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  • #1

Haben intelligente Menschen weniger Sexualpartner?

Laut einer Studie haben intelligente Jugendliche seltener Sex, als Gleichaltrige mit einem Norm-IQ. Kann man das weiterspinnen und auf das Erwachsenenalter übertragen? Hierfür könnte es mehrere Gründe geben: Angst vor Krankheiten, mangelnde Zeit wegen meist beruflicher Mehreinspannung, fehlende Eignung potentieller Partner und...Was meint Ihr?
 
  • #2
Erstens ist die Beobachtung meiner Erfahrung nach völlig korrekt -- natürlich gibt es Ausnahmen, aber im Durchschnitt haben intelligente Jugendliche erheblich weniger Affären und auch bei erwachsenen Akademikern ist es noch so.

Ich schätze, dass ein besseres Risikobewusstsein für Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten tatsächlich gerade Intelligente abhält, sie sind zudem wählerischer und haben weniger Zeit, weil sie ja genug andere Ziele verfolgen.

Ist ja aber auch alles nicht schlimm, oder?
 

Angele

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  • #3
Ich habe viel mit Jugendlichen (15+) zu tun in meinem Job. Ich kann die These ganz klar bestätigen.
Es ist mein Eindruck, dass hoch begabte Jugendliche und Jugendliche mit Spezialinteressen in der Tat weniger am anderen Geschlecht und an Sex interessiert sind als "normale" Jugendliche.
"Normale" Jugendliche orientieren sich vor allem an Gleichaltrigen, an Mode, Musik und Freizeitgestaltung und was so "in" ist.
Hochbegabte Jugendliche und Jugendliche mit Spezialinteressen gehen eher intellektuellen Themen und ihren Interessen nach und stehen etwas abseits im Vergleich zu der breiten Masse der Jugendlichen. Es scheint sie auch nicht so sehr zu stören, dass ihre Klassenkameraden wild feiern und Sex und anderes ausprobieren. Sie leben ein anderes Leben mit den Werten, die für sie wichtig sind.
Jedem das seine, wie auch später im Leben!
 
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  • #4
Das ist auf jeden Fall so. Im Jugendalter scheint da eine andere Erziehung durch das Elternhaus die Enthaltsamkeit zu steuern. Es steht dem Intellektuellenkind schlichtweg nicht gut zu Gesicht, alle 2 Wochen eine neue Affäre zu haben. Der Anspruch an den Partner ist auch höher.

Während der Ausbildung haben intellektuelle Kinder schlichtweg weniger Zeit, sich mit Beziehungen zu befassen. Sie stecken ihre Energie in ein Studium. Nach dem Studium unterscheidet es sich theoretisch nach Mann und Frau.

Ein Akademiker müßte weniger problematisch eine Partnerin bekommen, denn er hat ein hohes Gut (Status, Einkommen, Stil), das viele Frauen haben wollen. Eine Akademikerin jedoch sucht einen ebenbürdigen Partner. Der ist aber auch bei Frauen niedrigeren Standes begehrt. Für sie wird es zum Problem, einen Partner zu finden.

m, 38
 
  • #5
Hinsichtlich der Jugendlichen passe ich selbst da auch ganz gut in die Studien. Habe auch eher spät angefangen.

Im übrigen pflichte ich Frederika bei. Ich würde es aber nicht auf die Risiken "Schwangerschaft und Krankheit" beschränken. Manchmal habe ich den Eindruck, daß manche intellektuell Förderungswürdige nicht in der Lage sind, dem Trieb, den wir alle verspüren, einen klaren Gedanken entgegen zu setzen. Intelligente Menschen machen sich Gedanken darüber, daß es danach Streß gibt, wenn man am nächsten Morgen sein nicht allzu großes Interesse gänzlich verloren hat, daß man vielleicht eine Freundschaft durch den Annäherungsversuch belastet, daß Affairen moralisch bedenklich sind, zumindest, wenn das Gegenüber mehr erwartet, daß man auf seinen Ruf bedacht sein sollte, daß es sich um die Ex eines guten Freundes handelt... Ich finde es aber ganz erfreulich, daß mein Verstand meistens die Oberhand behält, obgleich ich es auch schon anders erlebt habe.

Bei den weniger Intelligenten überlagert das sexuelle Verlangen vermutlich die Vernunft. Ein befreundeter Familienrichter erzählt immer gerne von den Vaterschaftsfeststellungsverfahren. Einfach strukturierte weibliche Heranwachsende, die nicht mal die Namen ihrer Sexualpartner wissen, mit denen sie in der Disco auf die Toilette oder hinter der Disco ins Auto verschwunden sind. Lange Namenslisten der Sexualpartner für den potentiellen Empfängniszeitraum. Teilweise versagt die Erinnerung und beschränkt sich auf ein nebulöses, da habe es noch zwei gegeben, man wisse aber auch nicht mehr so genau...
 
  • #6
Es heißt "Dumm f***t gut" also "Intelligenz f***t schlecht."

Die Gründe sind einfach:

1) Die Gelegenheitsbekanntschaft / der Urlaubsflirt / der ONS. Ob man heute Spaß und Sex hat, ist ein Geschenk des Augenblicks, aber wer langfristig denkt, weiß, daß es in 20 Jahren für das Lebensglück meistens egal ist, ob man zum Spaß Sex hatte (sofern er folgenlos bleibt).

2) Es gibt eine ausgeprägtere Risikoabwägung, wenn es steht nicht der Moment im Vordergrund, sondern die Lebensziele

3) Je intellektueller und begabter der Mensch ist, desto weniger kann er mit Leuten anfangen, die einfach gestrickt sind. Diese filtert er aus und will mit ihnen möglichst wenig zu tun haben, sei es sexuell, sei es nicht sexuell.

4) Je kopflastiger ein Mensch ist, desto schwerer fällt es, den Kopf auszuschalten und sich den Trieben hinzugeben und einfach so aktiv zu sein und Sex zu haben.

und diese Punkte kommen in der Studie (Stand 2007) nur teilweise raus.
 
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  • #7
Was war zuerst da? Henne oder Ei?
Man kann das ganze auch anders herum sehen. Jugendliche und Kinder, die unattraktiv, bzw als Kinder unbeliebt sind, ziehen sich zurück und bauen keine gesunden Sozial- und Sexualkontakte auf, dafür suchen sie andere Interessen.
Ich glaube kaum, dass die früheren Schulstreber deswegen keinen Sex hatten, weil sie nicht wollten.
Wenn ich mich mal so an meine Jugend zurückerinnere, dann konnte man keineswegs diesen Trend feststellen. Auf dem Gymnasium war Sex ebenso verbreitet, wie auf anderen Schulen (Zumindestens bei den normalen Schülern). Nur gab es da wesentlich mehr Jugendliche, die einfach optisch nun gar nicht überzeugten. Oder Muttersöhnchen und was noch alles.
 
  • #8
Es ist mein Eindruck, dass hoch begabte Jugendliche und Jugendliche mit Spezialinteressen in der Tat weniger am anderen Geschlecht und an Sex interessiert sind als "normale" Jugendliche (....)

Hochbegabte Jugendliche und Jugendliche mit Spezialinteressen gehen eher intellektuellen Themen und ihren Interessen nach und stehen etwas abseits im Vergleich zu der breiten Masse der Jugendlichen.

Ja.

Was ist denn eigentlich Charakterisitikum der Hochbegabtheit ?

1) man kann mit Gleichaltrigen nix anfangen: Die eiern herum, blödeln herum, fühlen sich nur in der Gruppe wohl, rauchen (manchmal) trinken (manchmal), aber im Ergebnis sind es schwache Individuen, jedes für sich, die intellektuell langweilen.

2) Ein Hochbegabter ist kein Gruppenmensch. Er sucht sich seine neuen intellektuellen Herausforderungen und findet diese weder in Gruppen (siehe 1. ) noch bei Gleichaltrigen, deswegen ist ein bevorzugter Kontakt zu älteren charakteristisch.

3) Ein Hochbegabter hat klare Wege, Ziele und Vorstellungen vom Leben, er macht sich Gedanken, hat abstrakt generelle Lebensleitlinien, die in dem Fall als Entscheidungshilfe dienen, bei denen sich z. B. die Gelegenheit ergibt.

Beispiel: Als Austauschstudent in Frankreich fuhr ich wegen einem Umzug mit meinem Golf (6 Jahre alt) mit einem marrokanischen Freund (und Frauenheld) von Studentenwohnheim A nach Studentenwohnheim B. Er meinte "Bleib mal bei den Mädels da stehen." Das tat ich auch. Er machte das Fenster auf, wir plauderten. Eines der Mädels meinte "Wenn ich mal mit deinem tollen Golf fahren darf, darfst Sex mit mir haben."

Für derartige Fälle gab es abstrakt generelle Überlegungen und Leitlinien, die zu einem Nein führten. Jemand anders, ohne diese Leitlinien, hätte gesagt "warum nicht - ich nehm's mit."

4) Feiern und ausprobieren ... Ich denke, es wird wahrgenommen und es beschäftigt einen schon, wenn man lange nicht das erreicht hat und tun kann wie andere. Während manche eben mal spontan das date zu sich mit nach Hause nehmen und danach sagen "welch hemmungslos geile Nacht" fehlt es vielen Hochbegabten schon daran, überhaupt in die Situation zu kommen, weil sie nicht so gut flirten können. Kommen sie in die Situation, sind sie voller Kopflastigkeit eher von der Gefahr des Versagens bedroht als jemand, der den verantwortungsbewußten Kopf ausschalten und sich den Trieben hingeben kann.

5) Ich denke, das Problem ist auch, daß, vor allem, wenn Hochbegabte in einer Lebenskrise drin waren, sie die Möglichkeit haben, sich selbst analytisch zu sehen und zu reflektieren. Das führt dazu, daß sie die eigenen Defizite zur Allgemeinheit durchaus sehen und auch darunter leiden. So habe ich das NEIN im obigen Beispiel (aus Frankreich) schon häufig kritisch hinterfragt. Denn Hochbegabtsein heißt auch ein besonderes Leben zu führen oder führen zu wollen, sich von anderen positiv abzuheben. Defizite, etwa sexueller Art, sind dafür nicht gut.
 
  • #9
Auf dem Gymnasium (...). Nur gab es da wesentlich mehr Jugendliche, die einfach optisch nun gar nicht überzeugten.

Das ist natürlich Geschmacksache. Nach meinem Geschmack sind intelligente Menschen auch optisch im Durchschnitt attraktiver. Intelligenz formt die schöneren Gesichtszüge.

Ich bin gelegentlich in dem großen Supermarkt, in dem ich regelmäßig einkaufe, mit Kassiererinnen, die mich optisch angesprochen haben, ins Gespräch gekommen. Es stellte sich stets heraus, daß es Studentinnen waren, die dort gejobt haben. Die Frauen, die dort hauptberuflich arbeiteten und oft auch noch vergleichbar jung waren, wirkten auf mich nicht attraktiv. Natürlich wußte ich vorher nicht, ob es sich um Studentinnen oder um Festangestellte handelt. Daher war es für meine Person eine aussagekräftige "Blind"-Studie. Für mich muß ich daher sagen, daß sich weniger Sex unter den Intelligenten nicht auf mangelnde optische Attraktivität zurückführen läßt.
 

Angele

Gesperrt
  • #10
Mein ältester Sohn ist hochbegabt. Er hat erwiesenermaßen einen IQ von über 140, ist Mitglied der Mensa, hat ein abgeschlossenes Studium der Physik usw.
In der Schule, besonders in den jüngeren Jahrgängen, hat er sich in Naturwissenschaften fürchterlich gelang-weilt. Bei Klassenarbeiten in Naturwissenschaften hat er oft nach 5 Minuten abgegeben und dennoch immer eine Spitzenbenotung bekommen. Bei den Abiturprüfungen bekam er zu wissen, dass seine Leistungen nicht in das existierende Notensystem passen würden. Er lag weit darüber.
Als Jugendlicher hat er sein Heimatland in der internationalen Chemie-OL für Gymnasiasten repräsentiert. Naturwissenschaften hat er immer "mit links" gemacht. Sein Physik-Studium hat er in kürzester Zeit einfach "mal so" durchgeführt. Er ist heute 26 und hat einen tollen Job.
Ganz allmählich hat er auch Freundinnen. Als Jugendlicher hinkte er da eher hinterher, aber das machte ihm nichts aus. Er hatte seine Bücher und seine Freunde, die an ähnlichen Themen interessiert waren, und seine Seminare für naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche. Mädchen hatten kaum sein Interesse, aber gelangweilt hat er sich nicht. Begabte sind keine Gruppenmenschen, wie Oberpfalzsingel so richtig schreibt. Heute hat dieser Sohn tolle Freunde, ab und zu eine Freundin und ein gutes Leben - trotz Hochbegabung und einschlägiger Interessen. Und wieder kann ich Oberpfalzsingel bestätigen. Dieser Sohn geht mit Lebenssitu-ationen sehr analytisch und reflektierend um. Ich denke, das erleichtert oft den Zugang zu Themen im Le-ben, bei denen "normale" Menschen wegen der dominierenden Gefühle eher in eine Krise rutschen würden.
Mein anderer Sohn ist da ganz anders. Viele Partys, viele Sexaffären (leider!), viele Oberflächlichkeiten und Vergnügungen. Er hat sein Studium abgebrochen und jobbt jetzt als Verkäufer. Sie haben denselben Vater!
Meine Tochter ist wieder ganz anders - eher wie die breite Masse der Jugendlichen, aber ich bin optimistisch bei ihr. Sie macht nächste Sommer ihr Abitur.
Die Jugendlichen, mit denen ich beruflich zu tun habe, sind begabte junge Menschen. Die Beobachtung, dass nur hochbegabte Jugendliche weniger an Sex, Partys und Modeerscheinungen interessiert sind, mache ich nun schon seit 30 Jahren. Ich respektiere die Jungendlichen so, wie sie sind. Es ist ein spannendes Thema, das hier angeschnitten wird.
 
  • #11
@#8 volljurist: an deiner beobachtung ist was dran, dass die intelligenz eines menschen, an seinen gesichtszügen erkennbar ist.
trotzdem gibt es auch bei den weniger intelligenten oft richtig gut aussehende exemplare. leider sieht man ihnen dann aber auch die geistige begrenztheit an, was die attraktivität stark mindert.

es kommt eben auf das gesamtpaket an.

wenn ich hier lese, der intelligente schüler hat weniger sex, weil er sich lieber mit anderen dingen beschäftigt...sorry, leute...zu meiner schulzeit waren das die streber.
die hatte keinen sex, weil sie einfach bieder verklemmt und uninteressant waren.
...später studierten sie dann bwl;-)
 
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  • #12
Ja, definitiv.

Ich möchte nicht sagen, das ich als Teen oder Twen strohdumm gewesen bin (mehrsprachig und gutes ABI gemacht). Aber in den Jahren hab ich das ganze Leben sehr viel unverkrampfter gesehen und durch meinen Job als Rettungsschwimmer (und 4x Fitnesstudio die Woche -> Körper) war ich immer bestens versorgt was Damen-Bekanntschaften anging. Ich konnte mich fallen lassen, den Sex genießen und habe mir nicht um alles und jeden einen Kopf gemacht. Ich weiß nicht ob es viele waren, aber 50 waren es bis zum Ende des Studiums mit 28 Jahren(Dipl. Ökonom falls es überhaupt was zur Sache tut).

Nun, mit Mitte 30 bin ich nur noch am Arbeiten. Das bisschen Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie (Eltern und Geschwister etc.) und mit alten Freunden (sofern die neben ihren Familienaufgaben überhaupt mal etwas Luft haben).

In den letzten 7 Jahren hatte ich 2 Beziehungen, also mit genau 2 Frauen geschlafen (treu bin ich, ausgetobt hab ich mich ja in jungen Jahren).

Der Sex war zwar nicht so häufig wie früher, aber er war immer noch gut würde ich sagen.

Ich kann allerdings nicht sagen, ob ich jetzt intelligent bin und früher dumm oder ob ich generell dumm bin oder intelligent bin. Aber ich kann sagen, dass ich seit Erlangung des Diploms so gut wie keinen Sex mehr hatte im Vergleich zu früher :)
 
  • #13
Erstens ist die Beobachtung meiner Erfahrung nach völlig korrekt -- natürlich gibt es Ausnahmen, aber im Durchschnitt haben intelligente Jugendliche erheblich weniger Affären und auch bei erwachsenen Akademikern ist es noch so.

Ich schätze, dass ein besseres Risikobewusstsein für Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten tatsächlich gerade Intelligente abhält, sie sind zudem wählerischer und haben weniger Zeit, weil sie ja genug andere Ziele verfolgen.

Ist ja aber auch alles nicht schlimm, oder?

Jungen in der Pubertät, die sich für Mädchen, Frauen interessieren denken da sicher anders.

Frag doch bitte mal die jugendlichen intelligenten Männer, welche sich schon für Frauen interessieren, wie toll sie das finden, für Sex nicht auserwählt zu werden, sondern nur "clever" drein schauen können wenn der hübsche Schwarm mit einem anderen abzieht.

@#2
Hochbegabt und nur intelligent ist noch mal ein Himmel weiter unterschied.
Bei uns in den Schulen waren die besonders beflissenen und lernwilligen Jungen und Mädchen meist auch optisch auf der Verlierer Seite, da bleibt eh genug Zeit, Charakter und anderes zu entwickeln.
Angebot und Nachfrage ... dann widmet man sich halt anderem, das einen befriedigt.
 
  • #15
Interessantes Thema, über das ich mir schon öfter Gedanken gemacht habe. Intelligentere Menschen sind wohl auch reflektierter. Sie hinterfragen Ihre Lebensumgebung und ihr eigenes Verhalten, haben dadurch glaube ich auch mehr Probleme. Sie bedenken Konsequenzen und "bespringen nicht alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist", übertrieben gesagt. Ein Freund sagte mir letztens, er wünschte manchmal, er wäre einfacher strukturiert. Ich stimmte ihm zu. Manchmal würde ich auch gerne "leichter" durchs Leben gehen.

Aber: Ist es so erstrebenswert, mit ständig wechselnden Partnern Sex zu haben? Das ist ja auch ständig Partnertrennung, die an sensiblen Menschen mit emotionaler Intelligenz nicht spurlos vorübergehen würde. Daher entscheiden sich diese vielleicht im Zweifelsfall gegen (schnellen) Sex. Ist es erfüllend, ignorant durchs Leben zu gehen?

Da hinterfrage ich lieber, mit dem Ziel eine emotional erfüllende Beziehung einzugehen. Wobei ich aber nicht dermaßen verallgemeinern und vereinfachen will, dass weniger intelligente Menschen nicht in der Lage wären, eine glückliche Beziehung zu führen.

m, Doktortitel
 
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  • #16
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  • #17
Ich (w, 22) kann das durchaus bestätigen. Ich selbst zähle mich mal zur "intelligenten Sorte", mein erstes Mal ist ein knappes Jahr her - unter Leuten in meinem Alter eindeutig ein Spätzünder.
Die meisten Jungs und Mädels fangen deutlich früher an, bei mir standen aber andere Dinge an erster Stelle. Ich habe ein sehr gutes Abi, eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit sehr guten Noten und studiere zur Zeit erfolgreich Betriebswirtschaftslehre. Auf beruflicher Sicht läuft alles bestens.
Problematisch ist es mehr mit Beziehungen im Allgemeinen. Ich möchte jemanden als Partner, der mir als Frau noch überlegen ist und mit dem ich mich vernünftig unterhalten kann. "Männer" in meinem Alter sind da absolut uninteressant. Bisher habe ich leider erst einen Mann getroffen, mit dem es gepasst hat - leider hat es aber nicht gehalten. Zur Zeit bin ich alleine, wenn man hier so liest, wie schnell sich neue Partner finden, kann ich nur sagen: Bei mir ist das deutlich schwieriger. Ich suche nicht nach jemandem, in dem ich mich mal schnell vergucke und mit dem ich meinen Spaß habe, sondern nach langfristigem.
All das bringt natürlich mit sich, dass die Zahl der Sexualpartner begrenzt ist (und bleiben wird). Man könnte sagen: Jede/r 15jährige hat mehr Erfahrung als ich. In gewisser Weise schade, wenn man auf vieles verzichtet, aber andererseits bin ich stolz darauf sagen zu können, dass ich nicht bereits im jugendlichen bzw. eigentlich kindlichen Alter (ich denke die meisten zwischen 14 und 18 sind doch eher noch kindlich) mit irgendwelchen kleinen Jungs im Bett war.
 
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  • #18
Ich weiß nicht wirklich, wie sich "intelligente" und "weniger intelligente" Menschen sexuell verhalten, am Ende gehöre ich zu einer der beiden Gruppen, weiß aber nicht, wie es die andere Gruppe hält.

Dennoch frage ich mich, ob Sexualverhalten nicht auch eine Frage der Zeit, in der wir leben, ist. In den 70iger, 80iger Jahren haben sich gerade die Intellektuellen sexuell sehr rege verhalten ("... wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment"). Damals gab es zwar das Risiko der (meist heilbaren) Geschlechtskrankheiten, aber kein HIV weit und breit. Vielleicht hat sich damit u.a. das Bewusstsein der "reflektierenden" (intelligenteren) Bevölkerung geändert?
 
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  • #19
Ich würde aus dem Bauch heraus vermuten, dass dies für die überwiegende Zahl der Intelligenten zutrifft - aber eben nicht für alle.

Als mein Sohn mit 18 noch nie eine Freundin hatte, begann ich mir Sorgen zu machen. Mit 19 hat es dann geklappt. Er ist heute, 10 Jahre später immer noch mit ihr zusammen. Beide haben hoch qualifizierte Berufsabschlüsse und beide promovieren gerade. Ich glaube nicht, dass die beiden den Mangel an fehlenden Vorerfahrungen mit anderen Sexualpartnern vermissen. Sie genügen sich selbst. Sie wissen was Gültigkeit besitzt. Sie sind nicht abgehoben und würden deshalb weniger Intelligente nicht aus ihrem Freundeskreis ausschließen. Sie sind Normalos geblieben und man sieht es ihren Gesichtszügen an, dass sie keine Normalos sind!
 
  • #20
Interessantes Thema und ich musste erst mal darüber nachdenken wie es bei mir früher war. Ja, man könnte sagen, dass ich in der Schule eine Außenseiterin war, mich erst spät für Jungs interessiert habe, lieber meinen Hobbys nachgegangen bin und mit 27 genau einen einzigen Sexualpartner hatte. Inzwischen habe ich etwas aufgeholt, denn an meinem Aussehen lag meine Abstinenz nicht. Ich finde nur die meisten Menschen langweilig, durchschaubar und daher unattraktiv. Ich halte mich zwar eigentlich nicht für überdurchschnittlich intelligent, anderseits liegt es vermutlich daran, dass ich meine Schwächen sehr genau kenne. Ein baldiger Doktortitel spricht wohl auch eher für einen gewissen grad an Intelligenz. Und ja, ich habe mir auch schon oft gewünscht weniger hinterfragend zu sein, denn ich hinterfrage nicht nur ständig meine Umwelt, sondern auch sehr oft mich selbst. Das kann bisweilen sehr anstrengend und deprimierend sein. Es stimmt auch, dass ich mich gern mit deutlich Älteren umgebe. Schon als Kind saß ich bei Festen lieber bei den Erwachsenen und habe ihren Gesprächen gelauscht.

Zur These "Intelligenz macht schön": Ich denke es trifft (in gewissen Grenzen) schon zu. Mir gefallen objektiv betrachtet "schöne" Männer oft überhaupt nicht. Meistens stellt sich dann heraus, das sie "simple strukturiert" sind. Intelligente Menschen strahlen häufig etwas für mich anziehendes aus, auch wenn sie nüchtern betrachtet nicht wirklich "klassisch schön" sind. Ich würde allerdings nicht ausschließen, dass manche Menschen aufgrund von unterdurchschnittlicher Attraktivität andere Qualitäten stärker fördern, als ihre attraktiveren Mitmenschen. Sie werden sozusagen unfreiwillig in die Rolle der Intelligenzbestie gedrängt.
 
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  • #21
@#16
Du machst es genau richtig.
Mit Deiner Einstellung bist Du - aus meiner Sicht, aus der Perspektive seriöser Männer - so etwas wie eine Traumfrau.
Achte darauf, dass Du den "Richtigen" findest und dann tue etwas für diese Beziehung...

M48
 
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  • #22
auch @16: ich schließe mich meinem Vorredner an. Bin genauso wie Du, gute Schülerin, Studium alles problemlos, mit 21 erster Freund, hat nicht lange gehalten, dann ab und zu kurze Beziehungen, aber eigentlich Dauersingle und ich habe mich immer gefragt, was mit mir nicht stimmt, aber mit mir hat alles gestimmt, jetzt verheiratet, zum ersten Mal schwanger und seeeehr glücklich. Dir muss einfach bewusst sein, dass es sehr wenige Menschen gibt, mit denen man wirklich auf einer wellenlänge liegt und da muss so viel zusammenpassen...nicht ganz einfach, aber bleibe Dir treu und dann kommt shcon irgendwann mal einer, der passt.
w 33
 
  • #23
Nein, eigentlich nicht - da muss ich "Volljurist" recht geben.Nicht nur an den Gesichtszügen kann man Studentinnen von Festangestellten unterscheiden (die Damen mit bunten Kunstfingernägeln waren in den meisten Fällen die festangestellten Kassiererinnen)
w

Du schreibst von Kunstnägeln/änderbaren Äusserlichkeiten und er schreibt vom Gesicht. Gesichtsform und Züge werden nicht durch ein schlaues Köpfchen besser. Die sind wie sie sind.
 
  • #24
Du schreibst von Kunstnägeln/änderbaren Äusserlichkeiten und er schreibt vom Gesicht. Gesichtsform und Züge werden nicht durch ein schlaues Köpfchen besser. Die sind wie sie sind.

Naja an veränderlichen Äusserlichkeiten kann man ganz gut abschätzen wessen geistes Kind der Träger ist. ich kann die These: intelligent = hübsch leider nicht nachvollziehen.. es gibt ausreichend schöne Menschen, weiblich wie männlich, da bluten mir die Ohren wenn ich ihnen zu lange zuhören müsste.

Das alte Prinzip: Hässlich = ich brauche meinen Kopf um mein Leben zu bestriten und Schön = es reicht auch mein Körper, ohne das ich mir noch einen Kopf mache. Gilt unbgestritten weiter. Nicht das nicht jeder mindestens eine Ausnahme dazu kennen würde, aber "hübsch" und "dumm" gehen öfters Hand in Hand als "intelligent" und "hübsch". Ausnahmen gibt's immer , siehe z.B. Loulou von Brochwitz der "Sexynerd"
Das Hübsche häufiger Sex haben (können) als Hässliche sollte auch jedem Klar sein. Auch wenn "klassisch hübsch" und "aufgetakelt sexy" hier durchaus die Ränge getauscht haben.
 
G

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  • #25
Ich weiß nicht, ob die These stimmt, dass intelligente Menschen weniger Sexpartner haben.
Aber zweifelsfrei finde ich es keineswegs intelligent, wenige Sexpartner zu haben.
Auch guter Sex will gelernt sein. Genauso wie Beziehungsfähigkeit. In fast jedem Bereich ist es von Vorteil, Erfahrung zu haben. Warum sollte das hier anders sein?
 
  • #26
Na klar haben Intelligentere Menschen weniger Sex.

Sie haben eben auch noch andere Hobbies und Interessen ;-)

Mehr muss man da nicht reininterpretieren.
 
  • #27
Aber zweifelsfrei finde ich es keineswegs intelligent, wenige Sexpartner zu haben.
Auch guter Sex will gelernt sein.

Ich will mal Deine Intelligenz unkommentiert lassen, da ich darüber nicht viel weiß. ABER: Um guten Sex zu lernen braucht man nicht zwangsläufig viele Sexpartner. Ich hatte den größten Teil meines Lebens nur einen einzigen Sexpartner, mit dem ich aber sehr viel "geübt" und ausprobiert habe. Alle meine nachfolgenden Partner (an einer Hand abzuzählen) haben mich dennoch als "erfahren" eingestuft. Man muss eben nicht auf 20 verschiedenen Gäulen reiten um zu wissen wie Schritt, Trab und Galopp funktionieren. In einziges Gutes reicht dafür.

Qualität statt Quantität.

Das ist doch die Essenz der bisherigen Antworten.
 
  • #28
Ich kann die These: intelligent = hübsch leider nicht nachvollziehen...

Findest Du die Gesichter der "Dummschwatz"-redenden Hühner wirklich anziehend? Für mich haben solche Menschen "leere" Gesichter ohne Tiefe, es ist im wahrsten Sinne des Wortes "nichts dahinter". Ausnahmen gibt es sicher in jede Richtung. Sicher lassen sich auch "sehr intelligent" und "stark unterdurchschnittlich" leichter auseinander halten als die Menschen der "Mitte". Aber das ist ja immer so mit den Extremen.
 
  • #29
Haben intelligente Menschen weniger Sexualpartner?
Laut einer Studie haben intelligente Jugendliche seltener Sex, als Gleichaltrige mit einem Norm-IQ.

Die verlinkte Zusammenfassung der Studien sagt nur, dass intelligentere Jugendliche im Durchschnitt später ihre ersten sexuellen Erfahrungen sammeln. Über die Anzahl ihrer Sexualkontakte oder über das Sexualverhalten Erwachsener und mögliche Zusammenhänge mit deren Intelligenz ist dort nichts zu finden.
 
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  • #30
#23 Danke, Hellekeen! Absolut toll! (Wie übrigens Deine sonstigen Beiträge) Ich glaube, es hat níchts mit der Optik zu tun. Intelligente denken zu viel nach (oft auch BEVOR sie handeln) , stellen sich ZU viele Fragen und machen sich das Leben allg. viel zu kompliziert. Das andere Problem: der Partner auf der Augenhöhe. Es geht primär nicht um IQ, sondern um Allgemeinwissen und Interessen. Plus natürlich (indirekte Intelligenz) gute Umgangsformen. Und natürlich durch "andere Interessen" sind sie meistens nicht auf der Partnerschfaft fixiert. Ob es sie glücklich macht, ist eine andere Frage. w,35
 
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