• #1

Gibt es sowas wie 10 Regeln auf dem Weg zum Traumpartner?

Ich bin seit 2 Jahren Single. Single definiere ich dabei als Beziehungsstatus, in dem nicht mit einem Partner zusammenwohnt. Affären lass ich mal aussen vor. Ich bin in der Zwischenzeit doch einigen Männern begegnet, die sich durchaus für mich interessierten und ich war auch nicht abgeneigt, aber es fehlte eben immer das gewisse ETWAS. Nun meinte meine beste Freundin (die seit 3 Jahren mit Ihrem Partner zusammenlebt), dass ich mich eben an gewisse Regeln beim Kennenlernen oder dem Flirten halten müsste, damit ich die "richtigen" "interessanten" Männer anziehe. Beim genaueren Nachfragen wusste sie jedoch auch nichts allzu Konkretes ausser: Sich einladen lassen, Warten bis er Sich meldet, Sich bis zu 3 Tage NICHT melden, Verlustangst erzeugen durch Erwähnen von weiteren Verehrern...Ich halte da zwar nicht sonderlich viel von, aber mich würde mal eure Meinung interessieren. Hat hier jemand schon über so bestimmte REGELN seinen Traummann gefunden??
 
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Gast

  • #2
Nein, ich bin immer autenthisch geblieben. Ich mag solche Spiele nicht.
Ob das gut ist, kann ich nicht sagen.
Aber warum sollten solche Spielereien denn zum Traumpartner führen?
Was soll daran denn funktionieren - das muss mir mal jemand erklären.
w 44
 
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Gast

  • #3
Die FS meint wahrscheinlich The Rules... so heißt das glaube ich, ist leicht zu googlen.

Dazu gab es schon einige Beiträge hier. Einfach mal stöbern.

Aus Erfahrung, es sind keine Spielchen, es sind Anregungen zu selbstbewußten Handeln und "taktischen" Vorgehen. So was haben Männer auch, die mögen bloss nicht darüber reden und würden es niemals zu geben :).
 
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Gast

  • #4
Ja glaubst du denn, wenn du diese Regeln einhalten würdest, wäre ein unpassender Partner plötzlich passender? Blödsinn, sei wie du bist und entweder es klappt oder es klappt nicht. Der Knackpunkt ist doch der, dass der Richtige dir über den Weg laufen muss, wenn er das nicht tut, helfen dir alle regeln nichts.
 
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Gast

  • #5
Hallo liebe FS,

bitte lies Dir mal das Buch: Die Kunst den Mann für´s Leben zu finden von Ellen Fein, Sherrie Schneider durch. Dieses Buch ist wirklich gold wert und wird Dir sicher weiterhelfen!!! Viel Glück w,34
 
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Gast

  • #6
Ja, es gibt einige Regeln auf dem Weg zum Traumpartner:

1. Aufrichtig sein
2. zunächst mit sich selbst
3. selbstverständlich auch mit dem Mann (und anderen Menschen dieser Welt)
4. KEINE Spielchen (nach dem Motto: "Um den Mann zu ködern, mach dich rar!"
5. so gegenwärtig als möglich sein ("Was ist jetzt? Wie fühle ich jetzt? Was tut er jetzt?")
6. Übertragungen erkennen und auflösen (erkenne und vermeide "Es/er fühlt sich an wie damals, also IST es so"!)
7. Wünsche, Bedenken, Bedürfnisse aussprechen (ohne den Anspruch, dass ER sie erfüllen solle.)
8. Bei Unsicherheit nachfragen
9. Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation
10. viel gemeinsames TUN
11. Sich immer wieder Zeit für sich alleine nehmen, zu sich selbst kommen und dann wieder gemeinsame Zeiten verbringen
12. Ihn teilhaben lassen an dem, was dir wichtig ist (ihm deine Bücher ausleihen und du seine, seine und deine DVDs gemeinsam anschauen, ihn zu deinem Hobby mitnehmen und bei seinem anwesend sein etc. etc. um zu schauen, ob's passt oder nicht)
13. ZEIT nehmen, auf dich hören und nichts überstürzen, aber auch nichts aus Furcht hinauszögern, also: aufrichtig sein (siehe Punkt 1 oben und dann das Ganze von vorne, wieder und wieder und wieder).

Viel Glück!

w,57
 
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Gast

  • #7
Liebe FS,

da sind aus meiner Sicht zwei Dinge voneinander zu unterscheiden: das eine ist, ob du einen Mann wirklich spannend findest, dich in ihn verliebst oder dir das vorstellen kannst, ob da das von dir angesprochene ETWAS ist. Und das andere ist, wie du dann mit diesem Mann auch zusammenkommst und zusammenbleibst.

Ich hatte auch erst große Vorbehalte gegen das Buch "Die Kunst den Mann fürs Leben zu finden". Jetzt habe ich es mal mit Ruhe und Offenheit gelesen. Mal abgesehen von diesen amerikanischen Vorstellungen, dass das eigentliche Ziel immer die Heirat ist - ich finde dieses Buch ausgesprochen nützlich. Weil es eben das Selbstbewusstsein von Frauen stärkt, Frauen darin bestärkt, einem Mann nicht hinter her zu laufen und auch Grenzen zu ziehen. Bin auch gerade dabei, einiges auszuprobieren, mit erstaunlichen Ergebnissen. ABER: das geht nur auf der Basis des gewissen ETWAS.

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #8
Wir wissen nie ob es der/die Richtige ist,wenn die Grundparameter stimmen-sollte man einfach den Start wagen und nicht ständig nach neuen NoGo´s beim Anderen zu suchen.Eine Partnerschaft lebt vom aufeinander zu gehen,entwickeln,von gemeinsamen Zielen&Träumen-wenn wir ein event.Ende schon an den Anfang stellen,braucht man sich nicht zu wundern-daß es nie klappt.Gemeinsam empfinden und vorwärts bringen und nicht immer nur nach dem schon vorhandenen Schauen. Wir schaffen uns in unserem Leben vieles,obwohl wir wissen,daß irgendwann der Tod kommt und trotzdem lohnt es sich dies zu tun!Viel Glück

m48
 
  • #9
Es gibt eigentlich nur eine goldene Regel:

Bleib Du selbst, spiele keine Rolle und nicht mit den anderen Menschen.

Alles andere macht gute Geschäfte, nicht mehr. Hätt sich meine Liebste in der kennenlernphase einfach so 3 Tage lang nicht gemeldet wärs das sicherlich gewesen.

Ellen Fein ist übrigens wieder geschieden, soviel dazu den Mann fürs Leben zu finden. Bei Ihr hats damit offenbar nicht geklappt.
 
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Gast

  • #10
So einfach ist es leider nicht. Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, die jederzeit und für jeden gelten.
Aber die Auflistung von #5 ist schon sehr gut. Das würde ich auch voll unterschreiben. Damit macht man nichts verkehrt.
 
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Gast

  • #11
Sorry, aber "The Rules" schliessen die Authentizität gar nicht aus! Es geht dort mehr um Verstand und .. Anstand: z.b. dass die jeweilige Person nicht unter Druck gesetzt wird usw. Ich würde das Buch doch einmal lesen, danach kann man sich pro oder contra entscheiden. Die (mehr als 10) Regeln sind bereits vorhanden und die funkionieren. w,35
 
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Gast

  • #12
Ja, ja, die berühmten "Omma-Regeln". Bei uns waren sie ja fast out, jetzt kamen sie über den Umweg Amerika tatsächlich wieder zu uns. Diese Regeln haben schon zu Omma´s Zeiten nicht funktioniert, und das tun sie auch heute nicht. Sie zielen darauf ab, den Anderen zu manipulieren. Erstens funktioniert das nicht, und zweitens hätte Frau nicht viel davon. Denn wie soll es wohl weitergehen, wenn der manipulierte Mann "erlegt" ist und dann merkt, wie sehr er manipuliert wurde? Glaubst Du im ernst, daß er Dir dann dankbar und verzaubert in die Arme sinken wird? Nein, meine Liebe! Er wäre wohl vor allem verärgert und maßlos enttäuscht.

Zu diesen Omma-Regeln gehören Ratschläge wie:
1. ein Treffen nach spätestens 2 Stunden beenden
2. ab Mittwoch keine Verabredung mehr für´s Wochenende annehmen
3. Tage lang den Telefonhörer nicht abnehmen, wenn er anruft

Interessant ist, welche Tipps die Pick-up-artists dazu entwickelt haben :
Zu 1. Am gleichen Abend nacheinander mit 2 oder sogar 3 Frauen verabreden.
Zu 2. "Ja, ich musste ja mit einer Anderen ins Theater, weil ich die Karten erst am Freitag..."
Zu 3. Er ist dann auch nicht erreichbar, macht halt etwas anderes.
Ach ja, "Jemand Anderen erwähnen" können die übrigens auch...

Das Ganze führt bestenfalls zu einem Kampf der Rechthaber, aber bestimmt nicht zur großen Liebe.

Die besten Tipps sind tatsächlich die von #5, glaube es mir.
 
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Gast

  • #13
Bei den RULES geht es nicht darum, den Mann zu manipulieren, sondern darum, vom Klammern wegzukommen und vor allem herauszufinden, wie ernst Er es mit Dir meint. (Lies mal das Buch, dann kannst Du entscheiden, ob das was für Dich ist.)

Ansonsten gilt: Wenn Du ein Spiel spielst und manipulierst, spielt der Mann SEIN Spiel. Und da bleibst Du (sensibel, wie Du offensichtlich bist) ganz sicher auf der Strecke.
 
  • #14
Ich glaube, all diese Regeln sind in ihrer Gesamtheit Mumpitz.

Halt Dich lieber an
+ Authentizität (keine Rolle spielen, nicht extra warten, nicht schummeln, nichts vorspielen)
+ Integrität (lebe Deine eigenen und die anerkannten Wertvorstellungen)
+Kompatibilität (überprüfe auch mit dem Kopf, ob es wirklich passen könnte)
 
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Gast

  • #15
Wenn man liebt muß man nicht arbeiten, es kommt alles wie es kommen soll.Fühlen sich beide so, dass es passen könnte läuft alles von selbst. Un wenn es nur eune schöne Romanze wird ,dann ist es auch gut.Ich habe bis heut noch nie groß nachgedacht, wie ich es richtig machen sollte, habe auch oft Pech (oder Glück ) in Beziehungen gehabt. Glück , weil jede Beziehung bereichert, und ich gern daran zurückdenke. Bei zu viel Krampf und Nachdenkerei kommt auch nicht mehr heraus.
 
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Gast

  • #16
Ja, ja.

Ich habe es wie #5 gehalten, bemerk(t)e jedoch, daß ich ganz schön "bearbeitet" werde:
Abstand durch Krach / Exit - Entschuldigungen - neue Planungen - bevor diese dann wieder umgesetzt wurden oder während dessen: Exit, usw., usw.

Hinweis auf Bindungsängste und wieder "große (Rück-)Eroberungsversuche mit Rosen, Einladungen u. dgl. mehr.

Ganz schön anstrengend...

Ich bleibe nun authentisch und belasse es beim "Aus", oder?
 
G

Gast

  • #17
Ich habe hier über irgendwelche Regeln noch keinen Traumpartner gefunden, weil ich keine Regeln anwende! Gib dich so wie du bist, scheue dich nicht zu hinterfragen, wenn etwas unklar ist! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich viele hier von zu vielen Fragen genervt und überfordert fühlen und Männer hier eh nicht die großen Schreiber sind! Für mich gehört aber eine gute, intensive Kommunikation einfach zum Kennenlernen, bevor man sich trifft.
Außerdem möchte ich anmerken, dass es m.E. sehr schwierig ist, hier evtl. seinen Traumpartner zu finden. Ich habe einfach das Gefühl, dass manche bzw. viele hier die anfänglich so intensiven, vielversprechenden Kontakte an der langen Leine halten, weil .............vielleicht kommt ja noch was besseres und wenn nicht, dann kann man ja auf die "alten" Kontakte wieder zurückgreifen. Seid einfach nur authentisch, ehrlich und direkt und beim ersten unguten Gefühl hinterfragen oder Kontakt beenden, sonst könnte man zum Spielball werden. Und VORSICHT vor zu viel Charme!

w, 43
 
G

Gast

  • #18
Wieso sollen Dir Regeln helfen, die sich andere für sich ausgedacht haben? Wenn Du weißt, was Du willst, dann bleibe konsequent! Machen Dich die zwei Jahre Solotournee nervös? Das ist noch nix gegen eine verkorkste Beziehung, nur weil Du Dich an irgendwas angepasst hast.
Bleib aufmerksam und Dir selber treu und lass Dich nicht veralbern!
 
G

Gast

  • #19
Ich glaube, die Wenigsten haben den Sinn dieser Regeln verstanden. Es geht darum, diese Regeln anzuwenden, wenn ein bestimmter Mann einem sehr gefällt und man glaubt, es ist viellecht der Richtige. Dann ist es sinnvoll, nach den Regeln vorzugehen. Wenn Du wissen möchtest, ob diesem Mann, wenn er Interesse zeigt, wirklich etwas an Dir liegt, dann kannst Du es mit Hilfe der Regeln herausfinden. Wenn Du keine feste Beziehung suchst, brauchst Du auch diese Regeln nicht unbedingt.
Und man darf nicht vergessen, dass soziales Handeln, auch in der Liebe, generell auch immer psychologische Hintergründe hat, die auch auf bestimmten Mechanismen basieren, die sich gleichen. Und Frauen dürfen nicht erwarten, dass Männer so denken wie sie, Männer denken anders als Frauen, was einfach auch biologisch begründet ist.
 
  • #20
@#18 Ich weiß nicht, auf welche Regeln Du anspielst, aber wenn es "The Rules" von Fein/Schneider sind, dann sei Dir gewiss, dass wir nicht "etwas nicht verstanden haben", sondern, oh Wunder, gerade aufgrund von Vernunft und Einsicht einfach anderer Meinung sind. Ja, das kommt vor. Menschen sind anderer Meinung und nicht einfach nur zu dumm, die eigene Meinung zu haben.

"The Rules" sind absoluter Mumpitz und keineswegs irgendwie "biologisch" sinnvoll. Sie entspringen der frömmelnden, oberflächlichen, kitschigen amerikanischen Lebensart und sind auf deutsche Verhältnisse nicht einmal ansatzweise anzuwenden.

+ Nur auf jede vierte Mail antworten? Na, so oft würde ein deutscher Mann ohne Antworten gar nicht schreiben und eine deutsche Frau sich gewiss schon belästigt fühlen.

+ Nach spätestens zwei Jahren heiraten? Na, man zieht doch erst einmal so zusammen und probiert alles aus und dann geht es weiter... Heirat ist doch in Deutschland gar nicht mehr wichtig.

+ Auch wenn man keine Lust hat, auf Partys gehen und gute Miene machen? Na bravo, das ist ja ein toller Tag.

+ Sich verstellen, verbiegen, schauspielern, ändern, wandeln... -- bloß nicht einfach aufrichtig und authentisch man selbst sein. Auf diese idiotische Regel können wohl wirklich nur Amerikaner kommen. Diese Regel ist der genaue Gegensatz zur deutschen Empfehlung: Authentizität über alles.

Ne, tut mir leid, "The Rules" sind destillierter Schwachsinn. Nicht einmal ein "wahrer Kern" ist da erkennbar.
 
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Gast

  • #21
Hallo zusammen! Es gibt tatsächlich 10 sehr aktuelle Regeln, den Traummann zu finden! Im März ist das Buch "JA! 10 Regeln, den Mann fürs Leben zu finden und zu heiraten" von Carina Hashagen bei Hoffmann & Campe erschienen. Erhältlich im Buchhandel und auf amazon.
Absolute Empfehlung! Wesentlich hilfreicher, aktueller, lebensnäher und klüger als The Rules!

siehe auch: http://www.ja-zehn-regeln.de/
 
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Gast

  • #22
Wow, sehr cooles Buch, dieses JA!-Buch. Danke für den Tip an Teilnehmerin 20. Gestern im Buchgeschäft geholt und gerade am Lesen. Einmal angefangen, kann man es nicht weglegen. Voller (z.T. bitterer) Selbsterkenntnisse und ziemlich einleuchtender Weisheiten. Hätte ich mal vor zwei Jahren haben sollen..Aber, es ist nie zu spät dazuzulernen :)
 
  • #23
Ich habe angefangen "The Rules" von Schneider und Fein anhalten und die funktionieren wirklich! Sofort die Männer, die kein richtiges Interesse zur mir haben sind weggegangen und ich bin unheimlich froh, weil ich will liebevolle Familie mit gesunden und harmonischen Beziehungen haben mit richtigem Partner :) Deswegen wirklich nur zum Empfehlen :)
 
  • #24
Interessanter Thread, auch wenn er schon etwas älter ist, ist er ja immer noch aktuell.
Diese Regeln sind mEn brauchbar und auch wieder nicht, wenn man sie falsch anwendet. Eine Frau, die klammert und die sich nur verstellt, als täte sie es nicht, indem sie die Regel beachtet, sich rar zu machen, macht es garantiert falsch, denn sie kommt dabei nicht authentisch rüber, und versaut sich damit die Beziehungsanbahnung vielleicht, wenn sie den Mann damit verwirrt. Außerdem kriegt sie damit nur einen Mann, der seinerseits hinterherrennen will. Und weiterhin wird sie, wenn es nicht ihr Naturell ist, nicht zu klammern, in dem Moment damit wieder anfangen, indem sie improvisieren müsste, also ihr nicht das Buch die Situation vorher dargestellt hat, wie eine nicht-klammernde Frau reagiert, wenn xy passiert.
Also ich denke, wenn so eine klammernde Frau sich nicht mit sich selbst befasst, bevor sie einen Partner sucht, kriegt sie mit dem Faken auch nur einen Mann, mit dem es nicht klappt. Und wenn sie sich selbst durchschaut hat, lässt sie das Klammern von allein.

Brauchbar finde ich solche Bücher, wenn erklärt wird, dass man klammert, wenn man sich so oder so verhält, und wie das wirkt, was es für Folgen haben könnte usw.. Also als Anleitung, sich mal mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen und zu erforschen, warum man so zum Hinterherlaufen neigt und warum man nicht erkennt, wenn einer nicht will.
 
  • #25
Diese Regeln sind mEn brauchbar und auch wieder nicht, wenn man sie falsch anwendet. Also als Anleitung, sich mal mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen und zu erforschen, warum man so zum Hinterherlaufen neigt und warum man nicht erkennt, wenn einer nicht will.
Für mich ist das der Kern solcher "Regeln". Es hilft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und vielleicht Muster zu erkennen, an denen man etwas ändern möchte. Vielleicht auch ganz gezielt an eigenen Schwächen zu arbeiten.

Natürlich funktionieren "Rules" und "Pick-Up"-Regeln. Aus meiner Sicht aber nur kurzfristig und auf Manipulationen beruhend. Wenn ich lese, was in Pickup-Foren empfohlen wird, dann geht es in der Regel darum, etwas vorzutäuschen, was man nicht ist. Längerfristig hilft eine authentische Persönlichkeit und eine Partnerin oder ein Partner, die dazu passen.

Wenn ich lese "Bring einer Frau bis zum 3. Date keine Rosen mit", "Frage nie nach Erlaubnis", "Offenbare Deine Gefühle nicht zu früh" oder wie man als Mann auf "Shit-Tests" von Frauen reagieren sollte, dann erscheint mir das wie Vorgaben für ein Theaterstück in dem jemand eine Rolle spielt, aber nicht sich selbst. Was soll das für eine Partnerschaft bringen? Kann man so sein Leben verbringen? Glaube ich nicht. Mag sein, dass das in der frühen Kennenlernphase hilft. Auf Dauer sicher nicht.

... Sich einladen lassen, Warten bis er Sich meldet, Sich bis zu 3 Tage NICHT melden, Verlustangst erzeugen durch Erwähnen von weiteren Verehrern...
sind Spielchen. Ja, die helfen, "Klammern" zu vermeiden. Denen, die "bedürftig" sind und die so vermeiden, dass das sofort erkennbar wird. Aber längerfristig hilft doch nur, gelassen genug zu sein, um nicht zu klammern. Das hat eher etwas damit zu tun, ob man mit sich selbst im Reinen ist und auch klarkommt. Für mich ist das eine wichtige Grundlage für eine Partnerschaft.
 
  • #26
. Was soll das für eine Partnerschaft bringen? Kann man so sein Leben verbringen? Glaube ich nicht.
Glaube ich auch nicht. Aber vielleicht ist es das "Fake it till you make it". Dh. man übt nur mit den Menschen, denen man da was vormacht und testet aus, ob einer wirklich wegrennt, wenn man ihm nicht hinterherrennt. Menschenkenntnis erwerben durch Austesten von Verhaltensweisen. um beim Richtigen nicht wieder alles zu versauen?

Ich hab mal so einen Typen kennengelernt, aber da gab es Pick Up vermutlich noch nicht. Nur hat man deutlich gemerkt, dass er nicht ehrlich war und aus privatem Interesse manipulierte. Vermutlich gehörte dazu auch die Strategie, im Restaurant für ne knappe Stunde auf dem Klo zu verschwinden, um dann kurz, bevor ich wieder gehen musste (was er wusste) wieder aufzutauchen und mich massiv zum Bleiben überreden zu wollen. Vorher, dh. als ich gerade im Mantel zum Bahnhof laufen wollte und seinen Anruf bekam, hatte er das Date aber selber 2 Stunden nach hinten verschoben.
 
  • #27
Wenn ich lese "Bring einer Frau bis zum 3. Date keine Rosen mit", "Frage nie nach Erlaubnis", "Offenbare Deine Gefühle nicht zu früh" oder wie man als Mann auf "Shit-Tests" von Frauen reagieren sollte, dann erscheint mir das wie Vorgaben für ein Theaterstück in dem jemand eine Rolle spielt, aber nicht sich selbst.
Ich bin ja schon ziemlich alt und im Grunde vor dem PU erwachsen geworden. Daher habe ich mal geschaut, was da so als "Erfolgsrezept" verkauft wird.
Und ich habe gemerkt, dass ich manche Dinge schon immer so gemacht habe. Nicht verstellt, sondern ich habe eben dieses leicht freche, leicht spöttische Grinsen. Habe die Shit - Tests als letztes weibliches Verteidigungsgefecht betrachtet - und irgendwann eben gelernt, nicht genervt, sondern souverän zu agieren.
Wenn man solche Tipps als das sieht, was sie sein sollen - nämlich einen unerfahrenen Mann (und das waren wir alle mal) ins Spiel zu bekommen - dann hat so etwas durchaus seine Berechtigung. Ich empfand bspw. die Frage, ob sie mal eben für kleine Mädchen dürfe als extrem unsexy. Es scheint schon was dran zu sein - und was ist schlecht daran, dass ein Mann an sich "arbeitet" um souverän auftreten zu können. Und damit diese Souveränität für sein ganzes Leben zu erlangen?
Richtig ist, dass man so etwas nicht als Drehbuch missverstehen darf, auswendig lernen und gut. Sondern als Denkanstoss. Wer durch solche Ratgeber lernt, nicht zu klammern hat doch für sich etwas gewonnen.
Solche Tipps beruhen auf Psychologie. Nur eben nicht die aus dem Elfenbeinturm, sondern die angewandte. Es geht nicht darum, sich zu verstellen - sondern darum, dazu zu lernen. Und du kennst das vielleicht von dir selber - hast du Routine darin, mit Frauen zu reden, machst du dir nicht vor Angst in die Hose, wenn du irgendwann deine Traumfrau ansprechen sollst. Wievielen Männern und Frauen ging wohl ein toller Partner durch die Lappen, weil ausser Rotwerden und unverständliches Gestammel nix kam, als er / sie vor einem stand?
So rum überlegt haben die PU Tricks und die Cosmo Ratgeber durchaus einen Sinn.
 
  • #28
Aber vielleicht ist es das "Fake it till you make it". Dh. man übt nur mit den Menschen, denen man da was vormacht und testet aus, ob einer wirklich wegrennt, wenn man ihm nicht hinterherrennt. Menschenkenntnis erwerben durch Austesten von Verhaltensweisen. um beim Richtigen nicht wieder alles zu versauen?
Ein Plädoyer dafür, ein paar Mitmenschen zu vera... und dafür zu benutzen, auszutesten, wie man am besten mit dem anderen Geschlecht umgeht? Nicht ernsthaft, oder? Dann darf sich auch niemand mehr darüber beschweren, wenn Männer oder Frauen "faken", um Sex zu bekommen und so "Erfahrung" zu sammeln. Die erworbene Art Menschenkenntnis nützt auch nicht viel, weil jeder anders reagiert. Wenn eine Frau demonstrativ Abstand hält und Kontakt vermeidet, führt das z. B. bei mir dazu, dass ich auch kein Interesse mehr habe. Hat sie jetzt bei anderen ihre "Schüchternheitsnummer" geübt, geht das bei mir schief und umgekehrt.

Und ich habe gemerkt, dass ich manche Dinge schon immer so gemacht habe. Nicht verstellt, sondern ich habe eben dieses leicht freche, leicht spöttische Grinsen.
Ja, als Anstoß helfen auch ein paar gute Sprüche aus Ratgebern. Aber ich denke, man muss schon sehr darauf achten, wie weit man das treibt. Und sie sollten eben doch irgendwie authentisch sein. Sonst wirkt das auch nicht. Der auf den ersten Blick coole Typ, der einen lässigen, witzigen Spruch raushaut, muss dann anschließend halten, was er verspricht.

Von daher habt ihr beide Recht bis zu einem gewissen Grad, aber eben nicht darüber hinaus.
 
  • #29
Ja, als Anstoß helfen auch ein paar gute Sprüche aus Ratgebern. Aber ich denke, man muss schon sehr darauf achten, wie weit man das treibt.
Eben nicht!!! Der coole Spruch ist dann cool, wenn er dir im Gespräch einfällt, dazu passt, richtig rüber gebracht wird und durch die Körpersprache die Schärfe etwas raus genommen wird.
Lernen kannst du, mit den Frauen, die dich ansprechen, locker und ohne Angst eine Unterhaltung zu führen. Ein wenig flirten kannst du auch lernen. Sicherheit gewinnen, Schlagfertigkeit. Die Scheu verlieren, eine Frau anzusprechen - unfallfrei guten Abend zu wünschen. Und es ist auch nichts dabei, erstmal nach der Uhrzeit zu fragen. Du sollst gar nicht zu Versuchszwecken alle Frauen anmachen - du sollst dich mit den Damen unterhalten. Ja, dabei testest du, wie dein Auftreten ankommt. Ist das schlimm? Evtl übt die Dame ja auch noch - wie lasse ich mich ladylike zu einem Drink einladen oder sowas.
Du bist doch keine 15 mehr - und hast doch längst gelernt, dass man aus solchen Maschen durchaus den Kern nutzen kann. Denn glaubst du wirklich , PU würde funktionieren , wenn die Psychologie dahinter vollkommen verquer wäre?
 
  • #30
Ein Plädoyer dafür, ein paar Mitmenschen zu vera... und dafür zu benutzen, auszutesten, wie man am besten mit dem anderen Geschlecht umgeht?
Nein, kein Plädoyer, sondern nur ein Gedankengang, was sowas denn soll.
Dann darf sich auch niemand mehr darüber beschweren, wenn Männer oder Frauen "faken", um Sex zu bekommen und so "Erfahrung" zu sammeln.
Seh ich so, ja. (Ich denke sogar, dass viel gefaket wird auch in Beziehungen. Nicht für Sex, aber für anderes.) Weil, wenn man auf die Masche reinfällt, hat man sie nicht durchschaut und muss lernen, wie es aussieht, wenn es echt ist. Viele können z.B. nicht Arroganz von Selbstvertrauen unterscheiden, insbesondere Frauen, die das für Souveränität halten. Weil sich die unsichere Person und die arrogante Person anziehen (die Arroganten sind ja auch unsicher, aber Unsichere merken das nicht.), machen sie gemeinsam eine Erfahrung.

Eigentlich ist es doch so: Jeder mit Problemen benutzt den, der sich anbietet, und das nicht mal in böser Absicht, wenn es unbewusst passiert. Und manche wollen was und machen dafür alles mögliche, obwohl schon erkennbar ist, dass sie nicht ans Ziel kommen werden (Mann mit der Bohrmaschine z.B.).

Das Faken hatte ich jetzt mehr auf sowas wie das gespielte Selbstvertrauen bezogen und das Rarmachen.
Beim PU geht es ja angeblich eher darum, sich selbst zu erkennen und schlechte Verhaltensmuster abzulegen. Ergo könnte einer, der immer hinterhergelaufen ist und durch die Ratgeber selbst mal austestet, dass er das nicht muss, sein Muster schon durchbrechen, weil er mal was ganz anderes ausprobiert, als er es kennt. Das finde ich auch unethisch, aber eigentlich ja nur, weil es bewusst gemacht wurde. Ich denke, dass die Menschen, die das schon können ohne Ratgeber, auch nur irgendwann Lebenserfahrung gesammelt haben, vielleicht schon ganz früh, als die Eltern hinterherrannten mit "bitte hab mich wieder lieb", wenn das Kleinkind schmollte.

Bei Opfern im Beziehungsbereich (mich selbst eingeschlossen und das auch mit krassem Erlebnis) denke ich meist, dass sie leider auch einen Anteil daran haben, dass ihnen sowas passiert ist. Klar gibt es auch Pech, aber wenn z.B. ein Verheirateter mit ner jungen Singelin Sex hat und die sich denkt, so kriegt sie den Mann als Partner, was dann nicht klappt, wird das Lebenserfahrung durch Leid mit Benutzwordensein-Gefühl, wenn man seinen eigenen Anteil nicht erkennt.

Die erworbene Art Menschenkenntnis nützt auch nicht viel, weil jeder anders reagiert.
In grundlegenden Dingen glaube ich das nicht, da gibt es schon Muster, die auch in ehrlichen Beziehungsanbahnungen wirken. (Z.B. dass einer, der sich wie Sauerbier anbietet, für niemanden attraktiv ist)