• #1

Gleiche politische Meinung wichtig für die Beziehung?

Ampelkoalition, Jamaika, schwarz-gelb – im großen Wahljahr 2011 mit sieben Landtagswahlen wollten wir von 12.600 Singles in unserer ElitePartner-Singlestudie© wissen: Wie wichtig ist die politische Gesinnung bei der Partnersuche? Das Ergebnis: Vor allem Frauen legen Wert auf eine politische Übereinstimmung mit dem Partner. Wie sehen Sie das? Spielt es eine entscheidende Rolle, welche Parteizugehörigkeit der Partner / die Partnerin pflegt? Alle Ergebnisse lesen Sie hier: http://magazin.elitepartner.de/umfrage-frauen-ist-politische-meinung-des-partners-wichtig.html
 
  • #2
Mein Partner muss nicht die selbe Partei wählen wie ich, zumal es ja bei allen größeren demokratischen Parteien eine Orientierung zur so genannten Mitte gibt und sie grundsätzlich miteinander koalitionsfähig sind.
Aber mir ist es wichtig, dass mein Partner und ich in grundsätzlichen Werthaltungen und wichtigen politischen Fragen in etwa übereinstimmen. Ein Wähler von Parteien am rechten oder linken Rand des Parteienspektrums käme darum wohl nicht für mich als Partner in Frage.
 
  • #3
Mir ist die weltanschauliche, gesellschaftliche, politische und religiöse Gesinnung SEHR wichtig. Ich denke, dass man nur dann als Paar an einem Strang ziehen kann, wenn man ähnliche Ansichten und Wertvorstellungen hat und dazu gehört auch die grundsätzliche ideologisch-politische Meinung.

Ob man eben für Regulierung und Umverteilung oder für Freiheit, Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung ist, ist zum Beispiel ein sehr grundsätzlicher Unterschied, der sich kaum überbrücken lässt. Auch extreme politische Meinungen wie die Linken oder der entsprechende rechte Sumpf sind für die meisten zu recht inakzeptabel.

Wenn ein Paar eher zu rot/grün tendiert, dann ist es meistens egal, wer nun gerade rot oder grün, wählt und wenn ein Paar eher zu schwarz/gelb tendiert, dann ist es meistens egal, ob der einzelne nun gelb oder schwarz wählt. Solche Feinheiten sind ja auch einem stetigen Wandel, persönlichen Eigenheiten der aktuellen politischen Kandidaten und möglichen Koalitionsszenarien geschuldet.

Ich möchte mich aber keineswegs über wirklich üble Gesetze ärgern und mein Partner findet die gerade toll. Oder gar am Wahlabend für verschiedene Parteien fiebern und hoffen. Also das wäre doch wirklich belastend für eine Partnerschaft.

Richtige Parteizugehörigkeit finde ich persönlich auch nicht sonderlich attraktiv. Also ein politisch ganz besonders engagierter Partner ist nicht gerade meine Traumvorstellung, aber das müsste man sich im Einzelfall ansehen.
 
M

Mooseba

  • #4
Naja, solange sie nicht plötzlich in den Untergrund geht und das System bekämpfen will...

Nee, Spaß beiseite: Der Maßstab sind die fünf (mit fünfter Partei meine ich die CSU, garantiert nicht die Der-Weg-zum-Kommunismus-ist-fast-so-steinig-wie-nach-Golgatha-Partei) demokratischen Parteien im Bundestag. Innerhalb dieses breiten Rahmens sind Differenzen zu meiner Einstellung absolut ok. Und genauso ist es auch momentan. In allem einer Meinung zu sein, bringt doch keinem was.
 
G

Gast

  • #5
es gibt wohl noch mehr leute, für die die politisch-weltanschauliche grundhaltung ein zentraler punkt ist. ob sich die in jedem fall unmittelbar an parteipolitischen präferenzen festmachen lässt, ist (angesichts des dürftigen aktuellen angebots) sicher nicht immer leicht zu entscheiden.

allerdings eine position, die auch nur ansatzweise in richtung der derzeitigen bundespolitischen regierungs-knallchargen tendiert, wäre zumndest für mich völlig indiskutabel. denn das, was für den freundeskreis gilt, sollte im rahmen von partnerschaft eher eine noch ausgeprägtere kongruenz zeigen. aktives parteipolitisches engagement würde ich generell als problem sehen, da hier die zwänge, die parteiräson nun mal mit sich bringt, eine unahängige perspektive leicht verhindern können, dann doch lieber untergrund ...;-))
 
  • #6
mir wäre das völlig egal!
ausgenommen wären rechts-oder linksextreme parteien.
 
G

Gast

  • #7
Der Grundsatz MUSS stimmen! Es kann NICHT angehen, daß grundsätzlich diametral zu ein ander stehende politische Richtungen friedlich und lustvoll miteinander schlaffen.
 
G

Gast

  • #8
Mir ist das wichtig. Ich finde das hat auch mit Werten, die einem im Alltag wichtig sind, zu tun. Wenn ein Partner hier eine grundverschiedene Einstellung zu Familien- Wirtschafts- Sozial- Außenpolitik hat, fände ich das sehr schwierig. Das ist allerdings nicht damit zu verwechseln, dass er meiner genau Meinung sein soll. Ich genieße es durchaus, hier kontrovers zu diskutieren.
w28
 
G

Gast

  • #9
aber war es für die reizende Bürgerstochter/ den Spross des Latifundienbesitzers aus gutem Hause nicht zu allen Zeiten reizvoll eine heiße Beziehung zum jungen und ungestümen Revolutionsführer/ Anführer aufständischer Sklaven zu erleben?
Das ist doch Thema unzähliger Dramen, Romane und Gedichte aller Menschheitsepochen, Filme
wurden und werden darüber gedreht
 
G

Gast

  • #10
Ich finde, dass zumindest die politische Grundtendenz stimmt, also wäre jemand der links oder rechts ist für mich absolut tabu. Am besten wäre es ja, wenn man auch für die gleiche Partei wäre, aber es ist kein muss. Parteiangehörigkeit finde ich alles andere als abschreckend, sondern eigentlich ganz interessant (solange die Grundsätze und Zieleder Partei in mein Weltbild passen). Aber ein politisch uninteressierter Mann wäre für mich absolut unattraktiv.
 
G

Gast

  • #11
Da ich selbst kein treuer Wähler einer bestimmten Partei bin aber bisher zu jeder Wahl gegangen bin muss sich meine Partnerin selbstverständlich nicht einer bestimmten Partei zugehörig fühlen.
Allerdings müsste sie genauso selbstverständlich ähnliche oder zumindest nicht gegensätzliche Grundhaltung in der Politik haben da es hier ja auch um Ideologien geht und die kann man nicht so einfach über Bord werfen.
Mit einer Frau die sich den Linken zugehörig fühlt könnte ich z.B. nichts anfangen, genauso wenig wenn sie sich einer rechten Partei oder der Partei Bibeltreuer Christen zugehörig fühlt. Hier würden unsere Wertvorstellungen zu stark aufeinander prallen als das eine Beziehung möglich wäre.
 
G

Gast

  • #12
Ich gehe davon aus, dass meine neue Partnerin halbwegs intelligent ist. Somit ist mir die politische Einstellung egal, denn ich gehe auch davon aus, dass ich sie mit meinen Argumenten überzeugen kann. Wenn sie z.B. rechts ist, dann sollte es ein Leichtes sein.
 
  • #13
Es gibt sogar eine ganze Reihe Politiker-Ehen, in denen die Partner unterschiedliche politische Richtungen vertreten, ein prominentes Beispiel sind Arnold Schwarzenegger (Republikaner) und seine Frau Maria Shriver, die als Nichte von John F. Kennedy aus einer Familie berühmter Demokraten stammt.

Ich kann für mich persönlich sagen: Solange ein Partner und ich uns in der politischen Wahl und Ansichten der gemäßigten, sog. bürgerlichen Parteien unterscheiden, dürfte das nicht zu Konflikten führen. Man ist ja auch in allen anderen Lebensbereichen nicht unbedingt immer einer Meinung! Zum respektvollen Umgang miteinander gehört dann für mich auch, eine andere politische Meinung zu respektieren.

Meines Wissens hat die psychologische Forschung festgestellt, dass sich die Einstellungen von Paaren - je länger die Partnerschaft andauert - immer mehr aneinander angleichen, beispielsweise die Vorlieben von Essen/Ernährung, Urlaub, Freunden und Sexualität bis hin zu Fragen und Einstellungen der Politik. - Vor diesem Hintergrund können wir also davon ausgehen, dass sich unterschiedliche Einstellungen in politischen Ansichten (die ja durchaus auch befruchtend sein können) in einer länger andauernden Partnerschaft angleichen.
 
G

Gast

  • #14
@#11
Das ist eine merkwürdige Einstellung.
Sympathien für Parteien entsprechen doch großteils auch inneren Werthaltungen (Umweltschutz vs. wirtschaftliche Interessen etc.). D.h.: selbst wenn deine neue Partnerin "halbwegs intelligent" ist, musst du sie nicht zwingend von deiner Einstellung überzeugen können. Vor allem, wenn sich eure Werthaltungen nicht ähneln.
Dass das für mich eine abstoßende Haltung gegenüber einer neuen Partnerschaft ist, steht auf einem anderen Blatt.


Ansonsten: mir ist es wichtig, dass man in grundlegenden Fragen übereinstimmt, was nicht bedeutet, die selbe Partei zu wählen. Die Richtung muss stimmen. Grundlegende Fragen wären für mich z.B. Umweltschutz, Menschen am Existenzminimum, Integration, Bildung.

Ich möchte nicht jeden zweiten Abend bei den Nachrichten mit meinem Partner Diskussionen führen. Das wäre dann auch nicht mehr lange eine Partnerschaft.

@#8 Spricht ja auch nichts dagegen. Solange die reizende Bürgerstochter die Revolution schon immer heimlich und innerlich unterstützt hat. Wenn sie jedoch voll hinter ihrem Vater steht, der gegen die Revolutionäre kämpft, sieht die Sache anders aus.

w25
 
  • #15
@#2 Frederika,
Gibt es denn in Deiner Wunschbeziehung überhaupt noch Konfliktherde??

@FS
Wenn die Gesinnung nicht gerade Links, oder Rechts extrem ist, ist es mir egal.
 
  • #16
mal nachgefragt...worin unterscheiden sich die bürgerlichen parteien überhaupt?
momentan wollen sich doch alle in der mitte überholen:)
die spd macht den grünen ihre themen abspenstig, die cdu wird die bessere spd, die csu schmollt, weil sie nicht mehr mitspielen darf und die fdp erhebt kreischend den anspruch, DIE partei der mitte zu sein:)
der linke flügel der spd will ihre genossen wieder raus aus der mitte ziehen, um links präsenter zu werden...am liebsten mit den linken und die csu zerrt an der cdu, um sie wieder in die rechte/konservative ecke zu bekommen.

worüber soll man da mit seinem partner in streit geraten???
da könnte ich mich auch darüber streiten, wer der beste comedien ist:))
 
  • #17
Nachdem sich die demokratischen Parteien eh schon sehr angenähert haben ist eine Präferenz überhaupt kein Problem.

Ich lebe eine Partnerschaft in der wir Politisch nicht übereinstimmen- das gibt uns beiden eine andere Sicht der Dinge so dass wir das als eine Bereicherung ansehen und durchaus auch mal unseren eigenén Standpunkt überdenken. Ich glaube daß es nur dann ein echtes Problem ist wenns dogmatisch oder Ideologisch wird. Wir haben aber auch die Glassenheit und Erfahrung zu wissen das wir uns deshalb nicht weniger lieben oder daß wir uns deswegen streiten.

@2 Am Wahltag? Wir haben auch verschiedene Präferenzen bezüglich des Lieblingsfussballclubs, und da ist es wöchentlich und auch kein Problem.

@13
Ich finde eher Deine Einstellung seltsam, Heutzutage sind die Parteien doch eh nicht schwarzweiss wie Du glaubst. Umweltschutz hat nun mittlerweile jede Partei im Programm, nur mit unterschiedlichen Wertungen was der Umwelt nun mehr nutzt, Wirtschaftliche Interessen kann auch keine demokratische Partei mehr ausblenden ("Reichtum für alle" Halluzinierer rechne ich nicht dazu) weil nur die Wirtschaft die Grundlage dafür legt dass wir uns Umweltschutz überhaupt leisten können etc.
 
G

Gast

  • #18
Natürlich ist das sehr wichtig für eine gemeinsame, harmonische Partnerschaft! Wo ist sonst der Nenner zu finden? Verstehe nicht warum hier Politikerehen genannt werden, die sich doch nur verkaufen! Was für Ehen haben die z.T.? m
 
G

Gast

  • #19
@17
Wo gibt es sonst einen Nenner?

Z.B. bei der Kindererziehung, Freizeitaktivitäten, Menschen die man mag und Lebenseinstellung.

Ich sehe z.B. kein Problem wenn Partner A die FDP wählt und meint "Wir müssen erstmal die Firmen stärken, so brauchen die auch neue Mitarbeiter." und Partner B die Linke "Man sollte den Ärmeren mehr Geld geben. Diese geben das Geld auch aus. So wird die Wirtschaft angekurbelt und die Firmen stellen mehr Leute ein."

Dann würde ich als Partner meinen Standpunkt darlegen. Irgendwann sagt er vermutlich "Nee, das glaube ich nicht, dass das funktioniert." und dann ist das Thema abgearbeitet, muss es im Grunde gar nicht mehr ansprechen.
 
G

Gast

  • #20
zur 18: da spricht doch ein reichlich simplifiziertes und ausschließlich an ökonomischen prämissen orientiertes weltbild. natürlich ist die konsumquote ärmerer haushalte immer höher, aber es geht nicht darum 'den ärmeren mehr geld zu geben' - das ist almosen-politik - sondern um die frage von verteilungsgerechtigkeit. da gehören eben auch mindestlöhne, vermögenssteuer oder steuerfinanzierte sozialversicherungen dazu. und dann ist halt schluss mit lustig in so einer rot-gelben liäson, gell.
 
  • #21
@#18: Extrem naive und kenntnisbefreite Vorstellung -- auf so einer Basis zu sagen "dann ist das ausdiskutiert" ist ziemlich lächerlich. Wer sich dermaßen wenig für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik interessiert und so wenig eigene, fundierte Meinung hat, der kann wohl in der Tat zu recht sagen, dass ihm die Meinung des Partners egal ist. Zum Glück dürfte das auf die Mehrheit der ElitePartner-Mitglieder nicht zutreffen.
 
G

Gast

  • #22
@19
Ja, das war sehr einfach ausgedrückt, [...]

<MOD: Bitte diskutieren Sie alle die Titelfrage und nicht einzelne politische Themen. Wir behandeln hier ausschließlich die partnerschaftlichen Aspekte des Themas!>