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  • #1

Fremdverliebt? Was tun?

Was würdet Ihr in solch einer Situation tun? Gespräch suchen, offenbaren? Lösung suchen? Wechseln? Will nicht meine Situation hier analysieren, sondern Eure Reaktionsmöglichkeiten erfahren. Welche Möglichkeiten seht Ihr als sinnvoll an?
 
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  • #2
Die Gefühle überprüfen und ihnen folgen. Letztlich kann keiner ungestraft gegen seine eigenen Bedürfnisse leben, das rächt sich dann in anderen Bereichen. Es ist besser, sich seinen Bedürfnissen zu stellen und Probleme (zum Beispiel den falschen Partner an der Seite zu haben) anzugehen, als selbst kaputt zu gehen, weil man sich mit Alkohol etc. betäuben muss.
 
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  • #3
Wenn ich wirklich fremdverliebt bin (also nicht nur Affäre), dann kommen da natürlich viele Faktoren zusammen WAS ich mache:

(gleich mal vorweg, ich habe gewechselt - nach 15 Jahren Ehe - und ich bereue nichts)

ABER, zu überdenken ist:

- Will ich dem "alten" Partner noch eine Chance geben gemeinsam an den Gefühlen zu arbeiten? (klappt meiner Erfahrung nach selten, wenn die Gefühle mal weg sind...)
- Ist mir mein "altes" Leben (Haus, Kinder, Freundeskreis...) wichtiger als die neue Liebe?
Und, drittens, aber am allerwichtigsten:
- Liebe ich den neuen Partner wirklich?

In meinem Fall war es klar, dass meine langjährige Beziehung bereits irreparabel gegen die Wand gefahren war und der neue Mann wirklich eine sehr große Liebe von mir war (und immer noch ist :-D ) aber natürlich hinterlässt man auch ein altes Leben und deswegen gilt es vorher genau abzuwägen.
Meiner Erfahrung nach, und was ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sehe, ist und bleibt es aber doch meistens ein wenig wie ein Sprung ins kalte Wasser. Man kann vorher nie wirklich wissen, ob es wirklich längerfristig das Richtige ist. In meinem Fall war es das Allerbeste was ich tun konnte, aber das muss vielleicht nicht immer so sein.
Vernunft gepaar mit eigenem Herzgefühl und absoluter Ehrlickeit sich selbst gegenüber sind gute Wegweiser!

w46
 
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  • #4
Das werden zwar viele unmoralisch finden, aber ich würde die Fremdverliebtheit einfach genießen und eventuell "zweigleisig" fahren. Trennen würde ich mich deswegen nicht. Man lebt nur einmal und es bringt wenig, sich zu kasteien, nur für das sehr unrealistische Ideal der lebenslangen Monogamie, das am Ende doch sowieso so gut wie immer mit Trennung belohnt wird.
Gleiches würde ich auch dem Partner zugestehen.
Wer ganz fair sein will, kann die Möglichkeit einer offenen Beziehung ja bereits am Beginn der selbigen ansprechen. Ansonsten würde ich den Partner damit nicht belasten.

w 44
 
  • #5
Na, die erste Frage ist doch wie es dazu überhaupt kommen konnte. Hast Du es aktiv betrieben oder einfach nur zugelassen.

Zweite Frage, ist das ein schmachten oder geht Ihr schon miteinander ins Bett?

was ich ganz schlimm finde:
Will ich dem "alten" Partner noch eine Chance geben gemeinsam an den Gefühlen zu arbeiten
Also nach dem Motto: Mein "alter" Partner hat sich gefälligst nach meinem Gusto zu verhalten und zu ändern oder ich geh mit der Neuen ins Bett...

Komfortabel aber nicht wirklich nett, oder? Und weiterbringen tuts Euch auch nicht, der neue wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auch irgendwann nerven- und dann hat der erfahrene Warmwechsler ja eh schon die nächste Alternative am Haken. Jetzt weiss er ja wies geht- und an einem selbst kanns ja nicht liegen dass man nicht glücklich wird.

Wieso hat denn keiner mehr den A**** in der Hose Probleme aktiv anzugehen anstatt sich eine andere zu suchen? Uns allen bliebe viel erspart.
 
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  • #6
Wenn mir das passiert, dann träume ich von etwas, was ich nicht habe.
Die Person, in die ich mich hier fremdverliebe, spielt nicht wirklich eine entscheidende Rolle.
Also habe ich ein Problem, dass ich lösen muss.
Ich würde mir klarmachen, dass eine Trennung keine unmittelbare Lösung ist.
Ich träume von einem anderen Partner, mit dem alles besser, alles schöner wird?
Woher soll ich denn das wissen, dass es so sein wird?
Also muss ich mir erst eimal klar machen, was ich eigentlich von meinem Leben will.
Wo stehe ich, wie bin ich und was ist mir wirklich wichtig in meinem Leben.
Dann kommt der Partner mit ins Spiel und ich muss mit ihm reden.
Immerhin habe ich mich doch irgenwann einmal für meinen Partner entschieden, weil ich ihn liebte.
Ist diese Liebe wirklich für immer verloren, oder empfinde ich vielleicht im Augenblick nur etwas weniger? Was können mein Partner und ich tun, damit die Liebe wieder entflammt.
Selbst in der tagealten Asche glimmt noch etwas von der Glut.
Wenn es beide wollen, dann sehe ich hier gute Chancen.
Das alles ist ein sehr komlexes Thema und ich würde dem Fremdverliebtsein keine große Bedeutung beimessen.
Das heißt, ich würde meiner bestehenden Beziehung mehr Chancen einräumen als einer neuen.
w/45
 
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  • #7
was ich ganz schlimm finde:

Also nach dem Motto: Mein "alter" Partner hat sich gefälligst nach meinem Gusto zu verhalten und zu ändern oder ich geh mit der Neuen ins Bett...

Hach Gottchen, das war halt falsch formuliert... Worte eben... ich meinte MITEINANDER dran zu arbeiten, wenn der Partner MIR, respektive uns, noch eine Chance dazu gibt... eben, wenn BEIDE das wollen! Nicht mehr und nicht weniger!
 
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  • #8
In einer solchen Situation könnte auch den aktuellen Partner / die Partnerin einbeziehen eine Möglichkeit sein. Mit beiden Seiten im Gespräch zu sein, ehrlich offen und das Resultat sollte dann ein klares Bekenntnis sein.
 
  • #9
Ich würde mich ausgiebig analysieren, wie es dazu kommen konnte, mich in einen Anderen zu verlieben... (für mich eigentlich ein echtes NoGo....)
Also:
-Vergleichen, ob meine Sehnsüchte, Ideale, Ziele wirklich inkompatibel mit denen meines alten Partners wären. Wichtig ist schon ein gemeinsames Lebensziel, dem man gemeinsam entgegengehen kann... wenn klar ist, dass es da dauerhafte Unterschiede mit entsprechenden Lebensentwürfen und Glücksmomenten gibt, kann die Konsequenz auch mal bitter sein
- überlegen, ob mich mein Partner schon lange nicht mehr liebt, mir mein schlechtes Gewissen dann aktiv nehmen, wenn er Vergleichbares schon mehrmals gesagt hat, selbst keine Lust hat, gemeinsame Probleme anzugehen... obwohl ich ihm die Dringlichkeit dessen mehrmals ganz klar genannt habe
- nachdenken, ob ich jetzt nur kurz fasziniert bin von einem besonderen Menschen, oder ob die spontane Faszination wirklich aufgrund eines nicht behebbaren Loches in der Beziehung zum Altpartner entstanden ist.

Danach würde ich, dem Ergebnis entsprechend, versuchen zu handeln..
Aber es redet sich so leicht, ich konnte mich nicht trennen, obwohl ich die obigen beiden ersten Fragen bejahen musste, war dann ganz froh, dass mein Ex mir die Entscheidung abnahm.

Generell und für später wichtig: Die Bereitschaft, die Beziehung zum neuen Ex, falls gewünscht, so freundschaftlich wie möglich zu gestalten, vor allem, wenn es gemeinsame Kinder gibt.
Diese "verbrannte Erde"- Attitüde hinterlässt in der eigenen Biographie sonst ein riesiges schwarzes Loch.
 
  • #10
Hach Gottchen, das war halt falsch formuliert... Worte eben... ich meinte MITEINANDER dran zu arbeiten, wenn der Partner MIR, respektive uns, noch eine Chance dazu gibt... eben, wenn BEIDE das wollen! Nicht mehr und nicht weniger!
Macht aber einen riesigen Unterschied im Anspruch liebe #6. Und allermeistens ist es eben nicht als gemeinsames suchen nach Lösungen gemeint. Die meisten warmwechsler haben ein Problem zuallerst mal mit sich selbst. Erwarten aber dass der Partner sie löst, "mach mich glücklich". Und das ist ein Anspruch den der tollste Parter dieser Welt nicht erfüllen kann. Auswärts verleiben und warm zu wechseln löst vermeintlich alles- da man aber dummerweise sich selbst immer dabeihat ist es halt nicht nicht dauerhaft. Man ist ja geflüchtet und hat sein Problem weder reflektiert, erkannt noch gelöst.

Ich persönlich kenne nicht einen warmwechsler der auf Dauer dieses erlernte Muster durchbrechen konnte. Aber jede Menge die immer wieder dasselbe tun.
 
  • #12
Die alte Beziehung ist schlecht und die Chance auf eine gute Beziehung wirfst Du weg?
Das ist halt nicht generalisierbar. Du bist doch überhaupt nur die Altbeziehung eingegangen, weil da mal ganz viel gepasst hat, ihr Euch beide aufeinander einlassen, füreinander da sein wolltet, gemeinsame Pläne hattet... nehm ich an?!? Wenn es nicht mehr rund läuft, ist erst die Inspektion dran, bevor man zum Nächsten huscht, sonst nimmst Du Dein Problem mit Dir selbst mit, machst neben Dir noch jemanden unglücklich. Manchmal muss man eben sich selbst weiterentwickeln, auch mal einen fremden Spiegel ertragen. Leute, die da reflektionswilliger sind, sind auch beziehungsfähiger in der Liebe.
 
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  • #13
Ich war noch nicht lange mit meiner zukünftigen Frau zusammen. Da lief mir ein Superweib über den Weg. Ich blieb einfach standhaft und führte meine Beziehung weiter. Auch später gab es die eine oder andere Dame, die mit ihrem Duft, ihrer körperlichen Nähe oder ihrer Stimme vermochte, mich tiefer zu berühren. Aber all das konnte nichts daran ändern, dass ich einfach standhaft blieb. Keine hätte mich rumgekriegt! Es hat dann auch niemals lang angehalten. War das dann schon fremdverliebt?

Irgendwann wurde meine Frau untreu!

Tja. Irgendeiner wird zuerst untreu oder einer gibt einfach so auf oder es hält ewig. Mehr grobe Optionen gibt es nicht, oder?
 
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  • #14
Leute, die reflektieren, suchen das Beste daraus zu machen und es ist nicht vorher klar, war heraus kommt. Leute, die nicht reflektieren, wechseln automatisch.

Die die automatisch wechseln, weil sie nicht reflektieren, haben statistisch zunehmend schlechtere Chancen auf dem jeweils älter werdenden Restemarkt noch jemanden zu finden, der selbst in der Lage ist, zu reflektieren und etwas zu lösen. Damit landen die Warmwechsler in einer Dauerschleife, die dramatisch immer schlechter wird. Entweder läuft ihnen irgendwann nie mehr eine bessere Wechselgelegenheit über den Weg während sie an der Seite eines Partner verweilen oder sie bleiben gar allein.
 
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  • #15
Alle, die austauschen, müssen damit rechnen , selbst ausgetauscht zu werden. Zu Recht!!!

In einer Partnerschaft, in der ich glücklich bin, habe ich KEINE Augen für andere Männer ( auch wenn sie mir von Optik her auch gefallen...) und mein Herz ist nur in eine Richtung geöffnet : die meines Partners.

Wenn ich mich verlieben würde , in einen anderen, würde es auf die längere Misere in meiner Beziehung hindeuten. Es liegt am Charakter: um die Liebe und den Partner zu kämpfen., oder hinzuschmeißen und den einfachen Weg zu gehen. Alles ist Charaktersache.
Ich bin sehr gefühlvoll und emotional, aber ich bin kein Fisch, der sich seiner Gefühle nicht bewusst sein kann und einfach die Richtung nach Lust und Laune wechselt.

Das macht mich zu einem Menschen. Mit gewissen moralischen und empathischen Erwartungen an sich selbst. Vor allem , einem Menschen nicht weh zu tun. Mit dem eigenen Egoismus.
 
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  • #16
Warum? Die alte Beziehung ist schlecht und die Chance auf eine gute Beziehung wirfst Du weg?
Wenn das stimmt, wirst Du konsequenterweise noch mit der Sandkastenliebe zusammen unglücklich sein.

Diese Denkweise hatte ich natürlich in jungen Jahren nicht.
Heute weiß ich aber, was ich will.
Ich würde mich zum Beispiel erst gar nicht auf einen Mann einlassen, der nicht zu mir passt, nur weil meine Hormone verrückt spielen, weil ich einem bestimmten Staus nachrenne oder nur nicht alleine sein will.
Die Sandkastenliebe haken wir mal als "Erfahrung" ab.
w/45
 
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  • #17
Ich habe fast fünfzehn Jahre in einer sehr schlechten Ehe ausgehalten und sie war von Anfang an schlecht, weil beidseitig nicht aus Liebe geschlossen, sondern nur, weil ein Kind unterwegs war. Sie wollte nicht mehr arbeiten, ich kein Schwein sein, das die Frau in der Situation sitzenlässt. Eine Ehe mit körperlichen Kontakten - und sei es nur Umarmungen - war es seit Jahren nicht mehr, als ich meine erste große Liebe wiedergetroffen habe. Ich habe "warm gewechselt" und bin jetzt mit der richtigen Frau verheiratet. Wenn ich hierzu zu feige gewesen wäre, wäre ich endgültig vor die Hunde gegangen. Mir tun diejenigen leid, die ihr Leben damit vertun, sich ewig vergeblich um eine Gesundung einer halbtoten Beziehung zu bemühen und die Chancen auf dauerhaftes Glück aus Angst, den passenden Partner doch nicht halten zu können oder keinen anderen mehr zu finden, vorübergehen lassen.
 
  • #18
@16
Ich habe "warm gewechselt" und bin jetzt mit der richtigen Frau verheiratet. Wenn ich hierzu zu feige gewesen wäre, wäre ich endgültig vor die Hunde gegangen. Mir tun diejenigen leid, die ihr Leben damit vertun, sich ewig vergeblich um eine Gesundung einer halbtoten Beziehung zu bemühen
Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum in einer lieblosen Beziehung zu verharren. Es geht darum ein solches Problem mit Anstand, Selbstachtung und Achtsamkeit zu lösen. Der wie ich finde bessere Weg ist halt die Probleme in der Partnerschaft versuchen zu lösen, geht das nicht, scheitert das dann eben Trennung und sich selbst neu sortieren BEVOR man eine neue Beziehung eingeht.

Ist auch für die neue Beziehung besser und aussichtsreicher erstmal seine Seele aufzuräumen.
 
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  • #19
Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen ...
Ohne konkrete Situationsbeschreibung ist doch keine Antwort wirklich hilfreich, denn es gibt immer mehrere Optionen, die man doch aufgrund der eigenen Gefühle und der Rahmenbedingungen ausloten sollte. Alles andere ist graue Theorie bzw. fremd Erlebtes, was nie voll vergleichbar ist.
 
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  • #20
@16

Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum in einer lieblosen Beziehung zu verharren. Es geht darum ein solches Problem mit Anstand, Selbstachtung und Achtsamkeit zu lösen. Der wie ich finde bessere Weg ist halt die Probleme in der Partnerschaft versuchen zu lösen, geht das nicht, scheitert das dann eben Trennung und sich selbst neu sortieren BEVOR man eine neue Beziehung eingeht.

Ist auch für die neue Beziehung besser und aussichtsreicher erstmal seine Seele aufzuräumen.

Es gibt keine Gebrauchsanleitung, in der steht, dass man mit 100% iger Garantie beziehungsfähiger ist, wenn man nach einer Trennung den Weg in die Kontemplation sucht, ohne Wenn und Aber. Es soll Menschen geben, die nach Jahren ihre vergangene Beziehung noch nicht verarbeitet haben, im Gegenteil! Andere wiederum reflektieren, erkennen und lernen noch während der bestehenden Beziehung und sind bereits wieder für eine neue Liebe bereit, sehr oft auch unbewusst.
Wenn ich mich fremd verliebe, heisst das primär, dass mir etwas fehlt, basta. Wie ich damit umgehe, hängt von so vielen Faktoren ab, dass Deine Frage, liebe FS, schlicht nicht zu beantworten ist.
 
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  • #21
Folge einfach deinem Herzen aber entscheide dich für eine. Das Leben ist so bunt, vielleicht ist die Verlassene ja froh, daß du den ersten Schritt getan hast. Eure Beziehung wird schon nen Haken gehabt haben, daß es zum Fremdverlieben kam. m44
 
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  • #22
Da Du Deine Situation hier nicht näher beschreibst (was gar nicht so verkehrt scheint) hier meine Meinung:
Folge Deinem Herzen ... und sprich aus, was Dich beschäftigt. Ignorieren, beiseite schieben, oder den Helden miemen (der Ehre und Anstand halber) löst nichts. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Alle leiden, denn verbergen kann man es nicht (so eine Situation nagt an allen und zerstört mehr als das es hilft). Man(n) ist schließlich auch nur Mensch.
Mir wurde irgendwann klar, dass ich die! eine Liebe gefunden hatte und ich bin der festen Meinung, dass ich zuvor noch nie wirklich geliebt habe! Hätte ich nicht ausgesprochen was los war (zunächst war es eher eine Verliebtheit) hätte ich das Beste (abgesehen von meinen Kindern) in meinem Leben versäumt.
Viel Glück!
 
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  • #23
Bei meiner Partnerin bleiben. Ich weiß, was ich an ihr habe und werde die Beziehung niemals wegen vorübergehender Gefühle aufgeben.
 
  • #24
@19
Es gibt keine Gebrauchsanleitung, in der steht, dass man mit 100% iger Garantie beziehungsfähiger ist, wenn man nach einer Trennung den Weg in die Kontemplation sucht, ohne Wenn und Aber. Es soll Menschen geben, die nach Jahren ihre vergangene Beziehung noch nicht verarbeitet haben, im Gegenteil! Andere wiederum reflektieren, erkennen und lernen noch während der bestehenden Beziehung und sind bereits wieder für eine neue Liebe bereit, sehr oft auch unbewusst.
Ach herrje, natürlich gibts keine Garantien, aber Wahrscheinlichkeiten. Und die Wahrscheinlichkeit dass ein Warmwechsler sich reflektiert oder gar was ändert ist eben sehr gering. Ist ja auch verständlich, er glaubt ja sein Problem gelöst zu haben. Die Erfahrungswerte zeigen eben dass die allermeisten Warmwechsler genau dasselbe Leben weiterleben, nur eben mit einem anderen Menschen. Ich habe nicht einen kennengelernt der die Dinge die Ihn wirklich unglücklich machen angegangen wäre- aber sehr viele die nach einer Trennung ohne neue eben genau das getan haben.

Es gibt immer ausnahmen, keine Frage. Ich würd aber nicht drauf bauen dass ausgerechnet meine Affaire diese ist
 
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  • #25
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  • #26
Woher die Gefühle für einen bisher fremden Menschen kommen weiss ich nicht.
Tatsache ist, dass auch ich fremdverliebt bin. Die andere Frau weiss es nicht.
Meine frau auch nicht. Es ist nur ein Traum, eine Fantasie.
Was fehlt mir in meiner Ehe?
Leidenschaft, Freude, Lachen.
Das wieder zu finden, mit meiner Frau wäre schön.
Gesucht habe ich nicht, mir ist einfach so jemand über den Weg gelaufen, der mich ins Schwärmen bringt.
 
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  • #27
Ach, auch wenn schon länger niemand mehr geschrieben hat:
Mir geht es genauso wie dem letzten Schreiber... (und ich bin nicht mehr so GANZ jung).
Bin in einer langjährigen Beziehung, die in letzter Zeit mehr Tiefen als Höhen aufweist.
Und nun kommt ein Mann daher, der sich gerade in der Trennungsphase befindet (es rutschte ihm zufällig bei einem geschäftlichen Meeting raus).
Schon bevor ich das wusste, hatte ich Schmetterlinge, sobald ich seine Stimme am Telefon hörte. Und als ich ihn dann das erste Mal war, fiel ich in blaue Augen und konnte an nichts anderes mehr denken.
Ja, meine Beziehung hatte einen sehr schwierigen Start und die ersten beiden Jahre waren ein Traum. Dieser zerfiel allerdings ganz langsam in viele kleine Stücke. Was ist noch übrig? Leider nicht mehr viel, aber ich bin zu feige? etwas dagegen zu unternehmen.
Ich wünschte, die Zeit zurück drehen zu können und meinen Freund wieder so zu erleben, wie es die erste Zeit war. DARAN hänge ich wahrscheinlich noch fest.
Und dann kommen in unregelmäßigen Abständen diese blauen Augen in der Firma vorbei und verschlagen mir die Sprache (was SEHR selten passiert!).
Ich bin durcheinander und muss das für mich auch erst einmal sacken lassen.
Wie bereits geschrieben, wer sagt denn, dass alles besser wird? Ich kenne diese blauen Augen doch gar nicht und weiß nicht, was diese Wahnsinns-Stimme privat zu sagen hat! Aber ich bin sooo neugierig darauf und habe gleichzeitig soviel Schiss davor.
Also mache ich erst einmal gar nichts und warte, bis die Schmetterlinge wieder verschwinden, damit ich wieder ruhig und ohne schlechtes Gewissen schlafen kann.
Es ist definitiv keine Altersfrage, so etwas kann IMMER und ÜBERALL passieren! Und am wenigsten rechnet man damit. Und vorsätzlich ist es schon mal gar nicht!
Ich weiß auch nicht, warum das passiert ist und wo das hinführt. Und ER weiß davon natürlich überhaupt gar nichts! Ich würde im Erdboden versinken, wenn es sich bei der Freundlichkeit, den lockeren Sprüchen, den tiefen Augenblicken nur um eine Geschäftsbeziehung handelt und ich da viel zu viel hinein interpretiere und dies irgendwann heraus kommt!!! Nicht mal ansatzweise vorstellbar!
Also lenke ich mich ab, konzentriere mich auf die seltenen Abende mit meinem Freund und hoffe nur, ER sitzt nicht irgendwann mal im Restaurant, in das WIR gerade essen gehen wollen!
Ihr seht, es kann jedem passieren....auch Menschen, die die 40 bereits überschritten haben :)
Liebe Grüße und starke Nerven!
 
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