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  • #31
Tut mir sehr leid was ich hier so lese. Mein aufrichtiges Mitgefühl an alle Betroffen. Ich finde es toll, dass hier Menschen sagen was ihnen erfahren ist. Schockierend, wie massiv Kinder missbraucht werden. Das Beste was man tun kann ist das Schweigen darüber abzubrechen.
 
  • #32
ist es auch sexuelle belästigung, wenn man noch 6 jahre oder so ist und man das (weil man es nicht besser weiss) nicht schlimm findet ? und der jenige der einen belästigt noch ein jugendlicher ist ??
Ich habe das ganze fast vergessen. sollte ich trotzdem mit jemandem darüber reden ?

Wenn Du keine Probleme im Alltag hast, die Du Dir nicht erklären kannst, bedarf es keine tiefgründigen Gespräche. Ansonsten kontaktiere eine Fachmann.Hoffen wir mal, dass dieser "Jugendliche" heute keine Gefahr für die Allgmeinheit darstellt.
 
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  • #33
Das schlimmste daran ist, das ich es nicht aus meinem Kopf bekomme.
Jedesmal wenn ich mit meiner Freundin zusammen bin, denke ich an das was passiert ist.

Als Mann bekommt man leider nur zu oft zu hören, das sowas ja nicht so schlimm ist. Weil der Sex ja auserhalb des Körpers stattfindet.
Aber den Eckel den ich damals als Kind Empfand, wirkt bis heute noch.

Der Satz mit dem alles Anfing ?

"Damit du weist wie sich eine Frau innen anfühlt", hat sich bis heute in mein Gehirn gebrannt.

Den Kontakt mit meiner Mutter, und leider auch mit meiner Restlichen Familie habe ich vor 15 Jahren abgebrochen, aber nicht weil ich Böse war auf meine Familie, sondern weil ich mit niemanden darüber Reden konnte.
Ich habe mich geschämt, und tue es heute noch, und muss mit der Konsequenz Leben, das ich mich eigentlich relativ einsam fühle.
 
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  • #34
Ja, ich kenne leider solche Fälle. Dies ist mit Abstand das Abscheulichste, was einem Kind widerfahren kann.

Und ähnlich widerlich ist es, wenn man von seiner Ex vorsätzlich in bösartiger Weise im Sorgerechtsstreit wider besseres Wissen einer solchen Tat an den eigenen Töchtern bezichtigt wird..
Daß die Kinder sich dann mit Ekel von der eigenen Mutter abwenden weil dies erfunden war, braucht nicht erwähnt zu werden.
Die eigene Ex wurde im Kindesalter von einem Verwandten mißbraucht und versuchte solch einen Dreck mir anzuhängen.
Tiefer kann eine Frau nicht sinken....

m, 50
 
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  • #35
Ja, von 6 bis 12 im Elternhaus durch einen Untermieter fast täglich schwer missbraucht. Auch wenn ich sehr gut verarbeiten konnte, zittere ich beim Schreiben dieser Zeilen.

w 38
 
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  • #36
Ich habe das nie erlebt aber so etwas würde ich ganz sicher sagen und den Typen auffliegen lassen...damit er das bei keinen anderen macht!!!!

Es sollen doch keine anderen leiden, wenn man selber leidet.

Das tut mir sehr leid, dass du so etwas erfahren musstest. Ich bin froh, dass ich immer stark war und NEIN sagen konnte.

Mein Täter war nach 9 Monaten wieder draußen. Ihn ins Gefängnis zu bekommen, dauerte knapp drei Jahre. Leider greifen die damaligen Gesetze, und nicht die von Heute. Mein Anwalt meinte `damals war dies höchstens Nötigung`(trotz Geständniss) 6 Jahre schwer missbraucht, dabei gefilmt, schwerst erpresst mit - dann sagen alle, du bist eine Hure, und keiner redet mehr mit dir - dann bist du ganz alleine. ALLEINE. Das schlimmste überhaupt für ein kleines Kind.

Ich war stark - habe durchgehalten um NICHT alleine zu sein. Eine Kinderpsyche ist durch angstmache leider sehr leicht zu manipulieren. Er hat mich auch im Namen der Bibel missbraucht, besser gesagt - währenddessen. Sag mal nein, wenn du glaubst zu sterben, wenn du was sagst. Sag nein, wenn beides dein Tod bedeutet. Sprechen und Schweigen. Meine Sprache war versiegt. Licht in der Nacht bis ich 37 Jahre alt war.

Mit 12 war ich dann soweit nein zu sagen, mit allen möglichen Konsequenzen. Mir war egal, ob ich sterben werde. Ich traute mich nachts nicht mal mehr aufs WC, und benutzte das Waschbecken. Klebte mich zu, während ich geschlafen habe. Soviel zum Nein sagen - können.

Hab sehr gut verarbeiten können, doch manches bleibt. Wie das Wissen darum, er ist längst wieder frei!

Mir geht es so gut wie noch nie in meinem Leben. Und doch, es ist mir passiert! Im Elternhaus, wo ich sicher sein hätte sollen. War ich aber nicht. Das gab es immer schon, und wird es auch leider immer wieder geben.

Diese Zeilen sind für Menschen, die denken - nein sagen hätte gereicht. Bitte abschicken, mir geht es gut damit.

w 38
 
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  • #37
Ich bin total entsetzt, was ich da lesen muss und fühle mit, obwohl ich das zum Glück niemals erleben musste und es auch vom Freundes- oder Bekanntenkreis nicht kenne.

Ich war schon längst erwachsen, als ich erfuhr, dass es sexuellen Missbrauch gegenüber Kindern überhaupt gibt. Wie kann man einem Kind so etwas antun? Die Menschen, egal ob Mann oder Frau, sind in meinen Augen einfach nur krank. Ich hoffe für Euch, dass man das irgendwie vergessen bzw. gut mit den Erlebnissen leben kann.

w
 
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  • #38
Hallo, wirklich schlimm und traurig was ich hier gelesen habe.
Ich würde auch zu diesem thema etwas sagen ich 24 w wurde als ich 5 war von meinem couseng zum oralverkehr gezwungen. Er rief mich in den Keller und sagte mir er hätte einen lutscher fur mich ich weiss bis heute nicht wieso ich mit gegangen bin. Jedenfalls hat er( damals 15 ) iwie Ejakulaiert ich habe geweint, er lief weg, ich kann mich nicht erinerrn das ich ihn iwie in meinen Mund . Bis heute habe ich mit niemandem daruber gesprochen. Ich bin verheiratet und habe keine probleme in meiner ehe. Ich denk ich habe es iwie verdrängt nur ab und zu denk ich daran und mir wird richtig übel vorallem wenn ich ihn sehe was wirklich sehr sehr selten ist. Aber momentan belastet es mich und ich denke öfter als sonst darüber nach. Ich errinere mich an so weniges aus meinen kindheit aber das trage ich mit mir ob ich es will oder nicht gott weiss warum
 
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  • #39
Kommentar an Gast 37:

Mein Szenario ist genau wie seines. Ich wurde von meinem 14 jährigen Cousin als ich 6 Jahre alt war, mit derselben sexuellen Belästigung missbraucht. Auch wird es für mich unangenehm wenn ich ihn sehen muss wegen Familien Events. Ich finde ihn einfach so ekelhaft und ich werde dann sehr nachdenklich und auch depressiv. Das Schlimmste für mich ist dass meine Eltern so tun als ob diese Erfahrung überhaupt nichts aussergewöhnlihces sei. Man tut so als wäre gar nichts passiert und als ob alles in der Familie super wäre. Ich finde dieses `Stumm machen' durch meine Eltern als besonders bedrückend. Irgendwie weiss ich wie mich das all die Jahre betroffen hat und es hat auch mein Leben beeinflusst. Doch obwohl ich es mit meinen Eltern besprechen wollte, wird es einfach ignoriert und totgeschwiegen. Das ist was mich besonders wütend macht.
 
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  • #40
Ich wurde von meinem 14 jährigen Cousin als ich 6 Jahre alt war, mit derselben sexuellen Belästigung missbraucht. Auch wird es für mich unangenehm wenn ich ihn sehen muss wegen Familien Events. Ich finde ihn einfach so ekelhaft und ich werde dann sehr nachdenklich und auch depressiv. Das Schlimmste für mich ist dass meine Eltern so tun als ob diese Erfahrung überhaupt nichts aussergewöhnlihces sei. Man tut so als wäre gar nichts passiert ... Das ist was mich besonders wütend macht.

Lieber Gast #38,

Wenn ich Ihr offensichtlich sehr schmerzhaftes Erlebnis lese, überkommen mich Fragen/Gedankenanregungen, wobei meine Hoffnung dabei ist, mit diesen Fragen solche Erlebnisse besser verarbeiten zu können.

Die eine Sache ist die schlechte Tat Ihres Cousin. (1)
Die andere Sache ist das Schweigen und Verharmlosen Ihrer Eltern des Erlebten. (2)

Frage:
Bei welcher Situation könnten Sie vielleicht für sich mehr verbessern?
(1) Können Sie mit Ihrem Cousin sprechen? Ist er inzwischen reumütig? Würden Sie mit einer Entschuldigung von Ihm besser leben können? Was wäre wenn dieser sich bei Ihnen entschuldigen würde? Würde Ihnen das seelischen Frieden bringen?
(2) Was wäre wenn dieser Cousin Ihren Eltern die Ernsthaftigkeit erklären würde? Würden Ihre Eltern dann weiterhin verharmlosen?

(3) Haben Sie schon mit irgendeiner Vertrauensperson darüber sprechen können? Das erscheint mir wichtig.

Oder ganz generell:
Gibt es denn IRGENDETWAS, das Sie sich vorstellen können, um diese Situation vor allem emotional zu verbessern? (Ihren Cousin zur Rede stellen, ihn ohrfeigen, seiner Familie davon erzählen, einem Sozialarbeiter davon berichten, irgendetwas?)

viele Grüße und viel Kraft
 
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  • #41
Man tut so als wäre gar nichts passiert und als ob alles in der Familie super wäre. Ich finde dieses `Stumm machen' durch meine Eltern als besonders bedrückend. Irgendwie weiss ich wie mich das all die Jahre betroffen hat und es hat auch mein Leben beeinflusst. Doch obwohl ich es mit meinen Eltern besprechen wollte, wird es einfach ignoriert und totgeschwiegen. Das ist was mich besonders wütend macht.

Dies ist oft (leider) reiner Selbstschutz der Eltern. Sie müssten sich zugestehen, dass du vielleicht nicht die unbeschwerte Kindheit hattest, die sie dir bieten wollten. Verdrängung bis zum geht nicht mehr damit sie diese Last nicht aushalten müssen. Doch du musst dies leider aushalten, und es ist ungerecht als Mensch, dem schweres Unrecht getan wurde, ständig kämpfen zu müssen um irgendwie durchzuhalten.

Weißt du, nach den ersten Jahren meiner Verarbeitung wusste ich erst - wie anstrengend und kräfteraubend es ist `trotzdem` irgendwie` bestehen zu müssen. All diese Energie die aufgebracht werden muss. Das mindeste was du von deinen Eltern bekommen solltest wäre Verständnis und offene Ohren, die für dich da sind. Doch ich glaube sie sind mit ihrem Selbstschutz viel zu sehr beschäftigt.

Nach Jahrzehnten (meine Mutter wusste es schon Jahrzehnte) stellte ich ihr die Frage - Aug in Aug - warum sie mir wenigstens nicht `danach` geholfen hatte. Ihre Antwort war `ich dachte du hast das alles vergessen` (6 Jahre vergessen!? 1 Übergriff vergessen!?). Sie redete nur von sich, weinte und wurde depressiv. Es kam kein - es tut mir leid, oder sonst etwas auf mich bezogenes. Es tut ihr heute noch so weh, dass sie zurückschreckt wenn ich sie zur Begrüßung kurz umarme. Sie sich komplett anspannt und so tut als ob es ihr gut geht.

Mir gab es einen gewissen Frieden, als mein Täter nach zwei Jahrzehnten die Taten an mir vor Gericht gestanden hatte. Und doch sind sie nicht rückgängig zu machen. Er brach unter Tränen zusammen, als eine Kripobeamtin ihm einen Brief von mir überbrachte. Davon habe ich jedoch auch nicht wirklich etwas. Es gab mir zwar was, doch es hat es nicht `weniger` gemacht. Da half nur verarbeiten.

Er wollte sich bei mir persönlich entschuldigen, doch dies wollte ich mir damals nicht zumuten. Ich zitterte schon am ganzen Leibe als ich nur daran dachte in das selbe Gebäude zu gehen, in dem er sich aufhält. Da schützen auch Gitterstäbe nicht. Er lies über die Beamtin seine tiefe Entschuldigung an mich überbringen, und er begab sich freiwillig in Therapie. Doch heißen soll das noch lange nichts. Es war ein harter jahrelanger Kampf, und wenn ich ein Kind dadurch beschützen konnte, dann hat es sich für mich gelohnt. Dann hatte mein Erlebtes wenigstens einen Sinn...(muss nicht jeder verstehen)

Was ich dir damit sagen möchte ist, spüre in dich rein um rauszufinden was dir helfen könnte, wie bereits vor mir geschrieben wurde. Dies alleine ist jedoch nie die Lösung, dies kann jedoch ein Beginn von einer Verarbeitung sein, die ich dir von ganzem Herzen wünsche. Und, lieber Gast, du darfst dich schützen in dem du Familienevents fernbleibst. Weißt du, ich wusste lange Zeit nicht das ich auch nein sagen darf. Niemand muss sich für Andere zusätzlich quälen.

Ich wünsche dir alles Gute
W
 
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  • #42
Ja. Zwar nicht so offensichtlich, aber für mich schon grenzwertig. Ich glaube kaum ein Mensch wächst ohne das auf, da eben viele Menschen darauf fixiert sind mit dem Gedanken: kleine Kinder darf man anfassen wie man will, ziehen, knuddeln, knutschen, abdrücken wie man will.

Bei mir war zum Beispiel diese unangenehmen Dinge:
-Die Mutter wollte immer "Brust- und Intimbereich-Vergleich" machen, als ich in die Pubertät kam. Und sie schlenderte auch absichtlich nackt vor mir herum und bückte sich, damit ich zwischen ihre Beine schauen konnte oder rasierte sich absichtlich im Intimbereich vor mir.
-Onkel wollte immer an meinem Hals nuggeln und lecken.
-Kinderarzt, fasste immer so komisch ins Höschen und massierte die Eierstöcke.

Alles Dinge, die ich nicht ertragen konnte.
 
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  • #43
Ja!

1. Als ich mitten in der Pubertät angekommen war, ich war ca. 14 Jahre alt, wurde ich von meinem Vater gierig angeschaut, so dass ich nicht mehr mit ihm alleine sein wollte. Hatte Angst, dass er sich an mir vergreifen könnte :-(

2. Mein Bruder (6 Jahre älter) hat mich durchs Schlüsslloch beim Baden in der Wanne beobachtet (mehrfach). Ausserdem war ich sexistischen Äußerungen ausgelieftet.

3. Durch meine Mutter. Sie hat sich vor uns Kinder selbst befriedigt. Ich sagte merhfach sie solle damit aufhören und das ich es widerlich finde, sie antwortete nur, dass das die Oma auch so gemacht hatte und lies sich nicht davon abbringen. Einmal hat sie meiner jüngeren Schwester sogar einen Zungenkuss gegeben.

Mir kommen hier gerade grausliche Gefühle hoch. Alles in der Verdrängung abgespeichert. Kontakt zur Herkunftsfamilie weitestgehend auf Eis gelegt, so dass ich am Überlegen bin, ob ich überhaupt - sofern ich sie überleben sollte - auf deren Beerdigung gehen würde.

w, anfang 40
 
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