• #1

Gehälter bei Eltern: besser 100:50 oder beide 75 Prozent?

Hier im Forum lese ich immer wieder, dass Männer Frauen verurteilen, welche nur darauf aus sind zu Hause zu bleiben und nicht mehr arbeiten zu gehen.
Frauen hingegen verurteilen Männer, weil diese zu Hause kein bißchen mithelfen.

Ich sage schon mal, das sich ich kinderlos bin und zur Zeit auch Single also kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber wären Frauen sowie Männer bereit beide ihre Arbeitsstunden runter zu drehen? Also beide zur selben Zeit?

z.B. Beide arbeiten zu 75% oder beide zu 80%. Damit würden beide weiterhin in der Arbeit bleiben und nicht drastisch ihre Arbeitspensum senken (mit Arbeitspensum meine ich jetzt ausschließlich bei der bezahlten Arbeit). Das wäre doch auch für Arbeitgeber vertretbarer. Oder nicht? Vielleicht kann sich hierzu auch der eine oder andere Chef äußern?
Gleichzeitig würden aber auch beide Elternteile mehr Zeit mit den Kindern haben - oder auch für sich. Diese Senkung könnte man (wenn der Arbeitgeber natürlich mitmacht) dann nach ein paar Jahren wieder auf 100% steigern - oder zumindest ein Elternteil.

Meiner Meinung nach - bitte Männer nicht falsch verstehen, das ist mein persönlicher Eindruck - möchten Männer aber keine Teilzeit annehmen, weil das uncool bis karriere hemmend wäre. Ich gehe mal davon aus, dass die eine oder andere Frau auch gerne Karriere machen würde, aber bei den Frauen wird es ja als normal angesehen, dass sie einen Teilzeitjob annehmen.

Mich würde jetzt interssieren wie sich Eltern bereits entschieden haben, wie es sich manche gewünscht hätten und vor allem wieso/weshalb sie damit mehr oder weniger glücklich waren.
 
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  • #2
Ich muss doch über Deinen Beitrag schmunzeln.

Ich kenne keinen Mann, der gerne oder freiwillig seine Arbeitszeit reduziert, um im Haushalt mehr anzupacken. Ich glaube, es gibt da auch nicht viele Arbeitgeber, die da mal so locker dem zustimmen würden. UND ein Karriere -Killer ist es auf jeden Fall. Das berichten doch auch Frauen, die ihre Arbeitszeit reduzieren, die guten, spannenden Aufgaben, die werden dann an die anderen verteilt.

Es ist leicht rum zu krakelen; Frau soll doch bitte selber arbeiten und für ihren Unterhalten aufkommen und wenn Kinder da sind, ja dann hat sie bitte auch weiter zuarbeiten und zwar voll. Es ist ja auch okay, wenn der liebe Herr da auch voll mit anpackt und seinen Teil macht, im Haus und bei den Kindern. Aber da leidet eigentlich immer jemand, wenn nicht die Kinder, dann das Eheleben.
 
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  • #3
Liebe FS

teilzeit arbeiten ist extrem karriereschädigend. Deine Rentenansprüche bleiben sehr am Boden.
Sagt eine Frau und weibliche Führungskraft die nie wieder in Teilzeitfallen tappen will.
ca. 5 % der Männer möchte zu Hause in Elternzeit bleiben.
Der Rest würde nur ungern Einbussen hinnehmen. Der ein oder andere Kompromiss ist sicher verhandelbar, es hängt wesentlich von deinem Arbeitgeber ab was geht und wie lange.
 
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  • #4
Klar, rein theoretisch wäre das 75/75 Modell ganz gut. Aber die Praxis sieht halt anders aus.
Kaum ein Mann möchte TZ arbeiten und wenn, dann doch bitte ohne Karriereknick. Dies ist so gut wie nirgends möglich, selbst bei Lehrern würde das bedeuten, dass die begehrten Funktionsstellen am Mann vorbeigehen. Ich bin selbst Lehrerin, kenne bei uns aber keinen einzigen Mann, der TZ arbeitet. Mein Mann war in einem großen Konzern, auch da kein einziger Mann, der reduziert hat. Einige Männer machen das Erziehungsjahr, aber danach muss die Frau wieder reduzieren.

Männer möchten gerne, dass Frauen vollzeit arbeiten, daneben das Kind versorgen und den Haushalt machen. Großzügig beteiligen sie sich dann an der Hausarbeit, bringen den Müll raus und kochen 1 x in der Woche und verwüsten dabei die Küche. Den kleinen Rest macht dann die Frau.
Ich habe daher auf 60 % reduziert und hatte auch kein schlechtes Gewissen, als ich bei der Scheidung einen Rentenausgleich bekommen habe. Warum auch? Meine verminderten Rentenansprüche hat mein Ex eben auszugleichen, dafür konnte er ja mehr einzahlen.
 
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  • #5
...mal abgesehen dass TZ meist wirklich ein Karrierekiller ist, und zwar für w + m, kann sich kaum ein Arbeitgeber dagegen wehren, denn:
"Mit dem 2001 in Kraft getretenen Teilzeit- und Befristungsgesetz haben alle Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch darauf, die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zu verkürzen. Voraussetzung: Sie sind seit über sechs Monaten in einem Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten tätig. Seinen Wunsch nach Teilzeitarbeit muss der Mitarbeiter drei Monate im Voraus beim Arbeitgeber anmelden, am besten schriftlich. Warum er beruflich kürzer treten will, bedarf keiner Begründung. Ablehnen kann der Arbeitgeber den Teilzeitwunsch nur, wenn betriebliche Gründe dagegen sprechen. Dazu zählen eine Störung der Arbeitsabläufe oder unverhältnismäßig hohe Kosten. "

Wenn ich davon ausgehe, dass die Mehrheit der Angestellten sich nicht in leitenden Funktionen befinden, muss der Mehrzahl der TZ-Anträge eigentlich stattgegeben werden - denn kaum ein Arbeitgeber kann ernsthaft eine Störung der Abläufe etc. ins Feld führen, wenn ein normaler Angestellter z.B. seine Arbeitszeit von 40 auf 32 Stunden reduzieren möchte - also 20%.
Dass Männer das kaum machen, liegt schlicht daran, dass sie keinen Bock darauf haben
- weniger zu verdienen
- sich zuhause dann um Haushalt und Kinder kümmern zu müssen (Windeln wechseln statt Meetings...)
- einen Karriereknick befürchten
- die Rentenansprüche sinken

Ich arbeite in einem Männerberuf und kaum ein Mann in meinem Umfeld will TZ arbeiten, die o.g. Argumente werden da gern ins Feld geführt, natürlich neben dem Totschlagargument "Ein Kind braucht seine Mutter"!
 
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  • #6
FS wenn Du jetzt mal ehrlich bist, wie viele Männer kennst Du, die so viel verdienen, dass eine vier Köpfige -Familie von diesem Geld gut leben kann!

Im Prinzip, wenn man ehrlich ist, stehen dem Mann auch nicht die 100% seines Gehaltes zu, wenn die Frau nur Teilzeitkraft ist. Denn den Steuervorteile sollte er da bitte abziehen. Zwischen der Stufe 1 beziehungsweise 4 ist ein großer Unterschied zur Stufe 3.

Also ich habe wie Du FS keine Kinder aber ich bekomme es in meiner Umgebung mit, selbst wenn sich die Frauen vor der Schwangerschaft und der Geburt sich was anderes vornehmen, nach der Geburt und den ganzen Hormone, ist alles anders. Und auch die Männer ändern oft ihre Meinung. Da gibt kaum eine Frau ihr 3 Monate altes Würmchen für ca. 9 bis 10 Stunden in die Krippe. Ich keine ein paar die mit 6 Monaten ihr Kind für höchsten 6 Stunden in die Krippe oder Tagesmutter geben. Ab 1 Jahr gib es ein paar, die dann voll arbeiten aber ohne Überstunden und die Kita ist im Haus oder nicht weit weg. Diese Familie haben dann auch eine Putzfrau.

Wenn ich als Frau ein Kind bekomme oder Kinder, dann möchte ich auch was von ihnen mitbekommen, ich möchte sie auch erziehen. Wenn der Vater ein Teil dieser Arbeit übernimmt, ist es okay.

Aber bei vorhandenen Kindern, können definitiv nicht beide Elternteil, bis zu einem gewissen Alter der Kinder, voll arbeiten.
 
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  • #7
Ab 1 Jahr gib es ein paar, die dann voll arbeiten aber ohne Überstunden und die Kita ist im Haus oder nicht weit weg. Diese Familie haben dann auch eine Putzfrau.

Aber bei vorhandenen Kindern, können definitiv nicht beide Elternteil, bis zu einem gewissen Alter der Kinder, voll arbeiten.

Ach? Meine Frau ist damals nach 1 Jahr wieder Vollzeit arbeiten gegangen. Eine "Putzfrau" hatte ich noch nie. Das ging völlig problemlos. Bei Freunden das gleiche. Die Kita war 5km entfernt.
 
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  • #8
Die Frage ist pauschal schlecht zu beantworten. In der Realität hängt es sicher davon ab, wie die Gehälter verteilt sind, wie beide Partner zu Familie, Kindern und Job stehen, wie sehr Teilzeit im Job möglich ist und von anderen Kriterien.

Grundsätzlich ist es bei mir zum Beispiel so, dass ich im Prinzip am Ende der Karriereleiter angelangt bin und relativ problemlos reduzieren könnte. Würde ich daher auch tun, denn ich koche zum Beispiel gerne, habe mit Hausarbeit relativ wenig Probleme und würde hätte auch Spaß an Kindern. Ich kenne aber auch Männer und (weniger) Frauen), die mit Haushalt gar nichts am Hut haben und die daher sicher damit todunglücklich wären. Und ich stimme Deinem Eindruck völlig zu: ich bin sicher eher der Ausnahmefall.

m, 46
 
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  • #9
Liebe FS,
ich (w, 55) leite eine Abteilung mit 35 Informatikern, Männerquote >70 %.

- Alle Männer, die in den letzten 5 Jahren Väter geworden sind, haben unmittelbar nach der Geburt einige Wochen Urlaub genommen und Überstunden abgefeiert, um bei ihren Kindern zu sein und ihre Frau zu unterstützen.

- In allen Fällen haben die Frauen den größten Teil der Elternzeit genommen und die Männer die letzten Wochen. Als Kinderlose bin ich zwar in diesen Dingen kenntnisbefreit, aber ich würde mal annehmen, das hatte was mit dem Stillen zu tun. Das bekommen die Männer bei allem Engagement nicht hin.

- Die Männer sind intelligent und haben genauso intelligente Frauen geheiratet. Jeder weiß, dass eine Familie auf einem beruflichen Bein schlecht aufgestellt ist und so arbeiten beide Elternteile. Die Frauen das 2. und 3. Lebensjahr des Kindes 50 %, der Mann 70-80%. Nach dem 3. Lebensjahr haben beide wieder die gleiche Arbeitszeit, wenn nicht dann das 2. Kind kommt, d.h. 75-80%. Die Frauen sind auch akademisch gebildet, wollen in ihren Berufen arbeiten und die Männer wollen keine Hausfrauen die sich für's Windeldiplom interessieren, sondern die Dynamikerinnen, für die sie sich Jahre vorher entschieden haben.

- Die Eltern teilen sich die Kitafahrdienste, der eine fängt morgens früh an, der andere bringt die Kids in die Kita. Nachmittags läuft es dann umgekehrt. Mit familienfreundlichen Arbeitszeiten wird dann noch was mit Bereitschaftdiensten am Wochenende oder Homeworking gechincht. Bei den älteren Kollegen sehe ich, dass sie dieses Zeitmodell beibehalten, selbst wenn die Kinder ü15 sind. Dann geht es schon um Work-Life-Balance.

- über das Thema Karriereknick wegen Teilzeit kann ich mich immer amüsieren. Ich arbeite wegen Work-Life-Balance 80% und bin trotzdem die Chefin. Das ist alles eine Frage von Fähigkeiten, nicht Präsenzen. Wieviele Leute machen denn wirklich Karriere, also worüber wird geredet? Ein Studium ist heute ein durchschnittlicher Bildungsabschluß. Noch nicht mal 10% der Absolventen machen etwas, was man als Karriere bezeichnen könnte. Mini-Karriere kann einer von meinen 35 Kollegen machen, wenn ich in 10 Jahren gehe. Wegen der guten Arbeitsbedingungen und Gehälter verlässt uns kaum einer freiwillig.

Meine Feststellung ist, dass junge gutausgebildete Männer sehr wohl Teilzeit arbeiten und sich um ihre Kinder kümmern wollen. Wenn ich Kandidaten für Dienstreisen brauche, dann wird um Zeitausgleiche und entschädigende günstige Arbeitszeiten verhandelt wie auf dem türkischen Basar. Diese Männer haben einfach Frauen und Kinder zuhause, mit denen sie gern zusammen sind. Von dieser Art Männer hätte ich auch gern einen genommen, gab's damals aber nicht.
Bei den Männern meiner Generation sehe ich dagegen einen Ansturm auf Dienstreisemöglichkeiten und überzogene Officepräsenzen, weil sie nicht nach Hause zu ihren nörgelnden Hausfrauen wollen.
 
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  • #10
Das was hier von Seiten der Politk und der Männer geschieht ist eine Schande!

Zum Einen wurde vor Jahren der Haushaltsfreibetrag massiv gekürzt, so dass sich Steuerklasse 2 kaum noch lohnt! Zum Anderen *darf* frau, sobald das Kind das 3. Lebenjahr erreicht hat, voll arbeiten - hat also bei Trennung/Scheidung keinerlei Anspruch auf Ehegatten-Unterhaltszahlungen (wurde auch erst vor ein paar Jahren geändert!!).

Des Weiteren wurde bei Kleinkinder, die in sog. Tagesstätten/Kitas besuchen, im Speichel zum Teil massive Stresshormone nachgewiesen. Ein Kind braucht vor allem in den ersten Lebensjahren eine feste Bezugsperson und emotionale Stabilität was kaum von den gerade mal aus der Pubertät geschlüpften kaugummikauenden Kita-Praktikanten/Damen zu erwarten ist!

Und frau schafft sich ab, weil mann kaum hilft, oft einen Streit anzettelt, um dann zu verschwinden und frau *im Regen* stehen zu lassen (oft genug von Patientinnen erfahren!) Diese Frauen landen oft bei mir mit einer Nebenniereinsuffizenz/Schwäche, durch jahrelangen Stress herbeigeführt!

Sofern frau keine Unterstützung von ihrer Herkunftsfamilie erfährt (Oma, Tanten aber auch finanziell) würde ich mir in der heutigen Zeit mehrfach überlegen, ob ich mir überhaupt noch Kinder und alles was damit zusammenhängt ***antue***!

w, 43
 
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  • #11
Am besten ist auf jeden Fall gleiches Maß an Erwerbsarbeit. Nach der Geburt meines ersten Kindes hätte ich gern die Arbeit etwas reduziert - was mein damaliger Chef mir trotz Leitungsposition ermöglicht hätte - und mir gewünscht, dass meine heutige Exfrau auch, wenn auch weniger, weiter gearbeitet hätte. Sie wollte das aber auf gar keinen Fall. Sie wollte weder, dass ich die Arbeit reduziere noch selbst auch nur stundenweise weiterarbeiten, sondern sie hat fast bis zur Volljährigkeit unseres Kindes so gut wie nicht gearbeitet, zuerst musste das Kleinkind als Begründung herhalten, dann der angeblich schlechte Kindergarten, dann die angeblich schlechte Betreuung in der Schule, dann die Nutzlosigkeit wegen der Steuerklassen und ihrer eigenen schlechten Ausbildung und zum Schluss die Aussichtslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb haben mir ganz wichtige Phasen im Leben meines Kindes gefehlt, was sich erst mit den Jahren geändert hat. Nach der Trennung ist mein Sohn bei mir geblieben. Nach der Geburt meines zweiten Kindes haben meine jetzige Frau und ich jeweils die Arbeit für drei Monate deutlich reduziert, danach unser Familienleben nur umorganisiert. Keiner von uns ist unzufrieden. Dass ein Kind nicht nur Glück, sondern auch etwas mehr Stress bringt, weiß doch jeder.
 
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  • #12
Firmen in denen die Reduktion der Arbeitszeit zugunsten der Familie wirklich zum Karriereknick führt, sind zum Glück mittlerweile selten geworden. Da Fachkräfte überall gesucht sind, sowohl Männer als auch Frauen, kann es sich kaum ein Unternehmen leisten, diese abzuservieren, weil sie Kinder bekommen. Im Gegenteil sehe ich immer mehr dass Kitas in Arbeitsplatznähe gebaut werden, Home-Office ermöglicht wird und sogar Eltern-Kind-Büros eingerichtet werden, für Fälle in denen die eigentliche Betreuung kurzfristig ausfällt. Natürlich ist Kinderbetreuung immer noch Stress und bedeutet viel Selbstaufgabe aber es ist deutlich besser und einfacher geworden als es noch vor 10 oder 15 Jahren war.

Wer heute noch anführt, die Arbeit nicht etwas zurücknehmen zu können um für seine Kinder da zu sein, nutzt veraltete Argumente um seine eigene Bequemlichkeit durchzusetzen. Wohl gemerkt ich spreche von der heutigen Situation und nicht von der Situation vor 20 Jahren als ich meine Kinder bekommen habe.

Daher kommt aus meiner Sicht für eine Partnerschaft nur eine gleichmäßige Verteilung der Last in Frage. Beide arbeiten gleich viel bzw. reduzieren gleich viel. Beide verdienen Ihr eigenes Geld und haben gleich viel Familienarbeit außerhalb der Firma. Keine Frau steht dann nach einer Trennung da und versucht über Berufsrückkehrerinnen-Kurse vom Arbeitsamt irgendwie wieder in den Beruf zurückzukehren und kein Mann kann sich beschweren, dass er seiner Frau die Hälfte seiner schwer erarbeiteten Rentenansprüche abtreten muss. Für die Kinder ergibt sich nach einer Trennung der Vorteil, dass sie nicht auf einmal jedes zweite Wochenende mit einem Fremden verbringen müssen, der sich in den Jahren davor nicht um sie gekümmert hat.
 
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  • #13
Das was hier von Seiten der Politk und der Männer geschieht ist eine Schande!

Zum Anderen *darf* frau, sobald das Kind das 3. Lebenjahr erreicht hat, voll arbeiten - hat also bei Trennung/Scheidung keinerlei Anspruch auf Ehegatten-Unterhaltszahlungen (wurde auch erst vor ein paar Jahren geändert!!).

Es ist ein wenig verkürzt, die Verantwortung Männern und der Politik in die Schuhe zu schieben. Natürlich "darf" Frau arbeiten. Das ist eine der Errungenschaften der Emanzipation und die ging von den Frauen aus. Wie die FS richtig dargestellt hat, wünschen sich mittlerweile die meisten Eltern, gemeinsam für die Kinder und den Haushalt zu sorgen, bei reduzierten Arbeitszeiten. Was ist also falsch, wenn Frauen anteilig arbeiten gehen? Auch z. B. für die eigene Absicherung im Alter.
Leider ist es auch so, dass relativ viele Beziehungen scheitern. Warum sollten in dem Fall nicht erst recht beide verantwortlich sein? Warum soll ich als Mann die volle finanzielle Verantwortung für die Frau übernehmen, wenn die Beziehung scheitert? Möglichst noch bis zum 18. Lebensjahr, so nach dem Motto "einmal Chefarztfrau, immer Chefarztfrau"?

Die FS hat doch völlig Recht darauf hingewiesen, dass die Verteilung auf vier Schultern in allen Bereichen Sinn macht, sowohl finanziell als auch, was den Haushalt und die Kindererziehung betrifft. Da hat die Politik unterstützt und auch die Männer bewegen sich doch zum Glück in diese Richtung.
Möchtest Du jetzt allen Ernstes wieder das Hausfrauenmodell aus dem letzten Jahrhundert hervorholen?

Ich persönlich finde den Vorschlag der FS gut. 75 oder 80% für beide, vielleicht nach dem z. B. ersten Jahr, ein Recht darauf noch viel stärker tariflich und gesetzlich verankern, Rentenansprüche z. B. für das erste Jahr über Steuergelder regeln und die gegenseitige Ansprüche auf Rentenausgleich abschaffen bzw. auf das begrenzen, was tatsächlich an Rentenansprüchen erworben worden wäre. Langfristig wird es sowieso keine "Witwenrenten" mehr geben, also ist es umso wichtiger, dass beide für sich vorsorgen können und dies auch tun.

m, 46
 
  • #14
Natürlich beide 75%. Das wäre für mich die Idealbesetzung. Keiner langweilt sich, keiner wird übermäßig beansprucht, keine beruflicher Anschluß geht flöten. Und beide kommunizieren auf Augenhöhe.
 
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  • #15
Firmen in denen die Reduktion der Arbeitszeit zugunsten der Familie wirklich zum Karriereknick führt, sind zum Glück mittlerweile selten geworden. Da Fachkräfte überall gesucht sind, sowohl Männer als auch Frauen, kann es sich kaum ein Unternehmen leisten, diese abzuservieren, weil sie Kinder bekommen.

Doch - das können Sie! Frag mal rum bei berufstätigen Frauen mit Kind, wieviele Probleme haben, ihre Arbeitszeit z.B zu reduzieren! Und als TZ-Kraft Personalverantwortung- die Firma möchte ich sehen!
In Bayern ist selbst in Städten wie München die Kinderbetreuung nicht gesichert - von wegen Garantie. Und lt. einer unabhängigen Studie haben nur knapp 8% aller Beschäftigten immer oder teilweise die Möglichkeit zum Home-Office - ich weiss nicht, in welcher Phantasiewelt Sie leben!
 
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