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Gast

  • #1

Genügt es wirklich nur sich selber zu lieben?

Ich habe mal eine Frage. Mir ist aufgefallen, dass viele Therapeuten und Ratgeber empfehlen sich selber zu lieben. Es sollte genügen, ein Partner ist gar nicht mehr nötig. Kinder auch nicht, denn gemäss diesen Therapeuten machen auch Kinder nicht glücklich. Man solle sich eher darauf konzentrieren sich selber zu verwirklichen und mit sich selber zufrieden und glücklich zu sein. Ich war immer recht zufrieden mit mir. Ja, ich kann definitiv sagen, ich mag mich. Ich verbringe gerne Zeit mit mir. Ich gehe gerne mit mir auf Reisen, liebe meinen Job und meine Freunde. Trotzdem ist es doch legitim, das Bedürfnis nach einem Mann und/oder Kindern zu haben. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, aber nur ein Partner würde es komplett machen. Nur mit einem Partner kann ich meinen grössten Wunsch einer Familie verwirklichen. Die Psychologin kann diesen Wunsch nicht verstehen. Aber ist das Bedürfnis nicht normal?
 
M

Mooseba

  • #2
Wenn diese Psychologin diesen Wunsch nicht verstehen kann, solltest du sie nicht verstehen können. Die Frau ist komisch und wer weiß, was sie selbst verbirgt bei diesem Thema. Dieses Bedürfnis ist völlig normal und es ist schön, dass du es hast. Ich wünsche dir alles Gute dafür.

Ob es nur genügt, sich selbst zu lieben? Schwer zu sagen, aber vielleicht ist es so. Menschen, die das können, haben auch die beneidenswerte Fähigkeit, nicht so viel auf das Urteil anderer über sie zu geben.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich mich leistungsunabhängig lieben kann. Schlechtes Gewissen und Schuldgefühle bzw. der Blick auf Erreichtes und zugleich der Blick auf Ansprüche und auf andere macht mir das stets sehr schwierig. Na ja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

(m,31)
 
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Gast

  • #3
Liebe FS,

du hast da was falsch verstanden. Erst wenn man sich selber richtig gesund liebt, dann ist man für eine Beziehung wirklich bereit und fähig.

Wer sich selber nicht liebt, kann auch andere Menschen und eigene Kinder nicht lieben. Ist logisch,oder?

Ich liebe mich selber, habe viel getan, um dahin zu kommen, aber bin unfreiwillig Single, weil ich so viel Männer kennenlerne, die keine gesunde Selbstliebe haben, die man braucht, um eine gesunde Beziehung aufzubauen.

Es gibt viele Menschen, die sich selber nicht mögen, geschweige den lieben. Das sieht man u.A. daran, wie sie mit sich selber umgehen. Ungesunde Ernährung, selbstschädigends Verhalten, Süchte aller Art usw.

Hast du jetzt den feinen Unterschied in der Betrachtungsweise verstanden? Deine Wünsche sind normal und legitim. Das dich deine Psycholigin nicht richtig versteht, scheint vielleicht daran zu liegen, dass du dich falsch ihr gegenüber ausdrückst und anscheinend dein Lebensglück von einer Familie abhängig machst. Das Denken ist allerdings falsch. Aber vielleicht bist du noch zu jung, um das zu verstehen. Eine eigene Familie zu haben, kann glücklich machen, aber muss es nicht. Lies dir mal hier im Forum die vielen Beiträge durch. Dann wirst du lesen, dass viele Menschen mit Familie nicht glücklich geworden sind.

w 50
 
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Gast

  • #4
Doch, ist normal. Lass Dir nix einreden. Sich selbst zu lieben/mögen ist die Voraussetzung für eine erfüllte Beziehung. Aber wenn einem nun mal danach ist das Leben zu teilen, dann ist das ein legitimer Wunsch. Es sollte halt nicht als die "einzige" Erfüllung, also Bedingung zum Leben verstanden werden, sonst wird es verkrampft.
 
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Gast

  • #5
Ich habe durch meinen Partner gelernt, mich zu akzeptieren. Das war für ihn sicher harte Arbeit und ist es möglicherweise noch. Ob das bleibt, falls er mal gehen sollte, ist auch fraglich.
 
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Gast

  • #6
Ich habe mal eine Frage. Mir ist aufgefallen, dass viele Therapeuten und Ratgeber empfehlen sich selber zu lieben. Es sollte genügen, ein Partner ist gar nicht mehr nötig. Kinder auch nicht, denn gemäss diesen Therapeuten machen auch Kinder nicht glücklich. Man solle sich eher darauf konzentrieren sich selber zu verwirklichen und mit sich selber zufrieden und glücklich zu sein. Ich war immer recht zufrieden mit mir. Ja, ich kann definitiv sagen, ich mag mich. Ich verbringe gerne Zeit mit mir. Ich gehe gerne mit mir auf Reisen, liebe meinen Job und meine Freunde. Trotzdem ist es doch legitim, das Bedürfnis nach einem Mann und/oder Kindern zu haben. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, aber nur ein Partner würde es komplett machen. Nur mit einem Partner kann ich meinen grössten Wunsch einer Familie verwirklichen. Die Psychologin kann diesen Wunsch nicht verstehen. Aber ist das Bedürfnis nicht normal?
Klar ist das Bedüfrnis normal, aber es ist ebenso normal, dass man in der heutigen Zeit und Gesellschaft vorwiegend auf sich selber schauen muss. Wir leben in einer sehr egoistischen Welt, in der das Miteinander eher klein geschrieben wird und viele Leute allein dastehen.
Ein Psychologe ist dazu da, dich an die gesellschaftlichen Erfordernisse anzupassen - egal was für eine Gesellschaft das ist. Du sollst nicht die Welt verändern, sondern dich anpassen. Dann hat der Psycho seinen Job gut gemacht. In unserer kalten Welt ist es gesund, ebenso kalt zu sein, auch wenn das in einer Gesellschaft, die den menschlichen Bedürfnissen nach Wärme und sozialem Umgang eher entspräche, überhaupt nicht gesund wäre.
Deine Psychologin konfrontiert dich mit genau dem Unverständnis, dem du auch sonst begegnest. Und dafür lässt sie sich auch noch fürstlich bezahlen.
 
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Gast

  • #7
Nein, es genügt nicht nur sich selbst zu lieben. In einer gesunden Beziehung findet man eine Bereicherung für das Leben. Familien sind der natürlichste Zustand der Welt. Ich sehe diese Aussage so, dass ich mit mir in Frieden leben muss, um mit anderen in Frieden zu leben.
Das Ziel dieser Selbstliebe ist m.E. nicht allein zu sein.
w44
 
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Gast

  • #8
für mich ist ein Leben ohne Liebe und Erotik nicht wirklich lebenswert. Egal ob man sich selbst liebt, das ist doch kein Ersatz. Wie heißt es so schön: "küssen kann man nicht alleine". Das sagt doch schon alles.

w
 
G

Gast

  • #9
Sich selbst lieben und dann ist alles in Ordnung...ist ja soooo einfach! Zig Workshops, Seminare usw. stehen immer unter diesem Titel, warum wohl? Weil wir als Kinder von unseren Eltern und unserer nahen Umgebung lernen, was Liebe ist und wenn die selber damit beschäftigt sind, sich selbst zu verwirklichen, kommt diese Liebe und somit auch die Bildung von Urvertrauen zu kurz. Ein Teufelskreis. Ich denke, mit sich so ziemlich im Reinen zu sein, genügt auch schon, um lieben zu können und eine Beziehung zu führen oder sogar eine Familie zu gründen. Lass Dich von Deiner Psychologin nicht verunsichern. Auf der anderen Seite bist Du ja aus irgend einem Grund bei ihr und vielleicht meint sie mit ihrer Aussage etwas speziell auf Dich Gemünztes? Dein Wunsch nach einer Familie ist in meinen Augen aber absolut natürlich.

w, 38
 
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Gast

  • #10
m42
Mittlerweile wird der Satz "Man muss sich selber lieben können" schon inflationär gebraucht, so als ob man den nur erfüllen müsste, dann würde es schon klappen.
Es mag vielleicht helfen, aber ich würde mich nicht auf dieses Ziel fokussieren.
 
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Gast

  • #11
Natürlich ist es wichtig dass du zuerst einmal dich liebst.
Sonst kannst du nicht einen anderen lieben.
Ich kenne die extremen Ansichten deiner (feminist.?) Therapeutin nicht, daher
nur Vermutung dass sie bei dir eine gewisse Fixierung und Erwartungshaltung
meint entdecken zu können: Bitte komm doch lieber Mann und mache
mich, mein verkorkstes, unfertiges, unvollkommenes, armes Leben komplett, reich und schön.
Es sollen ja immer noch Frauen rumrennen die so denken: ohne Mann bin ich nichts wert, ohne Mann werde ich niemals glücklich, ohne Mann ist dies und das.
Die Wahrheit ist: mit Mann wirst du nicht lange glücklich wenn du es vorher, allein, auch nicht warst.
Es gibt dazu verlässliche Langzeitstudien. In Singlezeiten lernst du wer du bist, was du allein bewirkst, was du an dir selbst hast. Mit Überheblichkeit und Egomanie hat das nichts zu tun.
Wir müssen das lernen, sonst sind wir nicht liebesfähig und mit uns selbst im Reinen. Du hast auch nicht die Gelassenheit jemandem etwas zu geben wenn du dauernd das Gefühl hast
du selbst bist eine im Leben zu kurz gekommene. Nur ein guter Single ist auch ein guter Lebenspartner, so ungefähr ist das. Richtig ist dass du mit einem langjährigen Partner ganz andere Ziele und Projekte in den Blick nehmen kannst als allein, auf dich gestellt.
 
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Gast

  • #12
m42
Mittlerweile wird der Satz "Man muss sich selber lieben können" schon inflationär gebraucht, so als ob man den nur erfüllen müsste, dann würde es schon klappen.
Es mag vielleicht helfen, aber ich würde mich nicht auf dieses Ziel fokussieren.
Auch hier falsch verstanden. Sich selbst zu lieben ist keine Garantie, dass es dann auch mit der Liebe klappt.

Sich selbst zu lieben ist nur eine sehr sehr wichtige Grundlage. Es müssen auch noch andere Dinge vorhanden sein, dass es mit der Liebe klappt. Dazu gehört auch u.A. passende Männer auf dem Singlemarkt, die sich auch selbst lieben und alle Grundbedingungen halbwegs mitbringen, damit eine Beziehung wachsen und gut gedeihen kann.
 
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Gast

  • #13
Hallo liebe FS,
diese "sich selbst lieben" Gerede kenn ich nur zu gut. Ich habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht.
Zuerst einmal, während meiner Therapie wurde mir erklärt, dass diese Bedürfnis nach Liebe, einem Partner und dem Gründen einer Familie im Hirnstamm eines Menschen verankert ist. Es handelt sich also um etwas biologisches und somit ist der Drang eine Familie gründen zu wollen und einen Partner zu haben, etwas absolut Natürliches und in jedem Menschen vorhanden. Außerdem kommen meist nur durch diese biologischen Instinkte überhaupt andere Menschen auf die Welt. Wie würden ja sonst aussterben, wenn jeder nur mit sich selbst beschäftigt wäre, sich selbst zu verwirklichen und zu lieben und den ganzen Kram, den man immer so liest und hört.
Meiner Ansicht nach, ist mit diesem "sich selbst lieben" gemeint, dass man sich selbst akzeptieren sollte um in der heutigen Gesellschaft zurecht zukommen und sein Potential ausschöpfen zu können und an sich glauben kann, also eine optimistische Einstellung zu haben, auch wenn nicht immer alles so läuft, wie man sich das vorstellt. Weil Menschen, die von großen Selbstzweifeln geplagt werden, sich im Leben mit vielem schwer tun können und das könnte auf Dauer auch eine Beziehung belasten.
Also ich glaube jeder Mensch hat das Bedürfnis eine Familie haben zu wollen (egal ob er sich selbst liebt oder nicht) und diejenigen, die das nicht zugeben, haben meist selbst irgendwelche Probleme mit sich selbst oder der Welt, in der sie leben. Darunter gibt es bestimmt auch diejenigen, die sich selbst so sehr lieben, dass da gar kein Platz mehr ist, jemand anderen lieben zu können. Meiner Ansicht nach kann eine Beziehung zu einem Partner, dir auch die Kraft geben dich zu lieben und neue Dinge an dir zu entdecken, für die du dich dann noch mehr magst. Ich finde nicht, dass man nur wenn man sich selbst liebt, erst mit jemanden zusammen sein kann (man sollte sich aber akzeptieren), denn jeder Mensch ist irgendwie von Zweifeln geplagt und seien sie auch noch so klein und diese sind auch wichtig weil sie einen selbstreflektiert denken lassen.
Lass dir nichts von den Therapeuten einreden. Meiner Erfahrung nach probieren die alle möglichen Strategien und Theorien an einem aus, um eine zu finden, die auf dich zutreffen könnte und dann versuchen sie dich anhand ihrer im Studium erlernten Theorien dazu zu therapieren.
 
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Mooseba

  • #14
Wofür soll man sich denn lieben? Ich versuche das auch wieder und dann ist es schnell wieder vorbei. Gestern war einer der schlimmsten Sonntage überhaupt für mich. Heute geht es so weiter: schwül-heißes Wetter, schöne junge Frauen in kurzen Sachen, an die ich mich nie rangetraut habe, Arbeit, vor der ich mich fürchte, kein wirklich optimistischer Blick in die Zukunft (größer als 170 cm werde ich nicht mehr, voller wird mein Haar auch nicht mehr usw.)... und schwupp sind alle Versuche, sich selbst zu lieben, erstmal wieder fehlgeschlagen. Das Leben ist kein Spaß.

(m,31)
 
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Gast

  • #15
Wofür soll man sich denn lieben? Ich versuche das auch wieder und dann ist es schnell wieder vorbei. ... schwül-heißes Wetter, schöne junge Frauen in kurzen Sachen, an die ich mich nie rangetraut habe ...
(m,31)
Wie wäre es wenn du dir ein Lebensziel suchst? zB anderen Menschen behilflich sein, oder wenn dir das nicht "edel" genug ist, dann widme dich doch gleich der "Menschheit" zu... Charakter verhilft zu Ausstrahlung.

( Und wenn du ständig noch nach den jungen Frauen schielst - wie soll das mit deiner Freundin funktionieren? Und was ist mit ihr - ist sie etwa nur deine "Notlösung" ? )
 
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Gast

  • #16
Das du gesund bist, dass du vielleicht nicht von der aktuellen Flut betroffen bist, dass du nicht obdachlos bist, dass du eigentlich ein kluger Mann bist, nur durch deine Eltern verpfuscht wurdest, aber trotzdem lebst und dich mit sich selber auseinander setzt.

Das dein Körpergröße nicht so wichtig ist, deine Haare auch nicht. Denke an die kleinen Schauspieler aus den USA, z.B. Devito. Der ist auch was geworden....

Treibe Sport, ernähre dich gesund, notfalls Glatze, schicke Klamotten, sehr gutes Benehmen, an der Höflichkeit arbeiten, denn damit kann Mann immer punkten.

Aber wenn du bei den Frauen so auftrittst, wie du es hier ab und an an einen deiner schlechten Tage hast, dann brauchst du dich nicht zu wundern. Mit so einem Miesepeter will keine Frau was zu tun haben.

Du bist noch jung genug, weiterhin an deiner Persönlichkeit zu arbeiten. Es gibt genug kleine Frauen unter 1,60cm die keine großen Männer wollen. Aber dann muss der Mann mit anderen Dingen punkten und die haben nicht immer was mit Geld zu tun.

w 49
 
M

Mooseba

  • #17
Aber wenn du bei den Frauen so auftrittst, wie du es hier ab und an an einen deiner schlechten Tage hast, dann brauchst du dich nicht zu wundern. Mit so einem Miesepeter will keine Frau was zu tun haben.
Ich war jungen Frauen gegenüber immer sehr freundlich, gebracht hat es nie was. Miesepetrig trete ich anderen gegenüber nicht auf, weil sich das nicht gehört. Das ist hier sicher anders, tut mir leid. Und mittlerweile weiß ich aus dem Forum, dass Freundlichkeit, gutes Benehmen, kräftige Schultern eben nicht ausreichen. Jetzt habe ich ja eine Freundin, aber mit Gelassenheit habe ich das nicht erreicht. Da kann man sich noch so lieben, ohne Zwang und Strenge geht im Leben nicht viel. Und jetzt ist das schöne Leben eh vorbei, für Interessen, wie ich sie früher noch hatte, außerhalb der Arbeit fehlen mir Interesse und Motivation. Da hatte mein Vater völlig recht: Das sollte bis zum Abschluss des Studiums durchgezogen haben, danach wird es nicht mehr.
 
  • #18
Wir alle wollen von Anderen geliebt werden. Aber solange wir uns selbst nicht lieben, achten und respektieren wird das nicht wirklich funktionieren. Daher heißt der erste Schritt zu echtem Selbstvertrauen und auch zur wahren Liebe: "Ich liebe mich selbst". Ich habe auch im privaten Kreis festgestellt, daß die meisten Menschen sich nicht wirklich lieben. Selbsthass, Abwertung der eigenen Person, Minderwertigkeitskomplexe, diffuse Schuldgefühle und eine tiefverwurzelte Gewissheit von "Ich bin irgendwie nicht gut genug". zeigen einen tiefen Mangel an Herzenswärme für sich selbst. Diese Gefühle entstehen in der Kindheit und überschatten unerkannt oft unser ganzes privates und berufliches Leben. Sich selbst zu lieben bedeutet nicht, übertrieben egoistisch zu sein, sondern ein Gefühl für den eigenen Wert und gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln.
Beantworten Sie sich in einer stillen Stunde einmal folgende Fragen: Habe ich mir in meinem bisherigen Leben genug Liebe, Fürsorge und Respekt zukommen lassen? Waren immer nur die Bedürfnisse Anderer wichtig ? Habe ich mich selbst seelisch gequält durch übertriebenen Perfektionismus, negative Gedanken, Zweifel und Ängste? Habe ich meinen Körper misshandelt durch falsche Eßgewohnheiten, mangelnde Bewegung, zu wenig Ruhe, zuviel Alkohol und Nikotin? War ich überzeugt, daß man Gefühle wie Wut, Hass, Angst und Trauer „hinunterschlucken" muss um akzeptiert zu werden? Habe ich zugelassen, dass Andere mich ausnutzen, demütigen, terrorisieren oder schlagen? Verzichte ich bei Konflikten darauf meine eigene Meinung zu sagen, weil ich Angst vor Streit habe? Baue ich Stress durch Entspannungstraining ab oder schade ich meinem Körper durch noch mehr Essen, Nikotin, Alkohol oder Beruhigungsmittel? Ist meine Partnerschaft im Großen in Ordnung oder werde ich gerade dort zu oft gekränkt?
Viele von uns warten, bis der berühmte Reiter auf seinem weißen oder schwarzen Pferd kommt und uns vor all unseren Problemen rettet. Aber der Schmerz in unserem Leben wird nicht durch einen anderen beendet, sondern nur durch uns selbst. Wenn ich mich liebe weiß ich, dass es in meiner Macht liegt, mich selbst zu retten. Jeder von uns hat die Kraft, sein Leben zum Besseren zu verändern, auch wenn wir uns momentan schwach, hilflos und ausgeliefert fühlen. Wie bedrückend die jeweiligen Lebensumstände auch sein mögen, wir können immer etwas tun, um eine Änderung zum Besseren herbeizuführen. Der erste Schritt dazu heißt: Sich selbst lieben. w52
 
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Gast

  • #19
Oh je... ihr seid ja alle auf dem Holzweg.

Mir ging ewig dieser Satz nicht aus dem Kopf und er klang/klingt falsch. Er klingt auch, als stimme mit mir was nicht und als könnte ich durch "Arbeit an mir selber" (was ich auch lange nicht verstand) da was ändern. Aber manchmal helfen keine Therapeuten und manchmal labern Menschen nur Blödsinn und oft genug sind das nicht mal eigene Gedanken, sondern nur Nachgekaue. Ja. Kann man mit Kühen auf der Weide vergleichen, aber die geben wenigstens noch Milch und Fleisch. Hier kommt nur Quatsch.

Also mal ehrlich: Wenn man in sich keine Liebe fühlt für sich selber, was macht man da? Wie soll man sich bitte selber lieben? Wenn man irgendwo am Mantel ein Loch hat, das groß genug ist, dass man durchschauen kann, dann näht man es mit einem Stück Stoff zu, oder? Und? Nimmt man das etwa aus dem gleichen Mantel? Natürlich nicht, würdet ihr sagen. Sonst hab ich ja wieder woanders ein Loch. Das Gleiche mit einem Konto, bei dem man keinen Dispo hat. Wenn kein Geld drauf ist, kann man auch nicht sagen, ok, dann nehm ich Geld von diesem Konto und tu's aufs Konto und dann ist wieder gut. HAHA.
Versteht ihr die Unlogik des Ganzen und meinen Erklärungsversuch? Ich stolper immer wieder über diesen Satz mit dem "sich-selber-lieben", das ist so eine neuartige Modeerscheinung (ich hoffe, es ist nur eine!), bei der der Egoismus gefördert wird. Alle springen auf diesen Zug auf.

Und nun: wie kommt man aus diesem Dilemme wieder heraus? Mit Liebe von AUSSEN! Woher kommt die, wenn jeder Mensch verletzt ist und ein Manko hat? (Mal abgesehen davon, kann man sehr wohl lieben, auch wenn man sich selber ablehnt (man hasst NIE alles an sich, sonst würde man sich einfach umbringen und gut ist...). Das hab ich erlebt und selber gefühlt. Nein, diese Liebe muss von Gott kommen. Und hier ist die gute Nachricht (Evangelium): Er TUT es bereits. Man muss sich nur ihm zuwenden. Jesus sprach vom Wasser des Lebens.

Mir ist klar, dass jetzt viele denken, ich hab nen Knall, oder dass die Moderation meinen Beitrag kürzt (lieber Mod, an dieser Stelle bete ich für dich, dass du dir das durch den Kopf gehen lässt, denn auch du brauchst Gottes Liebe!).

Zur Fragestellerin: Mit dir ist alles, aber auch wirklich ALLES okay. Brich lieber diese komische Therapie ab. Warum machst du eigentlich eine? Es scheint doch alles ok zu sein? Ich bin auch Single. Mal geht es mir gut damit, mal nicht. Allerdings ist mein "Job" hier nicht, einen Partner zu haben. (welchen Job ich hab, steht in Bibel, im Neuen Testament ;) )

Gottes reichen Segen euch allen <3
Liane, w, 31
 
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Gast

  • #20
Wenn man sich selbst liebt, nur dann kann man auch andere lieben.

Die Quintessenz: wer mit sich selber nicht klar kommt, wird auch Probleme haben, andere Menschen für sich einzunehmen.

Lass mich dem Esoterik-Verdacht ganz nüchtern ein Beispiel aus der Praxis gegenüber stellen: Frauenhausfall:
Er schlägt wiederholt zu, er behandelt sie schlecht, sie kehrt trotzdem jedes Mal zu ihm zurück. "Aber ich liebe ihn doch so!".
Aus dem Stand kommt mir mehr als eine Idee, was es außer "wahrer Liebe" sonst noch sein könnte, was sie an ihn bindet?
Das geht vom Ziehen des Selbstwerts daraus, dass überhaupt jemand sie liebt, und wenn es so ein Idiot ist, über die Sehnsucht nach Sicherheit/Angst vor Veränderung, bis hin zum insgeheimen Glauben, sie sei ja tatsächlich so unwert und er habe ja Recht, sie so zu behandeln.
Wirklich zu lieben ist eben etwas anderes als den Anderen zu brauchen um elementare empfundene Defizite auszugleichen.
Wirklich zu lieben heißt, ich bin auch ohne den anderen "heil" und kann mich ihm so, wie er ist, nähern statt ihn zu instrumentalisieren.

Es ist, Erich Fromm zufolge, im Sinne von Selbstannahme gemeint; in Abgrenzung von Narzißmus und Überheblichkeit.
Auch die Bibel sagt und meint das ganz wörtlich: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". Nicht weiter schwer, oder?
 
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Gast

  • #21
Dein Bedürfnis ist normal. Nur frage dich warum erst ein Partner und Kinder dein Leben vollkommen machen werden. Da ist der irgendwo der wurm drin. Das meint evtl deine Psychologin.
 
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Gast

  • #22
Liebe und Kinder sind für mich der Sinn des Lebens. Wie soll man ohne glücklich werden?

w/27
 
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Gast

  • #23
Ich denke der Umkehrschluss ist hier interessant:

Man sollte nicht annehmen, dass ein Partner oder Kinder einen glücklich machen können.
Entweder ich bin glücklich, dann wird mein Glück mit dem richtigen Partner und Kindern bestehen bleiben und sich vertiefen. Oder ich liebe mich nicht. Dann kann auch kein Partner mich glücklich machen.
 
G

Gast

  • #24
Ich denke der Umkehrschluss ist hier interessant:

Man sollte nicht annehmen, dass ein Partner oder Kinder einen glücklich machen können.
Entweder ich bin glücklich, dann wird mein Glück mit dem richtigen Partner und Kindern bestehen bleiben und sich vertiefen. Oder ich liebe mich nicht. Dann kann auch kein Partner mich glücklich machen.
= kurz und gut ausgedrückt.

Aber auch ich arbeite noch dran und wünsche mir einen Partner. Habe mal gehört, dass einem meist dann erst jemand begegnet, wenn man grad nicht danach sucht (z.B. weil man mit sich selbst zufrieden ist, so wie es grad läuft). Also das Henne-Ei-Problem…

Dennoch denke ich, dass die Situation, die jeder grad durchlebt, genauso für ihn vorgesehen ist. Meist muss eine nächste Entwicklungsstufe erreicht werden, dann tun sich Türen auf. Ich würde es zwar nicht so krass wie Liane (s.o.) ausdrücken, aber auch ich bin mir sicher: Gott ist mit von der Partie und hat so seine Pläne mit uns, ob sie uns grad gefallen oder nicht… ;)

In diesem Sinne: Genieß auch allein den wunderbaren Frühling!

w37
 
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Gast

  • #25
Liebe und Kinder sind für mich der Sinn des Lebens. Wie soll man ohne glücklich werden?

w/27
Was machen die Menschen, die keinen Mann bekommen und durch gesundheitliche Probleme usw. kein Kind bekommen könnenn? Sollen die sich erschiessen, oder was?

Der größte Irrglaube eines Menschen ist, dass erst ein Mann/Frau und Kind so richtig glücklich machen. Wer so denkt, denkt noch sehr kindlich und nicht erwachsen.

w50
 
  • #26
Was machen die Menschen, die keinen Mann bekommen und durch gesundheitliche Probleme usw. kein Kind bekommen könnenn? Sollen die sich erschiessen, oder was?

Der größte Irrglaube eines Menschen ist, dass erst ein Mann/Frau und Kind so richtig glücklich machen. Wer so denkt, denkt noch sehr kindlich und nicht erwachsen.

w50
a.) substituieren. und

b.) das haben schon etliche grosse Denker von vergangenen und aktuellen Zeiten widerlegt.. Nichts ersetzt das Gefühl von eigener Famillie.. kein Geld und kein Hobby.
 
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Gast

  • #27
Ich glaube nicht, dass es reicht, sich selbst zu lieben.
Aber es macht das Leben in vielen Situationen deutlich leichter, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.
Ein Mensch kann einen anderen nur dann glücklich machen, wenn er selber glücklich ist.
Und ich glaube, er kann auch nur dann Liebe geben und empfangen, wenn er sich seiner Liebenswürdigkeit bewusst ist.
 
  • #28
Nein, es genügt nicht. - Wenn man mehr vom Leben erwartet.

Wie soll man sich selber lieben können - wenn Andere es nicht lieben ?

Wie soll man als Mann z.B. 1,60 m. oder 1,70 m. eigene Körpergröße lieben - wenn keine Frau so einen "kleinen" Mann haben will ?

Wie soll man als Frau sein Aussehen lieben - wenn das keinem Mann gefällt - aber sich nicht ändern lässt ?

Man kann versuchen, mit sich selbst und seinem Leben zufrieden zu sein.
Aber es kann Hindernisse geben, mit Denen man nicht zufrieden sein kann.
Ein Mensch kann einen anderen nur dann glücklich machen, wenn er selber glücklich ist.
Und ich glaube, er kann auch nur dann Liebe geben und empfangen, wenn er sich seiner Liebenswürdigkeit bewusst ist.
Aber dazu den Anderen braucht, weil es sonst nicht bei ihm funktioniert.

Wie kann man als Single glücklich sein, wenn man kein Single sein will ?
Wie kann man Liebe geben und empfangen - wenn sie Keiner haben will ?
Die Singlebörsen sind voll von Mio. Menschen Denen es so ergeht. Denn sonst wären sie ja nicht dort ?

Diese Psychologen etc. - machen es sich zu einfach.
Und sollten erst mal selber in solchen Situationen sein, bevor sie Anderen die Selbst-Liebe predigen.

(m,53)
 
G

Gast

  • #29
Wie soll man sich selber lieben können - wenn Andere es nicht lieben ?

Wie soll man als Mann z.B. 1,60 m. oder 1,70 m. eigene Körpergröße lieben - wenn keine Frau so einen "kleinen" Mann haben will ?
Wenn Du Dich selbst liebst, sorgst Du selbst gut für Dich und Deine Bedürfnisse, bist gut zu Dir und unabhängig davon, von einem Partner gemocht / geliebt zu werden.

Meine Meinung: Um sich selbst zu lieben, braucht es keinen Partner, jedoch soziale Kontakte (Bedürfnispyramide nach Maslow), neben viele anderen "Komponenten".
Wer angibt, unbedingt einen Partner zu brauchen, gibt die Verantwortung ab, für seine Bedürfnisse selbst zu sorgen.
 
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Gast

  • #30
Du hast es nicht begriffen. Du bist änglichst und ohne Selbstwert.
Du suchst im Prinzip etwas Vorzeigbares, Sicherheit, Halt, gute Gespräche, einen Parter zum Anlehnen und Turteln.... Etwas ganz Normales eben.

Im Prinzip fühlen sich ein Großteil vieler Menschen in einer Beziehung und Ehe aber sehr wohl alleingelassen - also keine Wunscherfüllung. Mit anderen Worten, dein zukünftiger Partner wird dich nicht vollkommen befriedigen können. Du wirst enttäucht werden, du wirst viel alleine sein, dein Partner geht den ganzen Tag arbeiten, kommt nach Hause und will seine Ruhe vor dir haben. Du wirst Hausfrau und Putzfrau für ihn sein. Dein Partner wird vielleicht genau das Gegenteil von dir sein oder komplett andere Hobbys haben, die du nicht verstehst. Dann wirst du wieder allein oder gefrustet sein. So wie du es dir vorstellst, wird es nicht laufen! Wach auf!

Wenn du dich nicht mit dir selber beschäftigen kannst und es nicht magst alleine zu sein und mit dir alleine auskommen kannst, dann wirst du immer unglücklich sein.
Was du willst ist Selbstaufopferung. Du kannst dich nicht mit dir alleine beschäftigen, hast es auch nie gelernt und willst es auch nicht versuchen zu lernen. Du magst dich, aber liebst dich nicht. Darin liegt schon ein Unterschied. Wenn dein Partner dich verlässt, weil er dich nicht mehr liebst, bricht dann eine Welt für dich zusammen und du springst von der nächsten Brücke oder was? Du wirst keinem zweiten Menschen als dir selber trauen können, weil du eben am Wichtigsten bist und alle anderen gehen.

In meinen Augen muss man dich anders therapieren. Du scheinst kein Selbstbewusstsein zu haben und eine labile hiflose Persönlichkeit kurz vor dem Zusammenbrechen zu sein. Und so findest du auch keinen Partner. Es klingt grauenhaft, wie händeringend du nach einem Partner verlangst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so mit einem Partner und Familie klappen wird.