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Gast

  • #1

Getrennte Konten, Haushaltsbuch, etc. ? Wie regelt ihr die Finanzen in Eurer Partnerschaft?

Mein Freund und ich ziehen nun zusammen. Nun kommen wir zum leidigen Geldthema und ich weiß nicht wie man das alles am besten regeln soll, so dass es für beide fair ist. Ich habe mich bei Freunden umgehört - einige führen ein gemeinsames Konto, auf das beide Zugriff haben. Andere haben jeweils ihr Konto behalten und haben zusätzlich ein neues gemeinsames Konto eingerichtet, auf das beide einen gewissen Betrag per Dauerauftrag einzahlen um die Haushaltskosten (Essen, Putzmittel, Miete, etc.) zu bezahlen. Ich weiß nicht, was die beste Lösung ist und bin über Tipps sehr dankbar! Viele Grüße
 
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Nicole

  • #2
Na erst mal alles Gute für die erste gemeinsame Wohnung...
Ich halte ein zusätzliches gemeinsames Konto zumindest für die häuslichen "fix-Kosten" wie Miete, Nebenkosten & Lebensmittel für sinnvoll... Ich hab es nämlich mal erlebt, dass ich, obwohl er mehr verdiente, mehr für die "fix-Kosten" zahlen musste.. Wir hatten keine genaue Regelung dafür . Mit der Zeit fühlte ich mich kompromitiert...
 
  • #3
Ich bin ein ganz entschiedener Befürworter der 3-Konten-Lösung, also jeder behält sein eigenes und es wird ein gemeinschaftliches Konto für alle Haushaltskosten eröffnet, auf das beide per Dauerauftrag gleich viel einzahlen, so daß im Falle einer Trennung auch jedem genau die Hälfte gehört. Das ist einfach, erwachsen und absolut fair. Mach es mal so, das hat sich millionenfach bewährt!

Das Zusammenziehen ist in meinen Augen der schwierigste Prüfstein für eine Beziehung. Jetzt erst geht es eigentlich richtig los und erst beim Zusammenleben zeigt sich, ob man mit den Macken und Schwächen des anderen wirklich zurecht kommt. Wenn einem vorher egal war, wie er seinen Haushalt führt, wo seine Socken liegen oder er seine Rechnungen bezahlt und ordnet, kommen jetzt plötzlich alle Schwächen voll zum Vorschein und es entstehen ganz neue Reibungspunkte. Sich schön am Wochenende treffen und was unternehmen ist einfach, zusammen den doch mal langweiligen Alltag teilen und den lästigen Haushalt erledigen ist eine Herausforderung!

Soll heißen: Dein Gehaltskonto muß unbedingt getrennt bleiben, denn man weiß nie, wann und ob man sich wieder trennt. Dann darf nicht auch noch ein finanzielles Fiasko dazukommen!
 
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Gast

  • #4
Ich denke auch, dass jeder sein eigenes Konto behält mit seinem Gehalt und ein gemeinsames Haushaltskonto eingerichtet wird für Miete, Haushalt, etc. Auf diese Konto wird von jedem entsprechend seiner Finanzkraft, d.h. prozentual eingezahlt und auch Rücklagen gebildet für Möbel, Anschaffungen etc. Die ganz persönlichen Ausgaben wie Kleidung, Kosmetik, Hobbies etc. zahlt jeder selbst. Das ist fair und in "the worst case" am besten auseinanderzurechnen.
 
  • #5
das mit dem gleichviel einzahlen ist so eine sache, wenn beide ähnlich viel verdienen, mag das fair sein, ansonsten ist eine pozentueller anteil vom jeweiligen einkommen vielleicht sinnvoller.
bei der 50/50 sache würde ich mit sicherheit meinen lebensstandart herabsetzen weil sie ihre 50% der kosten nicht erbringen kann. womit ich immer wieder beim selben thema lande, entweder frau die gutes einkommen hat aber keine zeit für familie oder frau mit zeit für familie dafür finanzieller einsatz von mir, was im scheidungsfall nur ins auge gehen kann.
 
  • #6
@Thomas: Hm, nach meinem Geschmack sollten in halbwegs gleichwertigen Beziehungen immer beide genau das gleiche einzahlen. Wenn einer z.B. 3200 und der andere 2500 verdient, gibt es doch keinen Grund, warum man prozentual teilen sollte, oder? Beides ist mehr als genug. Klar, wenn bei sehr jungen Paaren einer schon voll verdient und der andere noch sehr wenig, mag es nett sein, sich die Wohnung anders zu teilen, aber der Rest sollte trotzdem halbiert werden. Sonst kommt in einer Beziehung immer das Gefühl auf, der eine würde den anderen aushalten.

Persönlich kotzt mich schon die starke Steuerprogression an und dann soll man das gleiche freiwillig auch noch in einer Beziehung anfangen? Ne, nicht mit mir, egal wie rum. Allerdings suche ich deswegen auch immer einen Partner auf Augenhöhe, mit dem Wohnungsgröße oder Urlaubsziele harmonisch und ohne Knappheit auf gleichem Niveau gewollt werden. Wenn einer von beiden einen ganz anderen Lebensstandard pflegt, geht das meistens nicht lange gut!

Thomas, hast Du denn eine so teure Wohnung? Lebst Du auf so großem Fuß, was Haushalts- und Verpflegungskosten angeht? Rechne doch mal teure Ausflüge, Urlaube, Essengehen raus, denn dazu kann man eher mal jemanden problemlos einladen, ist die Fixkosten wirklich so hoch, daß man sich die nicht teilen könnte? Wäre Dir wohl dabei, eine Frau auszuhalten?
 
  • #7
sie muss schon mit 800-1000€ euro rechnen den auf meinen 63m2 wird das zu zweit nicht und wenn man dann kinder miteinplant müssen 90-110m2 her. die anschaffungskosten sind dann zu zweit schon machbar aber ich kenne kaum frauen die mehr als 1300-1800€ verdienen.
wobei wenn ich ausziehe vermiete ich meine alte wohnung und decke dadurch schon wieder teiler der fixkosten.... also tut leid ich hab da arge zweifel eine frau in der von dir erwähnten gehaltsklasse zu finden.
 
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Gast

  • #8
Jeder ist für seinen finanzen selbst verantwortlich. Also zwéi getrennte Konten, und die Fixkosten werden gleichmäßig verteilt. So haben wir das gelöst, als wir zusammengezogen sind, und es gab auch keine Probleme. Auf einem sepatren Konto haben wir dann gespart für Urlaube oder Dinge die wir uns dann geleistet haben. Ich bin der Meinung dass man vorher alles gemeinsam durchgeht und nach Lösungen sucht, da von beiden akzeptriert werden....
 
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Gast

  • #9
ich finde ein gemeinsames konto, auf das eingezahlt wird und die zwei eigenen konten auch auf jeden fall am besten. für mich wäre es irgendwie auch nicht zeitgemäß. allerdings handhabe ich das so dass wir fixkosten streng durch zwei teilen und dinge wie essen kaufen, weggehen, kino etc. einfach so laufen dass wir uns abwechselnd gegenseitig einladen. das hat sich bei uns eigentllich immer ganz gut die waage gehalten (ich bin da aber auch der typ dazu und praktiziere es mit meinen freundinnen häufig so), auch insofern als dann eben der oder diejenige (in unserem fall bin ich das), die mehr verdient, eben manchmal die teureren rechnungen übernimmt. das finde ich so auch in ordnung, wenn es nicht über ein gewisses maß hinausgeht.

wenn man eine eigene wohnung hat, durch die mieteinnahmen vorhanden sind, kann man sich am wohnen eventuell mit mehr beteiligen; das fände ich okay. wenn ich mit meinem partner in meiner eigenen wohnugn wohnen würde, würde ich von ihm ja auch keine volle miete verlangen sondern die betriebskosten teilen.
 
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Gast

  • #10
Barbara
Ich teile die allgemeine Meinung. Ein gemeinsames Konto und jeder behält auf jeden Fall sein eigenes Konto. Falls der Mann mehr verdient, sollte er auch ruhig mehr zahlen!!! Das ist nach wie vor meine Meinung, auch wenn das immer wieder große Diskussionen auslöst.
Falls die Beziehung gut läuft, wer wird sich wohl mehr um Haushalt, Einkaufen, Wäsche, Putzen und schließlich Kinder kümmern????? Selten der Mann!
Also liebe Fragestellerin von oben, wenn Du einen netten Mann hast kein Problem, bei einem Geizhals aber paß auf: Denke finanziell langfristig (auch an Deine Rente), was mal falsch eingeführt ist (gleiche Fixkosten) kann nur sehr schwer und mit hartem Kampf rückgängig gemacht werden. Viel Glück
 
  • #11
@Babara: Nun, es ist wohl nicht die Zeit gemeint, in der die Frau zuhause bleibt und sich um Kinder kümmert! *lach* Für Ehe und Familie müssen sich wohl ganz andere, nähere finanzielle Verhältnisse begründen lassen! Das sehe ich auch so!

Aber wenn man frisch zusammenzieht, ist es wohl als Frau das falsche Signal, sich im voraus für Haushaltsarbeiten regelrecht bezahlen zu lassen, indem man ungleich teilt. Finde ich nahezu absurd, sorry, dass ich das so deutlich sage. Ganz im Gegenteil, jeder muß für seinen Beruf sorgen und auch als Single muss man seine Kosten alleine tragen. Gemeinsam kann das nur besser werden und 50:50 ist immer anständig. Ansonsten kann der Mann zurecht erwarten, daß es einen Ausgleich in Form anderer Leistungen gibt und schon dieses Denken würde ich vermeiden!
 
G

Gast

  • #12
Für mich kommt auch nur halbe-halbe in frage, alles andere ist unfair und führt zu Streit. Mit %-Aufteilung fangen die Schummeleien oder Ungerechtigkeiten ja an. Rechnet man das Weihnachtsgeld mit? Die Jahresprämie? Bonuszahlungen? Dienstwagen? Zieht man private Krankenkasse nicht ab aber die gesetzliche schon? ... Alles Unfug, mal ehrlich. Einfach die Kosten halbieren und gut ist. Wenn der "reichere" dann mal öfter zum Essen einlädt oder Eintritt bezahlt, dann geht das in Ordnung, wenn er das möchte.
 
  • #13
Ich finde es romantischer und ernstgemeinter wirkend, wenn man so teilt::Freund von mir hatten auch immer 3 Konten. Jeder behielt exakt den gleichen Betrag fuer sich, der Rest wurde in das gemeinsame Konto eingezahlt. Eine Zeit lang verdiente sie schliesslich viel weniger wegen Babypause, langsamer erneuter Berufseinstieg nach der Babyphase. Dann haben die auch mal Steuer Klasse 5 und 3 genommen, weil sich das viel mehr gelohnt hat. Und schliesslich ist auch seine Firma in eine andere Stadt umgezogen und die beiden mit, weil sie es so fuer finanziell langfristig sicherer hielten und dadurch verlor sie schließlich auch ihre sehr gut Stelle. Ich finde das schoen so und beide schienen sehr zufrieden mit der Loesung gewesen zu sein.