• #1

Freundlich absagen mittels einer Lüge oder Ehrlichkeit?

Wenn ich ein Date habe und ich habe das Gefühl, dass es nicht passt, wie formuliert ihr Absagen?
Sagt ihr, was Euch nicht gefällt in der Hoffnung, dass sich vielleicht etwas ändert oder lügt ihr wie im Nebenthread erwähnt mit "ich weiß nicht, was ich will", "habe gerade zu viel um die Ohren"?
Wollt ihr den Grund für eine Absage wissen oder reicht es Euch, wenn jemand absagt und dann interessiert Euch auch kein Grund mehr?
Manchen reicht es ja nicht, wenn man sagt oder per whatsapp schreibt, dass man glaubt, dass es eher nicht so ganz passt... die fragen dann: Warum?
Denke aber, dass das doch dann eher verletzend ist.
 
  • #2
Mich persönlich haben Gründe für eine eventuelle Absage nie interessiert, entsprechend habe ich auch nie nachgefragt. Die Unterhaltung via WA wird gelöscht, die Nummer ebenfalls und das Thema ist abgehackt. Wenn von meiner Seite aus kein weiteres Interesse bestand, sage ich das. Irgendwelche Ausreden nach dem Motto, "habe zu viel um die Ohren", empfinde ich als albern und kindisch. Allerdings diskutiere ich eine Absage nicht bis ins kleinste Detail.
Es gibt dann eine normale und freundliche gehaltene Absage, ich welcher ich erwähnte, das ich der Ansicht bin, das es passt. Allerdings bin ich i.d.R. nicht dazu bereit, ein warum, wieso, weshalb zu beantworten. Das würde ohnehin zu nichts führen, außer zu einer längeren und fruchtlosen Diskussion.
 
  • #3
Das ist für mich ein Bereich, in dem ich absichtlich ungenau bin. Ich sage nur dann einen Grund für eine Ablehnung meinerseits, wenn er sonnenklar auf der Hand liegt und auch ein "Thema" im Kontakt oder während des Dates war (das betrifft Dinge wie eine plötzlich hervorgekommene, noch nicht abgeschlossene Beziehung).

Viel öfter jedoch sind es Gründe, die sich schlecht in Worte fassen lassen, ohne dass ich viel zu gründlich werden würde, viel zu viele Worte noch verlieren würde, von denen ich nicht mal sicher bin, ob sie denjenigen dann eigentlich noch interessieren.

Bin ich "die Abgelehnte", dann verkneife ich mir nach erfolgter Absage die Nachfrage nach Gründen. Was nicht heißt, dass es dann doch in meinem Innern noch darum geht, warum denn nun nicht usw. usw....aber das verbuche ich unter "Eigen-Arbeit" - ich akzeptiere die Entscheidung und der Rest ist meine Aufgabe.

Bis jetzt mehrmals erlebt von Männerseite aus: Das "Rumeiern". Absage ja, aber im "Lass-uns-Freunde-bleiben"-Modus. Da bin ich dann sehr klar. Freunde finde ich unter anderen Umständen. Eine Abfuhr ist eine Abfuhr.
 
  • #4
Es kommt darauf an. Wenn der Mann nett ist, versuche ich, jegliche Kränkung seines Egos zu vermeiden. Als ich noch gesucht habe, habe ich einfach gesagt, dass ich leider doch noch nicht für etwas Neues bereit bin und es mir leid tut, da ich die Situation falsch eingeschätzt hätte.
Damit verletzt man keinen und kann dennoch klar und deutlich aus der Anbahnung herauskommen. Für mich erschließt sich nicht, weshalb man unbedingt nachtreten oder konkrete Kritik nennen muss. Nur weil mir etwas an dem Mann nicht gefällt, kann er ja trotzdem für eine andere perfekt sein.

Wenn der Mann sich aber in meinen Augen daneben benommen hat, habe ich ihm das schon gesagt. Einer hat zum Beispiel nach dem 1. Date bereits versucht, ziemlich extrem zu sexten und wollte dementsprechende Fotos. Das habe ich ihm dann mit auf den Weg gegeben, dass das der Grund für mein verlorenes Interesse war.

Wenn ich selber eine Absage bekäme, würde ich wohl auch nicht die Details meiner Abfuhr wissen wollen.
 
  • #5
Ich finde die Aussage: "Es hat einfach nicht klick gemacht" am besten, es ist nicht gelogen, es ist einfach die Wahrheit. Und man muss niemanden mit verletzenden Details vor den Kopf stoßen.

Auch wird eine solche Kritik vielleicht nicht unbedingt weiterhelfen, weil wenn mir etwas charakterlich oder im Temperament der Person nicht gefällt, heißt es ja nicht, dass es für einen anderen nicht ganz toll und der Traumpartner sein kann.

Man hat sich halt nicht verliebt und das ist doch eigentlich das einzige, wonach man sucht und worauf ankommt?

Alle anderen Wahrheiten sind doch eigentlich nur Nebenschauplätze. Könnte man denn garantieren, dass man sich verlieben würde, wenn der andere nicht die unliebsamen Eigenschaften/Optik /Einstellungen hätte?

Ich habe schon einige Männer kennengelernt, die ich eigentlich rein theoretisch und vom Verstand her toll fand, aber trotzdem hat es einfach nicht klick gemacht und ich habe mich nicht verliebt, ohne dass ich genau sagen könnte, woran das lag.
 
  • #6
Nach den nicht so berauschenden Dates ist der Kontakt entweder einfach von selbst eingeschlafen oder ich habe den Herren gesagt bzw. geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass es "nicht passt" zwischen uns.
Die Reaktionen waren sehr verschieden. Manche haben nach den genauen Gründen gefragt, andere wurden nach der Absage beleidigend oder haben es auch einfach akzeptiert und man hat sich nett und höflich verabschiedet.
Mir persönlich wurde noch nie eine Absage erteilt (wie gesagt, es hat sich dann im Sand verlaufen), aber mir wären die Gründe nach ein paar Dates auch egal.
Man sollte eben akzeptieren, dass nicht immer die große Liebe ausbricht. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass man sich da groß erklären muss. Gerade am Anfang des Kennenlernens ist es oft nur ein Gefühl, dass einem sagt, dass es eben nicht passt.
Schlimm finde ich es, wenn ein Mann, dem man die genauen Gründe genannt hat, einen versucht zu überreden und krampfhaft Gegenargumente finden möchte. Das macht richtig unsexy und dann gibt es sowieso kein Zurück mehr.
 
  • #7
Hallo!
Ich habe bisher immer ein klein wenig per Email oder SMS geschrieben ohne genaue Gründe zu nennen. es passt halt einfach nicht. ich kann aber verstehen, dass manche wissen wollen was nicht in Ordnung war um es vielleicht ändern zu können. Aber auf solche Diskussionen würde ich mich nicht einlassen, da man ein hohes Risiko hat verletzende Kommentare als Antwort zu bekommen. Das ist in meinen Augen wohl eher Aufgabe von Familie und freunden soetwas zu machen.
LG
 
  • #8
Wenn ich ein Date habe und ich habe das Gefühl, dass es nicht passt, wie formuliert ihr Absagen?
Ich weiß meist schon nach 15 Minuten, ob ich diesen Menschen wiedersehen möchte oder aber auch nicht und das sage ich auch schon gleich beim 1. Date, alles andere ist für mich Spielerei. Wenn mir jemand sagt, er weiß nicht, dann sage ich ihm, nicht schlimm, ich weiß es. Ich bin für direkte und klare Ansage.
 
  • #9
Es ist doch ganz natürlich, dass man nur die wenigsten Menschen als passend für sich betrachtet. Da spielen so viele unterbewusste Faktoren mit hinein, dass man eigentlich gar niemandem Vorwürfe machen kann.
Früher war ich weniger direkt und habe eher die klassischen Ausreden benutzt, zb keine Zeit für ein weiteres Date, etc.
Ein paar mal bin ich an Männer gekommen, die trotz meines wenigen Interesses mir wirklich nachliefen, ständig nach einem nächsten Treffen fragten und es mir dann irgendwie sehr falsch vorkam nicht einfach die Wahrheit zu sagen.
Das habe ich ab da dann immer so gehandhabt. Es ist zwar ein komisches Gefühl direkt nach dem ersten Date zu sagen, dass man nicht mehr als freundschaftliche Gefühle entwickeln wird, aber ich kann das nunmal recht schnell einschätzen. Da bringt es weder mir noch einem Mann etwas, wenn ich ihm Hoffnungen mache.
Manchmal habe ich mich dann zwar über die teilweise eingeschnappten Reaktionen gewundert, aber somit war dann halt alles geklärt. Natürlich muss man auch selbst das gleiche Maß an Ehrlichkeit vertragen können und sich immer vor Augen halten, dass nun mal nicht jeder zu jedem passen kann.
 
  • #10
Absagen sind immer verletzend, wenn sie nicht willkommen sind. Vielleicht sogar dann, wenn der andere auch nicht wollte. Ich unterscheide ganz klar nach Dingen, die der andere nicht mal so einfach ändern kann. Soll ich denn jemanden sagen, dass ich seinen Geruch nicht mag, seinen Zahnstatus abstossend finde, seine Figur mich abtörnt, seine Ansichten mir nicht gefallen, dass ich ihn unerotisch finde?? Soll ich das wirklich?

Ich habe nur einmal klar formuliert, warum ich nicht will, das war ein Date, bei dem sich herausgestellt hat, dass er ein Jäger ist. Und das ist für mich ein NOGO. Aber nichts, was ihn verletzten müsste. Ich habe ihm auch nicht gesagt, dass ich ihn unsympatisch finde.

Dann ist aber das Gegenüber irritiert oder gekränkt, wenn ich mich diffus ausdrücke "es hat nicht gefunkt", "es passt nicht".

Bei einem habe ich schon während dem Date dezent durchblicken lassen, dass es kein weiteres geben wird und ihm alles Gute gewünscht. Und am nächsten Tag schrieb er mir, dass er sich mehr mit mir treffen möchte, weil ich zu klein sei (163 cm). Da war ich amüsiert und sehr erleichtert.

Einer hat mir mal auf Band gesprochen, dass er kein Interesse hat. Niemals hätte ich da nachgehakt. Niemals. Warum auch?? Er hat mir auch nicht so arg gefallen.

Da möchte ich gerne noch die anderen Kommentare lesen, wie die anderen das handhaben. Ich bin schon gespannt.
 
  • #11
Doch- Ja. Ich will denn Grund wissen.
Leider sagt das keiner, in der Annahme es würde weniger weh tun. Schade. Sonst hätte man die Entscheidung, ob man was ändern möchte oder nicht.
Noch nieeeee hat auch einer einen wirklich konkreten Grund genannt. Ich dagegen konnte immer erklären was der Grund ist (Sie haben aber nie gefragt, im Gegensatz zu mir).
 
  • #12
Bei Dingen, die der Mann eh nicht ändern kann; die auch keine objektiven "Makel" darstellen, sondern einfach meinen persönlichen Geschmack nicht treffen - sei es Optik, Geruch, Stimme etc. - , würde ich nicht die Wahrheit sagen, denn damit wäre niemandem geholfen. Stattdessen würde ich es bei einem "der Funke ist nicht übergesprungen", "ich empfinde leider keine (körperliche) Anziehung" etc. belassen. Manchmal ist ein Mann für mich auch "perfekt" und trotzdem fühle ich nichts; dann sage ich dasselbe.

Geht es um Charakterzüge, Verhaltensweisen, Einstellungen etc., sage ich aber schon die Wahrheit, natürlich in nicht zu verletzenden Worten. Meine Rückmeldung kann dann ja u.U. auch eine nützliche Anregung für den Mann sein.

Ich hatte mal ein paar Treffen mit einem Mann, den ich irgendwie unterschwellig arrogant fand; er bildete sich zuviel auf seine Intelligenz ein und schaute auf andere Menschen herab. Das habe ich ihm auch als Begründung genannt, als ich ihm irgendwann eine Abfuhr gab (wobei er auch optisch nicht so mein Typ war). Interessanterweise meinte er, seine Exfreundin hätte ihn auch so wahrgenommen.

Zwiegespalten bin ich, wenn es um den Habitus geht, also Körperhaltung, Gestik, Gang, Stimmführung etc. Ich habe schon öfters Männer kennengelernt, die in der Hinsicht ziemlich feminin auf mich wirkten, was ich als heterosexuelle Frau nicht anziehend finde. Aber angesprochen habe ich es bisher nie, weil ich denke, dass es für einen Mann äußerst verletztend sein muss, sowas zu hören. Andererseits: bis zu einem gewissen Grad kann man sicherlich auch an solchen Dingen arbeiten. Zudem ist so ein "verhuschter" Habitus oft Ausdruck eines schwachen Selbstwertgefühls - und das sollte man ohnehin angehen. Also wäre es für den Mann vielleicht hart, aber hilfreich, auch hier eine ehrliche Rückmeldung zu erhalten.

Prinzipiell finde ich aber nicht, dass man in der frühen Kennenlernphase eine Begründung geben "muss". Wenn mir ein Mann einen Korb gibt, dann frage ich mich natürlich insgeheim: "Warum, was hat ihm an mir nicht gefallen?" - aber, ganz ehrlich: wirklich wissen will ich die Antwort denn doch nicht. Also stelle ich die Frage gar nicht erst, sondern mache das mit mir aus.
 
  • #13
Ich weiß meist schon nach 15 Minuten, ob ich diesen Menschen wiedersehen möchte oder aber auch nicht und das sage ich auch schon gleich beim 1. Date, alles andere ist für mich Spielerei. Wenn mir jemand sagt, er weiß nicht, dann sage ich ihm, nicht schlimm, ich weiß es. Ich bin für direkte und klare Ansage.
Hm... das dachte ich auch, aber manchmal muss ich ein Date erst mal sacken lassen, weil ich den Mann zwar nett fand, mir aber nicht mehr vorstellen kann.
Dann lass ich mir erst mal Zeit und wage ein zweites oder drittes Date. Ich weiß manchmal noch nicht mal, wenn ich den Mann schon geküsst habe, ob es wirklich passt...denn ein Mann muss mich nach und nach überzeugen.
Ich will keinen scharfen heißen typen, bei de ich nach dem ersten Date Feuer und Flamme bin, sondern einen Mann, bei dem ich weiß, dass wir gut zusammenpassen und der Alltag unkompliziert und schön wird.Sexy sollte er trotzdem sein, aber ich weiß nicht, wie das bei Männern ist: Ich stelle mir aber beim 1. Date nie vor, dass ich Sex mit diesem Mann - der mir ja fremd ist - haben könnte. Männer checken das glaube ich in den ersten 10 min schon ab.
Das Dumme ist aber, dass Männer dann denken, dass ich auf sie stehe, wenn ich sie 2 oder 3 mal date... und sind dann erst recht beleidigt, wenn ich dann erst sage, dass es für mich nicht passt, während sie schon die erste gemeinsame Reise planen... ich finds schwierig, weil es eben nicht immer so eindeutig ist.
 
  • #14
Hinhalten und Ausreden erfinden, finde ich respektlos und auch feige.
Leider bin ich bei einem wirklich sympathischen gegenüber emotional nicht so auf dem Punkt wie @INSPIRATIONMASTER . Fände ich selbst am besten.
Das habe ich nur 2x getan, weil einer eindeutig widerlich war und ein anderer sich im Gespräch als ziemlich rechts orientiert zeigte.

Ich nenne aber erstmal keine Gründe. Sonst hören nette Menschen: Du bist zu groß, zu dick, zu kühl, zu nah, zu männlich, zu unmännlich etc.
Nach mehreren solcher Dates werden die doch kirre und völlig unsicher.

Passt nicht, anderer Männertyp ...irgendwas neutrales.
 
  • #15
Kannst doch einfach sagen, dass es für dich nicht passt.

Wenn du nicht darum gebeten worden bist, den Grund zu nennen, finde ich es unhöflich, ihn zu nennen.

Und wenn gefragt wird, sage ich immer "ist unwichtig". Stimmt ja auch.
 
  • #16
Ich habe gesagt: Du hast sicherlich auch gemerkt, daß es nicht wirklich gepasst hat.
Total passiv-agressiv, ich weiß, aber zumindest keine Ausrede oder Lüge....
 
  • #17
Ich schreibe schlicht, dass ich das Gefühl habe, dass es nicht passt. Auf Nachfragen antworte ich dann ehrlich. Ich sehe die Frau nicht wieder und vielleicht hilft es ihr weiter.
 
  • #18
Mich hat noch nie jemand nach einer expliziten Begründung gefragt und hätte es jemand macht, dann wäre ich schon ehrlich und ein wenig sarkastisch.
"Da man ja eine genaue Begründung möchte, zeigt dies ja schon dass es nicht passt."
Ich benötige dies nicht bei einer Absage an meiner Person und ich gebe auch keine, wenn ich eine Absage erteile.

Eigentlich ist das Daten wie ein Bewerbungsgespräch. Man kennt den anderen nicht und beschnuppert sich erst einmal.
Ob diejenigen, die beim Daten eine Erklärung wünschen auch diese Erklärung nach einen Bewerbungsgespräch wollen, wenn sie 5 oder 10 Tage via Mail eine Standardabsage erhalten.
 
  • #19
Moin,

ich denke, dass ganz klare "No-Gos" schon ganz gut während der ersten Mails und Telefonate ausgeräumt werden können. Wenn die Bilder ehrlich und aktuell sind, kann auch optisch kein "Hammer" kommen.
Grund für meine Absage war eigentlich immer, dass ich nach den Bildern dachte "na, könnte vielleicht doch mein Typ sein, obwohl mich das Bild an sich nicht wirklich eindeutig anspricht". Das ging immer nach hinten los, die Realität war dann immer noch weiter von meinem Suchschema entfernt, da wurde ich wirklich noch nie positiv überrascht. Fand ich immer ganz schön enttäuschend, gerade wenn es ansonsten ein netter, langer Abend mit guten Gesprächen war, noch schlimmer, wenn die Dame Interesse an "mehr" signalisierte. Meine Abschiedsfloskel war dann immer (sinngemäß) "war schön, wir hören uns" - gefolgt von einer Absage innerhalb 24 h.

Die Absage an sich formuliere ich mit einem sehr ehrlichen Kompliment (irgendwas findet sich immer...) und einem "leider hat es nicht Klick gemacht" oder so. Auf irgendwelche Details einzugehen fällt mir dann wirklich schwer - am ehrlichsten wäre meistens "dein Gesicht gefällt mir nicht ausreichend gut" - aber wem ist damit schon gedient?

Ein ehrliches Feedback, wenn ich selbst den Korb bekomme, finde ich allerdings schon gut, auch wenn sich die Gründe z.T. widersprachen und bisher nie etwas betroffen haben, das ich klar ändern könnte ("du hast dir die Fingernägel nicht gut geputzt" oder "deine Schuhe sind das Letzte" wären z.B. wirklich hilfreich). Wenn überhaupt, waren es Sachen wie "zu lebhaft" (hm... zuviel gelabert?) oder "zu kopflastig" (hm... zuwenig getrunken?)... am ehrlichsten wohl auch hier das gute alte "hat einfach nicht Klick gemacht".

manchmal
 
  • #20
Es kommt darauf an in welchem Stadium man sich befindet.
Anfragen - wenn sie höflich sind, ebenso höfliche Absage. Aufdringliche / seltsame Anfrage - Ignorieren, Löschen.
1. Date und meinerseits sicher, dass es nicht mehr wird, deute ich mein Desinteresse an (bin auch schon direkt geworden, da absolut unmögliches Verhalten ) und warte dann einfach. Meistens meldet er sich sowieso nicht mehr, wenn doch, kommt meine höfliche Absage.

Nach mehr Dates ist eine klare Absage erst recht selbstverständlich.
Ab mehreren Dates (etwa +3) ist es ja schon ein ernsthafteres Interesse gewesen, dann möchte ich eigentlich im direkten, persönlichen Kontakt beenden.
Hatte ich aber noch nie, dann war es längst viel mehr als nur Kennenlernphase und schon eine Beziehung entstanden.

Gründe für Absagen in der Kennenlernphase nenne ich keine - ganz neutral, es passt nicht.
Ich bin schon gefragt worden, und antwortete anfänglich, immer noch dezent und höflich.
Die Reaktionen waren denkwürdig.

Oft genug könnte ich die exakten Gründe gar nicht nennen, Bauchgefühl, ein diffuses Unbehagen (das sich durch die Reaktion auf die Absage immer bestätigte), oder einfach gefühlt zu geringes Anfangspotential, um mehr zu werden.

Ich würde nie fragen, was soll es mir bringen?

Direkte, offene Absagen von Männern hatte ich ein einziges Mal, ansonsten sind sie stillschweigend verschwunden. Das ist wohl Usus, leider.
 
  • #21
Ich halte es auch so, dass ich mit einem " es passt einfach nicht" absage. Weitere Erklärungen würde ich auch nicht machen, denn alles, was in Richtung Bewertung ginge...zu klein, zu wenig Haare, nicht sexy genug, zu unmännlich, langweilig usw. steht mir nicht zu, weil es nur meine Meinung ist. Die Mitteilung, dass es für mich nicht passt, ist da doch völlig ausreichend.
Falls ich mal eine Absage bekäme würde mir das auch so genügen.
Und ich habe einmal jemand gehabt, der sich nach einem Date nicht mehr gemeldet hat..so ganz ohne Absage. Nachdem ich aber auch nicht so begeistert war, hab ich nicht nachgefragt.
 
P

proudwoman

  • #22
Ich würde selber einfach schreiben, es tut mir sehr leid, es passt einfach nicht. Ehrliche Gründe sind relativ sinnlos, denn was für mich ein Grund ist, diesen Mann nicht näher kennen zu lernen, ist für die nächste Frau überhaupt kein Problem! Das ist etwas ganz eigenes von mir. Ich möchte keinen Mann deswegen verletzen.
 
  • #23
Eine Frage habe ich jetzt dann aber schon.
Wenn ich hier so lese, worauf alles geachtet wird: Figur, Größe, Alter, Stimme, Stimmlage, Haut, Haarfarbe, Körperhaltung, Gestik, Gang, Geruch, Eigenschaften, Einstellung, Lachen, etc. pp. und gleich nach dem ersten Date alles beendet wird, dann widerspricht das doch dem, was in anderen Beiträgen so steht.
Dort wird ausdrücklich geraten Abstriche zu machen und toleranter zu sein, da der/ die zukünftige Traummann/ Traumfrau vielleicht doch nicht so perfekt ist und es vielleicht erst später "klick" macht.
Wie passt das jetzt zusammen?
 
  • #24
Ja, möchte ich. Weil es einen Unterschied macht, ob der Grund Hand und Fuß hat (dann könnte man ggf. an sich arbeiten oder sich doch zumindest sagen, daß man in dieser Frage tatsächlich nicht harmoniert), oder ob man für den Rest seines Lebens daran herumrätselt, welches der eigenen Persönlichkeitsmerkmale die Ablehnung wohl ausgelöst haben könnte. Denn es ist ja leider durchaus nicht immer so, daß der eine etwas äußert und der andere konträr dagegen hält – in diesem Fall könnte man sich den Grund ausrechnen. Nein, es geht um Anschauungen, die interpretierbar sind: der Mann geht kavaliergerecht ins Restaurant voran, die Frau findet, daß ihr der Vortritt gebührt hätte, und fühlt sich brüskiert. Würde sie ihm später sagen „dein Vordrängeln hat mir mißfallen”, könnte der sich zumindest noch denken „schade, der Knigge scheint ihr fremd zu sein”. Bei „höflichen Ausreden” oder einem neutralen „es paßt nicht” hingegen würde er grübeln, ob es seine politischen Ansichten waren oder sein vergleichsweise altes Auto. Ein Klassiker wäre hier auch der Begleitschutz bis zur Haustür: die eine Frau nimmt derlei Umgangsformen wohlwollend zur Kenntnis, die andere vermutet darin Gelüste nach einem raschen Schäferstündchen: „es paßt nicht mit uns.”
 
  • #25
Überhaupt absagen ist schon mal positiv! Zu schreiben, dass man zu der Erkenntnis gekommen sei, dass es nicht passt, finde ich gut. Wer will denn allen Ernstes wissen, warum, bzw. die Wahrheit erfahren? (weil Du hässlich bist, rauchst, stinkst, dumm bist, Glatze hast, geizig bist, keine Kohle und kein Auto hast usw.....). Das will wirklich niemand hören, oder? Außerdem sollte man doch niemand unnötig kränken. Ich habe nur einmal die Wahrheit geschrieben und die war, dass mir die Entfernung zu weit gewesen wäre. Mein Datepartner fand das zwar schade, hat sich aber bedankt.
 
  • #26
Ich stelle mir aber beim 1. Date nie vor, dass ich Sex mit diesem Mann - der mir ja fremd ist - haben könnte. Männer checken das glaube ich in den ersten 10 min schon ab.
Siehst du, da gibt es sehr große Unterschiede! In den ersten Minuten weiß ich und daran ändert sich nichts, auch nicht beim 10. Date ob ich diese Frau küssen kann und mit ihr Sex haben könnte, habs probiert, es bleibt dabei. Eine Frau, die mehrere Dates mit mir haben möchte, weil sie nicht weiß und mich noch testen möchte, kann sie bei mir nicht anwenden, das merkt man und das möchte ich schlicht einfach nicht.
 
  • #27
Fast jeder Datepartner sollte ein verständliches Feedback bekommen. Das gilt vor allem dann, wenn ich merke, dass er sich mehr vorstellen kann, ich aber nicht. Früher habe ich dann oft rumgeeiert, weil mir ein klares aber höfliches Nein unangenehm und ungelegen war. Heute finde ich, dass dies für den anderen wichtig ist und am wenigsten verletzt. Schließlich würde ich mir das auch wünschen. Gründe braucht und sollte man nach einem oder zwei Dates nicht nennen.

Etwas anderes ist es, wenn man sich öfter getroffen, viel von sich erzählt bzw. unternommen hat. Nur dann und nur auf Nachfrage würde ich höflich tatsächliche Gründe umschreiben, vor allem solche, die der andere vielleicht ändern könnte.
 
  • #28
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber es gibt keine Absage, die mich persönlich verletzt.

Wenn man mich wegen dem Alter absagt, betrifft dies mich nicht. Die Kontaktpartnerin wusste ja schon vorher, dass ich 52 bin. Ebenso bei der Größe. Auch da wusste die Frau schon im Vorfeld das ich 178 bin. Also hat mich die Frau nicht verletzt, sondern hat sich eher negativ auf ihre Person geoutet. Das Gleiche gilt, wenn man bei der Absage sich im Ton vergreift. Auch dies verletzt mich nicht und
zeigt eher auf, was man von der Dame zu halten hat. Oft habe ich dann den Eindruck, dass sich diejenigen Personen sich nicht bewusst sind, wie sich gerade selber bloßgestellt haben. Es verletzt mich also nicht, sondern amüsiert mich.

Mir fällt jetzt absolut kein Beispiel ein, wo man mich in der Kennenlernphase verletzen könnte.
 
  • #29
Ich unterscheide, ob der Grund für die Absage einfach ist, dass die "Chemie nicht stimmt", oder wenn mich jemand über Fakten belogen hat.
Im ersten Fall bin ich sehr höflich und bleibe bei der Aussage "Chemie stimmt nicht", hat mich jemand über Alter oder Gewicht belogen, bin ich ehrlich und es heisst "zu alt" oder "zu übergewichtig".
 
K

KG XS

  • #30
Ich habe mich vor einigen Jahren mal eine Absage in der Form erteilt, dass ich nach dem ersten Date sorfort per email zurück geschrieben hatte mit dem Betreff, dass ein Raucher für mich das absolute nogo sei. Daraus habe ich gelernt. Denn der Mann wurde verbal sehr aggresiv darauf hin, hatte mir mit allem möglichen gedroht. Dabei hätte er mir die Info einfach schon im Vorfeld geben können und ich würde bei einer online Suche diesen Punkt immer im Vorfeld abfragen, da Raucher für mich niemals als Partner in Frage kämen.