G

Gast

  • #1

Hallo Männer! Ist euch die Staatsangehörigkeit der Frau wichtig? Erzeugt sie Angst oder Sorgen?

Ich habe vor paar Wochen während meiner Arbeit einen interessanten Mann kennen gelernt. Er erschien auch sehr interessiert zu sein bis er die Antwort auf seine Frage hörte: "Nein, ich komme nicht aus Spanien, ich komme ursprünglich aus Rumänien." Danach ist sein Interesse verschwunden und es wurde durch eine distante Kälte ersetzt - so fühlte es sich an.Das war nicht das erste und mit Sicherheit nicht das letzte Mal, wenn Männer mich nach meinem Aussehen und/oder Akzent als Spanierin oder Französin "einschätzen" und erfahren dann enttäuscht, dass ich eigentlich aus Rumänien komme. Ich habe kein Problem mit meinem Ursprung und antworte alle Fragen immer ehrlich. Ich muss aber gestehen, dass ich auch enttäuscht bin, dass ich durch den "Filter" einer Staatsangehörigkeit wahrgenommen bin. Viel zu oft alles bleibt still nach meiner Antwort - nicht nur face-to-face aber auch auf solchen Partnersuche-Websites.Was sehe ich aber nicht? Ich wollte nur Eure Meinung wissen...
 
G

Gast

  • #2
Also wenn ich ehrlich bin - "jein" - aber ich habe was gegen Frauen ...[Mod. = gelöscht - achten Sie auf Ihre Wortwahl!]. Alles andere wäre mir ziemlich egal.

m, 53
 
G

Gast

  • #3
Ich find Frauen ausländischer Abstammung immer sehr reizvoll, warum versteh ich zwar selber nicht, ist aber so. Natürlich sollte man irgendwo kompatibel sein und nicht in verschiedenen Welten leben. Aber als Dakerin solltest du bei der Mehrheit denk ich keine Probleme habe, ist doch eine tolle Mischung aus slawischen und lateinischen Attributen.
 
G

Gast

  • #4
@ #1: was hast Du bitte schön gegen Frauen ... [Mod. = Angriff gelöscht] Deine Wortwahl "Alles andere wäre mir ziemlich egal" ist nicht gerade fein....

Ich würde mich gar nicht auf einen Mann einlassen, dem es stört, dass ich eine Ausländerin bin. Gott sei Dank sieht man mir das an und ich erwähne das auch in meinem Profil. Verleumden würde ich meine Herkunft auch niemals. [Mod.= gelöscht]

Trauere doch nicht hinter solchen Männern her, liebe FSin! Die kannst Du Dir sparen. Eine Spanierin oder Französin würden sie nicht ablehnen aber Dich lehnen sie ab weil Du Rumänin bist. Merkst Du, wie sich das liest?! Such einfach weiter und sei froh, dass Du diese Männer nicht kennen lernst. Viel Glück!
 
  • #5
Ich sehe keinen bedeutsamen Unterschied zwischen Spanien und Rumänien. Wichtige Unterschiede gibt es aber sicherlich zwischen EU-Binnenland und EU-Ausland, da letzteres oft auf Erschleichen der EU-Staatsbürgerschaft ausgelegt ist. Allerdings bevorzugen die meisten Männer für dauerhafte Lebenspartnerschaften und Familiengründung schon deutsche Partnerinnen und ähnlichen kulturellen und religiösen Hintergrund.

Letztlich musst Du Dich zu einem gewissen Grade damit abfinden, dass die meisten einen möglichst passenden Partner mit stimmigen kulturellen Hintergrund haben wollen. Vielen ist schon Norddeutschland gegen Bayern ein zu großer Unterschied... teils sogar zu recht!
 
G

Gast

  • #6
#4,

Dachte mir schon, das mein doch relativ kurzer Beitrag hohe Wellen schlagen wird.
[Mod.= gelöscht. - Halten Sie sich künftig mit Diffamierungen bestimmter Kulturkreise zurück.]
 
G

Gast

  • #7
Sehr gerne Ausländerin--wenn alles zusammenpasst,ziehe ich mir solche Frauen-Deutschen Frauen vor.Die Welt vermischt sich,nur wenige "Engstirnige" bleiben zurück-und die sollten auch gerade deswegen in ihrem Land Urlaub machen!
Habe viel Freunde und Bekannte aus aller Welt-der Mensch am Ende zählt-Gruß m47
 
G

Gast

  • #8
@1 Du steckst die Menschen gerne in Schubladen....wie traurig! Leider ...
[Mod. = gelöscht. - Bitte halten Sie sich an die Titelfrage. Gegenseitige Beleidigungen der Teilnehmer werden nicht gestattet.]
 
G

Gast

  • #9
@Frederika, Du hast schon häufiger die "systematischen" Mentalitätsunterscheiede zwischen Süddeutschen und Norddeutschen betont, worin bestehen sie deiner Meinung nach ?
 
G

Gast

  • #10
Mein Exmann hat mich mit einer Rumänin betrogen und ist jetzt mit einer Polin verheiratet. Ich poste hier nicht zynisch, es ist eine Tatsache, und beantwortet vielleicht deine Frage. Denke mal, dass es keine Rolle spielt, wenn sich der Mann in dich verschaut, ist die Nationalität doch gleich.
 
  • #11
Wenn die Frau passt, ist mir die Herkunft recht egal.. Bin selbst eine europäische Mischung
 
  • #12
@ #6:
Du also ziehst Ausländerinnen vor, was völlig ok ist.
Andere ziehen deutsche Frauen vor, was genau so völlig ok ist!

Wieso, in aller Welt, sind dann ausgerechnet nur die anderen engstirnig, und du nicht?? - Ich verstehe dich da nicht!

Und noch etwas:
Wieso die Sache mit dem Urlaub? - Solltest DU dann nur Urlaub im Ausland machen? Das wäre ja dann die Konsequenz aus deiner Logik!

Bin gespannt auf deine Antwort!
 
  • #13
Leute, nun bleibt mal alle ganz ruhig. Natürlich darf man Präferenzen haben. Wie man schon an #6 sieht, haben viele keine Probleme, wenn jemand eine Ausländerin vorzieht, ebensowenig sollte man Probleme haben, wenn jemand eine Ausländerin ablehnt.

Wir sollten hier zwei Aspekte diskutieren:

a) Könnte man sich in einen Ausländer verlieben und sich körperliche und partnerschaftliche Nähe mit einem Ausländer vorstellen?

b) Kann man sich eine dauerhafte Partnerschaft und Familiengründung mit einem Ausländer vorstellen und wie hoch sind die Chancen, dass so eine Partnerschaft erfolgreich und erfüllend verläuft?

Meine eigenen Antworten dazu:

a) Ja, ich könnte mir uneingeschränkt vorstellen, mich auch in einen Ausländer zu verlieben. Ich habe selbst mal zwei Jahre im Ausland gewohnt und dort einen Freund gehabt. Die Nationalität ist nicht so entscheidend für das Verlieben, sondern viel eher gemeinsame Erlebnisse, Vertrauen, häufiger Kontakt. Ich gebe aber zu, dass ich es mir selbst bisher niemals mit dunkelhäutigen Menschen vorstellen konnte. Ich glaube, dass ich da schon sehr klare Typpräferenzen haben.

b) Familiengründung kann ich mir nur vorstellen mit einem norddeutschen Partner. Kulturelle, traditionelle und religiöse Unterschiede sind einfach eine verdammt hohe Barriere und gerade Kindeserziehung, aber auch schon gemeinsames Wirtschaften und Wohnen, das auf Dauerhaftigkeit angelegt ist, klappt nur, wenn man wirllich viele Gemeinsamkeiten hat. Da reicht es eben nicht, sich scharf zu finden, verliebt zu sein, es zu wollen. Kompatibilität ist extrem wichtig und mangelnde Kompatbilität ist immer wieder Anlass für Trennungen. Die Chancen für eine gemischte Beziehung sind deutlich geringer als für eine innerkulturelle Partnerschaft. Sicherlich gibt es Ausnahmen, die erfolgreich sind, aber die Kompromisse sind fast immer drastischer, schmerzhafter, weitreichender und schwieriger zu finden.

Wohlgemerkt, Affären, Freundschaften, Liebeleien sind alles möglich, aber für eine dauerhafte Parnerschaft müssen ganz andere Dinge stimmen und familiäre, kulturelle, traditionelle Unterschiede sind in der Praxis wesentlich schlechter überbrückbar als es in der Verliebtheitsphase scheint. Ich glaube, hier verwechseln manche Verliebtheit und Liebe mit der praktischen Lebenswirklichkeit gemischter Beziehungen. Die Trennungsquote ist extrem hoch.

Konkretes Beispiel für typische Reibereien ist zum Beispiel die Religion. Sie spielt oft in der Verliebtheitsphase kaum eine Rolle, aber spätestens bei der Heirat wird familiärer Druck deutlich, sich für eine Religion zu entscheiden, allerspätestens mit der Geburt des ersten Kindes ist es dann so weit. Taufe oder Beschneidung oder Gestaltung der Festlichkeiten; wie oft wird die Religion doch ausgeübt, wie oft wird geheuchelt, was wird den Eltern zuliebe doch gemacht; wie wird Weihnachten verbracht und so weiter. Solche Zwistigkeiten sind kaum überbrückbar und führen immer wieder zu Kummer und Sorgen. Für mich selbst käme ausschließlich ein nichtgläubiger Partner in Frage, möglichst mit protestantischem oder atheistischem Hintergrund. Absolutes Ausschlusskriterium wäre zum Beispiel moslemischer Glauben -- das geht für mich gar nicht. Dazu darf und sollte man auch stehen und nicht politisch korrekt drumherum reden.

Ein anderes Beispiel wäre die familiäre Eingebundenheit. Wie eng steht der Partner zur Familie? Wer erhebt Anspruch darauf, über die Gestaltung von Festen mitzureden? Wo "muss" man zu bestimmten Festen und Feiern sein? Wie rigide sind die Erwartungen? Wie sehr drängt sich die Familie auf und bestimmt Kleidung, Kindeserziehung, Wohnort, Zusammenwohnen und so weiter?

Also beachtet folgende Punkte:
* Wird die Beziehung eventuell nur wegen der Erschleichung eines deutsches Passes begonnen? Besondere Vorsicht bei EU-Ausländern!

* Sind Vorstellungen zu Religion, Tradition, Familie kompatibel? Wie sehr wird eine Religion praktiziert, wie sehr an religiöse Inhalte geglaubt? Wie werden typische Feste gefeiert? Zumindest für die überwältigende Mehrheit der Norddeutschen kann man feststellen, dass Religion eigentlich kaum noch eine Rolle im täglichen Leben spielt.

* Sind Alltagsgepflogenheiten und Vorlieben miteinander kompatibel?

Man sollte vorallem in der rosaroten Verliebtheitsphase schon versuchen, den Kopf zu verwenden und möglichen Problemquellen nicht auszuweichen, sondern sie zu klären.
 
G

Gast

  • #14
<MOD> "Jeder ist Ausländer - fast überall." Selbst jemand (#12), der sich dauerhafte Partnerschaft nur mit 'Norddeutschen' vorstellen möchte (wußte gar nicht, dass Nordeutschland als ethnisch abgrenzbares Territorium definiert ist), weil dort z.B. Religion "...eigentlich kaum noch eine Rolle im täglichen Leben spielt" sollte vielleicht soweit über den Tellerrand des Nahumfeld hinausschauen, dass dieser Trend seit Jahrzehnten auch für den Süden der Republik gilt. Überzeugten Laizisten würde ich ggf. einen Französisch-Kurs nahelegen, weil dort spielt Religion im Alltag (glücklicherweise) keine Rolle mehr - trotzdem blieb viel von katholisch geprägter Lebens- und Genussfreude erhalten ... was ja so nachteilig auch nicht ist. Und in der Normandie gibt’s auch blonde und blauäugige Franzosen ... mit Vorfahren aus Skandinavien.
 
  • #15
@#13: Hat irgendjemand heir behauptet, Norddeutschland sei ethnisch abgenzbar? Hier ist von Ethnien nirgends die Rede gewesen, sondern von Kultur und Mentalität. Gerade letztere ist z.B. bei Rheinländern oder Bayern völlig anders als bei Norddeutschen.

Im übrigen möchte ich Deinem absurden Vorurteil wiedersprechen, dass ausgerechnet Katholiken besondere Genussfreude zeigen. In Norddeutschland ist deren Ruf genau umgekehrt -- Demut, Verzicht, Schuld, Prüderie sind hier eher die Begriffe, die man mit Katholizismus verbindet. So sieht man mal wieder, wie sehr solche kulturellen Prägungen differieren können.

Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: Es gibt Mentalitätsunterschiede und Du selbst bist offensichtlich auch ein gutes Beispiel dafür, wie sehr Vorurteile und Vorbehalte einen prägen können. Jeder hat solche Vorurteile und viele sind gar keine, sondern bestätigen sich auch immer wieder im Leben.

Ich bleibe daher dabei: Kultur, Tradition, Mentalität sollten harmonieren und kompatibel sein. Das ist mit Ausländern quasi nie der Fall.
 
G

Gast

  • #16
@14 Schön und gut, es gibt also die "Fischköpfe" im Norden und die Bayern. Aber was ist mit den annektierten Franken oder den Hessen, was mit den undeutsch sprechenden Baden-Württemberger ?
Wie muss man dann in diesem Zusammenhang den Berufsalltag der vielen Wirtschaftsflüchtlinge im Lande verstehen, wenn Nord nach Süd pendelt und Ost nach West ?
Ist dies in einer Partnerschaft wirklich kritisch ?
Dann meines Erachtens auch schon im Berufsleben !

Folglich sind Ausländer immer ein NoGo für eine sinnvolle Partnerschaft.
 
  • #17
@#15: Dieser Thread behandelt Ausländer und nicht deutsche Regionen und Mentalitäten. Auch Dir wird doch im Einzelfall klar sein, ob die Mentalität passt oder nicht. Was innerdeutsch schon beginnt, ist doch zwischen komplett verschiedenen Kulturen noch viel schwieriger. Solche Partnerschaften halten nur ganz selten lange.
 
G

Gast

  • #18
ad#14... wenn Ausländer-Sein kulturell definiert werden soll, dann wird’s allerdings endgültig schwierig. Welche Kulturdefinition sollte denn dazu herangezogen werden? Ich denke, dass jemand aus Lörrach dem Schweizer aus Basel näherstehen kann (kann!), ist schon aufgrund der geographischen Nähe logisch und außerdem sind die Lokaldialekte zumindest für Norddeutsche nicht unterscheidbar.

Apropos Schweiz: Calvinismus mit Toleranz und Offenheit gleichzusetzen scheint mir doch ein gewagtes Unterfangen. Und die Rigidität protestantischer Sekten finden wir im Schwäbischen ebenso wie in Holland, von den USA gar nicht zu reden, aber vielleicht ist ja Nordeutschland (wo immer das jetzt auch sein mag) davon ausgenommen ....

Aber es geht mir um etwas anderes: ob Menschen sich verstehen (können), hängt eher von gemeinsamen Zielen und Wertvorstellungen ab als von nationalen oder ethnischen Hintergründen. Sicher gibt es nationale Eigenheiten und Unterschiede. Vor 50 Jahren waren Deutsche schließlich in vielen europäischen (und außereuropäischen) Ländern nicht wirklich beliebt und begehrt – unabhängig von der individuellen Person, aber aus nachvollziehbaren Gründen. Ich selbst habe Franzosen, Amerikaner (natürlich auch schwarze), Engländer, Italiener, Polen, Brasilianer kennengelernt, mit denen mich weitaus mehr verbindet als mit den meisten meiner Landsleute, egal ob die jetzt von der Waterkant kommen oder aus dem Voralpenland. Übrigens was ist mit den Brüdern und Schwestern aus den Neuen Ländern, weil die aus MeckPomm gehören doch eigentlich auch zu den Nordeutschen irgendwie, aber da finden sich dann doch manchmal deutliche Kulturdifferenzen ...

Also mein Tipp: es möge sich niemand davon abschrecken lassen, aus welchem Land oder welchem Teil der Welt ein Mensch kommt. Wenn die zentralen Werte stimmen, dann lassen sich auch die Differenzen klären – und ein bisschen Auseinandersetzung und Neugier auf das Anderssein hält die Beteiligten fit im Kopf ...

(der Mensch aus #13)
 
  • #19
@#17.1: Ich habe Deinen ersten Absatz nicht verstanden. Sind sich die erwähnten Gruppen denn nicht kulturell sehr ähnlich? Spricht das nicht genau für meine These, dass es auf Kultur, Sprache, Mentalität ankommt?!

@#17.2: Ja, das sehe ich auch so. Von Calvinismus war ja auch nicht die Rede, oder?!

@#17.3: Richtig, es geht um gemeinsame Ansichten und Wertvorstellungen und die wiederum hängen ganz oft extrem stark von Kultur, Religion, Sprache, Mentalität, Tradition, Ideologie und so weiter ab. Genau das meinte ich. Die zentralen Werte und Gepflogenheiten werden so gut wie nie übereinstimmen, wenn man völlig unterschiedlichen Hintergrund und Herkunft hat.
 
G

Gast

  • #20
" @#17.1: Ich habe Deinen ersten Absatz nicht verstanden. Sind sich die erwähnten Gruppen denn nicht kulturell sehr ähnlich? Spricht das nicht genau für meine These, dass es auf Kultur, Sprache, Mentalität ankommt?!" -

... vielleicht solltest du mal einen Schweizer fragen, ob er den Eindruck hat, dass die deutschen Nachbarn die gleiche Mentalität haben. Die Schweiz (wie auch Frankreich, weil das da ja ebenfalls gerade um die Ecke liegt) ist ein Land mit einer sehr (!) verschiedenen politischen Tradition und einem gänzlich anderen bürgerschaftlichen Selbstverständnis. Der Dialekt allein machts nicht. In der Schweiz wäre z.B. Stuttgart 21 einem Volksentscheid zum Opfer gefallen und in Frankreich das Rathaus besetzt ...

" @#17.2: Ja, das sehe ich auch so. Von Calvinismus war ja auch nicht die Rede, oder?! " -

Das Problem ist eher, dass dir leider nicht klar wurde, wo hier der ironische Unterton steckt. Aus meiner Sicht ist Religion immer Opium fürs Volk, aber manchmal kann Opium sehr tröstlich sein und im Fall der Theologie der Befreiung sogar recht fortschrittliche Ideen transportieren. Es ist dabei egal, welcher Verein dahintersteckt, immerhin gab es Zeiten, da war sogar der Islam die fortschrittlichste und toleranteste Glaubensveranstaltung (glaubt man kaum). Wer damit nichts am Hut hat, wird sich auch keinen Partner suchen, der in irgendeíner Form religiös gebunden ist.

"@#17.3: Richtig, es geht um gemeinsame Ansichten und Wertvorstellungen und die wiederum hängen ganz oft extrem stark von Kultur, Religion, Sprache, Mentalität, Tradition, Ideologie und so weiter ab. Genau das meinte ich. Die zentralen Werte und Gepflogenheiten werden so gut wie nie übereinstimmen, wenn man völlig unterschiedlichen Hintergrund und Herkunft hat." -

Nix für ungut, sorry, aber das ist Quatsch. Wir leben zwischenzeitlich in einem globalen Dorf. Und es geht mir hier nicht um den Kulturvergleich zwischen einem niedersächsichen Schweinemäster, einem Nomaden aus der inneren Mongolei und einem indianischen Jäger und Sammler aus dem Amzonasbecken, sondern um halbwegs weltoffene, informierte und sicher auch gebildete Gruppen. Wenn du irgendwann feststellst, dass ein schwarzen Amerikaner in den 70ern exakt dieselben Filme wie du gesehen hat, wenn du dich vor 35 Jahren mit jungen Franzosen und Italienern selbstverständlich auf Englisch verständigt hast, weil eben das gemeinsame Kommunikation ermöglichte, und wenn du heute im Radio erfährst, dass in Mali im Fernsehen brasilianische Telenovelas ausgetrahlt werden ... dann kannst du dir gerne Gedanken über Ähnlichkeiten und Unterschiede machen. Noch gibt es ein paar Unterschiede, glücklicherweise. Von hier ausgesehen: für empfehlenswert in punkto Weltoffenheit halte ich Besuche in Paris, für Nordlichter ist vielleicht København naheliegender ... zur Not tut’s auch Berlin.

(der Mensch aus #13)
 
G

Gast

  • #21
...ich glaube, langsam verstehe ich mein Problem: wenn vor mir ein Mensch steht, der zum ersten Blick mich sympatisch findet, aber dem nach paar Minuten ähnliche Gedanke wie bei Frederika durch den Kopf gehen, vertehe ich warum er nach einiger Zeit gar nicht mehr zu sagen hat. Es gibt zu viele Fragen, zu viele Sorge, zu viel Unbekanntes, die ihm dann unangenehm sind und hemmend wirken.
Frederika, ich verstehe Deine Worte und Deine Gedanken - ich nehme sie wahr und ernst - irgendwie kommen sie bekannt rüber. Aber die Religion ist mir ziemlich unbekannt, die Familie ist weit weg und hat keinen Einfluss - ich bin ein freier Mensch, der allein sein Leben gestaltet und allein seine Entscheidungen trifft; ich habe eine stabile und solide Position und ich kann unabhängig um meinem Leben kümmern, genau wie die Deutschen. "Wird die Beziehung eventuell nur wegen der Erschleichung eines deutsches Passes begonnen?" Das habe ich befürchtet, dass man so denken könnte. Ich kann aber allein ein deutsches Pass beantragen - nach 8 Jahre in DE, Promotion und feste Anstellung, sind die Chancen groß, dass ich eins bekomme. Aber siehst Du, man/Mann kann alle diese Antworte nicht mehr erfahren, da mann schon von Angst besessen ist.
Ich glaube an Unterschiede zwischen Menschen als Individuuen und nicht an kulturelle, etnische Unterschiede. Letzendlich, hinter der Familie, Kultur und Staatsangehörihkeit, sind wir alle Menschen mit den selben Ängsten und Sorgen, und der selben Glüklichkeit, Traurigkeit, Verletzlichkeit.... Ich glaube an was die Natur ist: EINHEIT IN DER VIELFALT, wir sind Teil der Natur.
Ich glaube was ich noch nicht gefunden habe, ist jemand der diese Hemmungen, Sorge, Ängste durch ihn durchlassen KANN und nicht drinnen hält - to come through on the other side - um auf der anderen Seite herauszukommen. Diejenigen, die diese Hemmungen, Sorge, Ängste drinnen halten, kann ich nicht beurteilen, weil es gibt ein Grund warum sie nicht anders können und ich kann den nicht ändern.
Ich war ein beleidigtes Wurst nach diesem letzten Mal - meine Gefühle waren irgendwie verletzt. Aber jetzt, fühlt es sich besser an - es hat alles sich entspannt- weil ich verstehe. Ich kann nicht mehr sauer sein. Ich fühle mich erleichtert.
VIELEN DANK FÜR EURE MEINUNGEN!!!! Vielen Dank, Frederika!
 
G

Gast

  • #22
#11 Erst einmal hast du schon selbst bemerkt,jeder hat seinen eigenen Geschmack-----und es es ging nicht darum was ich vorziehe sondern womit viele ein Problem haben.Wollte damit nur andeuten,daß nicht alles was deutsch ist auch gewählt(sexy,schön und begehrenswert ist) wird----soviel zu Auswahl und Meinungsfreiheit!
Bin sowieso lieber im Ausland auf Urlaub unterwegs,kein "Herdentier" oder All Ink Reisender---für neues offen und liebe die Herausforderung Sprache, Menschen und Mentalität------friesisch herb oder schäumende Weisse ist doch etwas für "Terassenhocker"----man kann es genießen,aber die Welt nicht danach Einstufen.
Ich mag Frauen egal welcher Herkunft-----liebe entwickelt sich --nur muß man sich auch einmal herantrauen-ohne Vorurteil zum Thema südländisch!

m47
 
G

Gast

  • #23
@19 genau das macht das globale Dorf attraktiv , dass der schwarze Amerikaner aus der Grossstadt, eventuell die selben Filme mag wie Mensch aus der badischen Provinz oder der Franzose aus dem tiefen Süden. Es ist bereichernd wenn der Amerikaner durch den Badener Maultaschen kennen lernt und der Badener vom Franzosen an Boris Vian herangeführt wird. Weltoffenheit lebt von den Aehnlichkeiten UND den Unterschieden. Genau deshalb mag ich auch Dialekte , regionale Küche , Volksmusik.......Vielfalt gefällt ! (mir).

Ein Mensch aus einem vielfältigen Land
 
  • #24
Ja, ich bevorzuge polnische Frauen (bin selbst gebürtiger Pole) und halte sie für beziehungsfähiger (zukunftsorientierter, Familiensinn, warmherzig, höflich, hohes Selbstwertgefühl und optisch oft ansprechend da nicht dick geworden, mit sich selbst im Reinen, weniger oberflächlich) als österreichische (wohne in Österreich) Frauen. m30
 
G

Gast

  • #25
Ich kann eine Eheschließung mit einem Ausländer ganz gut vorstellen. Klar, es gibt kulturelle und religiöse Unterschiede, aber für weltoffene Menschen und Leute, die nicht religiös sind, spielen diese Unterschiede dann keine große Rolle mehr. Respekt und Toleranz sind Basis für eine erfolgreiche Ehe, egal aus welchem Hintergrund der Partner bzw. die Partnerin stammt.
 
G

Gast

  • #26
Also das mit den Kulturunterschieden ist sogar wissenschaftlich bewiesene Sache. Dazu schlage ich litertur vor: Geert van Hofsteede, Iris Wangermann.... Grundsätzlich sind die Unterschiede nicht schwarz-weiss sondern in graustufen zu sehen, auch wenn ich es jetzt im nachfolgenden Text etwas "überspitzt" formulieren werde;-)

Die Unterschiede zwischen Nord-, Süd und Ost-Deutschland existieren definitiv und sind nachweislich, da Deutschland ein sehr junges Land ist (139Jahre) und sich aus uralten Staatsgebilden, die zuvor wenig miteinander zutun hatten zusammengesetzt ist. Man bedenke allein die Sprachbarrieren Plattdeutsch-bairisch-badisch etc zur damaligen Zeit, wodurch kein Kulturaustausch stattfinden konnte.... Grundsätzlich gelten laut van Hofsteede die Bayern als beziehungsorientiertere Deutsche (ähnlich den Österreichern).....die norddeutschen als im kulturellen Kommunikationskontext eher als sachorientierter. Deutschland gilt im globalen Kontext als das Gegenstands bzw Sachorientierteste Land der Erde!!! Insofern dürfte es nicht verwundern, wenn Bayern als nicht so deutsch wahrgenommen werden. Dies zeigt sich z.B. in den weniger strikten Trennungen zwischen Arbeits- und Privatleben in Bayern verglichen mit Norddeutschland. Grundsätzlich ist mir auch stets der grosse Verhaltensunterschied zwischen norddeutschen Akademikern und Arbeitern aufgefallen, der in Bayern in dem Maß nicht existiert, Als Bayer kam ich besser mit den Ruhrpott Malochern klar. Die waren wenigstens lustig. Die Norddeutschen Kakademiker waren mir dagegen eindeutig zu sachlich!!! Schon diese ewige herumgesieze die ganze (um nur ein Beispiel zu nennen).... furchtbar....

Ich empfehle auch Literatur zum Thema interkulturelle Kommunikation Deutschland-Österreich bzw Kontakt zu Kulturwissenschaftlern (siehe Webseite Iris Wangermann .....einfach googeln). Ich musste bei einem großen Unternehmen (75000 Mitarbeiter) einen interkulturellen Kurs besuchen. Hier wurde auch der Unterschied Deutschland-Österreich herausgestellt. Die Unterschiede Deutschland - Österreich entsprachen in weiten Bereichen auch den Unterschieden Bayern-Norddeutschland, worauf auch eindeutig hingewiesen wurde!! Ein besonderes Merkmal deutscher Kommunikation ist demnach auch die teilweise sehr direkte weniger "gesichtswahrende" Ausdrucksweise in der Kommunikation (siehe Dissertation Wangermann).... Dass muss man auch in einer Ehe mit einer norddeutschen erstamal packen...

Abschließend: ich glaube dass ich als Bayer besser mit Österreicherinnen, Französinnen oder Italienerinnen zsammpass als mit norddeutschen "Frauen", zumal der etwas männliche Modegeschmack in norddeutschland mich nicht grade anzieht. Verstehe z.B. nicht warum sich Renate Künast (genauso viele andere Ihrer norddeutschen Lands"frauen") so a grausige Männerfrisur wachsen lassen muss. Da ist mir die Ilse Aigner als neue Landwirtschaftsministerin lieber. Und attraktiver ist sie auch. Aber wiegesagt alles graustufen...