• #31
Ich habe das gleiche Problem wie der FS.
Ich habe dieses Problem, seit ich denken kann, das war schon in der Kindheit so, daß ich vollends entnervt war, wenn man mein Zimmer betrat.

Heute, als Erwachsene, ist es mir unmöglich, allein zwei Nächte am WE mit einem Mann zu verbringen.
Ich hätte am liebsten es so, daß man sich am Sa paar Stunden sieht und er dann wieder in seine Wohnung fährt.
Freitag und Sonntag brauche ich für mich.
Weihnachten brauche ich für mich, Pfingsten etc....Sylvester will ich auch in Ruhe nachdenken können.

Sprich, ich bräuchte nur sehr sehr wenig Kontakt und Begegnung.
Ab und zu einen langen Spaziergang, der schon mal mind. 8 h dauern kann, sind für mich ein hochgradiger Genuß, auch wenn der Mann nicht allzu wissend oder belesen ist, ich kann die Unterhaltung über andere Ding des alltäglichen Lebens leicht führen, sodaß der Mann sich wohlfühlt.

Aber in meiner Wohnung angekommen, drehe ich fast durch, da ich dann nicht alleine sein kann.
Ich hasse es, zusammen zu übernachten. Frühs bin ich wach und kann mich dann in meiner Wohnung nicht bewegen wie ich will.
Das nervt mich sosehr, daß ich schlimme Aggressionen entwickle.

Nach dem Sex habe ich auch keinen anderen Wunsch, als dass der Mann am besten sofort aufbricht und zu sich fährt.
Sinnloses Gefahre zur Mutter eines Mannes mache ich nicht mit.
Das Gerede halte ich keine 20 min durch. Mir dröhnt der Schädel von diesem Gequatsche, welches nichts anderes als Nonsens ist, Schubidu..

Da gesellschaftspolitisch, kulturell/literarisch und naturwissenschaftlich interessierte Männer im Erwachsenenalter kaum noch zu daten sind, ist es ein so gut wie aussichtsloses Unterfangen, einen solchen Mann irgendwo aufzutreiben, der gleichzeitig unverheiratet und kinderlos ist.

Mit dem Pöbel ist es mal ganz lustig, aber sehr anstrengend und auf Dauer zum Scheitern verurteilt.
1 Jahr Pille schlucken, danach hole ich dann keine neue mehr, weil ich die aktuell bestehende Liaison wieder auslaufen lasse.
Ich will dann wieder mein Leben zurück, UNGESTÖRT Oper hören, Vorträge abscannen und mich in literarischen Ergüssen wälzen während ich am Tisch Kunsthandwerk fabriziere oder die Wohnung putze.

Was bin ich froh, wenn ich dann wieder meine vollständige Ruhe habe.
Sexuell wird nur deshalb agiert, zeitlich begrenzt, um nicht zu verkauzen, schließlich leben wir in einer Informationsgesellschaft und in keiner Wissensgesellschaft. Der Handy-Diktator und das TV Gerät ist der Masse bester Freund.

Was soll man da noch erwarten.
Die Welt ist verloren, und wir alle mit ihr.
 
  • #32
Euer Glück ist ja, dass es keine Entfernung ist, bei der es nur entweder-oder gibt. Ihr wohnt so nah, dass ihr euch nach Lust und Laune sehen könnt.

Das Doofe mit diesem Nahe-beieinander-Wohnen ist vielleicht aber auch, dass man sagen könnte "wenn ich gewusst hätte, dass du heute Klavier üben willst, hätte ich ja mal zu Hause bleiben können und mein Buch weiterlesen". Aber ich würde es trotzdem versuchen, mal drüber zu reden. Ich meine auch, wie sollte es sonst funktionieren mit zwei Leuten? Wenn man auch mal "nebeneinander" lebt und irgendwas tut, was einem wichtig ist, kann doch der andere im Netz surfen, lesen einen Film sehen. Nur, so lange ihr nicht zusammen wohnt, wird sich vielleicht immer die Frage stellen "was soll ich hier, wenn du sowieso was anderes machst".

Ich würde das mal so versuchen: "Ich fänd sehr schön, wenn du heute kommst und wir zusammen einschlafen können. Aber ich muss vorher noch xy fertig machen, also könntest du dein Strickzeug mitbringen, wenn es dir nichts ausmacht, den Abend damit zu verbringen, während ich im Nebenzimmer wühle. Oder wir sehen uns morgen."

Und dann mal gucken, was sie lieber macht - bei sich bleiben oder ihr Strickzeug mitbringen (oder im Netz surfen, ...).

Ich würde es auf jeden Fall ansprechen und drauf achten, dass es nicht so klingt, als wären Dir sie oder die Beziehung an sich zu viel.
Das wird schwierig zu sagen, dass Du gehen willst, wenn Du bisher noch einen Tag geblieben wärst. Es heißt ja: Ich wäre jetzt lieber allein. Es heißt nicht: Lass uns xyz zusammen machen, oh, wenn du nicht willst, stört es dich, wenn ich es allein mache und du machst derweil dein abc?
Sowas geht nur, wenn man zusammen wohnt und damit der "ZusammenRAHMEN" schon gegeben ist. Wenn das nicht ist, seid ihr "getrennt", sobald einer sein eigenes Ding macht und nicht ins gemeinsame Nest sondern in seins nach Hause geht.

Hast Du mal überlegt, wieviel Zeit Du der Beziehung in Deinem Leben geben willst und ob Du wirklich diese normale Zweierbeziehung leben kannst? Wenn man sich die Zeit allein einteilen konnte sieben Jahre lang, hat man sich vielleicht an vieles gewöhnt, das auf den Prüfstand muss, wenn eine Beziehung da ist. Du bist ja schon beim Putzen sehr speziell. Ich verstehe schon, dass es Dir so am meisten Spaß macht. Aber ist das wirklich ein Punkt, bei dem man sagt: Es MUSS aber so laufen, ich MUSS MEINE Musik dabei hören? Ist das besser als zusammen putzen?

Beziehungen erfordern Flexibilität und Kompromissbereitschaft. Einiges passt doch bei euch. Was spricht dagegen, es mal mit einer völlig neuen Musikrichtung zu versuchen? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Du und sie nicht ein bisschen mal abweichen können vom eigentlichen Musikgeschmack, und irgendwas hören könntet, wo euch nach Tanzen zumute ist und das ihr ganz schön findet.
 
  • #33
Ob's durch zusammenziehen anders würde, habe ich auch schon überlegt, dann aber nur in einer großen Wohnung, wo fraglich ist, ob wir uns die leisten können. Und da habe ich Sorge was ist, wenn sich's nicht besser anfühlt. Dann hätte ich nicht mal mehr meine eigene Wohnung.
Auch ich frage mich, warum eine größere Wohnung nicht drin sein sollte, wenn ihr das zusammenlegt, was ihr jetzt einzeln zahlt. Nicht nur für die reine Miete, sondern auch für doppelte Energie- oder Internet-Verträge, Fahrtkosten zum jeweils anderen und was man sonst noch alles einsparen würde.

Die Sorge, die eigene Wohnung aufzugeben und sich auf eine neue Situation mit ungewissem Ausgang einzulassen, kenne ich nur zu gut. Ich habe damals auch sehr lange darüber nachgedacht - gerade in München überlegt man sich eine Wohnungsaufgabe wirklich doppelt und dreifach. Aber ich hatte mir einen Backup-Plan überlegt (ganz an meinen Studienort ziehen, zu dem ich aktuell nur pendle). Und ein befreundetes Pärchen von uns macht es aktuell so, dass sie während des Zusammenwohnens auf Probe ihre jetzigen Wohnungen erstmal nur untervermieten, befristet auf ein Jahr. Das nimmt den Druck raus.

W, 27
 
  • #34
Ich würde ein Gespräch suchen. Dabei würde ich sensibel vorgehen und auf keinen Fall das Wort Zeitverlust verwenden. Könnte bei ihr ankommen wie Zeitverschwendung. Sag einfach dass du ein schlechtes Gewissen hast weil du deinen Alltagskram nicht so erledigen kannst wie du möchtest und dich dass unter Druck setzt. Oder dsss du mehr Raum für dich brauchst. Vielleicht geht es ihr ja ähnlich und sie ist erleichtert. Ich finde merkwürdig, dass es dir so schwer fällt dieses Thema anzusprechen. So heikel ist das doch nicht. Mir würde ein Partner, der monatelang Dinge mit sich rumträgt, ohne sie anzusprechen, nicht gefallen. Wieso fühlst man sich nach einem Jahr wie Besuch ? Ich erinnere mich noch dass ein Partner Bundeliga guckte während ich ein Buch las. Oder dass wir Haushalt kochen, einkaufen zusammen erledigten. Das macht doch gerade Spaß, Alltagstätigkeiten zusammen zu machen. Wäre mir viel wichtiger als immer tolle Ausflüge. Ansonsten muss man sich doch immer anstrengen den Besuch zu unterhalten und das ist anstrengend. Ich finde am allerschönsten wenn zwei etwas Verschiedenes machen aber trotzdem miteinander verbunden sind. Ich mag überhaupt keine Männer, die ständige Aufmerksamkeit verlangen oder ständig nach mir rufen. Alles Gute!
 
  • #35
Ich glaube Du machst dir dein Leben unnötig schwer. Wenn Du Wäsche machen willst, Klavier spielen oder sonstiges, dann sag ihr das doch einfach.
Mein Freund und ich führen eine Beziehung über ca. 560 KM. Wir sehen uns alle 14 Tage oder auch mal jede Woche. Die Urlaube oder die Zeit in Corona haben wir zusammen verbracht, da ich weniger arbeiten musste. Jetzt war er auch für 5 Tage bei mir.
Wenn ich putzen wollte oder einfach mich mal auf den Balkon setzen will, mach ich das einfach.
Ich brauche auch Morgens meine Zeit um wachzuwerden. Er steht gerne um 5 Uhr auf, schläft dafür am WE gerne mal Mittags für 1 Std. Er lässt mich schlafen und werkelt dann halt was in der Wohnung rum oder genießt die Ruhe. Andersrum mache ich das genauso. Du stehst dir doch selbst im Weg, wenn Du dich über so ein Thema aufregst. Lass' sie doch schlafen und nutze Die Zeit für dich.
Ich bin auch kein Typ der 24 Std mit meinem Freund zusammen hängen will. Und das akzeptiert er. Man muss nur miteinander REDEN!!!
 
  • #36
Sprich, ich bräuchte nur sehr sehr wenig Kontakt und Begegnung.
Ab und zu einen langen Spaziergang, der schon mal mind. 8 h dauern kann, sind für mich ein hochgradiger Genuß,
....
Das nervt mich sosehr, daß ich schlimme Aggressionen entwickle.

Nach dem Sex habe ich auch keinen anderen Wunsch, als dass der Mann am besten sofort aufbricht und zu sich fährt.
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Das Gerede halte ich keine 20 min durch. Mir dröhnt der Schädel von diesem Gequatsche, welches nichts anderes als Nonsens ist,
.... einen solchen Mann irgendwo aufzutreiben, der gleichzeitig unverheiratet und kinderlos ist.

Mit dem Pöbel ist es mal ganz lustig, aber sehr anstrengend und auf Dauer zum Scheitern verurteilt.
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Was soll man da noch erwarten.
Die Welt ist verloren, und wir alle mit ihr.
Dass du hier nicht für den Mainstream stehst und, dass es für deinen Wunsch nach einer monogamen Beziehung in der man sich vergleichsweise wenig sieht kaum Kandidaten, egal in welcher Altergruppe gibt ist dir klar (?)

Dann sollte dir eigentlich auch klar sein, dass am ehesten Männer die auf unverbindliche Affären stehen und relativ polygam leben deinen Wunsch nach einer distanzierten Beziehung erfüllen können (?) Warum erwartest du dann Monogamie? Du schätzt Beziehung nicht. Warum sollte dann ein Mann eine Beziehung mit dir schätzen?

Frauen wie du sind im Dating keineswegs rar, denn sie gehören wie die Polygamen zu jenen die permanent suchen und eigentlich nie den Datingmarkt nachhaltig verlassen.

Du siehst bzw. stellst dich in deinem Beitrag hier als intellektuell auf hohen Niveau da. Du suchst vorallen nach Gesprächen aber dies nach deinen Bedingungen. Dafür bist du auch bereit dich manipulativ auf Männer mit vermeintlich geringeren Intellektuellen Niveau einzulassen. Vielleicht sind sie, da leichter zu manipulieren, besonders attraktiv für dich.

Sorry. Dies alles wirkt auf mich absolut antisozial. Hast du mal erwogen, dich mit den Ursachen deiner Einstellung zu befassen und daran etwas zu schrauben? Das würde dir vielleicht einiges erleichtern.

Sich einfach so in eigenen massiven Störungen einzurichten und von den Anderen Anpassung zu erwarten bzw. zu jammern, dass es keine passenden Partner gibt ist natürlich bequemer.

Ich glaube nicht, dass der FS ein ähnliches Problem hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #37
Lieber TE

hoffentlich geht es Euch nach einem Gespräch so wie dem Ehepaar mit den beiden Brötchenhälften.

Ob's durch zusammenziehen anders würde, habe ich auch schon überlegt, dann aber nur in einer großen Wohnung, wo fraglich ist, ob wir uns die leisten können. Und da habe ich Sorge was ist, wenn sich's nicht besser anfühlt. Dann hätte ich nicht mal mehr meine eigene Wohnung.
Du hast ein Klavier, das braucht schon Platz und Du dabei seeehr tolerante Nachbarn. Was sollte sich denn ändern wenn ihr zusammen wohnen würdet? Würde Dich das künftig gemeinsame Putzlappenschwingen glücklicher machen?

Du scheinst mir genau das Gegenteil von denen zu sein, die nach langer Single-Zeit keine Zugeständnisse mehr machen können oder wollen. DU traust Dich nicht für Deine Belange einzustehen. Ein großer Vorteil, wenn man Kinder hat, man muss lernen Grenzen zu setzen und auch Wut, Frust, miese Laune aushalten ohne sich für alles ständig zu rechtfertigen.

Was ich allerdings sehr kritisch sehe, dass Deiner Freundin trotz täglichem, intensiven Kontakt nicht auffällt wie unzufrieden Du bist. Hast Du den Eindruck sie ist rundum zufrieden?
 
  • #38
Was soll man da noch erwarten.
Die Welt ist verloren, und wir alle mit ihr.
Liebe Undine, du bist wirklich eine sehr seltene Ausnahme. Schreibst aber immer so negativ über andere Menschen, den "Pöbel", dass das auch nichts erstrebenswertes für mich hat. Wenn alle so wären wie du, d.h. menschliche Kontakte auf ein Minium reduzieren, alles zu deinen Bedingungen durchsetzen, auf andere Menschen herabsehen usw, dann wäre die Menschheit auf jeden Fall verloren. Ich habe in meinem Bekanntenkreis durchaus auch kauzige Leute, Einsiedler, aber keinen von denen kommt so asozial im Wortsinne und aggressiv rüber wie du. Ich würde auch eher vermuten wie @Ejscheff, dass da eine Störung, auf jeden Fall ein wirklicher Grund dahintersteckt. Dass du keine Beziehung (wenn man das so nennen kann) findest, wundert mich nicht.

Lieber FS, du hast ja einige gute Tipps hier bekommen. Dass die Miete eventuell teuer wird, wenn ihr zusammenzieht, kann z.b. in Berlin fast gut sein, denn dort sind die Mieten so angestiegen, dass man für eine neu angemietete Wohnung durchaus viel mehr bezahlen muss als für zwei kleine mit älteren Mietverträgen. Mit ein bisschen Suchen findet man aber bestimmt trotzdem was. Die Lösung, die genannt wurde, dass ihr sonst erst einmal eure Wohnungen untervermietet, wäre ja schon nicht schlecht, sofern die Vermieter da mitmachen. Ich wäre da auch nicht böse gewesen, wenn das mein Freund damals mit seinem WG-Zimmer so gemacht hätte.
Ansonsten würde wirklich drüber reden bestimmt helfen. In früheren Beziehungen, alles Fernbeziehungen, hab ich an den Wochenenden in der Wohnung meines Freundes auch beim Putzen mitgeholfen, hab meine Bücher gelesen oder hab einfach mein Ding gemacht, die Männer sowieso. Das geht ja einfach nicht anders. Wenn es dich stört, dass es immer eine feste Verabredung zum Abendessen gibt, dann sprich es an. Nur mit Kommunikation findet man auch eine Lösung bei sowas. Es ist ja kein total peinliches oder furchtbares Problem.
 
  • #39
Hallo FS,

nach einem Jahr Beziehung sollte man doch schon relativ entspannter miteinander umgehen können. Kann es sein, dass du deiner Freundin dein wahres Ich nicht zeigen willst? Jemanden, den ich noch nicht so gut kenne - egal ob Mann oder Frau - den möchte ich auch nicht unbedingt in meine Wohnung lassen, wenn nicht einigermaßen aufgeräumt ist. Und ich würde mir auch niemanden einladen, wenn ich vorhabe meine Wohnung zu putzen. Aber in einer Partnerschaft sollte doch klar sein, dass der Alltag auch alltägliche Dinge mit sich bringt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, du setzt dich zu sehr unter Druck und denkst, du müsstest sie permanent unterhalten. Ich finde die Ideen von @Joggerin sehr gut und pragmatisch. Den perfekten Partner gibt es nicht, aber man kann schauen, wie man sich ergänzt und die Eigenheiten des anderen für sich nutzen kann. Warum muss man denn gemeinsam aufstehen und gleich nach den aufwachen alles zusammen machen? Wenn sie morgens nur langsam in die Gänge kommt, lass sie doch und mach währenddessen dein eigenes Ding.

Ansonsten kann ich dir nur den Rat geben, offen mit ihr darüber zu sprechen. Frag sie, wie sie die gemeinsame Zeit empfindet, in der man zwar aufeinander hockt, aber nicht wirklich Zeit miteinander verbringt. Sag ihr, dass es dir schwer fällt, wenn du dich nicht um sie “kümmern“ kannst, wenn sie bei dir ist, weil du gerne einfach mal spontan in den Tag hinein leben möchtest und Zeit für dich haben möchtest.

Ich hätte kein Problem damit, einfach nur meinen Partner um mich zu haben, ohne das man explizit etwas miteinander macht. Ich kann mich gut alleine beschäftigen. Für mich wäre es auch kein Problem, wenn man sich an solchen Tagen kurzzeitig trenn: der eine geht joggen, der andere geht shoppen oder trifft sich mit Freunden und abends sieht man sich wieder um gemeinsam zu essen und den Abend auf der Couch zu verbringen.
 
  • #40
oder ob er in eine ganz normale angenehme Musik stark ihren Charakter hineiniterpretiert und dann deswegen aggressiv wird.
Naja, was ist ganz normale angenehme Musik? :D
Ich glaube, jeder hat so ein paar Bands, die ... speziell sind. Musik, die ich ab und an mal gern höre, macht auch andere aggressiv, aber das ist kein Frauengekreisch sondern Sepultura oder The Prodigy z.B.. Aber ich kenne auch Leute, die beim "Wohltemperierten Klavier" nervös werden. Ich kriege auch schlechte Laune bei bestimmter Musik.

SOOO speziell zu sein, dass man gar nichts anderes findet, das man zusammen hören könnte beim Putzen, kann ich mir gar nicht vorstellen. Klar, man wünscht sich natürlich, wenn man eine Band richtig toll findet, dass der andere einen versteht darin. Aber hier ist ja nichts besser oder schlechter.
 
  • #41
Aus meiner eigenen E rfahrung

Wir leben auch LAT - zusammen sind wir meist bei mir, damit ihre Tochter auch ihre Privatsphäre hat.
Das erste, was wir abgeschafft haben war dieses "Gast" sein. Wer müde ist legt sich ne Weile hin ... wer lesen will der liest. Und wer Hunger hat der isst was.
Gut, wir haben die Möglichkeit genutzt, dass ich im Haus eine kleine Einheit für mein Büro dazu kaufen konnte, somit haben wir nun auch 2 Badezimmer. V badet nämlich gerne ausgiebig ... mir reicht die Dusche. Wir wohnen auch nah beieinander, daher kam am Anfang öfter mein Spruch "Was man nicht im Kopf hat muss man im Tank haben" zum Einsatz. Wir haben quasi 2 Wohnzimmer in meiner Wohnung, V ein Regal für ihre persönlichen Dinge wie Bücher, ihr Lappy, diversen Kleinkram wie Haarspangen, Sonnenbrillen Handtaschen etc. . Auch ungestörte lange Telefonate sind so möglich. Und 2 Fernseher ....
Jeder kann sein Leben leben - daher ist die gemeinsame Zeit dann Genuss.
Dank Corona sind wir in letzter Zeit auch öfter daheim gewesen, enger aufeinander gehockt. Umso schöner, wieder Essen gehen zu können .... und der Rest kommt auch bald wieder.
Löst euch gemeinsam von Zwängen und geniesst mehr .... der grosse Vorteil von LAT.
 
  • #42
Ich kann mir gut vorstellen, die Freundin, die täglich da ist, möchte es gern dichter und er gern LAT für sich. Wenn er jetzt seinen Freiraum ohne sie möchte, wird das Gespräch interessant, da von täglich zurück auf 4-5x die Woche. Mal schauen, ob sie dies als Beziehungsrückschritt auffasst? Zusammen wachsen wäre, den anderen nicht als Gast zu sehen, sondern sie in die Hausarbeit einbinden oder sie soll sich solange mit anderen Dingen beschäftigen, während man selbst mit seinem Job noch beschäftigt ist. Wenn man irgendwann zusammen lebt, kann man den Partner auch nicht vor die Türe setzen, wie man es braucht. Wenn ich manchmal abends auch noch gearbeitet habe, hat mein Partner ferngeschaut, selbst was geweckelt, ist zum Sport oder hat sich mit seinen Freunden getroffen. Seine Freundin ist Mitte 30, vielleicht wünscht sie sich ein Zusammenleben und noch Kinder, da könnte man jetzt einmal über die Weichen für die Zukunft reden. Beide darüber wie sie sich es miteinander in Zukunft vorstellen. Vielleicht kann sie sich aber auch mit LAT anfreunden und ist mit 4-5 Treffen die Woche ganz zufrieden. Bei über einem Jahr Beziehung sollte miteinander Reden doch möglich sein.
 
  • #43
Deine Beziehung hört sich ja sehr anstrengend an. Das ist wie jemand, der sich ständig selbst bremst. Ich meine, wenn ich ständig einen Gast zu bewirten habe und dauernd die Sekunden zählen muss bis er endlich mal wieder geht, dann habe ich keine Beziehung. Dann habe ich nur einen Gast. Bist du dir sicher, dass du sie liebst? Normalerweise geniesst man jede Sekunde mit dem Partner. Wenigstens war es in meinem Leben so. Mein Freund kam immer mit seiner Tageszeitung und las stundenlang Sportteil oder schaute Fern und ich las Romane. Überhaupt waren wir sehr entspannt und jeder machte seinen eigenen Kram.
Warum ist es nicht möglich ein Buch mitzunehmen, wenn du zu ihr fährst und hast du mal etwas über Kopfhörer gehört. Zuhause höre ich gerne Musik und ich höre auch (manchmal) Hörbücher. Letztes Wochenende habe ich beim Aufräumen mir nochmals Hamlet angehört (mit Kopfhörer), denn meine Tochter findet alles Seehr laaangweiiiilig :) . Also höre ich meine Bücher mit Kopfhörer, während ich putze und sie hilft mir auch gerne ab und zu dabei. Wir sind zwar Mutter und Tochter aber was bei uns möglich ist, sollte bei einem Paar auch möglich sein. Wenigstens sehe ich es so.
 
  • #44
Ich bin dann mal wieder da :)

FS,

dann wird es Zeit mit Mitte 40 authentisch zu werden und zu sein. Ich bin mir sehr sicher Du weißt warum Du Dich dazu (noch) nicht traust. Dein Thema.

Ich empfinde es mittlerweile sehr wohltuend und immer wieder befreiend sich mit mir zu beschäftigen, oft extern angestoßen, und es führt ebenso zu unerwarteten Erkenntnissen, Handlungsalternativen und Reaktionen der dann "Betroffenen".

Erlange Klarheit und rede mit Deiner Freundin. Es könnte einiges in Bewegung kommen, eine überraschende Wendung nehmen und neu bereichern.

Was soll man da noch erwarten.
Die Welt ist verloren, und wir alle mit ihr.
Das wäre doch ein neuen Thread wert. Du alle mal. ;) Sehr interessant. Verloren ist noch lange nix.
 
  • #45
Dass du hier nicht für den Mainstream stehst und, dass es für deinen Wunsch nach einer monogamen Beziehung in der man sich vergleichsweise wenig sieht kaum Kandidaten, egal in welcher Altergruppe gibt ist dir klar (?)
Ich verrate Dir was: Ich bin obdachlos, asozial, sammle Flaschen und habe keinerlei Kontoverbindung.
Ich habe keinen Beruf erlernt, kann nicht lesen und schreiben,
und nie eine Schule besucht und habe gaaaaanz viele Männer!!!

Wo lerne ich diese extrem vielen Männer kennen?
Ich sitze tgl. vor der Bankfiliale und bin dort mit Becher am Betteln.
Da kommen dann so Typen wie Du vorbei.....die ne Mutti suchen...he he he....
 
  • #46
Ich verrate Dir was: Ich bin obdachlos, asozial, sammle Flaschen und habe keinerlei Kontoverbindung.
Ich habe keinen Beruf erlernt, kann nicht lesen und schreiben,
und nie eine Schule besucht und habe gaaaaanz viele Männer!!!

Wo lerne ich diese extrem vielen Männer kennen?
Ich sitze tgl. vor der Bankfiliale und bin dort mit Becher am Betteln.
Da kommen dann so Typen wie Du vorbei.....die ne Mutti suchen...he he he....
Ich glaube dir nicht, dass du nicht lesen und schreiben kannst ;)

Ob eine Frau in einer Beziehung eher eine Mutti oder das kleine Mädchen ist stellt man(n) erst in der Beziehung fest. Gesund dürfte es sein wenn sie von beiden ausgewogene und nicht zu dominante Anteile hat.

Antisozial ist übrigens nicht asozial. Aber das weisst du sicher selbst. Das eine ist eher menschenfeindlich. Das andere hat einem Trend zum Ungepflegten. Letzteres nehme ich dir nicht ab.

Mach was draus, wenn du so viele Männer kennen lernst.