• #31
Das wird insofern der FS bringen, dass sie solche Menschen gleich beim Daten aussortiert.
Liebe @realwoman, Du schreibst immer vom Date; die FSin, um die es hier aber geht, war in einer Beziehung, es war ihr Freund und nun Ex-Freund. Er hat diese Aussage in der Beziehung gemacht und auch ich habe wie @Lionne69 zu meinem Ex gesagt, wenn ich einmal gehe, dann bin ich für immer weg, es gibt keine 2. Chance, einmal getrennt, dann bleibt es so. Dies fußt auch auf meine (Vor-)Erfahrung.
Ich lief meinem Ex auch nicht hinterher. Ich sage das nicht einem Date, (da bin ich bei Dir liebe @realwoman), weil die Ex-Geschichten meine Vergangenheit sind, aber sofern ein Gespräch dazu aufkommen sollte, bin ich ehrlich.
Doch hier hatten die FSin und ihr damaliger Freund eine längere Beziehung und es gab nur Streit und Unbehagen. Auch wenn die Trennung ein Schnellschuss war; weil wiederholt und vor dem zu Bett gehen, die Emotionen hochkochten, kann diese dennoch für ihn endgültig sein. Die FSin realisiert jetzt erst nach der Trennung, dass sie ihn oft unnötig provoziert hat. Sie hofft auf eine mögliche 2. Chance, nur diese muss er ihr nicht mehr geben. Ich bin nicht mehr bereit für eine 2. Chance nach einer Trennung, (die ganzen Chancen waren in der Beziehung, Gesprächsangebote, Versuche die Beziehung zu halten, bevor es zum endgültigen Ende kommt). Aber irgendwann ist das Fass voll.
Für die FSin kam die Trennung zwar überraschend, aber manchmal realisiert man einfach, auch im Streit, was einem an Verhalten zu viel zugemutet wird und dabei vieles an Gefühlen zu Bruch geht. Sie weiß, sie hat Fehler gemacht, wie er auch. Wenn er konsequent bleibt, dann gehört er nicht verteufelt, sie mit ihrem Wunsch nach Wiederaufbau auch nicht. Sie kann ihm nur mitteilen, dass sie noch Gefühle für ihn hat und zur Einsicht gelangt ist, er muss ebenso noch Gefühle für sie haben und es versuchen wollen, sonst gibt es keinen Neuanfang. Sowas bespricht man aber nicht am Telefon, sondern persönlich und in Ruhe. Sie hat Schmuck bei ihm vergessen, den bringt er ihr vorbei, ob er nochmal mit ihr reden will/wird oder es einfach für ihn doch vorbei ist, bleibst erstmal ergebnisoffen. Die Foristen sagen nur, dass die FSin, sich nicht an den Strohhalm klammern soll und nicht jede Trennung automatisch impliziert, dass einem im Nachgang eine 2. oder 3. Chance eingeräumt wird. Weiß die FSin im Grunde auch (siehe Eingangspost). Manchmal hat man es vergeigt oder die Erkenntnis kam einfach zu spät. So ergeht es auch bei Kündigungen, viele davon sind endgültig und werden nicht mal auf Wunsch wieder in den Alt-Zustand zurückgesetzt, weil einer im Nachgang merkt, wie gut man es doch eigentlich rückblickend und welche Privilegien/Freiheiten man doch genossen hatte.
 
  • #32
Doch hier hatten die FSin und ihr damaliger Freund eine längere Beziehung und es gab nur Streit und Unbehagen
Als ich meinen Ex kennengelernt habe, war ich eine relativ ruhige Frau und es hat lange gebraucht, bis ich explodiere. Irgendwann mal habe ich mich als zänkisches und dauernnörgelndes Weib entdeckt. Laut meines Exes provozierte ich immer Streit und war nie zufrieden. Erst später habe ich begriffen, dass mein Ex war, der permanent Konfrontation suchte, weil er immer was auszusetzen hatte und nur seine Sicht der Dinge die richtige war. Es fand alles sehr subtil statt und ich war die undankbare, wo er doch soviel für mich machte.
Insofern bin immer leicht skeptisch, wenn die Frau die Schuld auf sich nehmen und meinen, sie provozieren Streit und müssen an sich arbeiten.
Zweiter Punkt, mich hat die Aussage des Mannes stutzig gemacht, er läuft nicht nach, und zwar nicht, was er gesagt hat, sondern DASS er gesagt hat. Warum sagt man sowas zu jemandem, mit dem man gerade plant, eine Beziehung einzugehen ??
 
  • #33
..., mit dem man gerade plant, eine Beziehung einzugehen ??
Mein Freund sagte mir während unserer Beziehung mal, dass er keiner Frau mehr nachrennen würde, denn das habe er schon mal gemacht und wurde enttäuscht.
Er plante die Beziehung nicht, er hatte die Beziehung schon! Und da gehört es auch zu "Regeln", dass man auch mal ernsthaft meint, Schluss heißt, Schluss. Ich meine, jeder hat seine Erfahrungen und Grenzen. Nur weil er damals seiner Ex eine 2. Chance eingeräumt hat, muss er dies nicht immer wieder fortführen, sondern kann durch das einmalige Erleben dieser Erfahrung, ausseinem Fehler gelernt haben.
Nach einer LÄNGERN Beziehung (!) und bereits gutem KENNEN bringt es wirklich nichts bringt, sich zu trennen, um dann wieder zusammen zu kommen. Wenn man es einmal durch hat, weiß man das in der Regel.
Man hat doch damit schon bewiesen, dass man innerhalb der Beziehung nicht schafft die Probleme und Dynamiken auflösen. So geht es beim 2. Mal dann genauso schief.

Er hat aus einem Fehler gelernt und seiner FREUNDIN, nicht Date, dies erzählt, Einstellungen, Grenzen und Erfahrungen gehören auch zur Beziehung und auch zu einer tiefen Beziehung.

Das andere, was Du schreibst, kenne ich auch, dass der Partner der Provokateur ist und sie nur darauf anspringt.

Mag sein, dass er sie irgendwann loswerden wollte, weil sie ihm lästig wurde und er dann diese Streits initiiert hat, um einen Grund zu haben, mit ihr Schluss zu machen.
Das ist eine Vermutung und hat sich sicherlich nicht schon beim Dating ergeben, sondern erst innerhalb der Beziehung herauskristallisiert, dass wohl beide nicht gut zusammen passen.

Dauerhafte Streits, gleichgültig von wem sie ausgehen, bringen nichts, nur Stress, Drama, Unruhe, verletzte Gefühle. Streit ist auch Gewalt, wenn man seine Emotionen nicht beherrscht und sich Beleidigungen an den Kopf wirft.

Im Grunde kann doch die FSin froh sein, dass er jetzt ihr Ex ist und sie nicht mehr streiten muss oder (durch ihn beeinflusst) in ihr altes Rollenmuster der streitsuchenden und -lustigen Freundin fällt.

Die FSin wollte sich
1.) bei ihrem Ex-Freund für ihr Verhalten entschuldigen &
2.) wollte durch ihre Frage im Forum abchecken, wenn sie es tut, gibt es damit automatisch wieder eine 2. Chance.

Entschuldigen, wenn man selbst das Gefühl hat, Schuld zu haben, befreit einen selbst und zeigt nachträglichen Respekt der Person, wo man sich falsch und verletzend verhalten hat. Eine schlichtende Geste und Wohlwollen.
Also versuchen sich zu entschuldigen darf die FSin sich gern.

Nur beim anderen liegt die Entscheidung, ob er die Entschuldigung annehmen möchte oder nicht. Er kann je nach eigenem Empfinden, die Entschuldigung nicht akzeptieren, (weil er zutiefst verletzt wurde, weil es ihm nichts bringt oder weil er meint, diese ist nicht ernst gemeint, sondern leichtfertig dahingesagt).
 
  • #34
Es geht darum, dass Menschen kein starres Konstrukt sind und sich verändern können. ...
Wer an irgendwelchen Konstrukten festhält, statt sich auf einen Menschen einzulassen, der verdient zum einen keine Beziehung, weil er erwartet, dass seine Regeln bedingungslos akzeptiert werden und der andere soll sich fügen.
Der Mann hier hatte offenbar klare Gründe, die Beziehung zu beenden. Aus seiner Sicht geht es dann wohl eher darum, dass die FS sich ändern sollte und nicht er. Ich persönlich glaube auch nicht, dass Menschen sich grundlegend ändern. Erst Recht nicht in Punkten, die man für so gravierend hält, dass man deswegen eine Beziehung beendet.
An "Konstrukten" festzuhalten, bringt natürlich nichts. Es erwartet auch niemand mit Vernunft, dass Regeln bedingungslos akzeptiert werden, denn es muss ja für beide Seiten passen.

Wenn man aber feststellt, dass es nicht passt, dann sollte man sich aus meiner Sicht auch nicht auf irgendetwas "einlassen", oder würdest Du das tun? Mit der Erwartung, dass der andere sich fügen sollte, hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Ich kenne das hier nur von Frauen, die sich trennen in der Erwartung, damit eine Änderung in ihrem Sinne herbeizuführen. Sozusagen eine Erziehungsmaßnahme. Das halte ich für sinnlos. Und meist schreiben sie ja auch hinterher hier "Er hat sich immer noch überhaupt nicht geändert".

Und "Beziehung verdienen"? Wer soll das entscheiden?
 
  • #35
Und "Beziehung verdienen"? Wer soll das entscheiden
Eine Beziehung hat gravierende Folgen nicht für einzelnen, sondern auch für andere Person als auch für die Gesellschaft. Private Probleme wirken sich auf Psyche und auf Körper, die Arbeit leidet darunter wie auch der Umfeld.
Mir geht nicht darum, Leuten eine Erlaubnis zu erteilen, wer Beziehung haben darf, sondern darum zu sensibilisieren, dass gut gelungene Beziehung ein kostbares Geschenk ist als auch problematische Beziehung Leben zerstören kann.
 
  • #36
Eine Beziehung hat gravierende Folgen nicht für einzelnen, sondern auch für andere Person als auch für die Gesellschaft. Private Probleme wirken sich auf Psyche und auf Körper, die Arbeit leidet darunter wie auch der Umfeld.
Dann ist "verdienen" trotzdem das falsche Wort, sorry. Eine Beziehung kann konstruktiv sein und beflügeln, destruktiv und bremsen. Natürlich immer mit Auswirkungen für beide. Es liegt aber auch immer an beiden, was herauskommt. Letztlich wählt sich ja jeder Partnerin oder Partner freiwillig.
 
  • #37
Eine Beziehung hat gravierende Folgen nicht für einzelnen, sondern auch für andere Person als auch für die Gesellschaft. Private Probleme wirken sich auf Psyche und auf Körper, die Arbeit leidet darunter wie auch der Umfeld.
Vielleicht sich nicht ganz so wichtig nehmen? Gravierend - das ist schon sehr hoch gehängt.
(Private) Probleme gibt es noch ganz andere, meist sind private Probleme übrigens genau das, was sie aussagen, privat, und mitnichten von irgendeinem gesamtgesellschaftlichen Interesse.

Grenzen setzen, Stopp sagen steht jedem zu. Und es ist etwas ganz anderes als Deine Interpretation, "dass seine Regeln bedingungslos akzeptiert werden und der andere soll sich fügen".
Die Analogie wäre, wenn jemand sagt - ich will nur LAT leben (= festes Konstrukt, Regel nach Deiner Deutung) und Du Dich über die Einschränkung beschwerst, weil Du zusammen wohnen möchtest. Weil jetzt der Andere nicht nachgibt, erklärst Du, dass derjenige, der seine Haltung formuliert, keine Beziehung "verdient".

Aber wer ist jetzt derjenige, der die Regel festlegt, der, der wie hier sagt, bei mir gibt es keine 2. Chance oder derjenige, der sagt, es muss eine 2.Chance geben. Der, der LAT möchte, oder heiraten, oder Kinder/keine Kinder...

Nein, ein Partner muss sich solchen Vorstellungen nicht fügen, er kann sich eine andere Partnerin suchen. Niemand muss sich den Vorstellungen eines anderen Menschen beugen.
Unterschiedliche Haltungen sind legitim, manchmal gibt es keinen Kompromiss und dann passt es nicht.
Daraus wird dann auch keine kostbare Beziehung, sondern Murks.

Deswegen prüft man vorher die Passung, erklärt seine Haltungen, Vorstellungen, Grenzen.

Die Verwendung von Artikeln vor einem Substantiv ist übrigens zwar nicht gesellschaftlich relevant, fördert aber die Lesbarkeit eines Textes.
Das Lesen eines Deutschbuches (...) war vor kurzem ein guter Tipp von Dir.

W,50
 
  • #38
Die Verwendung von Artikeln vor einem Substantiv ist übrigens zwar nicht gesellschaftlich relevant, fördert aber die Lesbarkeit eines Textes.
Das Lesen eines Deutschbuches (...) war vor kurzem ein guter Tipp von Dir.
Lionne, sobald du Russisch in Schrift und Text beherrschst, werde ich deinem Rat folgen. Mit den Artikeln habe ich schon immer Probleme, auch wenn deutsche Sprache an sich mir nie Schwierigkeiten bereitet hatte.
Das intensive Interesse und gewisse Bissigkeit betreffend meiner Kommentare ist übrigens zwar gesellschaftlich nicht relevant, liegt mir aber den Gedanken nahe, die dir Fortsetzung der Therapie fortzusetzen, was die Lesbarkeit deiner Texte fördert.
Lionne, mal im Ernst, dafür dass du in einer glücklichen Partnerschaft bist und dein Leben sonst in Ordnung, verstehe ich bei besten Willen nicht, warum du fast jeden Post von mir kommentieren musst. Ich habe meine Sicht der Dinge, die ich mehr oder weniger argumentativ bekräftige und du musst es weder mögen noch damit einverstanden sein. Aber regelmäßig persönlich zu werden, sorry, das ist deiner nicht würdig, ich muss sagen, auch wenn wir nicht miteinander warm werden, war ich besserer Meinung von dir.