• #1

Gretchenfrage Wohnung-Was sagt die Wohnung über den Partner aus?

Verliebt und es steht nun der erste Besuch beim neuen Partner/-in an. Welche Schlüsse lässt die neue Wohnung zu? Welche Erfahrungen haben Sie hier bisher schon gesammelt und welche Vermutungen haben sich bewahrheitet?
 
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  • #2
es ist lange zeit her, als ich einen mann gerade frisch kennenlernte.
da er was aus seiner wohnung holen wollte, bat er mich kurz mit rein. was ich schon ein kleines bisschen ahnte, bestätigte sich. extrem. das passt ja gar nicht.... geschmacklich lagen welten zwischen uns.
 
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  • #3
die wohnung ist ein spiegelbild und sagt sehr viel über den menschen aus. die ordnung/ das maß der unordnung, farben, möbel, deko.

meist war der erste blick in die wohnung ein inneres "auwei", was mich aber nicht wirklich gestört hat, ich habs mit humor genommen. einmal wars völlig spartanisch, jedoch hochwertigste medien und eine fülle von sportgeräten, die unmotiviert irgendwo an der wand lehnten, vom fahrrad bis zu skiern, das andere mal der dekostil, der vor 1,5 jahren ausgezogenen ex-ehefrau, der (aus gewohnheit?) noch völlig erhalten war, mit süßen piepvögelchen vorm fenster, niedlichen porzelankuschelkätzchen zwischen den blumentöpfen, männchen, tierchen, blümchen aus holz, keramik, stoff, mindestens 100 teile, die von der küche bis zum bad überall zu finden waren. der mann selbst ein ingenieur, ich fands total lustig und habe erst monate später vorsichtig angefragt, was es damit auf sich hat, er hatte es gar nicht mehr gesehen, wars einfach gewöhnt und dachte frauen mögen sowas....

wichtig ist, wie zwanghaft der stil bleiben muss. meiner erfahrung nach haben männer gar nichts dagegen, wenn ich als frau das ganze entkitsche oder wohnlich mache.

w 55
 
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  • #4
das passt ja gar nicht.... geschmacklich lagen welten zwischen uns.

Dazu muß man allerdings wissen, welchen Sachzwängen der Mann unterlag, etwa ob seine frühere Partnerin den Stil diktierte und die Möbel dann später aufgeteilt wurden. Oder auch, ob er sich mit Umzugsgedanken trägt und deshalb nichts anschaffen will, das dann nicht zur neuen Wohnung paßt.

Also bitte keine voreiligen Schlüsse.

Übrigens gibt es auch den gegenteiligen Fall, die Wohnung ist sehr geschmackvoll eingerichtet, die Farben harmonieren, es gibt große Grünpflanzen und Orchideen auf den Fensterbänken ... und was schließt die Kandidatin daraus? „Aha, er lebt offenbar mit einer Frau zusammen, ein allein lebender Mann hat keine Blumen”. Wenn sie sich da mal nicht irrt.
 
  • #5
Es liegt bei mir nun auch schon ein paar Tage zurück, dass ich die Wohnung/Haus einer "neuen Prinzessin" erwartet oder unerwartet betreten habe. Was mir jedoch früher wichtig war - und auch heute noch genauso wichtig ist - dass ich dann versuche, so beiläufig wie nur möglich die Küche und das Bad zu sehen. Hier zeigt sich für mich relativ schnell, ob es sich lohnt, an der vermeintlichen Prinzessin dranzubleiben, oder sich schnellstens mit akut auftretenden Bauchschmerzen (für immer) zu verabschieden. Ich erwarte nun sicher keinen OP Saal, habe ich auch nicht, will ich auch nicht. Aber ich hasse es einen "Saustall" vorzufinden. Ein gewisses Mass an Ordnung und Sauberkeit sollte selbstverständlich vorhanden sein, sonst ist sie für mich (bayrisch) "a gschlamperts Weibsbuid". Dann möchte ich schon gar nicht mehr wissen, wie es bei ihr in der Wäschetruhe aussieht ... puhhh!
Was den Geschmack der Möbel / Bilder / Pflanzen etc. angeht, gehe ich erst mal sehr offen an die Sache heran. Es ist doch (für mich) nicht wichtig, dass alles gleich und sofort und zu 100% mir gefallen muss. Erstens hat jede(r) seinen eigenen Geschmack, oder zweitens, sie hat sich einfach noch nicht so viel Gedanken darüber gemacht, oder sie hatte drittens bei Trennung vom Ex eben nicht so viel Geld übrig, um bei Flötotto, Benz & Co. einkaufen zu gehen. Also das sind zunächst Dinge, die mich überhaupt nicht interessieren, im Gegenteil, das Möbel oder Bild/Teppich könnte durchaus meinen Horizont erweitern (mir gefallen). Wenn mann und frau irgendwann einmal sich (viel später) dazu entschliessen, zusammen zu ziehen, dann wird man eh einen gemeinsamen Stil finden, und einiges neu einkaufen. (M/47)
 
  • #6
Ab einem bestimmten Alter (so ca. 30) sollte der Mensch selber für seinen Geschmack aufkommen, so er denn einen hat. Das Argument mit den "Sachzwängen" gilt für mich allenfalls für Studentenbuden, Übergangslösungen frisch Getrennter in möblierten Hinterhäusern und Gastprofessoren auf temporärem Besuch in der Wohnung eines Bekannten, der zwar nett aber geschmacklich völlig anders strukturiert ist. Kurzum: Die Wohnung sagt eine Menge üder den Bewohner, fast so viel wie über die Bewohnerin...

Der wichtigste Schluß über eine "neue" Wohnung ist also: Boah, sie hat ja einen Geschmack <genial, wär ich nie drauf gekommen - genau wie ich - wie von I-dingens diktiert 0815 - wie meine Eltern - wie meine Oma - wie ein Pferd> wobei mir ersteres am liebsten ist weil da kann ich was lernen und was neues sehen. Wenn letzeres eintritt, wird es sicher schwierig und das möglicherweise erst, wenn es zu spät ist. Also: Augen auf!
 
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  • #7
Wichtig ist in 1. Linie, dass die Wohnung ordentlich und sauber ist! DAS ist es was für mich zählt!
w, 33
 
  • #8
Die Wohnungen meiner letzten beiden Beziehungen waren leider sehr unordentlich. Es lag viel herum und die Bäder waren auch nicht in Top Zustand. Habe mir da damals nicht viel bei gedacht. Ich habe mit beiden Männern auch zusammen gewohnt. (3 Monate, 1 Jahr) Beide haben sich beim zusammenleben als Katastrophe herausgestellt. Für mich ist eine chaostische mitlerweile Wohnung ein absolutes Warnzeichen. Mein jetziger Partner hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen was seine Wohnung angeht. Schön ordentlich und gepflegt, aber nicht steril.
 
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  • #9
Die Wohnung meines Kindesvater war und ist immer noch sehr schön, geschmackvoll eingerichtet, gepflegt, sauber usw. Mich hat es damals sehr beeindruckt, aber trotzdem ist der Mann nicht beziehungsfähig. Erst habe ich ihn verlassen und vor kurzem seine über 20zig Jahre jüngere Freundin...

w 48
 
  • #10
Mein Credo ist: Sage mir, wie Du wohnst - und ich sage Dir, wer Du bist.......

Dabei spielt Geld keinerlei Rolle, man kann auch mit Ikea und Ererbtem durchaus stilvoll wohnen. Aber wenn ich in einem Wohnzimmer Ölschinken im Goldrahmen sehe und mir dazu auch noch erzählt wird, wie lange es dauerte, bis man sie sich leisten konnte ......gruselig.....

Nun weiß ich, dass manche Männer auf stylisches Wohnambiente wenig Wert legen; gleichwohl sollte die Richtung schon stimmen. Und Teddybären, die auf einer Oma-Sitzgruppe residieren, zwingen mich zum Rückzug.

Andererseits hat mich mal ein toller Mann übers Wochende zu sich eingeladen, Wohnung absolut top.....Die Bücher in seinem Regal waren nach Farben sortiert und - ungelesen......Nach dem Essen hat er über Stunden seine Designer-Küche geschrubbt; was evtl. hätte Fettspritzer abbekommen können, war vorher bereits mit Zeitungspapier ausgelegt worden.....Auch hier habe ich die Flucht ergriffen.
 
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  • #11
Ich habe es mal ordentlich, mal unordentlich.Das erste ist schöner, dann hab ich Zeit und Energie gehabt alles zu tun.
Wer mich besucht, der bekommt auf Einladung gesagt, wenn es derzeit nicht ordentlich ist.
Es bleibt dann die Möglichkeit gemeinsam ausserhalb des unordentlichen Haushalts etwas zu unternehmen.
Ich lasse mich nicht über den Zustand meiner Wohnung definieren!
Mir ist was anderes wichtiger, Zeit für Freunde z.b !
w51
 
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  • #12
Eine Wohnung sagt etwas über die/den Bewohner/in aus, klar. Doch manchmal gibt es eine Aussage hinter der Fassade: z.B. hinter einer penibel gepflegten, ausschließlich mit hochwertigsten Designermöblen eingerichteten Wohnung steht ein Bewohner mit überhöhtem Wunsch nach Anerkennung, der ihn zum schwierigen Partner macht. Das Chaos beim einen kann auf einen unheilbaren Messie-Charakter hindeuten, während hinter dem anderen Chaos ein prinzipiell ordnungsliebender hochbegabter Promovend steckt, der gerade einem außerordentlichen Gedankengang nachhängt und diesen zu Papier bringen muss.

Daher finde ich, ein zweiter Blick hinter die Kulissen lohnt sich immer.
Außerdem entwickelt man sich im Laufe des Lebens, insbesondere in persönlichen Umbruchsituationen, weiter und verändert gerne auch mal den Stil. Eine Altersgrenze finde ich in dieser Hinsicht nicht sinnvoll. Besser, man verändert sich noch mit 50, besser früher, zum Positiven, als nie.
Als Paar wird man sowieso einen neuen gemeinsamen Nenner finden, auch wenn der heisst "Schatz, ich überlasse die Einrichtung ganz Dir".

Bisher hat noch keiner für ein Date einen Möbelhausbesuch vorgeschlagen. Mit ein bisschen Humor kann das doch sehr aufschlussreich werden, oder?
 
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  • #13
Man sollte Jemanden unerwartet besuchen, da zeigt sich dann wie die Person lebt und was sie von Sauberkeit und Ordnung hält!
Vorher ankündigen, ist doch klar, dass da viele putzen wie verrückt und alles toll aussieht aber die deutsche Mentalität ist ja sowieso so, dass man nie ohne Vorankündigung vor der Türe stehen darf, dann wird man einfach nicht hereingelassen! 2 Wochen vorher anmelden, das ist ok, typisch deutsch eben! :)
 
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  • #14
Zu Studentenzeiten war mir das noch völlig egal.
Aber jetzt mit 39, nach einer Ehe Date ich mich ja mit Männern um die 40.
Wenn die dann nur ne spartanisch eingerichtete 2-Zimmerwohnung haben, am besten noch nackte Glühbirnen an der decke und das Bett noch aus der Studentenzeit sowie ein geschenktes ausgedientes Sofa als so ziemlich einziges Mobiliar in einer "unhippen" Gegend, dann verliert das natürlich an Attraktivität. Wenigstens habe ich das so erlebt vor ca. 5 Monaten mit einem Mann. Am liebsten wäre ich gleich wieder nach Hause gegangen.
Toll finde ich Männer, die ein schönes Bild aufgehängt haben oder etwas kunstinteressiert sind.
Gut ists auch, wenn sie viel Hifi-Kram haben und Wert darauf legen. Sportgeräte sind auch o.k.
Ganz wichtig ist auch der Inhalt des Kühlschranks ;-)

w39
 
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  • #15
Mein Credo ist: Sage mir, wie Du wohnst - und ich sage Dir, wer Du bist.......

Ja, da ist was dran. Ich kann z.B. nicht mit Menschen, die kalte, Metallmöbel in Grau haben, alles modern, klar, nüchtern, kalt.

Ich bin der verspielte und warme Mensch, viel Holz, viel Licht, viel Grün, gemütlich, kuschelig, trotzdem nicht vollgemüllt und halbwegs sauber. Ein neuer Fernseher wird erst angeschafft, wenn die alte Röhre gestorben ist, es geht auch so. Dafür gebe ich mein Geld lieber für wirklich wichtigere Dinge aus, wie gesundes Essen, Ausflüge, Kultur, Freunde treffen.

w
 
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  • #16
Gut ists auch, wenn sie viel Hifi-Kram haben und Wert darauf legen.

Oh, man kann auch mit teurem Hifi-Kram ganz schreckliche Musik abspielen oder umgekehrt wertvolle Musik via iPod und Kopfhörer genießen, deshalb würde ich dem herumstehenden Gerätepark nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Bei mir würdest Du nichts dergleichen finden, und doch bin ich ein Musikliebhaber erster Güte, nur eben mit einem Hang zum Minimalistischen.
 
  • #17
Die Wohnung sagt vermutlich mehr als alles andere:

Es fängt natürlich mit essentiellen Fragen wie Ordnung, Geschmack und Sinn für Gemütlichkeit an. Es lohnt ein Blick in die Küche. Dort sieht man, ob jemand gerne kocht und welche Einstellung er zu Essen und Trinken hat. Auch ein Blick ins CD-Regal ist hilfreich und noch mehr ein Blick ins Bücherregal. Liest derjenige und falls ja, was? Geht der Trend nur zum Zweitbuch oder darüber hinaus. Stehen Sachbücher oder populärwissenschaftliche Bücher herum, die auf außerberufliche Interessensgebiete schließen lassen?

Ich würde das im einzelnen nicht überbewerten, aber im Gesamtbild ist es sicher sehr aussagekräftig.
 
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  • #18
Ich denke, die Wohnung sagt alles aus, jedoch deuten wird es niemand können. Woher kommt der Glaube, unbekannte fremde Lebensumstände anhand von Umständen deuten zu können? Versuch mal, den Kurs einer AKtie zu deuten für einen Tag, da gibt es nur zwei Möglichkeiten (rauf oder runter). Bei einem Menschen gibt es paar mehr Lösungen, aber schon bei der Aktie wirst Du auf lange Sicht scheitern.

Aber raten kann man, ja Ratespiele spielen und sich Emotionen verschaffen, das geht. Mit Realität hat das nichst zu tun.

M44
 
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  • #19
Ja, da ist was dran. Ich kann z.B. nicht mit Menschen, die kalte, Metallmöbel in Grau haben, alles modern, klar, nüchtern, kalt.

Ich bin der verspielte und warme Mensch, viel Holz, viel Licht, viel Grün, gemütlich, kuschelig,

Ich bin tendentiell auch so eine "Gemütlichkeits"-Typin. Doch ein bisschen Metall stört mich nicht, wenn entsprechende Gegenakzente das Bild beleben. D.h. etwas Antikes dazu, oder Farbiges.
Ein dezenter Stilmix hat für mich das gewisse Etwas.

Als ich mal total verknallt war, konnte ich sogar über die graue Bettwäsche (-grusel-) meines ehemaligen Liebsten hinwegsehen ...
 
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  • #20
1. Die Wohnung sagt vermutlich mehr als alles andere ...
2. Ich würde das im einzelnen nicht überbewerten, aber im Gesamtbild ist es sicher sehr aussagekräftig.

1. Ja und nochmal ja.
2. Doch, das sollte man SEHR hoch bewerten, denn die Wohnung in all ihren Facetten (von der Farbgestaltung der Wände bis zu den Inhalten der Bücherregale) ist immer ein Spiegelbild des jeweiligen Menschen.
 
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  • #21
Der Stil meiner derzeitigen Wohnung ist geprägt von meiner studentischen Lebenssituation und einer langjährigen Beziehung.
Heute würde ich mich ganz anders einrichten, und mit einem neuen Partner sowieso.
Wenn nun ein Besucher von meiner Einrichtung auf mich schließt, sieht er eine andere Person, als die, die ich heute bin.

Da frage ich mich nun: Soll ich erst auf Partnersuche gehen, wenn ich mir neue Möbel geleistet habe??
Ich tendiere eher dazu, Menschen mit einer derart oberflächlichen Auswahlstrategie durchfallen zu lassen...
 
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  • #22
Der Stil einer Wohnung sagt sicherlich etwas über den Menschen aus. Trotzdem würde ich ihm am Anfang nicht so einen hohen Wert beimessen. Es gibt viele Menschen die sich gerade in Übergangsphasen befinden, sei es Bezug einer neuen Wohnung nach einer Trennung, Jobwechsel etc..

Das einzige worauf ich wirklich Wert lege ist, ob Bad und Küche sauber sind. Das sind so die neuralgischen Punkte in einer Wohnung.

Was mir auch immer direkt ins Auge sticht wenn ein Bücherregal vorhanden ist in dem interessante Bücher stehen, ich meine jetzt nicht nur zur Zierde. Kalte sterile Wohnungen wie aus dem Katalog stoßen mich eher ab, vor allem wenn alles so penibel an seinem Platz liegt wie wenn sie keiner bewohnt.

w45
 
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  • #23
Meine letzte, beziehungsgestörte Bekanntschaft, lebt in einer stinkenden Kellerwohnung, spartanisch eingerichtet, immer Fluchtbereit. Bei ihm hatte man das Gefühl er sei Wurzellos und könnte mit 3 Handgriffen alle für Ihn wichtigen Dinge packen und weglaufen.
Genau so war es !!

Immer auf der Flucht vor Gefühlen, Nähe und vor allen Dinge, sich selbst.
 
  • #24
Da frage ich mich nun: Soll ich erst auf Partnersuche gehen, wenn ich mir neue Möbel geleistet habe??
Ich tendiere eher dazu, Menschen mit einer derart oberflächlichen Auswahlstrategie durchfallen zu lassen...

Ganz genau. Mir ist es ziemlich egal, wie jemand eingerichtet ist. Entweder, ich mag ihn oder nicht. Und wenn man zusammenzieht, einigt man sich sowieso darauf, welche Möbel man gemeinsam behält und welche nicht.
 
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  • #25
Wie jemand wohnt, sagt für mich schon etwas über die Passgenauigkeit als Partner aus. So wie seine Wohnung aussieht, ist er zu sich selber und anderen auch. Wenn man selber nicht aufräumen und putzen mag, muss das Geld eben für eine Putzhlfe ausgegeben werden.
Schmutz und Unordnung gehen für mich garnicht.
Wie die Wohnung konkret eingerichtet ist, welche Wohnlage sie hat, wie groß und teuer sie ist, hängt auch von der aktuellen Einkommens- und Lebenssituation des Partners ab.
Wer nach einer Scheidung durch Unterhaltszahlungen gebeutelt ist oder naoch agnz am Anfang sienr beruflichen Laufbahn steht, hat weniger Spielraum, als ein älterer gutverdienender Single. Das muss man berücksichtigen.
Ich schaue also auf die Lebenssituation, ob es dazu eine relevante Diskrepanz gibt. Grundsätzlich: Ordnung und Sauberkeit ist einkommensunabhängig und für mich ein MUSS.
 
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  • #26
Hallo,

ich finde man kann nur indirekt vom Innenleben einer Wohnung auf den Charakter schliessen. Eher auf den Geldbeutel, Vermögensverhältnisse und ob er/sie ein Händchen und Auge dafür hat aus einer Wohnung etwas zu machen. Viele improvisieren, oft notgedrungen. Es ist mir beim Mobiliar egal ob da einer Design-Freak ist oder Großmutters Schätze liebevoll restauriert aufreiht. Es gibt Menschen die umgeben sich mit Erinnerungen und andere die das meiden. Genauso ist des mit persönlichen Fotografien, Andenken an die eigenen Kinder oder Kunst. Positiv ist eine wohnliche Atmosphäre, Licht, Sauberkeit, eine gewisse Ordnung. Ich habe einen Tick mir die Schallplattensammlungen, CDs, Bücher genauer anzusehen. Ausserdem interessiert mich welche Kochtöpfe jemand hat und ob die Küche jemanden verrät der gern kocht oder nur jemanden der höchstens mal ein Ei in die Pfanne haut und nicht mal ein komplettes Kaffeeservice besitzt. Viele Junggesellen haben mich mit ihren Behausungen abgeschreckt, gebe ich zu. Aber wenn jemand gerade wieder bei null anfangen muss oder wenig verdient finde ich Arroganz ganz unerträglich. Alle meine Freunde hatten Liebe zu Pflanzen. Sehe ich also vertrocknete um Wasser flehende Blumenkübel bin ich ganz schnell weg.
 
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  • #27
Alle meine Freunde hatten Liebe zu Pflanzen. Sehe ich also vertrocknete um Wasser flehende Blumenkübel bin ich ganz schnell weg.
Oh ja, eingehende Pflanzen sind ein ganz schlechtes Zeichen. Fast so schlimm wie künstliche Pflanzen.
Ansonsten ist mir nur wichtig, dass die Einrichtung nicht bieder, billig (darf billig sein, aber nicht so aussehen) oder spießig wirkt und dass eine normale Sauberkeit herrscht.
 
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  • #28
Man sollte generell mit voreiligen Schlüssen vorsichtig sein..Sie gehen oft nach hinten los..

Als ich eine Frau neu kennengelernt habe war meine Wohnung blitzeblank sauber und ordentlich und ich hab sie sogar dekoriert.

Sonst nicht..

Ich habe Frauen kennengelernt die z.B sehr tierlieb waren..Sie gehegt und gepflegt haben.Auch selbst waren sie sehr gepflegt .aber zu Hause und im Auto sah es Chaotisch aus..

Ich nehme anfangs so gut wie nie Vermutungen und Interpretationen als Bewertungsgrundlage sondern immer nur den Ist-Zustand.

Wenn also die Wohnung sauber ist, dann hat sie die Wohnung sauber gemacht..Mehr schliesse ich zunächst nicht daraus..
 
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  • #29
Und heimlich frage ich mich, wie wohl meine Wohnung auf andere Leser wirkt: vor ungefähr 20 Jahren habe ich meinen Fernseher abgeschafft; dafür fanden seitdem sehr viele Gemälde zu mir; statt Grünpflanzen in der Wohnung, habe ich üppige Natur vor jedem Fenster; meinen Einrichtungsstil könnte man als ein Art des sog. country living bezeichnen.

Designermöbel oder das, was Innenarchitekten gerne als modern und gut bestimmen wollen, lehne ich ab. Dafür habe ich eine Wohnungseinrichtung, in der ich mich sehr wohl fühle, sogar an trüben Regentagen. Ich habe das große Glück, mich unabhängig ganz nach meinem eigenen Geschmack einzurichten und spüre dabei, wie ich in meinem Zuhause sehr viel Kraft bekomme.

Ach ja, meine Stereoanlage habe ich vor ein paar Jahren ausgesetzt. Dafür sind bei mir Bücher willkommen.

M48
 
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  • #30
Eine Wohnung, ein Haus, eines Mannes sagt sehr viel über ihn aus.

Bei meinem letzten Freund war das mit ein Grund, das ich für uns keine Zukunft sehen konnte.

Ein Haus, innen selber alles zusammengezimmert, Wände raus, so dass man die Reste an der Decke noch sah, Türen entfernt und Löcher in der Wand geschaffen, irgendwie drübertapeziert, überall Kanten und Ecken, nichts richtig und vor allem nicht fertig. Er lebte dort viele Jahre mit seiner vorherigen Freundin.

Ich war beim ersten Anblick entsetzt und habe mich nie wohlgefühlt. Die Einrichtung spartanisch und ungemütlich, keine Wände vorhanden zum möglichen Hinstellen von Möbeln, alles irgendwie steril, aber nicht sauber.

Er war allein nicht in der Lage einen eigenen Haushalt zu führen. Dafür war ich da. Ich habe nach einer ganzen Zeit einfach nicht mehr gewollt. Er wollte zusammenziehen und da ich wusste, was dann auf mich zukommt (eine Dauerbaustelle u. ich als Hausfrau, ich aber liebe Neubau und alles ist schon fertig und finde es normal, dass auch der Mann kochen kann), waren wir dann am Ende angelangt.

Eine Whg,, Haus sagt sehr viel über den Menschen. Er war auch noch dazu ein Mensch, der das alles auch in unserer Whg so hätte haben wollen. Seinen Stil, alles andere fand er schrecklich, da kann man nicht auf einen Nenner kommen.
 
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