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  • #1

Frauen wollen heiraten - Männer nicht. Warum?

In meinem Bekanntenkreis gibt es viele geschiedene Frauen, die mit ihrem Freund schon lange zusammen sind, ohne zu heiraten, obwohl sie sich das wünschen. Meist wollen die Männer nicht, aus gründen, die ich nicht kenne. Wäre das anders, wenn Frau sich nicht benehmen würde, als wäre sie verheiratet? w/57
 
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  • #2
Die Leute haben die konservative Geiselung satt, die über Jahrzehnte praktiziert wurde, um zu überleben. Weder dem Mann, noch der Frau tat das gut. Wer Augen im Kopf hat, weiß vielleicht sogar wie schwer es die eigenen Eltern in der Ehe hatten. Und es gibt ein bisschen mehr im Leben, als sich für ein schnödes Eheleben zu opfern, wo sowieso keine Aufregung mehr stattfindet, außer einmal im Jahr zur Familienfeier zusammenzusitzen, um einen fuseligen Wein zu schlürfen, und man auf beiden Seiten Pflichten und Verantwortungen zu erfüllen hat.

Ja, natürlich will kein Mann heiraten. Ist doch logisch! Würde ich doch auch nicht wollen!... Der will doch nicht unter der Fuchtel einer alten Hexe stehen, die ihm sagt, wann er von seinem Wochenendbierchen aus der Kneipe heimzukommen hat, oder wann er Sonntag morgens aufzustehen hat oder wann er den Fernseher einzuhalten hat!

Die Frauen, die heute nicht mehr heiraten wollen, haben ebenfalls Angst, dass sie herumgescheut, eingesperrt, beschimpft, geprügelt und vergewaltigt werden in der Ehe und da auch nicht mehr rauskommen, wenn sie kein Geld haben.

Ich stelle allen Ernstes fest, dass nur sehr dominante Frauen noch den Wunsch zur Heirat vorweisen - eben die, die dem Mann an der Gurkel packen und ihn sich so abrichten, wie sie wollen und dieser dann als gebrechlicher, depressiver Idiot auf dem Sofa endet, der nichts mehr zu sagen hat.

w
 
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  • #3
"In guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet."
Da deine Freundinnen offensichtlich nicht dahingeschieden sind, fanden sie wohl nur das mit den schlechten Zeiten n bißchen doof (zumindest laut Statistiken ca 70% von ihnen), obwohl sie es ja waren die unbedingt heiraten möchten, was du ja selbst beobachten kannst.
Des weiteren ist der Vertrag der da geschlossen wird für die männliche Seite (jaja, die Ausnhamen bestätigen lediglich die Regel) nicht fair und selbst wenn man einen Ehevertrag macht, so kann dieser immer angefochten werden - ach ja, das Internet hat ja auch sein gutes.
Ich glaube mit 57 musst du die Gründe warum viele Männer nicht heiraten möchten nicht wissen, man kann erwarten, dass du sie dir denken kannst - Erfahrungsberichte gibt es zu Hauf und neben diesem Forum hier ist Google dein Freund.
Auf Hirngespinste wie "dann liebst du mich nicht", "er will nur DICH nicht heiraten" usw fallen auch immer weniger Männer rein - wenn sich Männer auch nur 20 Minuten ERNMSTHAFT mit diesem Thema auseinander setzten würden, gäbe es noch weniger Hochzeiten.

Ich liebe meine Freundin, falls mir oder ihr etwas passieren sollte ist alles, aber auch wirklich alles geregelt, bin Ihr immer treu und wir zeigen uns unsere Liebe jeden Tag aufs neue - ganz freiwillig und voller Freude.
Unsere Beziehung geht aber nur uns etwas an, genauso wie eine, hoffentlich niemals kommende, Trennung nur uns etwas angehen würde - da haben keine Anwälte, keine Richter, der Staat oder sonst jemand mit zu reden.

Warum es trotzdem noch so viele Hochzeiten gibt?!
Was man von der Masse und em Verhalten selbiger zu halten hat, ist ja nun wirklich nichts neues.
Mich würde wirklich mal interessieren wieviele Paare pro Jahr heiraten, die das wirklich aus tiefst religiöser Überzeugung machen.

Die Ehe ist wie die Wiesn (das Münchner Oktoberfest) - vielleicht ganz nett, aber eigentlich kann man es sich sparen und mit dem wie es mal gedacht war hat es schon lange nichts mehr zu tun.

M32 nicht frustriert, nach mehreren Jahren immernoch schwer verliebt und glücklich im Leben :)
 
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  • #4
Liebe FS,

fragst Du das im Ernst?

- Ehe - die gesetzlich damit verbundenen Rechte des Ehemannes sind nicht durchsetzbar und bestehen nur noch auf dem Papier. Die (Folge)Pflichten und Risiken sind aber substantiell und wirken oft auch nach Eheende nach. Ehevorteile für den Mann ergeben sich nur noch auf der steuerlichen Ebene und im Todesfall. Steuervorteile spielen für ältere Männer die auf die Rente zugehen aber eine geringere Rolle. Der Erbfall ist meist für die Frau vorteilhaft (Witwenrente; Erbmasse). Für den Mann mit geringerer Lebenserwartung, wenig Vermögen auf Frauenseite (weil wirtschaftlicher Erfolg kontinuierlich harte Arbeit verlangt und nicht Teilzeitladys oder Lehrerinnen) hat er wenig Anreize.

- Männer haben verstanden daß "moderne" Frauen bei Lebenskrisen auch in höherem Alter gerne das Weite suchen bzw. das Thema outsourcen (siehe Frauenkommentare in diesen Threads). Gute Zeiten mit dem Mann immer, schlechte Zeiten für maximal 4 Wochen ist das heutige Frauencredo. Warum soll ein Mann ein de fakto einseitiges Loyalitätsversprechen per Ehegelübde abgeben?

- "From 30 years onwards a man's wealth is an appreciating asset and a woman's beauty a depreciating asset. Under these circumstances buying [Heirat] makes no sense for many men, leasing [Freundin] does." Sex sells in der Jugend besser als im Alter - gerade für Frauen. Ohne diese Wunderwaffe sind die meisten Frauen aber nicht in der Lage Ihre (überzogenen) Eigeninteressen durchzusetzen. Ein Mann der mit 45+ noch auf eine Tausch Schönheit gegen Status setzt sucht sich dafür einen besseren Wechselkurs als die Altersgruppe der FS.

- Ein Mann der die ganzen Eherisiken mit 30 - 45 schon mal durchgemacht hat weiß aus erster Hand, dass eine "Ehe-Klubmitgliedschaft" seine Chancen auf Glück mindert und nicht steigert. Als Ehefrau hat die Partnerin alle Hebel in der Hand und deshalb wird der Mann wenig(er) geschätzt. Er ist ja Vereinsmitglied, also captive audience. Als Geliebter ist er in einer ungleich besseren Position. Er ist "Klubsponsor" und Fan und hat damit nicht nur mehr Handlungsfreiheit sondern erfährt auch wesentlich mehr Wertschätzung. Er kann ja morgen gehen wenn ihm nicht gefällt was er sieht.

m
 
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  • #5
Umgekehrt...

Ich wollte nicht unbedingt heiraten, mein Mann aber schon. Jetzt sind wir sehr glücklich verheiratet.

w
 
  • #6
Ich (m) suche den Mann, der nach 25 Jahren Ehe mit Trauschein (und mehr) - immer noch glücklich darüber ist. Ich suche noch immer .....

Die meisten Ehemänner machen mir nach so langer Ehe einen m.o.w. passiven Eindruck.
Sie sind ggf. zufrieden, weil sie von ihrer Ehefrau versorgt werden = Haushälterin.
Aber emotionale Zuneigung finde ich kaum noch.

Manche Männer oder Paare bereuen ihre Heirat, weil sie sich die Scheidung finanziell nicht leisten können. Ein Paar räumte ihre Wohnung um = getrennte Schlaf- und Wohnzimmer.

Ein anderes Paar (große Wohnung) teilte die Wohnung auf = Verbindung zumauern lassen.
= zwei separate Wohnungen und -eingänge.

Siehe Bürgerliches Gesetzbuch §§ 1571 - 1575
Nachehelicher Unterhalt (zahlen), wenn der ex-Ehepartner nicht arbeiten gehen kann.
z.B. weil er krank, arbeitslos, gebrechlich, oder zu alt dafür ist.
oder weil er zuwenig verdient, um davon leben zu können (Aufstockung)
oder nach der Ehe eine Ausbildung, Weiterbildung oder Umschulung macht.
d.h. Ehe vorbei - Trennung - Scheidung - .... aber trotzdem weiter zahlen müssen.

Wie leicht man sich in Dtl. davor drücken kann, arbeiten zu gehen - kenne ich aus 20 Jahren Sozialgesetzgebung und dessen Praxis als ehrenamtlicher Beistand.

Und ich lernte auch Frauen kennen, die das absichtlich ausnutzen. Ob mit oder ohne Kind/er.
Eine Mutter nahm zwangsweise einen Halbtagsjob auf, als ihr Kind zwölf Jahre alt wurde. Davor kein Job.
Da ist man als (zahlender) ex-Ehemann machtlos. Und finanziert "die Pralinen, die sie auf ihrer Fernseh-Couch vernascht"

Man muß aber keinen Unterhalt bezahlen, wenn man nicht mit der Person verheiratet war.
Dann bezahlt solche sozialen Lasten der Staat.
Logische Folge: Nicht heiraten = spart viele Risiken und viel Geld.

Eine Frau (mit Beruf + Job) zahlte bei der Scheidung umger. 60.000 Euro Vermögensausgleich an den ex-Ehemann.
(Wer hat für dieses Geld gearbeitet ???)
Zwölf Jahre nach der Scheidung soll sie plötzlich Unterhalt wegen dem ex-Ehemann bezahlen. Weil der nun Sozialhilfe bezog (und das Geld ausgegeben war).
Es kann also Mann oder Frau treffen.

Also Scheidung .... aber doch nicht geschieden, weil weiter unterhaltspflichtig ?

Ich habe grundsätzlich nichts gegen die Ehe. Aber nicht mit solchen Gesetzen !
Ändert die Gesetze, dann heirate ich eher.

(m,53 - immer noch nicht verheiratet (gewesen))
 
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  • #7
FS @ #3: das glaube ich gut und gern, dass einem Mann möglicherweise eine junge Geliebte lieber ist unter folgenden Voraussetzungen:

- er darf keinen Wert auf Gemeinsamkeiten auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene legen, wozu auch ähnliche Lebenserfahrungen zählen

- er muss ständig den finanziellen Aspekt im Auge haben, wenn er nicht weiß dass nach der heutigen Rechtsprechung die Frau das volle Risiko einer Scheidung trägt, wenn sie Kinder hat

- er darf keinen Wert auf seinen gesellschaftlichen Beitrag legen, indem er ggf. mit einer Frau passenden Alters eine neue Familie gründet mit Kindern und Enkeln, die zwar nicht gemeinsam gezeugt wurden, doch dann Mitglieder einer gemeinsamen Familie mit gemeinsamer Verantwortung sind.

- er darf sich nie Gedanken darüber machen, wie Frauen dafür entschädigt werden sollen, dass sie Kinder gebären müssen, wobei sie Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen, ganz zu schweigen von der körperlichen und seelischen Kraft, die sie dabei einsetzen. Jedenfalls unter natürlichen Bedingungen ohne künstliche Eingriffe.

- er ist Prototyp der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung, die hin zur Vereinzelung, zur Metrosexualität und zur Egozentrik strebt.

Na dann weiter so!
 
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  • #8
Wenn jemand Angst davor hat, sich rechtlich festzulegen und aus dem Grunde ewig so dahinleben möchte, sagt das eine Menge über seinen Charakter aus.

In unserer Frauensportgruppe haben im letzten halben Jahr drei Frauen solche 'Beziehungen' beendet. Diese Frauen sind finanziell durchweg gut gestellt, um den Männern, die hier gleich wieder Angst vor finanziellen Verpflichtungen bekommen, den Zahn zu ziehen. Sämtliche Frauen waren aus der Phase, in der Kinderwunsch ein Thema war, heraus.

Es ging um die Einstellung zu Beziehung und Zusammensein. Keine dieser Frauen, die zur Sanierung ihrer Finanzen KEINEN Mann brauchen, wollte jemanden, der solche Prioritäten setzt, wie #2. Das ist einfach nur gruselig.
 
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  • #9
Ich denke, dass sich die Antwort auf deine Frage wesentlich, aus den Antworten auf die Gegenfrage, "warum Frauen unbedingt Männer heiraten wollen", ergibt. ;-)

m/35
 
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  • #10
Diese Erfahrung habe ich weniger gemacht. In meinem Bekanntenkreis wird "geheiratet, als ob es kein morgen gibt" und ich weiß auch, dass mein Partner gerne mal heiraten würde. Noch steht das nicht wirklich zur Debatte, aber ich bin einer Hochzeit gegenüber eher abgeneigt und weiß auch noch nicht genau, ob ich mich ihm zuliebe darauf irgendwann einlassen würde. Die Zeit wird es zeigen.

Aber interessant, dass ansonsten die Frauen darauf zu drängen scheinen.

Liebe FS, in wie weit verhält man sich denn anders, wenn man verheiratet ist? Bzw. wie sollten sich die von dir angesprochenen Damen denn anders verhalten in ihren Beziehungen?

Für mich ist eine Eheschließung nur Papierkram, der nichts an meinem direkten Verhalten ändern würde. Den einzigen Vorteil sehe ich ehrlich gesagt eventuell bei den Steuern und der rechtlichen Absicherung bzgl Kinder, bei einem Krankheitsfall oder dem Tod des Partners (Witwenrente). Aber das lässt sich großteils auch anders regeln, wenn man denn möchte. Als Liebesbeweis sehe ich eine Hochzeit nicht an - warum also wünschen sich besonders Frauen zu heiraten? Ich kann und möchte nicht glauben, dass es dabei um einen Versorgungsgedanken geht, denn das hat doch, zumindest in meiner Genration, keine Frau mehr nötig.

w, 27
 
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  • #11
PS:

Man könnte einer Frau, die ihren Partner drängt, warum er sie nicht oder ob er sie heiraten wolle als Mann auch nach Frauenmanier antworten. Nämlich folgendermaßen:

"Ich finde, wenn Du mich nicht gern genug hast, dass Du erst einen Trauschein brauchst, um Dir Deiner Zuneigung für mich gewiss zu sein, dann sollten wir unsere Beziehung vielleicht besser gleich beenden."

Ich denke, so was klingt für die meisten Männer sehr vertraut. Aber warum sollte man den Spieß nicht auch mal umdrehen ...

m/35
 
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  • #12
Ja, natürlich will kein Mann heiraten. Ist doch logisch! Würde ich doch auch nicht wollen!... Der will doch nicht unter der Fuchtel einer alten Hexe stehen, die ihm sagt, wann er von seinem Wochenendbierchen aus der Kneipe heimzukommen hat, oder wann er Sonntag morgens aufzustehen hat oder wann er den Fernseher einzuhalten hat!

w
Mein Mann wollte heiraten, nämlich mich, was er inzwischen auch getan hat. Mir war es nicht wichtig, es war vor allem sein Wunsch.
Vielleicht deswegen, weil ich keine alte Hexe bin, er nicht unter meiner Fuchtel steht, ich ihm sein Wochenendbierchen nicht verbiete, ihn schlafen lasse, solange er will und fernsehen lasse, was er möchte. (Vor allem jetzt während der WM ist es gut, dass wir zwei Fernseher haben ...)

w, 58, seit dreieinhalb Jahren mit einem gleichaltrigen Mann in 2. Ehe verheiratet
 
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  • #13
Warum ich nicht heiraten will? Aus demselben Grund, warum ich nicht den Notausgang zumauere. Ich hoffe zwar, daß ich ihn nie werde benutzen müssen, aber es ist doch gut zu wissen, daß es ihn gibt.
 
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  • #14
Schon wieder so ein Bashing-Thread...man kann doch nicht alle Angehörige eines Geschlechts über einen Kamm scheren.

Ich bin 30 und weiblich und möchte nicht heiraten, obwohl ich mich seit 6 Jahren in einer stabilen, glücklichen Partnerschaft befinde. Zum einen bin ich nicht religiös, zum anderen sehe ich im Trauschein nichts anderes als ein Stück Papier, das keinerlei Garantie darstellt. Da mein Freund und ich keine Kinder wollen, stellt auch der Absicherungs-Aspekt für mich keinen Grund da, vor den Altar zu treten.
 
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  • #15
...
Da mein Freund und ich keine Kinder wollen, stellt auch der Absicherungs-Aspekt für mich keinen Grund da, vor den Altar zu treten. ...
Auch in diesem Punkt sind Frauen heute gesetzlich abgesichert.
Denn zur Zahlung von Kindesunterhalt ist der leibliche Vater unabhängig von verheiratet oder nicht verheiratet ohnehin verpflichtet. Und solange die Kinder ein gewisses Mindestalter nicht überschritten haben, muss er ggf. auch Betreuungsunterhalt an die Mutter zahlen.

m/35
 
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  • #16
FS

- er darf sich nie Gedanken darüber machen, wie Frauen dafür entschädigt werden sollen, dass sie Kinder gebären müssen,


Moment mal bitte, also DAS ist hier nicht das Thema, wobei ich es dann doch kurz aufgreifen möchte, weil es deine Einstellung deutlich macht liebe FS.
Also wenn du dir dieses Forum aufmerksam durchliest, dann sind es ganz offensichtlich Frauen selbst die Kinder wollen.
Ich kann nicht etwas selbst wollen, ja gerade zu darauf drängen, und dafür dann eine Entschädigung verlangen - das ist völlig absurd und verdreht die Tatsachen.
Das wäre platt gesprochen in etwa so, als wenn ich zu meinem Personaltrainer/Fitnessstudio gehe und verlange, das er mir monatlich einen Betrag überweist, weil ich ja immer so schuffte.
Wenn du so verquert an Dinge herangehst, dann ist deine eigentliche Frage bezüglich Heirat allerdings nicht verwunderlich.
Konzentriere dich bitte auf Fakten, denn dann findest du für dich auch Antworten die etwas mit der Realität zu tun haben - vielen Dank.
 
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  • #17
Keine dieser Frauen, die zur Sanierung ihrer Finanzen KEINEN Mann brauchen, wollte jemanden, der solche Prioritäten setzt, wie #2. Das ist einfach nur gruselig.
#2

Das meine Freundin also unangefochten auf Platz NR 1 bei mir steht, ich sie liebe und Ehre, in guten wie in schlechten Zeiten, dass wir uns treu sind und uns respektieren, füreinander sorgen und vorsorgen, zusammen das Leben und unsere Liebe genießen und das alles jeden Tag aufs neue ganz ohne Zwang sondern aus völlig freien Stücken ist also gruselig?
Seinem Partner die Freiheit zu geben eine Beziehung zu beenden wenn es garnicht mehr anders geht und er unglücklich ist (ist ja nicht so als wenn Scheidungen reine Phantasie wären...) ist also gruselig?
Gleichtzeitig feierst du deine Freundinnen, die eine völlig intakte Beziehung einzig und alleine nur wegen einem Vertragswerk des Staates wegschmeißen?

Sei mir nicht böse, aber das ist nicht nach zu vollziehen und macht aus meiner Sicht keinen Sinn.

P.s Kein Chat, aber ich darf mich hoffentlich dazu äußern, insofern es ja das Thema Heirat unweigerlich betrifft- 'Danke
 
  • #18
Ich sehe das in meinem Bekanntenkreis nicht so, daß es die Frauen sind, die unbedingt heiraten wollen.
Meine zwei besten Freundinnen wollten nie heiraten, beide sind langjährig liiert. Eine inzwischen verheiratet - der Mann hat ihr einen Antrag gemacht.
Ich wollte auch nie heiraten, sehe keinen Grund dafür.
 
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  • #19
Meiner Meinung nach ist das Ehemodell überholt, es war eine Zweckgemeinschaft und die Emanzipation,sowie Gesetzgebung haben den Zweck abgeschafft.
Welchen Vorteil hat jeder einzelne davon, wir leben in einer auf Eigenständigkeit ausgerichteten Welt und somit auch verpflichtend für sich selbst.
Kinder einzigartig, aber für Ärger,Spaß,Freude und Stolz sollte die Gemeinschaft Partnerschaft und Fürsorge im Vordergrund stehen, nicht die eigene Freiheit,sowie die verpaßte eigene Lebenszeit.
Aber das sehen in der heutigen Zeit viele anders, sowohl Männer, als auch Frauen, Wunsch und Wirklichkeit trifften im Gegensatz zu früheren Zeiten weit auseinander.
Ich brauche keine Ehe um für mich selbst zu Sorgen, Kinder nur in einer stabilen Partnerschaft und wer mich als "Zapfhahn" für sein eigenes schönes Leben mißbrauchen möchte, den schieße ich in den Wind!

51/m
 
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  • #20
Ich verstehe eher nicht, warum es die Möglichkeit der Scheidung dann überhaupt gibt, wenn eine Heirat für viele so ein "Zeichen wo man in der Beziehung steht" ist?
Also entweder für immer oder eben nicht - das ist doch der angeblich Witz bei der ganzen Sache oder nicht?
Das Beispiel von dem Notausgang hier fand ich sehr treffend, wobei man den Notausgang ja nur insofern zumauert, als das man sich noch durchquetschen kann (Scheidung), allerdings mit erheblichen Verletzungen.
Das ist weder Fisch noch Fleisch - also entweder nen ordentlichen Notausgang oder ich bn mir sicher, dass nichts brennt, dann keinen Notausgang (keine Scheidung).

Ich sehe das eher wie die Titanik.
Ganz sicher unsinkbar, aber absurderweise doch mit Rettungsboten bestückt - und weil Sie aber unsinkbar ist bitteschön so wenig Rettungsbote, dass es nur für eine Hälfte der Passagiere reicht.
Ein völlig absurdes Konzept.
Also entweder gibt es Rettungsbote für alle, weil man ehrlich zu sich und seinem Partner ist und somit weiß, dass JEDES Schiff sinken kann oder man gibt sich zu 100% der Illusion hin, dass das Schiff unsinkbar ist und verzichtet gänzlich auf Rettungsbote - und verbietet eine Scheidung.

Aber ein Vertrag auf die Ewigkeit, der aber jeder Zeit gekündigt werden kann ist jawohl an Nonsens nicht zu überbieten.
Ja klar die romantische Seite darf man nicht vergessen, das sehe ich ein, aber wer seine Beziehung nicht genauso romantisch gestallten kann, dass sie mit der Romantik einer Eheschließung mithalten kann, der versteht sowieso nichts von Romantik :)
 
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  • #21
FS @ #3: ...

- er darf sich nie Gedanken darüber machen, wie Frauen dafür entschädigt werden sollen, dass sie Kinder gebären müssen, wobei sie Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen, ganz zu schweigen von der körperlichen und seelischen Kraft, die sie dabei einsetzen. Jedenfalls unter natürlichen Bedingungen ohne künstliche Eingriffe.

- er ist Prototyp der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung, die hin zur Vereinzelung, zur Metrosexualität und zur Egozentrik strebt.

Na dann weiter so!
Natürlich, die armen Frauen, die gegen ihren Willen in die Mutterschaft gezwungen werden und dieses Opfer für die Männer und die Gesellschaft bringen. In der Regel haben doch wohl eher die Frauen einen ausgeprägten Kinderwunsch und erfüllen sich diesen eben. Aber wäre ja gelacht, wenn man das nicht trotzdem nutzen könnte, um den Männern Schuldgefühle einzureden
 
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  • #22
Ich habe in jungen Jahren zweimal einen Heiratsantrag vom jeweiligen längerjährigen Freund erhalten und wollte nicht. Weil ich dachte, 'nee, das ist nicht der Mann für's Leben'.
Von dem einen habe ich sogar ein Kind bekommen, heiraten wollte ich trotzdem nicht.

Für ihn dann nach der Trennung doof, weil er keine wirklichen Rechte hatte.
Den Pflichten, die er hatte ( Unterhalt bezahlen, Verantwortung übernehmen ) kam er nicht nach, wäre er aber auch nicht, wenn wir vorher verheiratet gewesen wären.
Hab also alles richtig gemacht ;-)

Jetzt habe ich seit einiger Zeit einen lieben Freund, bei dem ich schon denke, dass er the-one-and-only ist, dass ich immer bei ihm bleiben möchte, dass es nie einen besseren für mich geben wird.
Das ist für mich die einzige legitime Begründung zu heiraten.
Außerdem wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich 'mein Mann' denke.
Wäre schon schön, so rein romantisch betrachtet.

Und nun ?
Nun versuche ich, möglichst unmißverständlich anzudeuten, dass ich nicht heiraten will, denn er hat schon ein paar mal zum Sprung angesetzt und ich will vermeiden, dass er mich fragt und ich ablehnen muss.

Weil...tja wegen des schnöden Mammons. Und damit reihe ich mich bei den männlichen Vorpostern ein.
Ich verdiene erheblich mehr Geld als er und ich habe ein paar Immobilien.
Und eine Tochter.
Ihr versteht ?

w 45
 
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  • #23
Bin eine Frau und verstehe nicht, warum Frauen unbedingt geheiratet werden wollen. Dieses gesamte Ehekonstrukt finde ich einfach völlig daneben. Oder eher das, was die Menschen daraus gemacht haben.

Es wird sich in der Ehe betrogen (von beiden Seiten) das es kaum noch zu überbieten geht. Dann lässt man sich scheiden und der Rosenkrieg beginnt. Was sollte daran erstrebenswert sein? Eine Ehe ist doch im Grunde nichts anderes als ein normaler Vertrag. Nur das dieser Vertrag ein Standardvertrag ist. Sinnvoller ist doch ein Vertrag wie unter Geschäftsleuten. Auch die meisten Verheirateten nun aufjaulen, dass das unromantisch und etwas völlig anderes sei. Quatsch.

Und dann dieser Spruch: das ist der schönste Tag im Leben. Und was bitteschön kommt dann? Nur noch schlechte Tage???

Ne - niemals wieder. Bin auch nicht frustriert, denn ich habe verlassen..... denn die "Frustrationsbemerkungen" kommen in solchen Fällen immer.

w
 
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  • #24
Ich bin der Überzeugung, dass es für Menschen nicht gut ist, wenn sie glauben etwas sicher zu haben (auch wenn es ohnehin nur eine Illusion ist). Menschen tendieren dann dazu, sich weniger anzustrengen und das, was sie haben, weniger wertzuschätzen. Mir waren Menschen schon immer suspekt, die zuerst darauf bedacht sind, sich abzusichern und nicht etwas einfach zu genießen und positiv in die Zukunft zu blicken. Zeugt für mich schlicht von Unsicherheit und dem Unwillen bzw. Unfähigkeit, sich immer wieder zu bemühen.

Das die Ehe oftmals von beiden oder schlimmer noch, einem der Partner genau so verstanden wird, kann man hier und in diversen anderen Foren zur Genüge nachlesen.

m32
 
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  • #25
Ist doch klar - in der Regel verdienen Männer mehr als Frauen!
Männer haben doch durch eine Heirat gerade im fortgeschrittenen Alter rein finanziell einfach keine wirklichen Vorteile. Ich kann das schon verstehen. Wenn man eine Familie gründen will, ist es noch sinnvoll, damit alle den gleichen Namen tragen und die Frau muss ja auch irgendwie abgesichert werden, wenn sie schon beruflich aussetzen muss und die Brut aufziehen muss.
Denke, das sehen Männer auch ein. Aber mit 50+?
Viele Männer HABEN eine Frau, bzw. Exfrau, die sie aber irgendwie immer noch mitversorgen. Eine zweite zu versorgende Frau wollen sie eben nicht.

Dass Männer unter irgendeiner Fuchtel stehen, hat nichts mit Heirat zu tun, das kann in jeder schlechten Beziehung so sein.
Aber heirat und Absicherung finde ich ehrlich gesagt nur zur Familiengründung wichtig oder wenn ich für einen Mann den kompletten Haushalt schmeiße während er Karriere machen kann und ich dadurch nicht.
Ansonsten kann man doch auch so gut zusammenleben.
Mir reicht eine Ehe im Leben - wenn ein Mann mich nochmal heiraten wollte, bräuchte er sehr überzeugende Argumente, denn ich will auch nicht mehr den Launen eines Mannes sam all seiner Eigenheiten ausgeliefert sein.

Ich hab gerne einen Mann oder Freund, aber nicht 24h in meiner Wohnung!

w,40
 
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  • #26
Da ich keine Hexe bzw. Drachen bin, die ihrem Partner Vorschriften macht, wann er zuhause zu sein hat bzw. wann er den Fernseher einschalten darf usw. wollte mein Partner mich heiraten und nicht umgekehrt. Ich verstehe die vielen hämischen Kommentare mancher User hier überhaupt nicht. Ich glaube, dass hier viele Leute einfach ganz schlechte Erfahrungen gemacht haben und ihrem Frust freien Lauf lassen.

w/verheiratet
 
  • #27
FS @ #3: das glaube ich gut und gern, dass einem Mann möglicherweise eine junge Geliebte lieber ist unter folgenden Voraussetzungen:

- er darf keinen Wert auf Gemeinsamkeiten auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene legen, wozu auch ähnliche Lebenserfahrungen zählen

- er muss ständig den finanziellen Aspekt im Auge haben, wenn er nicht weiß dass nach der heutigen Rechtsprechung die Frau das volle Risiko einer Scheidung trägt, wenn sie Kinder hat

- er darf keinen Wert auf seinen gesellschaftlichen Beitrag legen, indem er ggf. mit einer Frau passenden Alters eine neue Familie gründet mit Kindern und Enkeln, die zwar nicht gemeinsam gezeugt wurden, doch dann Mitglieder einer gemeinsamen Familie mit gemeinsamer Verantwortung sind.

- er darf sich nie Gedanken darüber machen, wie Frauen dafür entschädigt werden sollen, dass sie Kinder gebären müssen, wobei sie Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen, ganz zu schweigen von der körperlichen und seelischen Kraft, die sie dabei einsetzen. Jedenfalls unter natürlichen Bedingungen ohne künstliche Eingriffe.

- er ist Prototyp der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung, die hin zur Vereinzelung, zur Metrosexualität und zur Egozentrik strebt.

Na dann weiter so!
Sie leiten hier Pflichten ab, nach denen der Mann gefälligst agieren soll (femininer Imperativ).
Sie argumentieren ja nicht mal besonders clever, dass der Durschnittsmann ihren Braten nicht riecht.

Da nehme ich lieber eine junge Geliebte und werde der Prototyp eines neuen Mannes.
Nämlich des aufgeklärten Mannes, der anfängt nach 30 Jahren Frauenförderung mal zur Abwechslung die Bedürfnisse eines Mannes zu berücksichtigen.

Und was hat das ganze mit Metrosexualität zu tun?

Ich kann meine Freundin genauso wertschätzen und lieben, wenn sie 10 Jahre jünger ist und nicht mit mir verheiratet.
 
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  • #28
Ich habe für mich recht früh beschlossen, dass ich nicht heiraten werde. Das, was ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis über die Jahre gesehen habe, hat mich in diesem Beschluss nur noch weiter bestärkt. Es geht nicht darum, dass Männer oder Frauen böser sind, wenn sie sich trennen. Das ist meiner Meinung sehr gleich verteilt.

Mit dem Konstrukt Heirat kann man sich bei der Scheidung gegenseitig sehr gut ruinieren und seine bösen Triebe so richtig ausleben, inklusive Kampf um die Kinder. Dazu kommt, dass die Rechtssprechung immer noch sehr einseitig "pro Frau" ist, was sich aber in den letzten Jahren etwas ausgeglichen hat.

Letztendlich kommt mir das Thema Heirat vor allem als Rechtsgeschäft vor. Ich weiß auch nicht, was daran romantisch sein soll, in einem weißen Kleid seit Jahren zum ersten Mal in eine Kirche zu rennen. Und wenn das der schönste Tag meines Lebens sein soll, kann ich mir danach gleich die Kugel geben. Kommt ja laut dieser Aussage nichts mehr nach.

Unsere Gesellschaft ist heute individueller denn je und das bewirkt auch, dass keine Notwendigkeit besteht, weiter zusammen zu sein, wenn es nicht mehr geht. Ohne Heirat ist das beiden Seiten wesentlich einfacher möglich. Es gibt keine Konventionen mehr, lebenslang aneinander gekettet zu sein, wenn mindestens einer nicht mehr weiter möchte. Das empfinde ich als ehrlicher und würdiger für beide. Man braucht keine Anwälte, Richter und als Mann umgeht man die sogenannten Goldgräberinnen. Frauen können sich auch wesentlich leichter aus problematischen Beziehungen befreien. Selbst unverheiratete Kinder sind keine Schande mehr. Von daher werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr heiraten.
 
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  • #29
@16 Leider gibt es sehr viele Menschen, Du gehörst dazu, die gar nicht begreifen, dass es bei dem Thema 'Heirat' gar nicht um finanzielle Aspekte gehen muss. Wozu gibt es schließlich Eheverträge, wenn jemand so krankhafte Angst hat, übervorteilt oder geschröpft zu werden?

Wenn ich dann noch höre, dass man(n) argumentiert, sich eingesperrt fühlen zu müssen, weil er ein Ja-Wort gibt, sollte er doch wohl am besten alleine bleiben, da sperrt ihn garantiert nichts und niemand ein.

Bei dem Thema geht es darum, diese eine Beziehung als etwas so Besonderes zu kennzeichnen, dass man sich zu diesem Schritt entschließt. Da ist kein Grund für irgendwelche Ängste, wenn beide so empfinden. Die Basis für diesen Schritt ist eine ganz andere und das verstehen scheinbar so viele Menschen nicht mehr.

Wer das nicht verstehen kann und nach Jahren immer noch so vor sich hinplätschert, weil er Ängste hat, finanzielle Einbußen zu erleiden, der käme für mich (von meinem Mann weit, bevor ich an selbst an Ehe dachte, gefragt und nie bereut) und für die Frauen aus der Sportgruppe, von denen ich erzählte, eben nicht in Frage. Da stimmte die Basis nicht - die Beziehung war eben nicht intakt.

Eine Beziehung mit einem Mann, der so viel Angst vor Verbindlichkeit hat, käme für mich nie in Frage.

Es ist außerdem Quatsch, zu behaupten, dass mit der Ehe etwas 'sicher'. Das Bemühen beider Partner umeinander muss natürlich andauern - mein Mann und ich halten das für Selbstverständlich.
 
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  • #30
Warum sollte ich als Frau heiraten wollen? Dann wäre ich ja jetzt mit meinen knapp 30 Jahren schon mindestens 3 Mal wieder geschieden! Oder ich hätte 3 Kinder von drei verschiedenen Männern!

Meine damaligen Traummänner haben mich nicht verlassen, aber ich sie und zwar ab dem Punkt, an dem ich sie von meiner Reife überholt habe.

Ich bin wirklich ein Tollpatsch und recht naiv in manchen Sachen, besonders wenn es um Männer geht, aber ich kann mich gerade noch so weit beherrschen, dass ich erst dann heiraten werde, wenn ich alt bin und weiss, dass ich die nächsten 5 Jahre eh abkratzen werde. Dann stört es mich nicht mehr. Aber ich habe echt nicht die Nerven mich nach 5 oder 10 Jahren Ehe wieder scheiden zu lassen und dann vielleicht mit Verlusten aus der Ehe zu gehen, ein lästiges Kind zu haben, alleinerziehend zu sein und keinen weiteren Mann mehr zu finden. Scheinbar bin ich doch nicht so dümmlich und naiv, wie mir immer nachgesagt wird.

w30+
 
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