• #91
Außerdem kannst du ja auch den liierten Männern so ein bisschen dein Interesse zeigen -
Das geht finde ich gar nicht! Erstens ist vergeben, vergeben und Frau sollte nicht der Anstoß zur Trennung sein. (Wird ja hier auch immer "groß" geschrieben). Außerdem läuft die FS dann Gefahr in einer Affäre zu landen und sich während dessen zu verlieben. Auch nicht so prickelnd!

Die FS macht das schon richtig (und das bleibt hoffentlich auch so), vergebene Männer sind tabu!

Allerdings muss ich dir Recht geben, es könnte durchaus sein, dass die FS eine falsche Wahrnehmung hat und wegen 2,3 vergebenen Männern, alle interessanten Männer von ihr den "vergeben" Stempel bekommen.

Weiter umschauen, das Leben genießen und sich keinen Druck machen. Irgendwann ist der Richtige dabei. Eine feste Partnerschaft war bis heute nicht so wichtig, dann hat es jetzt sicher auch keine Eile!
 
  • #92
Wenn ich verliebt bin :) Lieben, begehrt werden, guter Sex, die zwei drei Tage danach, süße Nachrichten von ihm bekommen, mich nach ihm sehnen, mit ihm Händchen halten oder kuscheln...das sind die Situationen, in denen ich am meisten brenne und (gerne) die Kontrolle verliere.
Kann ich gut nachvollziehen. Mir fehlt regelrecht was, wenn ich nicht verliebt bin (wobei ich bisher nur einseitige Verliebtheit erlebt habe). Inzwischen ist mir klar geworden, dass es gerade deswegen für mich gar nicht wirklich Sinn macht, eine klassische Beziehung anzustreben: Verliebtheit vergeht nunmal und zwar umso schneller, je mehr Zeit man miteinander verbringt und je "sicherer" sich alles anfühlt. Aus der Ferne kann man jemanden jahrelang anhimmeln und auch in einer lockeren Affäre mögen die Gefühle lange frisch bleiben. Aber wenn man sich mit einem Menschen wirklich auseinandersetzen muss - mit seinen "Makeln" und v.a. seinen Erwartungen und Bedürfnissen - dann ist es doch ganz schnell vorbei mit der rosaroten Idealisierung. Und in einer festen Beziehung "darf" man sich dann offiziell in niemand anders verlieben.

Eine feste Beziehung einzugehen, macht m.E. nur Sinn, wenn man bereit und willens ist, dauerhaft auf diesen schönen Zustand der frischen Verliebtheit zu verzichten oder zumindest darauf, ihn auszuleben. Ich denke, dass viele Menschen zu diesem Verzicht eigentlich nicht bereit sind, das zu Beginn einer Beziehung aber verdrängen. In dem Moment sind sie schließlich verliebt und haben irgendwie die Hoffnung, dass der Absturz von Wolke 7 nicht zu hart ausfällt.

Es gibt natürlich Paare, die sich außerhäusigen Sex und sogar außerhäusige Verliebtheiten zugestehen, also Romantik/Erotik quasi auslagern. Da ruht die Hauptbeziehung dann auf anderen Säulen - tiefe Freundschaft, finanzielle Abhängigkeit, Kindererziehung, allgemein ein "gutes Team" im Alltag sein o.ä.

Aber genau dieses "Team-Ding" suchst du ja weniger. Du willst eine feste Beziehung, um Erotik, Romantik, Spannung zu erleben - das ist leider, nach allem was ich bislang gehört habe, ein Widerspruch in sich, zumindest auf Dauer.


Warum endet hier eigentlich jede sachliche Frage in "Männer-Bashing"? Sollen wir auch bei jeder Frau über 30 eine Diskussion zum Thema "Orangenhaut", "Hängebusen" oder irgendeinem anderen überflüssigen Thema anfangen?
Ich wollte hier kein "Männerbashing" betreiben - ich dachte, das würde durch die Anführungszeichen bei besonders "despektierlichen" Ausdrücken deutlich. Mein Beitrag war eine Reaktion auf Postings von Usern, die scheinbar davon ausgingen, dass die FS auf den letzten Drücker noch einen Kindsvater sucht. Das ist nicht der Fall (wie sie ja mittlerweile auch klargestellt hat). Erotik und Spaß stehen für sie im Vordergrund. Somit wird sie nach anderen Gesichtspunkten wählen als eine Frau mit Kinderwunsch.
 
L

LadyBink

  • #93
Und wieder das selbe Spiel. Einschlagen von einer ganz bestimmten Fraktion auf die Fragestellende in einer Art und Weise die einfach nur noch geschmacklos ist. Verbale und emotionale Gewalt doch bitte einfach mal googeln und einige scheinen beim Versuch, sich selbst in die Rolle des Impulsgebers zu setzen, den Bock leider zum Gärtner zu machen.

Liebe FS, eine wichtige Lektion hast du aber sicher schon jetzt gelernt. Schaue dir die Leute, die sich da in dein Leben drängen und mitreden wollen ganz genau an.

Ü 30 den passenden Mann für Beziehung und mehr zu finden, kann heutzutage in Zeiten von Sexplattformen und einem Alter, in dem gute und erfolgreiche Männer eben nicht jeden Abend auf die Piste und in laute (und billige) Clubs gehen, sondern von der Arbeit müde, sich auch eher einen Abend vor der Playstation oder vor dem Fernseher gönnen, eben nicht so leicht auffindbar sind eine Weile dauern.

Sei aber nicht verzagt, halt deine Augen und Ohren offen, hör und schau dich gut um und gib nicht auf. So wie dir, geht es heuutzutage sehr vielen Frauen. In deinen Schilderungen kann ich absolut nicht erkennen, dass du eine schwierige oder gar nicht liebenswerte Person sein sollst. So ein Blödsinn.

Lass dich von billigen Casanovas nur nicht zu schnell in Richtung Bett abschleppen und dass Beziehung permanente Umerziehung und Kampf sein soll, kann ich auch im wirklichen Leben beim allerbesten Willen nicht erkennen. Wenn es dich auch ein bisschen tröstet, bei Männern setzt die "Beziehungs-Ehe-Familie"-Torschusspanik meiner Erfahrung nach häufig spätestens Ü 40-45 ein.

Da wollen viele wenn nicht Kinder, dann aber in jedem Fall eine feste und dauerhafte Beziehung, da sie das Alter merken und wie wenig man(n) Ü 40-45 von Abenden in der Grossraumdisko mit einem Zielpublikum 20+, Männerfrühschoppen, auf dem alle Bilder von Auto-Haus-Kind-und-Familie zeigen und "freien" Abenden im Fitnessstudio, in dem die Mehrheitsklientel 20 Jahre jünger ist und gelegentlichem Sex mit fremden, letztendlich unbekannten Personen, die sich im Gegenzug nicht wirklich für einen interessieren und schneller aus dem Leben verschwinden, als man "Stopp" sagen kann, emotional abbeißen kann.
 
  • #94
Ich bin jetzt nur etwas jünger und es stimmt schon, eine Zeit lang gab es viel Gerede um die Singlegesellschaft. Deine Erwartung an das ü30-Single-Datingparadies klingt ein bißchen wie Sex and the city. Mir waren diese Frauen, deren Leben nur aus Shoppen und Männersuche bestand suspekt.

Du wirkst auch etwas verkrampft und erwartungsvoll. Wenn ich einen Mann kennen lerne und er ist vergeben, dann kommt die Partnerin oft im Laufe des Abends zum Gespräch dazu und er ist erstmal abgemeldet ;)

Die guten sind halt schnell wieder weg :) Geschiedene, die außer einem Job, auf den kleine Mädchen stehen, nichts zu bieten haben (siehe Rosendame), gehören für mich allerdings nicht dazu. Das musst du dir als noch junge Frau nicht antun.
 
L

LadyBink

  • #95
Ja, aber das ist doch das Problem. Sie will es jetzt, ohne dass sie den "Erziehungsbeitrag" geleistet hat (wenn sie überhaupt so einen Mann will und nicht auf die narzisstischen Männer steht mit Frau als Accessoire). Vielleicht sieht sie die Männer, wie ich beschrieben habe, nur von außen als Eine-Frau-Auf-Hände-Träger und nicht als Genau-an-seine-Ehefrau-angepassten-Stresskleinhalter.
Den Verdacht habe ich auch.
Übel.

Was ich geschrieben habe von "Erziehung" ist ein Fakt bei allen Beziehungen bis auf eine, die ich kenne. Da hat kein Mann von sich aus das Bedürfnis nach Paarzeit, Kinderbetreuung, Frau-glücklich-machen-so-wie-sie-will. Damit will ich nicht sagen, das Letzteres... Die Männer würden, wenn sie könnten, sich viel lieber öfter zurückziehen von dem allen, die Kinder ganz der Frau überlassen, Urlaube da verbringen, wo SIE eigentlich schon immer hinwollten, überhaupt mehr Freiraum haben von der Beziehung. Das weiß ich, weil ich das sowohl offen hören kann als auch zwischen den Zeilen lesen kann...
Ich würde nie sagen, dass es nicht auch Männer gibt, die das gern tun, ich kenne einen. Aber der flirtet nicht mit anderen Frauen, schillert nicht auf Empfängen, ist kein Smalltalker und versuchte auch nie, eine besondere Karriere hinzulegen. Ich glaube nicht, dass Anita auf ihn stehen würde.

Verheiratete Männer (oder Womanizer ohne Bindungsgedanken) flirten anders als Singles auf Partnersuche, die interessiert sind. Falls Anita auf genau diese Flirtsignale aber steht, wird sie vielleicht nie einen Partner kriegen, der ihr richtig gefällt.
Dass Männer mehrheitlich oder allesamt null Interesse an ihren Kindern, der Beziehung und ihren Partnerinnen als solchen haben, ist so eine üble und falsche Aussage, dass man sie hier einfach nicht unkommentiert stehenlassen kann.
 
  • #96
Die FS geht ja langsam auf die 40 zu - dieser Traum vom Sex and the City sollte doch langsam ausgeträumt sein oder? Sogar die Serie wurde vor Jahren eingestellt!

Ich habe das Beispiel meiner Verwandten zitiert um der FS zu zeigen, wieviel Arbeit aber auch HINGABE Frauen aufwenden in einer Partnerschaft.

Erwachsene Männer erwarten das alles aber von dieser Hinwendung zum Anderen und Erfüllung SEINER Wünsche lese ich hier wenig.

Das ist bei mir anders - der Status ist schon wünschenswert aber ich bin (außerhalb des Schlafzimmers) doch auch sehr lieb-mütterlich und umsorge die Männer gerne: koche für sie, kümmere mich um den Haushalt, pflege sie wenn sie krank sind und suche ihnen die schönsten Krawatten aus.

Nur schön und elegant und Applaus erwarten reicht nicht, das ist mir klar mit Mitte 30 - da muß die ganze Bandbreite an Fähigkeiten und vor allem Emotionen dazu kommen um jemand für sich einzunehmen.

Das gilt für Frauen wie Männer gleichermaßen.
 
  • #97
Dass Männer mehrheitlich oder allesamt null Interesse an ihren Kindern, der Beziehung und ihren Partnerinnen als solchen haben, ist so eine üble und falsche Aussage, dass man sie hier einfach nicht unkommentiert stehenlassen kann.
Nein - hier muss man den ganzen Post lesen und noch ein oder 2 zurück dazu.
Der Gedankengang ist der:
Männer interessieren sich meist anders als Frauen. Natürlich haben Männer Interesse an ihren Frauen und auch an den Kindern. Der Unterschied ist der: Für uns Männer ist es eine Nachricht, dass das Kind seine Schuhe nun alleine zubinden kann. Keine Nachricht ist dagegen, dass die Frau 5 mal am Tag die Schuhe des Kindes zubinden muss. Wir Männer wollen auch keine Paarzeit - wir führen unsere Frauen aus. Viele Männer machen Überstunden, damit es der Familie gut geht. Für viele von uns ist es auch ein Opfer, statt dem schnellen Coupe so eine Familienschaukel fahren zu müssen.
Ich habs mehrfach gelesen - void ist auch in meinen Augen manchmal zu kompliziert. Irgendwann hab ich sie so verstanden, dass die Ehefrauen den Ehemännern die weibliche Sicht der Dinge näher bringen. Was z.B. einer wie ich nie hatte. Und diese eine Aussage nicht isoliert zu sehen ist. Nun bin ich gespannt auf ihre eigenen Einlassungen dazu.
 
  • #98
Ich finde es auch ziemlich schwierig, das als "Erziehungsarbeit" zu bezrichnen. Als ob Männer allesamt ungehobelte, nicht gesellschafts- oder beziehungsgähige Rohlinge wären, die sich wie Neandertaler aufführen und eigentlich am liebsten ausschließlich mit den Jungs saufen und zocken wollten. Der Grund ist wohl eher, dass man keine Frau möchte, die noch keine Beziehungserfahrung hat. Ich habe da des öfteren schon geschummelt oder böse ausgedrückt gelogen, was meine Beziehungen angeht, da man ja anscheinend sonst von vornherein bei vielen gar keine Chance bekommt.
Ich denke auch, dass die Medien mit Serien wir "Sex and the city", "Friends", "GZSZ" usw. vermitteln, man sei ewig begehrt und hätte eine große Auswahl. Auch ich bin mit diesen Serien und dieser Annahme aufgewachsen und in Metropolen wie New York oder Berlin mag da sicher auch eine etwas erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür gegeben sein. Allerdings will ich nicht allein den Medien die Schuld geben - ich habe in meinen 20ern und auch frühen 30ern sehr nach einer festen Beziehung gesucht und wollte auch Kinder. Es hat sich aber leider einfach nicht ergeben. Danach habe ich mich dann auch erstmal mit der Karriere beschäftigt, bevor ich aktiv mit Onlinedating angefangen habe.
 
  • #99
Hm, das klingt alles schon so wie aus ner Zeitschrift. Versteh mich nicht falsch, ich finde sowas in gewisser Weise auch gut und intellektuelle Anregung finde ich auch total wichtig sowie gegenseitige Bereicherung, was interessante Dinge angeht. Aber zu einer Beziehung gehört auch Alltag, sonst ist es ja ne Affäre für schöne Stunden. Der Alltag muss ja nicht langweilig sein, ich fand es z.B. früher toll, wenn ich mit meinem Ex einkaufen ging.
Es gibt ja viel mehr Aspekte in einer Beziehung als nur der gemeinsame Spaß, und die Leichtigkeit und gemeinsame Opernbesuche und Empfänge sind völlig ausgeblendet, wenn es um echte Probleme geht.
Ich glaube, dass Du einen Anteil der Beziehung vermeiden willst, der nicht zu vermeiden ist.

Dass Männer mehrheitlich oder allesamt null Interesse an ihren Kindern, der Beziehung und ihren Partnerinnen als solchen haben, ist so eine üble und falsche Aussage, dass man sie hier einfach nicht unkommentiert stehenlassen kann.
Ich hab nicht gesagt, dass Männer allgemein so sind, sondern die Verheirateten, die ich kenne, bis auf einen. Ich hab ja Beispiele geschrieben, die hab ich mir nicht ausgedacht. Kannst noch mehr haben: Jedes WE mit Kumpels weg (ein Mann um die 40). Statt Enkelkindbesuche oder Ausflüge am WE lieber allein Radfahren, keine Begleitung zum Kindersport, da ihm das zu viel Kindbetreuung ist und er meint, dann gar keine Zeit mehr für sich zu haben (seine Kindbetreuung ist aber, das Kind jeden zweiten Abend ins Bett zu bringen, sonst nichts), Kindersachen muss die Frau allein zahlen und es gibt keinen Ausgleich der Kosten, Wegbleiben bei Treffen, bei denen Partner mit eingeladen sind, auf Partys NUR mit allen anderen reden, wenn ein Familienmitglied (nicht die alten Eltern) ruft, alles, was mit der Frau geplant ist, über den Haufen schmeißen, Fernb., aber jedes WE Männerausflüge machen, Fremdflirten, offen Jammern, dass man bestimmte Urlaubsziele nicht erreichen wird wegen des Kindes (die Frau hat es ihm dann irgendwann freigestellt, seinen Gesamturlaub, wie er gewünscht hatte, weil es sich sonst nicht lohne, dort allein zu verbringen) usw. Klar, der Mann kommt auch mit, wenn es für ihn und das Kind interessant werden könnte bzw. im Kletterpark die Frau mit dem Kind auf der Kinderkletteranlage ist, während er den Parcour für Erwachsene allein klettert. Du magst das interessiert an Partnerin und Kind finden, ich erwarte mehr.
 
  • #100
Ich möchte einen Mann, der mich zu Empfängen mitnimmt, weil er mich dort vorzeigen möchte und auch ich an so Abenden Spaß habe. Später sitzen wir dann mit Rotwein vor dem Kamin und lassen den Abend Revue passieren, lästern, lachen .....
Liebe FS,
Du willst eine ganz besondere Variante der DINK-Beziehung (Sex and the City-Syndrom bei vielen Singlefrauen Deines Alters), Weiterführung Deines interessanten Singlelebens, nur ohne Dir alle 2 Jahre einen neuen Mann suchen zu müssen.
Dann willst Du noch, dass der Mann, der Dir das bietet, Dich anspricht, Dich umwirbt. Das sind Anforderungen.

Ich kenne Männer dieses Kalibers, bin selber mit einem liiert und ich kann Dir sagen, dass er wenig Interesse hat, neben seinem anspruchsvollen Berufsleben auf Empfänge zu gehen - macht er nur, wenn sie irgendwelchen wissenschaftlichen Kontext haben, d.h. er Leute trifft, die er dort treffen will. Er hat, wie die meisten Männer, Null Interesse, auf der Couch zu liegen und über die Gäste dort abzulästern (weil irrelevant), sondern unterhält sich lieber mit mir über die Reden, die wir gehört haben, über Relevanz, Wahrheit, Zukunftsträchigkeit der Ideen oder auch deren Partikularinteressen.
Treffen will er sich in seinem Privatleben auch nicht mit den Teilnehmern der Events sondern mit seinen Freunden, seiner Familie, will Sport treiben, Bergwandern usw - Ruhe und Entspannung, statt sich ständig in der Öffentlichkeit zu produzieren.

Du beschreibst unglaublich viel, was der Mann Dir alles bieten muss, damit Du mit Eurem Paarleben zufrieden bist. Es fällt mir schwer, Deine Intellektualität zu erkennen, wenn Du Dich durch die Medien betrogen du zum falschen Leben verleitet fühlst. Ich glaube, "kurzes Röckchen, sexy Hexy" reicht den wenigsten Männern, die aus eigenen Leistungen so ein öffentliches Leben führen. Dass die meisten davon verheiratet sind, weil sie den familären Background als Auftankstation brauchen, hast Du ja selber festgestellt.

Du wirst Dich also auf eine sekundäre Zielgruppe spezialisieren müssen:
- bleiben die 50+ Männer der Primärgruppe, denn auch von denen werden einige wenige wieder geschieden. Da kannst Du aber Deine Allüren vergessen, dass der Mann Dich zu umwerben hat, denn auf den stürzen sich junge Frauen ab 25, die das gleiche Leben führen wollen wie Du und die sind aktiv
- bleiben die B-Promis Deiner Altersklasse und nach oben offen, die auf gewissen Empfängen das Füllmaterial sind. Auch da wirst Du mit der "passive Prinzessin"-Nummer nichts, Du hast viel aktive und jüngere Konkurrenz

Unterschätz' die aktiven, jungen Frauen nicht. Die brauchen Türöffner für eigene Karrieren oder auch, um über ihren Türöffner andere, attraktivere Männer kennenzulernen. Du wirst Dich ranhalten müssen statt abzu wenn Du gegen diese Konkurrenz bestehen willst.
 
  • #101
Von welcher Art "Empfängen" wird hier eigentlich immer gesprochen? Das sind für mich rein berufliche Veranstaltungen, bei denen ich mich vernetzen will und wo der Partner doch gar nichts zu suchen hat. Oder worum geht es hier? Für mich haben Partner bei beruflichen Veranstaltungen nichts verloren, ich nehme die ja auch nicht mit ins Meeting.
"Weil er mich dort vorzeigen möchte" klingt mir sehr nach Bestätigung suchend, darüber sollten wir in unserem Alter hinweg sein.
 
  • #102
Ich habe das Gefühl, du möchtest den modernen Prinzessinen-Traum verwirklichen. Du wünschst dir ständige Aufmerksamkeit und Bewunderung und ein aufregendes, inspirierendes Leben, in dem du - abgesehen von einigen intimen und romantischen Ruhephasen - größtenteils ununterbrochen positiv stimuliert wirst.

Zu verurteilen ist dieser Traum keineswegs. Nicht umsonst erfreut sich "Sissi" allweihnachtlich noch heute großer Beliebtheit, und nicht umsonst muss jeder Hollywood-Streifen, der auch auf Frauen als Zielpublikum setzt, mindestens einen dieser besonders charismatischen männlichen Charaktere aufweisen. Die Frau, die sich dabei nicht auch schon mal in Phantasien schwelgend ertappt hat, werfe den ersten Stein.

Die Problematik liegt in der praktikablen Umsetzbarkeit. Ein geistig reger "Normalo" reicht nicht, da Knete, Status und Kontakte zu diesen Kreisen fehlen. Die wenigen Männer, auf die deine Wünsche zutreffen, suchen in einer Frau eher einen Ruhepol als dass sie Lust haben, der Frau die große weite Welt zu zeigen und für ihre Bespaßung zu sorgen. Die leben nämlich schon länger in dieser Jet-Set-Traumwelt und kennen auch ihre Schattenseiten: Neid, Erfolgsdruck, Benimmregeln, Kleiderordnungen, Konkurrenzdruck, Scheinheiligkeit, Egomanie, Statusdenken und ein unglaubliches Gezicke unter den Frauen.
Ich habe gelegentlich mit der einen oder anderen Sphäre zu tun und bin immer froh, wenn ich wieder in meiner Normalwelt bin. Besonders inspirierend finde ich sie nicht - eher kühl, egozentrisch und oberflächlich - aber ich bin ja nicht du. Vielleicht kämst du dort besser zurecht und würdest es genießen.

Ich denke, du solltest nach Männern Ausschau halten, die Spaß daran haben, eine junge Frau in diese Gesellschaft einzuführen. Das sind zumeist die etwas älteren Herren, die bereits über den Dingen stehen und daher nicht mehr unbedingt den Ruhepol suchen. Die sich ein bisschen mit ihrem Status profilieren können und denen es Freude macht, eine junge Frau damit zu beeindrucken.
 
  • #103
Ich habe auch den Eindruck, dass es hier eher um Jet-Set, wie er in Bunte oder Gala zu finden ist, als um die von Vikky angesprochenen Kongresse geht. Wo es eben auch darum geht, sich in bestimmten gesellschaftlichen Schichten zu bewegen.
Der "moderne Prinzessinnen" Traum von Jana trifft es ganz gut, finde ich. Und ja, der Prinz, der einen in diese Welt entführt.
Offensichtlich hast du aber diese Welt nicht als Background, sonst bräuchtest du keinen Mann, der dich zu diesen Empfängen, vielleicht kannst du die nochmal genauer beschreiben, mitschleppt.
Dann habe ich ständig so Bilder aus der Jahrhundertwende vor Auge, wo die Dame des Hauses zum literarischen Salon einlädt oder eben die Botschaftergattin, die bei Empfängen repräsentieren soll.
Dann würde ich mir an deiner Stelle die Annoncen in den gehobenen Zeitungen ansehen. Meistens suchen die aber eine Dame, die bereits in den entsprechenden Kreisen zu Hause ist und ebenfalls solvent ist, vielsprachig, weltgewandt etc...
 
  • #104
Ich habe auch den Eindruck, dass es hier eher um Jet-Set, wie er in Bunte oder Gala zu finden ist, als um die von Vikky angesprochenen Kongresse geht.
Hier entsteht gerade ein falscher Eindruck. Es geht mir nicht darum, Zugang zu irgendwelchen Promi-Parties zu bekommen...da habe ich mich ggf. falsch ausgedrückt. Ich gehe oft und gerne abends zu beruflichen und halbberuflichen Netzwerk-Veranstaltungen, die in etwa so ablaufen: Es gibt einen Vortrag oder eine Podiumsdiskussion und danach einen Empfang zum Netzwerken. Mal überwiegt der "Lernteil", mal überwiegt der "gesellige Teil", mal ist es schicker, mal einfacher. Mir machen solche Veranstaltungen Spaß, ich nutze sie zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung, aber auch zum Flirten, zur Kontaktpflege und als Freizeitbeschäftigung. Schön wäre, das mit einem Mann teilen zu können, also (ab und an, muss ja nicht immer sein) zusammen dort hingehen zu können und nicht immer alleine oder mit Kollegen. Ja, ich wünsche mir auch, mich mal wieder mit jemandem zeigen zu können. So ähnlich, wie man eben nicht gerne ständig alleine auf Geburtstage oder Hochzeiten geht. Wer immer auf der Couch abhängen will, nur seine privaten Freunde mag oder alles Repräsentative oberflächlich und blöd findet, wäre wohl nicht der Richtige für mich. Trotzdem finde ich mich in dem "Prinzessinnentraum"-Beitrag ein wenig wieder. Ich versuche, mir mein Leben auch schon jetzt so schön wie möglich bzw. nach meinen Träumen und Wünschen zu gestalten, möchte aber nicht allein sein, sondern es möglichst mit einem Mann teilen, der ähnlich tickt. Wenn durch ihn sogar noch mehr statt weniger möglich wird, um so besser. Dass das allein keine Beziehung ausmacht, ist mir völlig klar - selbstverständlich möchte ich auch private Zeit mit meinem Partner verbringen. Nur möglichst keine langweilige, wenn wir es ja auch schöner haben können.
 
  • #105
Das was Du meinst sind keine Empfänge sondern normale Tagungen, Workshops etc. Habe selten gesehen, daß da geflirtet wurde, eher Höflichkeiten ausgetauscht, weil doch das Ambiente eher seriös.

Tja, Du hast halt den Zeitpunkt verpasst wo andere, vielleicht weniger karrierebewußte Frauen sich den Studenten/ Doktoranden/ Young Professional geschnappt haben.

Macht frau normalerweise während des Studiums oder am Anfang des Jobpraktikums. Oder ist seit der Schule mit einem zusammen und umsorgt ihn damit er eben Karriere machen kann.

Oder - und das ist wohl die Mehrzahl - nimmt sich einfach denjenigen, der Interesse an ihr bekundet und zieht mit ihm zusammen und hofft auf das Beste.

Du paßt irgendwie in kein Schema rein - die Karrieristen bevorzugen die stille, pflegeleichte Frau zum Kinderaufziehen. Oder, seltener, die intellektuelle weltgewandte Frau (die lästert aber nicht und macht sich nichts aus Empfängen sondern ist selber taff).

Was hast Du während Deiner Schulzeit und Unizeit gemacht? Hast Du da Dates gehabt und wollten Männer mit Dir "gehen"? Wieso hat es nicht geklappt?
 
  • #106
Ok, jetzt wirds Tag.
Veranstaltungen der Art, die du meinst, richten sich oftmals an ein Fachpublikum. Also ist so etwas nur interessant, wenn ein Thema angesprochen wird, das beruflich für die jeweiligen Teilnehmer sinnvoll ist. Neuigkeiten im Steuerrecht, Firmennachfolge, Rating, Steuervermeidung etc - allerdings brauchst du dafür bereits Fachwissen. Sonst kapierst du null. Der Atomphysiker wäre wahrscheinlich richtig überfordert, wenn Feinheiten der Erbschaftssteuern besprochen werden, ich würde die Einleitung beim Kongress der Atomphysiker schon nicht kapieren.
Das Netzwerken danach, auch Kontaktpflege genannt, ist nicht zum Flirten da, sondern um Kontakte zu knüpfen. Und eher Arbeit als Amusement.
Männer und Frauen, die daran teilnehmen, gehen da nicht zum privaten Vergnügen hin. Und klar, der Begleiter der Frau Bankvorstand, selbst vielleicht Ingenieur, der macht etwas Small Talk. Weils ihn wenig interessiert und seine Gattin zu tun hat.
Sorry, aber um Männer im Flirtmodus zu treffen, die auch noch Single sind, ist so eine Veranstaltung ganz falsch.
Du solltest dringend überlegen, wo paarungswillige Männer hingehen. Dazu taugen eher Veranstaltungen mit mehr Freizeitcharakter. Künstler Cafe, Vernissagen, Barbesuche oder Lesungen - dort sind Singlemänner eher für Anbahnungsgespräche der privaten Art offen.
 
  • #107
Macht frau normalerweise während des Studiums oder am Anfang des Jobpraktikums. Oder ist seit der Schule mit einem zusammen und umsorgt ihn damit er eben Karriere machen kann.
Das finde ich toll was Frau alles normalerweise macht. Ich kann in meinen Bekanntenkreis Frauen beobachten die teilweise mit Mitte / Ende 30 geschieden worden sind. Diese sind auf den Markt und haben das was da so lachs beschrieben wird nicht gemacht. Angesagt waren bzw. sind da ganz normale Männer - diese wurden nicht an der Uni angebaggert sondern kamen von ganz normalen Events (Disco, Zeltfeste, Theaterbesuche etc.).
Ich war mit Anfang 30 ebenfalls wieder getrennt und lernte dann online einen passenden Partner kennen (wir waren fast 7 Jahre liiert).
Normalerweise ist man auf der Uni um zu lernen. Es gibt durchaus Menschen die sich darauf konzentrieren müssen - denn sonst packen sie das Studium nicht.
Welche Gründe die FS hat - und warum sie nicht mit 16 J. in einer ewigen Beziehung gelandet ist - ist ihre Sache. Diesen Lebensweg erachte ich jedenfalls nicht als normal - denn in einer Zeit in der so viele Singles da sind gibt es nun mal kein Falsch oder Richtig.
Man kann an der Situation "Single" , "Mingle" etc. nun mal nur versuchen etwas zu ändern. Das gelingt in dem man nicht zu scharfe und krude Vorstellungen des Partners an den Tag legt und eben auch mal die inneren Werte betrachtet.
Ich habe die letzten 20 Jahre teilweise tolle und gebildete Männer kennen gelernt. Nicht mit jedem wollte ich etwas eingehen aber als Frau der Resterampe habe ich mich nie gefühlt.
Es ist auch eine Generationsproblematik die eben die Haltbarkeit von Partnerschaften nicht besser macht.
Liebe FS lass dich nicht entmutigen - es kann in jedem Alter klappen.
 
  • #108
Welche Gründe die FS hat - und warum sie nicht mit 16 J. in einer ewigen Beziehung gelandet ist - ist ihre Sache
Die FS hat hier im Forum eine Frage gestellt und bietet um Rat - dafür wäre schon wichtig etwas aus ihrer privaten Beziehungsgeschichte zu wissen.

Es geht nicht darum die FS zu entmutigen, aber sie sucht halt die (glamouröse) Nadel im Heuhaufen mit fast 40 Jahren und wundert sich wieso es nicht klappen will.

Da ich mein halbes Leben an der Uni verbracht habe, kriege ich viel mit wie das Privatleben mancher Überflieger aussieht.

Gerade bei aufstrebenden Jungprofessoren waren die Partnerinnen sehr oft Kommilitonninen oder sogar Jungendlieben aus der Schule denn diese Männer sind selbst eher konventionell und bodenständig.

Sie gehen schon auf Konferenzen und Workshops wie die FS aber kommen brav nach Hause zur Ehefrau/ Freundin und werden wie ein Augapfel gehütet.
 
  • #109
Nachdem es mehr als 100 Beiträge gebraucht hat, um etwas Klarheit reinzubringen:
Du hast ja selber festgestellt, dass Deine Netzwerkevents für Partnersuche nichts taugen. Du willst dort zwar flirten, aber die Männer weniger und wenn, dann bringt es Dir nichts, denn die sind ja vergeben.
Ich gehe selber seit mehr als einem Jahrzehnt regelmäßig zu kulturellen, wissenschaftlichen oder politischen Vorträgen - flirten tut da keiner, da geht es sehr sachlich zu und danach geht man fix nach hause, ist ja unter der Woche und am nächsten Tag klingelt der Wecker.
Von jungen Kolleginnen weiß ich, dass sie auf After-Work-Parties gehen. Da geht es anders zu, ein bisschen Alibi-Networking-Anstrich, aber Schwerpunkt ist Party. Da wird geflirtet, die Mädels haben alle ernste Absichten, aber die Männer nicht - beobachte ich seit Jahren. Das ist aber auch nicht mehr Deine Altersklasse.

Du musst Dir ein Betätigungsfeld suchen, wo Du regelmäßig auf die gleichen Singlemänner findest, die vermutlich den gleichen Interessenhorizont haben wie Du. Geh' segeln, golfen, Tennisspielen - in Clubs, die ein reges Clubleben haben, mit Restaurantbetrieb, ggfs. Wellnessbereich und die daher das 2. Wohnzimmer der Mitglieder sind. Auch dort sind mehr als 90% der Clubmitglieder gebunden und von den 10 % Singles nicht alle Dein Fall, aber Singles sind leichter auszumachen als auf Einmalevents mit ständig wechselnden Teilnehmern.

Eine weitere Alternative kann ein Ehrenamt sein. Da sind Männer zwar in der Minderheit, aber auch eher Single (außer beim Sport), wenn sie sich für andere engagieren. Da habe ich tolle Singlemänner getroffen - aller Altersklassen.
 
  • #110
Ich denke auch dass es auf diesen Veranstaltungen eher schwierig wird und du vielleicht eher woanders suchen solltest.
Auch vielleicht Partnerschaftbörsen.
Mal unabhängig davon, du wolltest doch mit deinem zukünftigen Gefährten ein Ehrenamt antreten? Mein Gedanke ist, dieses Ehrenamt doch jetzt schon mal anzutreten, welche Richtung auch immer. Vorteil du kommst auf andere Gedanken, lernst Menschen in einem ganz anderen Umfeld kennen die ganz andere Sorgen haben. Und es geht nicht um Leistung und Ansehen, hoffentlich sondern um Zwischenmenschliches. Und vermutlich ist es dort auch egal ob die Frisur sitzt. Einfach mal ein paar andere Erfahrungen machen, das verändert auch die Ausstrahlung.
 
  • #111
Ich bin 36 und lerne regelmäßig - ca. 1 - 3 pro Monat - Single-Frauen kennen, da mir Flirten sehr viel Spaß macht und ich recht extrovertiert bin.

Da draußen gibt es unzählige Singles aus allen Altersklassen.

Momentan möchte ich nur unverbindliche Beziehungen und kommuniziere das auch so. Es ist also quasi vor allem einvernehmlicher Sex. Aber ich kriege natürlich auch mit, dass viele Frauen offen für ernstere Beziehungen sind.

Schwimm nicht im Strom der passiven Masse. Sei mutiger. Ergreif Initiative.

Immer nach den Dingen und Menschen streben, die du in deinem Leben haben willst.

Das wird schon. Nur Mut.
 
  • #113
Hi, ich bin zwar 54 aber kann Dich verstehen, weil es zu meiner damaligen Phase mit 30 genauso war.
Plötzlich waren alle Freundinnen, mit denen ich "um die Häuser gezogen war" in Urlaub gefahren, sozusagen Party gemacht, liiert, verheiratet, Haus gebaut, Kind, eben dieses 0815-Schema seit ewigen Zeiten.

Wie schnell diese "damaligen" Singlefrauen den Mann fürs Leben fanden ist mir heute noch ein Rätsel, denn so bis 28 waren sie noch ledig.

Nach wie vor bin ich davon überzeugt dass es mit der vielbenannten Torschlußpanik Ende 20 zu tun hat, zumindest für die Frauen mit Kinderwunsch. Natürlich kann Frau auch bis Mitte 40 oder noch darüber Mutter werden, aber so weit denken viele junge Frauen nicht.

Fazit: Die Freundinnen waren weg, denn Heirat und Kinderwunsch ist mit den Wünschen einer Singlefrau, die z.B. noch gerne in der Welt herumreist nicht mehr vereinbar.
Also neuer Freundeskreis mit teilweise älteren Leuten, welche das Ganze schon hinter sich gelassen hatten.

Gutes Männermaterial, um es mal so auszudrücken, war allerdings schon mit Anfang 20 vom Markt. Sobald ein Typ attraktiv, gebildet und sozial gefestigt war, konnte er auswählen, die Mädels standen Schlange, so waren diese Männer sehr schnell fest verbandelt und sind es heute in meinem Alter immer noch und....mit der gleichen Frau....bodenständig eben.

Einen "optimalen" Partner zu finden ist in jedem Alter schwierig, auch damals in jüngeren Zeiten. Denn gute Männer sind rar und....begehrt.
 
  • #114
Man ändert sich immer weiter, also das Ich ist ja nie fertig
Was hilft's also, sich Vorwürfe zu machen oder zu bedauern.. wir haben zu jedem Zeitpunkt im Leben das gemacht, von dem wir dachten, es sei das Richtige für uns. Auch wenn angeblich über 75% der Menschen in unserem Alter in Beziehungen sind, heisst das trotzdem, dass ca. 25% noch frei herumlaufen.
Für mich muss Beziehung ganz leicht sein, von selbst gehen und immer mehr Bereicherung als Einschränkung bedeuten. Auf einen Job "Beziehung" hätte ich keine Lust. Ich glaube, dass es nur dann "Arbeit" ist, wenn man versucht, was nicht Passendes passend zu machen.
 
  • #115
Bei mir war es so:
In den Zwanzigern, zu Unizeiten, waren alle meine männlichen Kumpels Single. Sie feierten, wollten nur ONS. Erst Ende 20 banden sie sich fest, Mitte 30 kam das erste Kind.

Ich habe aktuell eine Beziehung, muss aber dazu sagen, dass ich selbst nicht sooo scharf auf eine Beziehung bin. Ich bin abends müde vom arbeiten, habe viele Freunde, gehe zum Sport und das "reicht" mir eigentlich.
Kinder und Heirat standen nie auf meinem Programm, von daher vermisse ich nichts.
 
  • #116
Liebe Anita, ich bin in deinem Alter und ich sage es mal so:
Ich habe schon dran gedacht, dass die meisten meiner Freunde/Bekannte mit Mitte 30 sicher verheiratet sein würden, Kinder haben etc.

Was ich nie und nimmer gedacht habe, ist allerdings, wie sehr Freundschaften darunter leiden. Dass man häufig nicht mehr eingeladen wird als Single (ich bin keiner, war aber früher der Fall), dass die Paare lieber was mit Paaren unternehmen und man außen vor ist, wenn man nicht über Babybrei, Windeln und Lauflernschuhe reden kann...

Das verletzt mich viel mehr.
Ansonsten wohne ich in einer Großstadt in einem Ballungsgebiet. Hier gibt es noch genügend Singles in jedem Alter. Man muss nur aktiver werden als früher... so habe ich mir dann auch meinen Freund geschnappt.
 
  • #117
Ich glaube mit 30 merkt man es mehr, dass Menschen in Beziehungen sind. Da fängt die innere Uhr anzuticken und fordert die Entscheidung: Familie gründen oder nicht.
In meinem Umfeld sind nur minimal mehr Kumpels in Beziehungen, als es schon mit 20 waren. Zwischendurch haben diese die Partnerinnen auch mal gewechselt, waren aber die größte Zeit immer liiert. Single sind jetzt nur noch die, die andere Hobbies haben, als Frauen. :)

Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer, mit 30 enden für Viele auch die ersten langen Beziehungen, da man sich unterschiedlich weiterentwickelt hat. Da gibt es dann neue Möglichkeiten. :)

Gruß
 
  • #118
Ich sehe es ähnlich. Man hört und liest ja immer wieder dass es angeblich immer mehr Singles gäbe. Nur frage ich mich wo die denn sein sollen (vielleicht mehr in den Großstädten als auf dem Land). Meine Erfahrung ist dass im Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis, in Vereinen, bei Menschen die man in der Freizeit trifft so gut wie alle vergeben sind, insbesondere die Frauen. Und wenn es mal zu einer Trennung kommt (sehr selten) ist vor allem die Frau wieder schnell vergeben und der Mann "bleibt übrig".