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Gast

  • #1

Große Liebe auf beiden Seiten - aber es funktioniert nicht?

Sicher hat der eine oder andere eine ähnliche Erfahrung gemacht: Mann liebt sich stark und innig - und doch gibt es viele Situationen und teilweise unterschiedliche Charaktereigenschaften, die eine intakte Beziehung nicht zulassen. Man liebt sich sehr - aber eine Beziehung ohne immer wiederkehrende Verletzungen kann nicht stattfinden.

Habt ihr euch schon mal von jemanden getrennt, weil ihr die Vernunft habt siegen lassen (müssen)?
 
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Gast

  • #2
es funktioniert nur dann nicht, wenn kein *WIR* gegeben ist.
würdet ihr partnerschaftlich zusammen bleiben WOLLEN, dann würdet ihr viel motivierter sein und aktiv alles für einen zusammenhalt tun.
fazit: es wird in der praktischen umsetzung halt doch keine allzu große liebe sein und illusionen darüber genügen nicht.

und weil das ende bereits im kopf ist, schreibe ich dir noch den tipp:
beim bereich "TRENNUNG" finden sich einige themen welche zu deiner aktuellen situation passen.
 
  • #3
Ich bin gerade mittendrin diese Entscheidung zu treffen.

Wenn ich ihn ein paar Tage nicht sehe, geht es mir stressfreier.
Sehe ich ihn, dann spüre ich aber wieder diese unbändige Liebe, auch wenn 5 min später unsere unterschiedlichen Charaktäre aufeinanderprallen.
Mit keinem Mann vorher konnte ich mir Ehe und Kinder vorstellen.
Und doch passen wir so gar nicht zu einander.

Es quält mich jeden Tag, welche Entscheidung die richtige ist.
 
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Gast

  • #4
Was liebst Du denn so an ihm?

Und in welchen Dingen seid Ihr so unterschiedlich?

Warum fühlst Du Dich schlecht mit ihm? Bzw ab welchem Moment?
 
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Gast

  • #5
Was liebst Du denn so an ihm?

Und in welchen Dingen seid Ihr so unterschiedlich?

Warum fühlst Du Dich schlecht mit ihm? Bzw ab welchem Moment?
Ich liebe an ihm, wenn wir Zweisamkeit erleben dürfen, wenn ich mich bei ihm geborgen fühle, wenn wir miteinander herumalbern und dabei aus voller Seele lachen, ich liebe schöne einsame Spaziergänge mit ihm u.v.a.

Ich fühle mich schlecht mit ihm, wenn aufgrund meiner wenigen Freizeit er die Zeit lieber mit Freundinnen verbringt, die bsplw. im Ausland leben und er schon länger nicht gesehen hat (dabei hat er die letzten Tage schon Stunden mit ihnen verbracht und trifft sie am nächsten Tag bei einer stundenlangen Wanderung auch wieder), wir auch deswegen keine Zweisamkeit erleben können, weil er ein kleineres Kind hat (11 Jahre) und er abends nicht mal mit seinem 15-jährigen Bruder allein lassen will (damit wir beispielsweise ins Kino gehen oder alleine was trinken gehen können), weil ich er eine Art "offenes Haus" hat, sprich, jeder, der von seinen Freunden/Freundinnen wird soooo herzlich mit Umarmung und allem drum und dran begrüßt, dass es mir dabei fast schlecht wird (dabei hat er die Leute gerade mal einige Tage/Wochen nicht gesehen). Dabei "vergisst" er regelrecht, dass ich auch da bin und unterhält sich fast ausschließlich mit den Freundinnen.

Ich weiß, das hört sich nach Eifersucht an - das ist es aber nicht nur. Habe im Laufe der Zeit gelernt damit umzugehen. Hauptsächlich geht es mir persönlich darum, dass wir fast keinerlei Zweisamkeit haben (außer im Bett).

Hinzu kommt, wenn ich sage, was mich belastet/stört, versucht er entweder den Spieß umzudrehen oder ist tage-/wochenlang beleidigt und es gibt keinerlei Kontakt zwischen ihm und mir. Das belastet mich sehr und ich kann mit diesem Verhalten überhaupt nicht (mehr) umgehen. Es geht mir an die Substanz.

(Die FS)
 
  • #6
Natürlich geht es um Eifersucht und dein Bedürfnisse das Gefühl zu haben ihn für dich allein zu haben. Das kann er dir nicht bieten, da er ein funktionierenden Freundeskreis hat und gerne mit vielen Menschen zusammen ist. Du bist ja scheinbar auch immer eingeladen und ganz selbstverständlich dabei. Das genügt dir nicht, du willst ihn alleine. Da euer Lebenskonzept so von einander abweicht, wirst du sicherlich nicht glücklich. Er würde aber nur mit dir alleine auch nicht glücklich, daher stehen die Chancen für eine für beide Seiten glückliche Beziehung nicht gut. Liebe allein ist für eine funktionierende langfristige Partnerschaft zu wenig.
 
  • #7
Ich kenne diese Situation nur zu gut... Ich war 5 Jahre mit einem Mann zusammen, mit dem ich mein Leben ganz sicher verbringen wollte. Das beruhte auch auf Gegenseitigkeit und unsere Liebe zueinander war grenzenlos und ist über die Jahre kein Stück abgeflacht...
Trotzdem gab es zu viele Differenzen.... Es waren Kleinigkeiten und doch hat es sich so angehäuft, dass es nur noch eine Belastung war...

Obwohl ich ihn immernoch abgöttisch liebe, so wie er mich, haben wir uns entschieden getrennte Wege zu gehen.... Mir tut es immernoch sehr weh (vor 2 Monaten) und ich liebe ihn noch sehr. Trotz allem weiß ich dass es besser ist.

Ich schaue nach vorn und weiß, mein Prinz kommt irgendwann mal angeritten. :)

Überlege dir gut, welche Kompromisse du wirklich eingehen willst/kannst. Wenn deine aufgezählten Argumente dich dauerhaft belasten und sich nicht beseitigen lassen - Dann geht lieber getrennte Wege, sonst tut es irgendwann nur noch weh.

Alles Gute
 
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Gast

  • #8
Irgendwann wird die Vernunft siegen. Die Verletzungen gehen bei keinem von beiden spurlos vorüber und je länger und mehr , ist irgendwann alles eh kaputt.
Ich glaube Du brauchst viel Aufmerksamkeit.Bei uns ist es so, er macht viele Dinge für mich, schöne Momente welche man eigentlich mit dem Partner erleben sollte( Urlaub etc.)seit 2 jahren nur mit seiner Tochter.Wir sehen uns beruflich bedingt sehr selten.Dann gibt es manchmal tagelang keinen tel.Kontakt , keine sms(reicht ja: guten morgen..., oder denk an dich..) nichts.ich kann das nie verstehen,wenn man sich beidseits doch so abgöttisch liebt. ich fühl dann so als denkt er gar nicht an mich. Habe auch schon Beitrag unter Trennung (kann so nicht los lassen).
Wir sehen uns in einer Woche zum Reden über alles. Und danach werde ich Verstand und Herz zusammenbringen und hoffe den Verstand siegen zu lassen.
Warte nicht zu lange für eine Entscheidung, wir sind 3 Jahre zuusammen und ich bereue das ich nicht in der Anfangszeit schon geschalten habe. Jetzt tut es höllig weh.
Lieber Gruß
 
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Gast

  • #9
Vielen herzlichen Dank, ihr Lieben (insbesondere Mietze und Gast 7), so sehe ich das auch. Ich denke, auch wenn das Gefühl der Liebe, Zuneigung, Sehnsucht und allem was dazu gehört einen schier wahnsinnig macht, ist es doch sinnvoller abzuschließen. Wenn es bestimmte Angewohnheiten gibt, die den Charakter dermaßen geprägt haben und den Mensch eigentlich auch ausmachen, man selber aber damit nicht klar kommt, ist eine Trennung der beste Weg. Man kann und soll sich ja nicht wegen jemand anderem verbiegen. Das macht auf Dauer nicht glücklich. Ich bin sehr dankbar für die schöne Zeit, die wir miteinander hatten. Aber man soll erkennen, wann der Zeitpunkt gekommen ist zu gehen. Alles andere zermürbt nur.

Eure FS
 
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Gast

  • #10
Ich kann das sehr nachempfinden. Vor fast vier Jahren hab ich so einen Mann kennengelernt- und ich bin heute, zwei Jahre nach der Trennung, noch immer nicht ganz darüber hinweg. Diese Trennung ging von mir aus. Ich konnte nicht mehr, da er einfach total dominant war und in seiner ganzen Art sehr direkt und auch verletztend. Es hat mich aufgefressen, glücklich fühlt sich anders an. Dann hab ich die Reißleine gezogen und den Kontakt völlig abgebrochen. Das ging gut, da zwischen unseren Wohn- und Lebensbereichen gute 100km liegen. Das war eine totale Vernunftentscheidung. Und doch hängt in gewisser Weise mein Herz noch an ihm, das ist total verrückt. Hin und wieder ruft er an - ich nehm dann aber nicht ab, wenn ich seine Nummer sehe. Will ihn nie mehr sehen, auch aus Angst, "weich" zu werden. Denn die Zeit, in der wir ein Paar waren, war auch so ein Auf und Ab mit Phasen, in denen wir getrennt und völlig verstritten waren. Ich find es nicht leicht, da so hart zu sein, merke aber, dass es mir insgesamt ohne ihn besser geht. Für einen (weiteren) Neustart ist absolut keine Basis da, dafür ist viel zu viel vorgefallen - und da bin ich echt nachtragend. Manche Sprüche haben sich regelrecht in mein Hirn eingebrannt... und im Nachhinein hab ich das mehr im Focus als die wenigen, wirklich schönen Momente.
 
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Gast

  • #11
Ich fühle mich schlecht mit ihm, wenn aufgrund meiner wenigen Freizeit er die Zeit lieber mit Freundinnen verbringt, die bsplw. im Ausland leben und er schon länger nicht gesehen hat (dabei hat er die letzten Tage schon Stunden mit ihnen verbracht und trifft sie am nächsten Tag bei einer stundenlangen Wanderung auch wieder), wir auch deswegen keine Zweisamkeit erleben können, weil er ein kleineres Kind hat (11 Jahre) und er abends nicht mal mit seinem 15-jährigen Bruder allein lassen will (damit wir beispielsweise ins Kino gehen oder alleine was trinken gehen können), weil ich er eine Art "offenes Haus" hat, sprich, jeder, der von seinen Freunden/Freundinnen wird soooo herzlich mit Umarmung und allem drum und dran begrüßt, dass es mir dabei fast schlecht wird (dabei hat er die Leute gerade mal einige Tage/Wochen nicht gesehen). Dabei "vergisst" er regelrecht, dass ich auch da bin und unterhält sich fast ausschließlich mit den Freundinnen.
(Die FS)
Ganz ehrlich. Ich finde nicht, dass es diese Sache etwas mit Charakter zu tun hat. Wenn ein Mann dich abgöttisch liebt, wird er jede Minute bei dir sein wollen. Ich glaube, er sucht Bestätigung - und das leider bei anderen. Diese sooo herzliche Umarmen und dann die vielel Zeit, die in Freundschaften investiert. Wie oft macht ihr was zu Zweit und wie oft zusammen in der Gruppe oder er alleine? Wenn er lange Wanderungen macht, dann frage ich mich, warum bist du nicht dabei? Er kann seine Freundinnen ja davor zum Kaffee treffen und sie gleich zum Wandern mit nehmen. Mir würde das schon stuzig machen, wenn du immer außen vor bist. Auch der 16 jährige Bruder scheint nur ein vorgeschobener Grund zu sein. Ich frage mich, warum er das Alleinsein mit dir so meidet? Liebt er dich wirklich? In einer Beziehung mit vielen Freunden etc ist bei mir immer ein guter Ausgleich zwischen Zeisamkeit und Gemeinschaft oder Einsamkeit gewesen. Ich wäre an deiner Stelle auch eifersüchtig !!!!!!!Ich habe ganz große Bauchschmerzen bei eurer Beziehung.
 
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Gast

  • #12
Das was du beschreibst lief in meiner letzten Beziehung ähnlich, aber nicht gänzlich gleich, ab. Mit der Zeit leiden aber auch die Gefühle darunter, auch wenn bei der Trennung noch Gefühle da waren...

Manchmal ist es besser sich neu zu orientieren, manchmal reicht aber auch ein zeitlicher Abstand um wieder zueinander zu finden. Beide müssen aber in dieser Zeit reflektiert haben, was falsch gelaufen ist und müssen sich vornehmen an dieser Problematik zu arbeiten. Wenn das gelingt, um so besser.
 
  • #13
mache gerade ganz genau das gleiche mit in ner fernbeziehung. aber ich habe beschlossen zu kämpfen um diese beziehung. ist halt jeder anders! ich mein man stellt sich immer die frage bringt die beziehung was. aber im endeffekt ist dir frage kannst du dir auf dauer eine beziehung mit ihm vorstellen. nur dann kommst du mit der entscheidung weiter. ihr solltet ganz offen darüber reden, wie ihr beide da denkt
 
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Gast

  • #14
ja, das kenne ich nur zu gut. Dies ist das Los vieler attraktiver Menschen, die mit Äußerlichkeiten überdurchschnittlich punkten können. Vielleicht auch mal ganz tröstlich für diejenigen, die hier so viel Grübeleien über Optik äußern.

Ich werde um meine ständigen Partnerschaftswechsel beneidet, werde schnell geliebt und liebe ebenfalls schnell. Aber gepasst hat das noch nie - und die letzte Trennung hatte die gleiche Einleitung wie bei Dir.
 
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Gast

  • #15
Mir geht es gerade ähnlich. Gefühle sind auf beiden Seiten da, aber ich frage mich gerade, ob das auch reicht. Ich arbeite- er ist arbeitslos. Depressiv. 48. Keine Unterstützung im Haushalt, ich kann froh sein, wenn er den Tag für sich allein gut plant. An Familienplanung ist gerad nicht zu denken.
Ich weiss auch nicht, was ich tun soll.
 
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Gast

  • #16
Sicher hat der eine oder andere eine ähnliche Erfahrung gemacht: Mann liebt sich stark und innig - und doch gibt es viele Situationen und teilweise unterschiedliche Charaktereigenschaften, die eine intakte Beziehung nicht zulassen. Man liebt sich sehr - aber eine Beziehung ohne immer wiederkehrende Verletzungen kann nicht stattfinden.

Habt ihr euch schon mal von jemanden getrennt, weil ihr die Vernunft habt siegen lassen (müssen)?

Sobald immer wiederkehrende Verletzungen vorkommen, würde ich nicht von Liebe sprechen.
Dann ist eine Trennung - und in dem Fall sollte die Vernunft tatsächlich siegen - die einzige Konsequenz.

w
 
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Gast

  • #17
Ich liebe an ihm, wenn wir Zweisamkeit erleben dürfen, wenn ich mich bei ihm geborgen fühle, wenn wir miteinander herumalbern und dabei aus voller Seele lachen, ich liebe schöne einsame Spaziergänge mit ihm u.v.a.

Hauptsächlich geht es mir persönlich darum, dass wir fast keinerlei Zweisamkeit haben (außer im Bett).

Hinzu kommt, wenn ich sage, was mich belastet/stört, versucht er entweder den Spieß umzudrehen oder ist tage-/wochenlang beleidigt und es gibt keinerlei Kontakt zwischen ihm und mir. Das belastet mich sehr und ich kann mit diesem Verhalten überhaupt nicht (mehr) umgehen. Es geht mir an die Substanz.

(Die FS)
Du liebst an ihm etwas, was ihr aber nicht habt und er dir nicht geben will: Zweisamkeit und Aufmerksamkeit dir gegenüber.
Du liebst einen Traum, ein Ideal aber das existiert nicht. Seine Freunde sind ihm wichtiger, er ist liebevoller und herzlicher zu allen anderen. Dich behandelt er wie ein Sofakissen: Fällt nicht auf, ist bequem wenns da ist, aber wenns weg ist, wärs auch ok.
Vielleicht gibt es Details die du noch nicht geschrieben hast, aber ich rate dir: trenn dich, du wirst einfach immer unglücklich bleiben.
Ich habe 2JAhre versucht um meinen Freund zu kämpfen, um mehr Zeit gebeten, mehr Aufmerksamkeit... ich wollte ihm wichtig sein. War ich aber nicht. Bis auf die Kinder stimmen deine Erzählungen 100% mit meinen Erfahrungen überein. Jeder Bekannte war wichtiger, wurde herzlicher begrüßt und behandelt. Wertvolle Freizeit wurde folgendermaßen belegt: 1.Freunde 2. BEkannte 3.Sport 4. seine Familie 5. er allein chillen 6. er allein dinge erledigen 7. ich
Das zerrt an den Nerven und am Selbstbewusstsein.

Für mich hört sich das nicht nach Liebe an, oder einfach nicht nach einer Liebe wie ich sie will.
Wenn man jemanden liebt, möchte man auch Zeit mit ihm verbringen und findet dafür einen Weg.
 
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