G

Gast

  • #1

Findet jeder Topf irgendwann seinen Deckel?

Die alte Frage: ist es im Leben so, dass jeder irgendwann seinen "Deckel", also einen optimal passenden Partner findet, wenn er nur lange genug wartet und vorher keine faulen Kompromisse schließt oder ist der Spruch "der/die Richtige wird schon kommen" vollkommener Blödsinn? Früher haben sich glückliche Paare ja auch irgendwie gefunden, nur heute scheint es total schwierig zu sein trotz mannigfacher Auswahl in Internet und co.
Ich bin jetzt schon länger Single, unterbrochen von kürzeren Beziehungen, die aber schon in der Anbahnungsphase scheiterten. Sollte man trotzdem weiter aktiv nach dem "Richtigen" suchen, sollte man gar nichts tun und sich einfach finden lassen oder den Traum von einer glücklichen Beziehung ganz aufgeben? Bin ratlos.
 
G

Gast

  • #2
Liebe FS,

die Frage stellt sich mir auch, nur ist die Frage als Mann soll man aktiv zu suchen - was sich nach 1,5 Jahren Singlesein als sehr anstrengend und frustrierend erwiesen hat. Ich glaube aber, kapitulieren ist der falsche Weg. Als Frau glaube ich kann man eher sich "Finden" lassen, als Mann nicht.
 
G

Gast

  • #3
Sehr viele (laut Statistiken) finden irgendwann im Laufe des Lebens den passenden "Deckel". Es sind aber definitiv nicht alle.

Suchen oder finden lassen? Das Leben sinnvoll nutzen, dabei den Spaß nicht aus den Augen verlieren, Ziele/Träume verfolgen, und ganz nebenbei wird schon jemand am Horizont auftauchen, der/die dir den Kopf verdreht. Wann? Morgen oder in 10 Jahren.
 
G

Gast

  • #4
"der/die Richtige wird schon kommen", ist Quatsch.Von selbst kommt gar nix.

Ich vermute, Du bist eine Frau und möchtest gerne "gefunden" werden, was bislang nicht geklappt hat.

Ich als Mann fühle mich besser und attraktiver mit guter Frisur, guten Klamotten und interessanten Aktivitäten.
Bei Frauen ist es nach meiner Erfahrung genauso.

Vielleicht musst Du noch ein bisschen an Dir "arbeiten" und dann klappt es.

m
 
  • #5
Um es mal ganz hart auszudrücken: selbstverständlich nicht.

Damit es so wäre müsste es nämlich eine Vorbestimmung geben. Allerdings gibt es für praktisch jeden Menschen eine sehr große Menge an hervorragend passenden Partnern und dementsprechend hat man eine hohe Chance einen dieser Partner im Laufe des Lebens zu bekommen.
Es bleibt aber eben nur eine Wahrscheinlichkeit, allerdings kann man diese je nachdem wie man sich verhält auch stark beeinflussen. Wenn man viel unter Leute geht, offen ist und dementsprechend viele Bekanntschaften macht dann erhöht sich diese Chance nochmal enorm.
 
  • #6
Nein - dafür gibt es keine Garantie. Aber man kann selber Vieles dafür tun.

Ganz wichtig: Die Zeit aktiv nutzen. Nicht verstreichen lassen, auch nicht als Frau.

Aktiv, gezielt und strategisch suchen. Oder zumindest sich so zeigen = Werbung, Information, Präsentation. Wie bei einem Produkt, sonst erfährt Keiner davon.
Von selbst kommt Keine/r. Weil er ja nichts von der FS weiss.

Oft haben die Leute sehr genaue Vorstellungen von seinem Partner/in. Aber schränken sich dadurch zu stark ein. Je flexibler und kompromissbereiter man ist, desto größer wird der Personenkreis = mehr Trefferchancen für den/die Richtige zu finden.
Aber zuviele Kompromisse sind schlecht = da hält die Beziehung nicht lange / auf Dauer nicht.

Wer Paare sieht, sollte genauer hin schauen. Tlw. sind es Paare, die nur "aus Not" zusammen sind, nur um nicht alleine zu sein.
Oder reine Versorger-Mentalität. Er zahlt, und dafür ist sie und die Kinder versorgt.
Aber man will ja sowas nicht, sondern echte Liebe, Zuneigung und Partnerschaft.
 
G

Gast

  • #7
Allerdings gibt es für praktisch jeden Menschen eine sehr große Menge an hervorragend passenden Partnern und dementsprechend hat man eine hohe Chance einen dieser Partner im Laufe des Lebens zu bekommen.
Und genau daran zweifle ich. Mag sein, dass du deine Annahme auf einer statistischen Milchmädchenrechnung begründest - nun ist es aber im echten Leben so, dass vor allem mit zunehmenden Alter sich die Auswahl nicht nur an "hervorragend passenden", sondern sogar auch an "halbwegs passenden" Partnern im Laufe eines Lebens ziemlich drastisch reduziert. Egal, wohin man geht, ob in Freizeit oder im Berufsleben, Freundeskreis usw.: Von 10 Männern sind 7 in festen Händen, von den drei übrig Gebliebenen sind 1,5 viel zu alt, 0,5 schwul, 0,5 zu jung, und der restliche halbe ist ein Nerd. Wenn dann durchschnittlich einmal pro Jahr doch mal einer dabei ist, in den man sich verlieben könnte, sucht er entweder eine Jüngere oder hat Mordsansprüche.
Also liebe(r) FS, bis Anfang 30 hast du noch gute Chancen, aber spätestens mit Mitte 30 solltest du deinen Deckel gefunden haben. Danach schnappen sich Männer Frauen, die 10 Jahre jünger sind als du. Und falls du ein Mann sein solltest, könntest du als Langzeitsingle ab 40 schon in die Kategorie "unattraktiver Sonderling" einsortiert werden. Kurz gesagt: die Aussichten sind nicht rosig.

w, 43, im Dating-Loch
 
  • #8
Na ja, manche Töpfe sind schon arg verbeult, krumm und schief....Klar, die haben Charakter aber einen Deckel dafür zu finden wird schwierig. Aber muss der dann auch wirklich passgenau schliessen? Vielleicht sollte man dann einfach ein bisschen Luft lassen, die eine oder andere Ritze zulassen?

oder ist der Spruch "der/die Richtige wird schon kommen" vollkommener Blödsinn?
Der Blödsinn liegt in der Phrase "wird kommen".

Von NIX kommt--- NIX

Das Schicksal in Form eines "Deckels" wird nicht an Deiner Tür klopfen, Du musst schon raus und selbst aktiv sein. Du musst schon auch an Deiner Form arbeiten, vielleicht ein bisschen ausbeulen und geradeziehen. Aber dann, ja bin ich überzeugt dass es irgendwo einen passenden Deckel gibt, zumeist sogar mehrere (sonst wär die Menschheit längst ausgestorben). Die Kunst ist es ihn nicht nur zu finden sondern auch zuzulassen.
 
  • #9
Die Frage ist, was ist "optimal"? Menschen, die ihre Ansprüche sehr hoch geschraubt haben, oft höher als das, was sie selbst zu bieten haben (auch unter Beachtung der Konkurrenz, die sie selbst und der Optionen, die ihre anvisierten Ziele haben), werden größere Schwierigkeiten haben, fündig zu werden. Aber das ist ein Problem, das sich jeder selbst macht.
Jeder gestaltet sich sein Leben so, wie er/sie möchte. Und wer lieber allein bleibt, statt (in den eigenen Augen) Kompromisse zu machen, hat sich das selbst ausgesucht und sollte sich dann über Märchenprinz(essinnen)mangel oder die blöden Objekte der Begierde, die kein Interesse haben, nicht beklagen.
 
G

Gast

  • #10
Findet jedet Topf irgendwann seinen Deckel?

Bei "großen" Töpfen (hohes Anspruchsdenken, tapetenrollenlange NoGo-Listen, keinerlei Kompromissbereitschaft) werden die allermeisten Deckel "durchfallen".

Bei "kleinen" Töpfen (die akzeptieren, daß ein Deckel ein paar Zentimeter größer sein darf, wenn er den Zweck erfüllt) ist die Wahrscheinlichkeit höher.

Wer glaubt, der Deckel müsste bis auf den Millimeter genau angepasst sein, ist mit der Hoffnung auf einem Sechser im Lotto besser bedient.

(M)
 
  • #11
@6
Von 10 Männern sind 7 in festen Händen, von den drei übrig Gebliebenen sind 1,5 viel zu alt, 0,5 schwul, 0,5 zu jung, und der restliche halbe ist ein Nerd. Wenn dann durchschnittlich einmal pro Jahr doch mal einer dabei ist, in den man sich verlieben könnte, sucht er entweder eine Jüngere oder hat Mordsansprüche.
Tja, gilt für Frauen ähnlich... Wieso nochmals sollen wir Männer Euch im Kaufhaus ansprechen?

Nee aber mal im Ernst:
aber spätestens mit Mitte 30 solltest du deinen Deckel gefunden haben. Danach schnappen sich Männer Frauen, die 10 Jahre jünger sind als du.
Junge Dame, mit Verlaub das ist Nonsens. Gerade ab 40 sind viele in der zweiten Runde, Männer wie Frauen. Mit mehr Reife, mit mehr Gelassenheit, mit mehr Wissen was wirklich wichtig ist. Die die sich jüngere "schnappen" sind wenige- Sie schreien nur lauter weil Sie meinen dass mache Sie zum tollen Hecht weswegen diese Spezies das gern an die große Glocke hängt.

Und gerade die älteren wissen auch einen Topf mit Charakter und gewissen Eigenarten zu schätzen und zu lieben. Solange das Essen daraus gut schmeckt darf er auch ein paar Beulen haben, undicht sollte er halt nicht sein. Oder so gut gelaunt wie Bernd das Brot, das kommt auch nicht so wirklich gut....

Wer das weiss kann durchaus eine Reihe von guten Deckeln finden.
 
G

Gast

  • #12
Ausnahme von der Regel?

Ich war bereits in der Phase mein Leben mit mir und meinen persönlichen Aktivitäten zugestalten und das ganze ohne Partner, weil ich dachte, dass es den passenden Deckel für mich wohl nicht gibt, da sind wir uns begegnet. Deckel auf Pott!! Vlt ein paar kleine luftdurchlässige Spältchen vom Deckel zum Pott, aber beide sind wir auch über 50 und es ist einfach wunderbar so wie es ist.
 
G

Gast

  • #13
@6
Nee aber mal im Ernst:

Junge Dame, mit Verlaub das ist Nonsens. Gerade ab 40 sind viele in der zweiten Runde, Männer wie Frauen. Mit mehr Reife, mit mehr Gelassenheit, mit mehr Wissen was wirklich wichtig ist. Die die sich jüngere "schnappen" sind wenige- Sie schreien nur lauter weil Sie meinen dass mache Sie zum tollen Hecht weswegen diese Spezies das gern an die große Glocke hängt.

Und gerade die älteren wissen auch einen Topf mit Charakter und gewissen Eigenarten zu schätzen und zu lieben. Solange das Essen daraus gut schmeckt darf er auch ein paar Beulen haben, undicht sollte er halt nicht sein. Oder so gut gelaunt wie Bernd das Brot, das kommt auch nicht so wirklich gut....

Wer das weiss kann durchaus eine Reihe von guten Deckeln finden.
Da kann ich (m45) dir nur zustimmen. Ich setze aber noch dazu, dass die meisten Frauen (ich habe eine Suchrange zwischen 40 und 50) sehr erstaunt sind, dass ich sie kontaktiere. Sie machen die Erfahrung, dass die Männer in disem Alter auf jüngere Frauen losgehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit jüngeren Frauen einfach nicht passt. Mit 40 hat man eine ganz andere Erfahrung und eine ganz andere Lebenseinstellung. Man (m und w) in der zweiten Phase, wo man einen Partner will, mit dem man lange zusammenbleiben will, das Thema Kinder ist meist abgeschlossen oder wird in absehbarer Zeit abgeschlossen (wenn Kinder vorhanden sind, die dann bald flügge werden). Der Gedanke ans Alter kommt langsam und auch wie man das verbingen will. Diese Aspekte spielen bei der Suche auch zumindest unterschwellig eine Rolle.

Sofern die Grundideen einigermassen stimmen, ergeben sich zumindest interessante Gespräche, aus denen sich mehr entwickeln kann. Leider sind aber viele Frauen nicht zu einer freundschaftlichen Basis bereit, sondern wollen unbedingt sofort das Thema Partnerschaft ja oder nein klären, was zu Stress führt und die Attraktivität deutlich senkt.

Man weiss, was man nicht will, hat seine Ecken und Kanten. Genau das ist der Grund, warum viele Männer eine jüngere Frau suchen: Sie wollen eine Frau, die sie noch formen können. Sie sind aber nicht bereit, eine Frau, die ebenso gefestigt ist, so zu akzeptieren wie sie ist..für mich ein klares Anzeichen fehlenden Selbstbewusstseins.
 
  • #14
Hm, die Ansprüche hatte ich...

Das gebe ich auch zu, es war völlig unrealistisch, für ein solch verqueres, indiskutables Frauenzimmer Ü50 und mit x No-gos ausgestattet (sehr verbeulter Topf, hihi) einen passenden Mann zu finden. Ich hatte eigentlich auch aufgegeben und mich nur noch ganz locker ohne zu bezahlen in einer Billigbörse umgeschaut.

Machen wir uns Nichts vor, es spielt schon auch der Zufall eine große Rolle. Der Mann und ich hatten eine blendende Chance uns zu verpassen - ich war nur sporadisch noch online und er hatte seine Probemitgliedschaft schon wieder gekündigt. Dabei ist er nun der Mann, bei dem ich wirklich bereit bin etwas für die Beziehung zu tun, der meine extremst kritischen Kinder im ersten Anlauf um den Finger gewickelt hat und der mir wirklich Paroli bieten kann. Nicht zu fassen, aber so etwas passiert.

Natürlich gibt es bei uns auch Ritzen und Wackeligkeiten - aber wir sind auch energische und erfahrene Ausbeuler...

Insofern - nicht verrückt machen, aber auch nicht aufgeben!
 
G

Gast

  • #15
Also ich glaube, es gibt viele Deckel, die irgendwie passen können, nicht nur DEN einen.
Es hängt auch immer einiges von einem selbst ab, wie eine Beziehung verläuft.
Nein, nicht jeder findet seinen Deckel, das klingt so passiv und fatalistisch. Ich glaube nicht an Schicksal und Vorbestimmung.
Und es ist auch nicht das alleinig Seligmachende, einen Mann an seiner Seite zu haben - meist eher das Gegenteil auf Dauer ;-)
Also muss das Glück und die Zufriedenheit in einem selbst stecken, egal, ob man eine Affäre hat oder eine neue Beziehung beginnt.
Frauen müssen übrigens genauso suchen, sie haben evtl. nur einige Frösche mehr auszusortieren.
Die Tollen muss frau auch oft aktiv suchen...
 
  • #16
Ich glaube kaum das der Zufall damit so viel zu tun hat sondern eher die eigene Einstellung zu sich und seinen Mitmenschen. Wenn man, mit wem auch immer, alleine auf einer einsamen Insel gefangen ist, dann wird man ziemlich schnell zu der Auffassung kommen, dass dieser genau der richtige ist. Jeder Mensch hat seine guten und schlechten Seiten und die frage ist doch immer nur wie wir was betrachten und wie tolerant und anpassungsfähig wir sind und sein wollen.
 
G

Gast

  • #17
Ganz klar NEIN.

Das klingt brutal und ist es auch, aber gerade bei Langzeit-Singles muss man davon ausgehen, dass diese Menschen einfach zu wenig attraktiv sind (äusserlich, charakterlich, finanziell usw.). Seltene Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.

Beweisumkehr: attraktive Menschen können sich der Nachfrage kaum erwehren, egal ob Mann oder Frau.
 
  • #18
Wenn so lese, dass man nach 30 Jahren keine Chance mehr darauf hat den passenden Deckel oder Topf - je nach dem wie mans sieht - zu finden, dann wird mir ganz mulmig. Na toll, dann ist man endlich mit beiden Beinen im Leben angekommen und dann ist man schon zu alt für ein Leben zu zweit. Nö danke!

Ich hoffe doch, dass ich den passenden Partner irgendwann finde...bzw ich hoffe früher als später, da ich schon ein Kinderwunsch habe. Ich möchte nicht irgendwann eine verbitterte alte Frau werden, die jeden anfaucht, nur weil sie so einen Wunsch nicht erfüllen konnte. Ob ich irgendwann dann mal eine künstliche Befruchtung machen lasse, daran denke ich noch nicht wirklich...aber naja... ist ein anderes Thema.
 
G

Gast

  • #19
Ganz klar NEIN.

Das klingt brutal und ist es auch, aber gerade bei Langzeit-Singles muss man davon ausgehen, dass diese Menschen einfach zu wenig attraktiv sind (äusserlich, charakterlich, finanziell usw.). Seltene Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.

Beweisumkehr: attraktive Menschen können sich der Nachfrage kaum erwehren, egal ob Mann oder Frau.
Dem widerspreche ich halbwegs. Ich stimme zu, dass attraktive Menschen wenig Probleme haben, jemanden kennenzuleren.

Die Deutschen sind ein Volk der Egozentriker. Viele Menschen sind dazu noch infantil und daher gibt es immer mehr Scheidungen/Single, denn Menschen, die nicht egozentrisch und nicht infantil sind, wollen so einen Menschen nie wieder.

Von den halbwegs gesunden und emotional reifen Menschen gibt es zuwenig und von den tatsächlich nicht beziehungsfähigen Menschen so viele. Also der Markt an psychisch gesunden und stabilen Menschen ist nicht groß genug, weil ein großer Teil von denen natürlich gebunden ist. Daher so viele Singles.

w
 
G

Gast

  • #20
Von den halbwegs gesunden und emotional reifen Menschen gibt es zuwenig und von den tatsächlich nicht beziehungsfähigen Menschen so viele. Also der Markt an psychisch gesunden und stabilen Menschen ist nicht groß genug, weil ein großer Teil von denen natürlich gebunden ist.
Das entspricht auch meinen Beobachtungen. Ich kenne zwar viele Singles, aber die sind alle sehr egoistisch und wollen für eine Partnerschaft kein Stück ihrer Freiheit aufgeben. Die wirklich beziehungsfähigen Menschen bleiben nach einer Trennung nicht lange alleine und sind deshalb schwer zu finden.
 
G

Gast

  • #21
Ganz klar NEIN.

Das klingt brutal und ist es auch, aber gerade bei Langzeit-Singles muss man davon ausgehen, dass diese Menschen einfach zu wenig attraktiv sind (äusserlich, charakterlich, finanziell usw.). Seltene Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.

Beweisumkehr: attraktive Menschen können sich der Nachfrage kaum erwehren, egal ob Mann oder Frau.
Dem muss ich widersprechen, das ist mir einen Ticken zu einfach gedacht. Gerade bei Männern, also dem aktiv umwerbenden Geschlecht, reicht meist schon Schüchternheit um über einen längeren Zeitraum trotz Attraktivität Single zu sein. Hinzu kommt, dass auch unattraktive Menschen in glücklichen Partnerschaften leben, also ihren passenden Deckel gefunden haben. Obgleich attraktive Menschen also zweifellos mehr Auswahl haben, sind sie nicht automatisch die Gewinner bei der Suche nach dem richtigen Partner.

Erfolg bei der Partnersuche ergibt sich meines Erachtens aus einer Kombination von Gelegenheiten, gezielter Suche, Kompromissbereitschaft und Glück.
 
G

Gast

  • #22
Es gibt auch Männer, die bewusst Einzelgänger sind und von der Gesellschaft zurückgezogen leben, weil sie kein Interesse an den gesellschaftlichen Standardvorstellungen und Grundmustern haben (Familie, Kinder, Einfamilienhaus, Familienkutsche, arbeiten bis zur Rente etc). Ein solches Lebensmuster würde bei mir das kalte Grauen auslösen. Ehrlich gesagt hatte ich nie Interesse daran schönen Frauen hinterherzulaufen um mir auf diese Art und Weise gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen. Ich sehe es eher so, dass attraktive Frauen ihr Äußeres und ihre Begehrtheit auf eine sehr kalte Art und Weise ausnutzen. Muss man diesen triebgesteuerten Blödsinn denn als Mann mitmachen? Nein, muss man nicht.
Ich habe gelernt, Frauen zu ignorieren und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ich bin als Single glücklich, weil ich nicht befürchten muss, von irgendjemanden ausgenutzt zu werden. Ich brauche weder ein Auto, noch ein Haus noch Urlaub in Luxushotels. Leisten könnte ich mir das, aber es hat für mich keine Bedeutung. Hätte ich eine Frau, müsste ich mich widerwillig diesen Konsumzwängen opfern. Ich bin glücklich, wenn ich irgendwo allein an einem See sitze und die Natur beobachten kann. Ich ziehe ein unauffälliges, bescheidenes und zurückgezogenes Leben vor. Viele Menschen können das einfach nicht verstehen.
 
G

Gast

  • #23
Meine Meinung: Ich treffe während meines ganzen Lebens immer wieder auf Menschen, die für mich zu diesem Zeitpunkt genau passen. Die einen begleiten mich während einer gewissen Zeit, helfen mir oder stellen mich vor eine wichtige Aufgabe, die vielleicht mit Schmerzen, aber schlussendlich mit Lernen und Erkennen verbunden ist, andere sind da, um einfach Spass zu haben, die Dritten sind das ganze Leben irgendwie mit mir verbunden. Ich glaube an Schicksal und Vorbestimmung. Meinen jetzigen Partner habe ich hier kennen gelernt. Er bat um einen Profilcheck, ich habe ihn gemacht und wumm :) Der passende, GLÜCKLICH machende Deckel! Was ich auf alle Fälle gelernt habe ist, dass man nichts erzwingen kann, trotz Superbody, Topausbildung und hohem Lebensstandard. Die Auswahl wird vielleicht grösser, aber das heisst noch lange nicht, dass ein passender Deckel dabei ist und wenn, ob er mich glücklich macht oder mich einfach auf irgend eine Art "weiterbringt".


PS: Ich habe übrigens viel zu viele Kilos auf den Rippen und beziehe eine Rente aus psychischen Gründen. Mein Partner ist 10 Jahre jünger, liebt jedes Gramm an mir und wir unterstützen uns gegenseitig ohne Wenn und Aber.

w/44
 
G

Gast

  • #24
Leider nein-es gehört auch Glück dazu (oder eine über die Schmerzgrenze gehende Leidensfähigkeit;)
Die Mär, dass attraktive Menschen ständig die Wahnsinnsangebote haben und hatten, ist nicht auszurotten. Die LEICHT überdurchschnittlichen oder unauffälligen Menschen sind am schnellsten verbandelt, weil sich da jede/r rantraut. Ich will nicht auf hohem Niveau jammern, doch ich war und bin sehr attraktiv, manche nennen mich schön-und wenn mich ein Mann anspricht, ist er entweder ein abgebrühter Aufreißer, bekloppt oder ein Affärenjäger (vergeben natürlich). Wenn ich selbst unaufdringlich auf sympathische Männer zugehe, denken diese, da kann ja etwas nicht stimmen, denn ich müßte ja 10 an jedem Finger haben. Also suchen sie "den Fehler". Außerdem regt sich da sofort der Gedanke an Untreue. (Dabei haben sich sehr attraktive Menschen nicht so viel zu beweisen wie durchschnittliche-die viel mehr ihr Ego über Seitensprünge aufpolieren).
Und zu guter letzt hörte ich dann auch: "Ach nein, Du bist ja so schön, da kann ich optisch nicht mithalten, sieht dann ja blöd aus." Und so kommt es dann zur selbsterfüllenden Prophezeiung, schöne (attraktive) Menschen seien arrogant. Nun ja, wenn es das Ego der anderen nicht aushält oder man nur immer für Sex herhalten soll...?
Sehr schönen heterosexuellen Männern geht es auch so, wenn sie nicht automatisch für schwul gehalten werden. Klischees über Klischees..

Fazit: sehr hässlich und sehr attraktiv ist ein Problem, wenn man nicht nur benutzt oder "gekauft" werden will. Da sehen wenige hinter die Fassade. Bei mir kommt noch Selbstironie und Intelligenz dazu-das packt dann keiner mehr;) leider...

(w)
 
  • #25
Früher suchte man eher einen Lebenspartner/in der in guten wie schlechten Zeiten zu Einem passt.
Also innere Werte, sozial eingestellt, und eine Persönlichkeit.

Heute wird die Partnersuche immer oberflächlicher, und es scheint vgl. wie ein Autokauf.
Das "Modell" soll dies und das erfüllen, und gut aussehen. Betriebskosten, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit scheinen nicht zu interessieren - Hauptsache das "Fahrwerk" und "Blechkleid" sieht gut aus.

Ansonsten: Man kann ja schnell wechseln - der Markt bietet ständig was Neues an.
Das schnelle Schluss-machen (z.B. per SMS), scheint so einfach, wie das alte Auto beim Autohändler abgeben, während man schon nach neuen Modellen schielt.

Also sind die älteren, eingefahrenen, ausgereiften Automodelle weniger gefragt, weil eben alt und nicht mehr fabrikfrisch. Die findet man versteckt auf der Rückseite des Autohändlers.
"Ach, so was wollen sie fahren ?" - "Ja, und ich weiss genau - warum !"

Und so ist es auch auf dem Partnermarkt. Man kann auch mal an all den "glitzernden Karossen" vorbei gehen, um die versteckten, stillen "Modelle" zu entdecken.
So machte es mein Bruder, und fand eine sehr gute Partnerin (Beide 40+) - sogar via Singlebörse. Obwohl sie optisch m.E. nicht so gut aussieht. Aber das ist nach all seinen bisherigen Erfahrungen für ihn fast unwichtig geworden.
 
G

Gast

  • #26
Dass jeder Topf seinen Deckel findet stimmt definitiv nicht.

Rein statistisch gesehen suchen mehr Männer in der Altersgruppe 20 bis 55 Jahren eine Partnerin als Frauen. Erst danach gleicht sich das Verhältnis der Geschlechter an bzw. es kommt sogar zu einem Frauenüberschuss. In der Summe über alle Altersgruppen gibt es mehr Frauen als Männer in Deutschland.

Aus der Sicht eines Mannes in der Altersgruppe 20 bis 55 Jahren heißt das dass er sich viel mehr anstrengen, größere Kompromisse eingehen und viel mehr einer Frauen bieten muss um sie für sich zu gewinnen.

Heutzutage gibt es zwar scheinbar viele Möglichkeiten einen Partner kennen zu lernen. Nur der Schein trügt. Ob jemand Erfolg an einer Single Börse hat hängt von seinem "Marktwert" ab. Wir Männer sind dort alleine durch den Männerüberschuss von vorne herein benachteiligt. Dazu kommen bestimmte Verhaltenskodexe die Frau einfach von einem erwartet. Unterm Strich finden dort geschätzt weniger als 10 % der Männer eine Partnerin. Der Anteil an Frauen ist hier ungemein höher (bedingt durch die größere Auswahl).

Wenn jemand keinen großen Bekanntenkreis hat, nicht ständig unterwegs ist und auch nicht zu der Gruppe von den 10% an Männern in Single Portalen die Frauen interessant finden zählt, der bleibt auch auf Dauer alleine.

Das sind nicht nur solche unansehnliche Nerd`s . Ganz im Gegenteil auch Akademiker oder nur durchschnittliche aussehende Männer betrifft`s. Eine weitere Untersuchung erfasst wie viele Männer pro Jahrgang im Ausland eine Partnerin suchen (ca. 33.000). Wenn man das ganze auf die Altersgruppe 20 bis 55 hochrechnet sind das 1.155.000 Männer die in Deutschland keine Partnerin finden.
 
  • #27
Bitte nicht wieder eine Statistikkonversation!

Ich hoffe doch, dass ich meinen Deckel noch finde.

Ich frage mich jedoch, ob dieser Topf in meiner Umgebung ist, oder ist er ganz modern und lebt womöglich noch in Timbuktu und ich weiß es nur nicht. Die Nadel im Heuhaufen trifft es manchmal ganz gut.
 
G

Gast

  • #28
Ob jemand Erfolg an einer Single Börse hat hängt von seinem "Marktwert" ab. Wir Männer sind dort alleine durch den Männerüberschuss von vorne herein benachteiligt.
In den SInglebörsen gibt es einen Überschuß an Männern bis ca. 35. Ab 40 sind mehr Frauen als Männer in Singlebörsen vertreten. Daran kann es also nicht liegen. Und nein, es findet nicht jeder Topf seinen Deckel. Denke nur an die vielen körperlich oder geistig Behinderten, die nie eine Beziehung haben werden.
 
G

Gast

  • #29
Diesen alten Spruch find ich eh bekloppt, würde er stimmen, dann hätten die heutigen Geschiedenen damals eben nicht den "Richtigen", sondern auch den "Falschen" erwischt.
Auch gibt es jede Menge Beziehungsformen, da finden sich Paare, sogenannte Topf-Deckel, welche aus allen möglichen Gründen zusammen sind, Status, Familientradition, Finanzen, Steuern, weil man sich schon ewig kennt usw. aber nicht aus Liebe.
Ich glaube die sogenannten "reinen" Liebesehen von denen hier fast jeder oder jede träumt sind statistisch nur sehr wenige.
Wo liest oder hört man, ich liebte sie, egal was sie hatte, war und ist, oder sie sagt, ich liebe ihn, egal was er hat und ist ?? Eben nirgends.
Das reine Prestige triebt viele Kompromisse zusammen, welche dann eine Beziehungssymbiose bilden; quasi Topf-Deckel aus Edelstahl, aber kein Liebesdampf darunter.