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  • #1

Glaubt noch jemand an Seelenverwandschaft ...

Ich suche schon (vermute ich) mein Leben lang meinen Seelenverwandten, jemanden den man nicht lange kennen braucht um ihn zu kennen, jemanden bei dem die Welt stehen bleibt... Glaubt eigentlich jemand noch an so etwas? Bzw. kennt ihr auch dieses Gefühl da fehlt was/wer?!?!
 
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  • #2
Ich glaube nicht nur daran, ich habe es auch erlebt! Sowohl mit Frauen als auch mit Männern - das ist die "Liebe auf den ersten Blick". Mit dem ersten Seelenverwandten war ich 18 Jahre zusammen und habe eine wunderbare Tochter. Mit einer Frau und einem Mann verbindet mich eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit. Wir sehen uns nicht so oft, sind km-weit von einander entfernt! Können aber spüren, wenn der andere einen braucht. Und dann kommt auch prompt ein Anruf! Ja, das gibt es!
 
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Vicky

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  • #3
Ich weiß erst gar nicht, was mit Seelenverwandtschaft genau gemeint ist. Ist das jemand, der mir sehr ähnlich ist? Dann wäre ich mir schon nicht so sicher, ob ich so jemanden überhaupt suchen würde... Natürlich muß man in wichtigen Teilen des Lebens viele Gemeinsamkeiten haben aber ich möchte nicht in allen Aspekten meines Lebens ein Abziehbild von mir haben.

Ich kann mich täuschen aber ich glaube, daß die Sache mit der Seelenverwandtschaft aus Amerika hierüber geschwappt ist. Da habe ich auch schon öfter in Talkshows die Frage: "Do you believe in soulmates?" gehört. Bei uns war es dagegen immer die Frage nach der großen Liebe. Ist das dasselbe?

Ich finde es o.k. wenn man (auch lange) nach einem passenden Partner sucht. Aber die eventuell überromantisierte Sichtweise von der großen Liebe und dem einzig passenden Seelenverwandten birgt die Gefahr, einen guten potentiellen Partner zu übersehen. Und Kompromisse eingehen, sich aufeinander einlassen, sich vertrauen, immer wieder versuchen an sich selbst zu arbeiten und somit etwas für die Beziehung zu tun - ich denke, es gibt keine Beziehung, in welcher das nicht notwendiger Bestandteil ist. Oder glaubst Du, daß es mit einem Seelenverwandten nie Streit und Meinungsverschiedenheit gäbe?

Ich war auch fünf Jahre Single und auch wenn ich die Zeit im Rückblick doch als etwas zu lang ansehe, so denke ich, daß mir diese Zeit dennoch sehr gut getan hat für meine eigene Entwicklung. Jetzt befinde ich mich in einer glücklichen Partnerschaft. Ich habe aber z.B. auch ältere Freundinnen (Anfang 40), die immer noch ihren Traummann suchen. Tja, ich schätze, auf dieser Suche werden sie auch die nächsten Jahre bleiben. Irgendwann sollte man schon mal aufwachen und realisieren, daß der Prinz auf dem Schimmel nicht klingeln kommt und daß es sowieso immer sehr entscheidend für das Gelingen einer Beziehung ist, daß man sich selbst bemüht. Wenn ich meine älteren Freundinnen so sehe und höre, kann ich ehrlich gesagt, nur den Kopf schütteln. Aber sie sind stolz auf ihr überzogenes romantisiertes Weltbild...

Was den letzten Satz Deiner Frage angeht: Ich denke, daß jeder Single, der nicht Single als Lebensform freiwillig gewählt hat, zumindest ab und zu denkt und fühlt, daß da jemand bzw. etwas fehlt. Wäre das nicht so, würde wirklich etwas mit demjenigen nicht stimmen, denke ich.
 
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  • #4
Richtig suchen tue ich meinen Seelenpartner nicht, aber auf einem Flug von New York nach Frankfurt hatte ich mal ein seltsames Erlebnis. Neben mir saß ein älterer Herr, ca. drei mal so alt wie ich. Ich hatte sofort dieses Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen. Es schien keinerlei Scheu oder Missverständnisse zu geben, als hätten wir uns schon seit Jahrhunderten gekannt und würden uns freuen, den Anderen wiederzusehen. Ich kann mich nicht einmal erinnern, ob wir uns auf Deutsch oder Englisch unterhalten haben. Die Sprache schien nebensächlich zu sein. Er gab mir dann seine Telefonnummer in New York, aber als ich zurück war, hatte ich Scheu, ihn anzurufen. Es schien irgendwie nicht natürlich, mit ihm zu telefonieren.
Was ich nicht wusste: Ich war bei unserem Treffen schon schwanger und habe bis heute das Gefühl, dass da ein Zusammenhang bestand. Kurz nach der Geburt meiner Tochter wollte ich ihn dann doch anrufen und habe erfahren, dass er inzwischen verstorben war. Ich frage mich manchmal, ob wir uns um zwei Generationen verpasst haben oder ob das alles schon so richtig war. Aber ich bin überzeugt, dass es wesentlich mehr gibt, als wir uns vorstellen können. Wie wäre es sonst zu erklären, dass meine Tochter, als das erste mal mit ihr alleine war, in meine Haare griff, an den Haaren entlang in Richtung meines Gesichtes sah und ganz deutlich sagte "Hair".
 
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  • #5
Ja, ich glaube noch an Seelenverwandschaft, und ich habe sie zweimal in meinem Leben gefunden gefunden. Den ersten lernte ich als junge Frau kennen und als wir uns zwanzig Jahre später durch Zufall wieder trafen, wirkte der alte Zauber noch - und aus Rücksicht auf unsere jeweiligen Partner gingen wir wieder auf Distanz. Den zweiten habe ich als reife Frau kennengelernt: mit wenigen Worten hat er erkennen lassen, dass er mir bereits am ersten Abend in die Seele schauen konnte und das sah, was ich jahrzehntelang mühsam vor allen anderen verborgen hielt. Aber glaub ja nicht, dass das Leben und die Liebe dann einfacher wird - ich würde sagen: im Gegenteil. Er ist genauso unperfekt wie ich - und zwei unperfekte Wesen machen kein perfektes Paar. Und wenn dich dein Seelenpartner verläßt (das kommt bei Seelenpartnern vor, denn manchmal ist die Nähe so groß, dass sie keinen Platz zwischen zwei Menschen hat) ist die Einsamkeit danach uferlos. Wie schon Erich Fried schrieb: mein Leben wäre vielleicht einfacher wenn ich dich nicht getroffen hätte aber dann wäre es ja nicht mein Leben.
 
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  • #6
Ja, ein Seelenverwandter, das wäre schön :) Jemand, bei dem man sich zu Hause fühlt und der die Seele zum Schwingen bringt :) Ich glaube immer noch daran ... vielleicht im nächsten Leben? Die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)
 
B

Berliner30

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  • #7
Ich halte es für möglich, glaube nicht daran bzw. suche nicht danach. Was sich ergibt ist schön, was nicht ist sowieso nicht zu ändern.
 
  • #8
@#2: Du siehst den Begriff des Seelenverwandten IMHO zu streng und du scheinst auch anzunehmen, dass es für jeden nur ein Exemplar gibt. Bei dieser Auslegung würde es tatsächlich keinen Sinn machen, nach ihm zu suchen.

Für mich ist ein Seelenverwandter ein Mensch, der ähnliche Werte und Normen hat wie ich. Das impliziert, dass er in konkreten Lebenssituationen ähnliche Gedanken hat wie ich, dass er sich über ähnliche Dinge freut und ärgert, dass er ähnliche Dinge wie ich wichtig und unwichtig findet und dass es zwischen uns nur selten Missverständnisse gibt. Damit wird der Seelenverwandte für mich berechenbarer, so dass ich mich nicht groß anzustrengen brauche, um seine Bedürfnisse zu befriedigen und umgekehrt.

Auch mit einem Seelenverwandten wird es mal Streit und Auseinandersetzung geben, aber sicherlich deutlich weniger als mit einem Nichtseelenverwandten. Sonst würde ja nicht nur Seelenverwandtschaft sondern sogar -kongruenz vorliegen. Übrigens sehe ich keine scharfe Trennung zwischen einem Seelenverwandten und einem Nichtseelenverwandten; der Übergang ist eher fließend.

Also ich suche durchaus nach einer Seelenverwandten. Und je verwandter, desto besser.

@#3: Also das mit dem "Hair" halte ich jetzt doch für zu sehr überinterpretiert. Das ist an den Haaren herbeigezogen [sic!]. Und inwiefern sollte ein Zusammenhang zwischen deiner Schwangerschaft und dem Fluggast bestanden haben? Hast du etwa nicht gewusst, von wem du schwanger warst? :)
 
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  • #9
Berlinerin, 41 J

Wie der Name schon sagt - Seelenverwandtschaft.
Eine Partnerschaft sollte - jedenfalls meiner Meinung nach - aus Körper und Seele bestehen.

Gute Freunde können Seelenverwandte sein, Geschwister haben auf jeden Fall eine gewisse Art von Seelenverwandtschaft.
Von meinem Partner erwarte ich sowas nicht. Ist ziemlich unrealistisch, dass man den Seelenverwandten trifft, der einen auch optisch bzw sexuell anspricht, single ist und mit dem man sich ein harmonisches Zusammenleben vorstellen kann.

Ja, ich habe Seelenverwandte. Meine beste Freundin und mein Bruder. Wenn es dem anderen schlecht geht, spüren wir, dass wir anrufen müssen oder träumen, dass es dem anderen schlecht geht.

Das ist aber in einer guten Partnerschaft normal, dass man einen siebten Sinn füreinander hat, oder bin ich eine Ausnahme?

# 2 Vicki fand ich ganz gut zu dem Thema.
Solche Frauen kenne ich auch. Wer seit über 10 Jahren keine Beziehung gehabt hat, weil die Bewerber den Anspüchen nicht genügen konnten, wird wohl als einsame alte Frau enden.
Die Männer kriegen das mit und haben dann kein Interesse mehr.
Meine Freundin sieht inzwischen aus wie die klassische alte Jungfer und nun hat sie auch keine Bewerber mehr.... Hätte sie mal die 10 Jahre zwischen 31 und 41 genutzt.....

Fazit:
Ansprüche gut und schön, mit dem Partner muss man LEBEN können und nicht nur aus Seele bestehen... Schön, wenn man beides hat aber beides ist ein Geschenk, das nicht jedem vergönnt ist...
Und in ein und demselben Partner beides zu finden ist sicher möglich, aber man sollte sich schon als Teenager kennenlernen, um gemeinsam zu wachsen.

Die Flugzeuggeschichte war ein schönes Beispiel. #3 hätte den Mann sicher nicht als Partner in Betracht ziehen können.
 
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Solveigh

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  • #10
Ich glaube dran, zweimal habe ich diesen Menschen gefunden, die Mutter war es und mein jetziger Partner. Die Verbindung ist so innig, dass man spüren kann wie es dem Menschen geht. Hell sehen will ich nicht sagen, aber eine ausgeprägte telepathische Verbindung zu diesen Menschen sehr präsent ist und besteht.
 
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  • #11
Das gibt es, wer es kennen gelernt hat, weiß es.....
 
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  • #12
@#4 Da hast Du mir grad aus der Seele geschrieben :)
Auch ich hatte bisher zwei Erfahrungen mit sogenannter Seelenverwandtschaft, die eine ebenfalls mit zwanzig, der superkomplizierte Kontakt hält bis heute, auch wenn wir aus diversen Gründen nie ein Paar wurden ... Den anderen Seelenpartner traf ich hier vor ein paar Wochen - und die Nähe, die zwischen uns gleich beim ersten Treffen bestand und die wir beide wortgleich als "wir kennen uns schon seit mindestens zwanzig Jahren" formulierten, war schon sehr extrem. Ich hatte stets das Gefühl zu wissen, was er im nächsten Moment sagen wird, ich habe stets das gedacht, was er sagen wollte, bevor er es wirklich aussprach. Leider hat diese enorme Nähe dazu geführt, dass es die Sache sehr kompliziert machte - ich kannte dieses Gefühl schon von früher, deshalb hat es mich vielleicht weniger erschreckt, aber stark verunsichert und Fehler machen lassen. Er - nachdem er diese Form von Nähe zunächst zugelassen und gespürt hatte - fühlte sich damit total verwirrt und absolut überfordert und hat seinem Pragmatismus die Führung überlassen und die Sache beendet. Und das schmerzt, denn diese Nähe ist so selten und deshalb so enorm wertvoll - und er kann es einfach nicht zulassen. Und ich spüre seinen Schmerz, das macht es eigentlich noch schlimmer ...

ps. Erich Fried war beim ersten Mal schon mein Trost und ist es dieses Mal wieder. Ein Tipp für alle Leidgeplagten ...
 
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  • #13
Ich suche nicht nach einer Seelenverwandtschaft - worüber sollte ich mich denn mit mir unterhalten?

Und wenn ein Mann in mir seine Seelenverwandte erkennen würde? Panik! und Flucht.

Ich will überhaupt nicht dauernd dasselbe fühlen und empfinden wie mein Gegenüber, ich suche Anregung, Harmonie, Reibung, andere Interessen, Anziehung, Herausforderung.
Der Langeweile einer manipulativen Seelenverwandtschaft fühle ich mich nicht gewachsen!
7E21B7D0
 
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  • #14
@#7 es kann schon sein, dass ein Teil von ihm (Seelen teilen sich mitunter) in der Tochter weiterlebt. Würde mich nciht wundern, wenn es das Kind früher (Schüleraustausch o.ä.) oder später in die USA bzw. nach New York zieht!
 
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  • #15
zu @ 11 und @ 4

die 11 könnte ich selbst geschrieben haben,denn bei mir liegt es auch ein paar Wochen zurück,dass ich ihn hier im Forum kennenlernte.Es war eine kurze und sehr intensive Beziehung.Keine Minute möchte ich missen.Plötzlich schien es ihm zu nah zu werden.Er hatte vieles an schlechten Erfahrungen mit Frauen,auch hier bei EP,seine letzte Beziehung nicht verarbeitet.Ich glaube,er wollte mich für einen anderen freigeben.In mir verändert sich unglaublich viel,seitdem er mir begegnet ist und ich bin dankbar,dass ich ihn wenigstens für kurze Zeit in meinem Leben hatte,sehr dankbar !
Wie 4 und 11 andeuten,leichter ist so eine Beziehung keinesfalls.Ich konnte gar nicht anders,als mich auf ihn einlassen,obwohl er 15Jahre jünger war und noch die Ferne mitspielte.
Es geschah einfach.Es war das Schönste,was ich bisher in meinem Leben erlebt habe.So eine innige Verbundenheit.
 
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  • #16
@#8 also zu meinen Brüdern habe ich gar keine Seelenverwandtschaft. Im Gegenteil, der eine ist mir so fremd und umgekehrt, dass wir uns beide wundern, dass wir gemeinsam aufgewachsen sind, die selben Eltern haben. Ansonsten kenne ich das auch, dass man von einander träumt oder spürt, etwas ist nicht in Ordnung!

Diese Nähe und Verbundenheit kann tatsächlich beängstigend sein oder werden. Meine erste große Liebe (es kam zum Glück noch eine danach und alle guten Dinge sind 3) hat sich nach 18 Jahren deswegen getrennt, er konnte diese Nähe und Verbundenheit nicht mehr ertragen. Fühlte sich emotional fremdgesteuert, in seinem Empfinden unfrei....

Kann verstehen, dass sich jemand, der das zuvor noch nie erfahren hat, emotional überrollt fühlt und die Flucht ergreift ;-) Schade, aber nicht zu ändern.
 
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  • #17
Seele, egal in welchem Zusammenhang, ist mir erst mal verdächtig. Kennst du die russische Seele?
Ich könnte mir das so vorstellen, wo sonst nichts ist könnte noch eine Seele sein. Und es bedarf nur der Phantasie daraus was Bedeutungsvolles zu machen. Also weder Reichtum, Ruhm dank großer Taten oder sonst was Ehrenhaftes sind die Maßstäbe, nein es ist die gutmütige Seele z.B. eines Säufers.
Kannst damit was anfangen?.
 
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  • #18
Ich glaube auf jeden Fall an Seelenverwandtschaft. Ich habe auch schon ein paar Mal solche Menschen kennengelernt. Leider waren wir meist aus familiären Gründen nicht in der Lage eine Partnerschaft aufzubauen, in diesem Moment. Es ist einfach ein sehr ähnliche Art des Denkens und Fühlens. Man versteht sich dann meist ohne Worte.
 
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  • #19
@#11: Ich fühle mich ertappt von Dir; Deine Beschreibung könnte ebenso gut auf mich zutreffen. Auch ich habe mal einen Kontakt beendet, der eigentlich schon etwas länger als nur ein paar Wochen bestand... Ich bin mir in diesem Augenblick tatsächlich vorgekommen wie ein Bärchen, dass sich getrollt hat, nachdem es manches an den Kopf geworfen bekam. Bei mir war es leider auch eine "pragmatische" Einstellung ("O je, ich hab's vermasselt, das wird nix mehr, also..."), die ich nachher bedauert habe und rückgängig machen kann man das ja dummerweise nicht mehr...
ich hatte Ihr zwar einmal (nicht nur) meine E-Mailadresse gegeben, kann es Ihr aber nicht verdenken, dass Sie sich nicht mehr bei mir gemeldet hatte.
...Du bist so richtig "hartherzig";) ...
 
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  • #20
Also so wie es sich von denen die anscheinend schon öfter Ihren Seelenverwandten gefunden haben anhört, gibt es nur temporäre Seelenverwandtschaft :) Was mich wiederrum glauben lässt, das das nur eine stärke Verliebtheit in den Partner war.....
 
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  • #21
Seelenverwandschaft, energien die fast im gleichen Takt existieren, die gibt es.
Sogar sehr häufig! Nur hält uns der Allttag oder gegenwärtige Probleme oft davon ab es zu sehen und wahr zu nehmen!! Der Mensch wird heute mit so vielen Eindrücken (TV...) beworfen das die meisten es noch nie konnten oder nur schwer können das feingefühl im Blick wahr zu nehmen und zu verarbeiten.
Manchmal gibt es auch Energien die älter sind wie das was sie zum Außdruck bringen und einfach existieren weil sie das Feingefühl nicht vergessen haben! Gruß an Euch, By Marc.S
 
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  • #22
#11 an #18
Meinst Du mit dem "hartherzig" mich ??? Das verstehe ich nicht, oder habe ich da etwas mißverstanden? Ich habe doch den Kontakt nicht beendet, sondern er. Übrigens mit der Aussage, "er habe sich an mir verbrannt und möchte das nicht nochmal erleben" - was auch immer das bedeuten soll ... Aber mir geht es ähnlich, nur dass ich eben dieses schon einmal vor fünfzehn Jahren erlebt habe und deshalb besser damit umgehen kann ... Weh tut der Abstand trotzdem, aber wenn ich mich in ein paar Wochen stark genug fühle - da bin ich mir inzwischen sicher - werde ich mich nochmal bei ihm melden und ihm zumindest sagen, dass ich hoffe, er kann dieser Nähe auch etwas Gutes abgewinnen ...

zu #19
Ja, es kann mehrere Seelenverwandte geben, davon bin ich inzwischen auch überzeugt. Aber diese ist nicht "temporär". Man kann einen Seelenverwandten nicht verlieren. Zu meinem ersten Seelenverwandten hatte ich über zehn Jahre keinen Kontakt, aber er war immer da. Vor ein paar Monaten habe ich mich bei ihm wieder gemeldet und es war wie einst, wir wußten alles voneinander, ohne uns irgendwelche Details der vergangenen zehn Jahre erzählen zu müssen. Und obwohl ich mich in dieser Zeit sehr verändert habe, er kennt mich immer noch in- und auswendig. Nein, Verliebtheit ist es nicht - das hier fühlt sich anders an, es ist stärker und anders als das. Und in ihn bin ich schon lange nicht mehr verliebt.
 
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  • #23
@#11: "Hartherzig" wärest Du allenfalls gewesen, als Du tatsächlich ziemlich treffend beschrieben hast, wie es mir auch einmal von dieser Seite aus als Mann ergangen ist (mich also "ertappt" hast). Hast Du insofern missverstanden, wenn es Dich beruhigt. Dass Du nicht Diejenige warst, die den Kontakt bendet hat, ist bei mir schon angekommen; deswegen bist Du natürlich nicht hartherzig (Okay, schlechter Scherz...). ....das sitzt noch ziemlich tief, wie ich sehe.

T(43)
 
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  • #24
Ich entdecke diese Seelenverwandtschaft eigentlich in jedem Mädchen, das ich kennenlernen möchte. Meine beiden Beziehungen waren stets davon geprägt. Liegt wohl auch daran, dass ich ein Empath bin, der sich die Liebe danach aussucht...
 
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  • #25
#21 an #22
Sorry, es sitzt wirklich noch sehr tief, war erst vor einer guten Woche ... Hast mich so gesehen auch ertappt :))) (oder den Wunden Punkt getroffen, wie es so schön heißt ...) Es bleibt der fahle Nachgeschmack, alles falsch gemacht zu haben, mal wieder zu ungeduldig gewesen zu sein und gern vieles rückgängig machen zu wollen ... Aber ich weiß, dass das nicht möglich gewesen wäre, wir sind den einzigen Weg gegangen, den wir gehen konnten ... Vielleicht sollte ich ihm das nochmal schreiben, meine letzte mail (nachdem er sich von mir verabschiedet hatte) war - glaube ich - ganz schön hart ... Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt :) - und wenn es ihm auch nur annähernd so ging wie mir, bleibt uns vielleicht in aller Kompliziertheit ein Weg, wer weiß ... (ich hoffe nur, es dauert nicht wieder zehn Jahre, wie bei meiner ersten Seelenverwandtschaft) --- wie hast Du das alles "überstanden" ??? Vielleicht kennst Du ja ein Allheilmittel *g*
 
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  • #26
@#24: ...Allheilmittel...? *phphphphfft! (wie Pferd :) )* Na, Du fragst mich ja Sachen...ich bin auch nur einer, der mit Wasser kocht, abwartet und Tee trinkt oder so...oder so ähnlich.
"...Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,
die Menschen zu bessern und zu bekehren..."
Also wie Du siehst, bin ich auch nur ein einfaches Gemüt, dass sich so durch's Leben schlägt. Gab schon Schlimmeres... "Überstanden" habe ich es zwar schon, aber irgendwie ist auch bei mir ein "fahler Nachgeschmack" geblieben, denn im Grunde genommen ist das ja zu Ende gegangen wie bei einem Auto, das gegen den Baum gefahren ist. Und ob das immer so "der einzige Weg ist, den man gehen kann"? Na - ich weiss nicht ;)
Mach's Dir erst mal gemütlich (wenn's geht) und lass Deine Seele erst mal ein bisschen baumeln (im guten Sinne)

T(43)
 
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  • #27
@#24: Was blockiert Dich oder Deinen potentiellen Partner denn eigentlich? Kannst Du Dich denn nicht mit Ihm mit vernünftig auseinandersetzen im Sinne von Ursache erkennen, nach Möglichkeit beseitigen und Eure Kommunikationsprobleme lösen. Wahrscheinlich hört sich das jetzt ziemlich kalt, technokratisch und kopflastig an, wenn ich jetzt auf einen Artikel anspiele, den ich in einer XING-Gruppe für Projektmanagement (bin dort Premiummitglied) gelesen habe und den ich eigentlich ganz klug fand("sozialeEnergie, "Methode "Bridge4Motivation" ,"martinmoss" (Moderation: bitte nicht kürzen). Na ja, und da habe ich halt an Dich gedacht. Könnte es nicht sein, dass Du sehr hohe Erwartungshaltungen und Emotionen an Deinen Seelenverwandten hast, der Dir gerade gegenübersteht? Auch wenn man sich grosse Mühe mit dem Kennenlernen gibt, so wirken Emotionen manchmal eher störend, wenn sie zu grossen Hoffnungen und damit auch grossen Erwartungshaltungen führen, mit denen das Gefühl für den anderen überdeckt wird. Mit anderen Worten: Emotionen schreien die mitunter sehr leise Stimme des Gefühls (die Stimme der Seele)in Grund und Boden, so dass es sich nicht mehr orientieren und entwickeln kann. Und sich Dein Seelenverwandter womöglich überfahren fühlt...
Wie seid Ihr denn vor Deiner letzten Mail mit Euren Problemen umgegangen? Das ist ja auch so ein Punkt, den ich im Moment nicht einordnen kann und der ja nicht unwichtig ist. Ich schätze die Situation so wie üblich ein, soll heissen: Irgendwie schien irgendein Problem zunächst nicht so wichtig zu sein, dann ist es irgendwie aufgelaufen/hat genervt und irgendwann ist dann irgendwer wie eine Bombe explodiert, stimmt's? (da hab' ich Dich jetzt in Verdacht...) Mir geht's ja manchmal noch genauso, aber ich denke, dass mich dereinst wohl die Weisheit des Alters doch noch erreichen wird ;)
T(43)
 
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  • #28
Ich habe hier vor ein paar Monaten meinen Seelenpartner kennen gelernt. Wir hatten das Gefühl, uns schon ewig zu kennen. Bei mir war es, als würde ich die Verliebtheitsphase gleich überspringen und ihn sofort lieben. Er hat es wohl etwas anders gesehen und ich denke, ihm hat diese Nähe auch Angst gemacht. Er hat sich von mir getrennt.
Ich habe aber noch einen Seelenpartner, wir sind kein Paar im herkömmlichen Sinn und waren es auch nie, trotzdem sind wir uns beide einig, dass unsere Beziehung etwas wertvolles und Besonderes ist. Wir wissen immer, wenn es dem anderen gerade nicht gut geht und helfen uns (in Gesprächen, denn wir wohnen über 200km auseinander) so gut wir können.
 
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  • #29
Lieber T(43),
wow, das hat Dich aber sehr beschäftigt :)
Okay, also mir ging es so: ich las sein Profil und fühlte mich sofort angesprochen - schrieb ihm also. Er antwortete - ich sah sein Foto und fühlte mich direkt "angeschaut" (ich weiß, das klingt sehrsehr komisch, habe es aber wirklich so empfunden), las seine mail und fühlte mich emotional! sofort angesprochen (und sonst brauche ich sehr lange für solche Dinge). Nach ein paar mails mit immer den richtigen Worten ein Telefonat - er sprach das aus, was ich dachte. Unser erstes Telefonat dauerte drei Stunden und es war schon hier das Gefühl, wir würden uns ewig kennen, als wäre dieses Telefonat das normalste der Welt, als würden wir das jeden Tag machen. (Er erzählte mir später von sich aus - ohne dass er meine Seite kannte - ihm ging es mit allem genauso, er hatte die gleichen Gedanken und Gefühle.) Also erstes Treffen vereinbart - unsere Erwartungen und Bedenken am Telefon besprochen, wir waren uns völlig eins. Gesehen und gefunkt, wie es so schön heißt. Dabei war er am Anfang derjenige, der von seinem Bauchgefühl sprach, der mir ganz klar zu verstehen gab, dass ihm das hier sehr viel bedeute, die Verbundenheit und Vertrautheit zwischen uns betonte - und obwohl ich eigentlich ein sehr skeptischer und zweifelnder Mensch bin - wenn ich mit ihm zusammen war, war alles ganz klar und einfach. Da gab es kein Wenn und Aber, keine Diskussionen. (Dabei war ich nicht blind, sondern habe durchaus auch seine Ecken und Kanten gesehen, aber ich für mich hatte mich bewußt entschieden, mich darauf einzulassen und mehr daraus werden zu lassen. Ihn zu nehmen wie er ist und gemeinsam einen Weg mit ihm zu gehen. Eben weil dieses Gefühl der Verbundenheit soviel mehr wert ist als alles andere.) Und dann verbrachte ich ein WE bei ihm, das emotional sehr nah und intensiv (nein, kein Sex :) und auch für mein Empfinden schon viel zu viel war und mich und ihn absolut überfordert hatte - da hätten wir reden müssen, da hätte ich die Kontrolle bewahren und nachhaken müssen, denn ich habe gespürt, dass es ihm ebenso ging wie mir. Ich habe seine Angst gespürt und seine Zweifel. Jedes einzelne seiner Gefühle ... Ich hätte die Stärkere sein und das Ganze thematisieren müssen, weil ich wußte, dass er es nicht konnte. Darin sehe ich meinen "Fehler" - aber ich konnte in dem Moment eben auch nicht, weil ich es nicht zergrübeln und mit meiner eigenen Angst nicht zerstören wollte ... Und nach dem WE kam von ihm das große Schweigen - und ich wußte, was es bedeutet, ich habe es sofort gefühlt. Und dann habe ich Panik bekommen und Fehler Nr. 2 gemacht - ich habe ihn gedrängt, habe ihm gesagt, was ich für ihn empfinde, wo ich stehe - und er mußte eine Entscheidung treffen (okay, er hätte auch um Bedenkzeit oder ein Gespräch bitten können, tat er aber nicht). Er schrieb mir eine mail!!! Er entschied sich, sich komplett zurückzuziehen mit der Begründung, er habe sich überrannt gefühlt von seinen Gefühlen. Er habe mir nichts vorgemacht, die Gefühle seien da, aber sie reichen ihm nicht, er habe zu viele Zweifel, sei zu kompromißlos, noch nicht bindungsbereit usw. Er wüßte eigentlich auch nicht so recht, was es sei, aber er denke und fühle, es sei besser, es jetzt zu beenden, bevor es noch komplizierter werde und obwohl es ihn sehr schmerze! Da habe ich dann komplett blockiert - vor allem aufgrund der offensichtlichen Endgültigkeit seiner Entscheidung -, denn eigentlich gehöre ich zu den Menschen, mit denen man immer über alles reden kann. Und dass er in diesem Moment nicht mit mir redet, nicht das gemeinsame Gespräch sucht, sondern sich einfach so zurückzieht - ja, das hat mich aufs Tiefste verletzt. Darin sehe ich meine Erwartungshaltung (und in diesem Sinne auch meine "Schuld"), ich finde, wenn man einen gemeinsamen Weg gehen möchte (vorausgesetzt man möchte wirklich), dann gehören die Dinge gemeinsam geklärt und besprochen. Er hätte ja auch aussprechen können, er möchte es gern erstmal für sich klären - ich hätte ihm alle Zeit der Welt gegeben, aber er hatte seine Entscheidung für sich bereits getroffen ... Ich ahne, was Du antworten wirst (Du hast es ja schon gesagt, "große Erwartungshaltungen und Emotionen") und wahrscheinlich hast Du recht, aber auch ich bin nur ein Mensch mit meinen eigenen Erfahrungen und Ängsten und Zweifeln und definitv nicht perfekt :) Klar, jetzt, zwei Wochen später würde ich einiges anders machen - hinterher ist man immer schlauer ... Der Verlust schmerzt nach wie vor, ich weiß inzwischen, dass es endgültig ist. Meine bisherigen Erfahrungen in der Liebe haben mir gezeigt, dass es einfacher ist, wenn es kein "Seelenverwandter" ist, weil man freier in seinen eigenen Entscheidungen ist und nicht ständig das Gefühl hat, nur den einen vorgegebenen Weg gehen und nicht mehr frei wählen zu können. Dieses Gefühl hatte ich die ganze Zeit und das ist es, was es (wie oben schonmal jemand geschrieben hat) so unheimlich kompliziert gemacht hat ... Auch wenn das jetzt total absurd klingt ....

Wenn Du magst, schreib mir doch mal, warum es bei Dir so gegen den Baum geknallt ist :)
lg S(32)
 
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  • #30
Hallo S(32),
tut mir leid, dass es jetzt doch etwas gedauert hat. Natürlich schreibe ich Dir und Du brauchst auch keine Angst haben, dass Du zerpflückt wirst oder ähnlich Unliebsames…Aber nun in Kürze zu mir, warum das so geendet hat wie bei einem Auto, das gegen den Baum gefahren ist. Der Kontakt war zu diesem Zeitpunkt schon einige Monate „alt“ und ich habe Ihr oft und viel geschrieben. War eigentlich eher fast schon einseitig von mir, aber nun gut, ich mochte sie halt irgendwie. Na ja, auch ich habe Ihr so manchen Schwank aus meinem Dasein erzählt , auf den ich eigentlich auch nicht so unbedingt stolz war. Sie hat das, was ich geschrieben habe, schon kritisch hinterfragt, was ja schließlich auch nix Ungewöhnliches ist. Und bei einigen meiner Mails dachte ich mir schon:“O je, oje…“ Ich hatte eigentlich schon zu diesem Zeitpunkt erwartet, dass da wohl keine Antwort mehr kommen würde, aber stattdessen…Auch keine vorwurfsvollen Fragen oder Ähnliches, nichts – einfach nichts dergleichen! Was schon mal einigermaßen wohltuend war. So habe ich zu Ihr entgegen meiner sonstigen Art relativ schnell Vertrauen gefasst. Ich habe mich einfach angenommen und akzeptiert gefühlt und hätte gerne auch dasselbe für Sie getan. Vor allem, da Sie andeutete, dass es Ihr nicht immer gut ging. So habe ich mir Sorgen gemacht. Ich hatte immer den Eindruck, dass es bei Ihr vielleicht doch einen dunklen Punkt gäbe, mit dem Sie sich gerne jemandem anvertraut hätte, sich aber wohl doch davor ein wenig fürchtete. Eines Tages schrieb ich mal einen Forumsbeitrag, der so manches Gemüt ein wenig erhitzte und damit begann das Unglück seinen Lauf zu nehmen. Denn damit war Sie ganz und gar nicht einverstanden und wer weiß, vielleicht war das auch ein wunder Punkt von Ihr (von mir halt leider auch…). Zusammen mit der Tatsache, dass ich Ihr dann ziemlich oft geschrieben hatte, habe ich damit wohl das „Kraut ausgeschüttet“, wie man so schön sagt. Jedenfalls gab’s eine gewaltige Beschwerde (milde gesagt) und was darin stand, schreibe ich jetzt lieber nicht. Bedingt vielleicht auch dadurch, dass ich meinen Persönlichkeitstest dementsprechend abgeändert habe, was ich ohnehin besser bleiben gelassen hätte. An einem Kontakt schien dann wohl kein weiteres Interesse vorhanden zu sein, abgemeldet hätte Sie sich ohnehin ein paar Tage später und so habe ich Ihr noch einmal eine kurze Mail zum Abschied geschickt. Aber gelöscht habe ich Sie erst ein paar Tage später, da meine Mail nicht mehr gelesen wurde, was sonst nicht Ihre Art war, wenn Sie gerade eingeloggt war. Und so habe ich einfach einen gewissen Pragmatismus freien Lauf gelassen und „Klar Schiff“ gemacht. Mein Spaß hielt sich dabei allerdings in Grenzen und bei näherem Hinsehen hatte sie es menschlich gesehen ja eigentlich auch nicht verdient… Passierte an einem Tag, an dem gerade alles schiefging, was nur schief gehen konnte – Murphy’s Law eben. Ja, gut - da hätte ich derjenige sein müssen, der besonnener reagieren hätte sollen. Wie Du siehst: auch bin nur ein einfaches Gemüt mit meinen Schwächen und Unzulänglichkeiten. Mir geht es da auch nicht anders wie Dir. Und mit Deinen Zweifeln tröste Dich insofern, als nur dumme Menschen niemals zweifeln…
Mir ist es in früheren „Jahrhunderten“ auch einmal so ergangen, dass ich einmal ausserstande war, eine (Fast-) Beziehung weiterzuführen. Da war ich gerade ein Vierteljahrhundert alt. Bei mir war der Grund, dass ich selbst gerade etwas unglücklich verliebt war; dumm gelaufen also… Auch ich habe mich zurückgezogen, weil ich erstmal meine Ruhe brauchte. Und in dem Stadium eine Beziehung eingehen – ob das was geworden wäre…? Okay, lässt sich im Nachhinein nicht mehr sagen… Wie es Ihm ergangen ist, kann ich zwar aus der Ferne vielleicht nicht beurteilen. Du schreibst aber „Er wüsste eigentlich auch nicht so recht, was es sei,…“: kann es sein, dass Er Sozial – oder Bindungsphobien irgendwelcher Art hat? Deine weitere Beschreibung seines Verhaltens wirkt auf mich so. Auch mir erging es lange Zeit einmal so und ich wusste auch nicht, was das war. Merkt man als Betroffener vielleicht auch nicht gleich und besonders angenehm ist es auch nicht, sich das eingestehen zu müssen. Noch einmal: Könnte das bei Ihm der Fall gewesen sein? Denn dann kann es schon sein, dass sein Kontaktabbruch tatsächlich nichts mit Dir zu tun hatte. Bitter ist für Dich natürlich, dass Du trotzdem mit dem Ergebnis leben musst. Und in einem solchen Fall hätte Dir tatsächlich nur gelassenes, behutsames Vorgehen häppchenweise mit Gefühl geholfen (bitte nicht mit Gefühlen (aber das ahntest Du ja schon…)!)…Sehr hilfreich zum möglichen Verständnis könnte für Dich das Buch „Frei von Angst und Schüchternheit. Soziale Ängste besiegen – ein Selbsthilfeprogramm“ von Barbara und Gregory Markway (Beltz Verlag) sein.
Weißt Du, mit der Seelenverwandtschaft sehe ich das als einfaches Gemüt (dachtest Du Dir wahrscheinlich auch schon) auch nicht so…o streng. Würde so etwas tatsächlich zutreffen, dann freue ich mich zwar. Aber als Mensch unterliegt man letzten Endes doch immer wieder irgendwelchen Lernprozessen. Da wäre wohl eher die Devise „Leben und leben lassen“ geboten, mit der Vorstellung eines vorgegebenen festen Weges könnte ich mich ehrlich gesagt, auch nicht anfreunden, da man sich sonst aufgrund einer solchen Festlegung den dringend notwendigen Freiraum persönlicher Entwicklung nehmen würde. „Kompliziert“ ist wohl lediglich daran, zu glauben man müsste sich mit seinem Gegenüber gemäß einem bestimmten festen Schema verhalten, weil man glaubt, ihn sonst letztlich zu verlieren. Und lebt sich dann doch auseinander, auch weil man merkt, dass man zu ersticken beginnt. Ich rede da aus Erfahrung; in meinem Geschwisterkreis wurde eine von zwei Ehen aus diesem Grund geschieden. Ist jedenfalls nicht so absurd, wie es sich zunächst anhört.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig behilflich sein.
VG

T(43)
 
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