G

Gast

Gast
  • #31
Hallo

sie rutscht in eine manifeste Depression. Hol sie da raus. Sie muss dringend arbeiten, braucht
nicht Stütze sondern ihren gewohnten Ablauf 80 % zu arbeiten, Anerkennung, Schwung und Kontakte.
 
G

Gast

Gast
  • #32
Statt deine Freundin jetzt noch kostenlos für dich kochen zu lassen, suche ihr besser einen Platz als Haushälterinnen in einer fremden Familie, wo sie 1-2 Stunden am Tag hingehen und Kinder bekochen kann nach der Schule und ein paar Euro dazu verdienen kann. Das wäre beiweitem gescheiter und hilfreicher für sie, als jetzt dir noch den Hintern hinterher zu tragen.

Dieses nicht "arbeiten können/wollen" ist ein Problem, das sich in der Regel löst, wenn die Menschen auf sich alleine gestellt sind und Geld verdienen MÜSSEN, um zu überleben. Das kann man auch mit psychischen Problemen nochmal lernen. Es ist genauso wie bei Eltern, die ihre Kinder nicht loslassen wollen. Dementsprechend tun sie auch nichts und werden häufig unselbstständig, angewiesen und abhängig oder ebenfalls psychisch krank, weil sie ständig umzingelt werden, anstatt sich selbstverwirklichen zu können und für ihr eigenes Leben verantwortlich zu sein.

Glaub mir, du bist ihr eine größere Hilfe, wenn du sie auf sich alleine gestellt läßt. Du bist nicht für ihr Leben verantwortlich. Jede gutgemeinte Hilfe ist nur Stress, Druck und Ballast.

Ich schlage daher eine Loslösung vor: Trennung und getrennte Wohnungen. Erst wenn sie ihre eigenen Probleme im Griff hat, kann sie dir auch nützlich als Partnerin sein, wie du es dir vorstellst. Vorher nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #33
Hallo Fragesteller, zuerst mal eine Information, ich verstehe nicht, wie Du hier abgewatscht wirst.
Aber zwei Faktenfrage- wenn ihr in der Schweiz lebt, dann ist das Sozialsystem dort anders und es kann sein es gibt Sozialhilfe, aber die heißt nicht Harz IV. Dies würde deine Freundin bekommen hast du geschrieben. Wenn sie außerdem eine EU/BU Versicherung hat, die ziemlich viel zahlt -
so hast du auch geschrieben - bekommt sie keine harz IV. Da stimmt also einiges nicht in deinen Angaben - kann Schludirigkeit sein, kann sein, dass du das Forum vorführst.

1) Ich würde Dir vorschlagen, für dich Hilfe zu suchen - kann auch gut eine wohnliche Trennung sein
damit dein Leben leichter wird. Du bist nicht der Therapeut und sonstwas von deiner Freundin.
2) Depression ist keine Krankheit sonder eine Diagnose. Und unter diesem Etikett kann sich vieles verbergen. Ein Gast hat schon auf "Unstimmigkeiten" hingewiesen - es könnte eine Angststörung sein. Es kann aber auch sein, dass der Krankheitsgewinn den deine Freundin hat so hoch ist, dass sie - unbewußt klar - an dieser Krankheit festhält. Es ist der Fehler der Ärzte /Therapeuten, wenn sie das nicht in den Griff bekommen. Es kann auch sein dass die Krankheit deiner Freundin eine durch Ärzte / Therapeuten verursachte Depression ist. Wenn sie ihr immer einreden, dass alles zuviel ist, dass sie zuviel belastet ist, dass sie sich schonen muss, dass sie eben besonders besonders sensibel ist, dass sie in dieser Welt nicht zurechtkommt, dass sie einfach weniger belastbar ist, dass sie froh sein muss täglich aufstehen zu können, dass sie schwere Medikamente nehmen muss und und und dann kann genau diese therapeutische Intervention aus einem Burn-Out eine lebenslange Depression machen.
3) Ich halte die Forderung an die Freundin, etwas zu kochen fast für einen Königsweg der ihr helfen kann. Depression heisst nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Dann geht es darum, etwas auf die Reihe zu bekommen. Und beim Kochen ist das sichtbar. Wer Spagetti mit Tomatensoße macht, der hat ein Essen gemacht und kann sich auf die Schulter klopfen. Und beim nächstenmal kann er weitergehen und vielleicht Hackfleisch in die tomatensoße packen oder Basilikum dazugeben. Hausarbeit gibt Erfolgserlebnisse. Außerdem können die auf niedriger Ebene - du willst ja nicht, dass sie ein zwei-Sterne-menü kocht - sein und sind mit Bewegung verbunden. Das wäre für deine Freundin wahrscheinlich sehr gut.
4) du hast geschrieben, dass deine Freundin immer noch 20 % arbeitet - hm -hm- hm- und da anscheinend seit 10 Jahren. Irgendwo komme ich da mit Diagnose und therapie und dem was sie tut - tun muss - um gesund zu werden nicht klar. Hat sie sich - mit Therapeutenhilfe - auf einem niedrigen Aktivitätsniveau - eingependelt und will dieses halten und gibt ihr Geld für eine Raumpflegerin aus, weil sie ein Prinzesschensymdrom hat ? Rest musste gekürzt werden -3000
 
G

Gast

Gast
  • #34
FS:

Danke für die vielen Antworten!
Heiraten wollten wir erst, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Da sie wegen einer Unterleibserkrankung keine Kinder bekommen kann, sehe ich keinen Grund dafür. Zumal ihre Eltern am Existenzminimum leben (wegen falscher Investitionen ihres Vaters!) und ich nicht will, dass mein Geld, im Falle meines Todes, zu ihrem Vater fliesst.
Ich tue viel nur für sie, z.B. habe ich ihr Erspartes gewinnbringend an der Börse angelegt, bin mit ihr in die Ferien gefahren usw.
Aber ihr habt schon Recht, ich denke, wir passen nicht zusammen. Ich bin so aufgewachsen, dass die Frau den Haushalt schmeisst, kocht, putzt usw. Jetzt hätte sie Zeit und erfüllt mir nicht einmal den Wunsch nach einem warmen Abendessen. Soll ich mir denn um 20.00 Uhr, wenn ich todmüde nach Hause komme, selber noch etwas kochen?
Gestern hatten wir wieder eine Auseinandersetzung. Immer ihr "du lässt mich am langen Arm verhungern" Gejammere, ich hab`s satt. Trennen mag ich mich aber auch nicht.....
 
  • #35

Nur zu schade, dass Du sie entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hast. Stattdessen präsentierst Du wieder einen Ich-Ich-Ich-Text in larmoyantem Ton. Bitte lass diese Frau am besten in Ruhe und trenne Dich. Sie ist höchstwahrscheinlich psychisch krank und kann einen Bessermecki, der sie selbst und Eltern missachtet, brauchen wie ein Geschwür am Allerwertesten.

Entweder Du arbeitest in diesem Leben noch recht bald an Deinen anachronistischen Ansichten über Frauen oder Du musst Dir eine Frau importieren und dafür entsprechend bezahlen. Du tust mir leid und, nein, nicht weil Du abends kein warmes Abendessen vorfindest...
 
G

Gast

Gast
  • #36
Wie wäre es, einen Koch zu engagieren ?? Würde das eurer Beziehung nicht helfen?
 
G

Gast

Gast
  • #37
Der arme Mann bekommt nichts zu essen....
Wie wäre es, er nimmst sich etwas vom TakeAway mit? Ich würde, so wie der FS schreibt nicht mal für ihn kochen wollen, wenn's mir blendend ginge.
Sowas von Egoismus und Verblendung ist selten. Der FS hat keine Lust mitzudenken und die Erkrankung seiner Freundin überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.
Ich nenne diesen Mann präpotent und denke, die FS ist tatsächlich besser ohne ihn dran. Wahrscheinlich geht es ihr dann in Kürze sowieso besser. Soviel Starrheit lähmt auch sie.
 
G

Gast

Gast
  • #38
Wenn du FS dich jetzt trennst, wird sich aber an deinem abendlichen Hunger nichts ändern. Dann ist weiterhin niemand für dich da, der abends kocht.

Welche moderne und gesunde Frau hält es für selbstverständlich dir deine Mutter zu ersetzen, die dich aufwachsen ließ mit ihrer Kochkunst, den Haushalt für dich machte, dazu noch Vollzeit arbeiten gehen? Wir leben nicht mehr in den 50ern oder in der Zeit, in der du aufgewachsen bist. Welche Frau hält heutzutage sowenig von Gleichberechtigung, dass sie schon an der Ecke wartet, für einen, der anderen Faulheit vorwirft aber selbst zuhause faul ist und sich bedienen lässt?

Also los, räche dich jetzt in ihrer schwersten Stunde an deiner Freundin, weil sie deinem Frauenbild nicht entsprochen hat, und schmeiß sie raus. Da sie an Erschöpfung leidet, wird allein die stressige Suche nach einer Wohnung sie in ihrer Heilung wahrscheinlich um Lichtjahre zurückwerfen. Und da sie gerade von Staat lebt und nicht arbeitet, wird sie es bei der Wohnungssuche so leicht haben, und eine tolle Wohnung finden. Und bestimmt wirst du sie dabei toll unterstützen.
 
  • #39
Da sie an Erschöpfung leidet, wird allein die stressige Suche nach einer Wohnung sie in ihrer Heilung wahrscheinlich um Lichtjahre zurückwerfen. Und da sie gerade von Staat lebt und nicht arbeitet, wird sie es bei der Wohnungssuche so leicht haben, und eine tolle Wohnung finden. Und bestimmt wirst du sie dabei toll unterstützen.

Ich würde es auch für falsch halten eine Partnerin zu verlassen, weil sie krank ist. Ich bleibe da weiterhin bei meinem Bild mit dem gebrochenen Bein. Natürlich hält man in solch einer Situation zum Partner. Dennoch halte ich es für flasch hier die passiv-aggressive Moralkeule herauszuholen. Denn eines weis man ganz sicher nicht: Welche Auswirkungen welches Handeln auf den Gesundheits/Geisteszustand des anderen haben werden. Es kann sein dass es genau so kommt wie von #37 beschrieben, dass man die Person damit um Jahre zurückwirft. Es kann aber genauso gut sein, dass eine solche Aktion genau das ist was die Person braucht um plötzlich vom (inneren) Tode aufzuerstehen und wie ein Feuersturm alle diese Anforderungen bewältigt. Man kann es einfach nicht wissen. Oder anders herum. Wenn man zur Partnerin hält, bestärkt sie das in ihrem Sumpf, oder gibt ihr das den Rückhalt um sich nach und nach da raus zu arbeiten.
Deswegen plädiere ich auch ganz stark dafür diese Überlegung rauszunehmen. Es ist als Partner nicht deine Aufgabe ihre Krankheit zu heilen. Das kann nur sie selbst in Begleitung von entsprechenden Spezialisten. Deine Aufgabe ist es zusammen mit ihr zu schauen, wie ihr euer gemeinsames Leben gestalten könnt.
 
G

Gast

Gast
  • #40
An FS:

Hier ist noch mal Gast Nr. 28. Leider scheinst Du vieles, was geschrieben wurde nicht gelesen zu haben. Bzw. Du hast es gelesen aber eher überlesen.

Auch wenn Du so aufgewachsen bist, dass die Frau Haushalt macht, hat dies rein gar nichts zu tun damit, wie eine Frau mit Dir die Beziehung wünscht. Das Argument "das war schon immer so" ist nämlich keines, sondern Denkfaulheit = sich am Althergebrachten festhalten, weil sich ausgetretene Wege leichter gehen als neue. Aber führen die ausgetretenen auch wirklich dahin wo DU und SIE hinwollt ?

Im Prinzip würde ich mich auch ärgern, wenn mein Partner zuhause ist, und ich abends nach Hause kommt und er nichts gemacht hat. Nur wenn ich merke dass er krank ist, dann würde ich erstmal gucken dass man DA was wieder auf die Reihe kriegt, bzw. erstmal das Berufliche wieder in Ordnung kommt. Dann kommt auch die Lust wieder, dem Partner bzw. der Partnerin was gutes zu tun.

So wie Du zu Deiner Freundin bist, wohl noch mit Vorwürfen etc. würde ich Dir auch nichs kochen sondern höchstens Dir mal eine Seifensuppe vorsetzen.

Ich identifiziere mich sicher nicht mit Haushalt, wieso sollte ich ? Ich bin eine 40-jährige Frau, ohne Kinder, berufstätig wie mein Partner. Wir wechseln uns ab mit Kochen und jeder von uns beiden hat eigene Rezepte drauf, wobei ich gerne süsse Nachspeisen sehr gerne mache. Ich koche gern etwas extra, so als Gefallen, weil er Freude daran hat. Und nicht weil es meine Pflicht ist.

w,40
 
G

Gast

Gast
  • #41
Du bist 44 Jahre alt und solltest in der Lage sein, dir selbst etwas zu Essen zu kochen oder dir anderweitig dein Essen zu organisieren. Deine Freundin ist nicht deine Köchin. Und ja, es ist zuviel verlangt. Nicht weil die Tätigkeit so schwer oder anstrengend wäre, sondern weil du keinen Anspruch darauf hast deine Freundin wie deine Bedienstete zu behandeln.
Wenn sie dich freiwillig bekochen würde, wäre es etwas anderes. Dann würde sie es gerne machen. Aber offensichtlich ist das nicht der Fall, also musst du das so akzeptieren.

Deine Freundin scheint psychisch sehr krank zu sein. Anstatt dich über solche Nebensächlickeiten wie das Kochen auszulassen, solltest du ihr besser helfen und vielleicht mit ihr einen Arzt suchen und sie dort hin begleiten.
 
G

Gast

Gast
  • #42
FS vor dir steht eine sehr große Herausforderung!
Hab das selbe Problem bei meiner Freundin und parallel bei zwei guten Kumpels. Ja es klingt klassisch nach Depression. (Alle seit Jahren in Therapie)
Ich habe in den letzten Jahren als nicht betroffener sehr viel darüber gelernt und gebe dir hier ein paar Ratschläge:
1. Tuh niemals als wüsstest du was für sie richtig ist!
2.tuh nie so als würdest du sie verstehen, denn das wirst du als nichtdepressiver NIE!
3. setze dir niemals eine Frist bis wann etwas besser werden muss, unter umständen geht sowas ein Ganzes leben
4. wenn Medikamente ins Spiel kommen wird's meistens schlimmer, erwarte das
5. sie hat alles in der Hand, also lass sie entscheiden was sie will unter Rücksichtnahme von Punkt "3"

Die Wissenschaft und die Medizin tapt in Sachen Depression im dunkeln. Diese neurologischen Vorgänge sind bislang zu komplex und werden mit Medikamenten auf gut Glück behandelt. Dabei hat der Patient maximal eine Chance wie beim Lotto spielen! (Wenn man vom ursprünglich gesunden Zustand ausgeht)
Ich habe trotzdem die Hoffnung nie aufgegeben das meine Leute ein Chance haben das alles irgendwie wieder normal wird wie vor langer zeit.
Viel Glück und kraft!
 
G

Gast

Gast
  • #43
Wenn sie dich freiwillig bekochen würde, wäre es etwas anderes. Dann würde sie es gerne machen. Aber offensichtlich ist das nicht der Fall, also musst du das so akzeptieren.

Ich denke nicht, dass man das so akzeptieren muss. Ich koche selbst und führe den Haushalt und kann es eine Zeit lang akzeptieren, das für beide zu tun, aber nicht dauerhaft.
Darum geht es aber gar nicht, da die Frau aufgrund ihrer Depression gar nicht frei entscheiden kann, ob sie gerne kochen möchte oder nicht.

Deine Freundin scheint psychisch sehr krank zu sein. Anstatt dich über solche Nebensächlickeiten wie das Kochen auszulassen, solltest du ihr besser helfen und vielleicht mit ihr einen Arzt suchen und sie dort hin begleiten.

Ich denke, das Kochen-Thema ist zwar wichtig - ich selbst bekomme schlechte Laune, wenn ich längere Zeit kein gutes Essen zu mir nehme - aber es ist auch ein Beispiel für die Probleme in der Partnerschaft.

Zu sagen "Freundin ist faul" ist natürlich nicht nett. "Freundin ist krank" trifft es besser. Das Problem ist: einem kranken Menschen muss man helfen, einem faulen nicht.
Aus eigener Erfahrung mit langjähriger Beziehung zu einer depressiven Frau kann ich nur empfehlen, einmal ganz oberflächlich das Verhalten beim Namen zu nennen. Der Grund für das Verhalten ist ja bekannt, dennoch ist das Verhalten so wie es ist.
Das ist für das eigene Seelenheil wesentlich besser, als quasi innerlich herumzudrucksen von wegen die Partnerin ist ja krank und kann nix dafür und es geht ihr ja so schlecht etc.

Was der eine Gast bzgl. des Stands der Medizin und der Medikamente geschrieben hat, deckt sich komplett mit meiner Erfahrung. Die Psychiatrie "experimentiert" in der Therapie mit verschiedenen Medikamenten. Die gängigen Antidepressiva werden in verschiedenen Dosen ausprobiert, teilweise in Kombination miteinander, weil jeder Mensch unterschiedlich auf die verschiedenen Medikamente und Dosen anspricht.

Für den Partner kann das zu einer Lebensaufgabe werden, im doppelten Wortsinn.

m
 
G

Gast

Gast
  • #44
Und hier der zweite Teil meiner Antwort:

Nun aber zu dir. Ich denke es ist klar geworden, dass du deine Energie falsch einsetzt, wenn du dich mit Symptombekämpfung auseinandersetzt. D.h. JA, koche selbst. Wenn du ihr helfen möchtest, musst du die Opfer bringen und das tun, wozu sie nicht im Stande ist. Wozu du sie unbedingt ermuntern solltest ist am Ende des Tages etwas nennen zu können, was ihr gut gefallen hat und sie wenigstens einmal in der Woche für eine halbe Stunde vor die Tür zu bringen. Das ist übel und kaum vorstellbar für sie aber rettet sie davor noch tiefer abzurutschen.
Ich gehe hier mehr auf ihre Situation als auf deine ein, weil du dich, wie ich anfangs geschrieben habe, für sie oder gegen sie entscheiden musst. Wenn du dich gegen sie entscheidest, kann dir das, was ich hier geschrieben habe, sowieso alles egal sein. Wenn du dich für sie entscheidest, kannst du ihr nur mit vollem Einsatz helfen.
Nun noch meine Interpretation ihrer Aussage sie fühle sich wie eine Bedienstete und Prostituierte.
Sollte sie wirklich einen Burnout haben, dann hat sie keinen Spaß mehr am Sex. Das ist so, weil ein Burnout / Depression eine Erkrankung ist, die die Botenstoffe im Gehirn stören. Freunde und Glück ist für Depressive nicht spürbar! In jeder Therapie wird es darum gehen Stück für Stück Glück wieder spüren zu lernen. Bei mir hat das drei Jahre gedauert. Insofern sieht sie Sex als Dienstleistung an und nicht als etwas, an dem sie selbst Spaß hat. Sie tut es aber, weil sie eine Art Normalzustand wahren will. Sie hat Angst dich zu verlieren und will dich mit diesem Minimalprogramm an beziehungsüblichem Verhalten an sich gebunden halten. Langfristig funktioniert das nicht. Als Bedienstete sieht sie sich deshalb an, weil sie die Dinge, für die sie überhaupt noch Kraft aufwendet, alle für dich tut. Das mag dir alles nicht viel vorkommen, ist es für sich aber schon!
Warum sie zu müde ist für die kleinsten Tätigkeiten wie kochen, morgens aufstehen etc.: Den größten Teil ihrer Energie verwenden Depressive darauf, eine "mir geht's gut"-Fassade aufrecht zu erhalten, um überhaupt noch lebensfähig zu bleiben. Du kannst sicher sein, dass es in ihr düsterer aussieht, als du es dir auch nur ansatzweise vorstellen kannst. All das was ich trotz ihrer Krankheit noch tut, ist für sie enorm anstrengend.

Ich möchte dich hier nicht belehren, sondern versuchen dir die Krankheit ein Stück näher zu bringen.
 
Top