriff hat, du sie aber einfach nicht ernst nimmst bzw. sie von oben herab schulmeisterlich auf den rechten Weg führen möchtest. Den hier so gut wie niemand teilt.
Man kann sicher mehrere Leute lieben, aber erstmal klingt es bei dir nicht nach Liebe, sondern nach Interessen teilen und vertiefen in deinen Posts. Als wäre sie nicht deine Freundin, der du tiefe Gefühle entgegenbringst, sondern eben auf einer Stufe mit Schulfreund, Ex, usw. Manche Leute sind einem rein gefühlsmäßig wichtiger als andere, und der Partner sollte da ganz weit vorn stehen. Das Beispiel mit dem "du kannst nur einen retten" zeigt das ganz gut. Und ich denke, dass das durchaus biologisch auch normal ist. Jedes Tier würde erstmal den Nachwuchs und bei einer engen Paarbindung den Partner beschützen und nicht andere Tier aus der Gruppe, das ist einfach instinktiv. Und es ist sicher auch instinktiv, dass deine Freundin das deshalb nicht gut findest, wenn du sie quasi auf eine Stufe mit der Ex stellst, weil du alle noch liebst.
Das mit dem Alter war ja schon ein paar Mal Thema. Klar kann man sich in jemanden verlieben, der 20 Jahre älter oder jünger ist. Mein Freund ist auch 7 Jahre jünger. Aber ich empfinde es als seltsam, einerseits daherzuphilosophieren, von der der Liebe nach Fromm, und dann gleichzeitig zu sagen, meine Partnerin muss 15 Jahre jünger sein, da knackig. Das ist für mich ein absolut albernes Auswahlkriterium, wenn man einen echten Partner sucht. Kann sein, dass man eine 15 Jahre jüngere Frau kennenlernt. Aber für die Liebe sollte vor allem das Passen ausschlaggebend sein, und scheinbar erfüllt sie ja da nicht deine Ansprüche von "keine Eifersucht". Vielleicht wählst du mit den falschen Kriterien deine Partnerinnen aus. Wie hier schon jemand sagte, ist ein Fokus auf NUR ältere oder jüngere Partner oft verbunden mit einem Wunsch nach Führung, Stabilität (von dem älteren) oder Wunsch nach Jugendlichkeit, sich selbst jünger machen wollen, oder der stärkere, erfahrene sein in der Beziehung (das kann man dann sein, wenn der Partner so viel jünger ist, dass er viel weniger Lebenserfahrung hat). Sowas beobachte ich im Umkreis auch häufiger. Nicht bei Leuten, die sich zufällig kennenlernen, sondern bei der aktiven Suche nach einer jungen Frau. Da ist eben die geistige Verbundenheit absolut zweitrangig nach den anderen Motiven.
 
  • #77
Hallo Mokuyobi,

natürlich hast du Recht: Aussehen und Alter sollten beim Verlieben nicht im Vordergrund stehen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wenn es um eine Beziehung geht, die über die rein platonische Liebe hinausgeht und die eben auch auf gegenseitiger erotischer Anziehung beruht, dann sind Kriterien der Attraktivität doch für die meisten von uns ausschlaggebende Aspekte für das Verliebtsein, oder? Ich habe mich davon nie ausgeschlossen, sondern immer betont, dass in einer erotischen Liebe auch gegenseitige starke Anreize der erotischen Attraktivität vorhanden sein müssen. Was nun Attraktivität ist, definiert jeder anders: Es gibt Frauen, die fühlen sich zu älteren Männern erotisch hingezogen – und es gibt umgekehrt Männer, die sich zu jüngeren Frauen hingezogen fühlen. Die nächsten finden unsportliche, glatzköpfige oder Männer mit Rechtschreibproblemen nicht attraktiv. Attraktivität ist also sehr subjektiv und sollte immer in die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen bzw. des Paares gestellt sein – ohne moralische Wertung. Aber, natürlich: Man kann nie ausschließen, ob man sich nicht auch in eine Person verliebt, welche den eigenen erotischen Vorstellungen nicht entspricht. Das ist mir auch schon passiert, keine Sorge. Ich gehe nicht mit einer gebündelten Marschroute durchs Leben, die nach einem Schema alles aussortiert. Aber man hat eben so seine Präferenzen. –
Ja, ich finde meine Ex nicht mehr attraktiv. Nicht weil sie älter ist als meine jetzige Partnerin, sondern weil sich nach einigen Jahren der Eros auf beiden Seiten erschöpft hat, das soll vorkommen. Stattdessen haben wir, wie gesagt, eine sehr vertraute, liebevolle Freundschaft entwickelt. Ist doch auch schön, nicht?
Meine Partnerin versucht, auch weil sie selber ihre anfängliche Reaktion für übertrieben hält, zu akzeptieren, dass ich neben männlichen Freunden auch weibliche Freunde haben– darunter eben auch die besagte Ex.
Meine Partnerin hat Verständnis dafür, dass ich ihretwegen nicht einfach eine gut funktionierende Freundschaft aufkündigen möchte, und ich habe Verständnis dafür, dass sie hin und wieder mit Gefühlen der Eifersucht zu kämpfen hat. Ich komme ihr insofern entgegen, als ich natürlich jeden Anlass für diese Eifersucht zu minimieren suche, indem auch zeitlich meine Freundin bei all unseren Aktivitäten im Vordergrund steht und ich meine Freundschaften mit anderen nicht auf Kosten unseres Verhältnisses lebe. Ich bemühe mich jedenfalls darum, es so zu handhaben. Bin nicht perfekt!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #78
An meinen Äußerungen ist nichts »inszeniert«
„Inszeniert“ ist ein gutes Stichwort. Denn wie kann es eigentlich sein, dass ihr diese Diskussion über die Definition von „Liebe“ erst jetzt, nach 4 Jahren führt? Waren die Exen vorher gar nicht so präsent, dass es deine Partnerin stören hätte können? Oder war das von Anfang an ein schwieriges Thema zwischen euch?

Mein Gedanke dazu ist, du bist auf dem Absprung. Das würde alles erklären.

Nach 4 Jahren wünscht sich deine Freundin wahrscheinlich mehr Verbindlichkeit, will vielleicht zusammen ziehen, womöglich sogar Kinder. Das ist aber nichts für dich, wenn ich mich richtig erinnere. Hast du das eigentlich von Anfang an klar kommuniziert?

Deine Fragen hier haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass du deinen „Marktwert“ eruieren willst. Das rein theoretische Interesse kauf nicht nur ich dir nicht ab.

Wenn meine Vermutung zutrifft, wäre es fair, Schluss zu machen, falls es ihr Ziel ist, Kinder zu haben, du das aber gar nicht willst, sie aber bislang im Unklaren gelassen hast.
 
  • #79
Eine ähnliche Aussage kam übrigens auch mal vom Inspirationsmaster, sinngemäß „natürlich nimmt Mann dann die Jüngere“. Den kann ich seitdem auch nicht mehr ernst nehmen. Punkt.
Frage: Kannst du dich denn selbst noch ernst nehmen? Ich bezweifle das!
Da ist mir ein ehrlich oberflächlicher Mann, der dazu steht, dass es ihm hauptsächlich um „jung und knackig“ geht, lieber als einer, der von tiefer seelischer Verbundenheit redet, aber dasselbe will.
IM und oberflächlich, es darf laut gelacht werden, bester Witz!
 
  • #80
Reine Abwertung.
Was ist so schlimm am "theoretischen Herumphilosophieren"?
Das sagen häufig Menschen, die intellektuell nicht hinterherkommen, sprich, dieser oder jener Theorie nicht folgen können,
Du hast Recht. Ich verstehe diese Theorie nicht. Sie beruht auf Definitionen von „Liebe“, die mir im Zusammenhang mit Partnerschaft fremd sind. Meine Partnerin auch nicht. Wenn ich ihr sage, ich liebe meine Ex, fliege ich raus.