• #1

Freund ist Workaholic und verlangt das gleiche von mir!

Hallo liebe Community

Ich bin derzeit etwas ratlos und hoffe hier die ein oder andere neutrale Meinung zu finden!

Mein Freund und ich (beide 29j) sind mittlerweile ein Jahr zusammen und ergänzen uns sehr. Wir führen im Grunde eine harmonische Beziehung...wäre da nicht das unermüdliche „Arbeitstier“ in ihm.

Er hat eine eigene Kanzlei und meistens einen 12 Stunden Tag. Danach geht es dann noch weiter mit Arbeit für sein Hobby oder am Haus. Ich habe ihn so kennengelernt und damit auch absolut kein Problem. Es ist nur so, dass er das gleiche auch von mir verlangt. Ich habe eine 100% Anstellung und gehe ebenfalls einem Hobby nach. Wir wohnen noch getrennt, verbringen aber fast jeden Tag zusammen. Da übernehme ich größten teils den Haushalt, Einkauf sowieso. Im Grunde führe ich gerade zwei Haushalte.

Er kann es zb nicht verstehen wenn ich am Samstag mal etwas länger schlafe (9uhr) oder Mittags einfach mal eine Stunde nichts tuhe. Er gibt mir dann immer Arbeit oder fragt „ist das oder das schon erledigt?“. Samstag ist für ihn Arbeitstag zuhause.

Wenn ich von der Arbeit komme helfe ich ihm meistens noch in seinem Büro, mache Wäsche etc. und koche. Und er gibt mir trotzdem das Gefühl es ist nicht genug oder ich wäre „faul“. Er ist sogar oft Sonntags im Büro wenn viel Arbeit anfällt. Abends kommen wir selten vor 22uhr mal zur Ruhe.

Aber ich sehe das für mich nicht ein, mein Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Ich habe auch schon versucht mit ihm darüber zu reden, aber er sagt eben immer, dass ich es anders sehen würde wäre das meine Existenz.

Mittlerweile ist es schon so, dass ich ein schlechtes Gewissen habe sobald ich mich mal 5min hinsetze. Manchmal gehe ich auch unter einem Vorwand zu mir nach Hause damit ich mal etwas runter fahren kann.

Er bedankt sich zwar schon ab und an für Hilfe oder das leckere Essen aber trotzdem ist es einfach frustrierend da ich wirklich viel für ihn tue und er oft nur dass sieht was schlecht oder noch nicht gemacht ist.

Wie finde ich einen kompromiss? Oder muss ich einfach akzeptieren dass er halt so ist was das angeht?

Danke für eure Antwort

Jana
 
  • #2
Ich würde mich trennen, nicht weil er ein Workaholic ist, sondern weil er von mir verlangt, emanzipiert zu sein. Das Ziel dieser Männer ist: Er möchte keine Hausfrau oder Mutter seiner Kinder, er möchte keine Heirat und er möchte keine Verantwortung mit dir übernehmen. Er möchte, dass du selbstständig bleibst, damit er keine Verantwortung in der Beziehung übernehmen muss.

Das ist die Falle, die Frauen mit Mitte 30 kinderlos dastehen lässt.
 
M

morslucis

  • #3
Dein Freund ist in ein paar Jahren ein Wrack.
Wenn er seinen Haushalt nicht auf die Reihe bekommt soll er sich eine Haushaltshilfe holen, und nicht dafür sorgen, dass auch du in ein paar Jahren ein Wrack bist.
Warum lässt du dir das bieten? Werde nicht zum Co-Workoholic.
Welchen Teil von "jedem Tag" genau verbringt ihr eigentlich gemeinsam, bei diesem Stundenplan?
m34
 
  • #4
Er hat eine eigene Kanzlei und meistens einen 12 Stunden Tag. Danach geht es dann noch weiter mit Arbeit für sein Hobby oder am Haus.
Hallo Jana, da hast du dir was ans Bein gehängt, ich würde heute noch flüchten bei so einem Menschen.
. Da übernehme ich größten teils den Haushalt, Einkauf sowieso. Im Grunde führe ich gerade zwei Haushalte.
Hast du das alles nötig, so etwas mitzumachen, muss meinen Kopf schütteln, nur weil er eine Kanzlei hat und du glaubst, er ist deshalb was Besseres? Für meine Begriffe hast du fehlendes Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl Selbstvertrauen, sonst würdest du so etwas nicht mitmachen.
Und er gibt mir trotzdem das Gefühl es ist nicht genug oder ich wäre „faul“Abends kommen wir selten vor 22uhr mal zur Ruhe.
Was ist das für ein Hundeleben keinen Tag würde ich das mitmachen.
Aber ich sehe das für mich nicht ein, mein Leben besteht nicht nur aus Arbeit.
Solche Menschen weichen anderen Dingen aus, er weicht auch dir aus, mit solchen Typen kann man nicht diskutieren, nur verkünden und dann handeln.
Mittlerweile ist es schon so, dass ich ein schlechtes Gewissen habe sobald ich mich mal 5min hinsetze. Manchmal gehe ich auch unter einem Vorwand zu mir nach Hause damit ich mal etwas runter fahren kann.
Du bist ihm gegenüber nicht aufrichtig und nicht authentisch, wenn du einen Vorwand brauchst, um dich runterfahren zu können, weil er dir nicht gut, von Liebe erkenne ich auch nichts, rein zweckgebundene Kopfverbindung.
Er bedankt sich zwar schon ab und an für Hilfe oder das leckere Essen aber trotzdem ist es einfach frustrierend da ich wirklich viel für ihn tue und er oft nur dass sieht was schlecht oder noch nicht gemacht ist.
Ganz typisch Frau irgendetwas noch schön zu reden, wie du das hier machst.
Ich sehe nur zwei Möglichkeiten für dich, alles respektieren, was er mit dir tut, seine Verhaltensweise wird noch extremer werden, ganz schlimm wenn du mit ihm zusammen lebst und noch schlimmer wenn du mit ihm Kinder hast, dann macht er für dich gar nichts mehr, er hat dich dann voll in der Hand, voll in seiner Macht, die andere Möglichkeit, die würde ich machen, schnell mich von ihm zu trennen, du hast einen ehrbaren guten und liebeswürdigen Mann verdient, er ist es nicht! Du bist noch jung und hast alle Chancen in der Hand, nutze sie, lass dich nicht runterbuttern. Du magst ihn vielleicht lieben, er liebt dich garantiert nicht, mit seiner Verhaltensweise. Es tut mir nicht gut, dass es Frauen gibt, die so etwas mitmachen!
 
  • #5
Also, wenn ich das so lese frag ich mich wo denn eure Beziehung ist.Wo die Zweisamkeit?Gemeinsame Freizeitunternehmungen?
Er scheint dich eher wie seine Angestellte zu behandeln und nicht wie seine Freundin.
 
  • #6
Ich würde mir von einem Mann nicht vorschreiben lassen, wann ich was zu tun habe. Einen kleinen Gefallen kann man dem anderen mal tun, aber man ist nicht dessen Putzfrau oder Aushilfe. Warum führst du zwei Haushalte? Warum gehst du für ihn einkaufen? Warum bekochst du ihn? Lass das doch sein! Es gibt immer zwei - der, der die andere Person drängt, aber auch die Person, die das mit sich machen lässt. Wenn mein Freund auf die Idee käme, mir seine Wäsche zuzuschieben, würde ich ihm nen Vogel zeigen. Wie konnte es denn passieren, dass das so einreißt nach nur einem Jahre und du als Putze und Bürohilfe endest?

Ich würde konsequent nichts mehr für ihn machen und wenn er das dann als Faulheit tituliert, würde es aber was zu hören bekommen. Sei doch nicht so schwach und lass dich dermaßen ausnutzen. Entweder er macht seinen Mist alleine oder er soll sich eine neue Freundin suchen.
 
  • #7
Hi,
das Ganze klingt sehr ungesund!
Ich zum Beispiel finde wichtig einen Partner zu haben, der chillen, entspannen und geniessen kann.

Einer wie Deiner wuerde mich verrückt machen. Warum spielst Du das Hausmädchen für ihn?
Wenn er soviel arbeitet verdient er entsprechend Geld und kann Putzleute, Wäscherei und essen gehen bezahlen.

Musst Du Dir "Liebe" verdienen??
Ich würde das keinen Tag mitmachen.

Klar will Mann,Frau einen PartnerIn welcher aktiv ist, sich interessiert und beruflich weiterentwickelt.
Aber das ist mehr qualitativ als quantitativ.

Schlaf mal bis mittag, mach bewusst kein Frühstück, Waesche, Einkauf, chill mal ein Wochenende ausführlich.
Wenn er Dich deshalb doof anmacht oder "bestraft" durch Liebesentzug oder Abwertung... Aaaabschuss :)
Oder willst Du mit so einem Familie??! Dauergratissklavin quasi?
 
  • #8
Wir führen im Grunde eine harmonische Beziehung...
Sehe ich so nicht.
Wenn ich von der Arbeit komme helfe ich ihm meistens noch in seinem Büro, mache Wäsche etc. und koche. Und er gibt mir trotzdem das Gefühl es ist nicht genug oder ich wäre „faul“.
Das ist ganz klar fehlende Anerkennung
Mittlerweile ist es schon so, dass ich ein schlechtes Gewissen habe sobald ich mich mal 5min hinsetze. Manchmal gehe ich auch unter einem Vorwand zu mir nach Hause damit ich mal etwas runter fahren kann.
Das wird auf Dauer nicht funktionieren, du würdest unglücklich werden.
Ihr habt unterschiedliche Lebensmodelle. Ich bin keiner von denen, die immer sofortige Trennung empfehlen, aber das hört sich schon sehr bitter für dich an.
Wenn das ganze überhaupt irgendwie funktionieren soll, dann musst du ihm das klipp und klar sagen, wie du es hier geschrieben hast. Wenn er allerdings tatsächlich so tickt, wird ihn das kaum beeinflussen.
 
  • #9
Hallo Jana,

das wird so weitergehen, auf jeden Fall die nächsten zehn Jahre, bis er sich beruflich nicht mehr so beweisen muss oder bis er mal an eine Frau geraten ist, die kein solch fleißiges Lieschen ist wie Du und ihm einmal ordentlich den Marsch pfeift.
Ich sehe folgende Möglichkeiten: Du sagst ihm, dass Du gerade zwei Haushalte führst und nicht gedenkst, seinen weiterhin mitzuführen, wenn Du einfach seine Freundin bist. Hilfreich wäre auch, vor diesem Gespräch einmal 3 Wochen alles aufzuschreiben, was Du für ihn tust und wie lange Du dafür gebraucht hast. Außerdem schreib auf, was Du in Deinem Haushalt tust, dann hast Du einen Vergleich. Das hältst Du ihm unter die Nase. Vor dem Gespräch überlegst Du Dir, ob Du die ganze Arbeit lieber tätest, wenn Du seine angetraute Frau wärst. Falls ja, dann sagst Du ihm nach der Präsentation Deiner Liste, dass er Dich heiraten soll, dann wäre es nämlich auch Deine Existenz.
Ich verstehe, dass er als Existenzgründer gerade am Rad dreht, aber sein Haushalt hat definitiv nichts mit seiner Kanzlei zu tun. (Ich hoffe, er spannt Dich nicht auch noch zum Putzen der Kanzlei ein?!)

Die nächste Möglichkeit wäre, die Tätigkeiten für ihn ganz stoisch einzustellen und seine Wut darüber auszusitzen. Vermutlich wird er anfangs toben, aber wenn Du jetzt keine Grundsatzdiskussion anzettelst, wirst Du das alles immer an der Backe kleben haben. Wenn er dann völlig ungenießbar wird, dann kannst Du ihn ja zurückfragen, ob er Dich nur wegen der Haushaltsarbeit liebe. Und wenn er da nicht ganz überzeugend das Gegenteil darlegen kann, dann weißt Du auch, welche Stunde es geschlagen hat.

Drittens überlegst Du Dir generell, wo Du im Leben hinwillst. Mit einer gescheiten beruflichen Position wird es eher nichts, wenn Du so weitermachst wie bisher, weil Deine ganze Energie in Deinen Freund fließt. Wenn Dich das nicht stört, dann forciere die Heirat.

Wenn Dir die Freiheit aber wichtig ist, dann stell die Hausarbeit für ihn ein und kümmer Dich um Dich selbst.

So, wie Du schreibst, habe ich meine Mutter in deren jungen Jahren vor Augen, wie sie bis zum Umfallen für meinen Papa gerödelt hat. Meine Mutter hat meinem Vater durch ihre Berufstätigkeit das Studium finanziert und gleichzeitig im Betrieb ihrer Schwiegereltern gearbeitet, der nach 20 Jahren ihrer wurde. Bis zu diesem Jahr war sie jeden Tag von 5 bis 23 Uhr auf den Beinen und hat ein Pensum runtergerissen, wofür man drei Männer bräuchte. So blieb es fünf Jahrzehnte lang. Überleg es Dir gut.

Herzliche Grüße, w, 37 J.
 
  • #10
Selbst auferlegte Arbeit...
Er gibt mir dann immer Arbeit oder fragt „ist das oder das schon erledigt?“.
Er ist dein Partner! Selbst bei meinem Chef würde ich das nur bedingt mitmachen und dort bekomme ich Geld dafür!
Mittlerweile ist es schon so, dass ich ein schlechtes Gewissen habe sobald ich mich mal 5min hinsetze.
Ich finde es schlimm, es ist deine Lebenszeit. Dein Freund ist arbeitssüchtig und du bist coabhängig meiner Meinung nach.
trotzdem ist es einfach frustrierend da ich wirklich viel für ihn tue und er oft nur dass sieht was schlecht oder noch nicht gemacht ist.

Wie finde ich einen kompromiss? Oder muss ich einfach akzeptieren dass er halt so ist was das angeht?
Ja, er ist so. Es ist unwahrscheinlich, dass er sich ändert, auch wenn ihr Kinder plant. Die meisten ändern sich nur im Alter oder durch Schicksalsschläge, die zum Umdenken führen, was man aber keinem wünscht. Ich kenne viele arbeitssüchtige Menschen (war früher selbst so). Sie müssen immer, auch in der Freizeit, effizient sein. Es deutet auf große Schwierigkeiten mit dem Selbstwertgefühl hin. Ohne, dass irgendeine Leistung erbracht wird, fühlt man sich nicht wertvoll und sieht andere Menschen unter Umständen auch nicht als wertvoll an. Man gibt ihnen das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Ganz schwierig wird es, wenn Kinder ins Spiel kommen, da diese nicht "funktionieren", sondern viel Liebe und Geduld erfordern und ihre Gefühle noch nicht zugemauert sind.
 
  • #11
Er gibt mir dann immer Arbeit oder fragt „ist das oder das schon erledigt?“.
Das ist der Satz, der mich am meisten aufregt an deinem (insgesamt!) hanebüchenen Bericht über deine sog. »harmonische Beziehung«.

Gleichzeitig denke ich, dass dir wirklich nicht zu helfen ist, wenn du nach deinem eigenen Vollzeitjob noch zu ihm hinrennst und dort den zweiten Haushalt, nämlich seinen, betreust - inkl. kochen. Wenn er sich in seinem 12-Stunden-Tag wohl fühlt, du aber keine Lust hast, ihm nachzueifern, dürfte für dich doch alles klar sein? Oder etwa nicht?
Stelle dir das Ganze noch mit einem oder zwei Kindern vor ... und entscheide dann, wie deine Zukunft für dich aussehen darf (oder sollte?).
 
  • #12
Die Überschrift lautet, dass Dein Freund von Dir verlangt, auch workaholik zu sein. Dabei sehe ich etwas anderes.

...
Da übernehme ich größten teils den Haushalt, Einkauf sowieso. Im Grunde führe ich gerade zwei Haushalte.

Er gibt mir dann immer Arbeit oder fragt „ist das oder das schon erledigt?“.

Wenn ich von der Arbeit komme helfe ich ihm meistens noch in seinem Büro, mache Wäsche etc. und koche.

Er nutzt Dich als kostenlose bzw. billige (?) Arbeitskraft. Er bestimmt Deine Aufgaben, Deine Arbeitszeit usw.

Du musst lernen, Grenzen zu setzen

Stell klar, dass Du weder seine Putzfrau noch seine Haushälterin bist, der er Arbeitsanweisungen gibt.
Stell das jetzt klar. Das wird später als Ehefrau oder in einem gemeinsamen Haushalt noch scschwieriger.
Klar kannst Du im Notfall aushelfen. Das ist aber kein Dauerzustand.
Er muss seinen Haushalt und sein Büro anders organisieren.
 
  • #13
Aber ich sehe das für mich nicht ein, mein Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Ich habe auch schon versucht mit ihm darüber zu reden, aber er sagt eben immer, dass ich es anders sehen würde wäre das meine Existenz.
Letzteres stimmt ja, wäre aber die Antwort auf Genörgel von Dir in Richtung "immer arbeitest du und nie hast du mal Zeit für Vergnügen". Er kann das aber nicht zu Dir sagen, wenn Du auf sein Gemecker hin, dass Du zu wenig tätest, sagst, dass DEIN Leben nicht aus Arbeit besteht und Du eben mal lange schlafen willst und Dich mittags ausruhst.
Ich finde sowas extrem nervensägig, wenn mir einer sagen will, wie ich meine Freizeit zu verbringen habe, wenn sie nicht mit ihm geschieht.
Wenn ich von der Arbeit komme helfe ich ihm meistens noch in seinem Büro
Warum? Rhetorische Frage. Du bist mit ihm zusammen, da tust Du alles, damit er zufrieden sein kann, und hilfst natürlich, wenn er in Arbeit untergeht. Gedankt wird es Dir nicht. Die Welt scheint im Groben aus zwei Sorten Menschen zu bestehen: Die, die geben und dafür Anerkennung und Gegenliebe wollen, und die, die verlangen und nehmen, das selbstverständlich finden und gar nicht auf die Idee kommen, dass der andere sie auch einfach hängenlassen könnte.

@frei hat hier mal ne Liste gemacht, was man als Partnerin alles NICHT tun sollte. Dazu gehörten sinngemäß, bin ich ziemlich sicher, auch solche Schreibarbeiten. Ebenfalls beim Mann aufräumen, putzen, Wäsche waschen. Ihr habt keinen gemeinsamen Haushalt, Du führst seinen und lässt Dich noch anmotzen. Was hat der Mann im Kopf? Bist Du sein dritter Arm, der nicht richtig funktioniert?
Der Punkt ist, dass so ein Nimmersatt auch immer eine gute Quelle hat, die ihn versorgt. Also solange Du das mitmachst und Dich nicht wehrst, wird sich nichts ändern. Bitten, jammern und betteln wird ihn nicht umstimmen. Ich würde mal deutlich sagen, was ich alles für den Mann tue und dass das anscheinend für ihn eine selbstverständliche Nichtigkeit ist im Namen der Liebe. Dass Du das gern tust, aber dass Du keine Verpflichtung darin siehst, ihm neben Deiner Arbeit noch den Rücken freizuhalten UND dann noch Genörgel zu ertragen. Und wenn Du lange schlafen willst, hat er Dir nicht reinzureden, genauso wenig in den Mittagsschlaf und falls Du mal nicht sein Zeug machen willst.

Frauen wie Du (und ich früher) wollen dem Mann demonstrieren, wie sehr sie ihn lieben, reißen aus Liebe SEINE Aufgaben an sich, um zu helfen, können dann nicht mehr zurück und fühlen sich verpflichtet, WERDEN auch verpflichtet, dh. die Zuarbeit der Frau für den Mann ist selbstverständlich, und dann wird noch gemeckert. Mein Rat ist: Hör auf, auf Lob und Dank von ihm zu warten und mach das, was für Dich das Beste ist. Er macht das auch. Wenn Du helfen willst, hilf, wenn Du ruhen willst, ruh. Fahr nach Hause, wenn er Dich nervt. Und zieh nicht zusammen.
 
  • #14
Aber ich sehe das für mich nicht ein, mein Leben besteht nicht nur aus Arbeit.
Wenn das dein Standpunkt ist, wieso bist Du dann so extrem unterwürfig und agierst als seine Haushaltshilfe?

Sorry, aber Du degradierst dich pausenlos selber in dieser Beziehung. Natürlich geht dein Freund überhaupt gar nicht, aber Du bist noch viel schlimmer. Kein Rückgrat, kochen, putzen, ihm alles recht machen, nur für ein bisschen Liebe, die Du ja noch nicht mal bekommst, weil er seinen Job mehr liebt.

Da übernehme ich größten teils den Haushalt, Einkauf sowieso. Im Grunde führe ich gerade zwei Haushalte.
Dann hör auf damit! Er ist nicht Gott. Du kannst auch "nein" sagen. Wenn Du das nicht lernst, gehst Du mit diesem Mann vor die Hunde.
 
  • #15
Nimms mir nicht übel, dein Freund hat sie nicht mehr alle. Ich Frage mich, wo ihr euch ergänzt und vor allem Dingen, was sind die Gründe, dass du ihn liebst.
Er ist nicht klug. In einigen wenigen Jahren ist er ein Wrack und liegt auf der Nase. Das ist an Dummheit, sorry, nicht zu überbieten.
Von so einem, sorry, würde ich mich sofort trennen.
 
  • #16
Ja, du musst ihn akzeptieren, wie er ist. Er wird sich nicht ändern. Er hat ja auch das Recht so zu sein. Die Frage ist, ob du das längerfristig aushältst. Ich würde es keine Woche aushalten, aber das hilft dir nicht weiter.

Wann habt ihr denn überhaupt Paarzeit? Immer erst nach 22 Uhr? Das wäre für mich keine Beziehung, und ich würde mir auch niemals einreden lassen, ich sei faul (obwohl ich es manchmal wirklich bin).

Dein Freund wird irgendwann ein Burnout haben. Und du auch.

Was willst du? Bist du bereit, noch lange so zu leben? Wie stellst du dir eine Beziehung überhaupt vor? Überlege dir das und teile es deinem Freund mit. Wenn er nicht bereit ist, auf dich zuzugehen, weisst du, was zu tun ist.
 
  • #17
Liebe Jana,

Abgesehen davon, dass ich genügend solchen Workaholics etliche Jahre später mit massivem Burnout begegnet bin.
und abgesehen davon, ob DU so ein Leben willst - nur Arbeit, keine Freizeit, keine Muße, keine Freude, kein Genuss- wo ist da Lebensqualität? Für mich ein verschwendetes Leben.

Das Relevante ist Euer Umgangston.
Er erzieht Dich, meckert an Dir herum, kontrolliert Dich? Er macht Dich klein, wertet Dich ab? Und Du arbeitest immer mehr ... Warum?

Du hast einen Job, und Deine eigene Wohnung - warum machst Du seinen Haushalt? Bist Du seine Haushälterin?
Wenn er seine Priorität auf seine Arbeit setzt, dann soll er jemanden bezahlen, der die Arbeiten erledigt, zu denen er nicht kommt.

Du lässt Dich schlecht behandeln, ausnutzen und klein machen. (Jana_lein?!) Hier sage zu Dir selbst Stopp. DU bist ok, DU gestaltest Dein Leben. ..
Änderne Dein Verhalten.
Komme nur zu ihm, wenn er wirklich frei hat. Gehe weder zum Kochen, Putzen, etc. zu ihm - Du hast Deinen eigenen Haushalt.
Er kann mal zu Dir zum Essen kommen, wenn Du das möchtest - und wenn er sich dann Zeit für Dich nimmt, gemeinsam Essen und zusammen Feierabend genießen.
Wenn Du bei ihm bist, und er verschwindet ins Büro, dann gehe.
Auf Deiner Couch bist Du ungestört.
Nutze Deine Freizeit nicht zum Arbeiten und Angenörgelt werden, sondern als FREI Zeit. Hat er keine Zeit, dann hast Du Dein Hobby, Freunde und Zeit für Entspannung.
- Es ist etwas anderes, wenn man gemeinsam etwas aufbaut, dann ist es gemeinsam, gehört beiden, das ist WIR, und dabei gibt es anstrengende Zeiten.
Aber hier baut er sich etwas auf und Du ackerst für lau und für Angemeckert werden.

Dann fange bitte das Nachdenken an
Was ist Dein Benefit in dieser Beziehung?
Geht es Dir gut? Habt Ihr Zeit füreinander, Zeit für schöne Momente, Paarzeiten?
Möchtest Du so eine Partnerschaft?
Er wird sich nicht ändern. Was meinst Du, wie es wird, wenn Ihr zusammen ziehen würdet.
Harmonie und Freude lese ich übrigens keine, Respekt und ein angemessener Umgangston sind für mich ein Basic.

Davon abgesehen, dass schon im Begriff Workaholic - Arbeitssüchtig - das Wort Sucht steckt.
Mit Süchten jeglicher Art verdrängt man andere, tiefere Probleme.
Ängste, tiefe Unsicherheiten an sich selbst - mangelnder Selbstwert, etc.
Übermäßiger Leistungsanspruch ist der dauernde Kampf zu beweisen, dass man doch etwas taugt. Arbeit als Sucht ist sozial verträglich, im Gegenteil man erntet Anerkennung, was diese Sucht noch mehr fördert.
Der Leidensdruck kommt erst, wenn die Psyche über den Körper Stopp sagt.
Und Du bist bei dieser Sucht die Co-Abhängige, es wird Dich mit zerstören.
Du merkst die Ansätze.

Was ich machen würde - ich würde es beenden. Ohne weitere Diskussion.

Wenn Du dies (noch nicht) kannst / willst, dann würde ich zumindest das Stopp 1x deutlich formulieren, ebenso meine Vorstellungen, und wenn sich nichts ändert, gehen.

Pass auf Dich auf.

W,49
 
E

epreg

  • #18
Er möchte, dass du selbstständig bleibst, damit er keine Verantwortung in der Beziehung übernehmen muss.
Selten so einen Blödsinn gelesen. Aber du schreibst offenbar aus Erfahrung.

Zu der ursprünglichen Forenfrage: Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum ihr Frauen euch immer auf so etwas/solche Typen einlasst und jegliche Würde euch selbst gegenüber ablegt. Ist er dein Chef? Nein! Ist er dein Partner? Ja! Ist das Partnerschaft nicht die Wünsche und Bedürfnisse der anderen Seite zu respektieren? Definitiv nicht! Von dem was ich hier über die Person lese und sofern das alles der Wahrheit entspricht, würde ich mit so einem Menschen, weder sozial noch geschäftlich interagieren.
 
  • #19
Er gibt mir dann immer Arbeit oder fragt „ist das oder das schon erledigt?“. Samstag ist für ihn Arbeitstag zuhause.
Die Überschrift Deines Threads sollte eigentlich lauten: "Mein Freund verlangt von mir seine unbezahlte Putze zu werden"
Versteh mich nicht falsch, es spricht nichts dagegen, seinem Freund auch mal im Büro oder im Haushalt zu helfen. Aber nicht in dem Ausmaß, in welchem Du das hier darstellst. So wie das bei euch läuft ist das keine Liebesbeziehung sondern ein ganz normales Arbeitsverhältnis. Ich würde über meine geleistete Arbeit in SEINEM Haushalt und in SEINEM Büro eine Stundenliste führen und meine Bezahlung hierfür einfordern. Da Deine Tätigkeiten bei ihm üblicherweise weit über das Maß von sogenannten "Freundschaftsdiensten" hinausgehen und Dein Freund offensichtlich Dir gegenüber weisungsbefugt ist, wird Dein Freund als Arbeitgeber verpflichtet, Dich als Arbeitnehmerin bei der Krankenkasse anzumelden. Da er ein ehrgeiziger, gut informierter Unternehmer ist, wird er dies - und auch dass Du Deine Arbeitskraft nicht weiter unentgeltlich zur Verfügung stellen kannst - sicherlich verstehen.
Viel Spass dann bei Deinem neuen Nebenjob!
 
  • #20
Hallo Jana,
ohje, da erliegt aber jemand ganz ganz stark dem vorgekaukelten Ideal der Leistungsgesellschaft. Wir seien nur noch etwas wert, wenn wir brav hnsere ToDoListe des Tages abhaken und uns selbst immer weiter optimieren, um am besten noch gegen die bald Realität werdende automatisierte Konkurrenz bestehen zu können. Ich stelle mir deinen Freund bildlich vor im Hamsterrad mit der Möhre vor der Nase.
Eine Zeit lang dachte ich auch, dass das toll sei, und die Leute um mich herum, die in Ruhe entspannen, verschwenden ihre Zeit. Inzwischen sehe ich Kollegen im Burnout, oder Kollegen, die trotz hohen Arbeitspensums wegrationalisiert werden. Auch Anwälte werden bald durch Roboter wegrationalisiert. Ein Anwalt, der heute vielleicht 50 Fälle bearbeitet, kann in Zukunft vielleicht das Zehnfache bearbeiten, also sollte sein Partner nicht glauben, er macht sich unersetzbar.
In meiner Elternzeit habe ich Abstand zur Arbeit bekommen und gemerkt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Wir arbeiten, um zu leben, nicht umgekehrt!
In meiner Beziehung ist das Gegenteil der Fall: Mein Freund schläft unglaublich gern und entspannt sehr viel. Ich fand das früher ultra nervig, dachte man kann noch dies und das machen. Inzwischen erkannte ich, dass er in sich ruht, eine hohe Selbstzufriedenheit hat und trotzdem gut im Job ist. Mit unserem Kind beschäftigt er sich viel, da verzichte ich gern auf ein paar Euro Gehalt und bin zufrieden im Leben, das habe ich von ihm gelernt!
Lass dir nicht ein falsches Weltbild eintrichtern, das man über alle Medien oktroyiert bekommt, das Leben ist für DICH da, nicht für dein Human Capital, du bist mehr als eine Ressource, wo jede Minute wertvoll ist.
Lies mal "Momo" von Michael Ende!
w34
 
  • #21
ich denke, du bist eine von nicht wenigen Frauen, die so ziemlich alles tun, um es dem Partner recht zu machen. Sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen, ist schon richtig. Aber du bist irgendwie in diese Falle getappt, aus der es kaum ein Entrinnen zu geben scheint.

Verliebte Frauen mit eher geringem Selbstbewusstsein sind da besonders gefährdet. Sie wollen gefallen, bloß nichts falsch machen - das alles für ein bisschen Liebe. Als müsse man sich die Liebe eines Mannes verdienen.
Liebe FS, dein Partner ist nur noch am Fordern. Liebe seinerseits lese ich hier überhaupt nicht heraus.

Du musst dringend mit ihm darüber reden. Ihm sagen, dass du so nicht weiter machen kannst. Wenn er dann wütend wird und/oder die Beziehung in Frage stellt - dann nimm es so hin. Langfristig wird es besser für dich sein. Du musst unbedingt wieder zur Ruhe kommen. So kann das nicht weiter gehen.
 
  • #22
Hallo Jana,
Also du hast einen zweiten Chef. Es herrscht ein Ungleichgewicht in eurer Beziehung. Er ist nicht dein Partner, sondern dein Arbeitgeber der dich nicht mal bezahlt.
Als erstes leg die Arbeit in seiner Wohnung ab. Er soll eine Haushaltshilfe holen.
Ab und zu im Büro zu helfen ist okay. Mach dies nur, wenn es Spike Aufträge sind (also Notfall) und es dir zeitlich passt.
Bleibe ofter in deiner Wohnung, nach 22h treffen Macht ja meistens keinen sinn mehr. Macht ordentliche dates aus, wo er sich auch die Zeit nimmt um mit dir Qualitätszeit zu verbringen.
Ich denke, er sucht ein frauchen die fur ihn arbeitet. Keine Gleichberechtigte Partnerin. Ich vermute diese rolle passt zu dir nicht, daher auch der Thread. Mache also alles so, wie es zu dir passt und bleib gesund.
 
  • #23
Hallo @Jana_lein

Du weißt doch das du nicht faul bist!
Daher würde mich seine Aussagen überhaupt nicht tangieren.

Im Gegenteil, ich würde schmunzeln und ihm aufzählen, wie bequem ich es mir machen werden und heute ausschließlich existenzgefährdende Dinge genieße .... Badewanne, Couch, Netflix oder einfach einen schönen Spaziergang an der frischen Luft.

Anschließend würde ich ihm mitteilen das ich ab sofort weder seinen Haushalt, Einkauf, noch sein Büroarbeiten übernehmen kann, denn ich benötige zukünftig diese Zeit zum faul sein ;)

Was will er machen....
Dich bequem schimpfen oder dir mit Trennung drohen?
Oh man, wie würde ich deinen Freund auslachen!

Meine Güte, es ist dein Leben und deine kostbare Zeit. Also fang endlich an über diese selbst zu bestimmen.
Jetzt gerade bist du dabei beides zu verschwenden.

W, 26
 
  • #24
Ihr lebt nicht zusammen, das heißt, jeder hat seinen eigenen Haushalt. Erst mal ist natürlich jeder für seinen Haushalt zuständig. Natürlich kann man mal etwas für den anderen übernehmen ("Ich fahre jetzt einkaufen, soll ich dir etwas mitbringen?"), aber du lässt dich doch komplett ausnutzen. Du arbeitest nach deinem Feierabend in seinem Büro, machst seinen Haushalt, seine Wäsche und lässt dich noch dumm anmachen, wenn du mal für 5 Minuten die Füße hoch legst. Was ist an der Bezihung eigentlich so toll. Macht ihr mal etwas gemeinsam (außer Arbeiten)? Essen gehen? Wellness? Kurzurlaub?
Ich denke, du musst ihm eine klare Ansage machen, dass du NICHT seine kostenlose Büro- und Haushaltshilfe bist. Wenn er seinen Haushalt neben der Kanzlei nicht bewältigen kann, muss er eben eine (bezahlte!) Haushaltshilfe und Wäscherei in Anspruch nehmen,
An deiner Stelle würde ich ihn auch nur noch besuchen, wenn alles in seinem Haushalt erledigt ist, nach 22 Uhr. Vorher würde ich mich um meinen Haushalt, meine Freunde und Bekannten und meine Hobbies kümmern. Denn noch wohnt ihr nicht zusammen. Wobei ... zusammen ziehen würde ich mit ihm eher nicht. Denn ich sehe da überhaupt keinen Vorteil für dich, außer du siehst es als Sinn des Lebens an, dich für einen anderen zu Tode zu schuften.
 
  • #25
Als ich jünger war, hätte ich auch höchsten gedacht: boh ist der anstrengend. Neben der Tatsache genügen zu wollen und mich anzustrengen.

Heute seh ich es anders, weil ich erlebt habe und begreifen musste...
Solchen Menschen geht es meist um die Kontrolle.

Das jemand der ehrgeizig ist, nicht versteht wie andere chillen ist eine Sache.
Jeder glaubt ja für sich gerne, dass seine Weise allgemeingültig richtig ist.

Auch das ich mir unter Paarzeit etwas anderes vorstelle als seine Wohnung zu putzen.
Da muss ich Dich nicht mal verstehen...

Aber auffällig finde ich und das nicht nur befremdlich, sondern mit jede Menge Alarmglocken....das er Dir Aufgaben, ja schon fast Befehle erteilt.
Und das schön bei ihm zuhause...
er muss sich 0 um Dich kümmern, weiss aber wo Du bist und was Du tust.
Ohne Eigenleistung bindet er Dich an sich und kontrolliert Dein Leben.
Und ich könnte schwören, er erklärt Dir öfters dass Du es nicht gut genug gemacht hast.
Gespräche darüber würgt er ab etc.

Oder bewundert bzw lobt Dich liebevoll, was Du so alles schaffst?
 
  • #26
Liebe FS, was mir erst jetzt auffällt: als erstes solltest du deine Namensverkleinerung (Jana_lein) aufheben. Denn die zeigt deutlich, wie du dich - nur ihm gegenüber? - fühlst: klein und ohnmächtig.

Sei die starke JANA, die sich nicht vorschreiben lässt, dass auch sie einem 12Stunden Job (neben ihrer Bürozeit) folgen muss, wie lange sie ausschlafen darf, wie viel Freizeit sie sich selbst verordnet und welche unbezahlten Büro- und Hausarbeiten sie für den Partner erledigen soll.
 
  • #27
Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum ihr Frauen euch immer auf so etwas/solche Typen einlasst und jegliche Würde euch selbst gegenüber ablegt
Die Würde war vorher schon nicht da.
Warum man sich auf so jemanden einlässt, weiß ich nicht. Mich hätte ein Arbeitssüchtiger auch nicht angezogen, da er ja nie Zeit für eine Beziehung hat. Allerdings weiß ich selbst, dass man, wenn man was schaffen will, keine Zeit für einen Partner hat. Nur suche ich dann auch keinen.
Der Partner der FS scheint entweder nicht gesucht zu haben und sie hat sich an ihn gehängt, weil sie ihn aus irgendwelchen Gründen für den Richtigen hält, und will sich jetzt nützlich machen, um zu beweisen, dass er was von ihr hat. Denn viel Liebe wird er nicht zeigen und geben, also versucht sie, es sich zu erarbeiten.
Oder er hat trotz seiner Lebenssituation ne Partnerschaft gesucht, weil es in seiner Welt natürlich ist, darin keine Energie zu investieren, hat der FS erklärt, dass die Kanzlei erstmal aufgebaut werden muss, dann wird es besser mit der Zeit für die Beziehung. Und mit dieser Aussicht im Kopf hilft sie nun nach Leibeskräften, dass das Besserwerden schnell kommt.

Warum man dem Mann unbedingt helfen will, würde ich mit "man will seine Liebe zeigen" beantworten. Und auch, weil man so Zeit mit ihm verbringen kann, scheinbar. Man macht was zusammen und er ist dann schneller fertig und müsste eigentlich vor Glück übersprudeln, dass seine nette Partnerin ihm auch noch so schön hilft.
Rücken freihalten, kostenlose Angestelltenarbeiten erledigen, putzen, kochen, waschen, an den Geburtstag seiner Mutter denken und ihn dran erinnern, ... das machen so gut wie nur Frauen, damit der Mann eine Existenz aufbauen kann "für uns".

Männer, die sich in eine Frau verliebt haben, tun mitunter auch alles mögliche, kaufen teure Dinge, aber das ist die Werbephase, und das setzt sich selten so fort IN der Bez., würde ich sagen. Sieht fast so aus, als würde es bei der Frau mehr, was sie in die Bez. investiert und tut für den Mann, beim Mann wird es weniger.
Miteinander Zeit verbringen und Schönes erleben wird für den Mann eher nicht sein, der Partnerin zuzuarbeiten. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss, auch wenn das die Bez. belastet. Das sieht die Frau ein, denn er macht alles ja auch für sie, da Partnerschaft. Bei ner Frau wird gefragt: Was hab ich von der Bez. mit dir, wenn du nie da bist.

Partner helfen einander - Leitsatz. Die Frau will helfen, der Mann, dem geholfen wird, glaubt, die Frau sei auch dafür da. Alte Rollenverteilung. Nur dass heute die Frau selbst auch noch Geld verdient und gar nichts von ihrer Hilfe haben könnte in Sachen Mitversorgtsein.
Natürlich nutzt ihm ihre Arbeit nicht, wenn sie schlecht gemacht ist. Und wer unbedingt helfen will, muss sich auch sagen lassen, wo er als nächstes helfen kann. Und schon ist das kein echter Liebesdienst mehr, sondern erwartbares Funktionieren.
 
  • #28
Prinzipiell achte ich deinen Freund dafür, dass er in jungen Jahren etwas für seine Zukunft aufbaut. Wir alten Männer, denen es heute gut geht - wir haben fast alle in jungen Jahren keine Rücksicht auf uns selbst genommen und viel geschafft. Sicher hat Lionne recht, irgendwann rächt sich das. Aber ein paar Jahre geht das ohne Probleme. Daher meine erste Frage , Jana, welche Ziele hat er für sich und seine Arbeit definiert? Die zweite Frage schliesst sich an: Wie nutzt und geniesst er seine wenige Freizeit?
Und nun die Fragen an dich:
Ja, du machst viel für ihn. Wie kam es dazu? Hat er das gefordert? Oder wolltest du ihm beweisen, wie toll du bist?
Du nennst dich Janalein - ist das ein Indiz dafür, dass du dich selbst gerne klein machst?
Was hast du von der ganzen Arbeit? Ich meine, wenn er dafür den tollen Urlaub oder dein Auto bezahlt, hast du ja auch was davon .....
Habt ihr gemeinsame Ziele? Wie nutzt ihr eure gemeinsame Zeit? Wohnt ihr quasi in seinem Haus und du bist nur selten bei dir?

Es kommt nicht unbedingt auf die Antwort an mich oder das Forum an - sondern darauf, wie du dir selbst solche Fragen beantwortest.
 
  • #29
Liebe Jana-lein,

dass es nicht richtig ist, wie Du behandelt wirst, ist Dir nun schon zur Genüge klar gemacht worden. Ich glaube nicht, dass Du die Beziehung aufgeben willst, deshalb brauchst Du Tipps zum Nach vorne Gucken.
Dieses hohe Arbeitspensum bringt Dich in die Situation, dass Du nicht mehr die Zeit hast, über Deine eigenen Bedürfnisse nachzudenken.
Mir ist auch klar, dass Du die Karriereleiter nicht hochklettern willst. Wahrscheinlich sagst Du dir: Ich unterstütze ihn mit dem, was ich am besten kann: Haushalt, Wäsche, Einkauf, Sekretärinnendienste... Alles nachvollziehbar, so schafft es einer von Euch beiden, karrieremäßig durchzustarten.
Wichtig ist nun, durchzurechnen, wie Du an Freizeit und Geld kommst und auch an den Mut, es durchzuziehen.
Da Du eine eigene Wohnung hast, nimm sie Dir als Rückzugsort. Stelle dort Dein Telefon ab, schlafe ohne schlechtes Gewissen so lange aus, wie Du willst, sage Dir: Me first... Überlege Dir, was Du im Leben erreichen willst. Was wolltest Du schon immer mal mal erleben? Baue Dein eigenes Netzwerk auf.
Mit Sicherheit kannst Du ihn trotzdem unterstützen, aber Du entscheidest, in welchem Ausmaß.
Befehle seinerseits solltest Du nicht ausführen, ebenso Vorwürfe. Nie reagieren. Wortlos gehen. Der Tonfall macht die Musik. Deine Gegenfrage sollte lauten: Was krieg ich dafür? Wenn er nichts bieten kann als Gegenleistung, kannst Du achselzuckend gehen. Tja, Pech gehabt.
Werde so eine richtig unangenehme, unbequeme Frau für ihn - bums wird sein Respekt für Dich wieder wachsen.
 
  • #30
Liebe FS,
beim nächsten "Befehl" seinerseits würde ich ihm sagen, dass ich die Unterstützung unausgewogen finde. Möglichst sachlich. Und dann das tun, wonach mir ist. Und sei es ein ganzer fauler Tag.