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  • #1

Gerne Single trotz Verzicht auf Liebe und Sex?

Es gibt viele Männer 50+, die sich nach einer Familie nicht mehr fest binden wollen, weil die Phase der Familiengründung für sie abgeschlossen ist und sie sich damit angeblich nur Kompromisse und Verpflichtungen einhandeln würden. Wie können die das mit ihrer Sexualität vereinbaren? Meist geht ja das Bedürfnis nach beständiger Liebe und regelmäßiger Sexualität nicht schon mit 50 oder 60 verloren, und zudem gestaltet es sich möglicherweise recht schwierig, immer auf Knopfdruck eine Sexpartnerin zu finden. Was meint ihr Männer dazu?
 
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  • #2
Das Bedürfnis kann bereits mit 38 verloren gehen. Mit 50 hat man dann sozusagen bereits ein Jahrzehnt Übung und Erfahrung damit. Insofern ist es dann noch weniger problematisch. Auf diese Weise kann einem dann aber auch die Phase der Familiengründung völlig erspart bleiben. M, 41
 
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  • #3
zudem gestaltet es sich möglicherweise recht schwierig, immer auf Knopfdruck eine Sexpartnerin zu finden. Was meint ihr Männer dazu?

Na, mit dem finden einer Sexpartnerin tut sich auch so mancher verheiratete Mann manchmal ganz schön schwer. ;-)
Die weibliche Sexualität ist sehr viel anfälliger dafür, mehr oder weniger vollständig auszufallen. Sei es wegen des fortschreitenden Lebensalters, sei es wegen irgendwelcher Probleme, die das Paar (oder die Frau alleine) bewältigen muss.

So gesehen, sind Männer mit dem Problem natürlich vertraut, egal ob sie in einer festen Partnerschaft leben oder nicht.

Im Kern ist es aber so, dass sich (nahezu) flächendeckend alle Männer eine Partnerin wünschen, beginnend mit ca. 14 Jahren, endend nicht vor dem 80. Lebensjahr. Es mag da manchem an der Energie oder der Sozialkompetenz fehlen, um eine zu finden, aber nicht am Wunsch.

Bei Frauen ist das anders. Frauen vermissen ein Fehlen der Sexualität weniger und neigen dazu, es sich eher im Singleleben gemütlich zu machen. Vor allem, wenn sie erst mal so ca. die 40 erreicht haben.

m
 
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  • #4
Da muss ich #2 widersprechen: Gerade wenn frau 40 erreicht hat erwacht die eventuell zuvor eingeschlafene Sexualität (in vielen Fällen) wieder neu! Die Kinder sind größer, und so manche Frau orientiert sich neu, entweder mit dem "alten" Partner oder mit einem neuen.

Ansonsten hast du mit dem, was du über die "Anfälligkeit der weiblichen Sexualität" schreibst, ganz recht! Treffend beschrieben...

w 55
 
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  • #5
Bei Frauen ist das anders. Frauen vermissen ein Fehlen der Sexualität weniger und neigen dazu, es sich eher im Singleleben gemütlich zu machen. Vor allem, wenn sie erst mal so ca. die 40 erreicht haben.

m

Interessante These, woher auch immer du deine Meinung hast, die meisten Frauen so um die 40 sind sexuell noch sehr aktiv, können allerdings durchaus mal ein Jahr ohne Sex auskommen wenn sich kein geeignetes Gegenüber findet. Bevor ich schlechten Sex habe, mache ich es mir wirklich lieber im Singleleben gemütlich. Ich denke die Mehrheit der Männer macht das auch, es sei denn sie definieren sich nur über Sex.

w (45)
 
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  • #6
Kompromisse und Verpflichtungen trifft die Sache (auf der Soll-Seite) doch ganz gut. Auch hier im Forum wird doch oft postuliert, wie wichtig Kompromissbereitschaft für die viel gepriesene Beziehungsfähigkeit sei. Egomanen, -isten, -zentriker etc. werden ausdrücklich abgelehnt.

Auf der Haben-Seite gibt es natürlich nicht nur Sex, wobei die Gewichtung positiver Errungenschaften durch Beziehungen individuell unterschiedlich ausfallen kann. Sex ist für viele ein Hauptmotivator, überhaupt Beziehungen einzugehen - insbesondere, wenn man darüber hinaus nicht viel Nähe braucht. Ich schätze, die immer wieder erwähnte Eigenschaft, dass Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, die besten Partner seien, trifft aber auch am häufigsten auf die zu, die eben auch solo zufrieden sind, weil sie nicht unbedingt jemanden brauchen.

Ich bin jetzt 28 und falle auch durch das Raster des "Beziehungssiebs". Obwohl ich gewiss nicht asexuell bin, halten sich die Pros und Kontras für mein Dafürhalten nicht im Geringsten ausreichend die Waage, um für das bischen Körperlichkeit all den Aufwand - initiale wie laufende "Kosten" - tragen zu wollen. Die allgemeine Unterstellung, dennoch Sexualpartnerinnen zu benötigen, kann ich getrost von der Hand weisen. Statt kurzer Abenteuer ist auch der Totalverzicht möglich. Nicht aus Unlust, sondern eher wegen der Frage, was ich dafür tun müsste. Der "Return on Investment" scheint mir wenig lukrativ..
 
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  • #7
Ich bin sogar ein erst 42-jähriger Mann und hatte schon viele Jahre keine Beziehung mehr. Ich bin heute sogar sehr froh darüber, dass ich mir keine Familie, also Frau und eventuell noch Kinder, ans Bein gebunden habe. Beruflich mache ich seit einigen Jahren eine ziemlich schwierige Phase durch, die mich voll fordert. Wenn ich mich nach Feierabend noch um eine Frau "kümmern" müsste - ich würde es nicht schaffen und müsste wie ein Clown etwas vorspielen. Ab einem bestimmten Stress-Level im Beruf kennt man keine Einsamkeit mehr, sondern das völlige Abschalten ohne Menschen im privaten Umfeld ist eine unbedingte Notwendigkeit.
 
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  • #8
Ich bin sogar ein erst 42-jähriger Mann und hatte schon viele Jahre keine Beziehung mehr. Ich bin heute sogar sehr froh darüber, dass ich mir keine Familie, also Frau und eventuell noch Kinder, ans Bein gebunden habe. Beruflich mache ich seit einigen Jahren eine ziemlich schwierige Phase durch, die mich voll fordert. Wenn ich mich nach Feierabend noch um eine Frau "kümmern" müsste - ich würde es nicht schaffen und müsste wie ein Clown etwas vorspielen. Ab einem bestimmten Stress-Level im Beruf kennt man keine Einsamkeit mehr, sondern das völlige Abschalten ohne Menschen im privaten Umfeld ist eine unbedingte Notwendigkeit.

Kann ich als Frau gut nachvollziehen. Ich finde es sehr gut, dass du dich so klar und ehrlich hier beschreibst. Leider gibt es von dir zu viele und das ist m.E. auch ein Grund dafür, dass viele Frauen ungewollt Single sind bzw. nur Männer kennenlernen, die nur Affären oder ONS wollen.

Auch das älteste Gewerbe schreibt immer noch schwarze Zahlen. Ist für mich auch soweit i.O.

Mir ist "Aufwand und Nutzen" einer Beziehung inzwischen auch in Beziehung SEX nicht mehr gegeben. Leider habe ich nicht den Mann gefunden, der mir die Nähe und den tollen Sex bieten konnte. Die letzten Erfahrungen mit Männer in meinem Alter waren von Potenzstörungen etc. geprägt. War doch etwas frustrierend. Dazu kamen noch andere Probleme.... nee, mag ich mir nciht mehr antun. Dann lieber gehe ich tanzen und lass mich von einem jüngeren Mann anbaggern und vielleicht auch von dem verführen.

w 48
 
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  • #9
Ich habe eher die Erfahrung gemacht dass eine Frau ab 50 fast immer zu Sex bereit ist. So sehr, dass ein normeaer ü50er nicht immer nachkommen kann. Daran ist bei mir eine Fernbeziehung gescheitert, 4 x Sex auf 36 Stunden war mir am Schluss zuviel.
 
  • #10
Im Kern ist es aber so, dass sich (nahezu) flächendeckend alle Männer eine Partnerin wünschen, beginnend mit ca. 14 Jahren, endend nicht vor dem 80. Lebensjahr. Es mag da manchem an der Energie oder der Sozialkompetenz fehlen, um eine zu finden, aber nicht am Wunsch.

Bei Frauen ist das anders. Frauen vermissen ein Fehlen der Sexualität weniger und neigen dazu, es sich eher im Singleleben gemütlich zu machen. Vor allem, wenn sie erst mal so ca. die 40 erreicht haben.
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Was die Männer angeht, kann ich das natürlich nicht wissen, halte aber diese Pauschalaussage, wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue, für sehr übertrieben.

Ebenso bin ich doch immer wieder überrascht, wie gut einige Männer glauben, über unsere Empfindungen, Gefühle und unser Verhalten in bestimmten Altersgruppen Bescheid zu wissen, bestimmen zu können oder Dieses und Jenes einfach als Tatsache zu propagieren, weil es ihnen gerade gefällt und ins Konzept passt.

Wer keine Ahnung von dem Innenleben der Frau(en) hat, sollte sich doch lieber nicht dazu äußern.

Sicher gibt es zu beiden Behauptungen über Männer und Frauen auch Treffer, aber - bitte - hört doch endlich einmal damit auf, DIE MÄNNER und DIE FRAUEN pauschal zu katalogisieren! Wann begreift ihr, dass das bei Lebewesen (und der Mensch gehört ja noch dazu...) einfach nicht funktioniert?
 
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  • #11
Das Bedürfnis kann bereits mit 38 verloren gehen. Mit 50 hat man dann sozusagen bereits ein Jahrzehnt Übung und Erfahrung damit. Insofern ist es dann noch weniger problematisch. M, 41

Geht damit nicht auch das Bedürfnis nach menschlicher Nähe, sich dem Gefühl von Herzenswärme, gespürter Zuneigung verloren? Ich meine damit nicht die reine sexuelle Handlung. Mir geht es um das schöne Gefühl von emotionaler Zuneigung, Nähe und Wärme. Fehlt Euch denn da rein gar nix? Liebevolle Umarmungen, kuscheln am Sofa, die Nähe und Wärme des geliebten Menschen spüren.. Stumpft man da nicht langsam aber sicher emotional ab? Fängt man an, sich mit einer Mauer zu umgeben, nur um nichts mehr an sich ranzulassen? Oder verspürt Ihr wirklich rein gar keinen Wunsch bzw. Verlangen mehr danach? Wie kompensiert Ihr das, wie gleicht Ihr das aus?

Ich selbst (w/42) bin seit 1,5 Jahren Single und mein Exmann war ein ziemlicher Abgrenzer und Distanzmensch und es hat mir in der Ehe schon gefehlt. Eine neue Partnerschaft kommt für mich noch länger nicht in Frage, da ich noch zuviel zu verarbeiten habe. Sex vermisse ich (noch) nicht, aber die emotionale Seite fehlt mir ehrlich gesagt schon, das muss ich zugeben. ONS und Affären sind nicht meins und ich möchte keinen Mann "benutzen", um das, was mir grad fehlt, zu bekommen - da gehört bei mir einfach mehr dazu, das wäre nicht ehrlich gegenüber dem anderen.
 
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